Samsung SGH-i550 Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 29.01.2008, 07:01
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Sprache: german


Testbericht Samsung SGH-I550 von mobile-reviews.de

Hersteller

Samsung

Modell

SGH-i550

Preis

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SGH-i550
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S60
Navigon

Revision 1.0 vom 29.01.2008

Mit dem SGH-i550 betritt Samsung ein von Nokia dominiertes Segment des Mobiltelefonmarktes. Das ist allerdings auch kein Wunder, wird das zugrunde liegende Betriebssystem - Symbian mit der Series 60 - doch auch von den Finnen entwickelt.

Umso erfrischender ist der Umstand, dass auch mal ein anderer Hersteller ein Symbian 9.2, Series 60 3rd Edition Featurepack 1 Mobiltelefon anbietet. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Und Samsung versteht sein Geschäft nachgewiesenermaßen sehr gut. Nutzer aktueller Nokia Modelle der N-Serie werden mit der Bedienung des i550 keinerlei Schwierigkeiten haben. Das SGH-i550 bietet neben Dualmode (UMTS/GSM) auch Triband-GSM (900/1800/1900) samt Unterstützung für EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Hierbei ermöglicht die automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung den Wechsel zwischen GSM und UMTS, ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen.

Das neue i550 verfügt über ein 2.6 Zoll großes QVGA-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 262.000 Farben. Eine 3,2-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt Digitalzoom ermöglicht Schnappschüsse in guter Qualität. Erstmalig verbaut Samsung in einem Mobiltelefon auch ein GPS-Modul zur Positionsbestimmung und Navigation. Mitgeliefert wird eine Testversion der Navigationssoftware von Navizon, die sich "Mobile Navigator" nennt. Die Navigation ist nach Ablauf der Testphase kostenpflichtig.

Samsung hat dem i550 etwa 140 MByte (MB) freien internen Speicher sowie eine Erweiterungsmöglichkeit durch microSD-Speicherkarten (auch SDHC) mit auf den Weg gegeben. Preislich gesehen ist das i550 ein echtes Schnäppchen, liegt der aktuelle Straßenpreis doch bei etwa 320 €. Was das i550 sonst noch alles kann, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

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Das Design des SGH-i550 ist schlicht und ergreifend. War der Prototyp, der auf der IFA 2007 vorgestellt wurde, noch in silber gekleidet, kommt die Finalversion nun in schwarz daher. Das i550 ist damit eher unauffälliger Kandidat aus der Smartphoneriege. Gleichwohl es mit seinen Maßen von 115 x 53 x 13.8 mm bei einem Gewicht von etwa 110 g ähnliche Abmessungen einnimmt, wie ein Nokia N73. Es ist weniger poppig, dafür deutlich flacher und das bei höherem Funktionsumfang!

Keine Frage, auch die Tastatur des i550 hat ein eigenwilliges Design. Die Tasten sind sehr dünn und erinnern auf den ersten Blick an das Sony Ericsson W880i bzw Nokia N82. Auch die Rückseite des i550 wurde komplett in schwarzem Kunststoff gehüllt. Die Marmorierung ist dabei einer Lederoberfläche nachempfunden und macht sie so angenehm rutschfest. Die rückseitig angebrachte Kameralinse für die 3,2-MP-Optik verfügt über keinerlei Schutz.

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Die Tastatur des i550 ist weiß beleuchtet, der Trackball leuchtet bei Tastenaktivierung blau und im Ladezustand rot. Ist das Mobiltelefon geladen, wechselt seine Beleuchtung wieder zu blau. Ein nettes und sehr sinnvolles Feature. So sieht man auf den ersten Blick den aktuellen Ladezustand.

Größenvergleich i550 (N73, Sendo X, Apple iPhone)

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Optisch erscheint das neue i550 ähnlich groß wie ein Nokia N73.

Technik

i550XXGK4
2007-11-21
SGH-i550

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Der Taskmanager von Epocware (Handytaskman) zeigt beim i550 etwa 82 MB freien RAM an.

Der lästige "Speicher voll" Fehler eines Nokia N95 wird das i550 so schnell nicht erreichen. Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 140 MB. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht (Stichwort Navigation; die Landkarten verbraten für ganz Europa fast 1.5 GB), bietet das i550 eine Speichererweiterung durch microSD-Speicherkarten. Hierbei lassen sich auch die neuen SDHC-Versionen nutzen. Eine Aufrüstung um 4 oder 8 GB steht also nichts mehr im Wege. Im Vergleich zum Festspeicher eines N95 8GB ist eine Speicherkarte die bessere Alternative, da man flexibler auf den Speicherbedarf reagieren kann.

