Nokia 6210 Navigator


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 21.11.2008 13:35h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht Nokia 6210 Navigator von www.mobile-reviews.de


Hersteller

Nokia


Modell

N6210


Bezugsmöglichkeit

6210 Navigator


Bilder

Galerie


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Softwareupdate

Revision vom 25.11.2008

Navigation ist heutzutage in aller Munde und die passenden Navigationsgeräte verkaufen sich sehr gut. Das hat auch Nokia erkannt, den vor knapp einem Jahr erblickte das erste Navigationshandy, der 6110 Navigator das Licht der Welt. Nun schiebt Nokia mit dem 6210 Navigator die zweite Auflage hinterher. Dualmode (UMTS/GSM) ist mittlerweile ja schon Standard und auch die Tatsache, dass es als Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) praktisch weltweit einsetzbar ist, lockt wohl keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor. Das gilt ebenso für das verbaute 2.4 Zoll Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel und die 3.2-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt Digitalzoom. Der integrierte A-GPS-Empfänger dient zur Positionsbestimmung und ermöglicht über das vorinstallierte Nokia Maps 2.0 eine kostenpflichtige Navigation. Dabei bietet Nokia aktuell Kartenmaterial für über 100 Länder an. Seine Daten speichert es im etwa 120 MByte (MB) großen internen Speicher sowie auf Wunsch auch auf microSD-Speicherkarten. Ob die zweite Auflage des Navigators wirklich als vollwertiger Ersatz für die guten Geräte von TomTom, Garmin und Co taugt, oder doch eher ein Nischenprodukt ist, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

Testbericht Nokia 6210 Navigator
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(Hier gibt es mehr Bilder)

Auf den ersten Blick sieht man sofort gewisse Anleihen an das Design des 6110 Navigator. Das 6210 kommt als Slider daher. Im Gegensatz zum Vorgänger (101 x 49 x 20 Millimeter bei 125 Gramm), haben die Designer den neuen Navigator knapp 5 Millimeter schlanker gestaltet. Nicht nur das, auch an Gewicht hat der Navigationsexperte ordentlich verloren, wiegt er doch nur noch schlanke 117 Gramm. Die Vorderseite wurde in klavierlack-ähnlichen schwarz-glänzenden Plastik gehüllt. Eine kleine, blaue Windrose unterm Navikey deutet auf die Navgationsfunktionalität hin. Bei aktiviertem GPS blinkt sie zudem blau.

Größenvergleich (Nokia N80 - 6600 Folder - Nokia N76 - Nokia N73)

Testbericht Nokia 6210 Navigator
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Lieferumfang

Das Nokia 6210 Navigator wird in der neuen, in gelb, orange und silber gehüllten Verpackung ausgeliefert.

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Der Lieferumfang ist vollständig und beinhaltet

  • Nokia 6210 Navigator
  • Nokia Akku BL-5F
  • Nokia Stereo-Headset HS-47
  • Nokia Energiespar-Ladegerät AC-8
  • Nokia Micro-USB-Datenkabel CA-101
  • CD-ROM mit Nokia PC Suite und Map Loader 1.3
  • Nokia microSD-Speicherkarte MU-22 (1 GByte)
  • Bedienungsanleitung

Auch an eine microSD-Speicherkarte wurde diesmal gedacht, sonst wäre es nämlich Essig mit der Navigation. Sind doch knapp 700 MB Kartendaten auf der Speicherkarte abgelegt.

Verarbeitung/Haptik

Ein Nokia. Ein Garant für Qualität? Nun ja, unterschiedliche Spaltmaße sind sicher nicht das Problem des 6210 Navigators. Leider, leider, leider, ist aber auch die Verarbeitung der zweiten Auflage fernab von perfekt. Bei meinem Testgerät, aber auch bei verschiedenen anderen Geräten, die ich in der Hand hatte, knarzt z. B. die Tastatur(folie) nach einiger Zeit deutlich vernehmbar. Das Slideroberteil gleitet zwar ohne Fehl und Tadel auf und zu, dafür wippt es aber selbst im geschlossenen Zustand auf und ab, sobald auf man eine Taste drückt.

