Toshiba TG01

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 01.07.2009, 15:07
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Sprache: german


Testbericht Toshiba TG01 von mobile-reviews.de
Hersteller:

Toshiba
Modell:

TG01
Bezugsmöglichkeit:

Toshiba TG01

Revision: 01.07.2009

Rüttele und schüttele mich. Was wie aus einem Märchen klingt, ist beim neuen Toshiba TG01 Realität. So kann man es auf Wunsch nämlich auch durch leichte Bewegungen steuern. Natürlich nichts für Leute, bei denen der Spruch "No Sports" regiert. Das riesige 4,1-Zoll-TFT-Display bietet eine WVGA-Auflösung (800 x 480 Pixel) bei 65.536 Farben und reagiert resistiv. Die 3,2-Megapixel-Kamera samt Autofokus macht mäßige Bilder, kann aber auch VGA-Videos aufnehmen. Ein 1-Gigahertz-Prozessor mit dem schönen Namen "Snapdragon" sorgt für frischen Wind unter der etwas angestaubten Windows Mobile Haube. Funktechnisch ist das TG01 dank GSM-Quadband, EDGE und dem UMTS Datenturbo HSDPA mit einer theoretischen Übertragungsrate von 7,2 Mbit/s fast weltweit einsetzbar. Der integrierte GPS-Empfänger hilft nicht nur in Großstädten wie New York, Rio oder Tokio sondern auch bei uns in Münster für die richtige Orientierung. Wie sich das sehr flache Smartphone im Redaktionstest geschlagen hat, können Sie im Anschluss nachlesen.

Design

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Das Toshiba TG01 wurde ist einem matten, creme-weißen Kunststoff eingekleidet und wird von einem chromfarben Streifen umringt. So macht es optisch zwar auf Anhieb einen edlen Eindruck, nach ein paar Minuten in der Hand wird einem aber klar, das der Kunststoff sehr dünn ist. Speziell der Akkudeckel macht nach mehrmaligem auf- und zuschieben keinen stabilen Eindruck, zumal man die Abdeckung des micro-USB-Anschlusses auf der rechten Gehäuseseite vorher lieber ein wenig öffnen sollte. Auf den zweiten Blick kommt dann das riesige 4,1-Zoll-Display zum Vorschein, das braucht aber auch entsprechend Platz. So sind die Abmessungen von 129 x 70 nur die Folgen der technischen Ausstattung. Immerhin darf sich das TG01damit rühmen, bei einer Dicke von nur 9,9 mm, das aktuell flachste Windows Mobile Smartphone zu sein. Das recht hohe Gewicht von 130 g überrascht da dann auch nicht weiter. Der Akkudeckel erscheint mir sehr kratzeranfällig, das Display will ob der Fingerabdrücke oft gereinigt werden. Ein Putztüchlein sollte man daher gleich mit einpacken.

Über dem Touchscreen befindet sich der Hörer und direkt darüber eine Status LED sowie der Lichtsensor. So signalisiert das TG01 eingehende E-Mails, SMS und macht auf verpasste Anrufe aufmerksam. Der Lichtsensor regelt auf Wunsch automatisch die Display-Helligkeit. Eine Kamera für Videoanrufe sucht man beim TG01 vergebens.

Größenvergleich (Samsung i550, Nokia N86, N96, Apple iPhone 3GS)

