Sony Xperia P

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 05.06.2012
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Testbericht Sony Xperia von mobile-reviews.de

Nach dem Sony Xperia S stellt Sony mit dem Xperia P nun ein weiteres Smartphone aus der NXT-Reihe vor. Das Xperia P ist mit aktuell etwa deutlich günstiger, bietet dafür aber nur noch einen Dual-Core-Prozessor mit 1 GHz je Kern sowie ein 4-Zoll Display mit einer Auflösung von 540 x 960 Pixel.  Das Display ist laut Hersteller sehr leuchtstark, was unter anderem an der "White Magic" genannten Displaytechnologie liegen soll. Die Kamera löst mit 8 Megapixel auf, das Xperia S konnte hier mit stattlichen 12,1 Megapixel auftrumpfen. Trotzdem steht dem Hobby-Paparazzi ein Autofocus und eine LED zur Seite. Zudem wurde wieder der lichtempfindliche Exmor-R Sensor verbaut. Wie sich das neue Xperia S im Test geschlagen hat, könnt ihr im Anschluss nachlesen.

Design/Haptik/Verarbeitung


(Mehr Bilder nach dem Klick)

Das Sony Xperia P misst 122 x 59.5 x 10.5 mm und wiegt 120 Gramm. Damit ist es kleiner und leichter als das Xperia S (128 x 64 x 10.6 mm). Das Xperia P sieht dem S zum verwechseln ähnlich. Die transparente Leiste unter dem Display ist diemsla allerdings nicht nur Zierde. Die Tasten funktionieren wirklich. Kein Verwirrspiel mehr, wie noch beim Xperia S. Die Verarbeitung des Smartphones kann komplett überzeugen. Das gesamte Gehäuse besteht aus einem Aluminium-Unibody und ist damit hochwertiger als das deutlich teurere Schwestermodell.  Auch das Sony Xperia P verwendet wieder eine Micro-SIM. Der knapp 1.300mAh Akku ist ebenfalls fest eingebaut und auch einen Speicherkarten-Steckplatz sucht man vergebens. Ab Werk wird das Xperia P mit 16 Gigabyte Festspeicher ausgeliefert. Der 1 GHz schnelle Dual-Core-Prozessor erlaubt dem Browser nur leichte Ruckler, im täglichen Betrieb sieht man davon dann erfreulicherweise nichts mehr. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur verteilt Buchstaben und  Symbole aus Platzgründen wieder auf mehrere Ebenen.


Technik

Der 4-Zoll-Touchscreen nutzt wieder die Mobile-Bravia Engine von Sony und ist dank der "White Magic" genannten Displaytechnologie sehr leuchtstark. Die Auflösung beträgt 540 x 960 Pixel. Leider weiss es im Test einen kleinen Gelbstich auf, die Farben werden bei direkter Sonneneinstrahlung durch die "White Magic"-Technologie unnatürlich betont, dafür bleibt es aber sehr gut ablesbar.  . Dabei hat Sony sowohl  an einen Autofocus, als auch an eine LED und diverse softwareseitige Verbesserungen, wie Gesichts- und  Lächelerkennung und dergleichen mehr gedacht. Videos nimmt die Kamera in Full-HD auf. Eine sehr guter MP3-Player, ein Videoplayer für DivX und MP4 sowie das integrierte FM-Radio sorgen unterwegs für ausreichend Unterhaltung. Dank Quadband (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den UMTS Datenturbo HSDPA ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. Wer darauf angewiesen ist, kann sein Xperia über Bluetooth (2.0) und WLAN b/g/n bzw. USB mit seinem PC oder Mac verbinden.


Lieferumfang/Unboxing

 

Zum Lieferumfang gehört neben dem überzeugenden Stereo-Headset, diverse  Bedienungsanleitungen, ein CAA-4006-BV  Reiseladegerät mit abnehmbaren Daten-/Ladekabel sowie ein HDM-Kabel, zwei NFC-SmartTags und eine Displayschutzfolie samt Reinigungstuch.

