Mit dem M8800 Pixon bringt Samsung ein weiteres Pixelmonster auf den Markt. Das i8510 Innov8 hat dabei die Meßlatte für Handycams schon deutlich höher gelegt, aber wird das M8800 sie nochmals überspringen können? Der Name „Pixon“ ist jedenfalls ein reiner Kunstname ohne tieferen Sinn. Ursprünglich hiess es mal "Bresson". Ein 3,2-Zoll-Touchscreen erleichtert die Bedienung. Dreh- und Angelpunkt ist mit Sicherheit die 8-Megapixel-Kamera. Ein Autofokus sorgt für scharfe Bilder, die Wide Dynamic Range und der LED-Blitz helfen dabei, sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Für zittrige Hände gibt es einen Bildstabilisator. Den Ayers Rock nimmt man dann am besten im Panorama-Modus auf, die seligen Gesichter des Australienfans erfaßt die Kamerasoftware über eine Gesichts- und Lächelerkennung und Blinzelerkennung. Videos werden mit 720 x 480 Pixel (WVGA) Auflösung und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Wer die Auflösung auf 320 x 240 Pixel reduziert, kann sogar 120 Bilder pro Sekunde ins Spiel bringen. Ein waschechter M DivX-Videoplayer sowie ein Radio samt Aufzeichnungsmöglichkeit runden die Multimedia-Fähigkeiten des Pixon ab. Das integrierte GPS wird in erster Linie für Geotagging genutzt, erst in zweiter Linie ermöglicht es eine Art von Navigation über das vorinstallierte Google Maps. Per GPRS mit EDGE und UMTS mit HSDPA ist man unterwegs online. Wie sich das zurzeit flachste Fotohandy im täglichen Büroalltag geschlagen hat, wird Ihnen mein Testbericht zeigen.
Design/Haptik/Verarbeitung
Mit den Abmessungen von nur 108 x 55 x 14 mm ist es ein echter Flachmann. Die beiden Konkurrenzmodelle (Sony Ericsson C 905 und LG Renoir) sind da etwas dicker geraten. Die Vorderseite wird fast ausschließlich vom 3,2-Zoll-Touchscreen dominiert, unterhalb des Screens gibt es nur noch zwei Tasten zur Gesprächssteuerung und eine zum löschen von Eingaben. Zwischen Display und den drei Tasten befindet sich ein kleiner Schlitz, der Staub und Dreck leider eine gute Angriffsfläche bietet. Das Gehäuse des Pixon besteht dabei vollständig aus wertigen, matten Kunststoff. Die Rückseite liegt durch den metallenen Akkudeckel angenehm kühl und glatt in und vor allen Dingen recht leicht in der Hand, kein Wunder, wiegt es doch nur 128 g. Ecken und Kanten sucht man vergebens. Ein mechanischer Linsenschutz schützt die von Samsung gelieferte Optik vor Kratzern. Der Touchscreen reagiert sehr! zügig auf Eingaben. Obwohl Samsung noch einen ausziehbaren Eingabestift mit beilegt (war bei meinem Testgerät nicht der Fall), kann man es problemlos mit den Fingern bedienen. Multitouch ist dem Pixon allerdings genauso fremd, wie ein kapazitiver Touchscreen. Dafür reagiert es auch auf Eingaben per Fingernagel. Wie bei diesen Modellen üblich, werden Eingaben mit einer leichten Vibration und einem abschaltbaren Ton bestätigt. SMS und E-Mails lassen sich über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur im Querformat bequem verfassen.
Allerdings nicht ganz mit der bei normalen Mobiltelefonen gewohnten Geschwindigkeit. So schnell wie eine echte Tastatur kann auch der Screen des Pixon die Eingaben nicht umsetzen. Dennoch kann man auf dem M8800 deutlich schneller schreiben, als auf anderen Smartphones mit Touchscreen. Der virtuelle Ziffernblock erscheint in den entsprechenden Anwendungen oder Menüpunkten (Kurznachrichten, E-Mails).
Eingaben vervollständigt das Pixon auf Wunsch mittels der Eingabehilfe T9.