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Der Navikey des 6210 Navigator fühlt sich nicht "schwammig" an und reagiert präzise. Die einzelnen Richtungen des Navikeys können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Leider ist sowohl die Menütaste, als auch die "C"-Taste zum löschen von Eingaben sehr klein geraten. Die beiden Tasten zur Anrufsteuerung sowie die Softkeys sind haptisch gut spürbar und reagieren bereits auf leichten Druck. Alle Tasten sind bläulich illuminiert. Ein Druck auf die kleine Windrose startet direkt das Navigationsprogramm. Die Vorderseite ist aufgrund der glänzenden Oberfläche leider sowohl Kratzer- als auch Fettmagnet. Schon nach ein paar Wochen wurden diverse Kratzer sichtbar, sowohl auf der Displayabdeckung aus Kunststoff, als auch auf dem schwarzen Lack. Die Hartplastik-Rückseite ist deutlich robuster, das sollte sie auch, denn das 6210 Navigator liegt oft auf der Rückseite.

Die Zifferntasten reagieren sehr präzise, weisen einen knackigen Druckpunkt auf und geben auch sonst keinen Anlass zu Kritik. Blind tippen ist hingegen auf dem 6210 Navigator nur sehr schlecht möglich, die Tasten werden durch eine Tasten-Matte zusammen gehalten, so leidet die Haptik doch ein wenig.

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An der linken Außenseite befindet sich der Einschub für die microSD-Speicherkarte, der durch eine abnehmbare Klappe geschützt ist. Der micro-USB-Anschluss befindet sich direkt darüber, ebenso gut geschützt. Handelsübliche Mini-USB Stecker passen damit nicht mehr in das 6210 Navigator. Freundlicherweise liefert Nokia aber das passende Anschlusskabel gleich mit. Freiheit für handelsüblichen Lieblingskopfhörer gibt es hier ebenfalls nicht, denn an der Oberseite befindet sich nur ein 2.5 mm Kopfhöreranschluss. Rechts außen befinden sich die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der Musikwiedergabe) sowie eine Kamerataste.

Technik

Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 120 MB. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht (Stichwort Navigation; die Landkarten verbraten fast 1 GB), bietet das 6210 Navigator eine Speichererweiterung durch microSD-Speicherkarten. Hierbei lassen sich auch die neuen SDHC-Versionen nutzen. Eine Aufrüstung um 8 oder 16 GB steht also nichts mehr im Wege. Im Vergleich zum Festspeicher des N95 8GB ist eine Speicherkarte die bessere Alternative, da man flexibler auf den Speicherbedarf reagieren kann. Angetrieben wird es mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.3 in der Series 60 3rd Edition, Feature Pack 2. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

User Interface

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Das Feature Pack 2 ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Funktionen der 3. Edition der Series 60. Mit dem Feature Pack 2 versucht Nokia den Spagat zwischen einfacher Bedienung und maximaler Flexibilität. Gleichzeitig werden die optische Unterschiede sowie Kernfunktionen zwischen der Series 40 und Series 60 angeglichen. Auf den ersten Blick erkennt man einen dritten Eintrag in der Mitte des Menüs. Vorher nutzte die Series 60 nur zwei Einträge. Die Funktion des dritten Softkey hat Nokia allerdings im Kontext begrenzt. Wer sich bereits mit der Series 60 auskennt, wird die Änderung nicht sofort wahrnehmen.

S603rd_FP2

Anwendungen werden nun nicht mehr ausschließlich über die Menü-Taste gestartet, sondern können auch durch den linken Softkey ins Leben gerufen werden. Dabei wird ein Taskmanager geöffnet, der die aktuell im Hintergrund laufenden Programme durch vertikale arrangierte Icons darstellt. Eine Anwendung kann dort auf Wunsch mit Hilfe der "C"-Taste endgültig beendet werden. Ausnahmen (bei einigen Mobiltelefonen lässt sich der Musicplayer nicht endgültig beenden) bestätigen hierbei die Regel.

Einstellungen/Profile

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Im Einstellungsmenü kann man die vorinstallierten Themen abändern. Eigene Signal- oder Klingeltöne sind ebenso möglich, wie Hintergrundbilder. Die Sprache der Texteingabe sowie des Menüs kann hier verändert werden. Auch die Belegung der Softkeys wird hier geändert. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, kann hier Hand anlegen.

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Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können angepasst und zeitlich befristet werden. Ist der Zeitraum abgelaufen, so schaltet das Profil wieder auf die vorher genutzte Version um. Eigene Profile können ebenfalls erstellt werden. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Klingel- und Benachrichtigungssignale, Vibration, etc. Themen lassen sich allerdings nicht an Profile koppeln.

