T-Mobile Ameo Testbericht
Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am
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| T-Mobile | Ameo | Ameo | Bedienungsanleitung |
Revision 1.0 vom 07.03.2007
Einleitung
Als im Dezember 2006 erste Gerüchte über ein neues Gerät von HTC bekannt wurden, war die Windows Mobile Fraktion in heller Aufregung. Die unbestätigten Details waren so widersprüchlich, dass kein klares Bild aufkam. Abgesehen von den treffenden Spypics. Als dann Mitte Februar der Schleier gelüfttet wurde, konnten die Spekulationen endlich aufhören. Der HTC X7500 Advantage (Codename Athena) wurde der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. T-Mobile hat in Deutschland und einigen anderen Länder zur Zeit die Exklusivrechte, daher gibt es hierzulande im Moment nur den T-Mobile Ameo zu kaufen. Der Ameo ist zum HTC X7500 100% baugleich. Die technischen Features des Ameo sind ebenso beeindruckend wie sein hohes Gewicht. Ob man hier noch von einem Smartphone sprechen kann ist fraglich. Ich würde den Ameo da schon eher als PDA , wenn nicht sogar als UMPC bezeichnen. Wie alltagstauglich der Ameo ist, versuche ich Ihnen in meinem Testbericht aufzuzeigen. Mein Dank geht an T-Mobile für die Bereitstellung des Testgerätes.
Design
Das Design des Ameo kann man getrost als unaufdringlich, ja sogar businesslike bezeichnen. Ganz in silber gekleidet, gibt es nur auf der oberen Rückseite eine weisse Leiste aus Kunststoff. Der Rest des Gerätes ist aus Metall. Daraus resultiert sicher auch sein recht hohes Gewicht von 376 gr (inklusive Tastatur). Ohne die externe - magnetisch befestigte Tastatur - wiegt der Ameo immerhin noch 297 gr. Dieses recht hohe Gewicht bei Abmessungen von 133.5 x 98 x 16 Millimeter lassen auf den ersten Blick leichte Zweifel an der Mobilität aufkommen. Auf den zweiten Blick fällt einem dann aber das extrem große Display ins Auge. Nicht kleckern, sondern klotzen müssen sich die Designer des Ameo gedacht haben. Denn hier erfreut ein TFT Touchscreen mit einer 12,5 cm (5 Zoll) Diagonalen das Auge des Betrachters. Und das ist wörtlich zu verstehen. Das Display kann 262.144 Farben darstellen, bei einer Auflösung von 640 x 480 Pixel. Ein besseres und größeres Display habe ich bisher noch nicht bei einem PDA oder Smartphone gesehen. Nur zum Vergleich, das Display des Ameo ist schon größer, als so manches Mobile. Hier ein Bild, das den Ameo und das noch nicht verfügbare Nokia N95 im Größenvergleich zeigt. Die anderen Bilder stellen den Ameo im Vergleich zum Sony Ericsson W880i, zum Nokia E61 und der Sony PSP dar.
Und so sieht der Ameo dann in natura aus:
Technik
Technik ist das Schlagwort beim Ameo. Es gibt sozusagen nichts, was der Ameo nicht schon eingebaut hat. Als Quadband GSM und UMTS Funker kann er mit allen verfügbaren GSM oder UMTS Netzen Kontakt aufnehmen. Natürlich unterstützt der Ameo auch HSDPA. Der UMTS Datenturbo wird im Moment hauptsächlich von T-Mobile unterstützt. So sind Übertragsungsraten von bis zu 1.5 Mbps möglich. Kritiiker bemäkeln, dass der Ameo nocht die Phase II von HSDPA mit Datenraten von 3.6 Mbps unterstützt. Die Praxis zeigt aber, dass die maximale Übertragungsrate von Phase I noch gar nicht erreicht wird. Mehr dazu im Abschnitt Konnektivität. Der Ameo wird durch Windows Mobile 5.0 Akkupack 3.5 angetrieben und verfügt über 256 ROM für Anwendungen sowie 128 MB RAM. Beim Start des Ameo stehen dem Anwender etwa 142 MB Datenspeicher und 112 MB Programmspeicher zur Verfügung.
