Sony Ericsson XPERIA X1

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 06.11.2008, 15:11
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Sprache: german


Testbericht Sony Ericsson XPERIA X1 von mobile-reviews.de

Hersteller:

Sony Ericsson

Modell:

XPERIA X1

Bezugsmöglichkeit:

XPERIA X1

Bilder:

X1

Revision: 06.11.2008

Mit dem XPERIA X1 wagt Sony Ericsson den Schritt in die vielseitige, dafür nicht ganz so bunte Windows Mobile Welt. Den Hype um dieses Gerät kann so mancher unter uns nicht wirklich nachvollziehen. Handelt es sich de facto doch nur um ein weiteres PDA-Smartphone. Mit dem P800i hat das japanisch-schwedische Joint-Venture damals ja bereits einen recht erfolgreichen Klassiker auf den Markt gebracht. Seine beiden nicht ganz so erfolgreichen Nachfolgemodelle (P900, P990i) und das aktuelle P1i basierten noch auf Symbian UIQ, meiner Meinung nach ein eher totes Gleis. Daher ist der Schritt von Sony Ericsson zu Windows MObile sicher keine ganz falsche Entscheidung, auch wenn es für die "nur Finger" Bedienung denkbar schlecht geeignet erscheint. Das neue X1 bietet neben einer vollwertigen, seitlich ausziehbaren QWERTZ-Tastatur noch eine Menge Edelstahl. Dank GSM-Quadband ist man praktisch auf der ganzen Welt zu Hause und über den UMTS Datenturbos HSDPA mit seiner theoretischen Übertragungsrate von 7,2 Mbit/s surft es sich angenhem schnell. Uploads gehen über HSUPA (mit bis zu 1,45 MBit/s) ebenfalls flott von der Hand. Der große 3,0 Zoll Touchscreen erfreut die Augen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.536 Farben und bietet aktuell die höchstmögliche Auflösung. Danke der integrierten "Panels" kann man das X1 sogar fast ohne Stift bedienen. Die 3.2-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED taugt für Schnappschüsse in guter Qualität. Das integrierte GPS mit Unterstützung für A-GPS sorgt unterwegs für die Orientierung, sofern man über ein passendes Navigationsprogramm verfügt. Wie sich der schwergewichtige Schwede mit japanischer Abstammung im Vergleich zum HTC Touch Pro schlägt, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design/Verarbeitung

X1

Ganz X1 ist in schwarz eloxiertem bzw. silbern gebürstetem Aluminium eingekleidete, denn Sony Ericsson bietet beide "Farbkombinationen" an. In der Masse der eher schlichten PDAs fällt auch das X1 optisch kaum auf. Das eher extravagante Design eines Touch Pro sucht man hier vergebens. Die Außenhülle besteht nahezu vollständig aus gebürstetem Aluminium. Auch der Akkudeckel wird nicht durch Gummi oder Kunststoff verunziert. Gleichwohl besteht sowohl die rückseitige Antennenabdeckung an der Oberseite, als auch die Abdeckung der Unterseite des X1 aus gummiertem Kunststoff. So liegt das X1 angenehme kühl und satt in der Hand und auf einer harten Unterlage trotzdem weich und sicher, weil rutschfest. Mit seinen Abmessungen von 111 x 54 x 17 mm und einem Gewicht von 158 g sollte man es sprichwörtlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der Touch Pro ist bei 102 x 51 x 18.1 mm und 165 g Gewicht aber auch kein Leichtgewicht, im Gegenteil er erscheint subjektiv noch schwerer. Vier LED an den Ecken des X1 informieren den Nutzer auf Wunsch über unterschiedliche Ereignisse.

Die metallene Vorderseite wird vom großen Display dominiert, welches aber nur durch eine Kunststoffbeschichtung geschützt wird. Gerade aufgrund des edlen Materials wirkt das X1 sehr wertig. Ein Knarzen oder Quietschen ist ihm nicht zu entlocken. Der Slider weist kaum Spiel auf und gleitet wie auf Schienen in seine beiden Positionen. Dabei stehen Display und Tastatur im geöffneten Zustand bogenförmig in einem Winkel von etwa 15-20 Grad zueinander. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt, denn bei Touch Pro liegt das Display im aufgeschobenen Zustand "platt" auf der Tastatur. Mit dem X1 kann man so deutlich ergonomischer arbeiten. Einzig der Verschlussmechanismus des Akkudeckel macht auf mich den Eindruck, als wenn er mit der Zeit eher schlechter schließen wird. Das Touch Pro hat in dieser Disziplin unwesentlich schlechter abgeschnitten. Durch sein eher gestreckt wirkendes Design spricht das X1 im Gegensatz zum HTC Touch Pro auch weibliche Interessenten an.