Testbericht TG012
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Technik

Angetrieben wird das Touch TG01 durch Microsofts deutlich in die Jahre gekommenes Windows Mobile® 6.1 Professional. Erfreulicherweise hat sich auch Toshiba beim TG01 Mühe gegeben, die altbackene Benutzeroberfläche durch eine Eigenentwicklung zu ersetzen. Wie bei Modellen von HTC kommt hier ein eigens entwickeltes Startmenü namens "Stripes" zum Einsatz. Ergebnis der Bemühungen ist zwar eine attraktive Oberfläche, hinter dieser kommt aber sofort die normale Windows Mobile 6.1 Oberfläche zum Vorschein. Der 4,1-Zoll-Touchscreen des Touch TG01 wirkt auf den ersten Blick riesig, selbst der Touch HD muss da größentechnisch passen. Die WVGA-Auflösung von 480 x 800 Pixel bei 65.536 Farben lässt Inhalte knackscharf erscheinen. Die Bilddiagonale misst immerhin knapp 105 mm. Die 3,2-Megapixel-Kamera verfügt zwar über einen Autofokus, ein Fotolicht (LED) sucht man allerdings vergebens. Durch den vorinstallierten Internet Explorer surft man wie auf dem PC. Microsofts "Office Mobile" sorgt unterwegs für den Zugriff auf Word, Excel und Powerpoint-Dateien. Kommunikationsseitig bietet das Touch TG01 neben Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) noch USB 2.0 und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Quad-Band-Unterstützung ist er nahezu weltweit nutzbar. Dabei wird der Datentransfer durch HSDPA auf maximal 7,2 Mbit/s beschleunigt. Eingaben erledigt man über eine virtuelle Zehner- bzw. QWERTZ-Tastatur. Programme und Daten legt das TG01 im 256 MB fassenden RAM bzw. im 512 MB großen ROM ab. Der interne Speicher lässt sich dabei problemlos mit microSDHC-Speicherkarten erweitern. Für ausreichend Geschwindigkeit sorgt eine QSD8250™ Snapdragon-CPU mit 1 GHz!

Prozessor Qualcomm® QSD8250™ snapdragon™, 1 GHz
Betriebssystem Windows Mobile® 6.1 Professional
Speicher ROM: 512 MB, RAM: 256 MB
Abmessungen 129 x 70 x 9,9 mm, 130 g
Display 4,1''-TFT-LCD Touchscreen, 480 x 800 Pixel WVGA-Auflösung
Netz HSDPA/WCDMA und Quad-band GSM/GPRS/EDGE
Konnektivität GPS, Bluetooth® 2.0 mit EDR und A2DP für kabellose Stereo-Headsets
Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g, microUSB™
Multimedia 3.0 Megapixel-Farbkamera mit Autofokus, G-Sensor

Lieferumfang

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In der etwas lieblos wirkenden Verpackung findet man neben dem Touch TG01 noch einen Akku mit 1000 mAh. Das mitgelieferte Stereo-Headset mit 3,5 mm-Klinkenadapter und Mikrofon dient in erster Linie der Kommunikation und sitznachbarfreundlichen Beschallung. Ein Netzladegerät, ein USB-Datenkabel, eine hübsche Kurzanleitung in TG01-Form sowie eine CD-ROM mit Bedienungsanleitung. Eine 8GB-microSD-Speicherkarte gehört beim Touch TG01 ebenfalls zum Lieferumfang.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des TG01 ist keinesfalls über jeden Zweifel erhaben. Klappern oder Quietschen gehört erfreulicherweise zwar nicht zu seinem Repertoire - es sei denn man übt höheren Druck auf den sehr dünnen Akkudeckel aus - das Display ist aber bei meinem Testgerät nicht sauber eingefasst. Die Spaltmaße sind recht unterschiedlich, auch wenn es sich nur um Abweichungen im Millimeterbereich handelt. Alle Drücker und Anschlüsse sind hingegen perfekt verarbeitet, der USB-Anschluss an der rechten Seite ist gut gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Der Kameraauslöser reagiert mir zu spät, er braucht schon etwas mehr Druck.

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An der linken Außenseite findet man neben dem Ein-/Ausschalter nur noch den Wippschalter zur Lautstärkeregelung. Der Lautsprecher hat auf der Gehäuserückseite Platz gefunden, einen Einschub für einen Stift sucht man beim TG01 vergebens. Die Designer setzen voll auf eine Fingerbedienung. Auf der rechten Seite findet man den Kombinationsanschluss für das Lade- und Datenkabel und das Headset, in Fachkreisen auch als micro-USB bekannt. Wer gleichzeitig Musikhören und seinen TG01 laden will ist aufgeschmissen. Beides geht nämlich nicht. Eine dauerhafte Berieselung mit Musik ist damit ausgeschlossen und wird vom Akku vordiktiert. Unter dem Display befinden sich beim TG01 noch zwei Sensortasten. Zwischen dem obligatorischen Homekey (für den Startbildschirm) sowie einer mit einem kleinen Pfeil gekennzeichnete "Zurück"-Taste befindet sich noch eine Zoomfläche, dazu später mehr.

