Sony Ericsson Vivaz pro

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 14.06.2010, 13:06
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Sprache: german


Testbericht Sony Ericsson Vivaz pro von www.mobile-reviews.de
Hersteller:

SonyEricsson
Modell:

HTC
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

 

Revision 1.0 vom 14.06.2010

Mit dem Vivaz pro präsentierte Sony Ericsson das Schwestermodell zum Vivaz. Als Betriebsystem setzt Sony Ericsson wieder Symbian OS v9.4 mit der S60 5th Edition Benutzeroberfläche ein. Im Gegensatz zum Vivaz hat das Pro aber noch eine vollwertige QWERTZ-Tastatur zu bieten. Das Dualmode (UMTS/GSM) und Quadband-fähige Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) nutzt EDGE sowie UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) für den Datentransport ins Internet. Dank des integrierten WLAN-Empfängers kann man sich auch mit dem heimischen Netzwerk verbinden. Grafiken und Videos setzt das Vivaz pro auf seinem 3,2 Zoll großen Display mit einer Auflösung von 640 x 360 Pixel in Szene und das mit bis zu 16.7 Millionen Farben. Eine 5,1-Megapixel-Kamera mit Autofokus, Digitalzoom und LED ist bei Sony Ericsson ja quasi Standard. Die Videokamera kann sogar in HD-Qualität aufzeichnen. Ein integriertes GPS-Modul samt A-GPS sorgt für die korrekte Positionsbestimmung und in Verbindung mit der Navigationssoftware WisePilot für die nötige Orientierung. Wie sich der Mix aus Multimedia und Schreibmaschine im täglichen Einsatz geschlagen hat, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

VivazPro
VivazPro
VivazPro
VivazPro
VivazPro
VivazPro

Mehr Bilder vom Vivaz pro-Slider gibt es hier.

Wer ein Smartphone das ausschließlich mit dem Touchscreen bedient wird, muss beim Thema "Design" oft zurück stecken. Das Vivaz pro wirkt daher auf den ersten Blick doch eher "klobig". Ein Blick auf das Zentimetermaß verrät Abmessungen von 109 x 52 x 15 mm, damit ist das Vivaz pro ziemlich dick ausgefallen, trotzdem dünner und kleiner als das recht ähnlich aufgebaute Nokia 5230. Das Schwestermodell Vivaz fällt mit 107 x 52 x 12.5 mm nur unwesentlich dünner aus.

Und das, obwohl das Pro über eine vollwertige, seitlich ausziehbare QWERTZ-Tastatur verfügt. Das Erscheinungsbild des Vivaz pro wird - je nach Farbwahl - entweder durch die schwarze der eben weiße Farbe des Kunststoffs dominiert. Die Displayabdeckung glänzt dabei recht stark in der Sonne. Ober- und Unterseite des Vivaz pro werden durch einen recht breiten Rahmen aus eloxiertem Kunststoff getrennt. Die Briefwaage zeigt knapp 120 Gramm an. So ist das Vivaz pro zwar etwas schwerer als eine Tafel Schokolade. Die Tasten der seitlich aufschiebbaren QWERTZ-Tastatur sind graublau und weiß beschriftet. Öffnet man den Slider so dreht sich der Bildschirminhalt automatisch in den Quermodus. Der Akkudeckel ist aus dünnem Kunststoff gefertigt, sehr biegsam aber trotzdem nicht leicht zerbrechlich.

Größenvergleich (Apple iPhone 3G, Sony Ericsson X10)

VivazPro
VivazPro
VivazPro
VivazPro

Im Vergleich zum X10 und iPhone 3G wirkt das Vivaz pro sehr klein.