Ich will an dieser Stelle nicht verschweigen, dass auch die große Displayoberfläche des X1 Fingerabdrücke nahezu magisch anzieht. Den aktuellen Haut-PH-Wert kann man daher auch ohne Spiegel prüfen, sehr praktisch! Ein passende Putztüchlein sollte Mann (oder Frau) daher gleich ins Auge fassen, denn das große und leicht spiegelnde Display sollte doch nicht durch Fingerabdrücke oder andere Flecken verschandelt werden, oder?

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Weitere Bilder des X1 finden Sie hier. Bilder des HTC Touch Pro hier.

Größenvergleich (X1 - Nokia 6210 Navigator - Nokia 6600 fold - Apple iPhone 3G)

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    • HTC Touch Pro:104 x 52 x 12 mm, 98 g
    • Apple iPhone 3G:115 x 61 x 11.6 mm, 135 g
    • Nokia 6210 Navigator: 103 x 49 x 14,9 mm
    • Nokia 6600 fold: 88 x 44 x 16 mm

Technik

Für ein Windows Mobile Mobiltelefon bietet das XPERIA X1 eine nahezu optimale Ausstattungsliste. Angetrieben wird es von Microsofts Windows Mobile® 6.1 in der Professional Variante. Der 3" Touchscreen des X1 erfreut das verwöhnte Auge des Betrachters mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln bei 65.536 Farben. Da muss der Touch Pro mit seinem 2,8" passen. Einzig sein großer Bruder, das HTC Touch HD und das eher unbekannte Toshiba Portègè können da noch mithalten. Die Bildschirmdiagonale umfasst dabei stattliche 78 mm. Das sind immerhin 5 Millimeter mehr als beim Touch Pro. Die 3.2 MP Digitalkamera mit Autofokus und Fotolicht taugt für Schnappschüsse in relativ guter Qualität, macht aber einen etwas zwiespältigen Eindruck. Kein Vergleich mit anderen 3-Megapixlern aus eigenem Hause. Durch den neuen Opera Mobile 9.5 Browser kann man - wie vom PC gewohnt - im Internet surfen. Das vorinstallierte Microsoft Office Mobile kann Office Dateien öffnen und solange es keine PDF oder Powerpoint-Dateien sind, auch bearbeiten.

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Kommunikationsseitig nutzt das X1 Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und Wireless LAN (802.11g). Durch die Quadband-Unterstützung ist es zudem weltweit einsetzbar. Dabei wird der Datentransfer durch UMTS mit HSDPA beschleunigt, wobei auf Wunsch auch HSUPA für einen schnelleren Upload möglich ist. Eingaben erfolgen auf Wunsch über eine virtuelle Tastatur mit unterschiedlichen Layouts sowie den normalen QWERTZ-Tasten. Programme und Daten werden im 256 MB umfassenden RAM bzw. 256 MB ROM abgelegt. Der Speicher lässt sich durch microSD-Speicherkarten erweitern. Damit das Ganze auch in Schwung kommt, wird das X1 durch eine QUALCOMM™ (MSM7200A) CPU mit 528 MHz angetrieben. Schnell genug für die bekannten Anwendungen (inklusive Skype). Die von mir getestete Firmwareversion trug die Bezeichnung 1.02.932.3. Trotz vergleichbarer Spezifikationen und der Tatsache, dass der Touch Pro über 32 MB mehr RAM verfügt, erscheint das X1 im täglichen Windowsbetrieb schneller, die neuartigen Panels einmal ausgenommen. Die Version von T-Mobile hat eine andere Software, als die freien Geräte. Zum Thema Branding: Natürlich wurde auch das X1 von T-Mobile leicht verändert. Es hat auf der Rückseite anstelle des "X1" einen Schriftzug, den man unter Verlust des Aufklebers) entfernen kann. Auch die Verpackung des X1 wird von T-Mobile Logos geziert, genauso, wie die Bedienungsanleitungen. Die Software des X1 bietet ein eigenes T-Mobile Panel sowie einen Shortcut zu E-Mail Pro und einge Bookmarks im Opera Browser. Insgesamt ist das Branding nicht zu aufdringlich.

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Bis auf diesen Versionsunterschied konnte ich alleerdings keine Änderungen oder Verbesserungen feststellen.

