Einleitung
Die Jungs bei Samsung sind gut drauf. Kurz nach dem D800 erblickt nun das Samsung P300 das Licht der Welt. Zumindestens bei den europäischen Nachbarn. Deutschland muss wohl noch bis April 2006 auf das Sahnestück warten.
Das P300 ist ein superflaches Designerstück. Mit nur 8.9 mm ist es nochmals flacher als das Motorola SLVR L7. Es besteht aus Edelstahl und wirkt, wie aus einem Stück gefertigt, liegt dabei gut in der Hand. Gleichwohl es den Charme eines Casio Taschenrechners versprüht, ist es doch ein Hingucker in Cafes.
Das P300 ist - wie bereits erwähnt - in vielen Ländern schon vor der cebit 2006 verfügbar. Aufgrund der Fertigungskapazitäten sowie einer "strategischen" Entscheidung bei Samsung gehört Deutschland nicht zu den ersten, die das P300 in den Händen halten dürfen.
Da es von der Benutzerführung und den Funktionen dem D600/D800 sehr ähnlich ist, habe ich mir erlaubt meinen D800 Test als Grundlage zu nehmen.
Es handelt sich hierbei um ein Retailgerät inkl. deutscher Anleitung.
Design
Samsung behauptet auf seiner Webseite "Mit nur 8,9 mm Durchmesser ist es so dünn wie eine Kreditkarte und somit ein idealer Begleiter. " Das ist natürlich blanker Unsinn. Eine Kreditkarte ist wohl deutlich dünner. Dennoch ist das P300 eines der flachsten Handy, die ich kenne. Mit seinen Maßen von 86 x 54 x 8,9 mm sowie einem Gewicht von 81 Gramm (ein Tribut an den Edelstahl) liegt es noch gut in der Handy.
Technik
Das Samsung P300 verfügt über 80 MB nicht erweiterbaren Speicher. Davon sind im Auslieferungszustand etwa 68 MB frei. Der Rest ist mit Videos und MP3 vorbelegt. Diese lasen sich selbstverständlich löschen. Samsung hat dem P300 eine 1.3 MP Kamera spendiert, einen MP3 Player sowie - natürlich - T9 Texterkennung.
Lieferumfang
Samsung liefert sein P300 in einem edlen schwarz-weissen flachen Karton mit
* Akku (3.7 Volt Li-Ionen)
* Bedienungsanleitungen
* kleines Standardladegerät
* Stereo-Headset
* USB Datenkabel
* Software
* Ledertasche (mit eingeabutem Zusatzakku)
aus.
Verarbeitung/Haptik
Die Verarbeitung des P300 ist excellent. Da dort kein Slider verbaut wurde, es ansonsten auch sehr "kraftvoll" und "knackig" daher kommt, wackelt, knarzt und schleift nix. Die Tasten sowie der "Navikey" lassen sich gut bedienen. Einzig die Tasache, dass die Tastatur eher "untypisch" aufgeteilt wurde, löst am Anfang leichte Verwirrung und Fehlbedienung aus. Nicht immer löst der im Menü beschrieben Softkey auch die gewünschte Funmtion aus. Nach kurzer Eingewöhnung ist es aber völlig unproblematisch zu bedienen und sogar SMS gehen leicht von der Hand..
Die Tastatur des P300 ist deutich zu spüren und gut bedienbar. Die Tasten haben einen kurzen, knackigen Druckpunkt. Alles mit dem Charme eines Taschenrechners. Also kein Vergleich zur missratenen D800 Tastatur.
Display
Die Displays der Firma Samsung sind über jeden Zweifel erhaben. Das P300 verfügt natürlich über ein Samsung typisch sehr gutes Display mit einer im Mobilbereich als Standard zu bezeichnenden Auflösung von 220 x 176 Pixel bei 262.144 Farben. Das Gnaze in TFT-Technologie. Bedingt durch die geringere Auflösung erscheint es optisch nicht so gut, wie noch beim D800. Auch das Breitabdnformat des Display im "16:9" Style ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Die 9 Menüpunkte wirken im ersten Moment gedrungen. Die Farben und die Icons kommen gut rüber, sind mit dem D800 vergleichbar.
Inbetriebnahme
Nach dem Einschalten, Pineingabe und abschaltbarer Einschaltmelodie ist das P300 sofort einsatzbereit. Die Wartezeit der Series60 von Nokia teilt es nicht.
Menü/Funktionen
Die Menüführung entspricht dem D600, gleichwohl es - aufgrund der "16:9" Ansicht etwas gedrungener wirkt. Beim P300 kann nicht zwischen der gewöhnlichen Gitteransicht und der Flashansicht gewählen werden.
Menüshortcuts über Zifferntasten bzw. Navikey sind - wie bei anderen Samsung üblich - ebenfalls vorhanden. Man kann den 4-Wege Navikey frei belegen. So kann man die fehlenden Profile kompensieren, indem man die Klingeltoneinstellungen auf einen dieser 4 Wege legt.
Screen Menü MP3
Durch drücken des iSymbol/OK Taste löst man die Browserfunktion aus. Samsung üblich aktiviert man über die #-Taste den "Lautlos" Modus (wahlweise mit oder ohne Vibrationsalarm).

Das Telefonbuch speichert bis zu 1000 Kontakte. Folgende Eintragungsmöglichkeiten sind vorhanden:
* Nachname
* Vorname
* Mobil
* Privat
* Büro
* Fax
* andere
* Email
* Bild
* Klingelton
* Gruppe
* Notizen
Ein echtes Adressfeld gibt es auch beim P300 nicht, hier läßt sich aber auch das Notizfeld mißbrauchen. Es fasst 50 Zeichen und ist für eine komplette Adresse daher ausreichend.
