Porsche P'9521 Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 30.06.2008
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Testbericht Porsche P'9521 von mobile-reviews.de

Hersteller:

Porsche/Sagem

Modell:

P'9521

Bezugsmöglichkeit:

Porsche P'9521


Bilder:

P'9521
Menübilder

Links:

Support


Revision: 30.06.2008

Was bekommt man(n) für etwa 82.000 €? Einen Porsche 911 aus der aktuellen Serie sowie das passende Mobiltelefon, genannt Porsche P'9521. Gleichwohl die Kooperation zwischen der Porsche Design Group und Sagem schon etwa 9 Monate auf dem Markt ist, habe ich mich noch zu einem Testbericht entschlossen. Warum? Sicher nicht aufgrund der technischen Features. Neben einer 3.2 Megapixelkamera ohne Autofokus oder optischen Zoom, bietet das Triband-GSM Mobiltelefon keine Unterstützung für den Datendienst UMTS. Seine Multimediafähigkeiten in Form des Video- und Musicplayers setzt es über ein 240x320 Pixel auflösendes und 262.144 darstellendes Active-Matrix-OLED in Szene. Im Vergleich zu normalen TFT ist es weniger empfindlich was direkte Sonneneinstrahlung oder hohe Neigungswinkel angeht, erstklassig ablesbar ist es aber auch dann nicht. Multimediadateien speichert das P'9521 auf bis zu 8 Gigabyte große MicroSD-Speicherkarten. Die privaten Informationen seines Nutzer kann es über einen integrierten Fingerabdruck-Scanner schützen. Ein Novum in diesem Bereich. Ob das knapp 800 EUR teure P'9521 ebenso alltagstauglich ist, wie ein 911'er soll mein Testbericht zeigen.

Design

Die Porsche Design Group ist international tätig. Neben Kleidung, Brillen und Koffern wird auch technischen Gimmicks, wie z. B. Navigationssystemen, der unverwechselbar zeitlose und puristisch anmutenden Stempel aufgedrückt. Vor knapp 2 Jahren hat man sich dann zusammen mit Sagem dazu entschlossen, ein einzigartiges Mobiltelefon zu kreieren. Herausgekommen ist ein stark polarisierendes Stück Aluminium. Die einen (überwiegend männlich) sind schlichtweg begeistert, die anderen (überwiegend weiblicher Natur) werden von der schieren Masse des P'9521 eher abgeschreckt.

Handwerklich betrachtet ist das Porsche P'9521 eine echte Finesse. Wird sein Körper doch aus einem Stück Aluminium gefräst. Neben dem besagten Metall kommt noch Mineralglas sowie - leider - eine nicht zu unterschätzende Menge an Kunststoff zum Vorschein. Die Außenseite wird dabei fast vollständig von einer schwarz hinterlegten Mineralglasabdeckung dominiert.

Ein großer Nachteil dieser mächtigen Abdeckung ist die Tatsache, das das P'9521 Fingerabdrücke nahezu magisch anzieht. Auch der aktuelle Haut-PH-Wert seines Trägers wird umgehend und eindrucksvoll in Szene gesetzt. Das Poliertuch sollte also nicht zu Hause bleiben.

Direkt oberhalb prangt der dezente "Porsche Design" Schriftzug und lässt gar keinen Zweifel offen, aus welchem Hause dieses Meisterstück kommt. Abmessungen von 91 x 48 x 19 Millimeter und ein Eigengewicht von etwa 138 Gramm lassen im ersten Moment aber auch an der Mobilität dieses (Mobil) Telefons zweifeln. Ein echter "Brocken" (man möge mir diese Form der Gotteslästerung nachsehen). Wer dagegen einmal das LG P'9521 gesehen hat, fühlt sich in die Steinzeit der Handys zurück versetzt. Braucht Technik soviel Platz? Eher nicht. Ist das P'9521 extrem widerstandsfähig? Zumindest die Oberseite ist vollkommen resistent gegen Kratzer, die mit schwarzem Klavierlack überzogene Tastatureinheit aber nicht. Während des Tests schrammte die obere Gehäusehälfte beim öffnen und drehen (um den Kameramodus zu aktivieren) mehrfach über eine Ecke, so dass der Lack in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mein Tipp: Das P'9521 erst vollständig aufklappen, dann das Display drehen um die Kamera zu starten. Schnelle oder spontane Schnappschüsse sind so allerdings nicht möglich. Damit habe ich auch gleich ein weiteres Feature des P'9521 vorweg genommen: das Display ist drehbar, ähnlich wie wir es schon beim LG P7200 gesehen haben. Dieser Modus wird aber ausschließlich für die Kamera genutzt, der Bildschirminhalt kann so nicht dargestellt werden.