Lieferumfang

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Das X1 wird in einer freundlich hellen und erfrischend schlichten Verpackung präsentiert. Zum Vorschein kommt neben dem XPERIA X1 noch ein Li-Ion Akku (BTS-41) mit 1500 mAh, ein in-ear Stereo-Headset guter Qualität samt 3.5 mm Mikrofonadapter für eigene Kopfhörer. Das Netzladegerät mit USB-Daten-/Ladekabel, ähnlich wie beim Apple iPhone sowie ein Ersatz-Stylus, diverse Kurzanleitungen und die obligatorische CD-ROM mit Bedienungsanleitung und Zusatzsoftware. Fehlt da nicht was? Natürlich, ebenso obligatorisch hat Sony Ericsson - wie andere Hersteller auch - auf die Beigabe einer Speicherkarte verzichtet. Wohl dem, der eine 16GB-microSD sein Eigen nennt.

Haptik

Dreh- und Angelpunkt des Gerätes ist - neben dem mit sogenannten "Panels" ausgestatteten Homescreen - auch die vollwertige, seitlich ausziehbare QWERTZ-Tastatur. Sollten die Fingerchen einmal zu dick sein, so lässt sich das X1 auch bequem über den mitgelieferten Stift bedienen. Dieser befindet sich in der linken Außenseite des Gehäuses. Sollte er einmal verloren gehen: keine Panik! Sony Ericsson hat in der Verpackung direkt für Ersatz gesorgt.

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Die zuschaltbare virtuelle Tastatur ist klein und die Tasten lassen sich leidlich gut treffen, eine T9-Texterkennung oder mehrere Layouts wie beim Touch Pro kann man aber nicht hinzuschalten. Auch eine Eingabe über Gesten bzw. Handschrift ist nicht möglich. Für wahre Kommunikationsfreaks (SMS und E-Mail) sind die echten Drücker der QWERTZ-Tastatur die bessere Alternative. Ich kann mich noch gut an mein Sendo X mit zusätzlicher Tastatur erinnern, da ist das X1 doch die deutlich leichtere und kompaktere Alternative:

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Beim XPERIA X1 sind die silberfarbenen Drücker angenehm breit und stehen zudem weit auseinander. Das Verfassen längerer Texte ermüdet trotzdem die Daumen, zudem stört der Headsetanschluss (sofern man zeitgleich einen Kopfhörer angeschlossen hat). Neben einer Tabtaste kann die vollwertige QWERTZ-Tastatur noch eine Shift-Taste sowie ein blaue Funktionstaste (für Zahlen) vorweisen. Die Druckpunkte sind gleichmäßig weich und gut hörbar. Die Drücker werden im Dunkeln weiß beleuchtet. Insgesamt bietet das X1 42 Tasten samt Umlauten. Deutlich weniger, als beim Touch Pro.

Das X1 präsentiert sich auf der Oberseite mit einer 5-Wege-Navieinheit, auf Wunsch kann man diesen in einen optischen Joystick, ähnlich wie beim Samsung Omnia verwandeln. Neben der gut zu bedienenden Navieinheit findet der Nutzer noch die übliche "grüne" Hörertaste zur Gesprächsannahme und die rote Hörertaste zum Beenden eines Gesprächs. Beiden Tasten sind beim X1 allerdings nicht entsprechend farblich gekennzeichnet. Den obligatorischen Homekey (für den Startbildschirm) sucht man beim X1 vergebens. Das X1 bietet an dessen Stelle die X-Panel-Taste. Dazu kommen dann noch zwei Softkeys und eine OK-Taste zur Eingabebestätigung. An der oberen rechten Gehäuseseite sind dann noch zwei Tasten zur Regelung der Lautstärke (im Browsermodus kann man damit auch in die Webseite zoomen), unten recht eine spezielle Kamerataste. So klappt es auch mit "echten Schnappschüsse aus der Hüfte".

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An der linken Außenseite befindet sich der miniUSB-Anschluss für Lade-/Datenkabel. Auf der Oberseite dann der Ein- und Ausschalter, der das X1 auch aus seinem Schlafmodus wecken kann und eine 3.5 mm Klinkenbuchse für handelsübliche Kopfhörer.

Display

Das Display kann in geschlossenen Räumen bzw. bei schwächerem Lichteinfall überzeugen. Grafiken und Texte werden mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel bei 65.536 möglichen Farbkombinationen scharf und knackig dargestellt. Das Display ist berührungsempfindlich und führt in Verbindung mit der "Panels" genannten Navigation zu einer recht problemlosen Steuerung. Bei stärkerer Sonneneinstrahlung lässt sich das leicht spiegelnde Display noch gut ablesen. Die Helligkeit ist dabei ausreichend. Sie wird automatisch den Umgebungsverhältnissen angepasst, kann aber auch manuell geregelt werden. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab, sehr zur Freude des eingebauten 1500 mAh Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger sein Werk als Stromquelle verrichten. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Da das X1 aber über keinen Lagesensor verfügt, dreht sich der Bildschirminhalt - ähnlich wie beim HTC Touch Pro - auch nicht mit.

