Samsung Wave S8500

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 15.07.2010, 16:07
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Sprache: german


Testbericht Samsung Wave S8500 von mobile-reviews.de
Hersteller:

SAMSUNG
Modell:

Samsung
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision: 15.07.2010

Das Samsung Wave S8500 ist das erste Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Bada OS. Das Wave kann aber nicht nur mit einem neuen OS, sondern auch mit technichen Raffinessen, wie WLAN N und Bluetooth 3 überzeugen. Dank Quad-Band ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. HSDPA mit bis zu 3,6 Mbps im Download sorgt unterwegs und abseits der WLAN für eine flotte Datenübertragung. Erfreulicherweise hat Samsung beim Wave S8500 auch nicht auf eine 3,5 mm Klinkenbuchse verzichtet. Der interne Speicher lässt sich über MicroSD-Speicherkarten auf bis zu 32 GB erweitern. Dabei wird das Smartphone über einen 3,3 Zoll Touchscreen mit Super-AMOLED-Technologie in Verbindung mit der TouchWiz-Oberfläche gesteuert. Die Autofokus-Kamera löst mit 5 Megapixel auf und bietet eine LED zur Beleuchtung nahe liegender Motive. Der integrierte GPS-Empfänger unterstützt den Nutzer dank der integrierten Navigationssoftware bei der Orientierung. Wie sich das flache Smartphone im täglichen Alltag geschlagen hat, zeigt mein folgender Testbericht.

Design

Samsung Wave
Samsung Wave
Samsung Wave
Samsung Wave
Samsung Wave
Samsung Wave

Alle Bilder des Samsung Wave S8500.

Der Samsung Wave misst 118 x 56 x 11 mm und wiegt dabei etwa 120 Gramm. Das schlanke Design steht dem Samsung Wave ausgesprochen gut. Es macht einfach einen sehr wertigen Eindruck. das ist aber auch kein Wunder, besteht es doch überwiegend aus Aluminium. Die kleine Linse der 5-Megapixel-Kamera wurde nur leicht versenkt eingebaut und somit nicht sehr gut gegen Kratzer oder Fettfingerabdrücke geschützt. Das kapazitive 3,3-Zoll-Display auf der Vorderseite reagiert ebenso empfindlich auf Fettfingern, kann dafür aber leicht gereinigt werden. Geschützt wird es von einer Glasscheibe, die zwar gehärtet, aber nicht wirklich kratzerresistent ist! Direkt über dem Touchscreen befindet sich der Hörer, rechts daneben die Frontkamera mit VGA-Auflösung für die wohl eher unbeliebten Videotelefonate.

Vergleich (Apple iPhone 4, HTC Smart, Palm Pixi Plus)

Samsung Wave Samsung Wave Samsung Wave Samsung Wave

Technik

Samsung Wave

Unter der metallenen Haube des Samsung Wave wummert das neue Bada OS von Samsung. Auch die grafisch attraktive Benutzeroberfläche namens TouchWiz samt seinen ansprechenden Animationen hat wieder Einzug gehalten. Da freut sich der 1 GHz starke Prozessor doch über soviel Anmut. Der 3,3-Zoll große Touchscreen des Samsung Wave wirkt im Vergleich zu aktuellen Smartphones wie dem HTC Desire oder dem Samsung Galaxy S zwar eher klein, kann durch seine Auflösung von 480 x 800 Pixel bei 16 Millionen Farbkombinationen aber dennoch gut mithalten. Dank der Super-AMOLED-Technologie leuchten Farben, Kontraste werden extrem gut wieder gegeben und auch der Ablesewinkel ist erfreulich hoch. Da kann der Screen problemlos mit dem iPhone 3GS mithalten. Und auch gegen das neue iPhone 4 muss er sich jetzt nicht wirklich verstecken. Die 5-Megapixel-Kamera hat einen Autofokus sowie ein Fotolicht in Form einer kleinen LED vorzuweisen. Dank des Dolfin-Browsers - der wie fast alle neuen Browser auf WebKit basiert - surft man wie auf einem PC. Mit einem zukünftigen Softwareupdate soll err sich sogar mit Adobe Flash 10.1 verstehen. Kommunikationsseitig bietet das Samsung Wave neben Bluetooth 3 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) noch eine Unterstützung für USB 2.1 und einen WLAN-Empfänger (802.11 b/g/n).

