Palm Pre Plus


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 05.07.2010 15:05h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht Palm Pre Plus von mobile-reviews.de
Hersteller:

Palm
Modell:

Palm
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision: 05.07.2010

Im Gegensatz zu seinem - eher mäßig erfolgreichen Vorgänger - hat o2 Telefonica den Palm Pre Plus eher heimlich in sein Produktportofolio aufgenommen. Die Plus Variante wird auch auf der Basis von webOS™ betrieben. Wobei webOS auch "nur" auf Linux basiert. Dabei will der Pre Plus wohl immer noch nicht mit den topaktuellen Smartphones aus dem Hause HTC oder Apple konkurrieren. Immerhin bietet er einen 3,1-Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel. Dieser reagiert - ähnlich wie das mit einem angebissenen Apfel versehene Konkurrenzprodukt aus Cupertino - kapazitiv und kann dadurch sehr gut mit Fingern bedient werden. Das webOS unterstützt auch MultiTouch-Gesten, damit kann man das Pre gut bedienen. Eine 3-Megapixel-Kamera mit  LED reicht für durchschnittlich gute Schnappschüsse. Der integrierte GPS-Empfänger kann über das vorinstallierte und allgegenwärtige Google Maps nur leidlich als Navigationslösung genutzt werden. Dank UMTS und HSDPA (3.6 mbit/s) surft man mit dem Palm Pre Plus recht schnell im Internet. Das ist auch gut so, denn ähnlich wie das iPhone oder Smartphones mit Anddroid gelüstet es dem Pre Plus mit seinem webOS nahezu dauernd nach einer Internetverbindung. Ohne sie funktioniert auch der Palm eigene Synchronisierungsdienst nicht. Wie sich das nicht mehr ganz so neue Smartphone im täglichen Alltag geschlagen hat, erfahren Sie in meinem folgenden Testbericht.

Design/Haptik/Verarbeitung

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Mit Abmessungen von 101 x 60 x 18 mm und einem Gewicht von 139 Gramm ist es nur unwesentlich größer als z. B. das HTC Magic (113 x 55 x 14 mm) oder das iPhone 3GS und durch die 16 GB Speicher knapp 4 Gramm schwerer, als der Palm Pre. Beim Palm Pre Plus kommt wieder eine vollwertige, dafür aber recht kleine QWERTZ-Tastatur zum Einsatz. Der hochglänzende und schwarz eingefärbte Kunststoff des Gehäuses macht dabei einen sehr wertigen Eindruck. Kratzern gegenüber ist er baer leider auch "schonungslos" ausgeliefert. Ecken und Kanten sucht man beim Pre vergebens. Das Design erinnert auf den ersten Blick an einen "Kieselstein". Daher nennt sich die induktiv funktionierende Ladestation wohl auch Touchstone :D Der Pre fühlt sich sehr glatt an und liegt satt in der Hand. Die Rückseite des Palm Pre Plus besteht nur aus dem Kunststoff-Akkudeckel. Der Deckel selber sitzt stramm und macht einen gut verarbeiteten Eindruck. Ein Knarzen kann man ihm auch unter größerem Druck nicht entlocken.

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Die Kameraoptik auf der Rückseite wurde leicht in den Akkudeckel eingelassen und bekommt so keinen direkten Kontakt mit der Auflagefläche. Der Touchscreen selbst setzt Eingaben zügig um. Leider kommt das der Prozessor oft nicht nach, die Befehle vom Betriebssystem des Palm Pre Plus zeitnah umzusetzen und genehmigt sich eine kleine "Auszeit". Das webOS™ des Pre Plus wurde für eine Einhand-Bedienung ausgelegt und das klappt auch ganz gut. Der kapazitive Touchscreen erlaubt keine Bedienung mit dem Fingernagel oder einem normalen Stylus. Handgeschriebene Notizen oder Skizzen - wie auf Modellen mit Windows Mobile - sind daher nur unter Einsatz eines speziellen Stiftes möglich.

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Im Gegensatz zur reinen Touchscreen-Konkurrenz setzt Palm beim Pre Plus auf eine echte QWERTZ-Tastatur. Die Navigation des Betriebssystems webOS erfolgt aber komplett über Gesten. Die Texteingabe vertraut Palm beim Pre Plus dann aber lieber einer QWERTZ-Tastatur an. Diese wird - dank der Slider-Bauweise - unter das Display geschoben. Das klappt ganz gut, sofern man beherzt mit dem Daumen auf das Display drückt und schieben. Das Display selber wölbt sich dann leicht nach oben.