Inbetriebnahme

Nach Einbau des Akkus und einlegen der SIM-Karte sowie Speicherkarte wird das X1 durch Druck des Ein-/Ausschalters gestartet. Der geneigte Windows Mobile 6.1 User legt nun erst einmal eine kleine Zwangspause ein. Wie sein großer Bruder Windows XP dauert der Bootvorgang etwas länger. Hier unterscheiden sich Symbian und Windows Mobile nicht wirklich. Nach einer kurzen Einführung zur grundlegenden Bedienung des X1 wird man zur Kalibrierung geleitet. Ist diese mittels entsprechenden Berührungen der jeweiligen Ecken des Bildschirms erledigt, erfolgt die softwareseitige Endinstallation aus dem sog. Extended ROM, einem - im Normalfall - nicht beschreibbaren Teil des Hauptspeichers. Dort sind die providerspezifischen Informationen (MMS Einstellungen, Zusatzprogramme) hinterlegt. Ein Schriftzug auf der Vorder- sowie Rückseite verrät die Herkunft.

Homescreen/Panels

Sony Ericsson hat sich für den Einsatz sogenannter Panels entschieden. Diese ersetzen den üblichen Homescreen und haben teils sehr spezifische Einsatzzwecke. So startet das Radio oder der Musicplayer nur über ein entsprechendes Panel. Andere Versionen bietet eine nahezu vollständig individualisierbare Übersicht von Terminen, Aufgaben, Webfeeds, Uhrzeiten und vieles mehr.

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Eine wirklich gute Idee, kann man doch auch nutzlose, dafür aber knuffige Panels wie die 3D-Fische nutzen. Hier wird dann die aktuelle Uhrzeit angezeigt und drei Fische bewegen sich auf Druck über das Display, ein Effekt, denn manche schon vom LG Prada her kennen werden. Mehr als 9 Panels kann das X1 aber nicht gleichzeitig zur Auswahl anzeigen. Über die Webseite von Sony Ericsson kann man schon jetzt kostenlose Zusatzpanel herunter laden, u.a. das wirklich gute und schnelle Spb Shell. In der T-Mobile gebrandeten Version gibt es ein zusätzliches Panel in Magentatönen mit den üblichen Shortcuts zu hauseigenen Angeboten.

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Schnell ist dabei auch das Stichwort. Die Panels reagieren leider oft nicht ganz so zügig auf Eingaben, wie man es von anderen Windows Mobile Geräten her kennt. Oft vergeht eine "gefühlte Ewigkeit", nachdem man den mit "X Panel" beschrifteten Drücker am X1 betätigt hat. Dann aber eröffnet sich einem eine ordentliche Auswahlmöglichkeit was die Darstellung und Übersichtlichkeit betrifft. Die Eingabefelder und Buttons auf den jeweiligen Panels sind überwiegend für die Bedienung mit den Fingern ausgelegt. Kommt man allerdings in die tieferen Ebenen, so erblickt man die "schnöde" Windows Mobile Struktur.

(Wenig) überraschend kann man durch eine kleine Manipulation auch das neue HTC "TouchFLO™ 3D" des kommenden Touch HD nutzen. Leichte Anleihen bei Apple sind dann unübersehbar. Hier kann man sich auf einen Blick alle notwendigen Informationen, wie z. B. Kalendereinträge, Aufgaben, Nachrichten und Aktienkurse präsentieren lassen.

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Theoretisch lässt sich auch die T-Mobile@home Anzeige einblenden. Mittels der Tastenkombination *130*99# soll sie aktivierbar sein. Bereits vorinstallierte Plug-ins erlauben den Zugriff auf nahezu alle Funktionen des Mobiltelefons. Kleine Icons symbolisieren dabei die jeweiligen Anwendungen. Ein Klick auf das Symbol mit dem Männchen startet z. B. eine Übersicht der Kontaktfavoriten, der Druck auf das Notensymbol den Musicplayer.  Wer es dann mal individuell möchte, kann den letzten Punkt des Homescreen personalisieren, denn auch eigene Programme lassen sich von dort starten.

