Sony Ericsson W980
Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 09.09.2008, 14:09 Punkte    (7 von 10) Hits: 14897 Sprache: german
Testbericht Sony Ericsson W980 von www.mobile-reviews.de
Revision 1.0 vom 09.09.2008
„Music for the Masses“ ist nicht nur ein Albumtitel einer bekannten Elektro-Kombo, sondern auch das Motto des neuen Sony Ericsson W980. Auch wenn das Joint Venture zwischen der Sony Corporation und Ericsson zu bröckeln scheint, an Modellen der Walkman®-Serie kann man erkennen, dass es noch hervorragend funktioniert. Klanglich stellt das W980 alle bisherigen Mobiltelefone in den Schatten. Dass Design des Gerätes ist aber wohl eher gewöhnungsbedürftig, denn optisch macht es eher den Eindruck, aus den siebziger Jahren zu stammen. Technisch bieten die Schweden mit dem W980 eine 3,2 Megapixel-Kamera ohne Autofokus und Blitzlicht. Der 2-fache Digitalzoom holt Bilder auf Kosten der Bildqualität näher ran. Kommunikationsseitig stellt das W980 dem Weltenbummler Quadband-GSM samt Unterstützung für EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access in der Phase III ermöglicht eine theoretische Downloadrate von bis zu 7,2 Mbps) zur Seite. Optisch setzt es sich mit einem 2.2 Zoll großen QVGA-Display und 262.144 Farben in Szene. Wie sich der schwarze Klapper im täglichen Einsatz bewährt, soll Ihnen mein kleiner Testbericht zeigen.
Design/Verarbeitung/Haptik
(Mehr Bilder)

(c) Sony Ericsson
Die mir vorliegende Farbkombination nennt sich "Piano Black". Das W980 ist aber auch in den Farben "Opera Brown" und "Violin Red" verfügbar. “Back to the roots”. Unter diesem Motto scheint das Design des W980 zu stehen. Das Klapphandy mit seinen Abmessungen von 92 x 46 x 17 mm wurde komplett in schwarzen hochglänzenden Kunststoff eingekleidet. Klein ist sicher etwas anderes. Mit seinem Gewicht von 100 g liegt es dennoch gut in der Hand und kann schon zu den leichteren Vertretern seiner Gattung gezählt werden. Im ausgeklappten Zustand liegt das W980 recht ausgewogen und ausbalanciert in der Hand. Auf den ersten Blick macht das neue Sony Ericsson optisch eher den Eindruck es stamme aus den Anfängen der Mobiltelefone. Die Oberseite des Gerätes ist verspiegelt und lässt keine Rückschlüsse auf die weiteren Eigenschaften zu. Ein leichter Druck auf die drei ineinander verschachtelten Kreise, lässt dann aber keinen Zweifel darüber, dass es sich um ein aktuelles Mobiltelefon aus dem Jahr 2008 handelt. Diese drei Kreise beherbergen nämlich sieben berührungsempfindliche Steuerungstasten. So kann man auch im zugeklappten Zustand bequem den Musicplayer und das Radio des W980 bedienen.

Die linke Seite des Gerätes wird vom Anschluss für das Lade-/Datenkabel bzw. der Headsetbuchse (Fast-Port) dominiert. Auf der rechten Seite befinden sich der Laut-/Leiseregler sowie ein Schieber um die Sensortasten auf dem Außendisplay vor unbeabsichtigter Bedienung zu sperren. Mittig ins W980 eingelassen ist noch ein kleiner Drücker um den Musicplayer sowie das Radio im Außendisplay starten zu können. Die beiden Stereo-Lautsprecher befinden sich links und rechts außen.

Klappt man das schwarze Schmuckstück einmal auf, so kommt eine leicht "retro" wirkende Zifferntastatur zum Vorschein. Die Tasten sind nämlich kreisrund und wie bei einer Porsche-Armatur chromfarben umringt. Im zentralen Steuerelement des W980 spiegelt sich das Design der Außenseite wieder. Wurden doch alle wichtigen Funktionstasten ebenfalls in drei Kreise untergebracht worden. Links oberhalb der Zifferntaste "1" befindet sich die Walkman®-Taste. Rechts oberhalb der Zifferntaste "3" der Ein/Ausschalter. In die drei Kreise wurden das Steuerkreuz, die beiden Gesprächstasten, zwei Softkeys sowie eine spezielle Taste für das Activity Menü und eine Löschtaste eingearbeitet. Die Activity-Taste fasst die Features der bisher genutzten Mehr-Taste zusammen. Hier sind direkte Verknüpfungen zu gängigen Anwendungen, wie Bluetooth, Kalender, Kamera und mehr möglich. Auch die entgangenen Anrufe lassen sich abfragen. Das "Activity-Menü" kann durch einfachen Druck der Taste aus jedem Menüpunkt heraus direkt angesprochen werden. Nähere Details zu den Tastenfunktionen entnehmen Sie bitte dieser Zeichnung:

(c) Sony Ericsson (Bedienungsanleitung)
Die Tasten sind ausreichend gross und stehen angenehm weit auseinander. Zur Befehlsumsetzung nutzen die Tasten einen angenehm kurzen Tastenhub. Akustisch vernimmt man einen knackigen Druckpunkt. Eine Fehlbedienung ist nahezu ausgeschlossen, dies ermöglicht aber keinen Blindflug über die Tastatur. Sämtliche Drücker sind dabei bündig in das Gehäuse eingelassen. Dabei fühlt sich das Tastenfeld wertig an. Alle Tasten sind im Normalmodus relativ gleichmäßig weiß beleuchtet. Im Walkman®-Modus sind die drei Kreise des Steuerkreuzes zur besseren Orientierung orangefarben hinterlegt. Die Verarbeitungsqualität des Gerätes hinterlässt hingegen einen eher durchwachsenen Eindruck. Der Akkudeckel liegt bei meinem Testgerät mehr lose auf, als dass er vernünftig schließen würde. So fällt er dauernd ab. Über die restliche Verarbeitung kann man nicht meckern. Das Displayscharnier ist sehr stabil, der Klappendeckel mit dem Display ist Verwindungen gegenüber absolut unempfindlich. Das kann man von der hochglanzpolierten Außenseite sowie der Abdeckung des Innendisplay leider nicht sagen. Beide sind Kratzer- und Fettmagnete erster Güte! Ein Hoch auf die Microfasertücher. Sony Ericsson hätte gut daran getan, dem W980 eines beizulegen.
Größenvergleich W980 (W980 - Nokia N76 - LG P7200)

Technik
Technisch bietet das Sony Ericsson W980 mit seiner 3,2 Megapixel-Kamera ohne Blitzlicht oder Autofokus, einem guten Musicplayer samt UKW-Radio mit RDS gute "Hausmannskost". Damit die Bilder und Multimediadateien auch ausreichend Platz finden, spendet Sony Ericsson dem W980 8 Gigabyte internen Speicher. Dieser lässt sich dann nicht mehr durch Speicherkarten erweitern. Kontakt zur Außenwelt nimmt das Quadband Gerät über GPRS/UMTS mit HSDPA und Bluetooth auf. WLAN oder GPS sucht man beim W980 vergebens.
Lieferumfang
In der schlicht schwarzen Verpackung mit augedruckten Walkman®tasten liefert Sony Ericsson:
- Sony Ericsson W980 (Piano Black)
- 930 mAh Li-Polymer Akku
- Standard Ladegerät
- USB-Datenkabel
- Portable Stereo-Freisprecheinrichtung HPM-77
- PC-Synchronisierungsprogramm
- Bedienungs- und Kurzanleitungen
Display
Das Innendisplay mit 2,2-Zoll-Aktivmatrix kann 262.144 Farben darstellen und verfügt über eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Die Darstellung der Icons ist scharf und farbenfroh.
Zur Individualisierung sind gleich mehrere, teils animierte Themen vorinstalliert. Sämtliche Icons und Schriftarten lassen sich sehr gut ablesen. Das Display selber ist hierbei sehr hell transreflektiv beleuchtet. Das Außendisplay ist ebenfalls gut ablesbar und nutzt eine quadratische Displayfläche von 27 x 27 mm. Es zeigt alle wichtigen Informationen wie Empfangsstärke, Akku-Kapazität und die Uhrzeit an. Auch über entgangene Anrufe lässt es nicht im unklaren. Mit Hilfe des seitlich angebrachten Tastensperre kann man es vor einer unbeabsichtiger Bedienung schützen. Das Aufleuchten des Displays bei Berührung lässt sich hingegen nicht verhindern. So kann es munter am Akku knabbern.
Menü/Funktionen/Spiele
Klappt man das W980 auf, so kommt das Sony Ericsson-Menü mit seinen 12 Menüpunkte (4 x 3 Icons) zum Vorschein, vorausgesetzt, man wählt vorher die Option "Menü". Dann wird es in einer hübschen Animation aufgezoomt. Die Icons sind sehr groß und selbsterklärend. Durch simples anklicken wählt man dann eine Funktion aus. Das Menü ist sehr schnell, Verzögerungen bei der Kommandoausführung sind dem W980 fremd. Eine Vielzahl vorinstallierter Programme dienen der Erbauung. Darunter ist z. B. auch der Schrittzähler namens "Walk Mate". Aktivität steht beim W980 im Vordergrund. Hinzu kommt noch ein Wetter Programm, ein Umrechner und eine Weltzeituhr. Die mitgelieferten Spiele (z. B. Arcade Top Games, Lumines Block, Millionaer 3 Edition, Need for Speed, Sudoku und Tetris) sind recht abwechslungsreich und machen sogar Gebrauch vom Bewegungssensor.
PIM/Office