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So erinnert der Pre Plus in diesem Zustand eher an das erste Matrix-Handy (Nokia 8110) bzw. an eine Banane. Die Tasten selber sind nicht komplett neu, in ähnlicher Form wurden sie bereits beim Centro und beim Treo Pro genutzt. Die Sonderzeichen und Umlaute erreicht man in Kombination mit der (Options) bzw. Sym-Taste. Installierte Programme löscht man, indem man die Options-Taste drückt und dann auf das Icon tippt.

Die einzelnen Tasten sind recht klein geraten, dafür aber leicht gewölbt. Insgesamt kann die Tastatur nicht gegen die deutlich luxuriösere Variante eines BlackBerry Bold bestehen. Echte Vielschreiber werden die Drücker als zu klein bemängeln. Die Tatsache, dass sie aus einem weichen Kunststoff gefertigt wurden, kommt noch erschwerend hinzu. Das verstärkt den etwas schwammigen Eindruck. Für gelegentliche SMS oder E-Mails reicht sie aber vollkommen aus.

Der Anschluss für das Micro-USB-Lade-/Datenkabel befindet sich auf der rechten Seite und ist durch einen Verschluss gegen Staub geschützt. Den 3,5 mm Klinkenanschluss hat Palm ergonomisch richtig auf der Oberseite angebracht. Musikliebhaber wird das sicher freuen. Durch die Gehäusewölbung ragt der Klinkenstecker allerdings etwas aus dem Gehäuse des Palm hervor. Auf der linken Gehäuseseite befindet sich der Lautstärkeregler. Dem Palm Pre Plus wurden nun 16 Gigabyte Festspeicher mit auf den Weg gegeben, doppelt so viel wie beim Palm Pre. Da reicht für die meisten unter uns aus. Befüllen kann man ihn nur im Datenträgermodus über USB, dabei werden Daten leider schneller vom Palm übertragen als auf ihn geschrieben. Erweitern lässt sich der Speicher freilich nicht. Das Palm Pre Plus geht in diesem Modus zudem offline und nimmt keine Gespräche mehr an. Unterhalb des Displays haben die Designer beim Pre Plus nur noch den berührungsempfindlichen Bereich für die Gestensteuerung übrig gelassen. Die Taste des Pre wurde wegrationalisiert.

Größenvergleich (Apple iPhone 3GS, Palm Pre, iPhone 4, HTC Smart)

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Der Pre Plus ist kleiner als ein iPhone 3G(S) oder iPhone 4, dafür aber auch dicker. Die Displayoberfläche ist empfindlicher, besteht sie doch nur aus Kunststoff. Das 3G(S)/4 kann hier mit kratzfestem Glas punkten.

Technik/Branding

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Technisch betrachtet punktet das Palm Pre Plus nicht unbedingt mit einer topaktuellen Ausstattungsliste. Nein, nüchtern betrachtet wurde dem Pre eher Hausmannskost mit auf den Weg gegeben. Das knapp 480 € teure Smartphone kann einen guten 3,1-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel vorweisen. Der braucht sich nicht hinterm iPhone 3G(S) zu verstecken, kommt aber gegen das iPhone 4 oder dem HTC Desire nicht mehr an. Neben einem Musicplayer bietet das Palm Pre Plus auch einen Videoplayer. Beide glänzen allerdings mit der Abwesenheit zusätzlicher Funktionen, wie Equalizer und Co. Die Kamera löst mit 3-Megapixel auf und kann nun auch Videos aufnehmen. Über den Palm™-App Catalog kann man seinen Pre Plus mit zusätzlicher Software versorgen. So zum Beispiel mit einem Internetradio. Das ist zwar ganz nett, ein echtes FM-Radio wäre mir aber lieber gewesen. Als Quadband-Gerät (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es überall auf der Welt einsetzbar.

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Kontakt mit der Außenwelt nimmt das Palm Pre Plus über Bluetooth samt A2DP sowie USB 2.0 und WLAN auf. Befeuert wird das webOS von einem OMAP 3430 Prozessor mit knapp 600 MHz. Geschwindigkeitstechnisch fühlt es sich leider deutlich langsamer an. Ein Branding gibt es beim (o2) Palm Pre Plus nicht! Es hat auch keinen SIM-Lock und kann damit mit allen verfügbaren SIM-Karten genutzt werden. Der Bootvorgang beim Pre dauert unglaubliche 80 Sekunden. Im (UMTS/WLAN)-Betrieb wird er SEHR warm. Das Palm webOS(R) kann hier herunter geladen werden. Damit kann man seinen Pre wieder auf Werkseinstellungen zurück setzen.