Menü/Funktionen

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Natürlich bietet das X1 als Vertreter der Windows Mobile Liga die üblichen Verdächtigen wie Wecker, Rechner, Aufgaben- und Notizenverwaltung. Selbst eine Sprachaufzeichnung ist vorhanden. Das gute Notizprogramm namens OneNoteMobile ermöglicht Notizen mit Grafiken als auch Audio. Wie andere Microsoft Windows basierte Mobiltelefone auch, kann auch das X1 einen vollwertigen E-Mail Klienten mit Unterstützung für POP und IMAP4 bieten. Senden und Empfangen von E-Mails inklusive Dateianhang ist also kein Problem. E-Mail Push lässt sich mittels eines speziellen Serverdienstes (auf MS Exchange Basis) verwirklichen, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus. Hierzu bieten sowohl Provider, als auch Drittanbieter entsprechende Lösungen an.

PIM/Office

Natürlich sind Windows basierte Mobiltelefone wie der HTC Touch Pro auch mit den passenden Anwendungen aus dem Officebereich (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel und Word Dateien können sowohl angezeigt als auch verändert werden. Powerpointdateien sowie PDF können dagegen nur angezeigt werden. Allzu umfangreiche und aufwendig animierte Präsentationen sollte man allerdings vermeiden. Mobile Word bzw. Excel beherrschen nun auch das Hervorheben, wie beispielsweise durch Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt sind die Funktionen des mobilen Officepaketes (Outlook, Word, Excel und Powerpoint) optisch an Vista angelehnt.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen und nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren und filtern.

Testbericht Samsung Omnia Testbericht Samsung Omnia Testbericht Samsung Omnia
(Bilder vom Omnia)

Bei den Kontaktfeldern sind nahezu alle möglichen Informationsdetails möglich (Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist aber nicht vorgesehen. Per ActiveSync (Windows XP) oder dem Windows Mobile Center (Windows Vista) werden die Daten dann mit einem PC synchronisieren. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das X1 per USB in etwa 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang nur unwesentlich länger.

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Der Kalender bietet eine Jahres-, Wochen-, Monats- sowie Tagesansicht. Anstehende Einträge werden nur durch ein kleines Symbol dargestellt. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen den MDA nicht vor Probleme. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt. Und natürlich kann das Touch Pro auch Aufgaben verwalten, auch hier sind pro Aufgabe Notizen möglich. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Auch die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen in einer SMS werden angezeigt, die Vielschreiber unter uns können auch mehrere davon verketten. Aber auch hier ist Vorsicht angesagt, denn ab Werk steht der SMS-Versand auf Unicode. Damit werden deutlich mehr Zeichen verbraten als unbedingt notwendig. So kann eine SMS aus - für den Nutzer nicht nachvollziehbaren Gründen - schon mal in zweigeteilt werden.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist auch beim X1 serienmäßig eher ein wenig unterbesetzt. Neben „Bubble Breaker“ und dem vom Windows bekannten Kartenspiel Solitär gibt es noch Astraware Soduko und Bejeweled 2 zur Anregung der grauen Gehirnzellen.

Auf dem freien Markt gibt es eine riesige Menge an Spielen und Programmen, sowohl im Free- und Shareware, als auch im Vollpreissektor. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. Als Ablenkung vom Ernst des Lebens würde ich die kostenpflichtigen Spiele Warfare (eine Art Command & Conquer), Age of Empires Gold für Fans von Strategiespielen sowie HighSeas (im Stil vom Pirates) empfehlen. Schnelle Actionspiele lassen sich mangels eingebauten Joystick nicht wirklich komfortabel steuern.

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Navigation/GPS

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Während z. B. beim Touch Diamond noch TomTom7 zum Lieferumfang gehört, vertraut Sony Ericsson hier auf das kostenlose Wayfinder, welches man entweder über einen speziellen Link herunter laden kann oder einfacher über die mitgelieferte CD als 3-monats Testversion installiert. Über den ebenfalls auf der CD mitgelieferten Maploader wird das Kartenmaterial vom PC auf das X1 laden. Ist kein passendes Kartenmaterial vorhanden, so lädt sich Wayfinder die notwendigen Daten automatisch über das Mobilfunknetz runter. Wohl dem, der eine Datenflatrate hat. Wer Wayfinder nach den drei Monaten weiter nutzen möchte, wird in Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) mit 6,99 € je Monat zur kasse gebeten. Die 3-Monatslizenz kostet 39 € , wer sich gleich auf 3 Jahre binden will, zahl dafür nur noch 49 €. Wer es lieber europäisch liebt (oder braucht), den bietet Wayfinder zur Zahlung von schlanken 8,99 € je Monat. Alternativ 69€ für 3 Monate oder eben 79 € für 3 Jahre.

