Nokia N96 16GB


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 05.03.2009 17:34h
Punkte   (8 von 10)
Testbericht Nokia N96 von www.mobile-reviews.de

Hersteller:

Nokia

Modell:

N96

Preis:

480 €

Bilder:

N96-Galerie
Kamerabilder

Links:

Softwareupdate

Revision 1.0 vom 16.07.2008

Was lange dauert wird endlich gut, oder? Nachdem Nokia das N96 auf dem MWC 2008 vorgestellt hat, kann man es seit Oktober 2008 auch in Deutschland käuflich erwerben. Das N96 ist der offizielle Nachfolger des betagten, dafür aber recht erfolgreichen N95 und kann leichte Designanleihen beim Vorgänger nicht vertuschen. Das N96 unterstützt wie nahezu alle N-Serie Geräte den Dualmode (UMTS/GSM) und ist ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Eine automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung ermöglicht den Wechsel zwischen GSM und UMTS, ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen. Dabei bietet das N96 ein 2.8 Zoll großes QVGA-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel, bekannt vom Nokia N95 8 GB, also praktisch der Interimslösung. Eine 5-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt 20-fachen Digitalzoom und einer Optik von Carl Zeiss ist bei der N-Serie ja quasi Standard. So wie das integrierte GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Kartenmaterial wird für über 100 Länder angeboten. Die Navigation ist allerdings kostenpflichtig. Eine kostenlose Testphase ist aber möglich. Daten speichert man im riesigen knapp 16 Gigabyte (GB) großen internen Speicher oder eben auf microSD-Speicherkarten. Ob das N96 an den Erfolg des Verkaufsschlagers N95 andocken kann? Seit dem offiziellen Verkaufsstart geht der Straßenpreis allerdings fast täglich in Richtung Keller. Den Käufer wird es freuen, Verkäufer (von Gebrauchtgeräten) wohl eher nicht. Ob das wohl mit der Tatsache zusammenhängt, dass man das integrierte DVB-H in Deutschland gar nicht nutzen kann? Oder liegt es wieder an der eher mäßigen Verarbeitung? Auf all diese Fragen und mehr finden Sie in meinem Testbericht hoffentlich die passenden Antworten.

Design

Testbericht Nokia N96
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Mehr Bilder vom Nokia N96 gibt es hier zu sehen.

Auf den ersten Blick sieht man sofort die Anleihen an das Design des N95. Das markante, eher klobige Design wird durch die schwarze Farbe des glänzenden Kunststoffs noch unterstützt und fällt sofort ins Auge. Auch beim N96 handelt es sich um einen Doppelslider. Am oberen Ende des N96 hat Nokia eine ausziehbare Tastenreihe - zur Steuerung des Musicplayers - verbaut. In meinen Augen bringt diese Tastenreihe aber keinen echtes Nutzen. Sie erfordert beim joggen immer noch große Aufmerksamkeit, denn die Tasten sind recht klein, im Gegensatz zum N95 dafür aber besser erfühlbar. Die Front wird von einem schwarz glänzenden Kunststoff dominiert. Sie dominiert den ersten Eindruck, dem man vom knapp 125 g schweren N96 bekommt. Abmessungen von 103 x 55 x 20 mm bestätigen diesen Eindruck dann auch. Ein echter Plastikbomber. Etwas aufgelockert wird der doch recht bullige Eindruck nur noch vom bronzefarbenen Rahmen, der das N96 umringt. Die beiden Stereolautsprecher befinden sich an der rechten Ober- und Unterseite des Smartphones und werden durch silberne Gitter geschützt, so hat man gerade im Quermodus einen optimalen Klang.

Lieferumfang

In einer typischen Nokia N-Serie-Verpackung findet man alles notwendige, um sein N96 aktiv nutzen zu können.

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Das Datenkabel CA-101 mit micro-USB Anschluss sorgt für den sorgenfreien Datenaustausch mit einem PC, das Video-Ausgangskabel CA-75U bringt Filme und Bilder auf den heimischen Fernseher. Ein Sereo-Headset HS-45 samt Fernbedienung AD-54 sorgt dann unterwegs für ungestörten Musik- und Radiogenuss. Dann sollte man aber gleich das Zigarettenanzünder-Ladekabel DC-4 oder eben das Reise-Ladegerät einstöpseln, denn der BL-5F ist etwas Schwach auf der Brust. Leider pass der leistungsstärkere BL-6F nicht, dann lässt sich der Akkudeckel nicht mehr richtig schließen. In der Verkaufsversion hat Nokia den Film Matrix vorinstalliert. Navigation über Nokia Maps ist dann für 3 Monate in Deutschland, Österreich und die Schweiz kostenlos möglich. Hierzu wurde umfangreiches Kartenmaterial vorinstalliert. Diverse Bedienungsanleitung, Kurzanleitung und Gutscheine für das N-Gage Spiel "Tetris" ergänzen den umfangreichen Lieferumfang.