Das W980 kann 1000 Kontakte speichern. Neben den normalen Informationen, wie Vorname, Nachnamen, Telefon gibt es noch eine Vielzahl anderer Felder, die mit sinnvollen oder weniger sinnvollen Daten gefüllt werden können. Natürlich sind auch mehrere Telefonnummern, auch Handynummern zu einem Kontakt möglich. Zur reinen Erinnerung kann auch der Geburtstag eingetragen werden. Kontakte können nach Vor- oder Nachnamen sortieren werden, eine intelligente Suchfunktion unterstützt den Suchenden dabei im Standbymodus durch die automatische Vervollständigung von Namens- oder Rufnummerfragmenten.
Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sowie der Terminverwaltung sind recht umfangreich. Anstehende Termine werden auf Wunsch per Alarm, entweder zum angegebenen Zeitpunkt oder einen bestimmten Zeitraum vorher akustisch und optisch signalisiert. Wiederkehrende Termine mit unterschiedlicher Wiederholungsfrequenz sind ebenso möglich. Das aktuelle Tagesgeschehen ist im Kalender allerdings nicht auf einen Blick sichtbar, wird aber auf Wunsch in unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten, z. B. in einer Monats-, Wochen und Tagesansicht dargestellt. In der Wochenansicht kennzeichnen Balken die Start- und Endzeit der einzelnen Termine. Eine Suchfunktion im Kalender ermöglicht die Suche nach kompletten Einträgen, oder Teilen davon.
MP3/Video
Herzstück des Sony Ericsson W980 ist sein Musicplayer aus der Walkman®-Reihe. Auf Wunsch sortiert er die Musikstücke nach Interpret, Album, Titel, Playlist, Genre oder Jahr und kann sogar Podcasts und Hörbücher wiedergeben. Eine "SensMe™" getaufte Funktion sortiert Ihre Musiksammlung auf Wunsch sogar nach der aktuellen Stimmungslage. Dabei werden die Songs in einem zweidimensionalen Koordinatensystem in Form einer Sternenkarte dargestellt.

Die Benutzeroberfläche ist angenehm schnörkellos und erfüllt ihren Zweck gut. Albengrafiken, die man vorher in MP3 integriert hat werden auch vom Musicplayer des W980 angezeigt. Den aktuell im Hintergrund spielenden Song stellt er sowohl auf dem Außen-, wie auch auf dem Innendisplay dar. Leider verhindert der proprietäre Kopfhörerausgang zunächst den direkten Anschluss eigener Kopfhörer. Erfreulicherweise liefert Sony Ericsson aber eine passende Kabelfernbedienung samt Adapter mit. Das mitgelieferte In-Ear Stereo-Headset kann aber sofort überzeugen, sofern man Kopfhörer mag, die tief in den Gehörgang eindringen. Für die unterschiedlichen ergonomischen Aspekte hat Sony Ericsson vorgesorgt und legt gleich drei unterschiedliche Ohrstöpsel mit dabei. Denn nur der optimale Sitz gewährleistet eine hammerharte Basswiedergabe. Die "Clear Bass" genannte Funktion des Equalizers bringt die Zahnfüllungen zum Schwingen und lässt sich in drei Stufen variieren. Neben der manuellen Klanganpassung bietet das W980 noch Sundpresets, wie "Höhen", "Heavy", "Pop", "Jazz", "Normal", "Spezial", "Soul", "Easy" und "Bass". Da sollte doch für jeden Hörgeschmack etwas dabei sein.
Klangtechnisch ist das W980 das aktuell beste Exemplar seiner Gattung. Kein iPhone oder Music Express Modell von Nokia kann diesem Player das Wasser reichen. Leichte Schwächen verbucht das W980 in der Wiedergabe der Höhen. Das mitgeliefert Headset beschneidet die "Räumlichkeit" des Klangs. Dieses Manko kann man aber softwareseitig durch das Aktivieren der Stereo-Simulation ausgleichen. Wer mag, kann die Songs auch visuelle aufpeppen. Hierzu lassen sich neben den Cover Arts auch verschiedene Visualisierungen bis hin zu einer "Lichtorgel" hinzuschalten. Dabei lässt eine LED die transparente Unterseite im Takt der Musik leuchten.