Lieferumfang

VivazPro VivazPro

In der stylischen Verpackung findet man alles, um mit seinem Vivaz pro vernünftig arbeiten zu können. Das Micro-USB-Datenkabel ermöglicht den sorgenfreien Datenaustausch mit einem PC und fungiert in Verbindung mit dem Ladegerät als Stromtanke. Das Stereo-Headset sorgt unterwegs für Musik- und Radiogenuss, allerdings in eher mäßiger Qualität. Der knapp 1200 mAh starke Akku liefert für seine 25 Gramm Gewicht dabei ausreichend Energie für das Multimediatalent. Komplettiert wird der Lieferumfang nur noch von einer 8-Gigabyte-Speicherkarte im microSD-Format sowie diverser Anleitungen. Software sucht man vergebens.

Verarbeitung/Haptik

Mit der Verarbeitungsqualität brauchte sich Sony Ericsson bisher nie zu verstecken. Unterschiedliche Spaltmaße sind beim Vivaz pro sicher kein Problem. Insgesamt fühlt sich das neue Sony Ericsson wertig an, ohne aber beispielsweise gegen ein HTC Desire bestehen zu können. Der Slider gleitet recht unsanft, rastet dafür aber auch hörbar ein. Der große Akkudeckel auf der Rückseite ist sehr dünn und schimmert in der weißen Variante fast elfenbeinartig. Er gibt selbst unter starkem Druck kein Knarzen von sich. Die Optik der Kamera wurde beim Vivaz pro in den Akkudeckel versenkt. Den Stift des Vivaz hat Sony Ericsson dem pro nicht beigelegt.

VivazPro VivazPro

Unterhalb des Displays findet man beim Sony Ericsson Vivaz pro lediglich drei Tasten. Zwei dienen der Gesprächssteuerung, während die mittlere Taste das Menü zum Vorschein bringt. Der Einschub für die MicroSD-Speicherkarte befindet sich leider unterm Akkudeckel, dieser muss daher immer erst entfernt werden. Das wird seine Lebensdauer nicht unbedingt verlängern. Die 3,5 mm Kopfhörerbuchse wurde mit einer Plastikkappe abgedeckt und befindet sich auf der linken Gehäuseseite. Den Ein-/Ausschalter - der auch zur Displaysperre dient - hat man hingegen auf die Rückseite des Vivaz pro verbannt, nicht gerade eine gute Idee. Die rechte Seite zieren zwei Zoomtasten, die man auch zur Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der Musikwiedergabe nutzen kann. Des Weiteren haben die Designer dem Vivaz Pro sowohl eine eigene Kamerataste, als auch eine Videotaste spendiert.

Sämtliche Eingaben erledigt man entweder über eine virtuelle Tastatur in verschiedenen Designs, oder eben besser, über die seitlich ausziehbare QWERTZ-Variante.

VivazProVivazProVivazPro

Bei der virtuellen Variante trifft man die Buchstaben nur dann, wenn man sie im Quermodus nutzt. Dann wirken die Tasten nicht nur optisch etwas größer.

VivazPro VivazPro

Über die große Volltastatur lassen sich Texte nahezu fehlerfrei und in akzeptabler Geschwindigkeit eingeben. Die Tasten ragen dabei zwar kaum aus dem Gehäuse hervor, der Abstand zueinander ist aber mehr als ausreichend. Insgesamt sind die 42 Drücker, aufgeteilt in vier Reihen groß genug. Druckpunkt und Tastenhub sind spürbar. Sonderzeichen und Umlaute erreicht man nur über zusätzliche Tastenkombinationen, auch auf eine extra Ziffernreihe wurde verzichtet. Die Leer-Taste befindet sich ungewohnterweise rechts unten, stört den Schreibfluss aber nicht wirklich. Die Tasten werden in der Dunkelheit weiß beleuchtet.

Technik

Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 70 MB. Einer weiteren Aufrüstung mit Micro-SDHC-Karten mit bis zu 32 Gigabyte ist problemlos möglich. Angetrieben wird das Vivaz pro mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.4 in der Series 60 5th Edition. Alle wichtigen Programme wurden zwischenzeitlich für eine Touchbedienung angepasst.

