Nokia 8600 Luna Testbericht


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 22.10.2014 14:10h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht Nokia 8600 Luna von www.mobile-reviews.de

Hersteller:
Nokia

Modell:
Nokia 8600 Luna

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Revision 1.0 vom 02.08.2007

Luna. Diesen wundervollen Namen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Auf lateinisch bedeutet Luna, Mond. Was aber hat Luna mit einem Testbericht über Mobiltelefone zu tun? Nun ja, bei Vollmond sieht der Mond besonders gut, da er von der Sonne angeleuchtet wird. Und genau das hat der Mond mit Nokias neuer Schöpfung, dem 8600 Luna gemeinsam.

Nokia ist es mal wieder gelungen, ein edles Mobile der 8xxx Serie zu kreieren. Leider bedeutet edel bei Nokia oft auch teuer. Der 8600 Luna Besitzer in spe muss daher den stolzen Betrag von 799 € einplanen.. Technisch gesehen handelt es sich beim Luna um ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900-Netze) ein 240 x 320 Pixel umfassendes TFT-Display mit 2,2 Zoll (5,6 cm) Displaydiagonalen bei 16,7 Millionen Farben samt kratzfester Mineralglasbeschichtung. Multimediaseitig bietet es eine integrierte 2-Megapixel-Kamera sowie 128 MB internen Speicher.

Ob das 8600 Luna neben seinem exzellenten Design noch andere Fähigkeiten hat, soll Ihnen mein Testbericht näher bringen.

Design


(Nokia 8600 Luna Design)

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(Mehr Bilder)

Auch das Nokia 8600 Luna kommt in der typischen Riegelform daher. Eine so schlichte Beschreibung wird diesem Handschmeichler allerdings nicht gerecht. Erstmalig verwendet Nokia neben Metall auch viel Glas. Ist das Cover noch aus hochwertigem Edelstahl, wurde die Tastaturabdeckung aus edlem Rauchglas gefertigt. Sie lässt die darunter befindliche Tastatur durchscheinen. Ein netter Nebeneffekt ist zudem die Tatsache, dass man so natürlich die pulsierende Tastaturbeleuchtung besser erkennen kann.


(Nokia 8600 Puls-Effekt)

Die Displayabdeckung selber besteht aus Mineralglas. Eingerahmt wird es von einem schmalen chromfarbenem Ring. Dieser Ring rahmt auch die - bei geschlossenem Slider zugängliche - Bedieneinheit (Softkeys, 5-Wege Navigation sowie Rufannahme- und Rufbeendentaste) ein. Eine in meinen Augen sinnvolle Designänderung gegenüber dem Nokia 8800. Über den 5-Wege Steuerkreuz befindet sich eine kleine Leiste, die das aufschieben des Slider vereinfacht.

Die Rückseite des 8600 Luna besteht - mit Ausnahme der Antennenabdeckung - aus schwarz eloxiertem Edelstahl. Im Gegensatz zur oft verwendeten Softtouchoberfläche ist sie allerdings auch empfindlicher. Nach einiger Zeit spiegeln sich zahlreiche Kratzer wieder.

Die verwendeten Materialien sind sowohl Hingucker, als auch Fettmagnet erster Güte. Gerade die Rauchglasabdeckung zieht Fingerabdrücke nahezu magisch an. Seine Abmessungen von 107 x 45 x 15,9 mm bei einem Gewicht von 143 g entsprechen in etwa der 8800 Sirocco Edition (107 x 45 x 16,5 mm, 139 g) udn liegen in einem ausgezeichneten Verhältnis zueinander. So verwandeln sie das 8600 Luna in einen echten Handschmeichler.

Technik

Nokia 8600 Luna
V 03.52
24-05-07
RM-164

Etwa 128 MB Hauptspeicher spiegeln - neben einem schönen TFT-Farbdisplay mit 16.7 Mio.Farben, einer 2-Megapixel-Kamera mit Digitalzoom samt Videokamera-Funktion und Videoplayer, einem Musikplayer sowie UKW-Stereo-Radio - die technischen Möglichkeiten des Nokia 8600 Luna wieder. Über eine UMTS Unterstützung verfügt das Mobile leider nicht. Ebensowenig lässt sich der nicht gerade üppige interne Speicher aufrüsten. Einen Speicherkartenslot sucht man also vergeblich.

