Nokia 5800 XpressMusic

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 30.04.2009
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Testbericht Nokia 5800 XM von www.mobile-reviews.de
Hersteller:

Nokia
Modell:

5800 XM
Bezugsmöglichkeit:

Nokia 5800 XM

Revision 1.0 vom 30.04.2009

Symbian OS basierte Smartphones mit Touchoberfläche? Das war für Nokia bisher kein Thema. Nachdem Apple aber mit dem iPhone einen derart großen Erfolg verbuchen konnte, kamen auch die Finnen nicht um entsprechende Überlegungen herum. Das Ergebnis halte ich in Form des 5800 XM in den Händen. Wobei das nur der erste Schritt ist, in Vollendung wird sich diese neue Touchoberfläche wohl erst in Form des Nokia N97 manifestieren. Auf dem 5800 XM setzt Nokia erstmalig Symbian OS v9.4 mit der S60 5th Edition Oberfläche ein. Als Dualmode (UMTS/GSM) und Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) ist eh fast weltweit einsetzbar. Eine automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung ermöglicht dabei den Wechsel zwischen GSM und UMTS, ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen. Inhalte stellt das 5800 XM auf einem 3.2 Zoll großen Display mit einer Auflösung von 640 x 360 Pixel dar und zwar mit 16.7 Millionen Farben. Eine 3.2-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus, Digitalzoom, Doppel-LED und einer Optik von Carl Zeiss ist bei Nokia ja quasi Standard. So wie das integrierte GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Kartenmaterial wird für über 100 Länder angeboten. Die Navigation ist nach Ablauf der Testphase allerdings kostenpflichtig. Daten speichert man auf der mitgelieferten 8 Gigabyte (GB) großen microSD-Speicherkarte. Wie sich das neue Konzept im täglichen Einsatz geschlagen hat, soll Ihnen mein folgender Testbericht zeigen.

Design

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Mehr Bilder vom Nokia 5800 XM gibt es hier zu sehen.

Will man ein Smartphone ausschließlich mit dem Touchscreen bedienen, so bleibt den Designern kaum Spielraum für Experimente. Das Design des 5800 XM fällt optisch eher in die Kategorie "klobig". Bestätigt wird dieser Eindruck durch den Blick auf das Datenblatt. Abmessungen von 111 x 51,7 x 15,5 mm lassen keinen Zweifel daran, dass das 5800 XM ziemlich dick ausgefallen ist. Dabei wird das Erscheinungsbild durch die Schwarze Farbe des glänzenden Kunststoffs dominiert. Optisch aufgepeppt wird das 5800 XM durch einen um die Mitte herum verlaufenden, kleinen blauen, roten oder demnächst auch silberner Streifen. Die Briefwaage pendelt sich bei knapp 110 Gramm ein. So ist das 5800 XM nur etwas schwerer als die berühmte Tafel Schokolade. Zwei Stereolautsprecher zieren die linke Ober- und Unterseite des Smartphones und werden durch silberne Gitter geschützt, so liefert das Nokia gerade im Quermodus einen optimalen Klang.

Größenvergleich (iPhone 3G, LG Arena, LG KS20, Samsung)

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Arena
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Lieferumfang