Display

Das 3,2-Zoll-Display gibt Inhalte mit einer recht hohen Auflösung von 360 x 640 Pixel bei 16.7 Millionen möglichen Farbkombinationen wieder. Der Screen ist berührungsempfindlich, reagiert aber im Gegensatz zum HTC Desire oder Apple iPhone analog-resistiv. Das hat zur Folge, dass er auf Eingaben nicht ganz so direkt reagiert, wie bei den kapazitiv ausgelegten Kollegen. Dafür kann man ihn auch mit Handschuhen, bzw. mit einem Stift bedienen. Insgesamt wirkt das Display aber nicht sonderlich leuchtstark oder farbenfroh, da mag an den eher langweilig wirkenden Themen liegen.

VivazPro

Einstellungen/Profile

Im Einstellungsmenü kann man die vorinstallierten Themen abändern. Eigene Signal- oder Klingeltöne einstellen oder aber auch eigene Hintergrundbilder festlegen. Selbst die Sprache der Texteingabehilfe sowie der Menüs kann hier verändert werden. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, findet hier die passende Tuningschraube. Die sechs vorgefertigten Profile (Allgemein, Stumm, Meeting, Draußen, Pager, Flight Mode) können individuell angepasst werden und selbst eigene Kreationen lassen sich kinderleicht einrichten. Sie lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Also Klingel- und Benachrichtigungssignale, Vibration und Co. Beim Sony Ericsson Vivaz pro kann man die Profile nicht zeitlich eingrenzen, so dass das Smartphone in Besprechungen zum Beispiel nicht bimmelt. Die grafisch orientierten Themen lassen sich allerdings nicht an Profile koppeln. Durch den eingebauten Lagesensor wird ein Anruf beim Vivaz pro auf Wunsch per Drehung auf die Displayseite stumm geschaltet und auch der Alarm schlummert dann vor sich hin.

Active Standby

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Der "Active Standy" genannte Bildschirm der Series 60 wurde beim Vivaz pro durch Sony Ericsson deutlich aufgepeppt. Neben einer Kurzübersicht der aktuellen Twitter-Feeds wird auch der Titel des aktuellen Songs eingeblendet. Die vier Reiter am oberen Rand symbolisieren dabei die Abschnitte des erweiterten Standby-Bildschirms. Hier sieht man auch auf einen Blick die zuletzt geknipsten Fotos. Auf Wunsch bekommt man eine Schnellübersicht seiner Lieblingsprogramme und muss so nicht in den mitunter tief verschachtelten Menüs herumsuchen.

Die untere Leiste bietet vier Programmshortcuts. So kann man sehr schnell eine bestimmte Person anzurufen bzw. eine SMS senden. Auch der Start des Medienplayers geht so schneller. Eine systemübergreifende Suche darf da auch nicht fehlen.

Menü/User Interface

Die 5th Edition der Series 60 macht die bestehenden Funktionen der 3. Edition der Series 60 Touchscreen-kompatibel. Mit dem Vivaz pro versucht Sony Ericsson eine Kombination zwischen einfacher Bedienung und maximaler Flexibilität. Gleichzeitig wurde Menüführung sowie Kernfunktionalität der alten 3rd Edition der Series 60 beibehalten. Wer sich bereits mit der Series 60 auskennt, wird auch mit dem Vivaz pro keinerlei Probleme haben. Das Menü selber scheint aber eine Neuentwicklung von Sony Ericsson zu sein, die auf der Basis von Flash funktioniert.

VivazPro

Nachdem man die mittlere Menütaste unterhalb des Displays betätigt hat, präsentiert das Vivaz pro zwölf Menüpunkte in vier Reihen mit je drei Icons. Auf Wunsch kann man sich dort Unterordner erstellen und Menüpunkte in Ordner verschieben. Umbenennen kann man allerdings nur selbst erstellte Ordner, die vom System vorgegebenen Varianten lassen sich nicht umbenennen. Wer will, stellt das Menü wahlweise in einer Listenansicht oder Gitteranordnung dar. Installierte Software findet man standardmäßig in einem Ordner namens "Anw". Warum Sony Ericsson hier so eine Abkürzung nutzt und nicht ausschreibt, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Alle im Hintergrund geöffneten Programme werden mit einem grünen Kreis gekennzeichnet. Leider erfolgt die Navigation in den Menüs nicht einheitlich worden. Gerade in den Untermenüs muss man Einträge oft zweimal anklicken: einmal zum Anwählen und noch mal zum Bestätigen. In den Kontextmenüs reicht hingegen bereits ein Klick. Zudem ist der Scrollbalken am rechten Rand ziemlich schnall geraten und schreit nach der Zuhilfenahme eines Stiftes.

