Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 24.02.2010, 09:02 Punkte (7 von 10) Hits: 7020 Sprache: german
Testbericht Samsung S7070 von mobile-reviews.de
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Revision: 24.02.2010
Mit dem S7070 aus der Glamour Collection bringt Samsung nach dem recht erfolgreichen und farbenfrohen S3650 Corby ein weiteres Touchscreen-Modell aus den Markt. Diesmal ist es allerdings in erster Linie der weiblichen Kundschaft gewidmet. Das knapp 180 Euro günstige Handy bietet eine ansprechende Ausstattung, so kann es sogar mit einem kapazitiven 2,8-Zoll-Touchscreen glänzen. Die Kamera löst mit 3,2 Megapixel auf, glänzt aber leider durch Abwesenheit von Autofokus und LED-Blitz. Videos zeichnet sie mit 320 x 240 Pixel auf. Natürlich bietet das Diva auch einen Video- und MP3-Player. Sogar an ein UKW-Radio mit RDS wurde gedacht. Unterwegs ist man aber nur über GPRS mit EDGE online, sofern man den etwas zähen Seitenaufbau des Browsers akzeptiert. Ob das S7070 Diva wirklich ein "Frauenversteher" ist, und wie es sich im täglichen Einsatz geschlagen hat zeigt Ihnen mein Testbericht.
Mit den Abmessungen von nur 101 x 55 x 13 mm ist es sogar noch ein wenig kleiner als das Samsung Corby (103 x 57 x 12 mm). Mit 94 Gramm ist es zudem kaum schwerer (Corby: 93 Gramm). In einer zierlichen Frauenhandy dürfte es dennoch sofort auffallen. Dennoch kann Frau es gut mit einer Hand bedienen. Die Vorderseite nimmt der kapazitive 2,8-Zoll-Touchscreen in Beschlag. Unterhalb des Bildschirms haben die Designer die beiden Tasten zur Gesprächssteuerung und eine Rückschritt-Taste in Form eines Diamanten angebracht. Ob das den Geschmack des weiblichen Geschlechts wirklich tritt, darf bezweifelt werden. Die Reaktionen auf diese "Diamonds are a girls best friend" Anspielung in meinem weiblichen Bekanntenkreis war jedenfalls recht geteilt. Die perlmutartige Rückseite ist ein Hingucker, sofern man auf eine Wabenstruktur in Art einer Steppdecke steht. Trotz dieser Aufmachung wirkt sie rutschhemmend, so das einem sein Schmuckstück nicht gleich aus der Hand gleitet. Die von Samsung gelieferte Optik der Kamera wird wirksam vor Kratzern geschützt, da sie leicht in den Akkudeckel versenkt wurde. Der Touchscreen reagiert zügig und direkt auf Eingaben. Obwohl es einen kapazitiven Touchscreen sein Eigen nennt, kann es mit MultiTouch-Gesten doch nichts anfangen. Eingaben per Fingernagel oder mit Handschuhen sind technisch nicht möglich. Wie bei Modellen von Samsung üblich, werden alle Eingaben von einer leichten Vibration und einem abschaltbaren Ton begleitet. SMS und E-Mails lassen sich leider nur über eine virtuelle Zehner-Tastatur. Die Texterkennung ist zwar recht hilfreich, trotzdem sieht eine bequeme Eingabe anders aus. Da dürften die weiblichen Fans mit einer echten Tastatur wesentlich besser und schneller tippen. Für längere Fingernägel ist der Touchscreen also nicht unbedingt geeignet.
Der Samsung eigene Lade-/Kopfhörer-Datenkabelanschluss samt seiner fummeligen Abdeckung befindet sich an der linken unteren Seite des Mobiltelefons. Wer das eingebaute FM-Radio nutzt und sein Diva dabei laden will ist aufgeschmissen, beides gleichzeitig ist nicht möglich.