Themes/Root

Ab Werk beherrscht das Palm Pre Plus keine Themes. Grundsätzlich ist es dazu aber in der Lage.

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Auch kann man die Einstellungen beim Palm Pre Plus dank der Linux-Basis auch selbst verändern. Hierzu gibt es ein Programm namens "webOS Quick-Installer". Hierzu muss man allerdings den sogenannten Developer Mode aktivieren. Mit einem speziellen Programm kann man dann vom PC aus auch die Anzahl der Icons im Menü von 3x4 auf 4x4 ändern und vieles mehr. Sogar "Root"-Rechte kann man dadurch erhalten, somit hat man als User die volle Kontrolle über seinen Palm.

(zum vergrößern einfach anklicken)

Wer mehr zu Themes, Homebrew und eigene Anwendungen lesen will, sollte einen Blick in dieses Forum werfen.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang des 450 € teuren Schmuckstücks gehört ein nicht übermäßig gut klingendes Stereo-Headset, eine Transporttasche ohne Gürtelschlaufe sowie eine Kurzanleitung. Ein Reiseladegerät sowie ein USB-Lade-/Datenkabel vervollständigen den recht übersichtlichen Lieferumfang. Die Palm-Pre Verpackung wird in Deutschland von einem o2-Karton umgeben, der bei vielen wahrscheinlich direkt in der Tonne landen wird. Ich sage ja immer: "keine Mark in die Werbung, alles ins Produkt". Für die frühen Vögel unter uns spendiert o2 sogar noch einen Ladestation namens "Touchstone". Hiermit kann man seinen Pre sehr stylisch über Induktionstechnologie aufladen. Der Pre wird dabei durch den Akkudeckel mit integriertem Magneten an der Station gehalten. Alle anderen können das sowohl nützliche, als mit knapp 70 € auch teuere Zubehör in den Tagen nach Verkaufsstart käuflich erwerben.

Display

Das sehr helle und kontrastreiche Display stellt Texte, Grafiken und Videos in einer Auflösung von 320 x 480 Pixel bei 16 Millionen Farbkombinationen dar. Es ist aus nahezu jedem Blickwinkel gut ablesbar und kann problemlos gegen den Platzhirsch aus Cupertino bestehen. Die recht ansprechend gestalteten und nahezu selbsterklärenden Menüicons sind ausreichend groß, durch die geringer Displaygröße wirken die Icons zudem sehr klar. So kann man das Palm Pre Plus im geschlossenem Zustand bequem mit nur einer Hand (bevorzugt dem Daumen) bedienen. Dreht man seinen Palm Pre Plus in bestimmten Anwendungen (z. B. Webbrowser) in den Quermodus, so dreht es den Bildschirminhalt gleich mit. Ein Hoch auf den integrierten Lagesensor, leider funktioniert das nicht in allen Anwendungen. So kann man Fotos und Videos im Querformat betrachten. Daneben funktionieren auch noch der Webbrowser und die Kamera im beliebten Quermodus.

Menü/Bedienung/Gesten

Insgesamt betrachtet ist das webOS - wie es der Name schon sagt - sehr auf die Interaktion mit web-basierten Diensten ausgelegt. Ohne einen entsprechend günstigen Datentarif sollte man seinen Pre nicht nutzen. Im Notfall kommt er unterwegs auch ohne Datenverbindung aus. Im Ausland kann man diese sogar komplett deaktivieren.

Mit dem webOS™ will Palm einen intuitiveren Weg aufzeigen, um ein Handy bedienen zu können. Die Menüoberfläche erinnert dabei auf den ersten Blick etwas an Android-basierte Smartphones. In der linken oberen Bildschirmecke öffnet sich bei jeder Anwendung ein kontextbasiertes Programmmenü. Dort kann man dann allerlei Funktionen auslösen. Klickt man auf die Empfangsanzeige, so öffnet sich ein weiteres Menü mit Zugang zu den Empfangsmöglichkeiten, wie Bluetooth und WLAN. Es gibt zudem genau Auskunft über den aktuellen Akkustand sowie das Tagesdatum.