Active Standby

Der Active Standy genannte Bildschirm zeigt in der Series 60 3rd Edition grundsätzlich eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht aller anstehenden Termine mehrerer Tage zeigt er allerdings nicht. Läuft der MP3 Player im Hintergrund, wird der Titel des aktuellen Songs eingeblendet und ermöglicht so den direkten Wechsel zum Musicplayer. Die Programmshortcuts können frei belegt werden.

Menü

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Wechselt man in die Untermenüs bzw. zwischen den Menüpunkten so wird beim 6210 Navigator keine echte Menüanimation angezeigt. Nachdem man die Menütaste (oder aber eben den linken Softkey) betätigt hat, präsentiert sich die Hauptebene mit 11 Menüpunkten (4x3 Icons). Hier kann der Nutzer fast schalten und walten, wie er will. Unterordner lassen sich erstellen, Menüpunkte in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man in Ordnern, wie z. B. "Programme-Persönlich". Geöffnete Programme werden mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet. Auch der Quermodus (3x4 Icons) wird unterstützt.

Anwendungen

Eine Galeriefunktion fasst neben Bildern auch Videos zusammen. Der Menüpunkt Aufnahmen zeigt dabei die mit der eingebauten Kamera aufgenommenen Bilder an. Die Nummer spiegelt dabei die Gesamtzahl der Aufnahmen wieder. Die Bilder können sowohl nach Monaten, als auch nach Tags gefiltert werden. Im Bereich Downloads findet man dann die herunter geladenen Bilder wieder. Der Voicerecorder war bisher nur in der Lage, Sprachnotizen bis zu einer Minute aufzuzeichnen. Nun kann man nun Aufnahmen bis zu einer Dauer von einer Stunde tätigen. Abgespeichert werden diese wahlweise im internen Speicher oder eben auf der Speicherkarte.

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Eine systemübergreifende Suchfunktion hilft dabei, den Überblick zu behalten. Hierbei wird neben einer Onlinesuchfunktion (wie z. B. yahoo.de) auch eine Onboardsuche genutzt. Auf dem Mobiltelefon kann man so nach Musik, Bilder oder Videos, Kontakten, Kalendereinträgen, Nachrichten, E-Mails, Webseiten, Notizen und mehr suchen. Nach Eingabe des ersten Buchstabes des zu suchenden Begriffs zeigt die Suchfunktion sofort die in Frage kommenden Treffer an. Symbian Mobiltelefone von Samsung nutzen zwar eine ähnliche Funktion, diese ist aber längst nicht so komfortabel.

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Das QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Officedateien lassen sich so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Adobe PDF zeigt als gesonderte Anwendung dann PDF's an. Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Ein Konverter hilft bei der Umrechnung zwischen diversen Formaten, wie Währungen, Maßeinheiten. Im Menüpunkt Laden! findet man dann mehr oder weniger nützliche, teils kostenlose, teils kostenpflichtige Anwendungen. Eine Kurwahlfunktion ermöglicht über die Zifferntastatur eine Schnellwahl bestimmter Kontakte. Anwendungen kann man dann auch über die integrierte Sprachsteuerung starten, ein spezielles Traning ist dafür nicht möglich. Ein Dateimanager erlaubt einfaches kopieren, verschieben und löschen von Dateien. Der Gerätemanager die SyncML Synchronisation. Mittels der Anwendung Datentranfer kann man zwischen zwei Nokia übertragen. Ein kleines Einführungsprogramm unterstützt den Neuling bei seinen ersten Schritten.

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Das 6210 Navigator bietet einen Alarm, der nach Eingabe von Datum und Uhrzeit direkt startbereit ist. Auch wiederkehrende Alarme sind möglich. Hierbei kann man allerdings nur nach Wochentagen bzw. Wochenende unterscheiden. Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit auch eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt in Kopfrechnung ungeübte.

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Die Series 60 stellt umfangreiche Anrufprotokolle zur Verfügung. Eingehende und ausgehende Gespräche, verpasste Anrufe werden dabei protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehalten werden, kann man selber einstellen. Ab Werk werden diese Daten 30 Tage gespeichert. Jeder Eintrag umfasst Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Hinterlegt man seine Gesprächskosten, so kann das Nokia 6210 Navigator diese sogar mit anzeigen. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Kontakte/PIM

In den Kontakten lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich im 6210 Navigator nun auch ein bildschirmfüllendes Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Vorbei ist die Zeit der schlecht erkennbaren Miniaturbilder. Sollte man mit dem Bezeichnungen der Felder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich.

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Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden.

