Nokia N82 Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 15.01.2008
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Testbericht Nokia N82 von mobile-reviews.de

Hersteller:
Nokia

Modell:
N82

Preis:
455 €

Bilder:
Bildergalerie
Menübilder

Links:
Softwareupdate


Revision 1.0 vom 15.11.2007

Nokia veröffentlicht in rasender Geschwindigkeit neue N-Serie Geräte. Kurz nach dem N81 und dem N95 8GB wurde das N82 vorgestellt. In einem weltweiten virtuellen Launch wurde es der Fachpresse am 14.11.2007 präsentiert. In fast homöopathischen Mengen passend zum Weihnachtsgeschäft 2007 verfügbar, ist es in größeren Stückzahlen aber erst seit 2008 erhältlich. Es unterstützt den Dualmode (UMTS/GSM) und ist ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Eine automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung ermöglicht den Wechsel zwischen GSM und UMTS, ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen.

Das neue N82 verfügt über ein 2.4 Zoll großes QVGA-Display mit einer Auflösung von 240x320 Pixel, eine 5-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt 20-fachem Digitalzoom und einer Optik von Carl Zeiss. Erstmalig verbaut Nokia keine LED mehr zur Beleuchtung von Bildern, sondern einen waschechten XENON-Blitz. Das N82 kann Videoaufnahmen in DVD-ähnlicher Qualität mit über 30 Frames/s aufnehmen und auch in ansprechender Qualität über ein angeschlossenes TV wieder geben. Es verfügt über ein integriertes GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Kartenmaterial wird für über 100 Länder angeboten. Die Navigation ist allerdings kostenpflichtig. Eine kostenlose Testphase ist aber möglich.

Um den Jäger- und Sammlerinstinkt zu befriedigen hat Nokia dem N82 etwa 115 MByte (MB) freien internen Speicher sowie eine Erweiterungsmöglichkeit durch microSD-Speicherkarten mit auf den Weg gegeben. Momentan ist das Gerät ganz gut zu bekommen und kostet etwa 490 €. Was das N82 sonst noch alles kann, soll Ihnen mein Testbericht zeigen. Das Testgerät wurde mir von momp.de zur Verfügung gestellt. Besten Dank für die schnelle und angenehme Abwicklung!

Design

N82 N82 N82
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Mehr Bilder gibt es hier.

Spieglein, Spieglein an der Wand. So in etwa kommt man sich mit dem N82 in der Hand vor. Silberfarben glänzt es in der Sonne. Die Vorderseite ist nahezu vollständig mit Chrom überzogen und macht den Eindruck, als wenn sie aus Metall bestehen würde. Zum Teil trifft dieser Eindruck auch zu. Aus Gewichtsgründen wurde aber auf die vollständige Einkleidung in Metall verzichtet. Nach den beiden N95 endlich mal wieder ein Nokia im Riegeldesign. Braucht sich Nokia doch nicht um die Verarbeitungsqualität des Sliders Gedanken zu machen ;-)

Das Zentimetermaß zeigt 112 x 50,2 x 17,3 mm und die Briefwaage 114 g an. Damit ist es kleiner und leichter als ein N95. Das K800i aus dem Hause Sony Ericsson verbucht hier 105 x 47 x 22 mm und ein Gewicht von 115 g. Das N73 aus eigenem Hause nimmt 110 x 49 x 19 mm ein und wiegt 116 Gramm. Das veraltete N80 zeigt am Zentimetermaß 95,4 x 50x 26 mm an und 134 Gramm auf der Waage. Das N82 ist damit in etwa so groß wie das N73, natürlich bei deutlich höherem Funktions- und Leistungsumfang. Nokia liefert sein neustes Baby zurzeit nur in der Farbkombination "warm/light Titanium“ aus. Geplant ist eine weitere Farbkombination, die als "White Titanium" bezeichnet wird.

Keine Frage, die Tastatur des N82 hat ein eigenwilliges Design. Die Tasten sind sehr dünn und erinnern auf den ersten Blick an das Sony Ericsson W880i. Aber auch im Hause Nokia wurde mit dem N91 bereits eine ähnliche Tastatur eingeführt.

Die Rückseite des N82 wurde komplett in "beigen" (Warm Titanium) Kunststoff gehüllt. Insgesamt ist sie eher unauffällig. Die Kameralinse verfügt wieder über einen Schutz. Ein kleiner Schieber bringt die Kameralinse ans Tageslicht und startet zugleich die Kamera.