Verarbeitung/Haptik

Verarbeitung? War sie beim 8800 Sirocco Edition noch ohne Fehl und Tadel, erscheint sie mir beim 8600 Luna nicht ganz so gut. Gleichwohl man dem Cover keinerlei knarzen oder quietschen entlocken kann und der Slider auch mittels sattem klacken einrastet, irgendwie ist erreicht das Luna nicht die Qualitätsstufe des Sirocco. Dies mag u.a. daran liegen, dass der Slider nicht 100% mit dem Gehäuse abschließt:

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Dies mag zwar so beabsichtigt sein, trübt aber den ansonsten guten Gesamteindruck. Die Tasten des Luna sind hingegen einwandfrei verarbeitet, stehen aber eng beieinander. Sie liefern eine gute Rückkoppelung sind weiß beschriftet und beleuchtet. Nachrichten und Notizen lassen sich noch relativ zügig verfassen. Bei größeren Männerhänden kann es aber zu Problemen kommen. Bauartbedingt (Slider) lässt sich die letzte Tastenreihe etwas schwerer bedienen.

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Die beiden Softkeys befinden sich direkt unterhalb des Displays. Sie lassen sich individuell mit Schnellzugriffen für oft genutzte Funktionen (z. B. Profile, Musikplayer, Radio, Wecker) belegen. Die "grüne" sowie die "rote" Hörertaste stehen ausreichend weit auseinander und Rahmen das 5-Wege-Steuerkreuz ein. Es lässt sich gut bedienen, wenngleich es auch für Männerhände etwas zu klein geraten scheint. Auch das Steuerkreuz ist mit bestimmten Funktionen vorbelegt, Ein druck nach oben startet die Kamera, ein druck nach unten aktiviert den aktiven Standby, Steuerkreuz links erstellt eine Kurznachricht und Steuerkreuz rechts öffnet den Kalender. Auch diese Funktionen lassen sich natürlich individuell ändern.

An den beiden Außenseiten des 8600 Luna findet man lange schmale Öffnungen für den Lautsprecher. Wenn der Slider geöffnet ist, so kann man das 8600 Luna hindurchsehen, gleichzeitig wird auf der Rückseite die integrierte 2-Megapixel-Kamera sichtbar.

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Auf der linken Seite des 8600 Luna befindet sich der Drücker zur Entriegelung des Akkufachdeckels, auf der rechten Seite der Micro-USB Anschluss.

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Mehr Tasten gibt es nicht, auf eine spezielle Kamerataste oder einen Ein-Ausschalter hat Nokia verzichtet. Das 8600 Luna wird durch ein längeren Druck auf die rote Rufbeenden-Taste eingeschaltet.


Lieferumfang

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In der schwarzen, aufwändig und sehr edel verarbeiteten Verpackung eröffnet sich dem Auge des Betrachters ein nahezu vollständiges Ausstattungspaket:

  • Nokia 8600 Luna
  • Nokia Akku BP-5M
  • Nokia Ladegerät AC-6E (Micro-USB)
  • Nokia Headset HS-47
  • Nokia USB-Audio-Adapter AD-55
  • Nokia Micro-USB-Datenkabel CA-101
  • CD-ROM mit PC Suite (PC-Software), Version 6.83
  • Bedienungsanleitung
  • Nokia 8600 Luna Broschüre mit Hintergrundinformationen
  • Poliertuch aus Leder
  • Ledertasche
  • Trageriemen

Gerade das Poliertuch wird häufig Anwendung finden. Bei einer schwarz glänzenden Oberfläche, die zu weiten Teilen aus Glas besteht, lassen sich Fingerabdrücke einfach nicht vermeiden. Für den Lieferumfang (im Gegensatz zum Nokia 8800 Sirocco fehlt hier das BT-Headet) kann man Nokia nur Lob und Anerkennung aussprechen. Für rund 800 € kann man(n) allerdings auch etwas erwarten. Dafür kann das 8600 Luna durch das mitgelieferte Stereo-Headsets auch sofort seine Audiostärken ausspielen.

Display

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Das TFT-Display mit 16.7 Mio. Farben und kratzfester Mineralglasbeschichtung zeigt die mittlerweile üblichen 240 x 320 Pixel an. Die Icons der Serie 40-Benutzeroberfläche wurden speziell für das Luna entwickelt und sind daher einzigartig. Die Größe der Schrift bei Mitteilungen, im Adressbuch sowie im Internet Browser lässt sich variieren. Eine hilfreiche und nützliche Funktion. Die Displayhelligkeit hingegen lässt sich nicht verändern. Trotzdem lässt es sich auch bei Sonnenschein noch gut ablesen.