Die proprietäre Lade-/Kopfhörerbuchse samt fummeliger Abdeckung befindet sich an der Oberseite des Mobiltelefons. Wer Radiohören und sein M8800 laden will, ist aber aufgeschmissen. Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Eine dauerhafte Berieselung aus dem Äther ist damit ausgeschlossen und wird vom schwachen Akku vordiktiert. Warum ist das so? Nun, das eingebaute FM-Radio will unbedingt das Headset als Antenne nutzen. Die paar Bedienelemente haben die Designer auf die beiden Aussenseiten verteilt. Linksseitig kann das Pixon dank eines - mit einer Abdeckung geschützten - Einschubs mit Speicherkarten erweitert werden. Bis zu 16 GB sind mit microSDHC-Karten kein Problem. Direkt darunter befindet sich eine Taste für eine handvoll oft genutzter Funktionen, wie Nachrichten oder den Musikplayer. Gefolgt vom Drücker für die Displaysperre. Rechtsseitig findet man den Auslöser für die Kamera sowie die Laut-Leiseregler. Zudem wurde hier eine Taste positioniert mit deren Hilfe man direkt Zugriff auf die Bildergalerie bekommt.
Größenvergleich (BlackBerry Storm - Apple iPhone 3G- Samsung Pixon)
Technik
Technisch brilliert das Pixon mit einer nahezu vollständigen Ausstattungsliste. Vom 3,2-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixel, über die 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Digitalzoom bis hin zu knapp 50 MB internen Speicher sowie einen Slot für microSD(HC) Speicherkarten ist alles vertreten. Ein Musicplayer und FM-Radio (inkl. RDS) vervollständigen den guten Ausstattungsumfang. Das Pixon ist zudem in der Lage DivX Videos abzuspielen. Für diejenigen, die das M8800 auch zum Telefonieren nutzen wollen: als Triband-Gerät (GSM 900/GSM 1800/GSM 1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es fast überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt es über Bluetooth 2.0 samt AVRC und A2DP und USB (2.0) auf. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Hierzu verfügt das M8800 über einen entsprechenden Lagesensor.
Lieferumfang
Zum Lieferumfang des knapp 499 € (UVP) teuren Schmuckstücks gehören noch eine 1 GB microSD samt Kartenadapter und ein ausziehbarer Stylus (beides bei meinem Testgerät nicht mit dabei). Ein InEar Stereo-Headset mit mäßiger Klangqualität, eine CD mit Software. Diverse Bedienungsanleitungen und ein Reiseladegerät sowie ein USB-Datenkabel vervollständigen das Paket. Alles auf engstem Raum und ein wenig lieblos verpackt.
Display
Das sehr helle Display gibt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixel bei 262.144 möglichen Farbkombinationen wieder. Es ist berührungsempfindlich und das ist auch gut so, denn das Pixon wird nahezu vollständig über den 3,2-Zoll-Touchscreen gesteuert. Wer mag, kann es aber über den mitgelieferten Stift bedienen. Dieser ist eigentlich überflüssig, denn die bunten und nahezu selbsterklärenden Menüicons sind ausreichend groß gestaltet um das Pixon bequem mit den Finger bedienen zu können.
Menü/Funktionen
Samsung setzt beim Pixon eine ähnliche Oberfläche wie z. B. beim F480 ein. Auf dem Startscreen kann man unterschiedliche Funktionen, sogenannte Widgets, ablegen und wieder in den Hintergrund verschwinden lassen. Hervorzaubern lassen sich unter anderen zwei Uhren (Digital/Analog), eine Foto-Slideshow sowie der Musicplayer und das UKW Radio. Für diejenigen unter Ihnen, die das Wetter nicht selbst testen wollne, gibt es zwei passende Anwendungen für die Wettervorhersage. So kann man mit Hilfe der Widgets die wichtigsten Funktionen und Informationen direkt über das Menü aufrufen.
Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, berühren und schwups geht es los. Dabei kann man fast beliebig viele Icons auf das Display ziehen und an jeder beliebigen Stelle ablegen. Auch können mehrere Icons übereinander gestapelt werden mit dem zweifelhaftem Erfolg, einen hoffnungslos überfrachteten Startbildschirm sein Eigen nennen zu dürfen. Ergo sollte man nur etwa drei Widgets gleichzeitig auf den Bildschirm ziehen. Mehrere Bildschirme nebeneinander, wie beim Apple iPhone - beherrscht das M8800 nämlich nicht.