Das Samsung SGH-i550 nutzt einen schnellen ARM1136 Prozessor kombiniert mit einem TI OMAP 2430 zur 2D/3D-Grafikbeschleunigung. Angetrieben wird es mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.2 in der Series 60 3rd Edition, Feature Pack 1. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Lieferumfang

In der von Samsung bekanten und sehr kleinen Verpackung wird das i550 mit folgendem Inhalt ausgeliefert:.

  • Samsung SGH-i550
  • Akku 1200 mAh
  • Reise-Ladegerät
  • Musik-Headset
  • USB-Datenkabel
  • microSD-Speicherkarte (512 MByte)
  • Kurzanzleitung
  • Samsung PC-Suite (CD)

Auf dem i550 bzw. der Speicherkarte ist bereits die Navigationssoftware Mobile Navigator von Navizon samt D-A-C-H Karte vorinstalliert.

Verarbeitung/Haptik

Das i550 wird in Korea hergestellt. Ein Zeichen für schlechte Qualität? Sicher nicht. Mobiltelefone von Samsung zeichneten sich eigentlich schon immer durch eine gute Verarbeitung aus. Die Verarbeitung des SGH-i550 ist über jeden Zweifel erhaben. Die verbauten Drücker weisen einen angenehmen Druckpunkt auf, allerdings sind die Tastenstege sehr dünn geraten. Durch die breite Tastatur mit den relativ großen Abständen zwischen den Tasten werden aber auch größere Hände relativ zügig SMS erstellen können. Bei zarten Frauenhände mit längeren Fingernägel wird hier aber auch keine rechte Freude aufkommen. Insgesamt kann man(n) aber sagen, dass sich die Tasten noch gut bedienen lassen. Selbst die letzte Tastenreihe ist noch gut erreichbar.

Fettflecke lassen sich problemlos und rückstand- sowie kratzerfrei mit einem Mikrofasertuch entfernen. Auch der Transport des Gerätes in der Hosentasche führte nicht zu Beschädigungen am Display. Wobei ich aus Gründen der Sicherheit sowie des Werterhalts immer zu einer entsprechenden Schutzfolie raten würde.

Der Navikey des Samsung SGH-i550 besteht aus einem Trackball, wie er auch bei den Blackberrys eingesetzt wird. Diese Art der Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig und eine wirklich sichere Navigation in den Menüs ist erst nach viel Übung möglich. Im Vergleich zum Steuerkreuz eines N82 ist der Trackball allerdings deutlich besser.

Nach entsprechendem Feintuning mittels des relativ gut versteckten Menüpunktes "Trackball sensitivity"

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(Einstell. - Allgemein - Personalisier.) auf Stufe 7 kann man mit dem Trackball aber ganz ordentlich arbeiten. Für Actionspiele ist er allerdings nicht zu gebrauchen. Das i550 lässt sich mit nur einer Hand bedienen. Die einzelnen Richtungen des Trackballs können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden.

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Die Steuereinheit des i550 besteht aus insgesamt 6 Tasten. Die beiden Softkeys liegen links und rechts unterhalb des Displays. Die Menütaste befindet sich links außen, direkt daneben ist der Drücker für den Webbrowser angebracht. Rechts außen befindet sich die Medientaste (als Kurzwahl für die gängigen Multimediafunktionen, MP3-Player, RealPlayer, Radio). Direkt links daneben der Drücker für die Navigationssoftware. Dieser lässt sich leider nicht für eine andere Funktion oder Software zweckentfremden. Die beiden Tasten zur Anrufsteuerung sowie die C-Taste sind direkt unterhalb dieser Steuereinheit untergebracht.

Die Zahlentasten selber sind deutlich erhöht und mit ausreichend großen Abständen versehen. Sie weisen einen relativ gut hörbaren Druckpunkt auf.

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An der linken Außenseite des i550 befindet sich der Einschub für die microSD-Speicherkarte Speicherkarte sowie die beiden Drücker für die Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3-Betriebs. Auf der rechten Seite befindet sich der Anschluss für das USB-Datenkabel bzw. Stereo-Headset. Handelsübliche Stecker passen nicht in das i550. Freundlicherweise liefert Samsung aber das passende Anschlusskabel gleich mit. An der Oberseite des i550 befindet sich der 3.5 mm Kopfhöreranschlusses. Auch die die Kamerataste ist hier zu finden.

