Nokia 8800 Sirocco Edition Testbericht


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 31.10.2014 23:00h
Punkte   (8 von 10)

Hersteller:
Nokia

Modell:
Nokia 8800 Sirocco

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Revision 1.0 vom 19.06.2007

Beim Anblick von Nokias neuer Schöpfung 8800 Sirocco Edition fiel mir spontan das Sprichwort "Schönheit hat Ihren Preis" ein. Wenn sich Schönheit tatsächlich über den Preis definiert, dann ist die Sirocco Edition ein wirklich sehr schönes Mobile. Verlangt Nokia doch den stolzen Betrag von 1.099 € für sein Meisterstück. Man könnte also auch sagen, "wer schön sein will, muss leiden". Der Geldbeutel leidet auf jeden Fall. Nüchtern betrachtet bietet das Triband-Mobiltelefon (GSM 900/1800/1900-Netze) ein TFT-Display mit 262.144 Farben bei 208x208 Pixeln samt kratzfester Saphirbeschichtung, eine integrierte 2-Megapixel-Kamera sowie 100 MB internem Speicher.

Welchen Gegenwert Nokia sonst noch bietet, soll Ihnen mein Testbericht näher bringen.

Design

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(Mehr Bilder)

Das Nokia 8800 Sirocco Edition kommt in der typischen Riegelform daher. Eine so schlichte Beschreibung wird diesem Handschmeichler allerdings nicht gerecht. Glänzte schon die "normale" Version des Nokia 8800 mit einem einzigartigen Design, so wird dies durch die Sirocco Edition nochmals übertroffen. Nokia hat zwar nur geringe Änderung vorgenommen (hauptsächlich im technischen Bereich), dennoch fallen diese dem Auge des Betrachters sofort auf. War die Slideroberfläche beim Nokia 8800 noch glatt, so befindet sich dort nun eine kleine Ausbeulung für den Daumen. Direkt unterhalb des Display wurde zusätzlich eine kleine Leiste angebracht, die auch die beiden Softkeys aufnimmt. Diese beiden Designelemente vereinfachen das öffnen des Gerätes und lockern das Allgemeinbild wunderbar auf. Die Sirocco Edition wird in drei Farbnuancen ausgeliefert, der Dark Edition (schwarz), Light Edition (silber) sowie einer Gold Edition mit 18-karätiger Goldauflage.

8800SI
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Das Gerät besteht nahezu vollständig aus poliertem Edelstahl. Einzig die Antennenabdeckung auf der oberen Rückseite besteht aus Kunststoff. Die verwendeten Materialien sind sowohl Hingucker, als auch Fettmagnet erster Güte. Gerade die Black Edition zieht Fingerabdrücke nahezu magisch an. Seine Abmessungen von 107 x 45 x 16,5 mm bei einem Gewicht von 139 g liegen in einem ausgezeichnetem Verhältnis zueinander und verwandeln das 8800 Sirocco in einen echten Handschmeichler. Das Displayglas wurde mit einer kratzfesten Saphirbeschichtung veredelt.

Technik

Nokia 8800 Sirocco
V 03.93
18-10-06
RM-165

Etwa 100 MB Hauptspeicher spiegeln - neben einem etwas flauen TFT-Farbdisplay mit 262.000 Farben, einer 2-Megapixel-Kamera mit Digitalzoom, der Videokamera-Funktion samt Video-Player, dem obligatorische MP3-Player sowie UKW-Stereo-Radio - die technischen Möglichkeiten des Nokia 8800 Sirocco wieder. Über eine UMTS Unterstützung verfügt das Mobile leider nicht. Ebensowenig läßt sich der nicht gerade üppige interne Speicher aufrüsten. Einen Speicherkartenslot sucht man vergeblich.