Display

Der 4-Zoll große Touchscreen verwendet zwar keine AMOLED-Technologie, ist aber trotzdem recht farbtreu und besonders leuchtstark. Durch den Einsatz der Mobile-Bravia Engine von Sony werden die Farben sauber und kräftig abgebildet. Die "White Magic" genannte Displaytechnologie nutzt neben Subpixeln für RGB auch eines für Weiß. Die physikalische Auflösung beträgt 540 x 960 Pixel. Leider hat es einen kleinen Gelbstich und die Farben werden bei direkter Sonneneinstrahlung durch die "White Magic"-Technologie unnatürlich betont, dafür bleibt es aber sehr gut ablesbar. Die Displayhelligkeit kann beim Xperia P aber auch  manuell an die jeweiligen Lichtverhältnisse angepasst werden. Sobald man das Smartphone dreht, wird die Anzeige ebenfalls um 90 Grad mitgedreht. Was früher noch als Zauberrei durchging, übernimmt heute halt ein eingebaute Lagesensor. Dabei deaktiviert ein Annäherungssensor das Display, sobald man das Xperia P ans Ohr hält. Eine Status-LED, die man links über dem Display findet, informiert per Blinksignal über entgangene Anrufe.

Menü/Bedienung

Die Android™ Benutzeroberfläche wurde durch Sony deutlich aufgepeppt und wieder mit Timescape versehen. Diese Anwendung bietet einen Überblick über das eigene Sozialnetzwerk, sei es nun Twitter oder Facebook.  Beim Xperia P findet man wieder fünf unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme. Diese kann man nach eigenem Gusto mit Widgets zupflastern. Widgets sind kleine Helfer in Form von Kalendern, , Wettervorhersagen, Foto-, Musik und Videoplayern. Das hauseigene Musicplayer-Widget, zeigt beispielsweise den aktuellen Titel an und erlaubt auch die Steuerung der Tracks. Neben solchen eher aktiven Widgets kann man auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakten, zum Browser oder den installierten Programmen einbinden. Dazu muss man nur das entsprechende Icon oder Widget per drag & drop auf einen beliebigen Startbildschirm ziehen, loslassen und fertig. Auch Verknüpfungen zu Playlisten und Lesezeichen sind so möglich. Wer mag, kann sich sogaranimierte Live-Hintergrundbilder einrichten, die ziehen dann aber stetig an der Akkuausdauer. Last but not least bietet Sony dazu eine handvoll vorgefertigter Designs an.

Das eigentliche Hauptmenü erreicht man durch Druck auf das mit zahlreichen Quadraten versehene Icon. Dann kommt ein horizontal scrollbares Menü mit vier Seiten zum Vorschein. Die Ansicht lässt sich auf Wunsch auch alphabetisch oder nach den am häufigsten genutzten Apps bzw. nach eigenem Gutdünken sortieren. 

Anwendungen/Play Store

 Die mitgelieferten Anwendungen reichen vollkommen aus, um den täglichen Bedarf an Informationen abzudecken. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen Taschenrechner sowie eine Uhr mit Weckfunktion. Selbst Microsoft Office Dokumente kann man auf dem Xperia anzeigen. Neben einer Synchronisierungsmöglichkeit per Microsoft Active Sync über den Webanbieter Moxier bzw. dem Sony Sync findet man auch einen Instant Messenger von Google sowie ein Facebook- und Twitter-Client. Diverse andere Apps machen einem unterwegs das Leben einfacher.

Navigation/GPS

Im Xperia P werkelt ein GPS-AEmpfänger. Dank der großzügigen Display-Diagonalen eignet es sich sehr gut als Navigationshilfe.  Daher wurde wieder Google Maps installiert. So steht einem auch eine sprachgesteuerte Navigation zur Verfügung. Das jeweilige Kartenmaterial wird über eine bestehende Internetverbindung herunter geladen. Wer also nicht über ein entsprechendes Datenpaket oder eine Flatrate verfügt, sollte aufpassen. Die eigene Position ermittelt Google Maps zunächst über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger, danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Wer die Zieladresse nicht selber eintippen will, kann sie auch per Spracherkennung vorsprechen. Die Ansagen der Navigationssoftware sind klar und deutlich und kommen - zumindest wenn man nicht mit Tempo 200 über die Autobahn fährt - zur rechten Zeit. Neben der üblichen Kartenansicht lassen sich diverse zusätzliche Ebenen einblenden. So steht einem zum Beispiel auch die aktuelle Verkehrslage zur Verfügung.