Das "normale" Handymenü mit den üblichen Menüpunkten kommt erst zum Vorschein, wenn man das mit "Menü" beschriftete Icon mit den vier weißen Punkten an der unteren rechten Ecke drückt. Dann erscheint ein Menü mit zwölf Icons in einer 4x3 Matrix. Auf die Eingaben reagiert das Samsung sehr schnell mit einer hübschen Animation. So erhält man leicht Zugriff auf die vielen Funktionen, wie Anruferverwaltung, Telefonbuch, Musicplayer, Kamera, UKW Radio, Mediengalerie und so manches mehr.
Ein Taschenrechner hilft beim Einkauf, ein Konverter rechnet diverse Maße, Größen und Gewichte in die entsprechenden Pendants um. Sogar an eine Stoppuhr, einen Timer und eine Weltuhr wurde gedacht. Über die marktüblichen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail, Nachrichten und Co verfügt auch das stylische Samsung.
Es gibt veränderbare Telefonprofile. Auch eigene sind möglich. Das Pixon signalisiert Anrufe dabei sowohl nur durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder aber nur durch Klingeln. Jede denkbare Kombination ist möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar. Die Profile lassen sich allerdings nicht zeitlich eingrenzen.
Neben der kompletten Palette an Anwendungen von Google (Google Mail, Google Maps, Google Suche) verfügt das auch über einen eingebaute Wecker (wiederkehrende Ereignisse sind möglich).
Die Kontaktdatenbank kann nunmehr maximal 1000 Einträge aufnehmen. Neben den üblichen Informationen, wie Name und Vorname, können auch Notizen zu einem Kontakt hinterlegt werden. A auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen. Es besteht zudem die Wahl zwischen SIM-Kontakten und denen im Telefon. Die vorhandenen Kontakte können dann in Gruppen eingeteilt werden. Dieser Gruppe lässt sich ein individueller Klingelton zuweisen. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche zusätzliche Informationsdetails möglich (Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild, Rufton, Internet-, Firmen- und Privatadresse und Firmenname, etc.) Selbst Felder für Geburtstage und Jahrestage sind nun vorhanden. Auf Wunsch wird dieser besondere Tag dann auch in den Kalender übernommen. Eine wirklich sinnvolle und hilfreiche Ergänzung!
Der Kalender bietet neben der Tages- auch noch eine Wochen- und Monatsansicht und informiert auf den ersten Blick über anstehende Termine. Selbst eine Terminübersicht wird angeboten. Wiederkehrende Termine sind genauso möglich, wie die Tatsache, dass Terminüberschneidungen bei der Eingabe nicht angemahnt werden. Hier vertraut das Pixon voll der Übersicht seines menschlichen Herrn und Meisters. In der Wochenübersicht werden Termine durch einen blauen Balken geknnezeichnet, in der Monatsübersicht durch eine kleine dunkelblaue Ecke. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Pixon nicht. Mit dem M8800 kann man natürlich auch Aufgaben verwalten. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Der Kalender bietet damit zwar grundlegende Funktionalitäten, mehr aber auch nicht.
Unterhaltung
Der
Musicplayer wurde optisch ansprechend gestaltet. In der linken oberen Ecke wird dabei ein kleines Coverart dargestellt, darunter befinden sich Buttons für den Equalizer sowie für die Shufflefunktion. Die drei virtuellen Buttons zur Player-Steuerung befinden sich in der unteren Hälfte. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset leicht hohl. Erfreulicherweise kann man dank der 3,5 mm
Klinkenbuchse am Adapter auch höherwertige
Pendants aus dem High-End Bereich anschließen. So wird die
Klangqualität deutlich angehoben, um auch mit MP3-Playern
aus dem Mittelklassesegment mithalten zu können.
Um die maximale Soundqualität des Pixon
testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss
Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von Samsung entwickelten InEar-Kopfhörer des M8800 liefern keinen wirklich vernünftigen Sound. Für reine Gespräche sind sie aber gut geeignet, Außengeräusche werden gut abgeschirmt.
iGrado von Grado
(C) Grado
Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs
Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Pixon reicht sehr wohl aus, um die großen Wandler des iGrado in ausreichende Schwingungen zu versetzen. Leider liefert das Pixon aber kein wirklich gutes Ausgangssignal, um den Einsatz der recht klobigen iGrado zu rechtfertigen.