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In der kleinen Verpackung findet man alles um mit seinem 5800 XM vernünftig arbeiten zu können. Das Datenkabel CA-101 mit micro-USB Anschluss sorgt für den sorgenfreien Datenaustausch mit einem PC, das Video-Ausgangskabel CA-75U bringt Filme und Bilder auf den heimischen Fernseher. Das Stereo-Headset HS-45 samt Fernbedienung AD-54 sorgt dann unterwegs für ungestörten Musik- und Radiogenuss. Der BL-5J liefert dabei die Energie für das Multimediatalent. In der Verkaufsversion liefert Nokia zudem eine 8 Gigabyte große microSD-Speicherkarte mit. Komplettiert wird der vollständige Lieferumfang vom Plektrum mit Nokia Trageriemen CP-306 sowie einer eher unhandlichen und hässlichen Nokia Tasche sowie dem recht nützlichen Nokia Tisch-Halter DT-29. Obwohl der Stift recht fest im Rückcover untergebracht ist, liefert Nokia gleich einen passenden Ersatz mit. Die Navigation über Nokia Maps ist während einer Testphase in Deutschland, Österreich und der Schweiz kostenlos möglich. Wer mag, kann in den diversen Anleitungen und der mini-DVD stöbern.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitungsqualität ist bei Nokia seit Jahren kein Aushängeschild mehr, wenn man mal von der hochpreisigen 88XX-Serie absieht. Aktuell hat es auch das Nokia 5800 XM erwischt, es "glänzt" durch Ausfälle des internen Lautsprechers. Immerhin sind stark unterschiedliche Spaltmaße diesmal kein Problem. Allerdings fühlt sich das Nokia 5800 XM deutlich weniger wertig an, als z. B. das LG Arena. Damit ist die Verarbeitungsqualität des 5800 XMs zwar nicht perfekt, aber immerhin befriedigend.

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Der große Akkudeckel auf der Rückseite ist mattiert und mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung versehen. Wenig überraschend neigt er schon bei leichtem Druck zum Knarzen. Die Carl Zeiss-Optik wird beim 5800 XM durch eine Plastiklinse geschützt. Den Stylus hat Nokia direkt in den Akkudeckel integriert, dort sitzt er stramm und sicher.

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Unterhalb des Displays findet der Nokia 5800 XM Nutzer lediglich drei Tasten. Zwei dienen der Gesprächssteuerung, während die mittlere Taste nicht nur das Menü zum Vorschein bringt, sondern auch in einstellbaren Intervallen blinkt, um so auf verpasste Anrufe oder Kurznachrichten bzw. E-Mails hinzuweisen.

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Der Einschub für die microSD-Speicherkarte sowie für die SIM-Karte befindet sich gut geschützt auf der linken Seite. Der micro-USB-Anschluss wurde diesmal zusammen mit der 3,5 mm Kopfhörerbuchse auf die Oberseite des Gerätes verbannt. Die rechte Seite beherbergt einen Schieber zur Displaysperre, zwei Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der Musikwiedergabe) sowie die Kamerataste. Die spezielle Wiedergabetaste für den direkten Zugriff auf Bilder und Videos sucht man beim Nokia 5800 XpressMusic vergebens, dieser bleibt der N-Serie vorbehalten. Bis auf den Kopfhörerport sind alle Anschlüsse recht gut gegen Staub geschützt.

Technik

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Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 70 MB, davon sind knapp 57 MB frei. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht (Stichwort Navigation; die Landkarten verbraten für ganz Europa fast 1.5 GB), wird das 5800 XM mit einer 8 Gigabyte fassenden microSD(HC)-Speicherkarte ausgeliefert. Einer weiteren Aufrüstung auf 16 GB steht nichts mehr im Wege. Angetrieben wird das 5800 XPressMusic mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.4 in der Series 60 5th Edition. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie müssen für die neue Touchbedienung angepasst werden. Während des Tests stand ein knapp 3,7 MB großes Firmware-Update auf Version 21.0.025 als "Over the Air"-Download bereit. Bei dem Update werden keine Informationen gelöscht. Dennoch rät Nokia zum einem Backup aller Telefoneinstellungen. Mit der neuen Firmware reagiert das Nokia 5800 XpressMusic etwas schneller auf Eingaben, die zeitlichen Abstände der optischen Signalisierung entgangener Anrufe über den mittleren Softkey kann jetzt individueller eingestellt werden.

Display/Virtuelle Tastatur

Das 3,2-Zoll-Display ist eine Neuentwicklung und stellt Grafiken und Videos werden in der recht hohen Auflösung von 360 x 640 Pixel bei 16.7 Millionen möglichen Farben dar. Der Screen ist berührungsempfindlich, reagiert aber im Gegensatz zum LG Arena oder Apple iPhone analog- resistiv. Das hat zur Folge, dass er auf Eingaben nicht ganz so direkt reagiert, wie bei den kapazitiv ausgelegten Modellen. Dafür kann man ihn auch mit Handschuhen, bzw. mit dem beigefügten Stylus bedienen. Die Auflösung ist wie dafür geschaffen, das 5800 XM im Quermodus zu nutzen. Denn gerade so kann man seine Videos optimal wiedergeben. Insgesamt wirkt das Display nicht sonderlich leuchtstark und kämpft mit der Wiedergabe von Kontrasten.