N82 N82

Technik

V 10.0.046
24-10-07
RM-313
Nokia N82 (02.01)

Der Taskmanager von Epocware (Handytaskman) zeigt beim N82 etwa 92 MB freien RAM an.

N82

Der lästige "Speicher voll" Fehler eines N95 gehört damit der Vergangenheit an. Hierzu trägt auch das neue "on demand paging" mit bei. Eine Art von virtuellem Speicher, ähnlich der Auslagerungsdatei von Windows XP. Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 115 MB. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht (Stichwort Navigation; die Landkarten verbraten für ganz Europa fast 1.5 GB), bietet das N82 eine Speichererweiterung durch microSD-Speicherkarten. Hierbei lassen sich auch die neuen SDHC-Versionen nutzen. Eine Aufrüstung um 4 oder 8 GB steht also nichts mehr im Wege. Im Vergleich zum Festspeicher des N95 8GB ist eine Speicherkarte die bessere Alternative, da man flexibler auf den Speicherbedarf reagieren kann.

Das Nokia N82 nutzt den gleichen (schnellen) Prozessor/Grafikbeschleuniger, wie das Nokia N95. Angebtrieben wird es mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.2 in der Series 60 3rd Edition, Feature Pack 1. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Größenvergleich N82

N82 N82 N82
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Optisch erscheint das neue N82 ähnlich groß, wie das Nokia N73.

Lieferumfang

N82 N82

Mit umfangreichem Zubehör und in der N-Serie üblichen Verpackung liefert Nokia sein N82 aus.

  • Nokia N82 Multimedia-Computer
  • Nokia Akku BP-6MT
  • Nokia Reise-Ladegerät AC-5E
  • Nokia Musik-Headset HS-43
  • Nokia Micro-USB-Datenkabel CA-101
  • Nokia Video-Kabel CA-75U
  • microSD-Speicherkarte (2 GByte) - teilweise NICHT von Nokia

Verarbeitung/Haptik

Das N82 wird in Finnland hergestellt. Ein Zeichen für Qualität? Nunja, unterschiedliche Spaltmaße sind sicher nicht das Problem des N82. Leider, leider, leider, ist die Verarbeitung des neuen N-Serie Modells aber fernab von perfekt. Weisen doch sehr viele Geräte deutliches Spiel in der Tastatur und schlimmer, in der Navigationseinheit auf. Das Steuerkreuz (D-pad) ist einfach zu schwammig, um damit sicher navigieren zu können. Zudem lassen einige Tasten ein deutliches Knarzen vernehmen. Laut Nokias Hotline eine vorübergehende Schwäche, die sich im Laufe der Zeit durch die Nutzung legt. Diese Aussage halte ich persönlich für nicht zutreffend! Das Geräusch lässt sich eindeutig auf eine - unter den Tasten liegende Folie - zurückführen.

Hat man die betreffenden Tasten einmal fester gedrückt, so nimmt das Knarzgeräusch für einige Sekunden/Minuten kurzeitig ab. Mein eigenes Testgerät war zu Anfang auch gut verarbeitet, mittlerweile ist dem rechten Softkey sowie der C-Taste aber auch ein leichtes Knarzen zu vernehmen. Zwar längst sich nicht so unangenehm, wie ich es bei anderen N82 vernommen haben, aber für fast 500 € darf so etwas in meinen Augen (Ohren) nicht passieren. Traut man den Aussagen im Internet, ist ein perfekt verarbeitetes N82 ein echter Glücksgriff.

Die verbauten Drücker weisen einen angenehmen Druckpunkt auf, allerdings sind die neuen Zahlentasten sehr dünn geraten. Größere Hände werden damit kaum einen Rekord beim Erstellen von SMS aufstellen können. Auch bei zarten Frauenhände mit längeren Fingernägel wird hier keine Freude aufkommen. Insgesamt lassen sich die Tasten noch relativ gut bedienen, da sie ausreichend weit auseinander stehen. Selbst die letzte Tastenreihe ist noch gut erreichbar. Ein Umstand, den man beim N95 bemängeln musste.