Dank seiner Quad-Band-Unterstützung ist es nahezu weltweit einsetzbar. Dabei wird der Datentransfer abseits der Funknetzwerke durch HSDPA auf maximal 3,6 Mbit/s beschleunigt. Alle Eingaben erfolgen über eine nicht ganz so großzügige Bildschirmtastatur. Der interne Speicher lässt sich problemlos mit Micro-SD-Speicherkarten erweitern. Für ausreichend Geschwindigkeit sorgt wie bereits erwähnt eine CPU von Samsung mit 1 GHz. Ein spezieller Grafikprozessor sorgt für atemberaubende Spiele in 3D.

Prozessor

S5PC110 ARM Cortex A8 1 GHz
PowerVR SGX540, 32MB RAM, OpenGL ES v1.1, v2.0

Betriebssystem Bada OS
Speicher ROM: 512 MB, RAM: 2 GB
Abmessungen 118 x 56 x 11 mm, 116 g
Display 3,3''-TFT-LCD Touchscreen (Diagonale 8,4 cm), 480 x 800 Pixel Auflösung
Netz HSDPA/WCDMA und Quadband GSM/GPRS/EDGE
Konnektivität GPS, Bluetooth® 3 mit EDR und A2DP für kabellose Stereo-Headsets
Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g/n, Micro-USB™
Multimedia 5-Megapixel-Farbkamera mit Autofokus

Lieferumfang

Samsung Wave Samsung Wave

Im kleinen Karton kommt ein vollständiger Lieferumfang zum Vorschein. Das mitgelieferte inEar Stereo-Headset dient zwar in erster Linie der Kommunikation, erfreut aber auch die Klangenthusiasten unter uns. Natürlich liefert Samsung ein Netzladegerät sowie ein Micro-USB-Datenkabel mit. Eine MicroSD-Speicherkarte mit 1 GB gehört bei Samsung ebenfalls zum Lieferumfang. Komplettiert wird das Ganze von diversen Anleitungen.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des neuen Samsung Wave ist erstaunlich gut. Das kleine Smartphone besteht dabei überwiegend aus Aluminium. Selbst der Akkudeckel auf der Rückseite wurde nichts aus Kunststoff gefertigt, sehr löblich! Die Anschlüsse sind passgenau. Einzig der USB-Anschluss wurde durch eine Staubschutzkappe gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Echte Tasten haben die Designer dem Samsung Wave kaum mit auf den Weg gegeben. Auf der linken Seite findet man die beiden Lautstärkeregler. Auf der Oberseite die Lade-/Datenkabelbuchse im Micro-USB-Format sowie eine 3,5 mm Buchse für handelsübliche Kopfhörer. Das integrierte FM-Radio kann man während des Betriebs laden, das Headset dient als Antenne. Unterhalb des Displays befinden sich zwei farblich nicht weiter gekennzeichnete - Hörertasten zur Gesprächssteuerung - sowie ein zentrales Steuerelement, dessen Form entfernt an einen Diamanten erinnert. Alle Texteingaben werden über die virtuelle QWERTZ-Tastatur, deren Zeichenumfang auf zwei Bildschirme verteilt wurde, erledigt.

Wave

Wirklich sinnvoll schreiben kann man eigentlich nur im Querformat, dann wirken die Tasten deutlich größer.

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Display

Das 3,4-Zoll große Display ist in geschlossenen Räumen oder bei mittlerem Lichteinfall in Mutter Natur ausreichend hell und gut ablesbar. Die Schrift wirkt dank der hohen Auflösung von 480 x 800 Pixel gestochen scharf, ohne ganz gegen das Retina-Display des iPhone 4 anstinken zu können. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display des Samsung Wave - wie bei fast allen Smartphones - kaum noch ablesbar. Die AMOLED-Technologie erzeugt dann silbrig-blaue Reflektionen. Die maximal mögliche Displayhelligkeit gibt sich dann dem wesentlich stärkeren Sonnenlicht geschlagen. Im Energiesparmodus oder nach Betätigung des Schalters zur Displaysperre schaltet sich das Display komplett ab. Aufgrund seiner kapazitiven Technologie reagiert der Touchscreen sehr direkt und unterstützt nenben Multitouch auch Pinch-to-zoom.