Schreiben kann man auf dem Nokia 5800 XM mit verschiedenen virtuellen Tastaturen. Neben der typischen alphanumerischen Variante stehen einem noch eine kleine und eine bildschirmfüllende Volltastatur zur Verfügung.

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Auch eine eher mäßig funktionierende Handschrifterkennung ist mit dabei. Bei der kleinen Tastaturvariante trifft man die Buchstaben aber nur noch, wenn man den im Rückcover sitzenden Stylus zur Hilfe nimmt.

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Die große Volltastatur bietet über mehrere Ebenen Zugriff auf alle zur Verfügung stehenden Zeichen. Mit ihr lassen sich Texte nahezu fehlerfrei und in akzeptabler Geschwindigkeit schreiben. Taktiles Feedback liefert das 5800 XpressMusic dabei durch kurzes Vibrieren. Wer nur Telefonnummern wählen kann, bekommt auch nur eine verkürzte Variante in Form der üblichen Zehnertastatur zu Gesicht.

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Einstellungen/Profile

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Im Einstellungsmenü kann man das vorinstallierte Thema abändern. Eigene Signal- oder Klingeltöne sind genauso einfach einstellbar, wie eigene Hintergrundbilder. Selbst die Sprache der Texteingabehilfe sowie in den Menüs kann hier verändert werden. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, findet hier die richtige Schraube um daran drehen zu können. Die sechs vorgefertigten Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager, Offline) können individuell angepasst werden, selbst eigene Varianten lassen sich kinderleicht einrichten. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Klingel- und Benachrichtigungssignale, Vibration, etc. Beim Nokia 5800 XM kann man die Profile zeitlich begrenzen, so dass das Handy z. B. in Besprechungen nicht mehr klingelt. Die grafisch orientierten Themen lassen sich allerdings nicht an Profile koppeln. Durch den eingebauten Lagesensor wird per Drehung auf die Displayseite ein Gespräch stumm geschaltet. Die mittlere

Active Standby

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Der Active Standy genannte Bildschirm zeigt in der Series 60 eine abschaltbare Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht aller anstehenden Termine mehrerer Tage zeigt er allerdings nicht. Bei der Übersicht wird immer nur der nächste Tag mit einbezogen. Läuft der Musicplayer im Hintergrund, wird der Titel des aktuellen Songs eingeblendet und ermöglicht so den direkten Wechsel. Die vier Programmshortcuts können frei belegt werden. Die 5th Edition bietet zudem die Möglichkeit, diese Programmshortcuts durch seine Lieblingskontakte zu ersetzen. So ist man in der Lage, sehr schnell eine bestimmte Person anzurufen bzw. eine SMS zu senden.

Menü/User Interface

Die 5th Edition der Series 60 macht die bestehenden Funktionen der 3. Edition der Series 60 Touchscreen-kompatibel. Mit dem 5800 XM versucht Nokia den berühmten Spagat zwischen einfacher Bedienung und maximaler Flexibilität. Gleichzeitig wird die optische Anmutung sowie die Kernfunktionalität der alten 3rd Edition der Series 60 beibehalten. Auch beim Nokia 5800 XM wird ein dritter Softkey genutzt. Dieser befindet sich unterhalb des Displays und wird von den beiden Drückern zur Gesprächssteuerung eingerahmt. Wer sich bereits mit der Series 60 auskennt, wird keine großartigen Veränderungen wahrnehmen. Hält man den mittleren Softkey länger gedrückt, so wird ein Taskmanager geöffnet, der die aktuell im Hintergrund laufenden Programme durch horizontal arrangierte Icons darstellt.