Der Sennheiser CX300
ist für einen InEar eine gute Alternative, dessen Bassbereich deutlich besser rüber kommt, als mit den mitgelieferten Exemplaren. Der Klang wird dabei aber gerade im Bassbereich derartig komprimiert, die Höhen auf den Boden der Tatsachen gezogen, so dass man die CX300 schnell wieder in die Schublade legt. Da kann der Creative
Labs EP 630 schon eher überzeugen. Auch hier werden die Höhen etwas zu früh abgeschnitten. Der kleine Koss
Porta Pro spielt mit dem Pixon deutlich harmonischer zusammen. Aber auch hier geht das zu Lasten der Höhen. Die Mitten werden dafür stärker betont. So richtig Freude kommt da keine auf. Die Equalizer-Presets sind allesamt etwas eigenwillig. Den besten Klang konnte ich mit der Einstellung "Classic" und den EP630 erreichen. Ein "Sound Retrieval System" (SRS) von SRS Labs lässt sich auf Wunsch hinzuschalten und verwandelt meiner bescheidenen Meinung nach Tracks dann endgültig in eine Art "Soundbrei". Eine völlig sinnlose Option. Grundsätzlich unterstützt das Pixon auch
A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über
Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben.
Folgende Alben aus den Bereichen
Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test
genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist
daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.
Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)
The Corrs
(Talk on Corners)
Songs kann man nach
verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Interpreten, Alben, Genres). Über
Wiedergabelisten kann
man das Pixon so zu einer recht passablen Musikbox umfunktionieren. Dabei sollte man aber den Touchscreen sperren. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine
Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere
Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag,
kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die
Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich.
Das integrierte FM-Radio zeigt dank RDS auch Senderinformationen an, die dann in einer Laufschrift im oberen Teil des Screens von rechts nach links scrollen. Um dem Radio allerdings ein Lebenszeichen zu entlocken, ist zwingend der Anschluss des mitgelieferten Headsets notwendig, selbst wenn man den Sound per A2DP genießen will. Damit entfällt dann auch die gleichzeitige Lademöglichkeit.
Der Media Player des Pixon kann gespeicherte Videos im Vollbildmodus (Querformat) wieder geben.
Das macht auf dem 3,2-Zoll-Display richtig Spaß. Videos mit einer Größe von mehr als 480x360 Pixel werden allerdings nur noch leicht ruckelnd abgespielt. Außerdem beherrscht das Pixon auch das DivX-Format. So kann man relativ gut komprimierte noch mit ansprechender Bild- und Tonqualität geniessen. Sie lassen sich anschließend dank TV-Ausgang auch gut auf einem Fernseher anschauen.
Für die Spielernaturen unter uns wurden neben einer Würfelsimulation auch noch diverse andere Spiele als Testversionen vorinstalliert.
Klang
Obwohl das Pixon nur über einen rückseitig verbauten Lautsprecher verfügt, wäre die maximale Lautstärke des Musicplayers ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch überhaupt kein Problem.. Die Verständigung zwischen den Gesprächspartner ist einwandfrei. Während eines normalen Gesprächs werden die Stimmen etwas dumpf wieder gegeben. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind sehr dezent. Insgesamt würde ich den Gesprächsklang des Gerätes noch mit "gut" bewerten.
Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)
Das Pixon bietet von Hause aus Triband (GSM 850/900/1800/1900-Netze) sowie eine Unterstützung für UMTS samt HSDPA. WLAN wird vom Pixon nicht angeboten. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP), HTML Seiten werden auf Wunsch so angezeigt, wie man sie vom Desktop her kennt. Aufgerufene Seiten speichert der Browser in einer Verlaufsübersicht. Ähnlich, wie es der Browser von Nokias neuen Smartphones auch kann. Selbst RSS-Feeds sind kein Problem. Im Vergleich zum iPhone gewinnt der eingebaute Browser zwar keinen Blumentopf, kann aber durchaus mit Modellen der Konkurrenz mithalten. Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. Für eine große Anzahl an E-Mails bzw. Anhänge (nicht mehr als 5 MB) ist das Pixon nur bedingt geeignet. In den einzelnen Postfächern werden immer nur fünf E-Mails mit Absender und Eingangsdatum versehen dargestellt. Eine Hilfe beim Einrichten von Postfächern erhält man nicht, die Zugangsdaten muss man " von Hand" eingeben.