Anwendungen

VivazProVivazProVivazPro

Unter den vorinstallierten Anwendungen findet man einen Voicerecorder der Aufnahmen in guter Qualität bis zu einer Dauer von einer Stunde abspeichert. So kann das Vivaz pro auch als Diktiergeräte genutzt werden. Abgespeichert werden die Aufnahmen wahlweise im internen Speicher oder eben auf der Speicherkarte. Auch an eine Alarmfunktion, die nach Eingabe von Datum und Uhrzeit direkt startbereit ist, wurde beim Vivaz pro gedacht. Dabei sind natürlich auch wiederkehrende Alarme möglich. Hier unterscheidet der Wecker allerdings nur nach Wochentagen bzw. Wochenende. Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit auch eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt diejenigen unter uns, die in Kopfrechnung eher ungeübt sind.

Natürlich stellt das Symbian Betriebssystem auch diverse Anrufprotokolle zur Verfügung. Dabei werden nicht nur alle eingehende und ausgehende Gespräche, sondern auch die verpassten Anrufe protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehalten werden, kann man selber einstellen. Ab Werk werden diese Daten 30 Tage gespeichert. Jeder Eintrag umfasst Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Hinterlegt man seine Gesprächskosten, so kann das Sony Ericsson Vivaz pro diese sogar mit anzeigen. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Ein Konverter hilft bei der Umrechnung zwischen diversen Formaten, wie Währungen, Maßeinheiten. Der Menüpunkt Medien fasst Bildern, Songs und Videos zusammen. Die Bilder können sowohl nach Datum, als auch nach Titel und Größe gefiltert werden.

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Das vorinstallierte QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Officedateien lassen sich so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Das nunmehr kostenpflichtige Adobe PDF zeigt als gesonderte Anwendung dann die PDF an. Ein Dateimanager erlaubt einfaches Kopieren, Verschieben und Löschen von Dateien.

VivazPro

Natürlich bietet das Vivaz pro auch ein eigenes YouTube Programm sowie zahlreiche, meist nützliche Zusatzprogramme.

Kontakte/PIM

In der Kontaktverwaltung lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Vorname; Nachname sortieren.

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Einem Kontakt lässt sich beim Vivaz pro auch ein kleines Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Sollte man mit den Bezeichnungen der Detailfelder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich.

VivazPro

Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden. Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail zu einem Kontakt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer festlegen. Diese Nummer wird dann automatisch genutzt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch eine eigene Rufmelodie pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem.

Natürlich bietet auch das Vivaz pro eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Sollten Namen in englischer Sprache vorliegen, so erkennt dies die Software automatisch. Unbekannt Namen oder Begriffe können dem Mobiltelefon beigebracht werden. Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist sowohl auf Speicherkarte als auch (gefährlicherweise) im internen Speicher des Mobiltelefons möglich. Um seine Daten aber möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit der PC Suite synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook oder anderen Anwendungen. Kontakte lassen sich aber auch durchaus zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man dann das integrierte Bluetooth.

VivazPro

Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht. Am besten nutzt man den Kalender im Quermodus, dann sieht man deutlich merh Informationen.

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VivazPro

Alle Ereignisse werden in der Monatsansicht über ein kleines Dreieck in der unteren rechten Ecke des jeweiligen Tages signalisiert. Gleitet man mit dem Cursor über so ein Ereignis, zeigt das Vivaz pro über ein kleines Popup-Fenster den jeweiligen Eintrag an. So sind neben Besprechungen auch Aufgaben, Geburtstage und Notizen möglich. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. Kennzeichnet man es als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seine Termine und Aufgaben jedoch immer noch zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon.