PIM/OFFICE


Die Einträge in der Kontaktverwaltung sind alphabetisch sortiert. Jedem Kontakt kann man ein individuelles Bild zuordnen oder ihn in Gruppen zusammen fassen. Lieblingskontakte finden in Favoriten Platz, Kontaktdetails kann man immer auch nachträglich hinzufügen. Dazu gehören auch Verknüpfungen zu den beliebten "Social Networks" wie Facebook oder zahlreiche Informationsdetails wie Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild und mehr hinterlegen. Hat man einmal einem Konto ein Foto zugewiesen, versucht das Xperia diesen Kontakt auf anderen Bildern zu identifizieren. Erkennt es ihn wieder, werden sie den entsprechenden Kontakten zugeordnet. Der Kalender zeigt neben einer Tagesagenda auch eine Monats- und Tagesansicht. Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, der wird die Wiederholungsfunktion zu schätzen wissen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht berücksichtigt. In der Monatsübersicht wird die Dauer eines Termins durch einen entsprechend langen grünen Balken dargestellt. Wer seinen Kalender bei Google pflegt, kann auf dem Xperia P auch mehrere davon verwalten.

Musik

Der MP3-Player des Xperia P ist zwar schlicht und einfach gestaltet, stellt aber alle wichtigen Infos (Cover-Art,  Track, Interpret) dar. Wer mag bekommt hier auch Zugang zu Play-Now, dem Online-Shop von Sony. Aktuelle Top-Titel sind dann nur einen Tastendruck und ein paar Euro weit entfernt. Wählt man das Symbol mit der auf der Seite liegenden 8 (Infinity-Symbol), so kann man über die Google-Suchfunktion nach allem suchen, was mit diesem Titel oder der Band zu tun hat. Um die maximale Soundqualität des Xperia P  testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und günstigen Koss Porta Pro, einen Philips SHL8800 sowie die iBeats by Dr. Dre von Monster eingesetzt.

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iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro  
(C) Koss
Philips SHL8800   
(C) Philips
iBeats by Dr. Dre
(C) Monster


Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Beim Xperia P reicht die maximale Ausgangsleistung problemlos aus, um den Einsatz des recht großen und klanggewalltigen iGrado zu ermöglichen. Dank der "Clear Bass" genannten Technologie kommen die Bässe klar und druckvoll rüber. Das gilt sogar noch mehr für den Koss Porta Pro und den Philipps SHL8800. Wer auf sogenannte "InEars" steht, dem seien die ibeats by Dr. Dre  ans Herz gelegt. Diese liefern einen absoluten Hammerbass, leider sehr auf Kosten der Höhen.  Dank des Equalizers mit seinen zahlreichen Presets (Jazz, Rock, Pop, Klassik, etc.) kann man schnell seinen persönlichen Lieblingsklang finden. Der Sound kann zudem durch diverse Raumklang-Setups (Studio) verfeinert werden. Das klingt auf dem Xperia P wirklich super, noch besser als beim iPhone 4 oder HTC One X.  Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:


Sarah Brightman
(Symphony)

SITD:
(Rot)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado iGrado iGrado iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

Das Xperia P bietet  ein FM-Radio mit zahlreichen Senderspeicherplätzen und RDS. Zum Betrieb benötigt man allerdings zwingend ein Headset. Dann allerdings kann man den Sound auch über den internen, mit einer XLoud genannten Technologie  verbesserten Lautsprecher ausgeben. Das klingt gar nicht mal so schlecht. Der Video-Player spielt Videos im Querformat und mit einer maximalen Auflösung von 1080p ab.  Neben den üblichen MPEG4-Videos mit H.264-Codec kann der Player auch DivX/XviD und sogar MKV abspielen. Die Videos können auf Wunsch per HDMI und in Full-HD auf einen Fernseher ausgegeben werden. Mit Dolby-Digital bzw. Surround kommt der Player allerdings nicht zurecht.