Inbetriebnahme

Samsung Wave

Der Einbau des 1500 mAh Akkus, der SIM-Karte sowie der MicroSD-Speicherkarte gestaltet sich ganz einfach. Zum Wechsel der Speicherkarte muss man aber leider sowohl den Akkudeckel, als auch die Kraftzelle selber entfernen. Das Samsung Wave wird durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalter an der Vorderseite gestartet. Das Bada OS genehmigt sich dann eine kleine Pause, manchem auch als (Kaffee)-Bootvorgang bekannt. Nach der erstmaligen Einrichtung ist das Gerät flott unterwegs und einsatzfähig.

Samsung TouchWiz

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Samsung setzt beim Wave die altbekannte TouchWiz-Oberfläche mit ihren zahllosen Widgets ein.

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So lassen sich unter anderen Uhren (Digital/Analog), eine Foto-Slideshow, der Kalender, diverse Social Network Anwendungen wie Facebook, Flickr und mehr auf den Startbildschirm bannen. Für diejenigen unter uns, die das gerade hervorragende Wetter nicht selbst durch einen kleinen Spaziergang oder Blick aus dem Fenster ermitteln wollen, gibt es auch dafür eine passende Anwendung in Form einer internetbasierten Wettervorhersage. So kann man mit Hilfe der Widgets die wichtigsten Funktionen und Informationen direkt über das Menü aufrufen. Eigene Widgets kann man sich mit einem SDK erstellen, sofern man entsprechende Programmierkenntnisse hat. Einfache Widgets zu Webseiten erstellt man sich mit einem kleinen Programm namens LinkWidget-Creator. Auch viele der für das Samsung Jet entwickelten Widgets funktionieren auf dem Wave.

Ein Widget nutzt man, indem man auf das kleine gleichnamige Icon in der oberen linken Seite klickt und die gewünschten Anwendung dann per drag & drop auf den Bildschirm zieht. Für diese mitunter nützliche Spielerei stehen einem drei Bildschirme nebeneinander zur Verfügung. Das Wave sucht sich übrigens automatisch den passenden Platz für größere Widgets, wie der Yahoo-Clock.

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Das "normale" Handymenü mit nicht weniger als neunundzwanzig verschiedenen Menüpunkten kommt erst zum Vorschein, wenn man das zentrale Steuerelement unter dem Display betätigt. Dann erscheinen drei Bildschirme mit je zwölf Icons in einer 4x3 Matrix. Diese kann man horizontal durch einen einfachen Fingerstreich durchblättern. Auf Eingaben reagiert das Samsung dabei sehr schnell. So erhält man leicht Zugriff auf die vielen unterschiedlichen Funktionen, wie Musicplayer, Kamera, FM-Radio, Fotogalerie und so manches mehr. Ähnlich wie beim Apple iPhone stehen am unteren Displayrand dabei immer drei Icons für die Telefonfunktion, das Telefonbuch sowie Nachrichten zur Verfügung.

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Ein Taschenrechner hilft beim Einkauf, eine Stoppuhr, ein Timer, ein Wecker und eine Weltuhr sogar für das richtige Zeitgefühl. Die sonst üblichen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail, Nachrichten und Co bietet auch das stylische Bada OS. Veränderbare Tonprofile sorgen für Individualisierung. Das Wave signalisiert Anrufe dabei sowohl durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder eben nur durch einen Rufton. Es ist also jede denkbare Kombination möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar. Die Profile lassen sich allerdings nicht zeitlich eingrenzen.

Samsungs TouchWiz stellt dank der vielen Widgets alle Informationen auf einen Blick dar. Wetterdaten werden dann optisch eindrucksvoll in Szene gesetzt. Die notwendigen Klimadaten der zahlreichen Städte erhält das Samsung Wave dabei aus dem Internet. Über die Funktion "Daily Briefing" hat man sofort Zugriff auf Börsennotierungen, Wetterdaten und dergleichen mehr. Dank des großzügigen RAM und des 1 GHz Prozessors kann man auch bei einer Vielzahl an geöffneten Applikationen noch zügig durch die Menüs hüpfen.

PIM/Office

Das Samsung Wave ist aber Werk bereits mit einer Vielzahl nützlicher Programme ausgestattet worden. Daneben wurde auch an eine Aufgaben-, Kontakt- und Notizenverwaltung sowie an einen Kalender gedacht. Selbst eine spezielle YouTube-Anwendung ist vorhanden. Notizen, bei Samsung nennen sie sich Memos werden farblich gekennzeichnet und ähneln den bekannten Post-it® aus Papier.

