"F480". Die Bezeichnung des neuen Handys von Samsung klingt wie ein neues Modell von Ferrari. Nun, zumindest sieht es edel und schnittig aus. Erfreulicherweise ist es auch nicht so teuer, wie ein Bolide aus Maranello. Technisch bieten die Koreaner mit dem F480 eine 5,0 Megapixel-Kamera mit Blitzlicht, 2-fachem Digitalzoom sowie Autofokus, Bildstabilisator und Gesichtserkennung. Kommunikationsseitig stellt das F480 dem Weltenbummler neben Dualmode (UMTS/GSM) auch Triband-GSM (900/1800/1900) samt Unterstützung für EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access in der Phase III ermöglicht eine theoretische Downloadrate von bis zu 7,2 Mbps) zur Seite. Optisch setzt es sich mit einem 2.8 Zoll großen QVGA-Display bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixel und 262.144 Farben in Szene. Dabei besteht die äußere Schale des F480 aus Edelstahl und Kunststoff. Understatement pur.
Das Design des F480 ist schlicht und edel. Auf den ersten Blick erinnert es an ein "iPhone Nano". Mit seinen Abmessungen von nur 97,9 x 55 x 11,6 mm bei einem maximalen Gewicht von etwa 119 g (mit Etui) ist es eher klein und leicht. Die sehr wertige Verarbeitung merkt man dem Ausschlag der Briefwaage jedenfalls nicht an. Die Frontseite des F480 wird vom 2,8 Zoll großen Display dominiert. Die Displayabdeckung wurde mit schwarzem Kunststoff hinterlegt. Die Rückseite des F480 besteht dabei überwiegend aus mit Edelstahl verkleidetem Kunststoff. Umringt wird das Ganze von einem silberfarbenen Ring aus Metall. Keine Frage, das F480 ist eine echte Schönheit! Samsung selber drückt es so aus: "Das Samsung SGH-F480 vereint Stil, Komfort und Funktion in einmaliger Weise." Dem kann ich mich nur anschließen. Natürlich wird das F480 in Korea hergestellt. Ein Zeichen für schlechte Qualität? Sicher nicht. Mobiltelefone von Samsung zeichneten sich eigentlich schon immer durch eine gute Verarbeitung aus. Knarzen, Quietschen oder ähnliche Geräusche sind dem F480 eigentlich fremd. Nur aufs ehr starken Druck in, gibt das Gehäuse leicht nach.
Zum Lieferumfang des Mobiltelefons gehört auch ein Lederetui. Ähnlich wie beim Samsung P300 lässt es sich wie ein Akkudeckel einklinken. Die Filz-Innenseite des Etuis schützt den Touchscreen dann vor Kratzern. Leider lässt sich diese Abdeckung nicht vollständig nach unten klappen, auch ein zusätzlicher - stärkerer Akku - wurde nicht integriert. In meinen Augen verschandelt diese Abdeckung den optischen Endruck des F480 eher, als das sie nützt.
Das F480 ist wieder mal ein Mobiltelefon mit einem Touchscreen. Das berührungsempfindliche Display reagiert mit einer leichten Vibration und meldet so, dass es Berührungen erkannt hat. Dabei reagiert des F480 wirklich zügig auf Eingaben, kein Vergleich zum eher trägen Samsung QBowl. Auch wenn es kein Multitouch beherrscht. Etwas anders sieht das Bild aus, wenn man gezwungen ist, durch Listen zu scrollen. In den Menülisten ist der Finger häufig schneller als der Auswahlbalken. Die Auswahl bleibt daher oft schon da stehen, wo sie eigentlich nicht sollte
Die sieben physikalischen Tasten lassen sich gut bedienen und sind ausreichend groß. Die mittig unter dem Display angeordnete Steuerzentrale des F480 nutzt den zentral angeordneten Drücker zur Bestätigung von Eingaben. Eine Rufannahme- und Rufbeenden-Taste komplettiert die wichtigsten Funktionen. Links außen befindet sich der Zugang zum microSD-Speicherkartenschacht sowie die beiden Drücker zur Regelung der Lautstärke. Die rechte Seite wird vom Kameraauslöser und Samsungs höchst eigenem Kopfhörer-/Datenkabelport belegt. Texteingaben erfolgen über eine virtuelle Handytatstur mit T9 Texterkennung. Eeine virtuelle QWERTZ-Tastatur für längere Schreibaufgaben gibt es allerdings nicht. In meinen Augen unverständlich. Die Tastatursperre kann automatisch erfolgen oder aber eben manuell über den oben angebrachten „Hold"-Knopf.