Das Display verfärbt sich unter Druck leicht, obwohl Nokia seinem N82 eine Displayscheibe aus Plastik gegönnt hat. Fettflecke lassen sich problemlos und rückstand- sowie kratzerfrei mit einem Mikrofasertuch entfernen. Auch der Transport des Gerätes in der Hosentasche führte nicht zu Beschädigungen am Display. Wobei ich aus Gründen der Sicherheit sowie des Werterhalts immer zu einer entsprechenden Schutzfolie raten würde.

N82 N82

Der Navikey des Nokia N82 ist wie erwähnt eher schwammig. Eine wirklich sichere Navigation ist damit kaum möglich. Im Vergleich zum Steuerkreuz des N81 wurde auch die sensorische Funktion eingespart. Das N82 lässt sich aber dennoch mit nur einer Hand bedienen. Die einzelnen Richtungen des Navikeys können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Die Menütaste, die beiden Tasten zur Anrufsteuerung sowie die Medientaste (zwischen dem rechten Softkey und der C-Taste; als Kurzwahl für alle gängigen Multimediafunktionen, z. B. Videos, Anrufe, Radio, Internet, Kamera, MP3 Player) lassen sich gut bedienen. Auch die beiden Softkeys unterhalb des Displays sind gut bedienbar.

Die Zahlentasten selber sind deutlich erhöht und mit ausreichend großen Abständen versehen. Sie weisen einen relativ gut hörbaren Druckpunkt auf.

An der linken Außenseite des N82 befindet sich der Einschub für die microSD-Speicherkarte Speicherkarte sowie der micro-USB-Anschluss. Handelsübliche Mini-USB Stecker passen damit nicht mehr in das N82. Freundlicherweise liefert Nokia aber das passende Anschlusskabel gleich mit. Auch beim N82 heißt es "nieder mit dem Pop-Port™", Freiheit für handelsüblichen Lieblingskopfhörer. An der Oberseite des N82 befindet sich der 3.5 mm Kopfhöreranschlusses (der auch das Kabel für den TV-Ausgang aufnimmt).

Rechts außen findet der zukünftige N82 Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3-Betriebs) sowie die Kamerataste. Zudem hat Nokia eine spezielle Wiedergabetaste für den direkten Zugriff auf die Bilder und Videos der Galeriefunktion mit verbaut. Diese ist vom Nokia N73 bzw. N95 übernommen worden und gehört zum Standard der neuen N-Serie. Auch die beiden Stereolautsprecher sind diesmal rechtsseitig angebracht.

Display

Das Display mit 2,4-Zoll-Aktivmatrix (Displaydiagonale: 6,1 cm) mit Umgebungslichtsensor und 16,7 Mio. Farben verfügt über eine Auflösung von 240x320 Pixel.. Im Vergleich zum Display des N95 8GB ist es in der Diagonalen 1 cm kleiner. Vorteil beim N82 ist die Tatsache, dass die Auflösung "schärfer" wirkt.

Die höhere Auflösung des Nokia N80 und Co. vermisst man beim N82 nicht. Die Größe der Icons steht in einem guten Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken noch gut ablesbar. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich wird wieder mittels eines Lichtsensors automatisch angepasst. Sie lässt sich aber auch manuell anpassen. Auch das N82 verfügt nicht über den schon vom Nokia N80/N73 bekannten Schlafmodus. Das Display schaltet sich also nicht komplett ab, sondern geht nur in den Stand-by. Hier informiert es seinen Besitzer per weißem Balken auf dunkelblauem Hintergrund über entgangene SMS oder Anrufe. Zudem wird die Uhrzeit samt Datum eingeblendet. Gott sei Dank nicht mehr im Querformat (wie beim N95 8GB), sondern im Portraitmodus.

Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Serie 60 Verhältnisse sehr kurzen Gedenkzeit von etwa 15 Sekunden - ist das N82 einsatzbereit. Ein Einstellungswizard für die Netzbetreibereinstellungen sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des Flash Player lite erstellt) erleichtern Einsteigern den Umgang mit den umfangreichen Funktionen des neuen Gerätes.

Menü/Funktionen

N82

Nachdem man die Menütaste des N82 betätigt hat, präsentiert sich die 3rd Edition der Series 60 im Feature Pack 1 auf der Hauptebene mit 12 Menüpunkten (4x3 Icons). Neu hinzugekommen ist Möglichkeit, Unterordner zu erstellen. Menüpunkte lassen sich in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man im Ordner "Programme". Geöffnete Programme werden mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet.