Als reine Orientierungshilfe hingegen dient der vorinstallierte Klient für Google Maps. Das Xperia X1 ermitels durch die zuschaltbare A-GPS-Unterstützung (Quick-GPS) in der Regel nach 20 Sekunden den eigenen Standort an. Der Empfang ist dabei stabil und ohne Aussetzer.

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Das wie bereits erwähnt nicht im Lieferumfang enthaltene TomTom7 (in der Version für den HTC Diamond) funktioniert aber auch auf dem X1 einwandfrei und ermöglicht eine sorgenlose und komfortable Onboard-Navigation.

Music/Video

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Der Sony eigene Musicplayer, der über ein passendes Panel angesteuert wird, klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset schon ziemlich gut. Besser als es HTC bisher bei seinem Modellen hinbekommen hat. Das mitgelieferte in-ear Headset (gehört auch zum Lieferumfang einiger Modelle der W-Serie) bietet allerdings eine allzu starke Bass- und Mittenbetonung und macht auf die Dauer keinen Spaß. Über den mitgelieferten Adapter mit 3.5 mm Klinkenstecker samt Mikrofon kann man aber auf Wunsch auch höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich einsetzen. Dabei wird die Klangqualität deutlich angehoben und kann so durchaus mit MP3-Playern der 100 €-Klasse mithalten.

Um die Soundqualität des X1 besser testen zu können, habe ich den iGrado von Grado eingesetzt, einen Koss Porta Pro, Sennheiser CX300 sowie Creative Labs EP 630. Der iGrado fordert ein hohes Eingangssignal, die maximale Lautstärke des X1 reicht dabei kaum aus, um die Wandler in Schwingungen zu versetzen. Der Koss Porta Pro spielt mit dem X1 hingegen gut zusammen. Der Sennheiser CX300 leistet sich einen kleinen Abfall im Bassbereich, während der Creative Labs EP 630 zusammen mit dem X1 zu überzeugen weiss. Amtliche Bässe, luftige Höhen und stimmige Mitten. Für einen Kopfhörer, der aktuell bei Amazon nur 18 € kostet ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und ein mehr als sinnvoller Ersatz für die mitgelieferten Sonys. Da kommt Freude dann auf.

Grundsätzlich unterstützt das X1 auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. AVRCP wird beim Musicplayer des Panels aber nicht unterstützt. Dies klappt nur beim ebenfalls eingebauten Window Mobile Player. Einen Equalizer oder sonstige Soundpresets sucht man beim X! hingegen vergebens. Anpassungen des Klangs auf den individuellen Hörgeschmack sind nicht vorgesehen.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Der Song von Mos Def hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Seine Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Künstlern oder Alben). Mittels Wiedergabelisten (zuletzt gespielt, Genres, alle Titel, Zufällig) kann man das X1 zum Hosentaschenwurlitzer umfunktionieren.

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Windows Mobile ermöglicht selbstverständlich multitasking. So kann man seine Songs im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben mit dem HTC Touch Pro erledigen. Wechselt man allerdinghs in ein anderes Panel, so wird die Soundausgabe unterbrochen und erst nach Neustart des Musicplayers fortgesetzt! Wer es abwechslungsreich mag, kann seine Songs auch in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich. Das X1 taugt sogar als Hörbuchplayer, abgebrochene Stücke werden nämlich auf Wunsch an gleicher Stelle fortgesetzt.

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Das integrierte Radio speichert mehrere Radiosender, sieht aber immer noch etwas "halbfertig" aus. Zumindest kann man es auch im Hintergrund betreiben. Hier ist der Klang weniger überzeugend und zudem etwas leise.

Der Windows Media Player dürfte PC-Nutzern nicht unbekannt sein. So kann man den Funktionsumfang getrost als "guten Standard" bezeichnen. Dabei werden die abgespeicherten Videos auch im Vollbildmodus wiedergegeben. Primär spielt er allerdings nur Videos im WMV Format ab. Drittanbietersoftware, wie der Coreplayer oder Smartmovie ermöglichen dann auch die Nutzung von DivX (AVI) Dateien. Der Videoplayer

Klang

Obwohl das X1 nur über einen Lautsprecher an der linken Seite verfügt, der auch noch oft zugehalten wird, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers und Radios ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind ebenfalls kein Problem, selbst bei höchster Lautstärke scheppert der integrierte Lautsprecher nicht. Die Akustik zwischen Gesprächspartner ist leicht dumpf aber deutlich. Die vorinstallierten Klingeltöne sind langweilig. Auch in etwas lauten Umgebungen ist noch eine problemlose Kommunikation möglich.