Klang

Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch zwar  kein Problem, aber sicher keine Dauerlösung. Während des  Gesprächs werden Stimmen zwar leicht blechern abgebildet, das wurde von mir aber nicht als störend empfunden. Ein Hintergrundrauschen war bei meinem Testgerät während der Gespräche nicht erkennbar.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS/NFC)

Zur Anbindung an den PC oder Mac nutzt das Xperia P den üblichen Micro-USB-Anschluss. Es funkt über Quad-Band und nutzt zur Datenübertragung HSDA und WLAN b/g/n. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards wie HTML, XHTML, WAP und zeigt HTML wie auf einem PC. Flash-Animationen werden ebenfalls abgespielt.  Die Datenübertragung ist sowohl per Bluetooth 2.1 als auch per USB 2.0 möglich. Bilder und HD-Videos werden entweder per DLNA oder über den Micro-HDMI-Ausgang auf den Fernseher übertragen.

Von der Geschwindigkeit her kann der Browser (Webkit-Engine) problemlos mit der Konkurrenz mithalten. Da das Xperia P  sich sowohl mit Multi-Touch als auch mit den bekannten Spreiz-Gesten versteht, ist die Navigation innerhalb von Webseiten kein Problem.  Die Textwiedergabe ist scharf und das Rendering der Seiten geht sehr schnell und ohne große Verzögerungen. Der Aufbau der Startseite von mobile-reviews.de mittels UMTS war nach knapp 22 Sekunden erledigt, über WLAN n war die Seite nach nur 12 Sekunden im internen Speicher. Der Browser kann natürlich auch mehrere Webseiten gleichzeitig in verschiedenen Fenstern darstellen. Ein Pop-Up-Blocker verhindert das Öffnen von unerwünschter Werbung, wobei die mittlerweile ja häufig direkt in die Webseite integriert ist :D

Wer gerne und viel per E-Mail kommuniziert, dem bietet Android dafür von Haus aus zwei verschiedene Apps an. Eine für Google Mail und eine andere für die übrigen Konten. Meldet man sich auf dem Smartphone mit seinem Google-Konto an (das ist schon länger keine Voraussetzung für die Nutzung mehr), wird das dazugehörige Mailkonto automatisch in Google Mail synchronisiert. Weitere Google-Konten muss man aber manuell über "Konten und Synchronisierung" hinzufügen. Google hat seinen eigenen Mail-Client natürlich perfekt auf die Zusammenarbeit mit seinem Online-Mail-Dienst abgestimmt. So kann man seine Googlemail-Nachrichten mit sogenannten Labels (Schlüsselwörtern) versehen, sie danach entsprechend sortieren und als Favorit oder als Spam einordnen. Dabei fasst eine spezielle Thread-Funktion Mails auf Wunsch auch zusammen. Neue Meldungen erscheinen ohne merkliche Verzögerung per Push bzw. IMAP Idle. Das Xperia S signalisiert eingehende Nachrichten per Vibration oder Ton und optisch in der Statusleiste. Andere Exchange-, IMAP- doer POP-Konten richtet man hingegen im Standard-Client namens "E-Mail" ein. Dabei ähnelt leider nur die Optik dem übersichtlicheren Google Mail. Funktionen wie Labels und Threads fehlen komplett. Zudem kann man - abgesehen vom Eingangsordner - keine anderen Ordner abonnieren. Auch kann man seine E-Mails nicht durchsuchen. Ältere E-Mails muss man zudem manuell nachladen. Zu allem Übel geht selbst das nur in kleinen 25-Schritten. Der Online-Sync mit Google klappt daher deutlich besser.

Wer mag kann seine E-Mails aber manuell oder automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen (mindestens alle 5 Minuten) über IMAP oder POP einsammeln. Anhänger von Microsoft Outlook werden nur mit zusätzlicher Software auf dem PC bzw. Mac Anschluss an die heimische Kontaktdatenbank/Kalender finden. Freunde schneller Kommunikationswege nutzen "Google Talk" als Instant Messenger. Durch die Bildschirmtastatur ist es zwar nicht unbedingt für eine umfangreiche Kommunikation geeignet, die Tasten reichen aber für kürzere "Wortwechsel" aus.