Der Quermodus wird in der Galeriefunktion, Webbrowser, Realplayer und Medienplayer genutzt. Auch das Menü selber lässt sich auf den Quermodus (Landscape, 3x4 Icons) umstellen. Hierzu muss das N82 einfach nur seitlich gekippt werden. Wie bei Apples iPhone wird dann der Bildschirminhalt mitgedreht. Möglich macht das der interne Bewegungssensor des N82, der sich durch entsprechende Programme auch zur Steuerung von Spielen nutzen lässt.

Bei den mitgelieferten Anwendungen handelt es sich um alte Bekannte mit nur leicht erweiterten Funktionen, wie sie auch schon von den älteren S60 Mobiltelefonen (N70) bekannt sind. Ein Umrechner für Einheiten (Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur), eine Weltuhr, eine Notizfunktion und eine Rekorderfunktion für Sprachnotizen helfen bei der täglichen Aufgabenbewältigung.

Ebenfalls mit an Bord ist das obligatorische Lifeblog. Das Nokia Lifeblog sortiert automatisch alle Fotos, Videoclips und MMS-Mitteilungen in eine übersichtliche Reihenfolge, so dass diese mühelos angezeigt, durchsucht, bearbeitet und gespeichert werden können. Auch ein Programm zum Übertragen von Organizer-Daten zwischen dem Nokia N82 und anderen kompatiblen Nokia Geräten wurde nicht vergessen.

In der Galeriefunktion des N82 lassen sich Bilder, Töne und Videos anzeigen. Leider reagiert diese bei sehr vielen Bildern (ich hatte etwa 60 Aufnahmen auf der Speicherkarte) recht träge. So kann es ein paar Sekunden dauern, bis die kleinen Voransichten geladen wurden. Die Bilder lassen sich in Alben sortieren. Grundsätzlich werden aber immer alle Bilder und Videos gleichzeitig angezeigt.

Multimediamenü

N82 N82 N82

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Das neue Multimedia-Menü lässt sich durch den Druck auf die dünne Taste unterhalb des rechten Softkey aktivieren. Es erlaubt den schnellen Zugriff auf Karten, Bilder, Videos, Anrufe, Spiele und mehr. Die Reihenfolge der Ansichten lässt sich individuell einstellen.

PIM/Office

In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird.

N82 N82

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Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sind sehr umfangreich. Er zeigt das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fenster an. Zudem bietet er die Wahl zwischen Monats- und Wochenansicht. Auch beim N82 wurde wieder das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich.

Damit man unterwegs nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente. Flash (lite) Animationen kann das N82 ebenfalls anzeigen. Seit ein paar Tagen gibt es auf der Webseite von Adobe zudem den Flash Lite 3.0 Player. Werksseitig verfügt das N82 "nur" über die Version 2.0. Ab Werk lassen sich Videos von YouTube also nicht anzeigen. Seit kurzem gibt es hierzu aber eine spezielle Anwendung, "emTube" genannt. Zudem ist damit zu rechnen, dass dieses Feature durch ein Softwareupdate nachgereicht wird. So ist es mittlerweile auch auf dem N95 8GB möglich, Flashvideos von YouTube und Co abzuspielen.

Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können zwar angepasst, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch eigene Profile sind möglich. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des N82 betätigt.

Spiele

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Für kurzweilige Unterhaltung in Meetings oder während der Bahnfahrt sorgt das allseits bekannte "Snakes". Neu hinzugekommen ist die Fähigkeit, zukünftig auch sog. N-Gage Games spielen zu können. Auf dem N82 ist ein spezieller Klient vorinstalliert. Zwei Demospiele (Asphalt Street Runner 3 und FIFA 07) geben einen ersten Ausblick auf die Qualität kommender Spiele. Laut Nokia geht der Dienst ab dem 1. Quartal 2008 online. Spiele sind dann über eine spezielle Internetplattform käuflich zu erwerben. Qualitativ können Sie in etwa mit der Playstation 1 mithalten. Der freie Softwaremarkt stellt zudem eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Programmen und Spielen für den solventen Käufer zur Verfügung.

Aktive Standby

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Er zeigt eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht zeigt er allerdings nicht. Wenn der MP3 Player im Hintergrund läuft, wird zudem der aktuelle Song angezeigt und ermöglicht dann den direkten Sprung zum Player. Die jeweiligen Shortcuts können frei belegt werden. Der aktive Standby lässt sich natürlich auch ganz abschalten.