Connectivity

Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um ein Windows 6.1 Mobiltelefon, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) einwandfrei. Ebenfalls wenig überraschend dauert dies bei einer Vielzahl an Kontakten auch sehr lang. Die knapp 1.000 Testkontakte synchronisierte das X1 per USB in knapp 2 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang nur unwesentlich länger. Der Datenabgleich mit einem Microsoft Exchange-Server klappt zuverlässig und dank HSDPA auch zügig.

Das X1 unterstützt das Headset Profile, HFP (Hands-Free), GAP (Generic Access), DUN (Dial-Up Networking), SPP (Serial Port), GOEP (Generic Access Exchange), OPP (Object Push). SAP (SIM Access Profile) bzw. rSAP wird aktuelle nicht unterstützt. Auf einem geeigneten Bluetoothheadset (z. B. dem Motorola S9) steht durch A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts im Wege (sofern amn den Windows Media Player nutzt). Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut bis sehr gut. Hier braucht sich das XPERIA X1 nicht hinter anderen PDA-Smartphones zu verstecken. Stichwort Empfang, die Empfangsqualität- und empfindlichkeit des integrierten WLAN-Empfängers ist selbst in meinem Altbau noch sehr gut.

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Das X1 verfügt über zwei vollwertige Webbrowser. Neben dem Internet Explorer Mobile kommt noch der Opera Mobile Browser in der Version 9.5 zum Einsatz. Dank HSDPA (sofern vom Netzanbieter angeboten) kann man auch in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben. Der Browser bietet verschiedene Zoomstufen (die sich auch mit den rechtsseitigen Lautstärketasten einstellen lassen) sowie eine Übersichtskarte der besuchten Webseite. Ein CommCenter bietet dabei Zugriff auf alle möglichen Verbindungsarten.

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Videos der bekannten Platform "YouTube" spielt das X1 aber ab Werk nicht ab. Hierzu muss man einen speziellen FlashLite 3.1 Klienten installieren. Die entsprechende CAB-Datei finden man bei den XDA-Developers. Das X1 fungiert auf Wunsch als Wechselspeicher, den entsprechenden Eintrag bietet er beim Anschluss an den PC direkt an. Dateien werden per USB sehr schnell übertragen. Natürlich kann man auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen.

Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. E-Mails werden unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich automatisch abgeholt. Push-E-Mail wird ebenfalls unterstützt. Der SAR-Wert ("Spezifische Absorptionsrate") beträgt 0,95 W/kg und ist damit zwar sehr hoch, unterschreitet aber den von der Europäischen Union festgelegte Grenzwert für Handys von 2 Watt pro Kilogramm (2 W/kg) deutlich. Der SAR-Wert gibt dabei an, wie viel Sendeleistung der Körper in Watt pro Kilogramm beim mobilen Telefonieren aufnimmt.

Kamera/Video

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Auch wenn Sony oft mit der Cybershot Funktionalität wirbt, beim X1 wurden die bisherigen Qualitäten offensichtlich vergessen. Liegt das vielleicht an der Tatsache, dass es überwiegend von HTC gefertigt wurde? Hohe Erwartungen an die Qualität der Bilder der X1-Kamera sollte man nicht haben. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linse des Mobiltelefons nur ein paar Millimeter groß ist, ist dies allerdings auch kein Wunder. Sony Ericsson hat beim X1 jedenfalls kein namhaftes Objektiv verbaut, eine LED zur Beleuchtung nahestehender Objekte wurde aber nicht vergessen. Das XPERIA nutzt dabei - wie nahezu alle PDA-Smartphones - das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus (480 x 800 Pixel) gehalten. Mit der Besonderheit, dass man durch Berührung des Touchscreens den Punkt auswählt, der scharf gestellt werden soll (selektiver Fokus). So lassen sich neben nahegelegene Motiven auch nur bestimmte Bereiche eines Bildes scharf stellen, während der Rest dann sanft ausgeblendet wird. Die Kameraoptionen beinhalten verschiedene nützliche Einstellungen.