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Nachdem man die mittlere Menütaste betätigt hat, präsentiert das 5800 XM auf der Hauptebene 12 Menüpunkte (4x3 Icons). Im Hauptmenü kann der Nutzer schalten und walten wie er will. Man kann Unterordner erstellen oder aber Menüpunkte in Ordner verschieben. Umbenennen kann man allerdings nur die selbst erstellten Ordner. Wer will, wechselt von einer Listenansicht zur Gitteranordnung. Installierte Software findet man standardmäßig im Ordner "Programme". Alle bereits geöffneten Programme werden mit einem grünen Kreis gekennzeichnet.

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Rechts oberhalb des Displays befindet sich eine berührungssensitive Taste, die in jedem Menüpunkt und im Active Standby Zugriff auf die wichtigsten Multimedia-Anwendungen (Musik, Videos, Galerie) erlaubt. Auch die Uhrzeit oder der Status des GPS bzw. Bluetooths kann durch berühren der oberen Menüleiste verändert werden. Leider ist die Navigation in den Menüs nicht einheitlich umgesetzt worden. Gerade in den Untermenüs muss man die Einträge zweimal anklicken; einmal zum Anwählen und nochmal zum Bestätigen. In den Kontextmenüs reicht hingegen bereits ein Klick. Der etwas schmale Scrollbalken am rechten Rand schreit hingegen nach einer Zuhilfenahme des Stylus.

Anwendungen

Ein Voicerecorder kann Aufnahmen bis zu einer Dauer von einer Stunde aufzeichnen und das in guter Qualität. So kann das 5800 XM auch als Diktiergeräte herhalten. Abgespeichert werden die Aufnahmen wahlweise im internen Speicher oder eben auf der Speicherkarte.

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Selbst eine Alarmfunktion, die nach Eingabe von Datum und Uhrzeit direkt startbereit ist, kann das 5800 XM vorweisen. Dabei sind natürlich auch wiederkehrende Alarme möglich. Hier unterscheidet der Wecker allerdings nur nach Wochentagen bzw. Wochenende. Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit auch eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt diejenigen unter uns, die in Kopfrechnung eher ungeübt sind. Die Series 60 stellt umfangreiche Anrufprotokolle zur Verfügung. Eingehende und ausgehende Gespräche, verpasste Anrufe werden dabei protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehalten werden, kann man selber einstellen. Ab Werk werden diese Daten 30 Tage gespeichert. Jeder Eintrag umfasst Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Hinterlegt man seine Gesprächskosten, so kann das Nokia 5800 XM diese sogar mit anzeigen. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Ein Konverter hilft bei der Umrechnung zwischen diversen Formaten, wie Währungen, Maßeinheiten. Im Menüpunkt Download! findet man dann mehr oder weniger nützliche, teils kostenlose, teils kostenpflichtige Anwendungen.

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Die Galeriefunktion fasst neben Bildern auch Songs und Videos zusammen. Die Bilder können sowohl nach Datum, als auch nach Titel und Größe gefiltert werden. Das Videocenter ist in der Lage sowohl Videos, als auch Videostreams oder Podcasts - z. B. von YouTube - abzuspielen. Ab Werk werden die Videos vom RealPlayer abgespielt. Der RealPlayer unterstützt dabei Playlisten (mp3/mp4) im M3U Format. Videos und Audio in den Formaten WMA, RealAudio Voice, RealAudio7, RealAudio8, MP3, AAC, Real Audio, WAV, Nokia Ring Tones, AMR, AMR-WB, AMR-NB, AU, MIDI, H.263, JPEG, JPEG2000, EXIF 2.2, GIF 87/89, PNG, BMP (W-BMP), MBM, MPEG-4, eAAC+ können abgespielt werden.

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Das QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Officedateien lassen sich so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Das nunmehr kostenpflichtige Adobe PDF zeigt als gesonderte Anwendung dann die PDF an. Alle Anwendungen kann man auch über die integrierte Sprachsteuerung starten, ein spezielles Training ist dafür nicht notwendig. Ein Dateimanager erlaubt einfaches Kopieren, Verschieben und Löschen von Dateien. Mittels der Anwendung "Datentransfer" kann man seine persönlichen Informationen auf ein anderes Nokia übertragen. Ein kleines Einführungsprogramm unterstützt den Neuling bei seinen ersten Schritten.