Eine ebenso witzige, wie auf die Dauer nervige Option. Sobald sich das Außendisplay abschaltet, ist es aber Schluss mit "Blink Blink".
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(durch Anklicken starten Sie die Animation) |
Verschiedene Musikanwendungen, wie Stimmgabel und Beatmaschine sollen die Kreativität des W980 Nutzers fördern. Nicht nur konsumieren, auch produzieren ist das Motto. Stichwort produzieren, man kann den Musicplayer des W980 auch durch Schüttelbewegungen steuern. Der eingebaute Bewegungssensor und die abschaltbare "Shake Control" macht es möglich. Bewegungen nach rechts oder links ermöglichen die Songsteuerung, leichte Bewegungen nach oben oder unten steuern die Lautstärke.
Selbstverständlich bietet das W980 auch die Möglichkeit, die Musik über A2DP - einem Bluetooth® Stereo-Audio-Streaming - auf entsprechende Bluetooth® Stereo Headsets und Bluetooth® Musik Lautsprecher ausgeben zu können. So kommt man z. B. mit dem Motorola S9 in den vollen Genuss seiner Lieblingsmusik. Die Bässe klingen dann zwar nicht mehr ganz so druckvoll, die Höhen kommen dafür aber klarer rüber.
Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben aktuellen Aufnahmen aus dem Trancesektor (z.B. Armin van Burens wöchentliche Show "State of Trance") zum Test genutzt. Der Song von Mos Def wurde mit einen extremem Bass abgemischt und ist daher gerade für einen Test der Basswiedergabe gut geeignet. Als Testheadsets kamen das mitgelieferte In-Ear Modell, die Shure SE 210 und der iGrado von Grado zum Einsatz.
Sarah Brightman
(Symphony) |
Assemblage23
(Storm) |
OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I) |
The Corrs
(Talk on Corners) |
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Eine nicht ganz neue, dafür aber recht nützliche Funktion ermöglicht der eingebaute FM-Transmitter. Will man die Musikwiedergabe des W980 auch im Auto bzw. auf der heimischen Stereoanlage genießen, so stellt man auf seinem Autoradio (oder daheim) einfach eine möglichst freie Radiofrequenz zwischen 88,2 und 107.8 MHz ein, schon klingt das W980 aus den heimischen Boxen.

Ein leichtes Grundrauschen sowie dumpfer Gesamtklang bleibt dabei allerdings nicht aus. Je stärker ein Radiosender auf der gewählten Frequenz aktiv ist, desto schlechter ist das Übertragungssignal des FM-Transmitters. Songdetails (z. B. Titel und Bandname) werden dann ebenfalls mit übertragen.
Radio
Das W980 verfügt über ein echtes UKW-Radio mit 20 Senderspeichern. Alle Sendernamen werden durch das integrierte RDS direkt im Display angezeigt. Um dem Radio allerdings ein Lebenszeichen zu entlocken, ist zwingend der Anschluss des mitgelieferten Headsets notwendig, selbst wenn man den Sound per A2DP genießen will. Natürlich sind sowohl der Musicplayer, als auch das eingebaute Radio multitaskingfähig. Sollte einem unterwegs ein bestimmtes Stück im Radio nicht mehr aus dem Ohr gehen, so kann man sich dank der Funktion "TrackID" Informationen zum Song, Interpreten und Album direkt an sein Handy senden lassen. Hierzu nimmt man einfach einige Sekunden des Lieds auf. Diese werden dann per Datendienst versandt. Der Dienst selber ist kostenlos.
Klang im Gespräch
Die Sprachwiedergabe weist ein minimales Rauschen auf, der Gesprächspartner klingt etwas dumpf und bei höherer Lautstärke dröhnt der Ohrhörer etwas.. In lauteren Umgebungen, wie Kinderspielplätzen, Bahnhöfen und Co. reicht die maximale Lautstärke durchaus noch aus. Auch auf Baustellen oder in Discotheken kann man sich noch problemlos verständigen.
Connectivity
Empfangsseitig leistet sich das Quadband-Mobiltelefon mit UMTS Unterstützung keine Schwächen. Das W980 hat gute bis Empfangs- und Sendeleistungen im GSM D1/O² Netz. Im UMTS Modus leistet es sich geringe Schwächen in der Gesprächsqualität. Für den Datentransfer verbindet man das W980 über das mitgelieferte Datenkabel mit der USB 2.0-Schnittstelle. Dabei wird das W980 direkt als Wechseldatenträger angesprochen. Zum reinen Datenaustausch braucht man also nicht zwingend die PC Suite. Während dieser Zeit ist das W980 allerdings offline und somit nicht erreichbar. Die Verbindung mit dem Windows Media Player erfolgt über das Media Transfer Protokoll. So kann man Medien wiedergeben bzw. mit dem W980i synchronisieren.