Display

Das Display mit 2,6-Zoll-Aktivmatrix kann 262.000 Farben darstellen und verfügt über eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Im Vergleich zum Display des N95 wirkt die Auflösung "schärfer" und farbenfroher. In meinen Augen hat Samsung aber schon immer das bessere Display geliefert.

Die Größe der Icons steht in einem guten Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken gut ablesbar. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich lässt sich manuell anpassen. Auch das i550 verfügt über einen Schlafmodus. Das Display schaltet sich also komplett ab, leider gibt dann weder eine LED, noch ein entsprechender Hinweis auf dem Display Auskunft über den aktuellen Zustand, sprich entgangene Anrufe/SMS.

Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Serie 60 Verhältnisse sehr kurzen Gedenkzeit von etwa 15 Sekunden - ist das i550 einsatzbereit. Das i550 bietet leider keinen Einrichtungswizard oder sonstige Hilfe bei der Erstinstallation.

Menü/Funktionen

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Nachdem man die Menütaste des i550 betätigt hat, präsentiert sich die 3rd Edition der Series 60 im Feature Pack 1 auf der Hauptebene mit 11 Menüpunkten (4x3 Icons). Neu hinzugekommen ist Möglichkeit, Unterordner zu erstellen. Menüpunkte lassen sich in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man im Ordner "Installat.". Geöffnete Programme werden mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet.

Der Quermodus (Landscape) wird nur im RealPlayer beim genutzt. Das Menü selber lässt sich nicht auf den Quermodus umstellen. Abhilfe schafft hier höchsten die Drittanbietersoftware (RotateMe).

Bei den mitgelieferten Anwendungen handelt es sich um alte Bekannte mit nur leicht erweiterten Funktionen, wie sie auch schon von den anderen S60 Mobiltelefonen (N70) bekannt sind. Ein Umrechner für Einheiten (Währung, Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur), eine Weltuhr, eine Notizfunktion und eine Rekorderfunktion für Sprachnotizen helfen bei der täglichen Aufgabenbewältigung.

In der Galeriefunktion des i550 lassen sich Bilder, Videoclips, Musiktitel, Soundclips, Streaming-Links und Präsentationen anzeigen. Leider reagiert diese bei sehr vielen Bildern (ich hatte etwa 80 Aufnahmen auf der Speicherkarte) recht träge. So kann es ein paar Sekunden dauern, bis die kleinen Voransichten geladen wurden.

PIM/Office

In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Zweiter Vorname, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag, Geburts-/Jahrestag und vieles mehr hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Eine Synchronisation erfolgt über die Samsung PC-Suite.

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Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sind sehr umfangreich. Er zeigt das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fenster an. Zudem bietet er die Wahl zwischen Monats- und Wochenansicht. Auch beim i550 wurde wieder das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich.

Damit man unterwegs nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente. Flash (lite) Animationen kann das i550 ebenfalls anzeigen. Seit ein paar Tagen gibt es auf der Webseite von Adobe zudem den Flash Lite 3.0 Player. Werksseitig verfügt das i550 "nur" über die Version 2.0. Ab Werk lassen sich Videos von YouTube also nicht anzeigen. Seit kurzem gibt es hierzu aber eine spezielle Anwendung, "emTube" genannt.

Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können zwar angepasst, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch eigene Profile sind möglich. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des i550 betätigt.

Aktive Standby

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Er zeigt eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht zeigt er allerdings nicht. Wenn der MP3 Player im Hintergrund läuft, wird zudem der aktuelle Song angezeigt und ermöglicht dann den direkten Sprung zum Player. Die jeweiligen Shortcuts können frei belegt werden. Der aktive Standby lässt sich natürlich auch ganz abschalten. Leider wird auf dem Active Standby keinerlei Information über das Radio angezeigt. Beim i550 ist eine Suchfunktion über google hinzugekommen. Dazu passend gibt es einen entsprechenden Eintrag im Aktive Standby. Durch die Eingabe bestimmter Begriffe kann man dann im Internet suchen. Dieses Plugin lässt sich nicht abschalten.