Verarbeitung/Haptik

Verarbeitung? Haptik? Elender Frevler, du wagst es an dieser zu zweifeln? In den Staub Unwürdiger. So etwa kam ich mir beim Anblick des silber glänzenden Schmuckstücks vor. Die Verarbeitung des Nokia 800 Sirocco Edition kann man getrost als nahezu perfekt bezeichnen. Sie ist frei von Mängel jeglicher Art. Knarzen oder quietschen gehören nicht zum Klangrepertoire des Edelstahlgehäuses. Diesem ist nur das satte klacken des Sliders beim öffnen und schliessen zu entlocken. Die Tasten sind einwandfrei verarbeitet, stehen aber eng beieinander. Sie liefern eine gute Rückkoppelung und sind dezent weiß beleuchtet. Nachrichten und Notizen lassen sich noch relativ zügig verfassen. Bei größeren Männerhänden kann es aber zu Problemen kommen. Bauartbedingt (Slider) lässt sich die letzte Tastenreihe nur schwer erreichen. Zudem fällt dort die metallische Kante des Gehäuses unangenehm auf.

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Die beiden in das Gehäuse integrierten Softkeys befinden sich direkt unterhalb des Displays und fallen nicht sofort auf den ersten Blick auf. Umsteiger vom Nokia 8800 wird dies zunächst irritieren. Sie lassen sich individuell mit Schnellzugriffen oft genutzte Funktionen (z. B. Profile, Musikplayer, Radio, Wecker) belegen. Die "grüne" sowie die "rote" Hörertaste stehen ausreichend weit auseinander und Rahmen das Steuerkreuz ein. Das 5-Wege-Steuerkreuz lässt sich nur mit den Fingernägeln gut bedienen, es ist für normal gebaute Finger einfach zu klein geraten. So gestaltet sich die Navigation durch die Menüs oft zur einer Geduldsprobe. Es ist mit bestimmten Funktionen vorbelegt, Navikey hoch startet die Kamera, Navikey runter aktiviert das Telefonbuch, Navikey links erstellt eine Kurznachricht und Navikey rechts öffnet den Kalender. Auch diese Shortcuts lassen sich natürlich individuell ändern.

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Die linke und rechte Gehäuseseite wird nur von den beiden Klipsen zum öffnen des Batteriefachdeckels unterbrochen. Dieser besteht natürlich ebenfalls aus Edelstahl und lässt sich leicht entfernen.

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An der Oberseite des Gerätes befindet sich ein Ein- und Ausschalter, an der Unterseite die Anschlüsse für Ladekabel sowie der 2,5 mm Audioausgang. Mehr braucht es nicht, um das Nokia 8800 Sirocco Edition zu bedienen. Auf eine gesonderte Kamerataste oder spezielle Lautstärkeregler wurde hierbei bewusst zugunsten des Designs verzichtet.

Lieferumfang

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In der aufwändigen und sehr edlen Verpackung eröffnet sich dem Auge des Betrachters ein nahezu vollständiges Ausstattungspaket:

  • Nokia 8800 Sirocco Edition
  • 2 Nokia Akkus BP-6X
  • Nokia Kompakt-Ladegerät AC-3
  • Nokia Bluetooth Headset BH-801
  • Nokia Headset HS-15
  • Nokia Tischladestation DT-16
  • Nokia Tasche CP-104
  • Reinigungstuch aus Veloursmaterial

Gerade das Reinigungstuch wird häufig Anwendung finden. Für den Lieferumfang (inkl. BT-Headet) kann man Nokia nur Lob und Anerkennung aussprechen. Für 1099 € kann man(n) allerdings auch so etwas erwarten. Leider kann das 8800 Sirocco durch die beiden mitgelieferten Mono-Headsets seine Audiostärken nicht sofort ausspielen.

Display

Das etwas flaue TFT-Display mit 262.144 Farben und kratzfester Saphirbeschichtung zeigt 208 x 208 Pixel an. Die animierten Icons sowie Schriften der speziellen Serie 40-Benutzeroberfläche wurden nur für die Sirocco Edition entwickelt und sind daher einzigartig. Die Größe der Schrift bei Mitteilungen, im Adressbuch sowie im Internet Browser lässt sich variieren. Eine hilfreiche und nützliche Funktion. Die Displayhelligkeit hingegen lässt sich nicht verändern. Trotzdem lässt es sich auch bei Sonnenschein noch gut ablesen.