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Auf dem Startbildschirm befinden sich unten insgesamt fünf Links zu verschiedenen Anwendungen und zum Aufruf des Hauptmenüs. Die vier Links zu den Anwendungen lassen sich durch simples drag & drop individualisieren. Uhrzeit und Datum zeigt der Startbildschirm allerdings nicht an und auch auf die heissgeliebten "Widgets" von Android-Betriebssystemem versteht sich webOS nicht. Damit ist er noch spartanischer ausgefallen, als beim iPhone. Der eigentliche Menübildschirm ist dreigeteilt. Man erreicht ihn auch, indem man in der Kartenübersicht aus dem Gestenbereich in den Bildschirm hinein wischt, ein weiterer "Wisch" schließt ihn dann wieder.

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Auf den drei Seiten werden beliebig viele Applikationen verteilen. Kleine Zeichen an der linken bzw. rechten unteren Ecke zeigen dann die Anzahl der Menübildschirme in der jeweiligen horizontalen Richtung an. Ein eigenes Hintergrundbild ist nur im Startbildschirm möglich. Um mehr als neun Icons sehen zu können muss man nach unten scrollen, signalisiert wird einem dies durch einen kleinen Pfeil. Die Icons können nach eigenem Gusto umsortiert werden. Eigene Ordner kann man sich leider nicht anlegen. Hat man entsprechend viele Anwendungen installiert, wird die Scrollerei schnell nervig. Da der Pre Plus Multitasking unterstützt, hat Palm sich eine recht clevere Methode ausgedacht um zwischen den Anwendungen zu wechseln. Hierzu nutzt das webOS eine Kartenübersicht. Diese Karten repräsentieren die jeweils offenen Anwendungen. Berührt man eine Karte, so holt man das entsprechende Programm wieder nach vorne. Flickt man die Karte an den oberen Bildschirmrand wird das Programm beendet.

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Zeichnet man aus dem Gestenbereich heraus eine "Welle" in das Display und verweilt dann mit den Finger auf demselben, so öffnet sich ein "Wellenstarter". Der Wellenstarter entspricht den Programmverknüpfungen in der Schnellstartleiste und erlaubt den Aufruf von bis zu vier Apps aus jeder anderen Anwendung heraus. Das nenn ich Multitasking, da kommt auch das neue iOS4 des iPhones noch nicht mit. Auf Anrufe reagiert er sowohl durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren. Die Klingeltöne kann man durch beliebige MP3 individualisieren.

Anwendungen/App Catalog/Homebrew

Genau wie bei den Smartphones mit Android liefert Palm beim Pre Plus nur den "Grundstock" mit. Das schmückende Beiwerk (die wirklich nützlichen Programme) liefern freie Programmier. Die Zahl der mitgelieferten Anwendungen ist recht hoch und breit gefächert. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch so nützliche Dinge wie einen Taschenrechner und eine Uhr mit Weckfunktion. Der Wecker funktioniert aber nicht, wenn man seinen Pre abgeschaltet hat. Damit man auch seine normalen Büroaufgaben mit dem Pre erledigen kann, hat Palm eine Notizfunktion namens Memo sowie eine gesonderte Aufgabenverwaltung mit integriert.

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Andererseits hat man dem Palm Pre Plus das volle Programm von Google mit auf den Weg gegeben. Neben YouTube und Google-Maps hat auch Google Talk & Google-Mail den Weg ins Palm Pre Plus gefunden. Letztere wurde aber nahtlos ins System integriert, während vorgenannte eine eigene Applikation bekommen haben. Mit Google Maps hat man immerhin eine kostenlose, aber eher rudimentäre Möglichkeit zur Navigation an die Hand bekommen.

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Der Service erhöht das Datenvolumen, daher empfiehlt sich eine entsprechende Flatrate. Nach dem Start fragt Google Maps brav nach, ob es den lokalen Standort verwenden darf. Stimmt man dem zu, so zeigt es den entsprechenden Ortsbereich auf der Karte an. Google Maps nutzt zur Positionsbestimmung sowohl die GPS-Funktion als auch die sogenannte CellTower-Triangulation. Die angezeigten Kartenausschnitte können vergrößert oder verkleinert und in alle Richtungen verschoben werden. Die Bildaufbauzeit war im Test akzeptabel. Steht eine UMTS oder WLAN-Verbindung zur Verfügung, muss man kaum warten. Der Anwender kann den gewünschten Standort sogar aus der Satellitenansicht betrachten.