An Speicherplatz wird es dem Ameo Nutzer sowieso nie wirklich mangeln, kommt er doch gleich mit einer 8 GB Festplatte sowie einem Speicherslot für miniSD daher. Damit das Ganze auch ordentlich rennt, ist der Intel XScale Prozessor mit 624 MHZ getaktet. Da kommt dann gleich Freude auf. Hier eine Zusammenfassung der technischen Details:
| Betriebssystem: | Windows Mobile 5.0 PPC, AKU 3.5 |
| CPU: | Intel XSCALE 32 Bit CPU, 624 MHz |
| ROM: | 256 MB |
| RAM: | 128 MB |
| Festplatte: | 7.62 GB |
| Speicherkarte: Display: |
miniSD bis 4 GB TFT Touchscreen mit 12,5 cm (5 Zoll) Diagonale , 262144 Farben, 640 x 480 Pixel |
| Lautsprecher: | Stereo |
| Audio: | 3.5 mm Anschluss |
| GSM: | GSM850, GSM900, GSM1800, GSM1900, UMTS850, UMTS1900, UMTS2100 |
| Übertragsungsarten: | CSD, GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA |
| Tastatur: | magnetische, abnehmbare QWERTZ Tastatur mit 49 Tasten |
| Steuerung: | 5-Wege Joystick |
| Verbindungsmöglichkeiten: | SDIO, miniSD, RS-232, USB 2.0, IR, Bluetooth 2.0, WLAN 802.11b/e GPS (NMEA 0183 , 20 Kanäle) |
| Kamera: | 3 Megapixel CMOS, Autofocus und Macro Mode und LED Licht VGA Kamera für Videotelefonie |
Mein Testgerät hat die Romversion 1.12.111.6 vom 27.01.2007, der Funkempfänger (Radio) die Version 1.32.00.00. Sie sind mit der Retailversion
identisch. Eine USB Host Funktionalität kann ich nicht bestätigen. Externe USB Geräte (Headsets, Tastatur, Festplatten) lassen sich also nicht am Ameo betreiben.
Lieferumfang
Der Lieferumfang des Ameo ist ebenso gigantisch, wie vollständig:
- T-Mobile Ameo
- 2 Touchscreen-Stifte
- 1 Multifunktionsstift
- Stereo-Headset
- Akku Li-Ion Polymer 2200 mAh
- Netzladegerät
- USB-Datenkabel
- VGA-Ausgangskabel
- Zubehörtasche
- Lederetui
- CD-ROMs mit Zusatzsoftware
- Bedienungsanleitug
Alles wird in einer T-Mobile typischen Verpackung ausgeliefert, hübsch platzsparend verpackt. Eine zusätzliche Speicherkarte gehört nicht zum Lieferumfang, bei der großen internen Festplatte aber verschmerzbar. Das hochwertige Lederetui kleidet den Ameo ganz hervorragend und läßt ihn wie ein Filoxfax wirken. Einen Wermutstropfen gibt es hierbei aber doch, so fehlt dem Etui doch der Gürtelclip für den bequemen Transport.
In der schwarzen Nylonzubehörtasche befindet sich der Zubehörstift (eine Art von Kugelschreiber ohne Mine), das VGA Kabel zum Anschluss an einen externen VGA Monitor oder Beamer sowie das USB Datenkabel und ein Ersatz Touchscreen-Stift. Das Stereo-Headset nutzt im Gegensatz zu anderen Windows Mobile Geräten diesmal den üblichen 3.5 mm Klinkenstecker. So können auch handelsübliche Kopfhörer angeschlossen werden, dann ist das telefonieren mangels Microphone aber nicht mehr möglich. Hier kommen wird auch gleich zum nächsten Punkt.