Inbetriebnahme

Da das Nokia 8600 Luna mit der Serie 40-Benutzeroberfläche betrieben wird, ist es nach dem Einschalten praktisch sofort einsatzbereit. Einstellungswizards hat es dafür auch nicht, Zeit/Datum, etc. müssen manuell eingestellt werden. Ebenso die Providereinstellungen für MMS und Co. Diese lassen sich von der Nokia Webseite herunter laden.

Menü/Funktionen


(Nokia 8600 Menü)

Die neue Benutzeroberfläche des 8600 Luna (3rd Edition der Serie 40) ist vom Aufbau her der Serie 60 Variante angepasst worden. Auf der Hauptebene befinden sich 10 Menüpunkte (Mitteilungen, Adressbuch, Protokoll, Einstellungen, Galerie, Medien, Organizer, Programme, Dienste, Internet). Insgesamt sind die Funktionen leicht aufgebohrt worden. Alle Nokia bekannten PIM Anwendungen (Organizer und Co) sind vorhanden. Die Anordnung der Menüicons kann wahlweise auf Gitteransicht ohne Beschriftung, Gitteransicht mit Beschriftung, Listenansicht oder Karteireiter umgestellt werden. In der neuen Registerkartenansicht werden im obersten Reiter dann 5 Menüoberpunkte angezeigt. Die Anordnung der Menüicons kann nach eigenem Wunsch abgeändert werden.

Die vorhandenen Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Mein Profil 1, Mein Profil 2, Flug) können ausgewählt und verändert werden. Zudem lassen sich zwei eigene Profile kreieren und benennen. Im Flugzeug kann das 6300 in einen speziellen Flugmodus versetzt werden. Hierbei werden der GSM-Teil sowie Bluetooth abgeschaltet, alle anderen Funktionen stehen dann auch weiterhin zur Verfügung. In der neuen Benutzeroberfläche werden Änderungen nur noch nach vorheriger Speicherung übernommen. Anrufern können individuelle Klingeltöne zugewiesen werden, ebenso Anruferbilder im "nahezu" Vollbildmodus. Jedem Kontakt wird automatisch ein sprecherunabhängiges Sprachsteuerungskommando zugeteilt. Der Ruf "Büro" wählt also sogleich den entsprechenden Eintrag im Telefonbuch.

Aktive Standby

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(Nokia 8600 Aktive Standby)

Das 8600 Luna verfügt auch über den von der Serie 60 bekannten "Aktive Standby". Der Aktive Standby unterteilt sich in maximal 4 Elemente (Allgemeine Anzeigen, Radio und Musikplayer, Kalender, Notizen). Zudem bietet er mittels der Schnellzugriffsleiste Zugriff auf nahezu alle möglichen Anwendungen. Hiervon werden allerdings maximal fünf gleichzeitig nebeneinander angezeigt. So ermöglicht der Aktive Standby eine Übersicht der anstehenden Termine (nur für den aktuellen Tag), des gerade laufenden Radiosenders bzw. aktuellen Titel im Musikplayer. Er lässt sich natürlich auch ganz abschalten.

Nokia typisch gibt es noch ein paar nützliche Zusatzanwendungen, wie einen Wecker, einen Taschenrechner, Notiz- und Aufgabenliste, eine Stoppuhr samt Countdown sowie einen (java basierten) E-Mail Klienten. Selbstverständlich darf auch nicht der Umrechner für gängige Einheiten (Temperatur, Gewicht, Fläche, Volumen, Währung, Länge etc.) sowie eine Weltzeituhr fehlen.

Der Kalender bietet umfangreiche Eingabemöglichkeiten und Ansichten. Er dürftet selbst für den Businessuser ausreichen.

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Selbstverständlich kann das 8600 Luna auch mit einem umfangreichen Adressbuch umgehen. Neue Kontake lassen sich bequem über die Tastatur hinzufügen, hierbei stehen dem Nutzer u.a. folgende Eingabefelder zur Verfügung:

Vorname, Nachname, 4 Telefonnummern (Allgemein, Mobil, Privat, Arbeit, Fax), Video, E-Mail, spezieller Klingelton, Firma, Webseite, Position, Postadresse, Geburtstag, Bild Notiz).