Inbetriebnahme

Da das Nokia 8800 Sirocco Edition mit der Serie 40-Benutzeroberfläche betrieben wird, ist es nach dem Einschalten praktisch sofort einsatzbereit. Einstellungswizards hat es dafür auch nicht, Zeit/Datum, etc. müssen manuell eingestellt werden. Ebenso die Providereinstellungen für MMS und Co. Diese lassen sich von der Nokia Webseite herunter laden.

Menü/Funktionen

Die neue Benutzeroberfläche der Sirocco Edition (ähnlich der 3. Edition der Serie 40) ist vom Aufbau her der Serie 60 Variante angepasst worden. Auf der Hauptebene befinden sich in der Gitteransicht 11 Menüpunkte (Mitteilungen, Adressbuch, Protokoll, Einstellungen, Galerie, Medien, Organizer, Programme, Internet, Special, Audiomitteilungen). Insgesamt sind die bisher von Nokia gewohnten Funktionen leicht aufgebohrt worden. Alle bekannten PIM Anwendungen (Organizer und Co) sind vorhanden. Die Anordnung der Menüicons kann wahlweise auf Gitteransicht oder Listenansicht umgestellt werden. Die Anordnung der Menüicons kann nach eigenem Wunsch abgeändert werden.

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Videos können Kontakten zugeordnet und so bei einem Anruf abgespielt werden. Sie können ebenfalls als Bildschirmschoner dienen. Fotos können als Displayhintergrund genutzt werden. Die vorhandenen Profile (Abschalten, Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Flug) können ausgewählt und verändert werden. Zudem lassen sich zwei eigene Profile kreieren und benennen. Im Flugzeug kann das 8800 Sirocco in den speziellen Flugmodus versetzt werden. Hierbei werden der GSM-Teil sowie Bluetooth abgeschaltet, alle anderen Funktionen stehen dann auch weiterhin zur Verfügung. In der neuen Benutzeroberfläche werden Änderungen nur noch nach vorheriger Speicherung übernommen. Anrufern können individuelle Klingeltöne zugewiesen werden, ebenso Anruferbilder im "nahezu" Vollbildmodus. Jedem Kontakt wird automatisch ein sprecherunabhängiges Sprachsteuerungskommando zugeteilt. Der Ruf "Büro" wählt also sogleich den entsprechenden Eintrag im Telefonbuch.

Nokia typisch gibt es noch ein paar nützliche Zusatzanwendungen, wie einen Taschenrechner, Countdown, Stoppuhr, einen Wecker (der auch im ausgeschaltete Zustand weckt), einen Umrechner für gängige Einheiten (Temperatur, Währung, Gewichte, Länge, Fläche, Hohlmaße, andere) sowie eine Weltzeituhr. Der Kalender bietet umfangreiche Eingabemöglichkeiten und Ansichten.

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Eine Menge Menübilder des Nokia 8800 Sirocco finden Sie hier.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Der eingebaute Musik-Player (MP3 Player) mit seinen Medien-Klangregler (Normal, Pop, Rock, Jazz, Klassik, auch eigene möglich) in Verbindung mit einem Adapter (2.5 mm Klinke auf 3.5mm Klinke) und guten Kopfhörern kann mit den handelsüblichen 08/15 MP3 Playern ala iBEAT gleich ziehen. Der Klang ist allerdings selbst mit guten Kopfhörern noch bassarm.