Verarbeitung/Haptik
Die Verarbeitung des Ameo ist über jeden Zweifel erhaben. Ein klappern oder quietschen ist dem Ameo - schon aufgrund des verwendeten Materials (Metall) - nicht zu entlocken. Alle Tasten und Anschlüsse sind perfekt verarbeitet. Auch das Display sitzt gerade. Betrachtet man den Ameo von vorne, so findet der Nutzer auf der linken oberen Seite den 5-Wege Joystick. Durch drücken wird eine Funktion ausgelöst. Darunter findet sich die "OK" Taste sowie die - für Windowsnutzer altbekannte - Windowstaste wieder. Hiermit läßt sich das Startmenü aufrufen. Unter der Windowstaste hat der Zimmermann (Designer) das Loch für das Mikrofon des Ameo gelassen. Auf der rechten Seite ist die VGA Kamera für Videotelefonie zu finden, darunter der Drücker für den Internetzugang samt der VueFLOE getauften Funktion. An der linken Aussenseite des Ameo befindet sich der Schiebeschalter für die Lautstärke, darunter der linke Stereolautspecher sowie die Anschlüsse für VGA, Ladebuchse/Datenkabel (miniUSB) und 3.5 mm Headset. Auf der rechten Aussenseite findet der Ameo Nutzer dann den Einschub für den Touchscreen-Stift sowie den Kamerabutton. Direkt darunter ist dann der rechte Stereolautsprecher zu finden. Weiterhin der Drücker für das Kommunikationsmenü und der Ein-/Ausschalter, der den Ameo auch in den Standby versetzen kann.
An der unteren Vorderseite befindet sich dann der Anschluss für die externe Tastatur. Diese wird magnetisch gehalten und sitzt bei meinem Testgerät bombenfest (die Tastatur wird schon aus etwa 1 cm Höhe an den Ameo herangezogen). Dieser Bereich des Ameo ist magnetisch und zieht somit auch Schrauben und andere metallische Gegenstände an. Also Vorsicht, ist zwar nicht cool man, aber sonst sind die Büroklammern des Kollegen / der Kollegin weg :-)
Das Einsetzen des Akku und der SIM-Karte gestaltet sich etwas mühsam und fummelig. Die entsprechende Abdeckung muß mit dem Fingernagel und die SIM-Kartenhalterung dann mit dem Stift hochgeklappt werden. Nach einlegen der SIM-Karte (der Ameo hat ab Werk einen Netlock, funktioniert also nur mit T-Mobile Karten) können Akku und ggf. zusätzliche Speicherkarte eingesetzt werden. Gottseidank wird diese Fummlei in der Regel nur einmal notwendig. Mal eben die SIM-Karte wechseln ist jedenfalls sehr mühsam.
Im aufgebauten Zustand macht der Ameo einen imposanten Eindruck. Er gleicht dann eher einem Mininotebook, als einem Smartphone. Der Ameo neigt nicht zum kippeln, um ihn umzuwerfen muß man(n) schon ein wenig Gewalt ausüben. So kann man jedenfalls problemlos auf dem Tisch arbeiten. Im Stehen macht das aber keinen Spaß mehr, denn der Winkel zwischen Display und Tastatur ist dann zu steil. Der imposante Eindruck legt sich aber, sobald man mit der externen Tastatur längere Texte schreiben will. Sind die Drücker selbst (es sind 49 an der Zahl) noch ausreichend groß und weit auseinander, so vermißt man doch einen echten Druckpunkt. Schwammig wie ein harzer Käse geben die Tasten keine echte Rückkoppelung. Blind schreiben ist nur dann möglich, wenn man den Hardwaretasten ein akkustisches Signal zuweist. Beim Tastendruck erklingt dann ein Geräusch, wie bei einer alten Schreibmaschine (klick, klack, klick). Um es mal so auszudrücken: sie erfordert eine Zeit der Eingewöhnung und die Eingabe von Buchstaben-/Zahlenkombinationen gestaltet sich langwierig. Zahlen sind nämlich nur durch gleichzeitiges drücken einer zusätzlichen Taste (stillgerechet magentafarben gekennzeichnet) wählbar. Folgerichtig gibt der Ameo dann auch zwei aufeinanderfolgende Klickgeräusche von sich. Ich habe die Tastatur jedenfalls kaum genutzt und eigentlich nur als Displayschutz mit genommen. Sie wird dann magnetisch auf dem Display befestigt. Windows Mobile typisch gibt es auch noch eine Touchscreentastatur, auf der es sich nach kurzer Zeit ebenso schnell schreiben läßt.