Der eingebaute Access Netfront HTML Browser (Version 3.4) kann nicht mit aktuellen Vertretern, wie dem Opera Mobile 9.5 oder iPhones Safari mithalten. Ein Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50% - 200% Zoomfaktor) unterstützen den Surfer, trotzdem muss man aufgrund des kleinen Display oft scrollen, etwas Erleichterung verschafft man sich durch den Quermodus.
Über das Smart-Fit Feature lassen sich Webseiten in einer Spalte darstellen so spart man sich zumindest das horizontale Scrollen, auf Kosten des Designs. Über die "Schwenk+Zoom" genannte Funktion hat man die Möglichkeit, per Steuerkreuz durch die Webseite zu scrollen und dann in den gewünschten Ausschnitt hineinzuzoomen. Die aktuelle Seite kann dann nach Feeds durchsucht und einer Liste hinzugefügt werden. Bietet eine Webseite einen RSS Feed an, so wird dies durch ein kleines RSS Symbol am rechten unteren Bildrand signalisiert.
Der Feedreader kann die abonnierten Feeds dann manuell oder automatisch aktualisieren. . Neu hierbei ist die Anzeige der jeweiligen Schlagzeilen / Übersichten im Standby.

Komfortable surfen sieht anders aus. Die reine Surfgeschwindigkeit kann aufgrund von HSDPA dabei allerdings durchaus gefallen. Bluetooth Funkverbindungen werden in der Spezifikation 2.0 unterstützt, auch A2DP und AVCRP ist kein Problem.