N82 N82

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Hinzugekommen ist eine Suchfunktion. Dazu passend gibt es einen entsprechenden Eintrag im Aktive Standby. Durch die Eingabe bestimmter Begriffe kann man dann im Internet, aber auch auf dem N82 nach Bildern, Musik, etc. suchen.

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Das N82 verfügt über den vom Nokia N95 bekannten MP3 Player mit seinem 8-Band-Equalizer. Sein Klang kann in Verbindung mit einem guten Headset überzeugen. Die Lautstärke ist überdurchschnittlich hoch. Schaltet man Loudness und Stereo-Raumklang hinzu, kann man das Klangbild nochmals beeinflussen. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch vorgefertigte Voreinstellungen (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch Eigene) kann der Nutzer Einfluss auf das Klangbild nehmen. Durch den 3.5-mm-Anschluss können auch handelsübliche Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Leider spielt das N82 keine WMA-Dateien ab, die beispielsweise von musicload.de herunter geladen wurden. Es kommt zu einem Zertifikatsfehler. Zudem dauert die erstmalige Initialisierung des MP3 Players (er sucht dann nach neuen Musikstücken) etwa lange.

Die Titel lassen sich auch visualisieren (Album-Grafik, Kreise, Oszilloskop, Spektrum). Der MP3-Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell auf Änderungswünsche und ist gerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktive Standby gut umgesetzt. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Nokia ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks.

Der Klang des MP3-Players ist soweit ausgewogen mit Tendenz zur Bassbetonung. Mit einem geschlossenen Kopfhörer (z. B. den Shure SE 210 oder die Ultimate Ears super.fi 4 vi (mit eingebautem Mikrofon) auch im Bassbereich ausreichend vertreten. Dabei ist es allerdings notwendig, das Klangprofil "Bass-Booster" manuell zu optimieren. In meinen Augen ist das N82 sowohl klanglich, als auch technisch ein vollwertiger MP3-Player Ersatz.

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Auch das N82 verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion. Dafür gibt es aber die webbasierte, "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Sie lässt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen.

UPnP

Das Nokia N82 unterstützt den UPnP Standard. Mittels eines WLAN-Access-Points können Sie somit ein Heimnetz erstellen und Ihre UPnP kompatiblen Geräte mit WLAN-Unterstützung einbinden. Hiermit ist es dann möglich, die Inhalte des N82 auf einem anderen UPnP fähigen Gerät wieder zu geben, z. B. die selbst gedrehten Videos oder geschossenen Bilder auf einem PC oder Fernseher.

N95 Menue N95 Menue N95 Menue

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Zudem lassen sich dann Dateien beliebig von einem Gerät zum anderen kopieren, anzeigen oder abspielen.

Zum Einrichten eines Heimnetzes innerhalb des WLANs ist es erforderlich, einen Internetzugangspunkt zu erstellen und zu konfigurieren. Anschließend müssen die anderen UPnP Geräte entsprechend konfiguriert werden. Auf dem Nokia N82 werden die Einstellungen (Datei Freigaben) unter dem Menüpunkt System - Verbind. - "Eig. Geräte " vorgenommen. Wenn Sie einen kompatiblen PC an das Heimnetz anschließen möchten, muss dort die Nokia Media Server-Software installiert werden. Nachdem alle Geräte, die an das Netz angeschlossen sind, konfiguriert wurden, können Sie Ihre Mediendateien für das Private Netz freigeben.

Wenn Sie die Dateifreigabe nutzen, können andere UPnP kompatible Geräte im Heimnetz die frei gegebenen Dateien anzeigen und kopieren. Ebenso ist es möglich, andere frei gegebene Dateien auf dem N82 abzuspielen. So sollen sich auch auf dem PC gespeicherte MP3 bzw. Videos direkt wieder geben lassen.

Klang

Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Smartphone-Niveau (N-Serie). Sie kann meiner Meinung nach aber immer noch nicht mit alten Geräten, wie dem Nokia 6230i(i) oder aktuellen Sony Ericsson Modellen mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpfer und durch die externen Lautsprecher "blechern" wieder gegeben. Der Klang ist kräftig, so dass die Kommunikation auch in lauteren Umgebungen (Baustellen, Disco) noch klappt.