Angeschlossenes Zubehör erkennt das Xperia P selbst. Auf Wunsch kann man dann ein frei wählbares Programm starten. Schließt man beispielsweise den Kopfhörer an, so kann man direkt auch den Musikplayer starten lassen.Noch besser klappt das allerdings in Zusammenarbeit mit den mitgelieferten NFC-SmartTags. Man kann für jedes SmartTag aus einer Vielzahl von Optionen wählen. So ist es beispielsweise möglich, eines mit sinnvollen Abläufen für sein Kfz zu belegen (Bluetooth aktivieren, dann Navigationsprogramm starten). Legt man das SmartTag dann in den Pkw und streicht mit dem Xperia P darüber, so werden diese zuvor programmierten Einstellungen wie von Zauberhand abgespielt. So ist es auch möglich, ein SmartTag zu erstellen, mit dessen Hilfe man(n) im Schlafzimmer oder während einer Besprechung den Empfang von Daten und Gesprächen völlig unterbinden kann. Das nenne ich mal einen sinnvollen Einsatz von der bisher eher stiefmütterlich behandelten NFC-Technik.


Kamera/Video

Die Kamera des Sony Xperia P knipst Bilder mit 8-Megapixel. Dazu nutzt man am besten die seitliche Kamerataste. Das dauert etwa 1 Sekunde und dürfte für nahezu alle Schnappschüsse ausreichen. Nach einer weiteren Sekunde sind die Bilder dann bereits im internen Speicher. Die Einstellungen der Kamerasoftware sind sehr umfangreich und bieten eine Menge Spielraum für Optimierungen. Neben diversen Aufnahmemodi (Normal, Motiverkennung, Lächelerkennung) kann man beispielsweise auch die Auflösung variieren oder den Touch-Fokus aktivieren, Dabei stellt sich der zuvor gewählte Teil des Bildes scharf. Unterschiedliche Szenemodi sorgen für optimierte Bilder. Ein LED-Blitz ist für Aufnahmen in Dunkelheit bis zu etwa 1,5 Meter zuständig. Belichtungskorrektur und Weißabgleich und Dynamik gehen für eine Handykamera mit kleineren Abzügen voll in Ordnung, teilweise werden die Bilder etwas zu hell abgebildet. Alle Einstellungen sind über selbst erklärenden Icons bzw. über die kontextsensitive Hardware-Taste abrufbar.  Die eingebaute Videokamera nimmt Videos in Full-HD in guter Qualität auf und bietet fast die gleichen Einstellungsmöglichkeiten.


Akkulaufzeit

Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, eine handvoll Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit seinen 1.300 mAh knapp anderthalb Arbeitstage. Die maximale Sprechzeit betrug im Test immerhin 4:00 Stunden, wer per WLAN/UMTS surft kann sein Xperia P etwas 5 Stunden nutzen. Nach etwa 45 Minuten ist der Akku bereits wieder voll geladen, nach 30 Minuten erreicht man schon 80%.

Videotest

 

Benchmarks

Im Xperia P werkelt ein 1 GHz schneller Dual-Core-Prozessor dessen Power ausreicht um das Betriebssystem und nicht ganz so aufwändige Spiele zocken zu können. Das macht auf einem angeschlossenen 40" Fersenher dann noch mehr  Spaß.  Die Benchmark-Ergebnisse der gängigen Testprogramme (AnTuTu, Linpack Pro, Quadrant, Nenamark2, HTML5) findet ihr hier:





Fazit


. Man kann es als ein recht "schönes" Smartphone bezeichnen. Andere werden es vermutlich ob seines Aluminium-Unibody loben. Die Sensortasten unterhalb des Display funktionieren jedenfalls so wie sie sollen. Keine nerviges Gefummel mehr, wie noch beim Xperia S.  Mit Android 4 werden die transparenten Helferlein dann vermutlich fast arbeitslos. Der gute Video- und Musik-Player und die gute Kamera rechtfertigen den Preis von etwa 350 Euro und machen das Sony Xperia P zum Preis-/Leistungssieger.  Das Display mit seiner "White Magic" Technik ist hingegen weder magisch noch überragend gut. In dieser Disziplin hat mir das Xperia S besser gefallen. "White Magic" ist zwar recht hell, dafür aber auch etwas zu gelbstichig. Der Dual-Core-Prozessor lockt heutzutage niemandem mehr hinter dem Offen hervor. In Form des HTC One S gibt es Konkurrenz.


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