Kontakte/PIM

In den Kontakten lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren.

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Einem Kontakt lässt sich beim 5800 XM auch ein fast bildschirmfüllendes Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Vorbei ist die Zeit der schlecht erkennbaren Miniaturbilder. Sollte man mit den Bezeichnungen der Felder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich.

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Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden. Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail zu einem Kontakt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer festlegen. Diese Nummer wird dann automatisch genutzt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch eine eigene Rufmelodie pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem.

Natürlich bietet auch das 5800 XM eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Sollten Namen in englischer Sprache vorliegen, so erkennt dies die Software automatisch. Unbekannt Namen oder Begriffe können dem Mobiltelefon beigebracht werden. Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist sowohl auf Speicherkarte als auch (gefährlicherweise) im internen Speicher des Mobiltelefons möglich. Um seine Daten aber möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit der PC Suite synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook oder anderen Anwendungen. Kontakte lassen sich aber auch durchaus zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man dann das integrierte Bluetooth. Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht. Am besten kann man den Kalender im Quermodus nutzen.

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Ereignisse werden in der Monatsansicht über ein kleines weißen Dreieck in der unteren rechten Ecke des jeweiligen Tages signalisiert. Gleitet man mit dem Cursor über so ein Ereignis, zeigt er das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fensters an. Einträge können als Besprechungen, Aufgaben, Geburtstage und Notizen kategorisiert werden. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. Kennzeichnet man ein Ereignis als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seine Termine und Aufgaben zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon.

Mitteilungen

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In nur einem Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Ein kontextsensitives Menü unterstützt den User dabei. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier zwischen den drei Stufen Klein, Normal, Groß gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 unterstützt.

Die Felder “Betreff”, “Cc”, “Bcc” können auf Wunsch auch ausgeblendet werden. Zusätzlich bietet der E-Mail-Klient des 5800 XM nun auch die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden. Bis zu zwei Eingangsboxen kann das System selber automatisch auf eingehende E-Mails überprüfen. Manuelle Einstellungen durch den User sind ebenfalls möglich. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Push Mail wird vom 5800 XM allerdings nur per IMAP IDLE unterstützt. Vielschreiber können sich Vorlagen erstellen. Nokia liefert für den Bereich SMS zehn mehr oder weniger sinnvolle Textbausteine mit. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der virtuellen QWERTZ-Tastatur überhaupt kein Problem. So dauert die Einrichtung eines neues Postfachs nur ein bis zwei Minuten. Unterstützt wird der Nutzer hierbei durch einen eingebauten E-Mail-Wizard, der die Einstellungen der gängigen Freemail-Anbieter kennt und der Nutzer die Angaben für SMTP und POP3 oder IMAP nicht mehr eintippen muss. Über die Funktion "Downloads!" kann man sich aber auch kostenlos einen waschechten Microsoft Exchange-Klienten herunter laden, dann mutiert das 5800 XpressMusic fast schon zu einem Businessgerät.

Music/Unterhaltung/Spiele

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Ab Werk hat das 5800 XpressMusic zwei recht schöne Spiele installiert. Neben einer "Bounce"-Variante in 3D, gibt es auch noch das vom E90 bekannte Autorennen "Global Race". Beide Spielen werden vollständig über den Touchscreen bedient und machen leider keinen Gebrauch vom Lagesensor.

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Der Musicplayer gibt optisch zwar nicht ganz so viel her, lässt sich dafür aber sehr schnell und einfach bedienen. Je nach Ausrichtung befinden sich Buttons für die Playersteuerung sowie Repeat- und Shufflefunktion unterhalb oder neben dem Coverart. Der Klang in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset kann zwar nicht wirklich überzeugen, da das 5800 XM aber über eine 3.5 mm Klinkenbuchse verfügt, kann man ja problemlos eigene Kopfhörer anschließen. Sollten diese über kein eingebautes Mikrofon verfügen, muss man allerdings über das Mikrofon des 5800 XM telefonieren. Mit etwas höherwertigen Pendants wird die Klangqualität deutlich angehoben. Damit setzt sich das XpressMusic problemlos an die Spitze.