P'9521
P'9521
P'9521
P'9521
P'9521
P'9521

Mehr Bilder des Schmuckstücks finden Sie hier.

Größenvergleich (LG P'9521 - Porsche P'9521 - Apple iPhone)

P'9521 P'9521 P'9521

Technik

Die Ausstattungsliste des P'9521 ist extrem übersichtlich, eine Gemeinskait die es mit den Sportwagen aus eigenem Hause teilt. Neben einem 240 x 320 Pixel auflösendem und 262.144 darstellendem Hauptdisplay mit Active-Matrix-OLED, verfügt es auf der Aussenseite von über ein kleines Farb-TFT. Ganz im Stil von Porsche zeigt es Statusmeldungen und Uhrzeit aber nur in schwarz-weiß an. Die integrierte 3.2 Megapixel Kamera glänzt mit Abwesenheit eines Autofokus und Makromodus und nimmt Videos in QVGA Auflösung bei 15 Bildern pro Sekunde auf. Natürlich darf auch ein Musicplayer samt Unterstützung für A2DP und AVRCP nicht fehlen. Eine Radio sucht man allerdings vergebens. Um seine Multimediaqualitäten auch vorzeigen zu können, bietet das P'9521 etwa 20 MB internen Speicher sowie einem Slot für MicroSD Speicherkarten, der macht auch vor den neuen bis zu 8GB großen SDHC-Versionen nicht halt. Diejenigen, die mit ihrem P'9521 auch telefonieren wollen, werden sich über Triband (GSM 900/GSM 1800/GSM 1900) Unterstützung freuen. Ungeduldige Webnomaden hingegen ärgern sich über die Abwesenheit von UMTS, das P'9521 kennt nämlich nur EDGE. Für eine gute Verbindung mit heimischen PC oder anderen Mobiltelefonen sorgt der Kurzstreckenfunk Bluetooth 2.0 (A2DP und AVRCP) sowie eine USB-Verbindung. Um persönliche Daten auch wirklich persönlich zu halten, verfügt das P'9521 über einen integrierten Fingerabdruck-Scanner. So kann sein Nutzer bestimmte Funktionen mittels seiner Finger starten, aber auch anderen den Zugang zu Menüfunktionen verwehren.

Lieferumfang

P'9521 P'9521 P'9521

Ausgeliefert wird das P'9521 natürlich in einer angemessen edlen Verpackung, deren Umverpackung allerdings in schlichtem weiß gehalten ist. Der Lieferumfang in Form:

  • kabelgebundenes Stereoheadset (mit Mikrofonadapter für normale 3.5 mm Klinkenbuchsen)
  • USB-Datenkabel
  • Ladegerät
  • Li-Ion Akku
  • Nutzerhandbücher
  • Concierge-Karte
  • Seriennummer für den Porsche Mobile Manager (zum Abgleich mit Outlook und Co.)
  • 2 GB microSD Speicherkarte mit Adapter

ist zudem vollständig. Einzig die passende Software muss man sich von der Supportwebseite noch runter laden. Hierüber ist dann auch ein kostenlosen Firmwareupdate möglich. Bei einem UVP von knapp 1.000 EUR erwartet der Käufer aber sicher auch nichts anderes.

Verarbeitung/Haptik

Es fühlt sich gut an. Es liegt gut in der Hand mit leichter Tendenz zur Kopflastigkeit und vermittelt sofort Wertigkeit. Die Verarbeitung des P'9521 ist dabei allerdings nicht immer überzeugend. Die wenigen mechanischen Drücker auf der linken Außenseite sind zwar gut erreichbar, der billig anmutenden Akkudeckel knarzt allerdings schon bei leichtem Druck. Sowas sollte bei Produkten aus dem Huase nicht vorkommen. Das stabile Gehäuse ist da deutlich widerstandsfähiger. Zur Entnahme der Speicherkarte muss man den Akku leider entfernen. Dreh- und Angelpunkt des Gerätes ist das große Display mit einer Diagonalen von knapp 5.7 Zentimetern. Auf der linken Seite des Porsche P'9521 befinden sich die beiden Lautstärkeregler sowie ein Drücker der den zuletzt aufgerufenen Song im Musicplayer startet. Die beiden Softkeys können mit eigenen Funktionen belegt werden, diese werden aber nicht im Display angezeigt. Einzig der Punkt "Menü" ist sichtbar.