Das P300 verfügt über einen Kalender (400 Einträge) mit Tages- Wochen oder Monatsansicht samt Kurzübericht der Anzahl der Geburtstage, Notizen, Aufgaben, etc. Des Weiteren verfügt es über eine Memo- und Aufgabenliste. Akustische Erinnerungen für Termine und Aufgaben lassen sich festlegen, sogar Terminwiederholungen sind möglich.
Der Kalender mit Tages-, Wochen- und Monatsansicht ist für unterwegs völlig in Ordnung. Außerdem verfügt das Gerät über eine Sprachaufzeichnung von bis zu 60 Minuten.
Auch das P300 bietet einen E-Mail Klient. Dieser erlaubt das Senden und Empfangen von E-Mails inklusive Anhang. So kann man problemlos von Unterwegs Bilder oder Töne, Dokumente oder ähnliches empfangen und ansehen.
Das P300 bietet seinem User neben einem Alarm (Alarm = Wecker (Optionen Morgenanruf, Alarm 1, Alarm 2, Einschalten mit Alarm)) auch noch die Samsung typischen Anwendungen wie Taschenrechner, Umrechner, Zeitzonen, Timer und Stoppuhr.
Die T9 Eingabehilfe entspricht der des D600. Großschreiben mitten im Satz ist bei Samsung immer noch nicht so einfach möglich. Auch hier muss die Shift-Taste zweimal gedrückt werden, um ein Wort groß zu schreiben. Samsung's T9 ist natürlich lernfähig. Eine Anzeige der noch verbleibenden Zeichen gibt es beim P300 ebenfalls. Es sind maximal 1836 zusammenhängende Zeichen möglich.
Das P300 hat leider keinen Picsel-File-Viewer, der es ermöglicht, MS Word, Excel, PowerPoint, Text, PDF, HTML sowie die Standard-Bilderformate anzuzeigen.
Der MP3 Player ist gut umgesetzt, aufgrund der nicht erweiterbaren 80MB Hauptspeicher aber in meinen Augen überflüssig. MP3 werden in sehr guter Qualität wahlweise über den Lautsprecher oder über das Headset wieder gegeben. Mehrere Visualisierungen sowie EQ-Presets stehen zur Verfügung. Des Weiteren verfügt er über eine 3D Sound-, Loop- und Repeat-Funktion.
Eigene Playlists lassen sich problemlos selbst erstellen, Files lassen sich aus dem Dateisystem beliebig einfügen. Die 80MB interner Speicher reichen etwa für 1,5 Std. MP3 Genuss. Die vom D800 bekannte Multitaskingfähigkeit ist nicht vorhanden.
Unterhaltung/Spiele/Anwendungen
Ab Werk sind zwei nette Spiele installiert:
* Bobby Carrot
* Freekick Festival
Freekick Festival Freekick Festival Bobby Carrot Bobby Carrot
Bobby Carrot ist eine Art von Strategiespiel, während Freekick Festival die Gelüste der Fußball WM Freaks befriedigt. Beide Spiele sind nett an zusehen und soweit flüssig animiert.
Klang
Der Klang des eingebauten Lautsprechers wird als sehr laut, klar und deutlich empfunden.
Konnektivität
Das Gerät nutzt die Bluetooth Schnittstelle 1.2. So lassen sich Bilder etc. übertragen und Telefonbucheinträge syncen. Über das USB Datenkabel kann das D800 an einen PC angeschlossen werden.
MMS sind bis 300KB möglich. Im internen Speicher finden 200 SMS Platz.
Der Empfang selber ist gut. Die Sprachqualität ist auch voll in Ordnung.
Kamera/Video
Samsung spendiert seinem P300 nur eine Kamera mit 1,3 Megapixel-Auflösung (1280 x 1024 Pixel), das Display dient dabei als Sucherfunktion (Vollbild). Es verfügt zudem über einen 4-fach Digitalzoom, Kontrasteinstellung, Einzel-/Serien- sowie Mosaikbildaufnahmen, Fotoeffekte (Grautöne, Negativ, Sepia, Antik, Mondschein, Nebel) Bildbearbeitung mit Rahmen und Videoclip-Funktion sowie einer Fotoleucht, di auch in den Dauerbetrieb als Taschenlampenersatz geschaltet werden kann. Die Kamera ist brauchbar und deutlich besser, als bei vergleichbaren Nokia oder WM2005 mobiles.
Bild Bild Bild
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit des P300 ist guter Samsungstandard. Bei moderatem Gebrauch lassen sich etwa 3 Tage erreichen. Durch Nutzung der Ledertasche mit Zusatzakku läßt sich die Laufzeit nochmal verlängern. Hier gilt wie immer: je mehr Displaynutzung, je schneller ist der Akku leer
Fazit
Das P300 ist ein edles Mobile, aus ausgesuchten Materialien. Wer auf Edelstahl und Leder steht, bekommt für sein Geld einen guten Gegenwert. Gleichwohl das P300 kein Multimediagerät ist, hat es doch die Grundfunktionen (1.3 MP Kamera & MP3 Player) an board. Wenn man(n) die Designerseite betrachtet, gibt es neben dem Nokia 8800 kaum gleichwertiges. Das Samsung P300 hat aber nicht die "Kinderkrankheiten" des 8800. Wird aber wohl auch nicht so wertstabil bleiben. Ansonsten erhält man(n) ein D600 in edlem Kleid mit brauchbarer Kamera, erstklassiger Varbeitung und einem ganz eigenem Charme.
|