Die unterste Leiste der Tastatur ist durchsichtig, so dass der Ameo auch in diesem Zustand noch grundlegende Informationen über Netzanbieter, Netzart (GSM/UMTS), Netzstärke, Profil, Akkuleistung und Uhrzeit darstellen kann. Ein sinnvolles Feature. Leider bleibt das Display in diesem Zustand vollständig beleuchtet. Es wird nicht nur die untere Leiste beleuchtet. Dies läßt sich durch einen einfachen Trick nachweisen. Die Statusleiste wird durch den Magneten in der Tastatur ausgelöst.
Da der Ameo sich aber nach frei wählbarer Zeit in den Standbymodus verabschiedet, hat dies kaum Einfluß auf die Akkuleistung.
Display
Der TFT Touschreen des Ameo ist gigantisch, sowohl von den schieren Abmessungen (immerhin hat er eine Diagonale von 12,5 cm) als auch von der Leuchtkraft her. Die 262.144 Farben werden brillant und Texte bzw. Webseiten gut lesbar dargestellt. Grafiken und Texte stellt der Ameo in einer Auflösung von 640 x 480 Pixel zur Verfügung. Scrollen in Webseiten gehört so der Vergangenheit an. Leider wurden die Icons des Ameo nicht neu angepaßt. Die schon von anderen Windows Mobile Smartühones bekannten Icons wirken so etwa altbacken sind sehr groß, ja sogar leicht grobpixelig geraten. Natürlich hat dieser Umstand auch einen Vorteil: leicht fehlsichtige Nutzer des Ameo werden keine Probleme haben, die jeweiligen Anwendungen zu starten.
Inbetriebnahme
Nach Einsatz der SIM-Karte und des Akku ist der Ameo bereits betriebsbereit. Kaum wartet man 40 Sekunden, schon kann man seine PIN eingeben. Weitere 10 Sekunden später ist der Ameo dann online und bereit für den täglichen Einsatz. Wie sein großer Bruder Windows XP dauert der Bootvorgang eben etwas länger. Hier unterscheiden sich Symbian und WM5 aber nicht wirklich. Nach einer kurzen Einführung zun den grundlegenden Funktionen zur Touchscreenbedienung wird man zur Kalibrierung geleitet. Ist diese mittels eines Klick auf die entsprechenden Ecken des Bildschirm erledigt, erfolgt die softwareseitige Endinstallation aus dem sog. Extended ROM, einem - im Normallfall - nicht beschreibaren Teil des Hauptspeichers. Dort sind die providerspezifischen Informationen (MMS Einstellungen, Zusatzprogramme) aber auch das Branding hinterlegt.
Menü/Funktionen/Themen
Ganz windowslike präsentiert sich der Windows Mobile 5 basierte Ameo mit einem Startmenü, auch "Homescreen" genannt. Hier kann man sich auf einen Blick alle notwendigen Informationen präsentieren lassen. Kalendereinträge, Aufgaben, Nachrichten, alles läßt sich anzeigen. Werksseitig sieht der Homescreen eher nüchtern aus:
Er kann sowohl personalisiert, als auch durch entsprechende Programme (z. B. SpB Pocket Plus) erweitert werden. Zudem läßt sich das gesamte Aussehen des Homescreens ändern. Hierzu dienen Programme, wie z.B. Wisbar Advance oder Wisbar Advance Desktop. Auf den ersten Blick sieht man dann nicht mehr, dass man nur einen kleinen Pocket PC vor sich hat.
Passende Homescreens findet man z. B. bei mobilejoe bei Juni, JDSkins bei modaco. Um nur einige Stellen zu nennen. Aufgrund der hohen Auflösung des Ameo w ählen Sie bitte immer VGA Screens.
Kleine selbsterklärende Icons dienen als Shortcut zu den jeweiligen Anwendungen. Ein Klick auf Kamera startet also z. B. die 3MP Kamera und so weiter. Eine Einhandbedienung ist beim Ameo kaum möglich.. Mittels des Joystick läßt sich aber prima durchs Menü scrollen, der Druck auf die OK Taste bzw. auf den Joystick selbst startetet dann das gewählte Programm.
Mehr Menübilder gibt es hier.