Als waschechtes Klapphandy kommt die Tastatur erst nach dem öffnen zum Vorschein. Leider sind die Tasten selber flach, so kann man sie haptisch kaum auseinander halten. Blindbedienung ausgeschlossen. Einen spürbaren Druckpunkt können sie ebenfalls nicht vorweisen, so lassen sich SMS und E-Mails nur recht langsam über die großzügig dimensionierte Zifferntastatur verfassen. Ein Porsche 911 lässt sich da deutlich besser bedienen.

P'9521 P'9521 P'9521

Der Federmechanismus des drehbaren Displays erweist sich im Test als sehr leichtgängig und ohne jegliches seitliches Spiel. Das Drehgelenk des Displays macht einen robusten Eindruck. Ein Novum auf dem Gebiet ist der integrierte Fingerabdruck-Scanner. Hiermit lassen sich bestimmte Anwendungen für den Zugriff Dritter sperren. Hat man erst einmal einen oder mehrere Finger seiner Hand eingescannt, so kann man diese Sicherheitssperre nur durch die Eingabe eines zuvor festgelegten Sicherheitscodes umgehen. Ab Werk ist dieser Code auf 0000 eingestellt. Sollte man also einen Finger verlieren, bzw. sich starkt verletzten, so bleibt nur der Weg ins Porsch-Werk zur Deaktivierung. Als nettes Gimmick kann man jedem Finger unterschiedliche Programmfunktionen zuweisen, so kann man z. B. die Bluetooth-Verbindung starten, indem man seinen Zeigefinger über den Scanner zieht. Das ersetzt zwar kein Schnellstartmenü, gestaltet den Umgang mit seinem P'9521 aber dennoch komfortabler.

Display

P'9521

Das 2,2 Zoll-Display (Diagonale etwa 5,7 cm) mit seiner Active-Matrix-OLED Technologie ist in geschlossenen Räumen bzw. bei moderatem Lichteinfall absolut überzeugend. Es stellt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 262.144 möglichen Farbkombinationen dar. Bei starker Sonneneinstrahlung lässt sich aber auch dieses tolle Display nicht mehr wirklich gut ablesen. Diese Schwäche teilt es sich mit vielen anderen Mobiltelefonen. In dieser Disziplin kann nur Apples iPhone restlos überzeugen.

P'9521

Die Helligkeit ist dabei gut. Das Außendisplay informiert seinen Nutzer über entgangene Anrufe, Nachrichten und die aktuelle Uhrzeit mittels weißer Schrift auf schwarzem Grund. Technisch betrachtet ist es zwar durchaus in der Lage farbige Inhalte darzustellen, Porsche Design hat aber bewusst auf eine poppigere Darstellung verzichtet. So wird das puristische Design nochmals unterstrichen.

Inbetriebnahme

Nach Betätigung des Einschaltknopfes (rote Hörertaste) erscheint eine kleine Animation sowie der Porsche Design-Schriftzug. Dieser Vorgang dauert etwa 7 Sekunden. Die notwendigen providerspezifischen Einstellungen (MMS und Co) waren beim meinem Testgerät bereits aber Werk hinterlegt (und zwar nicht nur für t-mobile) und werden bei Wechsel der SIM-Karte ebenfalls angepasst. Individuelle Änderungen an den bestehenden Einstellungen werden dabei rigoros gelöscht!

Menü/FunktionenP'9521

In der üblichen 3x3 Matrix werden die einzelnen Funktionen durch drücken der Bestätigungstaste des 5-Wege-Navipad ausgewählt. Natürlich verfügt auch ein stylische Porsche P'9521 über die üblichen Funktionen, wie z. B. Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, MMS und Co.

Das P'9521 bietet seinem Nutzer allerdings keinerlei Profile, nur einen Ruhemodus in dem sich das P'9521 stumm wie ein Fisch verhält. Dennoch kann es sowohl nur vibrieren, als auch gleichzeitig klingeln und vibrieren oder aber nur klingeln und dann vibrieren. Jede denkbare Kombination ist möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar, hierbei werden auch MP3 unterstützt.

Neben dem Webbrowser bietet das P'9521 noch einen Timer sowie Taschenrechner. Für den gestressten Manager darf dann natürlich auch der eingebaute Wecker (wiederkehrende Ereignisse sind möglich) nicht fehlen.