Voice Signal

Das SGH-I550 wird mit der Software "Voice Signal", einer Stimmenerkennung ausgliefert. Sprachkommandos werden durch drücken der "0"-Taste eingegeben. Mit dieser Anwendung können Sie sowohl Telefonnummern, als auch Menüpunkte und andere Anwendungen gestartet werden. Hierbei ist es nicht notwendig, eine bestimmte Stimme zu trainieren. Im direkten vergleich zu Nokias Lösung, ist Voice Signal deutlich überlegen.

Video Editor

Eine nette Anwednung, die direkt auf dem i550 das Schneiden und Nachvertonen von eignen Videos ermöglicht. Hierbei dienen fertig gedrehte Videos als auch Fotos als Vorlage. Es lässt sich praktisch eien animierte Bildershow erstellen, die dann als MP4 Film mit QVGA-Auflösung abgespeichert wird. Über eine Diashow - wie Nokias N-Serie - verfügt das i550 nämlich nicht.

MP3/Radio

Das i550 verfügt über den Standard-MP3-Player der Sereis 60, allerdings ohne Equalizer. Sein Klang kann selbst in Verbindung mit einem guten Headset nicht recht überzeugen, kommt er doch ziemlich flach daher. Die Lautstärke ist ebenfalls nicht überdurchschnittlich hoch. Durch den 3.5-mm-Anschluss können auch handelsübliche Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Leider spielt das i550 keine WMA-Dateien ab, die beispielsweise von musicload.de herunter geladen wurden. Es kommt zu einem Zertifikatsfehler. Dafür ist die erstmalige Initialisierung des MP3 Players (er sucht dann nach neuen Musikstücken) sehr kurz.

Natürlich ist sowohl der MP3-Player, als auch da eingebaute Radio multitaskingfähig. Ggerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktive Standby kann der MP3-Player gut genutzt werden. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Samsung ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks.

Der Klang des MP3-Players ist etwas "flach". Mit einem geschlossenen Kopfhörer (z. B. den Shure SE 210 oder die Ultimate Ears super.fi 4 vi (mit eingebautem Mikrofon) kann der Bassbereich aber etwas "aufgepeppt" werden. Samsung wollte mit dem SGH-i550 wohl keine Konkurrenz zu seiner "Walkmanversion", dem SGh-i450 schaffen.

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Auch das i550 verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion oder die von Nokia bekannte und webbasierte, "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Sender lassen sich sowohl automatisch, als auch manuell suchen. Insgesamt kann das i550 fünfzig Sender speichern. Natürlich lässt sich das Radio auch über den integrierten Lautsprecher ausgeben. Wahlweise über den 3.5 mm Klinkenanschluss oder das mitgelieferte Stereo-Headset an der Samsung eigene Buchse..

Klang

Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Smartphone-Niveau. Sie kann meiner Meinung nach aber immer noch nicht mit alten Geräten, wie dem Nokia 6230i(i) oder aktuellen Sony Ericsson Modellen mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpfer und durch die externen Lautsprecher bei höhrer Lautstärke auch "blechern" wieder gegeben. Der Klang ist kräftig genug, um auch in etwas lauteren Umgebungen noch eine Kommunikation zu ermöglichen. In sehr lauten Umgebungen (Baustellen, Disco) wird das i550 aber passen müssen..

Die Klangeigenschaften des Lautsprecher sind im Radiomodus bzw. als MP3-Player-Ersatz soweit befriedigend. Der Klang ist zwar sehr höhenbetont und "blechern", die maximale Lautstärke in geschlossenen Räumen aber ausreichend.

Connectivity

Als Triband-Mobiltelefon (GSM 900/1800/1900-Netze) mit UMTS Unterstützung leistet es sich keine Schwächen. Das i550 hat gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das i550 verbindet sich mittels Datenkabel (USB) mit der PC USB 2.0-Schnittstelle. Es lässt sich auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Verbindet man sein neues Schmuckstück mit dem PC, hat man die Optionen "Fotodruck, Media-Player, PC Suite und Datentransfer ". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das i550 auch nicht offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden. Eine 15-MB-Datei war nach knapp 5 Sekunden vom PC in den Hauptspeicher des i550 transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 60 MB) brauchte 20 Sekunden für den Transfer.

Über die Option Fotodruck können die Aufnahmen des i550 dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Auch ein Upload an einen Internet Bilderdienst (Flickr und Co) ist möglich. Über das USB-Datenkabel kann das i550 auch geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen nach Spezifikation 2.0 (BIP-ImagePush, DUN-GW, FT-Server, HandsFree-AG (1.0), Headset-AG, OBEX, OPP-Client, OPP-Server) sowie A2DP und AVCRP wird unterstützt. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute.