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Beim Touch TG01 verzichtet Toshiba auf einen 3,5 mm Klinkenanschluss. Abhilfe verspricht da nur der mitgelieferte Adapter mit eingebautem Mikrofon. Will man seine Speicherkarte (micro-SDHC) wechseln – so muss man zunächst den Akkudeckel sowie den Akku entfernen. Der Akkudeckel sitzt recht fest, wird aber nur durch Kunststoffnasen gehalten. Mit der Zeit dürften diese leicht nachgeben, so dass der Deckel nicht mehr ganz so optimal schließen wird.

Texteingaben erledigt man im Hochformat über eine recht kleine virtuelle QWERTZ-Tastatur mit zwei verschiedenen Aufteilungen. Neben dem üblichen QWERTZ-Design bietet das TG01 aber auch eine Strichzug- und Buchstabenerkennung sowie einen Transcriber an. Wirklich sinnvoll schreiben kann man mit diesen zusätzlichen Erkennungsmöglichkeiten aber nicht. Bei der normalen QWERTZ-Tastatur sind die Tasten teilweise mehrfach belegt. Im Telefonmodus erscheint hingegen die übliche Zehnertastatur.

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Aufgrund des sehr großen Displays kann man mit der virtuellen Tastatur auch wunderbar im Quermodus arbeiten.

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Dann trifft man die virtuellen Tasten deutlich besser. Gegen die Lösung auf dem Apple iPhone oder LG Arena kommt das TG01 aber nicht ganz an. Neben E-mails kann man natürlich auch SMS im Quermodus schreiben, sowohl aus der entsprechenden "Messaging"-Anwendung, als auch über die Verknüpfung auf dem TouchFlo 3D. Die Anzeige der verbleibenden Buchstaben ist bei Windows Mobile Ehrensache.

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Unterhalb des Displays befindet sich eine Zoomleiste. Aufgrund der aktuellen Lizenzsituation zum Thema "Multi-Touch", hat sich Toshiba beim TG01 ebenfalls für einen berührungsempfindlichen Regler entschieden. Diese Funktion kennt man schon vom HTC Touch Diamond bzw. HTC Touch pro 2. Die Zoomfunktion steht im Webbrowser sowie bei der Betrachtung von Fotos (über Photobase) zur Verfügung. Es ist nicht ausgeschlossen, das diese nützliche Funktion zukünftig auch von Drittanbietersoftware genutzt werden kann.

Display

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Das Display wirkt in geschlossenen Räumen und mittlerem Lichteinfall überzeugend. Grafiken und Texte werden mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.536 Farben gut lesbar dargestellt. Wie bei fast alle Smartphones, ist auch das Display des Touch TG01 bei starker Sonneneinstrahlung kaum mehr ablesbar. Die maximal mögliche Displayhelligkeit muss sich dem wesentlich stärkeren Sonnenlicht geschlagen geben. Im normalen Betrieb reicht sie aber immer aus. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab, sehr zur Freude des eingebauten Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger seine Arbeit als Stromquelle verrichten. Insgesamt reagiert der Touchscreen nicht so direkt, wie beim Apple iPhone. Durch die folienartige Beschichtung (resistive Technologie) verlangt es nach etwas mehr Nachdruck von seinem Herrn und Meister. Die Eingaben setzt das TG01 dann aber direkt und ohne Wartezeiten um, ohne sich die ein oder andere "Gedenksekunde" zu genehmigen. Da macht sich der 1GHz-Prozessor sehr positiv bemerkbar.