Bilder
des Funktionsumfangs

Die Kontaktdatenbank kann 1000 Einträge aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen und nach Namen bzw. Vornamen sortiert anzeigen. Es besteht zudem die Wahl zwischen SIM-Kontakten und denen im Telefon. Die vorhandenen Kontakte können dann Listen zugewiesen werden. Diesen Listen kann man dann individuelle Nachrichten zukommen lassen. In den Kontaktfeldern sind zahlreiche Informationsdetails möglich (Name, Vorname, mehrere Rufnummern sowie E-Mails, eine URL, der Firmenname, die Adresse, ein Kommentar sowie ein individuelles Foto samt Melodie). Selbst Geburtstage können eingetragen lassen. Auf Wunsch erinnert einen das P'9521 so an den wichtigsten Tag seine(r/s) Liebsten. Sie werden allerdings nicht im Kalender dargestellt.

P'9521 P'9521 P'9521

Der Kalender bietet eine Wochen-, Tages- und Monatsansicht und kann zahlreiche Termine sowie Sprachnotizen und Aufgaben verwalten. Diese lassen sich zudem in unterschiedliche Kategorien einteilen, von Verabredung über Ereignis bis hin zu Reise ist alles vertreten. Anstehende Einträge werden in der Monatsansicht allerdings nicht durch Symbol dargestellt. Auch eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Lediglich der aktuelle Tag wird durch einen kleinen grünen Rahmen gekennzeichnet. Wiederkehrende Termine sind möglich, hier hat man die Wahl zwischen täglich, Werktäglich, Wochenenden und vieles mehr. Überschneidungen werden nicht angemahnt. In der Wochenansicht werden Termine durch einen grünen Balken dargestellt. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das P'9521 nicht. Natürlich kann das LG P'9521 auch Aufgaben verwalten. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Selbstverständlich zeigt das P'9521 auch die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen in einer SMS an und kann für die Vielschreiber unter uns auch mehrere davon verketten. Insgesamt reagiert das P'9521 etwas träge auf Eingaben seines Besitzers.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

P'9521Das P'9521 ist kein chter Alleinunterhalter, soviel ist sicher. Der Musicplayer (MP3, AAC, AAC+) klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Headset gut, leicht bassbetont und dumpf. Setzt man qualitativ höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich ein, kann der Klang des P'9521 mit handelsüblichen MP3-Player mithalten. Der Kopfhöreradapter mit integriertem Mikrofon bietet eine handelsübliche 3.5 mm Klinkenbuchse zum Anschluss eigener Kopfhörer. Über die mitgelieferte Kabelfernbedienung kann man sowohl die Lautstärke anpassen, als auch Anrufe entgegen nehmen. Da auch das A2DP und AVRCP Profil unterstützt wird, lässt sich der Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie dem Motorola S9 wieder geben. Unterschiedliche Equalizer-Einstellungen wie z. B. Flach, Bass, Höhen, Klassik, Pop, Rock, Jazz, Disco, Gesang, Oldies ermöglichen eine individuelle Klanganpassung, wobei sich diese Presets zudem individuell anpassen lassen. Zur weiteren Klangverfremdung stehen zudem Klangeffekte, wie z. B.: 3D, Flanger, Hall , Chorus zur Verfügung. Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Künstlern oder Alben). Mittels Wiedergabelisten (zuletzt gespielt, Genres, alle Titel, Zufällig) kann man das P'9521 zur Musikbox umfunktionieren. Selbst das abspielen von kompletten Ordnern ist möglich. Porsche nutzt allerdings eine eher ungewöhnliche Bezeichnung, Ordner werden nämlich als "Inhalte" bezeichnet. Folglich ermöglicht die Optionskombination "Bibliothek - microSD - NAME DES ORDNERS" - Inhalt wiedergeb. - Inhalt die Wiedergabe eines kompletten Ordners.

Der Musicplayer kann im Hintergrund weiter laufen, so dass man nebenher auch andere Aufgaben mit dem P'9521 erledigen kann. Songs werden auf Wunsch in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Auch die Wiederholung eines oder aller Songs ist vorgesehen. Als Hörbuch-Player taugt das P'9521 allerdings nicht, denn eine abgebrochene Wiedergabe wird nicht an gleicher Stelle fortgesetzt. Man kann den Player allerdings über die linke Außentaste pausieren, startet man sein P'9521 zwischenzeitlich nicht neu, setzt es die Wiedergabe an der pausierten Stelle fort.