Größenvergleich F480 (Nokia N80, F480, Apple iPhone, Nokia N73)
Technik
Technisch brilliert das Samsung F480 mit einer 5,0 Megapixel-Kamera mit umfangreichen Aufnahmemodi (Panorama-Funktion mit 3 bzw. 4 Aufnahmen, Mosaikaufnahmen, etc.), einem Blitzlicht sowie Autofokus. Eine "Face Detection" genannte Technologie erkennt automatisch Gesichter auf einem Bild und wählt die optimalen Einstellungen für Schärfe und Belichtung. Neben einem 2-fach digitalen Zoom sorgt ein Bildstabilisator für wackelfreie Bilder. Auch der Multimediapart kann sich mit MP3-Player, UKW-Radio und Mobile Blogging sehen lassen. Damit die Bilder und Multimediadateien auch ausreichend Platz finden, spendete Samsung dem F480 220 MB internen Speicher. Dieser lässt sich über microSD Speicherkarten (auch SDHC) problemlos erweitern und wird dynamisch verwaltet. Sprich die 220 MB werden auf MMS, E-Mail, Fotos, Videos, Musik, Sprachmemos und sonstige Dateien verteilt. Kontakt zur Außenwelt nimmt es über GPRS/UMTS mit HSDPA und Bluetooth auf. WLAN sucht man beim F480 vergebens.
Lieferumfang
In einer optisch eindrucksvollen und flachen Verpackung liefert Samsung folgendes Zubehör:
das Samsung SGH-F480, der Akku (Li-Ion 1000 mAh), ein USB Kabel, das passende
kabelgebundene Stereo-Headset, ein Reiseladegerät, einige Bedienungsanleitungen sowie die PC Suite zum Datenabgleich mit einem PC zum Vorschein. Eine Speicherkarte gehört nicht zum Lieferumfang, aber die liegt Digitalkameras auch nicht bei.
Display
Das Display mit 2,8-Zoll-Aktivmatrix kann 262.144 Farben darstellen und verfügt über eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Die Darstellung ist scharf und farbenfroh. In meinen Augen hat Samsung aber schon immer mit die besten Displays geliefert. Die Icons sind sehr farbenfroh, offiziell werden zwei Themen mit schwarzem bzw. weißem Hintergrund mitgeliefert. Sämtliche Icons und Schriftarten sind sehr gut erkenn- und ablesbar. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet.
Menü/Funktionen
Samsung setzt beim F480 erstmalig eine TouchWiz genannte Oberfläche ein,. Dabei präsentiert sich das Mobiltelefon nach dem Start mit einer Art von Standby Bildschirm. Hierauf lassen sich 12 Funktionen, sogenannte Widgets ablegen und wieder in den Hintergrund verschwinden lassen.
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Diese Widgets bieten die Möglichkeit, die wichtigsten Funktionen und Informationen direkt über das Menü aufrufen zu können. Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag&drop auf den Bildschirm ziehen und berühren, schwups ist sie geöffnet. Der Standardbildschirms des F480 setzt sich dabei aus einer - auf der linken Seite angeflanschten - ausklappbaren Seitenleiste mit den Widgets sowie den drei Virtuellen Tasten für „Wählen", „Telefonbuch" und „Menü" zusammen. Das normale Menü mit den samsungstypischen 12 Menüpunkte (4x3 Icons) kommt also erst dann zum Vorschein, wenn man die Option "Menü" wählt. Dann wird es in einer hübschen (auch vom iPhone bekannten) Drehbewegung eingeblendet. Die Icons sind der ersten Menüebene sind sehr groß und selbsterklärend. Durch simples anklicken wählt man dann eine Funktion aus. Beim Start wird diese dann in den Vordergrund gezoomt.