Eine microSD-Speicherkarte gehört nicht mit zum Lieferumfang.

Verarbeitung/Haptik

Nokia ist seit Jahren für eine eher durchwachsene Verarbeitungsqualität berühmt, oder sagen wir eher berüchtigt. Aktuelle hat es das Nokia 5800 XM erwischt, es "glänzt" durch Ausfälle des internen Lautsprechers. Nun ja, unterschiedliche Spaltmaße sind diesmal nicht das Problem. Leider, leider, ist die Verarbeitung des N-Serie Flagschiffs aber fernab von perfekt. Der Navkey knarrt erbärmlich. Auf die Bedienung hat das zwar keinen Einfluss, dennoch sollte so was bei einem knapp 650 € (UVP) teuren Smartphone nicht vorkommen. Der Slider-Mechanismus ist im Vergleich zum N95 eine deutliche Verbesserung. Schleifgeräusche beim Öffnen lassen aber keinen Zweifel an der Tatsache, dass auch hier Plastik zum Einsatz kommt. Trotzdem sind die Spaltmaße diesmal schmal und regelmäßig.

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Der große Akkudeckel auf der Rückseite glänzt im Klavierlack-Design und lässt sich SEHR leicht entfernen. In meinen Augen zu leicht, so neigt er schon bei leichten Druck zum Knarzen. Den Linsenschutz für die Carl Zeiss-Optik sucht man beim N96 vergebens, die vom Vorgänger bekannte Schiebemechanik wurde beim Nachfolger eingespart.

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Im Akkudeckel des N96 haben die Designer einen ringförmigen Standfuß eingebaut. Der "Ring" umgibt dabei die Kamera, ist eine eher wackelige Angelegenheit und bei häufigem Gebrauch leiert er schnell aus. Zweck dieses Rings? Nun, beim Videoschauen stützt er das N96 und ermöglicht so einen relativ ermüdungsfreien Videogenuss.

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Die Anordnung der Drücker unterhalb des Displays entspricht in etwa dem N81. Erfreulicherweise wirken sie nicht mehr so schwammig, wie noch beim N81. Über die sensorische Funktion des N81-Navkeys verfügt das N96 aber nicht mehr, auf Wunsch pulsiert es nur noch und zeigt so seine Funktion an. Die einzelnen Richtungen des Navikeys können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Dicht an dicht drängen sich elf Tasten unterhalb des Displays. Hierbei ist die Erfühlbarkeit das größte Problem. Im Blindflug lassen sich nur Navkey und Medientaste voneinander unterscheiden. Im Gegensatz zum N95 oder N81 wird das zentrale Steuerkreuz von vier Musiktasten eingerahmt. So kann man den Musikplayer direkt und ohne Schnörkel bedienen, die entsprechenden virtuellen Drücker weist dieser konsequenterweise dann auch gar nicht mehr auf. Die normale Zehnertastatur kann mit einem knackigen Druckpunkt und recht kurzem Tastenhub punkten. So kommt auch mit etwas größeren Fingern beim SMSen Freude auf. Selbst zartere Frauenhände mit längeren Fingernägel brauchen keine Sorgen zu haben, dass diese beim schreiben abbrechen. Allerdings ist die erste Tastenreihe schlechter erreichbar. Um auch im Dunkeln gut munkeln, sprich schreiben zu können, wird die weiße Tastenbeschriftung hintergrundbeleuchtet.

Wo hat der Zimmermann die Tür gelassen? Sprich, wo sind beim N96 die jeweiligen Bedienelemente gelandet? Wer schon einmal ein N-Serie Gerät in der Hand hatte, wird sich auch beim N96 schnell zurechtfinden. Der Einschub für die microSD-Speicherkarte befindet sich auf der linken Seite. Der micro-USB-Anschluss befindet sich samt Ladebuchse an der Unterseite. Handelsübliche Mini-USB Stecker passen damit nicht mehr in das N96. Freundlicherweise liefert Nokia aber das passende Anschlusskabel gleich mit. An der Oberseite des N96 befindet sich der 3.5 mm Kopfhöreranschluss samt Schieber zur Tastensperre. Rechts außen findet der N96 Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der Musikwiedergabe) sowie die Kamerataste. Die spezielle Wiedergabetaste für den direkten Zugriff auf Bilder und Videos ist auf die Frontseite gewechselt.