P'9521

Der Videoplayer ist über den Menüpunkt "Medien" erreichbar. Der Funktionsumfang ist "guter Standard". Videos kann er allerdings nicht im Vollbildmodus anzeigen. Mit MP4 hat er seine Probleme. Videos lassen sich zudem als Bildschirmhintergrund nutzen, eine witzige Angelegenheit. Spielfreudige Naturen sollten das P'9521 meiden, denn Porsche gibt seinem Baby nicht ein einziges mit auf den Weg.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielkn anderen - zum Test genutzt. Der Song von Mos Def hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
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Klang

Der Klang des Gerätes ist insgesamt befriedigend. Da das P'9521 über zwei Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke mehr als ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind zwar kein Problem, liefern aber auf der Gegenseite ein hörbares Echo. Bei höchster Lautstärke scheppern die integrierten Lautsprecher zudem hörbar. Die Akustik zwischen Gesprächspartner ist leicht dumpf. Die vorinstallierten Klingeltöne sind unspektakulär und überwiegend Porsche bezogen. Die maximale Lautstärke des P'9521 ist ausreichend, um auch in etwas lauteren Umgebungen eine problemlose Kommunikation zu ermöglichen. Die maximale Lautstärke des Musicplayers über den Kopfhörerausgang ist ebenfalls ausreichend. Soviel ist klar, ein 911'er klingt in meinen Ohren besser :-)

Connectivity

P'9521 P'9521 P'9521

Das P'9521 verfügt über einen Opera Mini Webbrowser. Dank EDGE (sofern vom Netanbieter angeboten) kann man in relativ passabler Geschwindigkeit surfen (zur Erinnerung, auch das iPhone bietet momentan nur EDGE). Webseiten werden nicht 1:1 wieder gegeben, sondern für das Display optimiert. Richtig Spaß macht Surfen auf einem 2,2-Zoll Display aber sowieso nicht. Das P'9521 fungiert auf Wunsch als Wechselspeicher, den entsprechenden Eintrag findet man im tief verschachtelten Menü. Die Übertragung von Dateien per Bluetooth ist relativ schnell, deutlich schneller geht es aber über USB bzw. über einen separaten Kartenleser. Natürlich bietet das P'9521 auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth und unterstützt sogar A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile).

Kamera/Video

In letzter Zeit wird bei den Kameras der Mobiltelefone oft mit Markennamen um sich geworfen. Nokia hat seine Carl Zeiss Reihe, Sony wirbt mit der Cybershot Funktionalität und LG eben mit Schneider-Kreuznach. Die hohen Erwartungen, die dann an die Qualität der Bilder geknüpft werden, können aber meist nicht erfüllt werden. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linsen der Mobiles oft nur ein paar Millimeter groß sind, ist dies allerdings auch kein Wunder. Porsche hat nicht den Fehler gemacht, die Erwartungen der Kundschaft an die Kamera durch die Verwendung eines klangvollen Markennamens rauf zu schrauben. Die beiden LED zur Beleuchtung nahestehender Objekte werfen ihren Schein bis zu einer Entfernung von etwa 1,5 Metern.

Das P'9521 nutzt das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus (320 x 240 Pixel) gehalten. Vorher muss das Display allerdings geöffnet und gedreht werden. Dieser Vorgang nimmt zusammen mit dem Start der Kamera ein paar Sekunden in Anspruch, so dass spontane Schnappschüsse kaum möglich sind. Die Kameraoptionen sind dafür nahezu vollständig.

KF600 KF600

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Die Bildauflösung kann zwischen 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600 x 1200 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP), 640 x 480 Pixel und 320 x 240 Pixel variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich zwischen Hoch, Durchschnittlich, Niedrig regeln. Natürlich bietet die Kamera des P'9521 einen Selbstauslöser (15/10/5 Sekunden Verzögerung). Dieser reagiert relativ zügig (etwa 1,5 Sekunden inklusive Speicherung auf micro-SD),

An Aufnahmemodi steht eine Serienaufnahme zur Verfügung. Unterschiedliche Belichtungen trägt die Kamera durch spezielle Einstellungsmöglichkeiten (Automatisch, Kunstlicht, Nacht Sonnig, Bewölkt, Gegenlicht) Rechnung. Die Bilder lassen sich über Filter verfremden (Negativ, Sepia, Graustufen, Relief). Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann bis auf das 10-fache erhöht werden. Alternativ steht dem Fotografen ein Makromodus zur Seite. Dieser macht sich allerdings kaum bemerkbar. Der Kameraton ist abschaltbar.

Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. der Himmel werden dann zu stark belichtet. Während die anderen Teile des Bildes dann zu dunkel abgebildet werden. Insgesamt ist die Qualität der Bilder sehr ordentlich. Bei ungünstigerer Beleuchtung tendiert sie allerdings zu Bildrauschen, in helleren Bereichen schnell zur Übersteuerung und einem leichten Rotstich. Außenaufnahme bei Sonnenschein kann die Kamera gut abbilden. Die Qualität der Bilder anderen Handykameras aus dem 5 aber auch 3 Megapixelsegment ist teilweise besser.

P'9521

Videos nimmt das P'9521 in eher mäßiger Qualität mit 15 Bildern pro Sekunde bei 320 x 240 Pixel auf. Eine Minute Film verbraten so etwa 1.2 MB an Speicherplatz.

Kameravideo Bewegung (QVGA) Kameravideo Innen (QVGA)

Themen

Das vorinstallierte grün-schwarze Thema kann lediglich durch neue Hintergrundbilder verändert bzw. MP4 Videos verändert werden. Porsche liefert dazu eine handvoll Werbevideos (hauptsächlich Sportwagen aus eigenem Hause) mit. Die Hintergrundbilder sind alle schwarz-weiß und sehr edel. Auf die Dauer laßen die simplen Icons und leuchtend grünen Animationen aber keinen echten Spaß aufkommen.

Bugs

Fehler in der Firmware können passieren. Letzendlich ist der Benutzer heutzutage immer der Betatester aktueller Mobiltelefone. Aber das nach fast 9 Monaten immer noch ein paar unschöne und offensichtlich Fehler auftreten, ist mir unverständlich.

P'9521

So passt der Text macnhaml nicht in die dafür vorgesehenen Boxen, die deutsche Übersetzung ist in meinen Augen ziemlich gewöhnungsbedürftig. Im Kalender kann man durch Auswahl des Speicherortes "microSD" das P'9521 zudem reproduzierbar abstürzen lassen.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 800 mAh Akku haucht bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, 60 Minuten MP3 am Tag über A2DP, ein paar Fotos) schon nach etwa 2 Tagen sein Leben aus. Nutzt man sein Schmuckstück intensiv, will es auch jeden Tag geladen werden. Hierbei ist eine maximale Gesprächszeit von knapp 3 Stunden im GSM-Modus möglich. Im normalen Stand-by (GSM) Modus und ohne daran rumzuspielen kommt man auf eine Laufzeit von etwa 7 Tagen.

Fazit

Autor

Ich bin mir nicht sicher, was ich zum P'9521 sagen soll. Einerseits ist das Design bestechend einfach und markant. Gleichzeitig polarisiert es aber die Geschmäcker. Die schieren Abmessungen des Mobiltelefons erlauben ohne Gürteltasche kaum einen bequemen Transport. Die Sprachqualität des Gerätes ist eher durchwachsen, die Übersetzung der Menüpunkte eher ungewöhnlich. Technisch betrachtet ist das 9-monate alte Porsche P'9521 - abgesehen vom guten Display - nicht wirklich auf der Höhe der Zeit, schon gar nicht, wenn man den Preis von knapp 800 EUR mit einbezieht. Das sollte man bei der Marke Porsche aber nicht tun. Man kauft ein Nokia 8800 Saphire Arte sicher auch nicht wegen seiner technischen Features.

Der Musicplayer klingt gut, das P'9521 macht mit der eingebauten 3.0 Megapixel-Kamera relativ gute Bilder. Aber reicht das schon für eine Kaufempfehlung? Sagen wir es mal so: Wenn ich bei einem 911'er die Wahl hätte - ohne Aufpreis - ein P'9521 bzw. ein weiteres Austattungspaket zu bekommen, so würde ich zu letzterem greifen. Liebhaber des betont puristischen Design der Porsche Design Group (bzw. Fahrer eines Porsche mit Vollausstattung) werden Gefallen am P'9521 finden, für die anderen - ggf. auch weniger betuchten - Liebhaber von Designerhandys unter uns gibt es gute und günstigere Alternativen, z. B. aus dem Hause LG (KF 750 Secret) bzw. Samsung (U900 Soul).





  

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