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Das Samsung Wave kann auch mit Office-Dokumenten, Flash-Animationen und PDF umgehen. Dazu muss man allerdings den eingebauten Picsel-File-Viewer nutzen. Damit ist zumindest die Anzeige der vorgenanten Dokumente möglich.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch zugewiesen und kann je Kontakt eine Vielzahl von Informationsdetails speichern. So kann man nahezu alle möglichen Informationen eintragen (z. B. Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert bzw. aus den Google-Kontakten übernommen und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Kontakte werden durch Auswahl der entsprechenden Buchstaben durchsucht und können als Favorit gespeichert werden.

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Der Kalender stellt Termine übersichtlich in einer Monats- und Tagesansicht dar. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das Samsung Wave nicht vor Probleme. Auf anstehende Einträge wird durch ein kleines Symbol im Form eines Dreiecks hingewiesen. Zu jedem Termin kann eine Notiz (Memo) hinterlegt werden. Auch wiederkehrende Termine stellen den Kalender des Samsung Wave nicht vor Probleme. In der Tagesübersicht werden Termine durch einen grünen Balken dargestellt.

Die Aufgabenverwaltung erfolgt mit einem zusätzlichen Programm. Sie können allerdings nicht in bestimmten Intervallen wiederholt werden. Eine kurze Notiz je Aufgabe ist aber möglich. Im Gegensatz zu den Terminen werden sie nicht im Kalender angezeigt. Wer mag, kann seine Aufgaben online mit einem Microsoft Exchange-Dienst abgleichen. Natürlich zeigt die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen an. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

Wave

Über die Samsung-Apps greift man auf einen Online-Service zu, mit dessen Hilfe man Applikationen direkt auf dem Wave kaufen und installieren kann. In dieser Hinsicht das Bada OS also eine deutliche Verbesserung mit sich, auch wenn das Angebot an Anwendungen und Spielen bis dato noch recht übersichtlich ausfällt.

Unterhaltung/Spiele

Wave

Der Bereich Unterhaltung und Spiele herrscht Eitel Sonnenschein. Mehr als eine Handvoll Spiele laden zum verweilen ein. Hervorzuheben ist dabei das Rennspiel Asphalt 5.

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Das Rennauto wird über den eingebauten Lagesensor gesteuert, die Grafikqualität entspricht dabei in etwa Playstation-Niveau und kann gefallen.

Navigation/GPS

Wave

Das Samsung Wave ist mit einer internen GPS-Antenne ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Programm, Samsung LBS (Route 66) kann es daher auch zur Navigation genutzt werden. Die Lizenz für die sprachgeführte Navigation kann man per Kreditkarte kaufen. Die Verbindung zu den Satelliten stellte das Wave in etwa 20 Sekunden her. Dabei war das sogenannten A-GPS, also die Berechnung der Position per Internet und Funkzellenortung, bereits aktiviert. Wer mag kann sich aber auch das altbewährte Google Maps herunter laden. Hier wird der aktuelle Standort dann über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte GPS ermittelt und zwar völlig kostenlos. Danach aktualisiert sich die Position während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird freilich direkt aus dem Internet auf das Samsung Wave übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt, sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist somit problemlos und relativ genau möglich.

Musik

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Der Musicplayer des Samsung Wave ist optisch zwar eher schlicht ausgefallen, dafür aber sehr gut bedienbar. Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximal mögliche Soundqualität des Samsung Wave testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim Wave problemlos aus und auch das Ausgangssignal ist gut genug, so dass der iGrado eine wirklich gute Wahl ist!

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Samsung Wave ebenfalls gut zusammen, kappt die Höhen aber etwas früh. Der Sennheiser CX300 ist genauso so wie der Creative Labs EP 630 für einen InEar eine gute Alternative. So liefert das Samsung Wave hämmernde Bässe. Leider auch hier etwas zu Lasten der Höhen.