Google Maps bietet derzeit Verkehrsinformationen für etwa 30 größere US-Metropolen, darunter Los Angeles, New York und Chicago an. Der Dienst funktioniert begrenzt auch in anderen Gegenden. Nutzt man die Funktion "Verkehr anzeigen" werden die gewünschten Verkehrsdaten angezeigt oder man erhält die Meldung, dass Verkehrsinformationen für diesen Bereich nicht verfügbar sind. Gehört man zu den Glücklichen so erhält man kostenlos Informationen für die Hauptverkehrsstraßen, nicht jedoch für Nebenstraßen. Die Bereiche mit Staus werden dann rot hervorgehoben, während Bereiche mit zähflüssigem Verkehr gelb und freie Straßen grün dargestellt werden.

Die Fahranweisungen der Routenplanung werden Schritt für Schritt beschrieben. Die Gesamtstrecke und die geschätzte Fahrzeit werden ebenso dargestellt. Gesprochene Anweisungen beherrscht Google Maps aber nicht, so ist es gelinde gesagt Wahnsinn, während der Fahrt Anweisungen auf dem Display abzulesen. Es ist daher ratsam, dies einem Mitfahrer zu überlassen. Während des Tests kam es vor, dass nicht die kürzeste oder direkteste Route angezeigt wurde. Nichtsdestotrotz ist Google Maps in unbekannten Städten zumindest eine Hilfe wenn man sich mal verfahren hat.

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Im Palm™-App Catalog gibt es viel zu sehen, trotzdem ist der Apple AppStore deutlich besser ausgestattet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ähnlich wie mit der Anwendung Cydia auf dem Apple iPhone, kann man zum Beispiel über den File Coaster, Preload und Co auf dem Pre auch sogenannte Homebrew-Anwendungen installieren, die es im offizielle App Catalog oft nicht gibt. Für Fans der alten Palm Geräte gibt es im offiziellem App Catalog einen Palm-Emulator namens "Classic". Hiermit kann man sogar Programme, die für ältere Palms entwickelt wurden, starten.

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Office/PIM

Für Geschäftsleute oder Studenten sorgt unterwegs ein PDF-Viewer für den notwendigen Durchblick bei PDF-Dokumenten. Sollte jemand unterwegs unbedingt seine Word-, Excel- oder Powerpointdateien durchsehen müssen, dann kann ich ebenfalls Entwarnung geben, der passende Dok-Viewer wird ebenfalls gleich mitgeliefert. Verändern kann man die Dateien freilich nicht. Kommen wir zur Kontaktverwaltung. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass das Pre Plus sich nicht direkt mit Outlook versteht? Eine direkte Synchronisation ist nicht möglich. Es gibt dafür aber Gott sei Dank "etwas von Ratiopharm", nämlich eine passende (kostenpflichtige) Anwendung im App Catalog. Wer sich kostenlos behelfen will, sollte seine Kontakte als "CSV" exportieren und dann in einen Onlinedienst, wie z. B. Google importieren. Hierzu bietet Palm eine passende Software an. So werden Termine und Adressen über den Palm Desktop aus Microsofts Outlook 2003 oder 2007 sowie aus iCal und dem Adressbuch von MacOS in das Palm-Profil importiert. Eine laufende Synchronisation ist aber nicht möglich. Wer sich also einen Pre Plus einsetzt, muss damit leben, dass seine Informationen (Kalender, Kontakte) auch bei Onlinediensten gespeichert werden, schließlich nennt sich das Betriebssystem nicht umsonst webOS.

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Nutzt man zur Synchronisation seinen Google-Account so wird dem Kontakt auch das passende Bild zugeordnet und bei einem Anruf angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen. Leider kann man sie nicht in Gruppen einteilen. Bei den Kontaktfeldern können zahlreiche Informationsdetails abgespeichert werden (Festnetz und Mobilnummer, Anruferbild, Partner, mehrere E-Mail-Adressen, etc.). Zusätzliche Felder kann man beim Palm Pre Plus manuell hinzufügen. So sind zum Beispiel auch Notizen zu einem Kontakt möglich.

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Selbst ein Feld für den Geburtstag ist vorgesehen. Leider wird dieser nicht im Kalender angezeigt. Bei der Adressverwaltung ist das webOS in der Lage, alle Adressinformationen zu einem Kontakt zusammenzufassen und zwar von Google, Facebook und Microsoft Exchange.

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In der Telefonanwendung wird eine virtuelle Tastatur eingeblendet, das Display schaltet sich während des Telefonats dann ab. Hier findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden.