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Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail in einem Kontrakt hinterlegt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer hinterlegen. Diese Nummer wird dann automatisch angewählt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch eine eigene Rufmelodie pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem.

Neu hinzugekommen ist eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Sollten Namen in englischer Sprache vorliegen, so erkennt dies die Software automatisch. Unbekannt Namen oder Begriffe können dem Mobiltelefon beigebracht werden. Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist sowohl auf Speicherkarte als auch (gefährlicherweise) im internen Speicher des Mobiltelefons speicherbar. Um seine Daten aber möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit der PC Suite synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook oder anderen Anwendungen. Kontakte lassen sich aber auch durchaus zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man dann das integrierte Bluetooth. Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht.

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(durch Anklicken starten Sie die Animation)

In der Monatsansicht stellt er Ereignisse über ein kleines Dreieck in der unteren rechten Ecke des Tages dar. Gleitet man mit dem Cursor über so ein Ereignis, zeigt er das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fensters an. Das 6210 Navigator bietet bestimmte Kategorien an. Besprechungen, Aufgaben, Geburtstage und Notizen. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. kennzeichnet man ein Ereignis als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seiner Termine und Aufgaben zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon.

Mitteilungen

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In nur einem Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Ein kontextsensitives Menü unterstützt den User dabei. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier zwischen den drei Stufen Klein, Normal, Groß gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 unterstützt.

Die Felder “Betreff”, “Cc”, “Bcc” können auf Wunsch auch ausgeblendet werden. Zusätzlich bietet der E-Mail-Klient nun auch die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden, mehr als 600 KB dürfen diese allerdings nicht gross sein.. Bis zu zwei Eingangsboxen kann das System selber automatisch auf eingehende E-Mails überprüfen. Manuelle Einstellungen durch den User sind ebenfalls möglich. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Push Mail wird nur per IMAP IDLE unterstützt. Vielschreiber können sich Vorlagen erstellen. Nokia liefert für SMS zehn mehr oder weniger sinnvolle Textbausteine mit. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der fehlenden QWERTZ-Tastatur keine echte Freude. So dauert die Einrichtung eines neuen Postfachs mehrere Minuten. Unterstützt wird der Nutzer hierbei durch einen eingebauten E-Mail-Wizard, der die Einstellungen der gängigen Freemail-Anbieter kennt und der Nutzer die Angaben für SMTP und POP3 oder IMAP nicht mehr eintippen muss.

Musik/Unterhaltung

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Der Klang des Musicplayer klingt in Verbindung mit einem hochwertigen Headset nur dann passabel, wenn man den Klang über den eingebauten Equalizer manuell anpasst! Die Voreinstellungen (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch Eigene) sind absolut unpassend. Die Lautstärke ist dabei hoch. Man kann man das Klangbild nochmals beeinflussen, indem man Loudness und Stereo-Raumklang einschaltet. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch den 2.5-mm-Anschluss können ab Werk aber keine handelsüblichen Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Die erstmalige Initialisierung (es sucht dann nach neuen Musikstücken) dauert etwa länger. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist der Musicplayer allerdings nur bedingt tauglich. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Nokia ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks. Technisch ist der Musicplayer in der Lage die Formate AAC, AAC+, eAAC, eAAC+, MP3, MP4, M4A, WMA, Mobile XMF, SP-MIDI, AMR (NB-AMR), MIDI (Poly 64), RealAudio 7,8,10, True tones (WB-AMR), WAV, MP3 auch mit variabler Bitrate bis 320 kb/s abzuspielen. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen.

Grafisch macht der Player nicht viel her, unterstützt aber die Darstellung von Album Arts. Drei visuelle Effekte peppen die Monotonie etwas auf, reduzieren aber bei eingeschalteten Display auch die maximale Akkulaufzeit. Auf dem Display werden neben dem Album Art noch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Unter diesen Informationen findet man dann die nahezu selbsterklärenden Steuerelemente. Das Feature Pack 2 des 6210 Navigator ermöglicht zumindest auch ein extrem schnelles vorspulen innerhalb eines Tracks. Das eingebaute Radio bietet mit automatischen Sendersuchlauf und 50 Speicherplätzen den notwendingen Komfort. Wobei das Kabel des Headsets als Antenne dient.