Die Klangeigenschaften der beiden rechtsseitig angebrachten Lautsprecher sind im Radiomodus bzw. als MP3-Player-Ersatz soweit gut. Der Klang ist zwar sehr höhenbetont und "blechern", die maximale Lautstärke dafür aber enorm hoch.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS Unterstützung leistet es sich keine Schwächen. Auch Internet-Telefonie (Voice-over-IP) ist mit dem N82 möglich. Ein passender Klient (Gizmo) kann über die "Laden!" genannte Funktion aus dem Internet direkt auf das N82 installiert werden.

N82

Das N82 hat gut bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das eingebaute WLAN 802.11b/g unterstützt WEP und WPA/WPA2 im Infrastruktur sowie Adhoc Modus. Die Empfangsqualität und -empfindlichkeit ist ebenfalls sehr gut.

Das neue N82 verbindet sich wieder mittels Datenkabel (micro-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Nokia nutzt also nicht mehr den alten Pop-Port™-Anschluss. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Verbindet man sein neues Schmuckstück mit dem PC, hat man die Optionen "Media Player, PC Suite, Datentransfer und Photodrucker". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N82 auch nicht mehr offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 15 Sekunden vom PC in den Hauptspeicher des n82 transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 60 MB) brauchte 2 Minuten für den Transfer.

Über die Option Photodrucker können die Aufnahmen des N82 dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Auch ein Upload an einen Internet Bilderdienst (Flickr und Co) ist möglich. Über das USB-Datenkabel kann das N82 allerdings nicht geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen nach Spezifikation 2.0 sowie A2DP wird unterstützt. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute.

Die 3,5-mm-Klinkenbuchse dient zum Anschluss sowohl eines Standard-Kopfhörers, als auch für den TV-Ausgang zum Fernseher. Hierbei fungiert das Nokia dann als Bild- bzw. Videobetrachter (PAL/NTSC). Bilder und Videos werden in maximal 640x480 Pixel auf die Auflösung des Fernsehers gezoomt. Menüs werden 1:1 angezeigt.

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Internet

Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen N-Serie Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

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N82

Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser sehr schnell ist. Natürlich ist der N82 Browser in der Lage, Frames sowie PHP anzuzeigen. Auch Popups sind kein Problem. Insgesamt ist er ein vollwertiger Browserersatz. Immer unter der Voraussetzung, dass der User auch über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Denn Eingaben von längeren URL über die normale Tastatur sind halt nicht immer flott zu erledigen. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim N82 Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 150%).

Ein Popup-Fenster bietet die am meisten gebräuchlichen Funktionen an. Aufgrund des großen Speichers des N82 lässt es sich nunmehr wirklich problemlos und absturzfrei auf dem N95 surfen.

GPS (Karten)

Nokias N82 bietet ein integriertes A-GPS -System mit Karten für über 100 Länder an. Hiermit lässt sich das N82 als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann online (also per WLAN oder UMTS) heruntergeladen. Günstiger und schneller lädt man die Straßenkarten aber über die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de). Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung.

N82 N82 N82

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Das N82 verfügt zwar nicht über einen Sirf-III Chipsatz, durch das A-GPS ist der erste Satfix aber innerhalb kurzer Zeit erledigt. Wird das GPS in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang aber praktisch auf 0. Eine Tatsache, die aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme (mein N82 wurde neben dem Lenkrad befestigt und lieferte überwiegend zuverlässige Werte). Tunnel und Dächer sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" funktioniert zuverlässig. Die Antenne, beim N95 (8GB) noch unter der Tastatur angebracht, sitzt im oberen Teil des Gehäuses. So ist der GPS-Empfang auch besser, als beim N95.

Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto). Für denjenigen unter Ihnen, der eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch zu nehmen pflegt, ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programmen, wie Route66 sicher nicht unbedingt notwendig ist.

N82 N82

N82 N82

Das N82 lässt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels).

Die Routenplanung selber ist kostenpflichtig, hierzu hat Nokia entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich) entwickelt. Eine kostenlose - 3 Tage gültige - Testlizenz ermöglicht schon mal eine Schnuppernavigation. Die 7 Tage-Lizenz wird für 6,49 Euro, die 30-Tage-Lizenz für 7,99 Euro angeboten. Eine Jahreslizenz gibt’s für 59,99 Euro und wer sich richtig lange an Nokia binden will, kann eine 3-Jahres-Lizenz für 69,99 Euro erwerben.