Die vorhandenen Kontakte können über die Nokia PC Suite mit dem 8600 Luna gesynct werden. In die Kontakte eingetragenen Geburtstage werden allerdings nicht im Kalender gespiegelt.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Der eingebaute Musikplayer mit seinen Medien-Klangregler (Normal, Pop, Rock, Jazz, Klassik, auch eigene möglich) in Verbindung mit einem Adapter (micro-USB auf 2.5 mm Klinke) und den guten Kopfhörern kann mit handelsüblichen 08/15 MP3 Playern gleich ziehen. Der Klang ist allerdings bassarm. Einen passenden Adapter von micro-USB auf 3.5 mm Klinke konnten ich während des Tests nicht finden.

Er ist multitaskingfähig und reagiert schnell auf Änderungswünsche. Der Musik Player des Nokia 8600 Luna unterstützt Abspiellisten und bietet Stereo über Bluetooth A2DP. Tracks können zufällig oder sich wiederholend (Alle Musiktitel, momentaner Musiktitel) abgespielt werden. Erstmalig kann man Musik auch aus anderen Ordner als den normalen Standardordner abspielen lassen.

Es werden polyphone (64-stimmige), MIDI-, MP3-, und AAC/eAAC+ Klingeltöne sowie AMR-Audioclips und Video-Klingeltöne unterstützt. Zudem beherrscht das Nokia 8600 Luna auch WMA, 3GPP sowie die beiden Videoformate H.263 und H.264. Mit kopiergeschützten WMA Dateien hat es allerdings so seine Probleme. Abgebrochene Wiedergaben setzt der Musikplayer genau dieser Stelle wieder fort. Eine schöne Möglichkeit, um auch kleinere Hörbücher genießen zu können. Natürlich wird der Musikgenussdurch den kleinen Speicher von 128 MB etwas eingeschränkt. Häufiges "nachladen" des Gerätes mit neuen Songs ist so also unumgänglich.

Der Media-Player spielt Videos ab. Kann aber auch die MIDI's und Co. abspielen. Hierbei sind gestreamte Inhalte ebenso abspielbar wie Medien-Downloads möglich. Videos lassen sich vor- und zurückspulen.

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Das 8600 Luna verfügt über ein echtes UKW-Stereo-Radio. Leider hat das Radio kein RDS. Zur Nutzung ist zwingend der Anschluss des Kabelheadset notwendig. Denn dieses dient dann als Antenne. Leider schwankt die Empfangsqualität merklich.

Zur Erbauung bietet das 8800 Sirocco eine handvoll Spiele an. Neben der obligatorischen Golf Tour, bietet das Luna noch das Highroller Casino und Soccer 3D, sowie ein Sudoku. Letzteres wurde in Flash Lite programmiert.

Klang

Der Klang des Gerätes ist etwas dumpf. Das 8600 Luna verfügt über an der Seite angebrachten Lautsprecher, bietet aber keine Unterstützung für 3D-Sound-Effekte. Insgesamt ist der Klang des Lautsprechers eher höhenbetont, eine Basswiedergabe findet praktisch nicht statt. Die Lautstärke des Lautsprechers reicht als MP3-Playerersatz zwar aus, übersteuert bei hoher Lautstärke allerdings. Während eines Gespräches versteht man den Gegenüber klar und deutlich, allerdings in lautem Umgebungen etwas leise. Die vorinstallierten Klingeltöne sind eher im Bereich Ambient einzuordnen, klingen dafür sehr schön.

Konnektivität

Das Nokia 8600 Luna bietet dem Nutzer u.a. das A2DP sowie AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) Bluetoothprofil samt Enhanced Data Rate Standard (EDR). Eine Infrarot-Schnittstelle ist nicht vorhanden. Kabelverbindungen zum PC sind über die micro-USB Schnittstelle ebenfalls möglich. Netztechnisch bietet das 8600 Luna Quadband (GSM 859/900/1800/1900-Netze) Funktionalität in bewährter Nokiaqualität und kann somit fast weltweit genutzt werden. Das Gerät hat subjektiv gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1/O² Netz. Da gibt es nichts zu meckern.

Die Bluetooth Verbindung funktioniert einwandfrei, ist dafür aber nicht sonderlich schnell. 57,3 MB Daten wurden in etwa 20 Minuten übertragen. Das füllen des etwa 128MB großen internen Speichers des 8600 Luna dauert über Bluetooth etwa 40 Minuten.