Eine dauerhafte Berieselung aus dem Äther ist damit ausgeschlossen und hängt vom recht starken Akku ab. Grund hierfür ist die Tatsache, dass das eingebaute FM-Radio unbedingt das Headset als Antenne nutzen will. On der linken oberen Seite findet man zwei gut erreichbare und fühlbare Lautstärkeregler. Der Einschub für microSD-Speicherkarten (laut Hersteller werden maximal 8 Gigabyte unterstützt) ist unter den Akkudeckel verschwunden. Auf der rechten unteren Gehäuseseite befindet sich neben dem Kameraauslöser eine Taste zur Displaysperre. Beide Drücker sind gut spürbar und reagieren präzise.
Größenvergleich (Samsung B3410, Nokia N97)
Technik
Rein nüchtern, sprich technisch betrachtet macht das Diva keinen so schlechten Eindruck. Der 2,8-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel ist recht farbenfroh, spiegelt bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings recht stark. Im ausgeschalteten Zustand könnte man ihn auch problemlos als Schminkspiegel nutzen. Die 3,2-Megapixel Optik der Kamera bietet allerdings weder einen Autofokus noch eine LED zur Beleuchtung. In der Regel gelingen daher nur mittelprächtige Aufnahmen. Bei schlechtem Wetter oder zu dunklen Räumen verschwinden die Motive hinter Artefakten. Der knapp 85 MB große interne Speicher lässt sich über MicroSD-Speicherkarten aufrüsten. Der MP3- sowie Videoplayer und das UKW-Radio (inkl. RDS) ergänzen die Ausstattungsliste. Als Quadband-Gerät ist es fast überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt es über Bluetooth 2.0 samt AVRC und A2DP und USB auf. Freunde der mobilen Kommunikation werden sich über die Unterstützung für zahlreiche Social Communitys freuen, sich aber andererseits mit einer nicht allzu flotten Datenanbindung über EDGE anfreunden müssen. Eine Unterstützung für UMTS bietet das Diva nämlich nicht. Auch ein Lagesensor, der den Bildschirminhalt üblicherweise zusammen mit dem Handy dreht wurde nicht eingeplant.
Lieferumfang
Zum Lieferumfang des knapp 180 € (Straßenpreis) günstigen Schmuckstücks gehört keine Speicherkarte. Auf der CD befindet sich die PC-Suite Software von Samsung, einige Bedienungsanleitung sowie ein paar Begleithefte ergänzen den Lieferumfang. Das eher mäßig klingende Headset ohne Adapter für handelsübliche 3.5 mm Klinkenbuchse ist kaum der Rede wert. Das Reiseladegerät (es passt übrigens auch wunderbar an Geräte von LG) sorgt unterwegs für den Nachschub aus der Steckdose. Natürlich wurde auch das Datenkabel nicht vergessen. Die recht feminin wirkende, rosafarbene Verpackung ist hübsch anzusehen und lässt erst gar keinen Zweifel an der Zielgruppe aufkommen :-) .
Display
Das recht helle, berührungsempfindliche 2,8-Zoll große Display gibt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel wieder. Das Diva wird vollständig über den 2,8-Zoll-Touchscreen gesteuert. Die bunten und nahezu selbsterklärenden Menüicons sind ausreichend groß gestaltet um es bequem mit den Fingern bedienen zu können.
Menü/Funktionen
Samsung nutzt beim Diva die vom S3650 Corby bekannte TouchWiz-Oberfläche. Auf drei Startscreens kann man so unterschiedliche Funktionen - Widgets genannt - ablegen und auch wieder löschen. Neben diversen Uhren (Digital/Analog), einer Foto-Slideshow, dem MP3-Player und dem UKW-Radio sind auch noch Verknüpfungen zu diversen Social Network Anwendungen, wie Facebook, Flickr und sogar Twitter möglich.
Für diejenigen unter uns, die das Wetter nicht selbst durch einen kleinen Spaziergang oder Blick aus dem Fenster ermitteln wollen gibt es auch dafür eine passende Anwendung in Form einer internetbasierten Wettervorhersage. Auch an eine Geburtstagsübersicht wurde gedacht. So kann man mit Hilfe der Widgets die wichtigsten Funktionen und Informationen direkt über die drei Startbildschirme aufrufen.