Inbetriebnahme

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Der Einbau des Akkus, der SIM-Karte sowie der microSD-Speicherkarte gestaltet sich ganz einfach. Zum Wechsel der Speicherkarte muss man aber immer erst den Akkudeckel und auch den Akku entfernen. Der Touch TG01 wird dann durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalters an der linken Seite gestartet. Nun legt der Windows Mobile 6.1 User erst einmal eine kleine Zwangspause ein. Wie sein großer Bruder Windows XP dauert der Bootvorgang etwas länger. Hier unterscheiden sich Symbian und Windows Mobile betriebene Smartphones aber nicht wirklich voneinander.

Homescreen

Die "Stripes" genannte Benutzeroberfläche von Toshiba präsentiert sich nicht ganz so stylisch, wie bei HTC.

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Sie ist in vier Bildschirme mit insgesamt 7 Streifen (Stripes) unterteilt. Jeder Streifen repräsentiert dabei einen bestimmten Bereich. So hat man unter "Nachrichten" Zugriff auf seine E-Mail-Konten, SMS oder MMS. Im Bereich "Internet" kann man direkt seine Lieblingswebseiten einpflegen, ein Klick und der Internet Explorer öffnet die passende Webseite.

Über "Stripes" erhält man auf einen Blick alle notwendigen Informationen. Kalendereinträge, Aufgaben und Nachrichten werden sehr übersichtlich präsentiert. Über die verschiedenen Streifen, die je nach Bedarf auch individuelle angepasst werden können, wechselt man durch einfache Finger-Slides zwischen Nachrichten, Telefon, Medien, Extras, Player, Anwendungen, Einstellungen und Internet. Diese Plug-ins erlauben den Zugriff auf nahezu alle Funktionen des Mobiltelefons. Kleine Icons auf den Reitern symbolisieren dabei die jeweiligen Anwendungsbereiche.  

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Wem das Ganze grafisch zu wenig hermacht, der sei auf die Benutzeroberfläche "PointUi" hingewiesen. Damit hat man einen noch besseren Überblick. Findigen Bastlern ist es sogar gelungen, die "Manila" genannte Benutzeroberfläche von HTC zum laufen zu bringen.

Menü/Funktionen

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Als waschechtes Smartphone aus der Windows Mobile Riege bietet das TG01 natürlich die üblichen Verdächtigen, wie Wecker, Rechner und natürlich Aufgaben- und Notizenverwaltung. Neben einer Sprachaufzeichnung gehört aber keine Sprachsteuerungsfunktion zum Repertoire..

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Das sehr nützliche "OneNoteMobile" ermöglicht Notizen mit Grafiken und Audiokommentaren, so wird aus dem schnöden Einkaufszettel schnell ein multimediales Kunstwerk. Ein vollwertiger E-Mail Klient samt funktionsfähiger Unterstützung für POP und IMAP4 verarbeitet E-Mails inklusive Dateianhang. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis oder Anwendungen wie z. B. "emoze" realisieren, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus.

PIM/Office

Natürlich werden Businessgeräte, wie das Touch TG01 auch mit den passenden Office-Anwendungen (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel- und Word-Dateien können sowohl angezeigt, als auch verändert werden. Powerpoint- sowie PDF-Dateien kann man dagegen nur lesen.

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Selbst umfangreich und aufwendig animierte Präsentationen stellen - dank des schnellen Prozessors - kein Problem für das Toshiba TG01 dar. Die Änderungen in Mobile Word bzw. Excel sind klein aber fein. So beherrschen sie nun auch Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt wurden die Funktionen des mobilen Officepaketes in Windows Mobile 6.1 optisch an Vista angelehnt.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstabens suchen und nach einer Vielzahl von Kriterien sortieren und filtern. In den einzelnen Kontakten kann man nahezu alle möglichen Informationsdetails eintragen (z. B. Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist zwar vorgesehen, er wird im Kalender aber nicht angezeigt.

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Der Windows Mobile typische Kalender stellt Termine sehr übersichtlich in einer Jahres-, Wochen-, Monats- sowie Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber auch hier nur durch ein kleines Symbol hingewiesen. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es auch nicht. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das TG01 nicht vor Probleme. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt.