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Beim Pre Kalender handelt es sich auf den ersten Blick auf die übliche Softwarelösung. Auf den zweiten Blick offenbart er aber eine Besonderheit. Palm nennt sie Synergy. Synergy verknüpft und bündelt dabei Daten aus unterschiedlichen Quellen. Dazu muss der Nutzer bei der Ersteinrichtung des Pre bei Palm ein Konto anlegen. Ähnlich wie bei Apples Mobile Me werden darüber dann die Synergy-Daten vorgehalten. Neben dem Palm eigenen Dienst unterstützt das Pre Plus aber auch noch Social Networks, wie Facebook. Selbst über Microsoft Exchange ActiveSync kann man Zugriff auf seine Daten bekommen. Termine und Co kann man auch ohne bestehende Internetverbindung eingeben, sie werden synchronisiert, sobald das Pre wieder mit dem Internet verbunden ist.

Der Kalender zeigt die Termine sowohl in einer Wochen- und Monatsansicht als auch in einer Tagesagenda an und informiert so auf einen Blick über anstehende Termine. Die jeweiligen Kalenderdatensätze werden dann mit unterschiedlichen Farben angezeigt. Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, für den hat er auch eine Wiederholungsfunktion vorgesehen..

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Neue Termine gibt man ein, indem man auf die betreffende Uhrzeit tippt und die Details eingibt. Dreie Zeiträume zwischen den Terminen werden wie in Form einer Ziehharmonika dargestellt. Das Programm-Icon des Kalenders zeigt immer den aktuellen Monatstag an. Tippt der Nutzer auf das Tagesfeld, springt der Kalender auf Wunsch zum aktuellen Tag oder zu einem bestimmten Datum. Mit einem Fingerwisch nach links oder rechts blättert man dann Tag für Tag oder Woche für Woche durch. In der Monatsansicht fehlt diese Funktion unverständlicherweise. Ich persönlich finde den Kalender des Pre Plus ähnlich gut, wie bei meinem BlackBerry Bold. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Palm Pre Plus aber nicht.

Unterhaltung

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Der Musicplayer des Palm Pre Plus folgt optisch dem aktuellen Trend. In der Mitte wird dabei - sofern vorhanden - das Albumcover dargestellt. Am unteren Bildschirmrand befinden sich die Tasten zur Playersteuerung sowie für die Shuffle-Funktion. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset recht ausgeglichen, allerdings etwas bassarm. Der hintere Lautsprecher gibt den Klang völlig nur dann verzehrungsfrei wieder, wenn er nicht bis zum Anschlag aufgedreht wird. Bei maximaler Lautstärke ist er trotzdem nicht in der Lage ein mittelgroßes Büro zu beschallen. Dank der 3,5 mm Klinkenbuchse kann man problemlos höherwertige Kopfhörer anschließen. So wird die Klangqualität aber nur leicht verbessert und kann gerade mit MP3-Playern aus dem unteren Mittelklassesegment mithalten.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Um die bestmögliche Soundqualität testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen.

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Palm Pre Plus reicht keinesfalls aus, um die großen Wandler des iGrado in Schwingungen zu versetzen. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Palm Pre Plus deutlich besser zusammen und bringt den Klang recht gut rüber. Auch der Sennheiser CX300 ist für einen In-Ear ebenfalls eine gute Alternative, verstärkt den Bassbereich in meinen Ohren aber noch nicht ausreichend. Da kommt dann der Creative Labs EP 630 ins Spiel. So liefert das Palm Pre Plus den Ohren dann auch hörbare Bässe. Grundsätzlich kann man auf dem Palm Pre Plus den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, ausgeben. Aufgrund des damit einhergehenden erhöhten Stromverbrauchs ist das aber nicht wirklich ratsam. Unterschiedliche Equalizer-Presets bietet der Musicplayer beim Palm Pre Plus leider nicht an. So klingt das Palm Pre Plus zwar recht passabel, kann aber nicht ansatzweise mit dem Nokia 5800 XM oder BeatDJ mithalten. Die maximale Lautstärke des Musicplayers ist in meinen Ohren zudem etwas gering.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 wurden über iTunes beschafft bzw. eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" kodiert.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
The Corrs
(Talk on Corners)
OST Elizabethtown
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Einen großen Komfort kann der Musicplayer im Palm Pre Plus nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Lied sortieren. Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen (Shuffle) oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen. Alben werden im Coverflow-Stil dargestellt, ein Fingerwisch über die Albencover wechselt dabei den Song. Tippt man das Coverbild an, wird die Wiedergabe unterbrochen oder eben fortgesetzt. Bookmarks kennt der Musicplayer nicht, beendet man die Soundausgabe, so setzt der Player den Song nicht an der zuletzt gespielten Stelle fort. Sehr nervig, wenn man ein Fan von Hörbüchern oder Konzertmitschnitten ist. Im inoffiziellen App Catalog (File Coaster und Co) gibt es dafür aber den kostenlosen "Musicplayer Remix".