Office
Die üblichen Verdächtigen wie Kalender, Wecker, Rechner, Aufgaben und Notizenverwaltung sind beim Ameo gleich ab Werk mit dabei. Eine Sprachaufzeichnung mit unbegrenzter Aufnahmedauer ist ebenfalls vorhanden. Wie andere Microsoft basierten Mobiles auch, hat der Ameo einen vollwertigen E-Mail Client mit Unterstützung sowohl für POP als auch für IMAP. Senden und Empfangen von E-Mails inklusive Dateianhang ist also kein Problem. E-Mail Push läßt sich mittels eines speziellen Serverdienstes (auf MS Exchange Basis) verwirklichen. Hierzu bieten sowohl die Provider (auch T-Mobile), als auch Dritttanbieter entsprechenden Lösungen an. Auch BlackBerry Dienste stehen z. B. zur Verfügung.

Natürlich wird der Ameo auch mit den passenden und von Windows her bekannten Applikationen aus dem Officebereich (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel und Word Dateien können sowohl angezeigt als auch verändert werden. Powerpoint Dateien können aufgrund der Komplexität der Windowsanwendug dagegen nur angezeigt werden. Allzu umfangreiche und aufwändig animierte Präsentationen oder Excelsheets sollte man allerdings vermeiden. Ingesamt ist der Funktionsumfang der Mobile Versionen des Officepaktes nämlich eher als mau zu bezeichnen. So werden Formulare in Word nicht richtig dargestellt und einige Formel gar nicht unterstützt. Der Funktionsumfang entspricht eher dem des Windows Wordpad. Einfache Texte lassen sich dennoch eingeben. PDF Dateien können mittels des installierten Adobe PDF Reader LE angezeigt werden.
Der Ameo ist natürlich mit einem vollständigen Terminkalender ausgestattet. Eine akustische Erinnerung für Termine und Aufgaben ist ebenso möglich, wie die Eingabe von wiederkehrenden Terminen. Der Kalender bietet sowohl eine Tages- und Wochenansicht, als auch eine Monats- und Jahresansicht. Termine werden per Balkenansicht mit Beginn und Ende dargestellt.
Auch die Kontaktdatenbank kann umfangreiche Informationen verwalten.
Die Suche nach Rufnummern bzw. Kontakten gestaltet sich windowstypisch sehr einfach. Durch Eingabe einer Ziffer oder eines Buchstaben wird gleich die passende Telefonnummer bzw. Vor- oder Nachname angezeigt. Auch mehrere Buchstaben sind möglich, also z. B. die Suche nach P oder Pe, etc. Individuelle Informationen - wie ein bestimmter Klingelton pro Kontakt - sind ebenfalls problemlos möglich. Aufgrund seiner extrem Nähe zu Microsoft versteht sich der Ameo natürlich prächtig mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen). Der Sync dauert aber sehr lange. Dies liegt nicht am Ameo, sondern an Outlook und Active Sync.
Klang
Der Klang der beiden Lautsprechers ist gut, konstruktionsbedingt aber eher bassarm. Das mitgelieferte Headset dient seinem Zweck, nämlich der Verständigung mit dem Gesprächspartner. Gespräche werden klar und sauber wider gegeben, MP3 höhen betont und bassarm. Der Einsatz anderer Walkmankopfhörer wirkt hier zwar Wunder, verhindert aber auch gleichzeitig den Einsatz als Headset. Es fehlt dann das Mikrofon. Die Gesprächsqualität des Gerätes ist soweit als gut zu bezeichnen, gleichwohl er in lauten Umgebungen im Freisprechmodus etwas zu leise anmutet. An dieser Stelle sei erwähnt, dass man mit dem Ameo nur mittels Bluetooth- oder Kabelheadset telefonieren kann. Die eingebaute Freisprecheinrichtung taugt eher in geschlossenen Räumen, wo keiner mithört. "Normales" telefonieren ist mit dem Ameo nicht möglich. Dies schränkt in meinen Augen die Mobilität doch ein wenig ein. Der Ameo Nutzer ist gezwungen, ein Headset mit sich herum zu tragen. Wird es vergessen, sind Gespräche nur sehr eingeschränkt möglich. Der Gesprächspartner wird aber sauber wieder gegeben und die Gegenseite empfindet dies genauso. Also kein Vergleich zum T-Mobile MDA Pro.