Um die Soundqualität des 6210 Navigator testen zu können, habe ich den iGrado von Grado eingesetzt, einen Koss Porta Pro, Sennheiser CX300 sowie Creative Labs EP 630. Der iGrado fordert ein hohes Eingangssignal, die maximale Lautstärke des HD reicht dabei kaum aus, um die Wandler in Schwingungen zu versetzen. Der Koss Porta Pro spielt mit dem 6210 hingegen schon recht gut zusammen. Der Sennheiser CX300 leistet sich einen kleinen Abfall im Bassbereich, während der Creative Labs EP 630 zusammen mit dem HD wirklich überzeugen kann. Voluminöse Bässe, schöne Höhen und Mitten kennzeichnen den Klang. Ein leichtes Grundrauschen ist in einigen extrem leisen Passagen zwar noch vernehmbar, stört aber keinesfalls. Für einen Kopfhörer, der aktuell bei Amazon nur 18 € kostet bietet gerade der Creative Labs EP 630 ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt einen mehr als sinnvollen Ersatz für das mitgelieferte Stereo-Headset dar. Da kommt dann auch Freude auf.

Grundsätzlich unterstützt das 6210 Navigator auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Der Song von Mos Def hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Für den mobilen Zeitvertreib sieht Nokia immerhin drei Spiele vor. Wobei alle drei nicht das Gelbe vom Ei sind. Jelly Chase wird über den integrierten Lagesensor gesteuert - man darf so die Luftblasen fangen - und "Brain Champion" erinnert ein wenig an das sehr bekannte Gehirn-Jogging aus der Konsolenwelt.

Kamera

Testbericht Nokia 6210 Navigator

Der CMOS-Sensor bietet neben einer Auflösung von 3.2 Megapixeln (2048 x 1536 Pixel) auch noch einen (in meinen Augen) nutzlosen Digitalzoom. Selbst an einen Autofokus und Makrofunktion hat Nokia gedacht. Das eingebaute LED-Blitzlicht kann automatisch hinzugeschaltet werden. Objekte werden dabei bis zu einer Entfernung von etwa 1 Meter ausgeleuchtet, in dunklen Umgebungen führt dies allerdings trotzdem zu Bildrauschen.

Aufnahmen bei Tageslicht können über den Weißabgleich mit unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten, wie Automatisch & Sonnig optimiert werden. Für Urlaubsbilder stehen eine Serienaufnahmefunktion und ein Selbstauslöser zur Verfügung. Eine Programmautomatik hilft bei Nachtaufnahmen und der Farbton des Bildes kann über die Einstellungen, wie z. B. Normal, Sepia, Schwarzweiß oder Negativ verändert werden. Das Sucherbild wird dabei in voller Displaygröße dargestellt. Die erstellen Bilder können als Hintergrund oder Kontaktbild genutzt werden.

 

Touch_HD

Besonders gelungene Aufnahmen kann man sogar per Kurzstreckenfunk, SMS oder E-Mail versenden. Eine spezielle Kamerataste löst die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert knapp eine 1 Sekunde. Die Qualität der Bilder geht bei guter Beleuchtung durchaus in Ordnung, kommt aber nicht gegen aktuelle Modelle von Samsung oder Sony Ericsson an. Auch das 6210 Navigator weist einen leichten Rotstich in den Bildern auf. Eine fehlerfreie Kamerafirmware sieht also anders aus. Videos zeichnet die Kamera hingegen in voller VGA-Auflösung auf. Wie bei fast allen Handykameras, führen auch beim 6210 Navigator schnelle Bewegungen der Kamera oder des Motivs zu deutlichen Verzerrungen. Also bitten Sie das Motiv darum, schön stillzustehen, denn mit der Aufnahme eines Sportwagens oder der lieben Kleinen wird der Navigatorbesitzer so seine Probleme bekommen.

Nokia Maps 2.0

Das Hauptaugenmerk des zukünftigen 6210 Besitzers liegt zu Recht auf dem integrierten GPS-Empfänger. Nokia Maps lädt das Kartenmaterial dann über online (also per WLAN oder UMTS) herunter oder über die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de). Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung nunmehr sogar mit mehr oder weniger aktuellen Satellitenbildern, ähnlich wie bei Google Maps.

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Der erste Satfix ohne A-GPS dauert etwas länger (bis zu 5 Minuten). Mit eingeschaltetem A-GPS (kostenpflichtig, da eine Datenverbindung aufgebaut wird) erfolgt der Fix in wenigen Sekunden. Lange Tunnel sind - wenig überraschend - oft ein KO-Kriterium für den eingebauten GPS-Empfänger. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert gerade mit A-GPS sehr schnell und zuverlässig. Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto oder auch Gehen). Für denjenigen unter Ihnen, die eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch zu nehmen pflegt, ist Nokia Maps 2.0 in meinen Augen ausreichend. Für alle anderen empfehle ich den Einsatz etablierter Programme, wie Route 66 oder TomTom.