Die 3,5-mm-Klinkenbuchse dient zum Anschluss eines Standard-Kopfhörers bzw. als Antenne für das Radio.

Internet

Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen Mobiltelefonen mit Symbian Betriebssystem genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

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Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser sehr schnell ist. Natürlich ist der i550 Browser in der Lage, Frames sowie PHP anzuzeigen. Auch Popups sind kein Problem. Insgesamt ist er ein vollwertiger Browserersatz. Immer unter der Voraussetzung, dass der User auch über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Denn Eingaben von längeren URL über die normale Tastatur sind halt nicht immer flott zu erledigen. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim i550 Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 150%).

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Auch der Quermodus ist möglich.

GPS (Navigation)

Samsungs i550 bietet ein integriertes GPS -System mit der entsprechenden Software an. Hiermit lässt sich das i550 als Onboard Navigationslösung nutzen. Über einen speziellen Drücker wird das Navigationsprogramm gestartet. Schneller geht es nicht.

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Die Sprachausgabe der Navigationshilfe ist ausreichend laut. Das i550 verfügt nicht über einen Sirf-III Chipsatz. Der erste Satfix nach dem Auspacken des i550 kann bis zu 15 Minuten dauern. Danach dauert er etwa 2-3 Minuten. Eine testweise genutzte GPS-Maus mit Sirf-III Chipsatz war aber oft deutlich schneller. Wird das GPS in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang aber praktisch auf 0. Eine Tatsache, die aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme (mein i550 wurde neben dem Lenkrad befestigt und lieferte überwiegend zuverlässige Werte). Tunnel und Dächer sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" funktioniert zuverlässig. Ein Echtzeitzoom innerhalb der Kartenansicht ist nicht möglich. Stichwort Kartenansicht, es gibt sowohl eine 2D- als auch 3D-Ansicht. Wählbar ist ebenfalls eine Art von "Nachtsichtmodus" mit invertierter Darstellung der Kartendetails. Das Programm bietet neben einer Navigation zu einer Anzahl von PoI (Sehenswürdigkeiten), auch eine "Homefunktion", also die Navigation zur Heimatadresse. Hierbei lassen sich bestimmte Parameter (Reise per Pkw, Lkw, Fußgänger) berücksichtigen. Festzuhalten bleibt die Tatsache, dass der Mobile Navigator sicher nicht das beste Programm zur Navigation ist. Erfreulicherweise funktioniert aber auch Route 66. Die Routenplanung selber ist nach Ablauf der Testphase kostenpflichtig.

Kamera/Video

Im Kameramodus wird das i550 wie eine normale Digicam bedient und im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 3-4 Sekunden. Eine LED-Leuchte kann auch hinzugeschaltet werden und erhellt Motive bis zu einem Abstand von etwa 1 Meter. Die Kameraeigenschaft des Samsung SGH-i550 ist im Vergleich zum Sony Ericsson K850i oder Nokia N82 sicher nicht sonderlich beeindruckend.

Videoaufnahmen ermöglicht das i550 mit einer maximalen Auflösung von 352 x 288 Pixeln (CIF). Das i550 bietet dem Hobbypaparazzi Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität Hoch, Normal, Niedrig sowie der Bildauflösung (2048 x 1536 bis 320 x 240). Der Belichtungsmesser kann zwischen den Optionen Matrix, Spot und Mittenbetont variiert werden. Der Auto-Fokus ist abschaltbar und erhöht dann die Auslösegeschwindigkeit. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 10-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden. Der Zoom wird von einem extrem nervigen Ton begleitet, der sich auch nicht abschalten lässt. Ein Selbstauslöser mit Timer zwischen 0, 3, 5 und 10 Sekunden runden das durchwachsene Bild ab. Der Kameraton ist nicht komplett abschaltbar und lässt sich auch nicht austricksen, indem man die Warntöne abschaltet.

Die Helligkeit lässt sich durch Auswahl des Belichtungswertes beeinflussen. Der Weißabgleich kann auf Automatisch, Sonnig, Wolkig, Glühlampe und Neonlicht eingestellt werden. Der Farbton des Bildes wird zwischen den Optionen Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Wasser - die letzte Option betont Blautöne - ausgewählt. Die Qualität der Bilder ist in meinen Augen nicht besser als bei bisherigen Modellen von Samsung. Einen Qualitätsunterschied zu Aufnahmen aktueller Sony Ericsson bzw Nokia-Modelle der N-Serie sieht man auf den ersten Blick. In Räumen mit wenig Beleuchtung bilden sich schnell Artefakte, dafür kann der Makromodus in meinen Augen überzeugen.