Kamera/Video
In letzter Zeit wird bei Mobiles oft mit Markennamen geworben. Nokia mit der Carl Zeiss Technologie, Sony mit Cybershot Funktionalität. Die hohen Erwartungen, die dann an die Qualität der Bilder geknüpft werden, können aber meist nicht erfüllt werden. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linsen der Mobiles oft nur ein paar Millimeter groß sind, ist dies allerdings auch kein Wunder. Das Samsung Pixon ist aber durchaus in der Lage einer Mittelklasse-Digicam die Butter vom Brot zu nehmen. Die Kamera bietet eine Auflösung von 8-Megapixel, doch die Anzahl der Megapixel ist bei Digicams nicht immer ausschlaggebend. Bekomme ich doch heutzutage eine 8-Megapixel-Kamera in jedem Discounter für etwa 80 € nachgeworfen. Viel wichtiger ist die zum Einsatz kommende Optik. Diese kommt von Samsung.
Das Pixon nutzt das große Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen bietet verschiedene Motivprogramme (Portrait, Landschaft, Nacht, Strand, Sport) und die Bildauflösung kann zwischen 3264 x 2448 (8 MP) Pixel, 3264 x 1960 (6 MP) Pixel 2592 x 1944 Pixel (5 MP), 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600x 1200 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP), 640 x 480 Pixel, 400 x 240 Pixel variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich hingegen zwischen Sparsam, Normal, Fein und Superfein wählen. Die Kamera des Pixon verfügt über eine automatische Gesichtserkennung (Face-Detection-Technology) samt schnellem Autofokus. Bei erfolgter Aktivierung wird das Gesicht der Person dann optimal ausgeleuchtet und scharf gestellt, eine hilfreiche Angelegenheit. Für Leute mit nicht ganz so ruhiger Hand, gibt es zudem einen Bildstabilisator. Der macht sich in der Praxis aber kaum bemerkbar. So wirken Aufnahmen öfter unscharf. Bei leichtem Druck des Auslösers stellt der Autofokus das Motiv scharf und bei stärkerem Druck löst er die Aufnahme dann aus. In Sachen Helligkeit sorgen unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, wie z. B. Tageslicht, Glühlampenlicht, Leuchtstofflicht und Bewölkt dafür, den Weißabgleich so gut wie möglich umzusetzen. Eine "Wide-Dynamik-Range" genannte Automatik soll dafür Sorge tragen, dass sonnige und schattige Bereiche optimal belichtet werden. Wobei dann allerdings auch das Rauschen in den Bildern zunimmt. Hierbei kann der eingebaute und leuchtstarke LED-Blitz aber behilflich sein.
LED
Bei Aufnahmen bis etwa 3 Meter Entfernung reicht diese Beleuchtung aus, um auch dunkle Gegenstände noch ausreichend ins rechte Licht rücken zu können. Danach verschwindet das Motiv im Dunkeln. Natürlich hat die Kamera auch einen Selbstauslöser und bietet dem Hobbyfotografen zudem noch drei Messmethoden für die Belichtung. Der Autofokus reagiert etwas langsam (etwa 2 Sekunden bis zur endgültigen Speicherung auf micro-SD), lässt sich auf Wunsch aber auch abschalten.
An Aufnahmemodi steht neben einer Panoramafunktion
noch eine Serienaufnahme ( Bilder in schneller Folge geschossenen) sowie der diverse Kunstmodi zur Verfügung. Die Software erkennt dabei z. B. Gesichter von Personen. Lächelt eine Person, so löst die Kamera auf Wunsch automatisch aus. Eine Blinzelerkennung verhindert Fotos, bei denen man die Augen geschlossen hat.