Die Nokia Maps Software lässt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels). Eine sprachgeführte Navigation ist erst nach Bezahlung möglich. Dann aber wird der übliche Richtungspfeil durch Sprachanweisungen unterstützt. Neu hinzugekommen ist in der version 2.0 nun auch der Fußgängermodus, der beim 6210 Navigator zusätzlich noch durch einen kleinen Kompass unterstützt wird.

Die Routenplanung selber ist nach Ablauf der 3-monatigen Testphase kostenpflichtig, hierzu hat Nokia entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich) entwickelt. Eine kostenlose - 3 Tage gültige - Testlizenz ermöglicht schon mal eine Schnuppernavigation. Die 7 Tage-Lizenz wird für 6,49 Euro, die 30-Tage-Lizenz für 7,99 Euro angeboten. Eine Jahreslizenz gibt’s für 59,99 Euro und wer sich richtig lange an Nokia binden will, kann eine 3-Jahres-Lizenz für 69,99 Euro erwerben.

Internet

Testbericht Nokia

Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen N-Serie Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig. Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser recht schnell ist. Die Darstellung von Frames und Popups ist kein Problem. Insgesamt ist er ein recht anständiger Browserersatz, kommt aber nicht gegen den Opera Mobile Browser 9.5 an. Surfen im Internet ist aber nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Denn Eingaben von längeren URL über die handyübliche Tastatur sind halt nicht wirklich flott möglich. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim 6650 Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 125%). Ein Popup-Fenster bietet die am meisten gebräuchlichen Funktionen an.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich kaum Schwächen. Der zweite Navigator verzeichnet gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Die Sprachqualität darf ebenfalls als gut bezeichnet werden. Die gelegentlichen Gesprächsaussetzer stören kaum, die Gesprächspartner sind klar und deutlich verständlich.

Das 6210 Navigator verbindet sich wieder mittels Datenkabel (Micro-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Nokia nutzt also nicht mehr den alten Pop-Port™-Anschluss. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Im Datentransfer/Media Player Modus geht das 6650 auch nicht mehr offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 15 Sekunden vom PC auf die Speicherkarte transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 60 MB) brauchte 2 Minuten für den Transfer. Über das USB-Datenkabel kann das Mobiltelefon allerdings nicht geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen werden nach Spezifikation 2.0 unterstützt. Hierbei stehen neben A2DP und AVRCP noch die die Profile BIP-ImagePush, DUN-GW, FT-Server, HandsFree-AG (1.0), Headset-AG, OBEX, OPP-Client und OPP-Server zur Verfügung. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute, die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt hier etwa 100 Kb/s.

Akkulaufzeit

Dem 6210 Nutzer bietet der nur 900 mAh schwache Akku knapp sechs Tage Erreichbarkeit. Nutzt man aber die integrierten Stromfresser, wie GPS und Co dauerhaft, so wird man mit einer Akkuladung nicht einmal das Ende des Vormittages erreichen. Normalnutzer (60 Minuten MP3 am Tag, gelegentliche E-Mails, etwa 10 Minuten Telefonate) können mit einer Laufzeit von knapp 3 Tagen rechnen. Da der 6210 Navigator ja eigentlich als Navigationsgerät eingesetzt werden soll, verwundert es umso mehr, dass bei aktiviertem GPS schon nach 1,5 Stunden 6210 Schluss ist.

Fazit

Autor

Nokia Maps 2.0 unterstützt nun auch die Fußgänger und Radnutzer Navigation und das sogar mit einem kleinen Kompaß. Die Kamera ist qualitativ sicher keine Offenbarung und eher als nettes Gimmick zu betrachten. Der Musikplayer kann da schon eher überzeugen. Die gute Bedienbarkeit ist ein Pluspunkt, der dann von der etwas knarzigen Verarbeitung wieder relativiert wird. Für knapp 260 € wird einem aber ein gutes Kommunikationstalent geboten und das mit brauchbarer Navigationshilfe. Um den Kauf eines echten Navis kommen Vielfahrer aber in meinen Augen nicht herum, für Gelegenheitsnavigierer gibt es zudem bessere Modelle aus der N-Serie. Auch der 6120 Navigator fristet damit in meinen Augen eher ein Nischendasein.





  

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