Gibt man dem Bild dann noch einen Namen (aktuelles Datum oder freier Text) und zeigt dem i550, wo es seine Bilder speichern soll (interner Speicher oder Speicherkarte) ist man schon am Ende der Möglichkeiten angelangt.

Kamerabilder Samsung SGH-i550 (rezised)

Kamerabilder Samsung SGH-i550 (original, 25 MB)

Videos nimmt das i550 in QVGA Auflösung mit maximal 352 x 288 Pixeln auf. Auch hier steht eine kleine Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Einen Videostabilisator sucht man allerdings vergebens. Die Qualität der Aufnahme lässt sich über den Weißabgleich ( Automatisch, Sonnig, Wolkig, Glühlampe und Neonlicht) sowie Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Wasser) beeinflussen. Die Aufnahmen lassen sich dann mit dem Realplayer des i550 abspielen. Natürlich im Vollbildmodus. Pro Minute Video werden etwa 3 Megabyte Speicher verbraten.

Akkulaufzeit

Mit dem 1200 mAh starken Akku lässt sich ein eintätiger Messeeinsatz mit nicht allzuviel Telefonaten überbrücken. Bei nicht ganz so intensiver Nutzung hält der Stromspeicher etwa 2 Arbeitstage. Bei Dauernavigation (eingeschaltetem Display und Sprachausgabe) bettelt der Akku allerdings bereits nach kanpp 3 Stunden um Hilfe aus der Steckdose. Wer sein i550 also sehr intensiv nutzt (sprich GPS, MP3, Display) wird es täglich laden müssen.

Nutzt man nur den MP3-Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 8 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 5 Stunden Feierabend). Bei moderater Nutzung (2 Stunden MP3 sowie etwa 30 Minuten Telefonate am Tag) verschafft man sich etwa 2 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Stand-by bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 5 Tage. Rund 3 Stunden Sprechzeit im GSM-Netz und etwa 2 Stunden im UMTS-Netz sind möglich. Leider ist die Akkuanzeige auch etwas ungenau, so dass man bei Verlust von 2/3 der Anzeige seinem i550 Strom spenden sollte, sofern man auf eine zuverlässige Funktionsweise angewiesen ist.

Videotestbericht



Fazit

Autor
Das Samsung SGH-i550 ist sicher eine gute Alternative (gerade in der aktuellen Situation in Deutschland) zu Geräten wie Nokias N73. Über einen direkten Konkurrenten verfügt es eh nicht. Das halbwegs vergleichbare Nokia N95 bietet eine deutlich bessere Kamera und Videofunktion, dafür aber eine schlechtere Verarbeitung. Gleiches gilt für das N82 aus dem Hause Nokia. Die Modelle von Sony Ericsson haben kein integriertes GPS. Der Trackball ist zwar gewöhnungsbedürftig, hat man sich aber erst einmal damit angefreundet, so ist eine halbwegs sichere Steuerung möglich. Wer ein ausgereiftes Kamerahandy mit WLAN sucht und auf die überragende Erweiterungsmöglichkeit von Symbian angewiesen ist, muss zu einem N-Serie Modell aus dem Hause Nokia greifen. Wer ohne WLAN und 5-MP Kamera auskommt, sollte sich unbedingt einmal das Samsung SGH-i550 ansehen! Es bietet eine gute Mischung zwischen Funktionalität und Akkulaufzeit - ohne auf eine gute Kamera verzichten zu müssen.

Wer nur ein gutes Kamerahandy sucht und auf WLAN oder GPS keinen Wert legt, kann durchaus zum Sony Ericsson K800i/K810i/K850i oder N73 greifen. Wer einen echten optischen Zoom braucht, kommt im Moment nicht um das Nokia N93(i) bzw. Samsung G800 herum. Die entsprechenden Tests der Geräte finden Sie hier auf meiner Seite. Im Markt der Smartphones mit integriertem GPS hat das i550 das in meinen Augen beste Preis-Leistungsverhältnis. Für etwa 320 € (Straßenpreis) bekommt man kein anderes Smartphone mit Navigationsfunktion.





  

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