PrePlusPrePlus

Wenn der Musicplayer im Hintergrund läuft, zeigt webOS im Benachrichtigungsbereich am unteren Displayrand ein passendes Symbol an. Darüber kann man den Player weiterhin bequem steuern. Bei einem Liedwechsel wird der Titel praktischerweise im Benachrichtigungsbereich eingeblendet. Ein Radio liefert das Palm Pre Plus leider nicht. Auch hierzu findet man im Palm™-App Catalog passende Internetradio-Programme, zumindest wenn man über eine Datenflatrate verfügt.

PrePlus

Videos machen auf dem 3,1-Zoll-Display richtig Spaß, sollten aber im MP4-Format vorliegen. Für Spielernaturen liefert der App Catalog Spiele, teilweise als Test- oder Lite-Versionen.

Klang

Da das Palm Pre Plus nur über einen rückseitig verbauten Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers gerade so ausreichend, um am Arbeitsplatz als MP3-Player herzuhalten. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch unproblematisch. Während eines normalen Gesprächs werden die Stimmen etwas dumpf aber deutlich übertragen. Ein Hintergrundrauschen ist nicht wahrnehmbar. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind eher dezent. Wer sie nicht mag, kann zumindest die werksseitigen Klingeltöne durch eigene MP3 ersetzen. Die Signaltöne lassen sich ab Werk nicht sonderlich weit personalisieren, dazu muss man wieder mal auf dem App Catalog zurückgreifen, frei nach dem Motto "Gibt es da nix von Ratio....".

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Das Palm Pre Plus funkt über Quadband (GSM 850/900/1800/1900-Netze) und bietet eine Unterstützung für UMTS samt HSDPA und WLAN. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt.

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Von der Geschwindigkeit her steht der Browser dem iPhone 3G kaum nach. Das ist allerdings auch kein echtes Wunder, beide basieren auf dem gleichen Grundgerüst namens Webkit. Gegen das 3GS kommt er aber nicht ganz an. Mittels Doppelklick oder den bekannten Kneif- und Spreizgesten kann man einen Bereich einer Webseite vergrößern oder verkleinern.

Innerhalb der Webseite scrollt man butterweich mit einem Fingerwisch. Die URL-Zeile öffnet sich erst dann, wenn man auf der Tastatur tippt. Die Eingabe einer URL ist also jederzeit möglich, manchmal. Auch der Browser kann über Vor- und Zurück-Gesten gesteuert werden, dabei merkt er sich die gewählte Zoomstufe. Fürderhin werden alle Seiten so angezeigt, wie der Nutzer sie verlassen hat.

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Der Browserinhalt dreht sich automatisch mit dem Palm Pre Plus mit. Standards, wie eine Lesezeichenverwaltung beherrscht auch der Browser des Palm Pre Plus. Ein vollwertiger YouTube-Klient sorgt unterwegs für die notwendige Entspannung über mehr oder weniger witzige Videos. Wer es etwas anspruchsvoller mag, kann dort auch meine zahlreichen Videotests finden (suchen nach Hunterhood2001).

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Das Palm Pre Plus liefert natürlich Pushmails aus, so man den passenden Exchange-Dienst nutzt. Über Google Mail geht das nur über das Protokoll "IMAP Idle". Alle eingehenden E-Mails werden in der unteren Benachrichtigungsleiste angezeigt. Wer die E-Mail-Dienste anderer Anbietern nutzen will, dem bleibt ebenfalls das manuelle Einsammeln über IMAP oder POP. E-Mails vom aktuellen und vorherigen Tag werden dabei deutlich hervorgehoben. In einer geöffneten E-Mail kann man über Pfeilsymbole zur nächsten Nachricht wechseln, ohne jedes Mal den entsprechenden Ordner öffnen zu müssen. E-Mails löscht man indem man sie in der Übersicht nach links oder rechts aus dem Bildschirm schiebt. Eine Funktion zum Löschen mehrerer Nachrichten gleichzeitig fehlt allerdings. Aktuell scheint das Palm Pre Plus Probleme bei der Darstellung von Umlauten in HTML-Emails zu haben. Bei Nachrichten von Ebay werden z. B. die Umlaute nur durch ein eckiges Kästchen dargestellt. Auf neuen E-Mails wird man im Benachrichtigungsbereich hingewiesen. Bei ausgeschaltetem Display gibt es aber kein Signal.