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Die Bildauflösung kann zwischen QVGA und 3 Megapixel variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich zwischen Economy, Normal und Fein regeln. Der Start der Kamera nimmt drei Sekunden in Anspruch, für einen echten Schnappschuss könnte das schon ein wenig zu lang sein. Der Autofokus reagiert dabei relativ zügig (knapp zwei Sekunden bis zur finalen Speicherung). Eine dedizierte Kamerataste ist erfreulicherweise vorhanden und sorgt durch leichten Druck sogar für das vorherige Scharfstellen des Objektes. Unterschiedlichen Weißabgleiche (Auto, Glühbirne, Neonlicht, Sonnig, Bewölkt) sowie Effekte (Negativ, Solarisation, Sepia, Schwarzweiß) nehmen auf Wunsch Einfluss auf die Qualität sowie das Aussehen der Bilder. Insgesamt ist die Qualität der Bilder bei guter Beleuchtung ordentlich. Bei ungünstiger Beleuchtung tendiert sie allerdings zu einem Rotstich und in dunkleren Bereichen schnell zur Artefaktbildung. Ein Tribut an das kleine Objektiv. Die Qualität der Bilder ist keinesfalls mit besseren Kameras aus dem 3-Megapixelsegment vergleichbar. Da hat Sony Ericsson deutlich bessere Modelle in petto. Als kleiner Tipp, allzu rotstichige Bilder vermeidet man durch die Option "Neonlicht" im Weißabgleich. Die eingebaute LED taugt zur Belichtung von Bildern bis zu einem Abstand von etwa 1 Meter.

 

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Videos nimmt das X1 mit 15 Bildern pro Sekunde bei 640 x 480 Pixel auf. Dabei verbrät 1 Minute Video im 3GP Kontainer kostbare 4.5 MB! Wohl dem, der eine Speicherkarte eingelegt hat.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1500 mAh Akku wirft bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, kein Pushservice, 60 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos und Videos) erst nach etwa 3-4 Tagen das Handtuch und hält somit länger als sein schwächerer Bruder im Touch Pro. Nach knapp vier Stunden Dauertelefonat im UMTS-Netz gehen bei ihm dann aber endgültig die Lichter aus. Intensivnutzer mit aktiviertem E-Mail-Push und Telefonitis werden ihren Touch Pro trotzdem jeden Tag laden müssen. Im normalen Stand-by (GSM) Modus und ohne daran rumzuspielen kommt man auf eine praxisferne - Laufzeit von etwa 10 Tagen. Bei dauerhafter Nutzung von A2DP ist bereits nach knapp 5 Stunden Schluss mit Lustig, wobei dies auf dem X1 keinen Spaß macht, der Musicplayer im Panel unterstützt nämlich kein AVRCP, die Titelauswahl geht also nur über das Display. Auch das X1 wird - wie das HTC Touch Pro und alle seine Brüder - im täglichen Einsatz warm. Gerade an heißeren Tagen keine schöne Sache. Die Tatsache, dass Akkudeckel und Teile des Gerätes aus Metall gefertigt wurden, lindert diesen Umstand aber ein wenig.

Fazit

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Die Telefonfunktion des X1 ist nicht ohne Fehl und Tadel, denn der Gesprächspartner klingt ziemlich dumpf. dafür geht die Empfangsleistung voll in Ordnung. Der PDA-Teil des ´X1 kann hingegen überzeugen. Die Bedienung über die Mischung aus Panels und normaler Windowsumgebung ist allerdings immer suboptimal. Zumal die Panels von Sony Ericsson eher gemächlicher reagieren, ich empfehle da aktuell die Nutzung des kostenlosen Panels der SpbShell. Hier wird ein Firmwareupdate aber sicher Abhilfe bringen, den auch das Touch Flo 3D des Touch Pro war anfangs ziemlich lahm. Für kurzweilige Unterhaltung sorgt der durchdachte, wie auch klanglich überzeugende Musicplayer (Panelversion) sowie das leicht empfangsschwache FM-Radio. Das 3" Display ist mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel eine echte Wucht. Für den Einstieg in die Windows Mobile Welt hat Sony Ericsson (in Zusammenarbeit mit HTC) wirklich ordentliches geleistet. Im Vergleich zum ebenfalls guten Touch Pro überwiegen beim X1 die Pluspunkte im Bereich Tastatur, Multimedia und Akkuleistung. Preislich muss der Käufer ohne Vertrag üppige 620 € einplanen. Also ähnlich viel, wie bei der Konkurrenz von HTC.

Für seinen Leistungsumfang ist der Preis durchaus angemessen. Das Design und die vermittelte Wertigkeit können überzeugen. Eine neue Firmware könnte noch ein Quäntchen mehr Esprit vertragen. Bis zum erscheinen des HTC Touch HD bekommt das X1 von mir die "Windows Mobile 6.1 Krone". Fazit: Empfehlenswert mit kleinen Einschränkungen.





  

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