Technik

Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 70 MB. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht (Stichwort Navigation; die Landkarten verbraten für ganz Europa fast 1.5 GB), bietet das N96 eine interne "Festplatte" von 16 GB sowie zusätzlich noch eine Speichererweiterung durch microSD(HC)-Speicherkarten. Eine Aufrüstung des eh schon riesigen Speichers um 4, 8 oder zukünftig 16 GB steht also nichts mehr im Wege. Angetrieben wird es mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.3 in der Series 60 3rd Edition, Feature Pack 2. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

User Interface

Das Feature Pack 2 ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Funktionen der 3. Edition der Series 60. Mit dem Feature Pack 2 des N96 versucht Nokia den Spagat zwischen einfacher Bedienung und maximaler Flexibilität. Gleichzeitig werden die optische Unterschiede sowie Kernfunktionen zwischen der Series 40 und Series 60 angeglichen. Auf den ersten Blick erkennt man einen dritten Softkey in der Mitte. Vorher nutzte die Series 60 nur zwei Softkeys. Die Funktion des dritten Softkey hat Nokia allerdings im Kontext auf Programme begrenzt. Wer sich bereits mit der Series 60 auskennt, wird die Änderung nicht sofort wahrnehmen.

Anwendungen werden nun nicht mehr ausschließlich über die Menü-Taste gestartet, sondern können auch durch den linken Softkey ins Leben gerufen werden. Dabei wird ein Taskmanager geöffnet, der die aktuell im Hintergrund laufenden Programme durch vertikale arrangierte Icons darstellt. Eine Anwendung kann dort auf Wunsch mit Hilfe der "C"-Taste endgültig beendet werden. Ausnahmen (bei einigen Mobiltelefonen lässt sich der Musicplayer nicht endgültig beenden) bestätigen hierbei die Regel.

Einstellungen/Profile

Im Einstellungsmenü kann man die vorinstallierten Themen abändern. Eigene Signal- oder Klingeltöne sind ebenso möglich, wie Hintergrundbilder. Die Sprache der Texteingabe sowie des Menüs kann hier verändert werden. Auch die Belegung der Softkeys wird hier geändert. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, kann hier Hand anlegen. Die Funktion Laufwerk ermöglicht über WLAN, EDGE oder UMTS den Fernzugriff auf Daten ihres PC. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können individuell angepasst werden. Auch eigene Profile können erstellt werden. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Klingel- und Benachrichtigungssignale, Vibration, etc. Themen lassen sich allerdings nicht an Profile koppeln.

Active Standby

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Der Active Standy genannte Bildschirm zeigt in der Series 60 3rd Edition grundsätzlich eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht aller anstehenden Termine mehrerer Tage zeigt er allerdings nicht. Läuft der MP3 Player im Hintergrund, wird der Titel des aktuellen Songs eingeblendet und ermöglicht so den direkten Wechsel zum Musicplayer. Die Programmshortcuts können frei belegt werden. Das Feature Pack 2 des N96 ist nun auch in der Lage, die Icons horizontal anzuordnen. Dabei zeigt die rechte Seite des Screens dann Informationen an, die sich auf die ausgewählte Anwendung beziehen. Am unteren Bildschirmrand werden auf Wunsch RSS/Atom feeds angezeigt.

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Menü

Nachdem man die Menütaste (oder aber eben den linken Softkey) betätigt hat, präsentiert sich das N96 auf der Hauptebene mit 12 Menüpunkten (4x3 Icons), wobei das 12. Icon dem N-GAGE Programm vorbehalten ist. Hier kann der Nutzer fast schalten und walten, wie er will. Unterordner lassen sich erstellen, Menüpunkte in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man in Ordnern, wie z. B. "Programme". Geöffnete Programme werden mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet. Das Menü lässt sich als Raster, in V-Form oder Hufeisen oder per Listen darstellen.