Die Ortsbezogenen Dienste, wie Google Maps lassen sich am besten über einen externen GPS-Empfänger nutzen. Ohne GPS ist die Positionsbestimmung auf die sogenannte Cell-Tower-Triangulation angewiesen. Hierbei werden Daten der nächsten Funkmasten zugrunde gelegt
Kamera/Video
Die 3.2 Megapixel Hauptkamera ohne Autofocus und LED-Licht befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses und macht Bilder mit einer maximalen Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Wer mag, kann die Auflösung zudem auf 1632 x 1224 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP) oder 640 x 480 Pixel (VGA) runter schrauben.
Dank der 8 GB Speicher finden theoretisch mehrere tausend Bilder den Weg ins W980. Warum theoretisch? Nun, die Fotoqualität reicht im täglichen Einsatz leider nicht an die Qualität anderer 3 Megapixler heran, ganz zu schweigen von der Cybershot-Serie aus eigenem Hause. Der ein oder andere qualitativ einfache Schnappschuss ist aber dennoch möglich. Wenn, ja wenn die Kameralinse sich nicht auf Höhe des Zeigefingers befinden würde. Bei meinen Tests ist es mir oft passiert, dass das Bild von meinem Zeigefinger verdeckt wurde. Kleiner Tipp, legen Sie den Zeigefinger in Höhe des Sony Ericsson Logo auf, dann kann Ihnen sowas nicht passieren. Rein ergonomisch wäre es sinnvoller gewesen, die Kamera auf den Frontdeckel zu verbannen.
Die Bilder sind bei schlechten Lichtverhältnissen verrauscht und unscharf. Schlechte Software? Nein, das Objektiv ist handytypisch ziemlich klein und kann daher zu wenig Licht aufnehmen. Bei guten Lichtverhältnisse sieht das Bild schon etwas versöhnlicher aus. Ein Ausdruck auf Fotopapier ist zwar möglich, ich würde das W980 aber nicht als Kameraersatz nutzen. Zu groß ist dann die Enttäuschung.
Unzählige Optionen und Aufnahmemodi lassen beim Hobbyfotografen keine Langeweile aufkommen, auch wenn sie kaum Einfluss auf die Bildqualität nehmen. Das Display des W980 dient dabei als Suchermodus. Die Menüführung entspricht der bisherigen Lösung bei Sony Ericsson. Per Steuerkreuz wählt man die seitlich eingeblendeten Einstellungsmöglichkeiten an und durch Druck auf die zentrale Menütaste aus. Der digitale Zoom ist hingegen nutzlos, da er auf Kosten der Bildqualität umgesetzt wird. An Aufnahmemodi bietet die Kamera des W980 "Normal", "Panorama", "Rahmen" oder einen Bildfolgemodus. Ein Nachtmodus soll Aufnahmen im Dunkeln ermöglichen. Mangels LED gelingen diese aber nicht. Unterschiedliche Effekte (Schwarzweiß, Sepia, Negativ) sowie ein Selbstauslöser und Weißabgleiche (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Neonlicht, Glühlampe) komplettieren die Möglichkeiten.
Über einen Shortcut per Zifferntaste "0" kann man die verschiedenen Möglichkeiten anzeigen und aufrufen. Interessant ist noch die Möglichkeit, über ein externen GPS-Empfänger seine Bilder mit. Die Kamera kann Videos mit maximal 320 x 240 Pixwelin mittlerer Qualität aufnehmen. Eine winzige LED unterhalb der Kameralinse signalisiert die laufende Aufnahme. Auch hier assistieren die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.
Sollten die Bilder wieder einmal mehr Grund zum Weinen, als zur Freude geben, so kann man vielleicht über das beigefügte Bildbearbeitungsprogramm "PhotoDJ" noch etwas retten. Mit der Option zum Einfügen von Cliparts, dem bearbeiten der Helligkeit oder der Lichtbalance sowie des Farbabgleich gibt es zumindest ein paar nützliche Funktionen. Die fertigen Ergebnisse werden dann in der hauseigenen Mediengalerie betrachtet.
Die Bilder werden nach dem Entstehungsmonat sortiert und können dann der Reihe nach durchgescrollt oder per Thumbnail aufgelistet werden. Dank des verbauten Bewegungssensors drehen sich die Bilder auf Wunsch mit dem W980 ins Querformat.
Akkulaufzeit
Der 930 mAh starke Akku ist relativ ausdauernd. Nutzt man nur den MP3-Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 11 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach gut 5 Stunden Feierabend). Bei moderater Nutzung (2 Stunden MP3, 2 Stunden Radio sowie etwa 20 Minuten Telefonate am Tag) verschafft man sich etwa 2 Tage Ruhe vor der Steckdose. Die maximale Gesprächszeit im UMTS-Netz beträgt etwa 2 Stunden, sie verdoppelt sich erfahrungsgemäß, wenn man nur im GSM-Netz unterwegs ist.
Fazit
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Das Herzstück des W980 ist der Musicplayer aus der Walkman®-Reihe. Keine Frage, der Klang ist dabei absolut überzeugend und die Bedienbarkeit lässt keinen Kummer aufkommen. Das Design des schwarzen Klappers ist relativ gewöhnungsbedürftig. Die gut durchdachte Bedienung (Stichwort Tastensperre) macht viel Freude und über den etwas altbackenen Charme der hauseigenen Menüstruktur kann man geteilter Meinung sein. Die Icons sind jedenfalls selbsterklärend, so dass man schnell durchs Menü navigieren kann. Eine bessere Kamera hätte dem W980 allerdings gut zu Gesicht gestanden, denn die Zielgruppe dürfte kaum im Bereich der Business- oder Poweruser zu suchen sein. Da kann auch der FM-Transmitter nicht trösten. So sind bestenfalls mittelmäßige Schnappschüsse möglich. Die Akkuleistung des W980 geht für den Funktionsumfang noch in Ordnung, kann aber keinesfalls mit dem Nokia 6650 mithalten. Die Verarbeitungsqualität leider auch nicht. Gerade der dünne Akkudeckel scheint ein Schwachpunkt zu sein. Für einen Strassenpreis von knapp 370 € bekommt man aber einen erstklassigen Walkman® mit Telefonfunktion.
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