Konnektivität
Der Ameo unterstützt alle Verbindungsarten, die sich überhaupt in ein Mobile einbauen lassen. Neben GSM funkt er auch noch im UMTS (inklusive des HSDPA Datenturbo) und EDGE Modus. Er verfügt über WLAN (11/54 MBit), IR, Bluetooth 2.0 sowie über einen mini-USB Port zum Datenaustausch mit dem PC oder Mac. Er unterstützt selbstverständlich die Verschlüsselungsstandards WEP/WPA/WPA-PSK/WPA2/WPA2-PSK. WPA mit TKIP und AES Verschlüsselung. Die Reichweite des eingebauten WLAN Adapters würde ich mit gut bezeichnen. Besser als beim HTC TyTN und bei der E oder N-Serie von Nokia. Schlechter, als bei handelsüblichen Notebooks oder der Sony PSP. Der Ameo unterstützt neben A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) auch noch das Headset Profile, HFP (Hands-Free), GAP (Generic Access), DUN (Dial-Up Networking), SPP (Serial Port), GOEP (Generic Access Exchange), OPP (Object Push) und SAP (SIM Access Profile) sowie einen Bluetooth Explorer. Mehr geht nicht. Der Stereoempfang von MP3 sowie die Freisprecheinrchtung im Auto stellen für den Ameo theoretisch also kein Hindernis dar.
Der Ameo ist in der Lage über das mitgelieferter Spezialkabel seinen Bildschirminhalt an einen externen VGA Monitor, Fernseher oder Beamer zu senden. Die Auflösung bleibt dabei aber auf 640 x 480 Pixel limitiert. Ein nettes Feature um mal eben eine Präsentation vorzustellen.
Der GSM/UMTS Empfang des Gerätes ist gut bis sehr gut. Ich habe auf unserem Dorf im GSM Netz noch Vollempfang. Im UMTS Netz noch etwa 50% (Luftlinie 1 km vom Sendemast). Leider hat der Ameo ab und an Probleme in das stärkere Band zu wechseln. Dann ist die Gesprächsqualität schlechter als notwendig. Die Empfangsqualität des Ameo liegt auf ähnlichem Niveau, wie man es z. B. vom Nokia 6230(i) gewohnt ist. Die Sprachqualität kann hier aber nicht ganz mithalten. Sie wird in diesem Fall auch massgeblich vom verwendeten Bluetoothheadset beeinflußt.
Internet
Die Nutzung des Ameo als mobilen Webbrowser steht aufgrund des Landscapemodus bei 640 x 480 Pixel nichts im Wege. Die Surfgeschwindigkeit ist bei guter Netzabdeckung (UMTS-HSDPA oder WLAN) sehr schnell. Mit WLAN lassen sich Geschwindigkeiten bis 805.30 kbps erreichen. MIT UMTS und bei zugeschaltetem HSDPA immerhin noch 644.30 kbps. Da kommt doch fast DSL Feeling auf.
Der Ameo nutzt neben dem Internet Explorer hauptsächlich den Opera Browser in der Version 8.65. Alle Seiten werden auf Wunsch wie auf einem PC angezeigt, alternativ in Spaltenform. Es kann fast beliebig gezoomt werden (ohne dass es jemals wirklich nötig wäre).
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Der Browser unterstützt nahezu jeden Standard (von Javascript über PHP bis DHTML). Mit Youtube Videos kann er allerdings nichts anfangen. Er läßt sich zwar um einen Flashplayer erweitern, die aktuelle Version 8.0 gibt es aber noch nicht für Pocket PC. Auch mobile TV ist kein Problem. Das große Display des Ameo ist mit den kleinen pixeligen Videos dann aber leicht unterfordert.
Sehr schön - wenngleich auch nicht wirklich sinnvoll nutzbar - die VueFlo getaufte Funktion. Hiermit lassen sich Webseiten durch Neigung des Ameo scrollen. Der Beschleunigungssensor, der in erster Linie zum Schutz des Ameo dient (sollte er hinfallen wird die festplatte rechtzeitg in den Parkmodus versetzt) nimmt hierbei die Bewegungen des Ameo war und scrollt die Webseite dann in die jeweilige Richtung. Ein witziges Feature.