Um die optimale Soundqualität des 5800 XM testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von Nokia entwickelten Kopfhörer sind eher für Gespräche geeignet und bieten kaum Bass.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Erfreulicherweise reicht die maximale Lautstärke des 5800 XMs problemlos aus, um auch die großen Wandler des iGrado in Schwingungen zu versetzen. Der Klang ist auf dem iGrado ein echter Genuss, der Bassbereich kommt aber etwas schwach rüber.

Auch der faltbare Koss Porta Pro spielt mit dem 5800 XM gut zusammen. Während er den Bassbereich gut zur Geltung kommen lässt, kappt er die Höhen recht früh. Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar eine gute Alternative, aber auch hier wird der Bassbereich in meinen Ohren noch nicht ausreichend hervorgehoben. Wenig überraschend kann hier der Creative Labs EP 630 überzeugen. Zwar werden die Höhen etwas zu wenig betont und die Mitten etwas in die Breite gezogen, aber dank der guten Equalizerpresets kann man das problemlos ausgleichen. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimalen Alternative für das mitgelieferte Stereo-Headset dar. Grundsätzlich unterstützt das XpressMusic zwar auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben werden, da geht aber recht stark zu Lasten der Akkulaufzeit.

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Die Equalizerpresets dürfte für zwar nicht für jeden Geschmack geeignet sein. Dafür kann man sich aber auch sehr einfach eigene Varianten erstellen. Insgesamt ist der Klang beim 5800 XM sehr direkt und bassstark!

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
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Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Interpreten, Alben, Genres).

Über normale M3u-Wiedergabelisten funktioniert man das 5800 XM so zu einem sehr gut klingenden Musikbegleiter um. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich. Sollte man längere MP3 im Einsatz haben (z. B. Hörbücher) wird man die Vorspulfunktion des 5800 XM lieben Sie ist sehr schnell und einfach zu bedienen. Die dargestellte Scrollleiste ist dafür optimal geeignet. Die Wiederaufnahme einer längeren Radioaufzeichnung ist damit nur eine Sache von ein paar Sekunden. Beim Beenden des Players vergisst er leider die zuletzt abgespielte Position, daher sollte man ihn auch nur pausieren.

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Beim UKW-Radio wandert der Sendername, der zuvor manuell vergeben wurde, durch mehrere Laufbänder über das Display. Das integrierte Radio speichert zwanzig Radiosender. Wer mag, kann es im Hintergrund weiter dudeln lassen. Der Klang des Radios geht voll in Ordnung, auch die maximale Lautstärke gibt keinen Anlass zur Klage. Trotz RDS-Unterstützung kann man keine Senderinformationen abrufen. Das Kopfhörerkabel dient dabei immer als Antenne, ohne Kabel kein Radioempfang.

Der RealPlayer dürfte vielen nicht unbekannt sein und ist "guter Standard". Dabei werden die abgespeicherten Videos auch im Vollbildmodus dargestellt, auf Wunsch sogar im Querformat. Das macht auf dem 3,2-Zoll-Display schon richtig Spaß. Denn das 5800 XM kann Videos mit einer Größe von 360 x 640 Pixel abspielen, sofern man sie vorher ins MP4-Format konvertiert hat. Die Wiedergabe von DivX-Videos erfordert eine zusätzliche Software, denn mit dem weit verbreiteten Standard "XViD/DivX" kann da 5800 XM ab Werk nix anfangen. Über den integrierten TV-Ausgang kann man die Videos sogar auf dem heimischen Fernseher betrachten.

Klang/Gesprächsqualität/Empfangsleistung

Da das 5800 XM über zwei Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Auch die Klangqualität spricht nicht dagegen. In Verbindung mit einem kleinen externen Lautsprecher kann man sich sogar ein kleine Musikstation mit Radiofunktion basteln.

Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch kein Problem. Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Nokia Smartphone-Niveau. Sie kann meiner Meinung nach nicht mit älteren Geräten wie dem Nokia 6230i mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner dumpf und "blechern" wahrgenommen gegeben. Die Empfangs- und Sendeleistungen gehen beim 5800 XM aber in Ordnung.

Kamera/Video

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Immer wieder werben die Hersteller bei Ihren Kamerahandys mit klangvollen Markennamen. Sony nimmt dazu seine "Cybershot Technologie", LG strapaziert "Schneider Kreuznach" und Nokia greift beim 5800 XM auf ein Objektiv der Firma "Carl Zeiss" zurück. Allzu hohe Erwartungen an die Qualität der Bilder sollte man aber nicht haben, denn gerade bei Innenaufnahmen fehlt die Lichtstärke größerer Objektive. Die Kamera des 5800 XMs macht mit ihren 3,2-Megapixeln eher bescheidene Aufnahmen. Die Einstellungsmöglichkeiten sind zwar vielseitig, nehmen auf die Qualität der Bilder aber leider kaum Einfluss.

Insgesamt weisen weiße Flächen einen kleinen Rotstich auf. Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. der Himmel werden dann etwas zu stark belichtet, während schattige Bereiche im Dunkeln verschwinden. Die Doppel-LED des 5800 XM kann Objekte in dunklen Räumen lediglich bis zu einer Entfernung von knapp 1,5 Metern ausleuchten. Die Bildschärfe lässt gerade bei den Innenaufnahmen zu wünschen übrig. Ingesamt sind die Farben zu blass. .Die Qualität der 3,2-Megapixel-Kamera kann bei Außenaufnahmen eher überzeugen. An die Super-Megapixler aus dem Hause Sony Ericsson oder an das LG Renoir kommt sie allerdings nicht heran. Videos nimmt das 5800 XM mit einer maximalen Auflösung von 720 x 480 Pixel und mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Besser geht es eigentlich nicht. Immerhin verbrät die Kamera so schnell man knapp 16 MB pro Minuten Film. Insgesamt würde ich die Kameraleistung bestenfalls als "befriedigend" bezeichnen. Immerhin kann ich die Aufnahmen mit einem "Geotagging" versehen.

Videos nimmt das 5800 XM in VGA Auflösung mit maximal 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch hier steht eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Aufnahmeton kann abgeschaltet werden, zudem läßt sich die Qualität der Aufnahme einstellen.

Nokia Maps 2.0

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Über das integrierte GPS lässt sich das Nokia 5800 XM auch als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann über Nokia Maps 2.0 online (also per WLAN oder UMTS) heruntergeladen. Günstiger und schneller lädt man die Straßenkarten aber über die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de). Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung.

Der erste Satfix ohne A-GPS dauert etwas länger. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Ein Umstand, der aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Lange Tunnel sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert gerade mit A-GPS sehr schnell und zuverlässig. Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto oder auch Gehen). Für denjenigen unter Ihnen, der eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch zu nehmen pflegt, ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programmen, wie Route 66 sicher nicht unbedingt notwendig ist.

Die Nokia Maps Software lässt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels).

Die Routenplanung selber ist nach Ablauf der 3-monatigen Testphase kostenpflichtig, hierzu hat Nokia entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich) entwickelt. Eine kostenlose - 3 Tage gültige - Testlizenz ermöglicht schon mal eine Schnuppernavigation. Die 7 Tage-Lizenz wird für 6,49 Euro, die 30-Tage-Lizenz für 7,99 Euro angeboten. Eine Jahreslizenz gibt’s für 59,99 Euro und wer sich richtig lange an Nokia binden will, kann eine 3-Jahres-Lizenz für 69,99 Euro erwerben.