Anhänge in nahezu jeder beliebigen Größe lassen sich ohne Probleme auf das Pre laden. Bilder werden in den E-Mails direkt angezeigt. Office-Dateien und PDF-Dokumente mit den mitgelieferten Programmen geöffnet. Für Freunde "ungepflegter" Kommunikation übernimmt "Google Talk" die Rolle des Instant Messanger. Ohne den passenden Datentarif kann es zudem teuer werden.

Kamera/Video

Um es vorweg zu nehmen, selbst Umsteiger vom Apple iPhone werden mit der Kamera des Palm Pre Plus keine echte Freude haben. Sie bietet zwar eine Auflösung von 3-Megapixel, verzichtet aber auf umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.

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Eine umfangreiche Kamerasoftware wurde dem Palm Pre Plus verwehrt. Was bleibt? Nun, man kann ein Foto machen, oder eben nicht. Da wird man doch gleich wieder an den "Minimalismus" aus Cupertino erinnert. Immerhin nutzt die Kamera des Palm Pre Plus das große Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten. Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung oder in völliger Dunkelheit gelingen dank der recht leuchtstarke LED deutlich besser als beim alten iPhone 3G(S). Trotzdem reicht der "Blitz" nur etwa 1 Meter weit.

     

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Wie sieht es mit der Qualität der Optik der eingebauten Kamera aus? Ganz einfach: Viel Licht = gute Bilder! Die eingebaute Automatik macht mit den zur Verfügung stehenden 3-Megapixeln recht ansprechende Aufnahmen, solange sie nicht in Innenräumen eingesetzt wird. Da vermisst man dann nämlich den Autofokus. Geknipste Bilder kann man als MMS oder E-Mail verschicken. Der Start der Kamera nimmt etwa eine Sekunde in Anspruch, nach einer weiteren Sekunde ist das Bild auch schon im Kasten. Videos werden dank webOS 1.4.1 mit maximal 640 x 480 Pixel in MP4 aufgenommen.

Akkulaufzeit

Der Akku leistet ähnliches wie beim Apple iPhone 3GS. Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku knapp 11 Stunden. Reduziert man seine Nutzung, verlängert sich die Akkulaufzeit auf knapp 2 Tage. Ein dauerhaft eingeschaltetes GPS/WLAN hat nur dann auf die Akkulaufzeit Einfluss, wenn sich das Palm Pre Plus nicht im Standby-Modus befindet. Als Internetradio (im App Catalog verfügbar) macht das Palm Pre Plus bei konstanter 3G-Verbindung und abgeschaltetem Display nach knapp 6 Stunden schlapp, wird dabei zudem recht warm. Surft man per WLAN, so reicht es für immerhin 5 Stunden Onlinevergnügen. Nutzt man den Palm Pre als WLAN-Router ist allerdings schon nach knapp 3 Stunden Feierabend. Dann reicht sogar ein angeschlossenes Ladegerät nicht aus, um den Energiehunger des WLAN-Empfängers im Betrieb sicher zustellen. Intensivnutzer mit Telefonitis werden ihr Schmuckstück täglich laden. Normalnutzer wird das Palm Pre Plus mit der aktuellen Firmware knapp 2 Arbeitstage begleiten, bevor die Kraftzelle dann wieder nach Strom aus der Steckdose giert. Der Ladevorgang dauert nur knapp 2 Stunden.

Videotestbericht

Fazit

Autor
Im Vergleich zum Vorgänger, dem Palm Pre hat der Nachfolger lediglich seinen internen Speicher auf 16 Gigabyte verdoppelt. Videoaufnahmen gelingen nämlich auch auf dem Pre mit Softwareupdate. Der Akkudeckel ist bereits ab Werk mit der schnurlosen Ladestation „Touchstone“ kompatibel, der verdoppelte Arbeitsspeicher bringt hingegen nur unwesentlich mehr Geschwindigkeit.

Unter dem Strich betrachtet ist das Pre Plus durch die Gestensteuerung anderen Smartphone durchaus überlegen. Die Grundfunktionen, wie Musicplayer, Videoplayer, Messaging und Co funktionieren einwandfrei und auch der Webbrowser ist gut, leider eben nicht ganz so gut wie beim iPhone oder einem HTC Desire.

Testlogo

 





  

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