Um die Auswahl zu vereinfachen, sind alle Menüs transparent gestaltet. Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann in zwölf Schritten erhöht werden. Alternativ steht dem Fotografen ein Makromodus zur Seite. Der Kameraton ist nicht abschaltbar, dafür stehen mehrere Variationen zur Auswahl. Unzählige Szenemodi decken mit ihrer Automatikfunktion wirklich jede denkbare Situation ab.
Mehr Optionen in einer Handykamera sind also kaum möglich. Aber was nutzt das, wenn dann doch nur mäßige Ergebnisse bei rauskommen? Nun, die die eingebaute Automatik erzeugt für eine Handykamera wirklich überzeugende Aufnahmen. Bei schlechterer Beleuchtung wirken diese zwar leicht verwaschen und manchmal weisen weiße Flächen auch einen leichten Rotstich auf, dennoch habe ich bei anderen Modellen bisher keine besseren Ergebnisse gesehen. Ohne zugeschalteten Autofokus sind auch schnelle Schnappschüsse kein Problem.
Insgesamt kann die Qualität der Bilder überzeugen, in manchen Fällen übertrifft sie sogar das C 905 von Sony Ericsson.
Videos nimmt das Pixon mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde in guter Qualität auf. Dann allerdings nur mit 320 x 240 Pixel. Die hohe Bildwiederholungsrate ermöglicht Zeitlupenaufnahmen, die bei sich schnell bewegenden Motiven gut aussehen. Videos in einer Auflösung von 640 x 480 Pixel (oder eben in 16:9 mit 720 x 640 Pixel) lassen sich mit etwa 30 fps aufnehmen. Das Pixon spielt Videos in den Formaten 3GP, AVI, DivX, H263, H264 und MP4 in voller Displayauflösung und mit etwa 30 fps ab. Etwa 20 MB für anderthalb Minuten Film muss der Hobbyfilmer einplanen. Eine große Speicherkarte ist da Pflicht. Die Videos können über den integrierten Videoeditor direkt im Telefon nachbearbeitet werden.
Über eine "Face-Link" genannte Option kann man in Bildern die Gesichter den entsprechenden Kontakten zuweisen und so schnell anwählen. Im neuen Foto-Browser kann man seine Bilder neben Dateiname, Zeit und Farbe auch nach Personen sortieren. Der Lagesensor des Handys steuert dabei bei entsprechender Neigung des Pixon durch die Bilderauswahl. Hat man allerdings mal mehr als 100 Bilder auf der Speicherkarte, so dauert dieser Vorgang sehr lang. Das automatische Scrollen kann zudem nicht abgestellt werden.
Akkulaufzeit
Leider ist die Akkuleistung des Pixon nun wirklich keine Disziplin, in der es sich mit Ruhm bekleckert. Der mitgelieferte Akku hält bei normaler Nutzung (10 Minuten telefonieren, ein paar E-Mails,
60 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos mit Blitz und 30 Minuten Videos) gerade mal einen Tag durch. Bei einer Fotosession mit 60 Bildern (knapp 10 davon mit Blitz) war der Akku bereits mehr als zwei Drittel leer. Intensivnutzer mit Telefonitis werden ihr Schmuckstück daher spätestens nach 10 Stunden an den Stromtropf hängen müssen.
Videotestbericht
Fazit
Die Gesprächqualität ist etwas dumpf. Dafür
geht die Sende-/Empfangsleistung voll in Ordnung. Die PIM-Funktionen - wenn man sie mal so nennen mag -
sind ausreichend. Die Bedienung über den 3,2-Zoll-Touchscreen geht sehr flott von der Hand. Für kurzweilige Unterhaltung
sorgen der leidlich überzeugende Musicplayer, ein DivX Videoplayer sowie das FM-Radio. Die 8-Megapixel-Kamera ist zurzeit die beste Vertreterin ihrer Art. Der Webbrowser taugt allerdings kaum zum surfen, die Webseiten werden einfach viel zu langsam aufgebaut. Der GPS-Empfänger taugt nur bedingt zur Navigation, da er nur von Google Maps genutzt werden kann. Zumindest das Geotagging funktioniert einwandfrei. Preislich schägt das Pixon mit etwa 330 € zu Buche. Für den Leistungsumfang ist der Preis angemessen.
Design und Wertigkeit können überzeugen.
Fazit: Als Kamerahandy und mobiler Videoplayer sehr empfehlenswert!