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In der V-Form ändert sich nur das Icon in der Mitte während im Hufeisenmodus die Icons im Kreis angeordnet werden. Unterpunkte werden dabei bereits als Voransicht dargestellt, ein Wechsel ist aber nur durch Auwahl des entsprechenden Oberbegriffes möglich.

Multimedia Menü

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(durch Anklicken starten Sie die Animation)

Eingesetzt wird es in der N-Serie bereits seit dem Nokia N95. Dazu verfügen diese Mobiltelefone mittlerweile über eine spezielle Taste. Drückt man diese beim N96, so taucht ein kreisförmiges Menü mit mehreren Unterpunkten auf. Das Musikmenü verschafft einen Überblick über die aufgespielten Songs oder startet ein beliebiges Lied oder Podcast. Das Spielemenü bietet die gleichen Funktionen wie die N-Gage Anwendung. Die Galerie ruft ein Album mit Bildern auf, oder zeigt das zuletzt geschossene Bild. Im Kontaktmenü kann man einzelne Kontakte hinterlegen, die dann über eine Art Kurzwahl aufgerufen werden können. Im Bereich Internet kann man seine Lieblingswebseiten hinterlegen. Im Kartenmenü dann beliebte Navigationspunkte aus Nokia Maps 2.0.

Anwendungen

Die Anwendung Fotos ersetzt die altbekannte Galeriefunktion und fasst neben Bildern auch Videos zusammen. Der Menüpunkt Aufnahmen zeigt dabei die mit der eingebauten Kamera aufgenommenen Bilder an. Die Nummer spiegelt dabei die Gesamtzahl der Aufnahmen wieder. Die Bilder können sowohl nach Monaten, als auch nach Tags gefiltert werden. Im Bereich Downloads findet man dann die herunter geladenen Bilder wieder. Der Voicerecorder war bisher nur in der Lage, Sprachnotizen bis zu einer Minute aufzuzeichnen. Mit dem Feature Pack 2 des N96 kann man nun Aufnahmen bis zu einer Dauer von 1 Stunde tätigen. Abgespeichert werden diese wahlweise im internen Speicher oder eben auf der Speicherkarte.

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Eine systemübergreifende Suchfunktion hilft dabei, den Überblick zu behalten. Hierbei wird neben einer Onlinesuchfunktion (wie z. B. yahoo.de) auch eine Onboardsuche genutzt. Auf dem Mobiltelefon kann man so nach Musik, Bilder oder Videos, Kontakten, Kalendereinträgen, Nachrichten, E-Mails, Webseiten, Notizen und mehr suchen. Nach Eingabe des ersten Buchstabes des zu suchenden Begriffs zeigt die Suchfunktion sofort die in Frage kommenden Treffer an. Symbian Mobiltelefone von Samsung nutzen zwar eine ähnliche Funktion, diese ist aber längst nicht so komfortabel.

Das Videocenter ist ind er Lage sowohl die Videos, als auch Videostreams oder Podcasts, z. B. von YouTube anzuzeigen. Ab Werk werden die Videos vom RealPlayer abgespielt. Der RealPlayer unterstützt dabei Playlisten (mp3/mp4) im M3U Format. Videos und Audio in den Formaten WMA, RealAudio Voice, RealAudio7, RealAudio8, MP3, AAC, Real Audio, WAV, Nokia Ring Tones, AMR, AMR-WB, AMR-NB, AU, MIDI, H.263, JPEG, JPEG2000, EXIF 2.2, GIF 87/89, PNG, BMP (W-BMP), MBM, MPEG-4, eAAC+ können abgespielt werden.

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Das QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Officedateien lassen sich so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Adobe PDF zeigt als gesonderte Anwendung dann PDF's an. Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Ein Konverter hilft bei der Umrechnung zwischen diversen Formaten, wie Währungen, Maßeinheiten. Im Menüpunkt Laden! findet man dann mehr oder weniger nützliche, teils kostenlose, teils kostenpflichtige Anwendungen. Eine Kurwahlfunktion ermöglicht über die Zifferntastatur eine Schnellwahl bestimmter Kontakte. Anwendungen kann man dann auch über die integrierte Sprachsteuerung starten, ein spezielles Training ist dafür nicht notwendig. Ein Dateimanager erlaubt einfaches kopieren, verschieben und löschen von Dateien. Der Gerätemanager die SyncML Synchronisation. Mittels der Anwendung Datentransfer kann man zwischen zwei Nokia übertragen. Ein kleines Einführungsprogramm unterstützt den Neuling bei seinen ersten Schritten.

