Ultima Ears super.fi 4 vi Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 18.04.2008
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Testbericht Ultimate Ears Super.fi 4 vi von mobile-reviews.de

Hersteller:

Ultimate Ears

Modell:

Ultima Ears Super.fi 4 vi

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Preisvergleich

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Bedienungsanleitung

Revision 1.0 vom 18.04.2008

Superfi4

Sie nutzen ein iPhone und sind auf der Suche nach einem Kopfhörer? Dann kennen Sie ja schon die Problematik, die Apple mit dem eigenwilligen Kopfhöreranschluss beim iPhone verursacht. Kaum ein Modell passt, über ein eingebautes Mikrofon verfügen noch weniger Modelle. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn die mitgelieferten Kopfhörer einen halbwegs akzeptablen Klang erzeugen würden. Dem ist aber leider nicht so.

Auf meiner Suche nach einem guten Headset bin ich über die amerikanische Firma Ultima Ears gestolpert. Mit den Super.fi 4 lagen dort bereits amtliche Klangerzeuger vor. Um auch für die Fans des Apple iPhone ein passendes Modell anbieten zu können, hat man daher die Super.fi 4 mit Mikrofon und iPOD-Fernsteuerung versehen, die Super.fi 4 vi wurden geboren. Was man von den knapp 150 € teuren in-ear Modellen des renommiertem Herstellers Ultima Ears erwarten kann, soll Ihnen mein kurzer Testbericht aufzeigen.

Design/Verarbeitung 

Superfi4

Lieferbar in der Farbkombination Schwarz/Silber verfügen die Super.fi 4 vi über ein angenehm dickes und dadurch sehr stabiles Kabel. Im Gegensatz zu Modellen der Konkurrenz kann man hier wirklich von „Kabeln“ sprechen und nicht nur von dünnen Äderchen. Naturgemäß leidet die Flexibilität darunter ein wenig, ohne dabei aber zu stören. Kabelgeräusche sowie ein Verdrehen werden auf das unvermeidlich minimiert. Sämtliche Steckverbindungen sind ohne Fehl und Tadel, die Monitore der Super.fi 4 vi bestehen dabei aus Aluminium. Eine kleine Erhebung verhindert (leider nicht immer zuverlässig), dass die Ohrpassstücke vom Monitor abrutschen und so im Ohr stecken bleiben. Die Verarbeitungsqualität der Ultima Ears Super.fi 4 vi ist hervorragend.

Technische Daten

Superfi4

Der Hörer entspricht technisch dem Ultimate Ears super.fi 4. Zusätzlich bietet die vi-Version noch ein am Kabel integriertes Mikrofon und eine Taste zur Gesprächsannahme. Der vierpolige 3,5 mm-Anschlussstecker wurde speziell für das Apple iPhone angepasst. So ist es möglich die Telefonfunktionalität des iPhone mit dem Ultimate Ears In Ear Hörersystem zu kombinieren. Die Super.fi 4 vi können einen Frequenzgang zwischen 20Hz und 15,500 Hz wiedergeben. Die Eingangsempfindlichkeit liegt dabei bei 105dB, die Außengeräuschdämpfung bei -26dB. Damit man sein iPhone auch bequem in der Tasche transportieren kann, hat Ultima Ears seinen super.fi 4 vi eine Kabellänge von 116cm spendiert. Das Gewicht beträgt nur 14 g und der 3,5 mm-Anschlussstecker ist natürlich vergoldet.

Klang

Bei einem Preis von etwa 150 € sollten sich die super.fi 4 vi keine Schwächen erlauben. Und das ist auch nicht der Fall. Die Monitore liefern ein höhenbetontes, trotzdem sehr bassstarkes Klangbild. Höhen werden luftig & leicht wieder gegeben und auch im Bassbereich liefern die Super.fi 4 vi ein überzeugendes Bild. Die Mitten kommen allerdings etwas schwach rüber. Die Treiber reagieren dabei sehr präzise und schnell. So lassen sich fehlcodierte Stellen einer Musikdatei (bspw. MP3, M4A) sofort heraushören. Stichwort Klangmaterial. Kopfhörer dieser Preisklasse decken schlechtes Ausgangsmaterial gnadenlos auf. Wer also in den vollen Genuss der Leistungsfähigkeit der Super.fi 4 vi kommen will, sollte seine MP3 mit mindestens 256 kbit/s konvertieren. Einen wirklich optimalen Klang liefern solch hochwertige Kopfhörer allerdings nur an einer guten Soundquelle. Im täglichen Einsatz mit iPhone & iPod muss man im Bassbereich leichte Abstriche machen. Bei Verwendung eines aktuellen N-Serie Modells von Nokia liefern die Super.fi 4 vi deutlich mehr Druck. Am iPhone kann man mit den Super.fi 4 vi gut hören, wie "armselig" der Equalizer ist. Einzig die Einstellung "Electronic" kann mit den super.fi 4 vi in Einklang gebracht werden, bei der stark bassbetonten "R&B" Einstellung klingt das Klangmaterial "matschig". Über das eingebaute Mikrofon kann man mit seinen super.fi 4 vi auch hervorragend telefonieren. Hat man sich erst einmal an den Umstand gewöhnt, dass man seine eigene Stimme aufgrund der guten Isolierung kaum hört, wird der Gesprächspartner klar und deutlich wieder gegeben. Das Mikrofon überträgt dabei kaum Nebengeräusche.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden zum Test genutzt. Der Song von Mos Def hat einen extremem Bass und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Um die Audioqualität besser testen zu können, kamen neben dem Apple iPhone noch folgende Klangquellen (mit Adapter)zum Einsatz:

Nokia 5610
Nokia N81
Nokia N95
Creative
Zen Touch
Monolith MX 7010
iGrado iGrado iGrado
iGrado
iGrado

Superfi4

Der mitgelieferte Adapter zum Anschluss anderer Tonquellen sollte dann allerdings tunlichst gemieden werden, reduziert er doch das Ausgangssignal deutlich (zum "Schutz" des eigenen Gehörs"). Natürlich kann man mit anderen Soundquellen auch das eingebaute Mikrofon der super.fi 4 vi nicht mehr nutzen, ebenso wenig, wie die eingebaute iPOD-Fernsteuerung.

Lieferumfang

Superfi4

- super.fi 4 vi
- Tragebox
- Ohrstöpsel in verschiedenen Größen und Formen
- Sound level attenuator (Adapter für andere Soundquellen)

Tragekomfort

Die Super.fi 4 vi dringen etwa 1 Zentimeter in den Gehörgang ein. Mein Ohrenarzt wird beim lesen dieser Zeilen die Hände über den Kopf zusammen schlagen ("Junge was tust du nur deinen Ohren an") und die Ordnungshüter ebenfalls, denn die Isolation ist so gut, dass man von seiner Umwelt kaum noch etwas mit bekommt. Der Einsatz im aktiven Straßenverkehr (in/auf einem Fahrzeug) ist daher eine ganz heikle Angelegenheit (sprich verboten).

(c) Ultimate Ears

Wer noch nie mit in-ears in Kontakt gekommen ist, sollte den Einsatz der Ohrpassstücke unbedingt üben. Dies ist für den perfekten Klang maßgeblich. Hat man den Dreh erst einmal heraus gefunden, so sitzen die super.fi wie ein zweites paar Ohren. Voraussetzung hierfür ist, dass man die Ohrstöpsel in der passenden Größe nutzt. Die Kabel werden dabei über und hinter die Ohren geführt. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und aufgrund der Dicke der Kabel auch nicht ganz so komfortabel. Hat man den Bogen aber erst einmal raus, lässt es sich gut damit leben. Auch beim Sport (Langlauf, Radfahren) stören die super.fi 4 vi nicht. Wen das Silikon stört, der kann im Fachhandel auch Ohrpassstücke aus Schaumstoff kaufen. Diese erhöhen den Tragekomfort nochmals deutlich.

Fazit

Autor

Wer ein Headset mit eingebautem Mikrofon sowie guten Klangeigenschaften bei kräftiger Basswiedergabe sucht, wird die Super.fi 4 vi im täglichen Einsatz mit seinem Apple iPhone lieben. Gerade die iPOD-Fernsteuerung ist hier sehr angenehm. Das mitgelieferte Headset von Apple ist da hoffnungslos unterlegen, Die Präzision und das Reaktionsvermögen der Super.fi 4 vi ist gut. Um den Tragekomfort nochmals zu erhöhen würde ich zum Einsatz der Schaumstoffstöpsel aus dem Zubehörsortiment von Ultima Ears raten.

Für Hörer, die noch mehr Bass benötigen, ist z. B. der Etymotic ER6i bzw. AKG K 324 P einen Test wert. Wer mit In-Ear nicht klar kommt, sollte sich unbedingt mal den Klassenprimus iGrado von Grado und mit Abstrichen den AKG K 24 P bzw. Koss Porta Pro anhören. Gerade der Koss Porta Pro liefert einen extremen Bass. Wer nicht auf den Euro schauen muss oder will, dem würde ich auch noch die Bose QuietComfort® 3 Acoustic Noise Cancelling® ans Herz legen. Gerade in Verbindung mit dem iPhone können sie mit einem trockenen, tief aus dem Keller kommenden Bassfundament überzeugen.

 




  

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