Dazu muss man nur das entsprechende Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, berühren und schwups geht es los. Dabei kann man fast beliebig viele Icons auf das Display ziehen und an jeder beliebigen Stelle ablegen. So kann man mehrere Icons übereinander stapeln, ggfls. mit dem zweifelhaftem Erfolg, einen hoffnungslos überfrachteten Startbildschirm sein Eigen nennen zu dürfen. Ergo sollte man nur zwei Widgets pro Bildschirm einrichten.
Das "normale" Handymenü mit nicht weniger als neunundzwanzig verschiedenen Menüpunkten kommt erst zum Vorschein, wenn man das mit "Menü" beschriftete Icon mit den vier weißen Punkten an der unteren rechten Ecke drückt. Dann kommen zwei Bildschirme mit je zwölf Icons sowie einer mit 5 Icons in der üblichen 4x3 Matrix zum Vorschein. Die drei Bildschirme wechselt man durch einen horizontalen Fingerstreich. Auf Eingaben reagiert das Display des Samsung dabei unterschiedlich schnell. Über das Menü erhält man Zugriff auf die vielen unterschiedlichen Funktionen, wie Anruferverwaltung, Telefonbuch, MP3-Player, Kamera, UKW-Radio, etc.
Der Taschenrechner hilft beim Einkauf, ein Konverter rechnet diverse Maße, Größen, Gewichte, Währungen und Volumen in die entsprechenden Pendants um. Sogar an eine Stoppuhr, einen Timer und eine Weltuhr wurde gedacht. Natürlich bietet auch das Diva die sonst üblichen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail, Nachrichten. Für die weibliche Zielgruppe wurde sogar an ein Programm namens "Wunschliste" gedacht. Neben Namen, Preis, Menge und einer Notiz kann auch die Priorität des Wunsches definiert werden. Zudem kann man direkt ein Foto davon machen und hinzufügen. So kann sich "Frau" auf ihrer Shopingtour direkt notieren, was sie sich als nächstes zum Valentinstag, Geburtstag oder zu sonstigen Anlässen schenken lassen will.
Die sechs Telefonprofile kann man jederzeit anpassen, persönliche Klingeltöne sind somit kein Problem. Das Diva signalisiert Anrufe dabei sowohl nur durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder eben nur durch einen Rufton. Die Systemsounds und Benachrichtigungstöne und Co. sind änderbar. Die Profile lassen sich allerdings nicht zeitlich eingrenzen. Neben der kompletten Palette an Anwendungen von Google (Google Mail, Google Maps, Google Suche) verfügt das Diva auch über einen eingebaute Wecker (wiederkehrende Ereignisse sind möglich).
Die Kontaktdatenbank kann nunmehr maximal 2000 Einträge aufnehmen. Neben den üblichen Informationen, wie Name und Vorname, kann man neben Notizen auf Wunsch auch ein Bild zum Kontakt abspeichern. Kontakte durchsucht man durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben. Oft genutzte Kontakte werden mit Bild in einer Schlange angezeigt und sind so besser visualisierbar.
Man kann beim Diva zwischen den SIM-Kontakten und denen im Telefon wechseln. Die vorhandenen Kontakte können dann in Gruppen eingeteilt werden. Jeder Gruppe lässt sich ein individueller Klingelton zuweisen. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche Informationsdetails wie zum Beispiel Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild, Rufton, Internet-, Firmen- und Privatadresse und Firmenname möglich. Selbst an Felder für Geburtstage und Jahrestage wurde gedacht. Leider werden diese Ereignisse nicht in den Kalender übernommen, dafür dient das Geburtstags-Widget.
Der Kalender bietet neben der üblichen Tagesagenda auch noch eine Wochen- und Monatsansicht. Leider informiert der Kalender des Diva in der Monatsansicht nicht durch ein entsprechendes Popup über anstehende Termine. Lediglich eine kleine blaue Ecke am Tagesfeld signalisiert einen Eintrag. Dabei kommt der Kalender auch mit wiederkehrenden Terminen klar. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht angemahnt.
In der Wochenübersicht werden Termine durch einen blauen Balken gekennzeichnet. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Diva nicht. Die Aufgabenverwaltung ist natürlich auch mit von der Partie. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Der Kalender bietet somit grundlegende Funktionen, kann aber nicht mit echten Businesslösungen mithalten, die Geschäftsfrau wird also sicher ihrem BlackBerry bleiben wollen.