Mitteilungen

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In nur einem Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Ein kontextsensitives Menü unterstützt den User dabei. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier zwischen den drei Stufen Klein, Normal, Groß gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 unterstützt.

Die Felder “Betreff”, “Cc”, “Bcc” können auf Wunsch auch ausgeblendet werden. Zusätzlich bietet der E-Mail-Klient des Vivaz pro nun auch die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden. Bis zu zwei Eingangsboxen kann das System selber automatisch auf eingehende E-Mails überprüfen. Manuelle Einstellungen durch den User sind ebenfalls möglich. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Push Mail wird vom Vivaz pro allerdings nur per IMAP IDLE unterstützt. Vielschreiber können sich Vorlagen erstellen. Sony Ericsson liefert für den Bereich SMS zehn mehr oder weniger sinnvolle Textbausteine mit. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der virtuellen QWERTZ-Tastatur überhaupt kein Problem. So dauert die Einrichtung eines neues Postfachs nur ein bis zwei Minuten. Unterstützt wird der Nutzer hierbei durch einen eingebauten E-Mail-Wizard, der die Einstellungen der gängigen Freemail-Anbieter kennt und der Nutzer die Angaben für SMTP und POP3 oder IMAP nicht mehr eintippen muss. Dank der vollwertigen Tastatur geht das sehr schnell. Nach der Eingabe von Provider, Kontoname und Passwort sucht das Vivaz pro die Konfigurationsdaten der bekanntesten Provider automatisch aus dem Netz. Im Posteingang werden die Header nach Datum sortiert dargestellt, die dazugehörigen Mails ruft man erst auf zusätzlichen Knopfdruck ab. Neben IMAP und POP ist dank der Software RoadSync auch eine Abfrage von Microsoft Exchange Servern möglich.

Music/Unterhaltung/Spiele

Ab Werk hat das Sony Ericsson Vivaz keine Spiele mit auf den Weg bekommen.

VivazPro

Der Musicplayer gibt optisch einiges her und wurde an das Design auf der Playstation 3 angelehnt. Die virtuellen Drücker für die Player-Steuerung befinden sich unterhalb des Coverart. Der Klang in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset kann nicht wirklich überzeugen, er ist schlicht zu bassarm. Da das Vivaz pro aber über eine 3.5 mm Klinkenbuchse verfügt, kann man problemlos eigene Kopfhörer anschließen. Mit etwas höherwertigen Pendants wird die Klangqualität des Vivaz pro so deutlich angehoben. Das 5800 XM sowie das Samsung Beat DJ klingen besser.

Um die optimale Soundqualität des Vivaz pro testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von Sony Ericsson entwickelten Kopfhörer sind eher für Gespräche geeignet und bieten kaum Bass.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Leider reicht die maximale Lautstärke des Vivaz pro nicht ganz aus, um auch die großen Wandler des iGrado in genügend Schwingung zu versetzen. Der Klang ist auf dem iGrado zwar trotzdem ein echter Genuss, der Bassbereich wird aber nicht ausreichend genug betont.

Der faltbare Koss Porta Pro spielt mit dem Vivaz pro wirklich gut zusammen. Er betont den Bassbereich, kappt aber die Höhen etwas früh. Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar eine gute Alternative, aber hier wird der Bassbereich in meinen Ohren noch nicht ausreichend hervorgehoben. Wenig überraschend kann hier der Creative Labs EP 630 überzeugen. Zwar werden die Höhen etwas zu früh beschnitten und die Mitten etwas in die Breite gezogen, aber gerade der Bass hämmert so wuchtig vor sich hin. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 25 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimalen Alternative für das mitgelieferte Stereo-Headset dar. Unterschiedliche Equalizer-Presets sucht man beim Vivaz Pro ab Werk vergeblich. Grundsätzlich unterstützt das Vivaz pro auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben, das geht aber recht stark zu Lasten der Akkulaufzeit.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Songs kann man nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren. Neben Interpreten, stehen auch Alben oder Genres zur Verfügung. Über Wiedergabelisten funktioniert man das Vivaz pro zu einem recht ansprechend klingenden Hosentaschenwurlitzer um. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich. Sollte man längere MP3 hören, (z. B. Hörbücher) wird man die Vorspulfunktion lieben. Sie ist sehr schnell und einfach zu bedienen. Die entsprechende Scrollleiste ist dafür optimal geeignet.