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Den Sound kann man über zahlreiche Equalizer-Presets wie Rock, Pop, Jazz, Dance oder Classic und vielen mehr verändern. Hinzu kommt ein Effektfeuerwerk, wie Wide, Concert Hall oder Bass Enhancement. Klanglich muss sich das Wave jedenfalls nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Die Sound-Effekte werden allerdings nur bei angeschlossenem Headset aktiviert. Grundsätzlich kann man mit dem Samsung Wave seine Musik auch über A2DP und AVRCP übertragen. Über einen Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Songs kann man nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren. Neben einer Sortierung nach Interpreten, kann man sich auch nur die Alben anzeigen lassen.

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Dreht man sein Wave in das Querformat, werden die vorhandenen Albengrafiken in einer Karussellannimation dargestellt, Apples Cover-Flow-Ansicht lässt grüßen. Die Albencover wirken dabei wie auf CD gedruckt.

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Durch die Multitasking-Unterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

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Das Samsung Wave bietet ein FM-Radio, dabei stehen zwanzig Senderspeicherplätze zur Verfügung. Dank RDS werden auch der aktuelle Sendernamen sowie das gerade laufenden Lied angezeigt. Zum Betrieb muss allerdings zwingend ein Headset angeschlossen werden, dann kann man den Sound auch über den internen Lautsprecher ausgeben. Dabei kann man das Radioprogramm sogar auf dem Handy aufzeichnen.

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Der Video-Player spielt die abgespeicherten Videos im Vollbildmodus ab, auf Wunsch im Querformat und mit einer maximalen Auflösung von 720p. Die Videos werden allerdings auf die Bildschirmauflösung herunter skaliert. Neben den üblichen MPEG4-Videos mit H.264-Codec und Windows Media Video (WMV) kann der Player sogar Videos im DivX und Xvid-Format verarbeiten.

Klang

Der Gesprächspartner klingt während des Gesprächs leicht dumpf, aber deutlich aus dem Hörer. Die Kommunikationsleistung des Samsung Wave würde ich mit "gut" bezeichnen. Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen minimale Hallgeräusche und leichtes Kratzgeräusche hinzu. Obwohl das Samsung Wave nur über einen einzigen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke mehr als ausreichend, um am Arbeitsplatz als mobile Jukebox zu fungieren. Leider klingt der Lautsprecher recht flach. Die maximale Lautstärke am Kopfhörerausgang ist ausreichend hoch.

Connectivity

Die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) klappt über die Samsung eigene PC-Sync-Software Kies. Man kann sie hier aus dem Internet herunter laden. Sie dauert bei einer Vielzahl an Kontakten etwas länger. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das Samsung Wave über USB in etwa 5 Minuten. Über Bluetooth (3.0) dauerte der Vorgang unwesentlich länger. Neben dem Headset Profil, bietet es auch noch HFP (Hands-Free) und SAP (SIM Access Profile).

Mit einem geeigneten Bluetooth-Headset (z. B. dem Motorola S9) steht durch A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut. Hier braucht er sich nicht hinter anderen Smartphones zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfängers ist sehr gut. Der A-GPS Modul braucht allerdings relativ lange, bis es eine Verbindung zu den Satelliten gefunden hat.

Das Samsung Wave nutzt eine Eigenentwicklung namens Dolfin-Browser für die Darstellung von Webseiten. Dieser basiert aber auf dem hinreichend bekannten WebKit. Dank HSDPA kann man in angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei 1:1 wieder gegeben, Flash Lite muss zuvor in den Einstellungen des Browser aktiviert werden. Auch die Darstellung von Werbung kann man dort verbieten. Das Surfen macht auf dem 3,3-Zoll-Display dank Multitouch und Pinch-to-zoom durchaus Spaß. Eine Webseite wird zunächst immer in der Gesamtübersicht geladen.

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Im Querformat nutzt der Browser die gesamte Displaybreite aus, die Seitenabbildung wirkt dadurch übersichtlicher.

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Das Samsung Wave kann auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag bietet er beim Anschluss an den PC an. Die Übertragungsgeschwindigkeit per USB und Bluetooth 3.0 ist sehr schnell.

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Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP und ist auch in der Lage Postfächer mit Microsoft Exchange-Diensten zu synchronisieren.. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails in unterschiedlichen Intervallen, automatisch abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis realisieren, zieht dann aber auch an den Reserven des Akkus. Die passenden E-Mail-Konten werden mit Unterstützung eines Assistenten eingerichtet. Am oberen Display-Rand findet man eine Leiste, die den direkten Zugriff auf Unterordner bietet. Weitere Möglichkeiten eröffnen sich erst, wenn man das Menü am unteren Rand öffnet. Die Anwendung Social Hub führt sowohl die verschiedenen E-Mail-Konten, als auch auch die Social Networks, wie Twitter und Facebook in einer Ansicht zusammen.