Unterhaltung
Der
Musicplayer ist optisch zwar nicht sonderlich aufwändig gestaltet, kann aber zumindest das Coverart darstellen. In der unteren Hälfte findet man die Buttons für die Steuerung des Music-Player, in der Mitte eine Option den Equalizer und die Shuffle-Funktion. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset nicht wirklich überzeugend. Unerfreulicherweise kann man ohne einen Adapter auch keine höherwertige
Modelle anschließen. So würde die
Klangqualität deutlich angehoben. Mit dem Samsung Beat DJ gibt es aber ein deutlich besser klingendes Gerät aus eigenem Hause.
iGrado von Grado
(C) Grado
Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs
Ich habe mir für den Test einen Adapter aus dem Zubehör gekauft, damit auch mein iGrado Anschluss findet. Dieser fordert ein recht hohes Eingangssignal. Die maximale Lautstärke des Diva reicht dazu leider kaum aus. Aufgrund des mittelmäßigen Ausgangssignals wäre der iGrado aber sowieso unterfordert.
Alternativ kommt das der Sennheiser CX300
sowie der Creative
Labs EP 630 in Frage. Beider heben den Bass deutlich an, kappen die Höhen allerdings recht früh. Den besten Klang habe ich mit meinem Koss Porta Pro erzielt. Grundsätzlich unterstützt das Diva auch
A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über
Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Wer mag kann den Sound über zahlreiche Equalizer-Presets anpassen.
Folgende Alben aus den Bereichen
Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test
genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist
daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 wurden über iTunes beschafft bzw. eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" kodiert.
Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
The Corrs
(Talk on Corners)
OST Elizabethtown
Songs kann man nach
verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Interpreten, Alben, Genres).
Über
einfache Wiedergabelisten kann
man das Diva so zu einer passablen Musikbox umfunktionieren. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine
Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere
Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag,
kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die
Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich.
Das integrierte UKW-Radio zeigt dank RDS auch Senderinformationen an, die dann in einer Laufschrift im oberen Teil des Screens von rechts nach links scrollen. Um dem Radio allerdings ein Lebenszeichen zu entlocken, ist zwingend der Anschluss des mitgelieferten Headsets notwendig, selbst wenn man den Sound per A2DP genießen will. Damit entfällt dann auch die gleichzeitige Lademöglichkeit.
Der Media Player des Diva kann Videos auch im Vollbildmodus (Querformat) wieder geben, sofern diese nicht höher als mit 240 x 320 Pixel aufgenommen wurden. Zudem kann das Diva nur Videos im MP4-Container abspielen.
Spiele
Auf dem Diva sind bereist zahlreiche Spiele, allerdings nur als Demoversionen vorinstalliert. Für die weibliche Zielgruppe gibt es ein "spezielles" Spiele namens Date or Ditch. Hier geht es - wie könnte es anders sein - um das Liebesleben.
Klang
Obwohl das Diva nur über einen rückseitig verbauten Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers ausreichend um am Arbeitsplatz als Hosentaschenwurlitzer zu fungieren. Die Gesprächsqualität zwischen den Gesprächspartner ist einwandfrei. Während eines Gesprächs werden die Stimmen aber leicht blechern wieder gegeben. Insgesamt würde ich die Wiedergabequalität des Gerätes durchaus mit "gut" bewerten.
Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)
Das Diva nutzt von Hause aus Quadband (GSM 850/900/1800/1900-Netze) allerdings ohne Unterstützung für UMTS und HSDPA. Auch WLAN wird vom Diva ebenfalls nicht unterstützt. Der integrierte Browser kann zwar alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) anzeigen, aufgrund der recht langsamen EDGE-Verbindung dauert die Übertragung und das Rendern der Seiten recht lange. Aufgerufene Seiten speichert der Browser in einer Verlaufsübersicht. Selbst RSS-Feeds sind dank des RSS-Readers kein Problem. Im Vergleich zum iPhone oder den Modellen mit Windows Mobile gewinnt der eingebaute Browser aber keinen Blumentopf. Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. Für eine große Anzahl an E-Mails bzw. Anhänge ist das Diva aufgrund der fehlenden QWERTZ-Tastatur aber nur bedingt geeignet. Eine Hilfe beim Einrichten von Postfächern erhält man nicht, alle Zugangsdaten muss man "von Hand" eingeben. Wer mag, kann sich über Google Maps orientieren.