VivazProVivazPro

Das UKW-Radio mit RDS-Funktion kann man ebenfalls bequem im Hintergrund weiter dudeln lassen. Der Klang des Radios geht voll in Ordnung, auch die maximale Lautstärke gibt keinen Anlass zur Klage. Das Kopfhörerkabel dient dabei als Antenne, ohne Kabel kein Radioempfang. Mit dem Programm Track ID kann man dann Musikschnipsel aufnehmen und online mit der Musikbibliothek von Gracenote abgleichen. Das verursacht aber Datentraffic, der sicher nicht bei jedermann kostenlos im Tarif enthalten ist. Immerhin erhält man Informationen zum gerade aufgezeichneten Lied wie Titel, Interpret und Albumname.

Der Videoplayer ist "gehobener Standard". Dabei werden die abgespeicherten Videos auch im Vollbildmodus dargestellt, auf Wunsch sogar im Querformat. Das macht auf dem 3,2-Zoll-Display ordentlich Spaß. Das Vivaz pro kann Videos mit 720p abspielen, sofern man sie vorher ins MP4-Format konvertiert hat, kleinere Videos werden auf Wunsch gezoomt. Die Wiedergabe von DivX-Videos erfordert eine zusätzliche Software, denn mit dem weit verbreiteten Standard "XViD/DivX" kann da Vivaz pro ab Werk nix anfangen.

Klang/Gesprächsqualität/Empfangsleistung

Das Vivaz pro gebietet nur über einen Lautsprecher. Die maximale Lautstärke ist nicht gerade überragend und reicht so gerade aus, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Zumindest spricht die Klangqualität nicht dagegen und der Lautsprecher übersteuert auch nicht sofort. In Verbindung mit einem kleinen, externen Lautsprecher kann man sich sogar eine kleine Musikstation mit Radiofunktion basteln. Die Gesprächsqualität des Vivaz pro ist erstaunlicherweise nur Mittelmaß. Es neigt zu einem leichtem Klirren, die Gesprächspartner werden zu leise wieder gegeben und das Gesamtbild ist eher dumpfer Natur. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch ein Problem. Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf unterem Niveau, zudem ist der Lautsprecher zu leise, besonders die Gesprächspartner verstehe einen so kaum mehr.

Kamera/Video

VivazPro

Immer wieder werben die Hersteller bei Ihren Kamerahandys Namen renommierter Kamerahersteller. LG strapaziert "Schneider Kreuznach". Sony Ericsson greift beim Vivaz pro aber nicht auf seine "Cybershot Technologie" zurück, Die Kamera ist nicht mehr Dreh- und Angelpunkt, wie noch beim Vivaz. Allzu hohe Erwartungen an die Qualität der Bilder sollte man nicht haben, denn gerade bei Innenaufnahmen fehlt die Lichtstärke, die größere Objektive ihr Eigen nennen. Die Kamera macht mit 5,1-Megapixel aber durchaus ordentliche Aufnahmen. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und zeigen durchaus Einfluss auf die Qualität der Bilder

VivazProVivazPro

VivazProVivazPro

Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. der Himmel werden dann stärker belichtet, schattige Bereiche verschwinden im Dunkeln. Die LED des Vivaz pro kann Objekte in dunklen Räumen bis zu einer Entfernung von knapp 1,5 Metern ausleuchten. Neben einem Autofokus sowie Geotagging per GPS kommen noch zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten wie manueller Weißabgleich, verschiedene Szenen wie Nacht- oder Sportmodus und die Gesichts- und Lächelerkennung hinzu.