Mehr Menübilder gibt es hier.
Unterhaltung/Spiele
Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist serienmässig eher unterbesetzt. Neben Solitaire und einem Bubble Breaker genannten Geschicklichkeitsspiel ist nichts weiter vorinstalliert. Auf dem freien Markt gibt es allerdings eine irrsinnig große Menge an Spielen und Programmen, sowohl im Free- und Shareware, als auch im Vollpreissegment. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. MP3 (WMA) und Videos (WMV) werden mittels des Windows Media Player abgespielt. Hierbei unterstützt er eine zufällige Wiedergabe ebenso, wie das Wiederholen von Tracks. Natürlich ist der Ameo auch multitaskingfähig, MP3 und andere Funktionen sind daher gleichzeitig möglich.
Eine bessere Wiedergabemöglichkeit für MP3 bietet der kostenlose Mortplayer, bzw. die kostenpflichtigen PocketMusic oder der Pocket Player.
In Verbindung mit einem guten 3.5 mm Headset besteht klanglich fast kein Unterschied mehr zu einem günstigen MP3 Player. Um Videos in anderen Formaten, wie z.B. MPG, MP4 oder AVI abspielen zu können, ist zusätzliche (teils kostenpflichtige Software) notwendig. Als kostenlose Alternative kann ich da TCPMP bzw. den Coreplayer empfehlen. SmartMovie von lonelycatgames hingegen ist DIE kostenpflichtige Alternative zum Windows Media Player.
Gleichwohl der Grafikchipsatz des Ameo bei TCPMP/Coreplayer leichte Probleme verursacht (daher besser abschalten). Nähere Informationen gibt es im Forum des Herstellers.
Als Ablenkung vom Ernst des Lebens würde ich Skyforce und Skyforce Reloaded (beide aus dem Aktiongenre) sowie Age of Empires Gold für Fans von Strategiespielen empfehlen.
Kamera/Video
Der Ameo hat eine 3MP Digitalkamera mit Fotolicht und Makrofunktion sowie Autofocus. Zudem eine zusätzliche Frontkamera (VGA) für Videotelefonie an Bord. Der komplette Touchscreen dient hierbei dann als Sucher. Das sieht mit 640 x 480 Pixeln schon sehr eindrucksvoll aus. Der Autofocus hat bei Geländeaufnahmen allerdings manchmal seine liebe Not genau zu focusieren. Alle Kamerafunktionen werden hierbei durch recht grosse Icons auf dem Touchscreen angezeigt und durch Druck ausgelöst..
Die Kamera ermöglicht Bilder in Auflösungen von 3MP (2048 x 1536), 2MP (1600x1200), 1MP (1280 x 1024), L (640 x 480), M (320 x 240) und S (160 x 120) Pixel. Die Bildqualität kann zwischen Superfein, Fein, Normal und Einfach gewählt werden. Die Belichtung kann als Mittenbetont oder Mittelwert eingestellt werden. Ferner kann der Hobbyfotograf noch ein Blitzlicht (LED), den Weißabgleich (Neonlicht, Glühbirne, Nacht, Tageslicht, Auto), einen Effekt (Negativ, Kalt, Sepia, Graustufen, Keine), den Fotomodus (Mehrfach, Sport, Panorama, Bildthema, Kontaktbild, MMS-Video, Video und Foto) sowie das Aufnahmeformat auswählen. Der Auslöserton läßt sich abschalten. Zur Hilfe kann ein Gitter eingeblendet und die Beleuchtung im Kameramodus dauerhaft beibehalten werden. Leider reicht die Qualität der Bilder nicht an aktuelle Geräte von Nokia oder Sony Ericsson heran. Für einen gelegentlichen Schnappschuss reicht die Bildqualität aber immer.
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Bilder der Ameo Kamera finden Sie hier. Sie können sich die Bilder auch hier runter laden.
Videos kann der Ameo in 352 x 288, 320 x 240, 176 x 144 und 128 x 96 Pixel aufnehmen. Diese sehen sehr gut aus, neigen aber zu minimaler Artefaktbildung. im Videomodus steht ein didigtaler Zoom zur Verfügung.

