Das Diva nutzt hierzu - aufgrund des fehlenden GPS-Empfängers - aber nur die sogenannte Celltower-Triangulation. Das Kartenmaterial wird dann direkt aus dem Internet auf das Diva übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Die Genauigkeit ist aber selbst in dicht besiedelten Gebieten mit einer Abweichung von knapp 300 Meter nicht sonderlich hoch. Für eine annähernd passende Orientierung sollte das aber reichen. Der Sar-Wert beträgt laut Hersteller 0,993 W/kg.
Für Fans ungepflegter Kommunikation hat Samsung dem Diva einen Instant-Messenger von Palringo mit beigelegt.
Kamera/Video
Beim Diva nutzt Samsung einer deutlich umfangreichere Kamerasoftware als noch beim Corby. Neben unterschiedlichen Aufnahmemodi, wie Lächelerkennung, Serienbilder, Panorama, Mosaik, Rahmen kann man beim Diva auch verschiedene Szenen (Portrait, Landschaft, Nacht, Sport, Sonnenuntergang) vorwählen. Effekte, wie Schwarz/Weiß, Sepia, Negativ, Wasserfarbe nehmen Einfluss auf das Aussehen der Aufnahmen. Unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten für die Belichtungsmessung, Belichtungskorrektur und den Weißabgleich runden das Bild ab. Natürlich verfügt die Kamera auch über einen einstellbaren Selbstauslöser.
Wie bei einer echten Digicam wird das S7070 Diva im Quermodus gehalten, das Display dient dabei als Sucher. Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung oder in völliger Dunkelheit sind wegen der fehlenden LED nicht möglich. Solche Bilder weisen dann Farbverfälschungen und Artefakte auf.
(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)
Wie sieht es mit der Qualität der Optik der eingebauten Kamera aus? Bei guter Beleuchtung erzeugt das Objektiv der Kamera auch ansprechende Bilder! Grundsätzlich ist zwar immer der Fotograf für die Qualität der Bilder verantwortlich, die Bilder wiesen aber gerade bei Kunstlicht ein Farbrauschen auf und wirken unscharf. Die Aufnahmen kann man per MMS oder E-Mail verschicken bzw. an Facebook oder Flickr senden. Der Start der Kamera nimmt knapp 2 Sekunde in Anspruch, nach einer weiteren Sekunde ist das Bild auch schon im Kasten. Videos nimmt das Diva mit maximal 320 x 240 Pixel auf. Betrachtet man sich mein Referenzbild einer Samsung NV24HD mit 10 Megapixel so sieht man deutlich den Unterschied!
Akkulaufzeit
Beim Samsung Diva zieht das recht leuchtstarke Display am Akku. Die mitgelieferte Kraftzelle mit ihren 900 mAh hält bei normaler Nutzung (15 Minuten telefonieren, ein paar SMS,
90 Minuten MP3 am Tag) locker drei Tage durch. Selbst Intensivnutzer mit Telefonitis werden ihr Schmuckstück daher frühestens nach 1 1/2 Tagen nachladen müssen. Ich sehe da keinen Unterschied zum Samsung S3650 Corby.
Videotest
Fazit
Sind sie auf der Suche nach einem , eher weiblich aussehenden Touchscreen-Handy mit dem man gut telefonieren kann und wo der Akku länger als einen Tag hält? Soll es möglichst günstig sein? Dann greifen sie bedenkenlos zum Samsung Diva S7070. Wer allerdings gerne und oft im Internet surft, der sollte dringend die Finger vom Diva lassen. Trotz der Auflösung von 3,2 Megapixel reicht die Qualität der Aufnahmen eher für Schnappschüsse. Fans mobiler Kommunikation werden trotz des Instant-Messengers nicht unbedingt glücklich mit dem Diva werden, es fehlt die vollwertige QWERTZ-Tastatur. Die Verarbeitung, die kompakten Abmessungen und die gute Sprachqualität entschädigen aber.