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Dieses Referenzbild habe ich mit einer Samsung NV24-HD geschossen:

Samsung_NV24HD

Die Bildschärfe des Vivaz pro lässt einiges zu Wünschen offen, in Räumen wirken die Aufnahmen deutlich körniger. Ingesamt sind die Farben zwar recht schön, die Bilder wirken aber etwas unscharf. Die Qualität der 5,1-Megapixel-Kamera kann bei Außenaufnahmen dennoch überzeugen. Insgesamt würde ich die Kameraleistung durchaus noch mit "gut" bewerten.

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Videos nimmt das Vivaz pro in HD-Auflösung mit maximal 720p bei 24 Bildern pro Sekunde auf. Auch hier steht eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Minute Video verbrät dann allerdings knapp 45 MB! Der Ton während der Aufnahme kann abgeschaltet werden. Ein kontinuierlicher Autofokus sorgt dafür, dass die Aufnahme immer scharf gestellt wird. Das macht sich besonders bei schnell wechselnden Motiven bemerkbar.

Navigation (WisePilot)

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Dank des integrierten GPS-Empfängers lässt sich das Sony Ericsson Vivaz pro auch als Navigationslösung nutzen. Die Navigationsdaten werden dann online (also per WLAN oder UMTS) heruntergeladen. Der erste Satfix geht recht schnell. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang aber praktisch auf Null. Ein Umstand, der aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Lange Tunnel sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert sehr schnell und zuverlässig. Die Routenplanung selber ist nach Ablauf der Testphase kostenpflichtig. Zuvor ist eine Aktivierung per SMS notwendig.

Internet

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Der Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Gerade beim Browser macht sich die Touchbedienung bezahlt. Natürlich unterstützt das Vivaz pro auch RSS und sogar Flash Lite. Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser recht schnell ist und auch die Darstellung von Frames und Popups kein Problem darstellt.

Insgesamt kommt der Browser aber nicht gegen den Opera Mobile 9.5 an. Dem Browser des Apple iPhone 3G ist er hoffnungslos unterlegen. Surfen im Internet ist auf dem Vivaz pro zudem nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate verfügt. Die Eingabe von längeren URL ist über die QWERTZ-Tastatur sehr schnell möglich. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit kann man beim Browser über die virtuelle Lupe stufenweise ändern.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich kaum Schwächen. Das Vivaz pro verzeichnet gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das Vivaz pro verbindet man per Datenkabel (Micro-USB) mit dem PC. Es lässt sich dann auch als Speichermedium nutzen und unterstützt dann sogar Drag & Drop. Im Datentransfer/Media Player Modus geht das Vivaz pro auch nicht offline, so ist man telefonisch weiter erreichbar. Mittels der Sony Ericsson eigenen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT.

Akkulaufzeit

Beim Vivaz pro ein 1200 mAh starker Akku zum Einsatz. So kann man mit dem Sony Ericsson Vivaz pro einen arbeitsreichen Messe- bzw. Bürotag problemlos überbrücken ohne zwischenzeitlich an die Steckdose andocken zu müssen. Wer sein Vivaz pro intensiver nutzt (sprich WLAN, GPS, E-Mail-Push) wird es trotzdem täglich laden müssen. Nutzt man hingegen nur den Musicplayer (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 14 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 8 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man dem Akku knapp 3 Tage Ruhe vor der Steckdose.

Videotest

Fazit

Autor Die Bedienung hakt noch an ein paar Ecken und ist etwas unlogisch, die Programme wirken ein wenig über das Menü "verstreut". Insgesamt reagiert der Screen des Vivaz pro ein wenig träge auf Eingaben und auch der Prozessor könnte etwas stärker sein. Die vollwertige, seitlich ausziehbare QWERTZ-Tastatur ist gut gelungen. Wer auf eine 8-Megapixel Kamera verzichten kann, sollte daher statt zum Vivaz pro greifen. Die Qualität der 5,1-Megapixel-Kamera kann nämlich immer noch überzeugen und Videos nimmt auch das Vivaz pro noch in HD-Qualität auf.

VivazPro

 





  

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