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Aufgaben kann man auf Wunsch in bestimmten Intervallen wiederholen lassen und mit Notizen ergänzen. Im Gegensatz zu den Terminen werden sie aber nicht im Kalender angezeigt. Natürlich kann die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen einer SMS anzeigen. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

Unterhaltung/Spiele

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Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist traditionsgemäß eher unterbesetzt. Neben dem langweiligen Geschicklichkeitsspiel namens „Bubble Breaker“ gibt es noch das von Windows bekannte Kartenspiel "Solitair". Erwähnenswert ist die Tatsache, dass das TG01 auch Java-Anwendungen und Spiele unterstützt. Auf dem freien Markt gibt es aber eine riesige Menge an Spielen und Programmen, sowohl als Free- und Shareware, als auch als Vollpreisvariante. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. Dann kann man sogar einen waschechten C64 wieder zum Leben erwecken, der C64-Emulator macht es möglich.

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Navigation/GPS

Das Touch TG01 ist mit einer GPS Funktion ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm könnte er daher sehr gut zur Navigation genutzt werden. Leider ist weder Google Maps vorinstalliert, noch sonst eine nutzbringende Vollversion. Immerhin hat Toshiba eine Testversion der Navigationssoftware CoPilot mit beigelegt. Googlre Maps kann aber kostenlos nachinstalliert werden. Hat man den aktuellen Standort über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte GPS ermittelt, so aktualisiert sich die Position auf der Karte sogar während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird freilich direkt aus dem Internet auf den TG01 übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist somit problemlos und relativ genau möglich. Alternativ kann man die Satellitenbahnen vorab über die Funktion "Internes GPS" auf sein TG01 runter laden. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Danach dauert der Satfix nur ein paar Sekunden.

Musik

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Einen eigenen Musicplayer hat sich Toshiba beim TG01 gespart. Wozu das Rad neu erfinden, wenn es in Form des CorePlayers bereits eine voll funktionsfähige und überzeugende Lösung gibt? Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Das mitgelieferte Headset kann man eigentlich gleich in die Tonne treten, die maximale Soundqualität ist gnadenlos schlecht. Das TG01 kann besseren Sound liefern. Um die mögliche Soundqualität des Smartphones testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in die richtigen Schwingungren versetzt zu werden. Die maximale Lautstärke des Touch TG01 reicht dabei keinesfalls auszen. Der iGrado fällt daher gleich weg. Nutzt man den Sennheiser CX300 - der für einen InEar schon eine gute Alternative ist - so wird der Bassbereich ordentlich verstärkt, die Höhen aber etwas zu früh gekappt. Dafür komprimiert das TG01 dann die Mitten stärker. Der Creative Labs EP 630 liefert kaum bessere Ergebnisse. Der Koss Porta Pro harmoniert hier besser mit dem TG01. Allen Dreien ist die Tatsache gemein, dass man sie nur mit dem beigefügten Adapter einsetzen kann. Man kann den Sound über den integrierten Equalizer des CorePlayers auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen. Das klappt dank der Vielzahl an Voreinstellungen und über den manuell einstellbaren 10-Band Grafik-Equalizer auch sehr gut, ohne aber wirklich überzeugen zu können. Vielleicht wurden meine Ohren aber durch den zeitgleichen Test des Samsung M7600 BeatDJ verwöhnt. Grundsätzlich bietet das TG01 auch Stereo-Bluetooth über A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - folgende Alben zum Test genutzt.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
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Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Auch als Hörbuchplayer ist der CorePlayer nutzbar. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen. Videos im WMV oder MP4-Format gibt der hauseigene Media Player im Vollbildmodus wieder. Andere Videoformate (DivX, Xvid, MPG) werden nur vom CorePlayer abgespielt udn zwar in hervorragender Qualität. Dabei muss man die Videos nicht mal für die tatsächliche Displayauflösung konvertieren. Selbst Videos in DVD-Auflösung werden vom TG01 klaglos und ruckelfrei angespielt.