Leider benötigt das GPS des N82 bis zum ersten Satellitenfix teilweise über 5 Minuten. Nachdem das N82 sich dann die aktuellen Satellitenpositionen herunter geladen hat, klappt die Navigation dank A-GPS gut. Eine testweise genutzte GPS-Maus mit Sirf-III Chipsatz war aber oft deutlich schneller.

Kamera/Video

Eine der herausragenden Eigenschaften des Nokia N82 ist sicher die Kamera. Nicht kleckern, sonder Klotzen ist hier bei Nokia die Devise. Die schon vom Nokia N73/N93 bekannte Marketingmasche wurde auch beim N82 genutzt. Eine Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom und Autofokus sind beste Voraussetzungen für einwandfreie Bilder, die auch die 08/15 Digicam von Aldi ersetzen soll. Im Bereich Videoaufnahmen ermöglicht das N82 Videoaufnahme in nahezu DVD-Qualität mit maximal VGA Auflösung (640x480 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde. Die für Videotelefonie gedachte Frontkamera liefert eine Auflösung von 352 x 288 Pixeln (CIF).

Das N82 bietet dem Hobbypaparazzi Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität (von 0.3 Megapixel für MMS bis hin zur maximalen Qualität von 5 MP für Ausdrucke). Es lässt dem Fotografen die Wahl, ob die Bilder gleich in ein Album eingefügt werden sollen und/oder gleich nach dem Schuss angezeigt werden. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 20-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden. Diverse Motivprogramme (Auto, Benutzerdefiniert, Nahaufnahmen, Portrait, Landschaft, Sport, Nacht) erleichtern die Arbeit des Fotografen, indem sie die Kamera automatisch den Bedürfnissen anpassen. Ein Selbstauslöser mit Timer zwischen 0, 2, 10 und 20 Sekunden sowie ein Sequenzmodus für mehrere Bilder in "schneller" Folge runden das gelungene Bild ab. Schnell ist hierbei relativ. Eine gute DSLR-Kamera bringt natürlich deutlich mehr. Es stehen mehrere Kameratöne (nicht komplett abschaltbar) zur Auswahl. Der Kameraton lässt sich aber austricksen, indem man die Warntöne abschaltet.

Gibt man dem Bild dann noch einen Namen (hierbei bietet das N95 die Wahl zwischen aktuellem Datum und einem freien Text) und zeigt dem N82 so, wo es seine Bilder speichern soll (interner Speicher oder Speicherkarte) kann es losgehen.

Die Kamera an sich wird wie eine normale Digicam bedient. Hierzu wird sie - wie beim Sony Ericsson K850i auch - im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 2 Sekunden. Ein Blitz (echter Xenon) kann auch hinzugeschaltet werden. Im Blitzmodus hat man dann die Wahl zwischen Automatisch, Ein, Rote-Augen-Reduktion und Aus. Der Blitz erhellt Motive noch in einem Abstand von etwa 2 Metern. Die lassen seine LED-Kollegen dann längst im Dunkeln stehen.

Da die N82 Kamera bei starkem Sonnenlicht zum übersteuern neigt, lässt sich die Helligkeit durch Auswahl des Belichtungswertes (-2,0 bis +2,0) sowie durch Auswahl der Lichtempfindlichkeit (ISO) beeinflussen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen Automatisch, Niedrig, Mittel und Hoch zu wählen. Auch ein Weißabgleich steht dem Hobbypaparazzi zur Verfügung. Die Qual der Wahl hat er dann zwischen den Optionen Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht. Auch hiermit lässt sich der - nicht immer treffsicheren Automatik - manuell unter die Arme greifen.

Abschließend wird noch der Farbton des Bildes gewählt: Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig - die letzte Option betont nochmals die Farben eines Bildes - und fertig ist der Schnappschuss in sehr guter Qualität.

Die Qualität der Bilder ist in meinen Augen besser als bei allen bisherigen Modellen von Nokia. Einen Qualitätsunterschied zu Aufnahmen aktueller Sony Ericsson kann man auf den ersten Blick nicht erkennen.

 

Vergleichbilder der Kamera des LG Viewty zur Kamera des Nokia N82 finden Sie hier zum download (20 MB).