Die zweiten Menüebene wird von kleineren Icons repräsentiert, die Übersichtlichkeit leidet hier (im Vergleich zu Modellen der U-/G-Serie nicht. Das F480 bietet unterschiedliche Profile, selbst ein Flight Mode (Offline) fehlt da nicht. Jedes Profil kann individuell angepasst werden und über ein passendes Widget vom Startbildschirm aus gewechselt werden. Leider lassen sich die Profile (Normal, Stumm, PKW, Besprechung, Im Freien, Offline) nicht zeitgesteuert nutzen. Auch eigene Profile sind nicht möglich. Bei den mitgelieferten Anwendungen handelt es sich um "alte" Bekannte. Von einer Sprachaufzeichnung über eine Notizfunktion und Aufgabenverwaltung bis hin zur Weltuhr und einem Taschenrechner wurde nichts vergessen. Sogar eine kleine Bildverarbeitungssoftware wurde integriert.
Neu hinzugekommen ist eine Musikerkennung mit deren Hilfe man Auszüge aus unbekannten Musikstücken über eine Internetanbindung erkennen lassen kann. Das funktioniert ebenfalls über einen Radiomitschnitt.
PIM/Office
Das F480 kann 1000 Kontakte speichern. Neben den normalen Informationen, wie Vorname, Nachnamen, Telefon gibt es noch eine Vielzahl anderer Felder, die mit sinnvollen oder weniger sinnvollen Daten gefüllt werden können. Natürlich sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Jedem Kontakt oder einer Gruppe (drei Gruppen sind vorinstalliert) kann man einen individuellen Klingelton zuweisen. Zur reinen Erinnerung kann auch der Geburtstag eingetragen werden, das Notizfeld fasst dabei bis zu 100 Zeichen.
Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sowie der Terminverwaltung sind recht umfangreich. Anstehende Termine werden auf Wunsch per Alarm, entweder zum angegebenen Zeitpunkt oder einen bestimmten Zeitraum vorher akustisch und optisch signalisiert. Wiederkehrende Terminen mit unterschiedlicher Wiederholungsfrequenz sind ebenso möglich. Das aktuelle Tagesgeschehen wird mittels eines mehrfarbigen Rahmens auf einen Blick sichtbar. Zudem bietet der Kalender unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten, in Form einer Monats- und Wochenansicht. Die maximale Zahl der möglichen Termin-Einträge ist auf 100 beschränkt. Zusätzlich hat das F480 Platz für 50 Jahrestage, 50 Urlaubstage sowie 20 "Wichtige" und 20 "Private" Ereignisse. Der Speicher ist in meinen Augen zu knapp bemessen. Synchronisert werden das Telefonbuch und Kalender dann über die mitgelieferte PC-Suite und Microsoft Outlook.
Unterwegs kann man über den eingebauten Dokumenten Viewer Einblick in Word, Excel sowie PDF-Dokumente nehmen. Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden und auch als Diashow mit Effekten versehen werden. Als Spiel wurde lediglich ein Schiebe-Puzzle installiert.
MP3/Video
Das Samsung F480 wird mit dem "üblichen" MP3-Player ausgeliefert. Dabei sortiert der kleine Player die Musikstücke auf Wunsch nach Alben, Interpreten, Genres, Komponisten und kann sogar Podcasts wieder geben. Eine Auflistung nach den zuletzt bzw. am häufigsten gespielten Tracks ist ebenfalls möglich. Die Oberfläche ist völlig schnörkellos und erfüllt ihren Zweck. Albengrafiken, die man vorher in MP3 integriert hat werden auch vom MP3-Player des F480 angezeigt. Den aktuell im Hintergrund spielenden Song stellt es auf dem Startbildschirm dar. Hierzu dient wieder eines der sehr nützlichen Widgets. Leider verhindert aber der proprietäre Kopfhörerausgang den Anschluss vernünftiger Kopfhörer. Das mitgelieferte Headset kann so jedenfalls nicht überzeugen. Unterschiedliche Sound-Effekte und Equalizereinstellungen, wie z.B. Rock, Pop, Dance, Klassik, Jazz, Weit, Dynamisch und Surround bieten aber die Möglichkeit, den Klang des Handys an die jeweilige Musikrichtung anzupassen. Selbstverständlich nutzt das F480 auch die Möglichkeit die Musik über A2DP, einem Bluetooth® Stereo-Audio-Streaming auf entsprechende Bluetooth® Stereo Headsets und Bluetooth® Musik Lautsprecher ausgeben zu können. So kommt man z. B. mit dem Motorola S9 in den vollen Genuss der Lieblingsmusik. An meinem Referenzhörer, dem iGrado von Grado, produzierte das F480 einen weitgehend natürlichen Sound. Die Bässe klingen zwar nicht ganz so druckvoll wie beim Nokia N95, die Höhen kommen dafür aber sehr klar rüber.
Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben aktuellen Aufnahmen aus dem Trancesektor (z.B. Armin van Burens wöchtliche Show "State of Trance") zum Test genutzt. Der Song von Mos Def hat einen extremem Bass und ist daher gerade für diesen Bereich in meinen Ohren gut geeignet.
Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)
The Corrs
(Talk on Corners)
Radio
Das F480 verfügt über ein echtes UKW-Radio mit mehr als ausreichend Senderspeicher.
Alle Sendernamen werden durch das integrierte RDS direkt im Display angezeigt. Um dem Radio allerdings ein Lebenszeichen zu entlocken, ist zwingend der Anschluss des mitgelieferten Headsets notwendig, selbst wenn man den Sound per A2DP genießen will. Natürlich ist sowohl der MP3-Player, als auch das eingebaute Radio multitaskingfähig. Der eingebaute Videoplayer kann H.263, H.264 sowie MPEG4 codierte Videos im Vollbildmodus wieder geben. Das beliebte AVI/DiVX-Format wird nicht unterstützt.
Klang im Gespräch
Die Sprachwiedergabe weist aber einen leicht hohlen Klang und minimales Rauschen auf. In lauteren Umgebungen, wie Kinderspielplätzen, Bahnhöfen und Co. reicht die maximale Lautstärke durchaus noch aus. Auf Baustellen oder in Discotheken könnte es für eine problemlose Verständigung aber schon "eng" werden.
Connectivity
Als Triband-Mobiltelefon (GSM 900/1800/1900-Netze) mit UMTS Unterstützung leistet es sich keine Schwächen. Das F480 hat gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das F480 verbindet man für den Datentransfer über das mitgelieferte Datenkabel mit der USB 2.0-Schnittstelle. Beim Einstecken des USB-Kabels fragt das F480, ob man per „Media-Player", „PC Studio" oder „Massenspeicher" verbinden will. Der Massenspeicher-Modus funktioniert nur mit eingesteckter Speicherkarte. Ohne Karte hat man keinen Zugriff auf die Dateien des F480. Faktisch werden die Audio- Video- und sonstigen Daten im Media-Player-Modus übertragen.
Bluetooth Funkverbindungen werden in der Spezifikation 2.0 unterstützt, auch A2DP und AVCRP ist kein Problem. Die O² Homezone wurde einwandfrei (als Häuschensymbol und per Text) angezeigt.
Der eingebaute Browser kann nicht gegen aktuelle Vertreter, wie dem Opera Mobile 9.5 oder iPhones Safari bestehen. Dafür muss man zu oft scrollen. Eine Gesamtübersicht der Webseite ist ebenso darstellbar, wie ein Zoom in Detailbereiche. Komfortable surfen sieht aber anders aus. Um Zeit und Geld zu sparen, kann man ganze Internet-Seiten abspeichern. Die reine Geschwindigkeit kann dabei allerdings durchaus gefallen, nicht zuletzt wegen der HSDPA Unterstützung.