Er ist multitaskingfähig und reagiert schnell auf Änderungswünsche. Der Musik Player des Nokia 8800 Sirocco unterstützt Abspiellisten und bietet Stereo über Bluetooth A2DP. Tracks können zufällig oder sich wiederholend (Alle Musiktitel, momentaner Musiktitel) abgespielt werden. Der Musik Player unterstützt neuerdings auch Musik Downloads. Es werden polyphone (64-stimmige), MIDI-, MP3-, und AAC/eAAC+ Klingeltöne sowie AMR-Audioclips und Video-Klingeltöne unterstützt. Track können vorgespult und übersprungen werden. Abgebrochene Wiedergaben setzt er an genau dieser Stelle wieder fort. Eine schöne Möglichkeit, um auch kleinere Hörbücher genießen zu können. Natürlich wird der Musikgenuß durch den kleinen Speicher von 100 MB etwas eingeschränkt. Häufiges "nachladen" des Gerätes mit neuen Songs ist so also unumgänglich.

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Der Media-Player spielt Videos ab. Kann aber auch die MIDI's und Co. abspielen. Hierbei sind gestreamte Inhalte ebenso abspielbar wie Medien-Downloads möglich.

Das 8800 Sirocco verfügt über ein echtes UKW-Stereo-Radio. Leider hat das Radio kein RDS. Zur Nutzung ist zwingend der Anschluss des Kabelheadset notwendig. Denn dieses dient dann als Antenne. Die Empfangsqualität ist bei Nutzung des Mono-Headsets recht ordentlich. Sobald aber Stereoklang genutzt wird, schwankt die Empfangsqualität merklich.

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Zur Erbauung bietet das 8800 Sirocco eine handvoll Spiele an. Neben einem Schachspiel, findet man noch Golf Tour (3D Golf), Snake III und das Kartenlegespiel Solitaire.

Klang

Der Klang des Gerätes ist gut. Es verfügt über einen an der Oberseite angebrachten Lautsprecher, bietet keine Unterstützung für 3D-Sound-Effekte. Insgesamt ist der Klang des Lautsprechers eher höhenbetont, eine Basswiedergabe findet praktisch nicht statt. Die Lautstärke des Lautsprechers reicht als MP3-Playerersatz aus. Während eines Gespräches versteht man den Gegenüber klar und deutlich, allerdings in lautem Umgebungen etwas leise. Die vorinstallierten Klingeltöne wurden von Brian Eno speziell für das Nokia 8800 Sirocco komponiert, sind also eher im Bereich Ambient einzuordnen. Exklusive Kompositionen, die auch noch erstklassig klingen.

Konnektivität

Das 8800 Sirocco bietet dem Nutzer das A2DP Bluetoothprofil dafür aber keine Infrarot-Schnittstelle. Kabelverbindungen zum PC sind nicht möglich. Netztechnisch bietet das 8800 Sirocco Triband (GSM 900/1800/1900-Netze) Funktionalität in bewährter Nokiaqualität! Das Gerät hat gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1/O² Netz. Da gibt es nichts zu meckern.

Die Bluetooth Verbindung funktioniert einwandfrei, ist dafür aber nicht sonderlich schnell. 57,3 MB Daten wurden in etwa 20 Minuten übertragen. Das füllen des etwa 100MB großen internen Speichers des 8800 Sirocco dauert damit etwa 40 Minuten. Das mitgelieferte Bluetooth-Headset BH-801 ist farblich auf das 8800 Sirocco abgestimmt. Die etwa 13 Gramm schwere Freisprecheinrichtung wird durch einen Bügel am Ohr befestigt. Mit Hilfe des gummierten und flexiblen Bügels bekommt das Headset aber auch dauerhaft Halt.