Videos nimmt das N82 in VGA Auflösung mit maximal 640x480 Pixeln auf. Auch hier steht eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein Videostabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen, der Aufnahmeton kann abgeschaltet werden, zudem lässt sich die Qualität in drei Schritten (Hoch, Normal, Niedrig) wählen. Dem Hobbyfilmer stehen neben Motivprogrammen (Auto, Nacht) auch Einstellungsmöglichkeiten für den Weißabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht) und Farbton (Normal, Sepia, Schwarzweiß, Kräftig und Negativ) zur Verfügung. Die Aufnahmen lassen sich dann mit dem Realplayer des N82 abspielen. Natürlich im Vollbildmodus. Die Videos werden mit einer hohen Bitrate aufgenommen. Ergo werden pro Minute Video etwa 20 Megabyte Speicher verbraten.

Akkulaufzeit

Mit dem 1050 mAh starken Akku lässt sich ein eintätiger Messeeinsatz mit sehr vielen Telefonaten überbrücken. Bei nicht ganz so intensiver Nutzung hält der Stromspeicher etwa 2 Arbeitstage. Bei Dauernavigation (eingeschaltetem Display und Sprachausgabe) oder dem Einsatz des WLAN bettelt der Akku allerdings bereits nach etwa 3 Stunden um Hilfe aus der Steckdose. Wer sein N82 also sehr intensiv nutzt (sprich WLAN und GPS, Display) wird es täglich laden müssen. Von dieser Akkuleistung kann das alte N95 aber nur träumen.

Nutzt man nur den MP3-Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 9 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 5 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man sich etwa 3 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Stand-by bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 6 Tage. Rund sechs Stunden Sprechzeit im GSM-Netz und etwa 2 Stunden im UMTS-Netz sind möglich.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Die bekannten 3rd Edition Funktionen wurden beim N82 im Feature Pack 1 nur geringfügig geändert. Die Displaygröße im Verhältnis zur Displayauflösung ist in meinen Augen gut. Auch bei näherem Hinsehen lassen sich einzelne Pixel nicht erkennen. Die Leuchtstärke des N82 ist im Vergleich zum alten N95 in etwa gleich geblieben. Die Icons sowie Texte sind noch lesbar (Schriftgröße lässt sich variieren). Das eingebaute WLAN ist ausreichend schnell und empfangsstark. Das N82 kränkelt nicht an den nervigen Bugs eines N95, speziell der größere RAM ist ein deutlicher Vorteil. Das integrierte A-GPS liefert dem Freizeitfahrer ausreichende Hilfestellungen und gibt dem Weltenbummler eine gute Navigationshilfe an die Hand. Der Gelegenheitsnavigierer kommt damit gut also klar. Der typische Geschäftsmann und Vielfahrer wird aber wohl nicht auf seine Navigationslösung ala TomTom Go verzichten wollen. Im Bereich Multimedia und Video bietet das N82 mit 5-Megapixel-Kamera und Xenon-Blitz "state-of-the-art" Funktionalität. Bessere Kamera und Videoeigenschaften findet man kaum auf dem Handymarkt.

Die Qualität der Videoaufnahmen ist für ein Mobiltelefon extrem gut, Videos mit einer Auflösung von 640x480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde schafft kaum ein anderes Gerät. Die Qualität der Bilder ist überzeugend, da kann nur das K850i oder das LG KG920 bzw. Sharp 903 mithalten. Selbst das neue LG Viewty ist dem N82 in dieser Kategorie unterlegen. Der Autofokus kommt durchaus an die Qualität von Sony Ericsson heran.

Wer also ein ausgereiftes Kamerahandy mit WLAN sucht und auf die überragende Erweiterungsmöglichkeit von Symbian angewiesen ist, kann bedenkenlos zum N82 greifen. Den geringen Aufpreis für die 8-GB-Version des N95 würde ich persönlich nicht ausgeben. Es sei denn, man braucht ein großes Display.

Eine gute Mischung zwischen Funktionalität und Akkulaufzeit - ohne auf eine gute Kamera verzichten zu müssen - bietet z. B. das Nokia E61i aus eigenem Hause. Wer nur ein gutes Kamerahandy sucht und auf WLAN keinen Wert legt, kann durchaus zum Sony Ericsson K800i/K810i/K850i oder N73 greifen. Wer einen echten optischen Zoom braucht, kommt im Moment nicht um das Nokia N93(i) bzw. Samsung G800 herum. Die entsprechenden Tests der Geräte finden Sie hier auf meiner Seite. In der N-Serie hat das N82 das in meinen Augen beste Preis-Leistungsverhältnis.





  

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