Kamera/Video
Über eine kameratypisches Menü hat man Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. So kann man beispielsweise den Blitz oder Timer und die Symbole auf dem Bildschirm ein- oder ausschalten. Die Kamera des F480 verfügt über eine automatische Gesichtserkennung (Face-Detection-Technology) samt schnellem Autofokus. Bei erfolgter Aktivierung wird das Gesicht der Person dann optimal ausgeleuchtet und scharf gestellt, eine hilfreiche Angelegenheit. Für Leute mit nicht ganz so ruhiger Hand, gibt es zudem einen Bildstabilisator. Der macht sich in der Praxis aber kaum bemerkbar. So wirken Aufnahmen öfter unscharf. Bei leichtem Druck des Auslösers stellt der Autofokus das Motiv scharf und bei stärkerem Druck löst er die Aufnahme dann aus. In Sachen Helligkeit sorgen unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten, wie z. B. Tageslicht, Glühlampenlicht, Leuchtstofflicht und Bewölkt dafür, den Weißabgleich so gut wie möglich umzusetzen. Eine "Wide-Dynamik-Range" genannte Automatik soll dafür Sorge tragen, dass sonnige und schattige Bereiche optimal belichtet werden.
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Der eingebaute LED-Blitz eignet sich nur für nahegelegene Motive. Wunder sollte man daher nicht erwarten. Unterschiedliche Modi wie Panorama (mit 3 oder sogar 4 Bildern), Serienaufnahme, Effekte und verschiedene Belichtungs-Szenarien mit unterschiedlichen Auflösungsstufen bis hin zu fünf Megapixel (2560 x 1920 Pixel) sollen den Fotografen bei seiner täglichen Arbeit unterstützen.
Die Fotoqualität des F480 ist insgesamt gut, die Farben auf den Fotos sind kräftig und leuchtend, mitunter - in weniger gut ausgeleuchteten Bereichen - mit einem leichten Farbrauschen gezeichnet. Die Kamera des F480 erfordert dabei kaum Kenntnisse in Fotografie, die eingebaute Automatik ist ziemlich treffsicher. Optimale Ergebnisse erreicht man allerdings nur mit manuellem Eingriff. Zur Nachbearbeitung der Fotos wurde eine passende Software integriert. Unterwegs Fotos zuschneiden, mit Effekten versehen und Texte einfügen ist daher kein Problem. Selbst Helligkeit, Kontrast und Farbe der Bilder können noch nachträglich justiert werden. Bereits geschossene Foto können dann per MMS, E-Mail oder Bluetooth an Kontakte versendet oder ins Internet (über den Dienst Shozu) hochgeladen werden.
Videos nimmt das F480 in QVGA (320 x 240 Pixel) mit 15 Bildern pro Sekunde auf. Da lieferte das G600 noch VGA. Auch hier stehen dem Fotografen umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auf Wunsch speichert das F480 die Filme dann in 3GP, wobei 1 Minute Film kanpp 3 MB beanspruchen..
Mit dem 1000 mAh starken Akku lässt sich ein eintätiger Messeeinsatz/Arbeitstag mit nicht allzu vielen Telefonaten überbrücken. Nutzt man nur den MP3-Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 8 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 5 Stunden Feierabend). Bei moderater Nutzung (2 Stunden MP3 sowie etwa 30 Minuten Telefonate am Tag) verschafft man sich etwa 3 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 7 Tage ohne Ladegerät. Im GSM-Netz ist eine Sprechzeit von drei Stunden möglich.
Videotests
Fazit
Die neue Benutzeroberfläche TouchWiz ist ein großer Forschritt zur bisherigen Lösung in der U/G-Serie. Und auch im Vergleich zur eher lästigen und trägen Bedienung eines Qbowl reagiert das F480 deutlich schneller. Lediglich die hakelnde Scrollfunktion, sowie die fehlende virtuelle QWERTZ-Tastatur trüben den guten Gesamteindruck. Die Steuerung über Widgets kann dabei ebenfalls voll überzeugen, sie sind allerdings nicht erweiterbar. Businessseitig kann das F480 mit einem Dokumentenviewer für die gängigste Formate punkten. Die Kalender- und Aufgabenverwaltung ist für kleinere Einsätze geeignet, die maximal zur Verfügung stehende Anzahl an Einträgen ist aber etwas zu gering. Im Bereich Multimedia ist das F480 mit der guten 5-Megapixel-Kamera sicher in der Top 10 vertreten. Wenn es noch über WLAN verfügen würde, könnte man eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, so aber muss jeder für sich entscheiden, ob ihm das F480 knapp 330 € wert ist. Technisch bietet es jedenfalls deutlich mehr, als jedes iPhone und ist selbst dem Qbowl aus eigenem Hause überlegen.