Kamera/Video

Die integrierte 2-Megapixel-Kamera mit ihrem Digitalzoom ermöglich eine maximale Bildauflösung von 1600 x 1200 Pixel. Ein Autofokus wird nicht angeboten. Die Qualität der Bilder ist allerdings durchwachsen. Sie leistet sich leicht Farbschwächen sowie eine gewisse Tendenz zur Randunschärfe. Insgesamt sind die Bilder der Nokia 8800 Sirocco Kamera eher zu dunkel. Mangels zusätzlicher Kamerataste wird die Kamera nur über den Eintrag im entsprechenden Menüpunkt gestartet. Eine etwas zeitraubende Angelegenheit. Schnappschüsse ala "klick and shoot" sind so eher schlecht möglich. Ingesamt bietet die Kamera des 8800 Sirocco dem Hobbypaparazzi 4 verschiedene Effekte (Normal, Graustufen, Sepia, Negativ). Weiterhin kann man zwischen 5 verschiedenen Möglichkeiten des Weißabgleichs wählen (Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Neonlicht, Horizont). Die Qualität des Bildes kann auf Gut, Normal oder Einfach eingestellt werden. Die Kamera bietet Bildauflösungen zwischen 1600 x 1200, 1280 x 960, 800 x 600, 640 x 480, 320 x 240 und 160 x 120 Pixel an. Videos werden in maximaler Auflösung von 176 x 144 Pixel aufgenommen. Wahlweise mit Ton und in unbegrenzter Länge. Auch hier stehen die Einstellungsmöglichkeiten und Effekte der Kamera zur Verfügung.

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Kamerabilder gibt es hier.

Demovideo (176x144 Pixel, 3GP)


Themen/Skins

Nokia liefert sein jüngstes Kind mit mehreren vorinstallierten Themen aus.. Gerade die "Black" getaufte Variante gefällt sehr gut und liefert einen ausgezeichneten Kontrast. Diese Themen wurden - wie nahezu alle Multimediadateien - speziell für das 8800 Sirocco angefertigt und funktionieren auch nur auf diesem Modell. Die spezielle Serie 40-Benutzeroberfläche lässt sich daher nicht durch "normale" Themen anpassen. Eigene Hintergrundbilder oder verschiedene Klingeltöne im MP3 oder AAC Format sind allerdings kein Problem. Auch eigene Bildschirmschoner können beim 8800 Sirocco genutzt werden.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des 8800 Sirocco ist nicht gerade ein Highlight. Sie weicht leider auch nur wenig von der Akkulaufzeit des normalen Nokia 8800 ab. Eine Standbyzeit von etwa 240 Stunden stellt für das Sirocco zwar kein Problem dar. Im täglichen Einsatz ist der Akku aber (bei entsprechend häufiger Nutzung) bereits nach einem Arbeitstag am Ende. Gut, dass Nokia einen Ersatzakku gleich mitliefert. Dieser lässt sich dann in der Dockingstation mitladen.

Fazit

Das Nokia 8800 bietet zwar nicht viel Leistung fürs Geld, ist aber ein wirklich edles Stück Edelstahl und ein Handschmeichler par excellence. Die Verarbeitung des Gerätes ist ausgezeichnet.. Der Lieferumfang vollständig. Das metallische klacken des sehr guten Sliders beim öffnen und schliessen erzeugt Wohlklang in den Ohren. Die Qualität der Bilder der Kamera ist für gelegentliche Schnappschüsse noch ausreichend. Die zwar vorhandenen, dafür aber recht dürftigen Multimediafunktionen vervollständigen das gute Gesamtbild. Wäre da nicht der exorbitant hohe Preis sowie die eher maue Akkulaufzeit. Das berühmt- berüchtigte Preis-/Leistungsverhältnis wollen wir beim 8800 Sirocco gar nicht erst ansprechen. Es ist schlicht nicht vorhanden.

Ein ähnlich gut aussehendes Modell aus eigenem Hause - das Nokia 6300 - kostet nur ein Bruchteil und bietet mehr Leistung. Die Konkurrenz (LG Prada, LG Shine, Motorola KRZR und Co.) ist preislich auch deutlich niedriger angesiedelt, dafür natürlich auch deutlich häufiger anzutreffen. Aber zählt der Preis bei einem so schönen Mobile wie dem 8800 Sirocco? Ich denke nicht.

Die gut betuchte Käuferschicht des Sirocco macht sich über Preise sicher keine Gedanken. Alle anderen greifen halt zu günstigeren Konkurrenzmodellen. Wer es nicht ganz so edel will - dafür aber im Moment exklusiver - der sollte zum Nachfolgermodell Nokia 8600 Luna greifen. Mein Fazit: Schönheit hat eben doch ihren Preis.

 





  

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