Internet

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Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen Geräten von Nokia genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Gerade beim Browser macht sich die Touchbedienung bezahlt. Insgesamt kann man den S60 Browser auf dem 5800 XM deutlich besser und schneller Bedienen, als bei seinen Vorgängern. Natürlich unterstützt das 5800 XM auch RSS. Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser zwar recht schnell ist auch die Darstellung von Frames und Popups kein Problem darstellt. Selbst Flashvideos lassen sich direkt im Browser betrachten. So hat man direkten Zugriff auf Inhalte von YouTube und Co. Insgesamt kommt er aber nicht ganz gegen Opera Mobile 9.5 an. Im Vergleich zum Apple iPhone 3G ist er hoffnungslos unterlegen. Surfen im Internet ist auch auf dem 5800 XM nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate verfügt. Eingaben von längeren URL sind über die virtuelle QWERTZ-Tastatur recht flott möglich. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit kann man beim Browser über die virtuelle Lupe stufenweise ändern (50% bis 125%).

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich kaum Schwächen. Das 5800 XM verzeichnet gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz.

Das 5800 XM verbindet sich über ein Datenkabel (Micro-USB) mit der PC USB 2.0-Schnittstelle. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Im Datentransfer/Media Player Modus geht das 5800 XM auch nicht mehr offline, so kann man telefonisch weiter erreichbar ist. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 5 Sekunden vom PC auf die Speicherkarte transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 80 MB) brauchte knapp 1 1/2 Minuten für den Transfer. Über das USB-Datenkabel kann man das 5800 XM allerdings nicht laden. Bluetooth Funkverbindungen werden nach Spezifikation 2.0 unterstützt. Hierbei stehen neben A2DP und AVRCP noch die die Profile BIP-ImagePush, DUN-GW, FT-Server, HandsFree-AG (1.0), Headset-AG, OBEX, OPP-Client und OPP-Server zur Verfügung. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute, die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt hier etwa 100 Kb/s.

Akkulaufzeit

Im Gegensatz zum N96 und Co kommt beim 5800 XM ein mit 1320 mAh recht starker Akku zum Einsatz. Der schwache BL-5F Akku des N95 mit 950 mAh hat sich in der Praxis nie wirklich bewährt. So kann man mit dem 5800 XpressMusic selbst einen stressigen Messe- bzw. Bürotag überbrücken ohne zwischenzeitlich nach einer Steckdose suchen zu müssen. Wer sein 5800 XM aber intensiver nutzt (sprich WLAN und GPS, Display) wird es täglich laden müssen. Nutzt man hingegen nur den Musicplayer (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 11 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 7 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man dem Akku knapp 3 Tage Ruhe vor der Steckdose. Nokia gibt für das 5800 XM eine Standby-Zeit von bis zu 400 Stunden an. Ein in meinen Augen praxisferner Wert.

Videotest

Fazit

Autor

Auch wenn die Bedienung noch an ein paar Ecken hakt, für einen ersten Versuch ist die neue Touchoberfläche recht gut gelungen. Auch das Display braucht sich nicht zu verstecken. Sicher, eine kapazitive Lösung wäre wohl besser gewesen, gerüchteweise will Nokia dies aber in den nächsten Monaten abändern. Der Klang sucht jedenfalls seines Gleichen und genau dafür wurde das Nokia 5800 XpressMusic ja entwickelt. Der Webbrowser ist noch etwas lahm und kommt sicher nicht gegen das Apple iPhone an, dafür ist man auch nicht an restriktive Lösungen wie iTunes und den AppStore gebunden. Leider ist die Verarbeitung des Nokias wieder mal kein Aushängeschild. Aufgrund des geringen Strassenpreises von knapp 300 € wurde viel Plastik verwendet, das geht zu Lasten der Wertigkeit. Auch das Lautsprecherproblem ist sicher keine gute Werbung für das 5800XM. Über die Kameraqualität hüllen wir an dieser Stelle besser den Mantel des Schweigens. Wer allerdings ein günstiges, recht gut zu bedienendes Smartphone mit überragenden Musikfähigkeiten sucht, liegt mit dem Nokia 5800 XpressMusic goldrichtig.

5800XM

 





  

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