Ein FM-Radio hat das Toshiba TG01 leider nicht zu bieten, die entsprechende Hardware ist schlicht und ergreifend nicht vorhanden und nicht einfach abgeschaltet, wie beim Touch Pro 2!

Klang

Gesprächspartner klingen zu dumpf, auf die Qualität der Verständlichkeit hat das aber kaum Einfluss. Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen Hallgeräusche hinzu. Die maximal mögliche Lautstärke des auf der Rückseite verbauten Lautsprechers reicht aus, um am Büro-Arbeitsplatz (sofern dieser nicht neben einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Die vorinstallierten Klingeltöne sind betont langweilig. In etwas lauten Umgebungen ist noch eine relativ problemlose Kommunikation möglich. Die maximale Lautstärke über den Hörer ist in meinen Ohren noch laut genug, ohne dass ich das TG01 schwerhörigen empfehlen würde.

Connectivity

Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um ein Windows 6.1 Mobiltelefon, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) einwandfrei. Ebenfalls wenig überraschend dauert dies bei einer Vielzahl an Kontakten auch sehr lang. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das Touch TG01 über USB in knapp 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang unwesentlich länger. Neben dem Headset Profil, bietet das TG01 auch noch HFP (Hands-Free), GAP (Generic Access), DUN (Dial-Up Networking), SPP (Serial Port), GOEP (Generic Access Exchange), OPP (Object Push) und SAP (SIM Access Profile). Auf einem geeigneten Bluetoothheadset (z. B. dem Motorola S9) steht durch A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts mehr im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut. Hier braucht er sich nicht hinter anderen Smartphones von Nokia zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfängers ist selbst in meinem Altbau noch sehr gut. .

Das TG01 nutzt eine Entwicklerversion des neuen Internet Explorer Mobile. Dank HSDPA kann man in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben. Auf dem 4,1-Zoll-Display macht das nicht zuletzt dank des Zoom-Reglers richtig Spaß. Über das CommCenter hat man dabei Zugriff auf alle möglichen Verbindungsarten.

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Der Browser ist in der Lage, Flash-Inhalte und damit auch YouTube-Videos (und ich meine nicht die Mobile-Variante) abzuspielen! Dank des eingebauten Lagesensors kann man auch vorzüglich im Quermodus surfen.

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Das TG01 kann auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag muss man aber vorab manuell im Einstellungsmenü auswählen. Die Übertragungsgeschwindigkeit per USB ist sehr schnell. Natürlich kann man dazu auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen.

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Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails in unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich, automatisch abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis oder Anwendungen wie z. B. "emoze" realisieren, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus. Fans von sogenannten Social-Networks werden sich über den vorinstallierten Nimbuzz-Kkienten freuen. Hierdurch hat man Zugriff auf Studi-VZ sowie auf 14 verschiedene Instant Messaging und Social Networks werden unterstützt (unter anderem Skype, Windows Live Messenger, StudiVZ, Facebook und viele mehr). Selbst Präsenz-Informationen und persönliche Mitteilungen werden in allen Communities der Kontaktliste angezeigt.

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Ein weiteres Feature sollte nicht verschwiegen werden: das Toshiba TG01 bietet eine USB-Host-Funktion. Man kann also sowohl externe Eingabegeräte, wie Maus und Tastatur, als auch externe Festplatten anschließen. Ich habe neben einer USB-Tastatur auch eine Maus sowie eine 500GB Festplatte von Fujitsu-Siemens getestet. Diese muss man nur über den mitgelieferten USB-Adapter einstecken, keine weitere Treiberinstallation.

Kamera/Video

Man könnte es kurz machen und sagen, die Kamera macht zwar Bilder, aber eher in der Kategorie "reicht für Schnappschüsse". Die hohen Erwartungen, die man an die Qualität der Bilder bei Handy-Kameras knüpft, kann die kleine Linse beim TG01 nicht erfüllen. Auf eine LED zur Beleuchtung hat man dann auch gleich verzichtet. Immerhin hat aber ein Autofokus den Weg ins Gerät gefunden.