Kamera/Video

Die integrierte 2-Megapixel-Kamera mit ihrem Digitalzoom ermöglich eine maximale Bildauflösung von 1600 x 1200 Pixel. Ein Autofokus wird nicht angeboten. Die Qualität der Bilder ist allerdings durchwachsen. Sie leistet sich leicht Farbschwächen sowie eine gewisse Tendenz zur Randunschärfe. Insgesamt sind die Bilder der Nokia 8600 Luna Kamera eher zu dunkel. Mangels zusätzlicher Kamerataste wird die Kamera nur über den Eintrag im entsprechenden Menüpunkt gestartet. Eine etwas zeitraubende Angelegenheit. Schnappschüsse nach "klick and shoot" Manier sind so eher schlecht möglich. Ingesamt bietet die Kamera des 8600 Luna dem Hobbypaparazzi 6 verschiedene Effekte (Normal, Falschfarben, Graustufen , Sepia, Negativ, Solarise). Weiterhin kann man zwischen 5 verschiedenen Möglichkeiten des Weißabgleichs wählen (Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Neonlicht, Horizont). Die Qualität des Bildes kann auf Gut, Normal oder Einfach eingestellt werden. Die Kamera bietet Bildauflösungen von 1600 x 1200, 1280 x 960, 800 x 600, 640 x 480, 320 x 240 und 160 x 120 Pixel an. Videos werden in den beiden Auflösung von 176 x 144 Pixel bzw. 128 x 98 Pixel aufgenommen. Wahlweise mit Ton und mit einer Laufzeit von maximal 3 Minuten. Auch hier stehen die Einstellungsmöglichkeiten und Effekte der Kamera zur Verfügung.

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Kamerabilder gibt es hier.

Demovideo (176x144 Pixel, 3GP)


(Nokia 8600 Video der Kamera)


Themen/Skins

Nokia liefert sein jüngstes Kind mit mehreren vorinstallierten Themen aus. Die Serie 40-Benutzeroberfläche lässt sich mit h "normalen" Themen anpassen. Eigene Hintergrundbilder oder verschiedene Klingeltöne im MP3 oder AAC Format sind ebenfalls kein Problem. Auch eigene Bildschirmschoner können genutzt werden.

Akkulaufzeit

Das Nokia 8600 Luna nutzt einen stärkeren Akku als das 8800 Sirocco. Mitgeliefert wird der BP-5M (900mAh). Bei normaler täglicher Nutzung (30 Minuten MP3, 15 Minuten Gespräche) hält der Akku des Luna etwa 2-4 Tage durch. Bei intensiver Nutzung (Messetag) zwingt man den Akku allerdings auch schon nach einen Tag in die Knie. Laut Nokia verfügt das Luna über eine Standby-Zeit von 6-10 Tagen und über eine Sprechzeit von etwa 3 Std. Diese Werte lassen im realen Leben nicht erreichen.

Fazit

Das Nokia 8600 bietet relativ wenig Leistung fürs Geld, ist aber ein edles Stück Edelstahl und ein Handschmeichler par excellence. Die Verarbeitung des Gerätes ist gut.. Der Lieferumfang vollständig. Das metallische klacken des guten Sliders beim öffnen und schliessen erzeugt Wohlklang in den Ohren, wenngleich dies beim Nokia 8800 (Sirocco) doch noch etwas satter klingt. Die Qualität der Bilder der Kamera ist für gelegentliche Schnappschüsse noch ausreichend. Die vorhandenen Multimediafunktionen vervollständigen das insgesamt noch gute Gesamtbild. Wären da nicht der hohe Preis und die nicht vorhandenen Speichererweiterungsmöglichkeit. Das Preis-/Leistungsverhältnis will ich beim 8600 Luna gar nicht erst ansprechen. Es ist nicht wirklich gegeben.

Ein ähnlich gut aussehendes Modell aus eigenem Hause - das Nokia 6300 - kostet nur ein Bruchteil und bietet zudem eine Speichererweiterungsmöglichkeit. Die Konkurrenz (LG Prada, LG Shine, Motorola KRZR und Co.) ist preislich auch deutlich niedriger angesiedelt, dafür natürlich auch deutlich häufiger anzutreffen. Aber zählt der Preis bei einem so schönen Mobile? Wahrscheinlich nicht.

Die (hoffentlich) gut betuchte Zielgruppe des Nokia 8600 Luna sollte sich über Preise sowieso keine Gedanken machen müssen. Wenn doch, greift man(n) halt zu günstigeren Konkurrenzmodellen. Wer es noch edler haben will, der sollte zum Nokia 8800 Sirocco Edition greifen. Fazit: Schönheit hat eben ihren Preis. Dennoch ist das 8600 Luna voll alltagstauglich.

 





  

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