Kamera/Video

Auch wenn die Kameraqualität bei Geräten von Samsung eigentlich recht gut ist, so kann mich das Wave nicht ganz überzeugen. Wunder sollte man vom knapp 4 mm kleinen Objektiv der Kamera beim Samsung Wave nicht erwarten. Dafür geht man dann doch besser nach Lourdes. Bilder in völliger Dunkelheit geraten beim Samsung Wave erfreulicherweise nicht zur Glaubensfrage, durch die eingebaute LED geht dem Fotografen und seinem Motiv schnell ein Licht auf, zumindest bis zu einem Abstand von knapp 1.5 Metern.

WaveWave

Der Samsung Wave nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher. Es wird also wie bei einer echten Digicam im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen bieten mal mehr, mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten.

Wave

Diverse Aufnahmemodi, wie Lächelerkennung oder Panoramaaufnahmen sorgen für Abwechslung.

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Daneben gibt es vorgefertigte Szene-Modi zur besseren Bildgestaltung. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Portrait, Nacht, Landschaft. Die Bildauflösung kann man in verschiedenen Stufen variieren. Der Start der Kamerasoftware nimmt etwa zwei Sekunden in Anspruch, das Motiv ist dann nach zwei weiteren Sekunden im Kasten. Das ist für spontane Schnappschüsse etwas zu lang.

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Bei guten Lichtverhältnissen wirken die Bilder recht ansprechend und auch die Schärfe ist überzeugend. Leider stimmen die Belichtungswerte nicht immer und auch der Weißabgleich verursacht so seine Probleme. Gerade Außenaufnahmen weisen neben einem Bildrauschen auch Probleme in der Dynamik und manchmal in der Schärfe auf. Bilder werden zu hell belichtet und lässt sie dadurch etwas unscharf wirken. Die Qualität der Bilder ist nicht mit anderen 5-Megapixel-Kameras vergleichbar. Gerade von der Konkurrenz aus dem Hause Sony Ericsson ist man besseres gewohnt.

WaveWave

Videos nimmt das Wave mit der HD-Auflösung von 1280x720 Pixel (720p) auf und zwar mit 30 Bildern pro Sekunde. Die MP4-Videos wirken im Gegensatz zu den Kameraaufnahmen schärfer. Die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera stehen auch in Videomodus zur Verfügung.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1500 mAh Akku ist schon fast ein Ausdauerwunder, erledigt er seine Aufgabe unter normalen Bedingungen (15 Minuten am Tag telefonieren, 45 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos sowie bei desaktiviertem E-Mail-Push) etwa 3 Tage lang. Selbst Intensivnutzer uns zwanghaftem Mitteilungsbedürfnis werden ihren Arbeitstag von knapp 10 Stunden mit einer Akkuladung überstehen. Nutzt man das kleine Smartphone nur als Navigationshilfe, sollte man sich sicherheitshalber ein Auto-Ladekabel beschaffen. Das eingeschaltet A-GPS saugt nämlich ordentlich an der Akkuausdauer. Immerhin spart der Super AMOLED-Bildschirm dabei auch ein wenig Energie. Die maximale Gesprächszeit im UMTS-Netz beträgt knapp 7 Stunden, im GSM-Netz fast 11 Stunden.

Videotest

Fazit

Autor

Die Bedienung des Handys ist dank des Bada OS und des schnellen Prozessors mit 1 GHz eine wahre Freude. Die Anzahl der Programme im hauseigenen App Store steigt zwar nur langsam an, das war bei Android und bei Apple anfangs aber auch nicht anders. Der vollwertige Multimediaplayer mit Unterstützung für DivX und Xvid sowie der hervorragend klingend MP3-Player machen echt Laune. Die Bildqualität der eingebauten 5-Megapixel-Kamera ist leider nur Mittelmaß. Dafür kann es Multimediainhalte per Allshare auf Samsung TVs Streamen und in guter Qualität wiedergeben. Das Bada OS hat definitiv Potential. Für einen Straßenpreis von knapp 300 Euro ein echtes Schnäppchen.

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