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Das TG01 nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen enthalten verschiedene, mal mehr mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten. Die Bildauflösung kann zwischen 320x240, 640x480, 1280x960, 1600x1200 und eben 2048x1536 Pixel variiert werden. Dabei macht es kaum einen Unterschied, ob man die Bildqualität auf Hoch, Mittel oder Niedrig einstellt. Wer Fan von Selbstportraits ist, wird sich über den Selbstauslöser freuen, Schnappschüsse in schneller Folge löst der sogenannte "Burst-Modus" aus.

Bei guten Lichtverhältnissen ist die Qualität der Bilder noch akzeptabel. Die Schärfe der Bilder ist wenig überzeugend und die Belichtungswerte stimmen in den allermeisten Fällen auch nicht ganz. Die Bilder werden zudem stark komprimiert. Geo-Tagging wird trotz des integrierten GPS leider nicht unterstützt. Lassen wir uns den Mantel des Schweigens über diese "Kamera" ausbreiten.
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Bei ungünstiger Beleuchtung tendieren weiße Flächen hingegen zu einem Rotstich, während dunklere Bereiche schnell mit Artefakten verunstaltet werden. Nahaufnahmen gelingen kaum, es fehlt der Makromodus. Die Qualität der Bilder ist nicht mit anderen 3-Megapixel-Kameras vergleichbar. Von den aktuellen Konkurrenzprodukten (LG, Samsung, Nokia) ganz zu schweigen.

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Videos nimmt das TG01 mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel auf. Als Codec kommt sowohl MP4, als auch 3GP zum Einsatz, wobei eine Minute Video knapp 5 MB verbrät. Auch hier stehen die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zur Verfügung.

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Wer mag kann seine Videos über ein integriertes Videoprogramm aufpeppen. Das Programm "Photobase" stellt dabei die Bilder auf Wunsch in einer "Coverflow"-ähnlichen Optik dar.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1000 mAh Akku ist erwartungsgemäß kein Ausdauerathlet. Immerhin muss er neben dem 4,1-Zoll-Display auch einen - wenn auch wohl stromsparenden - 1GHz-Prozessor befeuern. Bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, 120 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos sowie E-Mails) macht er bereits nach knapp 8 Stunden schlapp. Wer das Touch TG01 intensiv nutzt und quasi über E-Mail-Push online ist, erreicht schon nach etwa 6 Stunden die Leistungsgrenze der Kraftzelle. Die maximale Gesprächszeit wird vom Hersteller mit 240 Minuten angegeben, bei etwas schlechterem Netzempfang ist aber bereits nach 3 Stunden Feierabend. Im Standby soll das Gerät immerhin 276 Stunden durchhalten, der Wert erscheint mir aber ebenfalls unrealistisch

Videotest

Fazit

Autor

Die "Stripes" genannte Oberfläche kann auf dem TG01 nicht voll überzeugen. Verlässt man diesen Homescreen kommt man immer noch viel zu oft mit den tief verschachtelten Windows-Mobile-Menüs in Kontakt. Das Design des TG01 ist zwar schlicht und elegant, dafür ist die Verarbeitung sowie die Wertigkeit nur Mittelmaß. Die Abmessungen sind Folge des sehr großen Displays. Meiner Meinung nach ist das TG01 unnötig lang, die 9,9 mm nutzen beim Transport in Hosentaschen nicht so viel. Dafür sorgt das 4,1-Zoll-Display für eine Menge Spaß wenn man oft und gerne Videos betrachtet. Die Musikqualität kann trotz des kostenlosen CorePlayers nicht überzeugen, über die Bildqualität der 3,2-Megapixel-Kamera hüllt man besser den Mantel des Schweigens. Leider geht dem Akku viel zu früh die Puste aus. Fazit: Leute die gerne unterwegs Videos anschauen oder auf Windows Mobile angewiesen sind sollten mal einen Blick auf das Toshiba riskieren. Sofern sie sich mit knapp 13 cm Länge anfreunden können. So ist das Toshiba TG01 sicher eine Alternative zum HTC Touch HD. Alle anderen sollten ihren Blick auf andere Smartphones richten.

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