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Das Feature Pack 2 des N96 bietet einen Alarm, der nach Eingabe von Datum und Uhrzeit direkt startbereit ist. Auch wiederkehrende Alarme sind möglich. Hierbei kann man allerdings nur nach Wochentagen bzw. Wochenende unterscheiden. Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit auch eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt in Kopfrechnung ungeübte.

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Die Series 60 stellt umfangreiche Anrufprotokolle zur Verfügung. Eingehende und ausgehende Gespräche, verpasste Anrufe werden dabei protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehalten werden, kann man selber einstellen. Ab Werk werden diese Daten 30 Tage gespeichert. Jeder Eintrag umfasst Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Hinterlegt man seine Gesprächskosten, so kann das Nokia N96 diese sogar mit anzeigen. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Kontakte/PIM

In den Kontakten lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich im Feature Pack 2 des N96 nun auch ein bildschirmfüllendes Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Vorbei ist die Zeit der schlecht erkennbaren Miniaturbilder. Sollte man mit den Bezeichnungen der Felder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich.

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Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden.

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Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail in einem Kontrakt hinterlegt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer hinterlegen. Diese Nummer wird dann automatisch angewählt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch eine eigene Rufmelodie pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem.

Neu hinzugekommen ist eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Sollten Namen in englischer Sprache vorliegen, so erkennt dies die Software automatisch. Unbekannt Namen oder Begriffe können dem Mobiltelefon beigebracht werden. Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist sowohl auf Speicherkarte als auch (gefährlicherweise) im internen Speicher des Mobiltelefons möglich. Um seine Daten aber möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit der PC Suite synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook oder anderen Anwendungen. Kontakte lassen sich aber auch durchaus zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man dann das integrierte Bluetooth. Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht.

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(durch Anklicken starten Sie die Animation)

In der Monatsansicht stellt er Ereignisse über ein kleines Dreieck in der unteren rechten Ecke des Tages dar. Gleitet man mit dem Cursor über so ein Ereignis, zeigt er das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fensters an. Das Feature Pack 2 des N96 bietet bestimmte Kategorien an. Besprechungen, Aufgaben, Geburtstage und Notizen. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. kennzeichnet man ein Ereignis als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seiner Termine und Aufgaben zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon.

Mitteilungen

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In nur einem Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Ein kontextsensitives Menü unterstützt den User dabei. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier zwischen den drei Stufen Klein, Normal, Groß gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 unterstützt.

Die Felder “Betreff”, “Cc”, “Bcc” können auf Wunsch auch ausgeblendet werden. Zusätzlich bietet der E-Mail-Klient im Feature Pack 2 des N96 nun auch die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden. Bis zu zwei Eingangsboxen kann das System selber automatisch auf eingehende E-Mails überprüfen. Manuelle Einstellungen durch den User sind ebenfalls möglich. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Push Mail wird vom Feature Pack 2 des N96 allerdings nur per IMAP IDLE unterstützt. Vielschreiber können sich Vorlagen erstellen. Nokia liefert für SMS zehn mehr oder weniger sinnvolle Textbausteine mit. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der fehlenden QWERTZ-Tastatur keine echte Freude. So dauert die Einrichtung eines neues Postfachs mehrere Minuten. Unterstützt wird der Nutzer hierbei durch einen eingebauten E-Mail-Wizard, der die Einstellungen der gängigen Freemail-Anbieter kennt und der Nutzer die Angaben für SMTP und POP3 oder IMAP nicht mehr eintippen muss.

Musik

Der Musicplayer des N96 entspricht seinem Vorgänger, nur das er eben nicht über virtuelle Tasten zur Playersteuerung verfügt. Grafisch macht der Player nicht viel her, unterstützt aber die Darstellung von Album Arts. Drei visuelle Effekte peppen die Monotonie etwas auf, reduzieren aber bei eingeschalteten Display auch die maximale Akkulaufzeit. Auf dem Display werden neben Album Art noch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximale Soundqualität des Smartphones testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

iGrado PortaPro CX300 EP630

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des N96 reicht locker aus, um auch die ziemlich großen Wandler des iGrado in ausreichende Schwingungen zu versetzen. Das Ausgangssignal ist so gut, dass es sogar den Einsatz der recht klobigen iGrado rechtfertigen würde. Wer also mit dem "Marsmännchen-Look der iGrado" leben kann, bekommt eine exzellente Kombination.

Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar ebenfalls eine gute Alternative, dessen Bassbereich nochmal deutlich stärker rüber kommt. Der Klang wird beim N96 dann aber im Bassbereich stark komprimiert und die Höhen zu früh gekappt, so dass man die CX300 schnell wieder in die Schublade legt. Da kann der Creative Labs EP 630 schon eher überzeugen. Aber auch hier werden beim N96 die Höhen etwas zu früh abgeschnitten. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Nokia deutlich harmonischer zusammen. Die Mitten werden dann aber stärker betont. Grundsätzlich unterstützt das Nokia-Handy auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Das mitgelieferte Headset ist mal wieder nicht der Rede wert.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Zur musikalischen Berieselung stehen unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung. Neben dem bekannten multitaskingfähigen Musicplayer (mit einem 8-Band-Equalizer) stehen noch ein Podcastplayer und ein Radio zur Auswahl. Ein leichtes Grundrauschen sowie dumpfer Gesamtklang bleibt dabei allerdings nicht aus. Die Voreinstellungen (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch Eigene) sind anpassbar und Geschmackssache.

Testbericht Nokia N96 Testbericht Nokia N96 Testbericht Nokia N96

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Die Lautstärke ist dabei hoch. Man kann man das Klangbild nochmals beeinflussen, indem man Loudness und Stereo-Raumklang einschaltet. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch den 3.5-mm-Anschluss können ab Werk handelsüblichen Walkmankopfhörer genutzt werden.

Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Die erstmalige Initialisierung (es sucht dann nach neuen Musikstücken) dauert etwa länger. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist der Musicplayer allerdings nur bedingt tauglich. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Nokia ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks. Technisch ist der Musicplayer in der Lage die Formate AAC, AAC+, eAAC, eAAC+, MP3, MP4, M4A, WMA, Mobile XMF, SP-MIDI, AMR (NB-AMR), MIDI (Poly 64), RealAudio 7,8,10, True tones (WB-AMR), WAV, MP3 auch mit variabler Bitrate bis 320 kb/s abzuspielen. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen. Ein echtes Radio beamt Musik aus dem Äther auf das Nokia N96. RDS steht allerdings nicht zur Verfügung. Dafür gibt es die webbasierte, "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Sie lässt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen. Insgesamt lassen sich 50 Radiostationen speichern. Eine automatische Sendersuche ist selbstverständlich auch möglich. Wer die Frequenz seines Lieblingssenders im Kopf hat, kann diese auch direkt manuell eingeben. Ohne Kopfhörer/Headset gibt das Radio allerdings keinen Laut von sich. Der Klang kann dann aber auch über den eingebauten Lautsprecher ausgegeben werden.

Neben einem echten Radio steht auch ein Internet Radio, wahlweise über WLAN oder UMTS zur Verfügung. Ein Katalog hilft hierbei bei der Suche nach der passenden Radiostation. Die Klangqualität ist je nach Verbindung und gewählter Station sehr gut, verursacht aber auch eine enorme Datenmenge. Bei 128 kb/s und täglich 8-stündiger Nutzung kommen so am Monatsende schnell 7 Gigabyte zusammen. Mit dem Feature Pack 2 des N96 kann man Internetradio auch über die integrierten Lautsprecher hören.

Klang

Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Smartphone-Niveau (N-Serie). Sie kann meiner Meinung nach aber immer noch nicht mit alten Geräten, wie dem Nokia 6230i mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpfer und "blecherner" wieder gegeben. Die Empfangs- und Sendeleistungen gehen beim N96 ebenfalls voll in Ordnung. Die Klangeigenschaften des eingebauten Lautsprechers sind im Radiomodus bzw. als MP3-Player-Ersatz völlig ausreichend.

Kamera

Testbericht Nokia N96

Der CMOS-Sensor bietet neben einer Auflösung von 5-Megapixeln (2592 x 1944 Pixel) ein 20-faches Digitalzoom. Selbst an einen Autofokus und Makrofunktion hat Nokia gedacht. Das eingebaute -LED-Blitzlicht gibt es gleich in doppelter Ausführung. Es kann automatisch hinzugeschaltet werden. Objekte werden dabei bis zu einer Entfernung von etwa 1 Meter ausgeleuchtet, in dunklen Umgebungen führt dies trotzdem zu Bildrauschen.

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Aufnahmen bei Tageslicht können über den Weißabgleich mit Einstellungsmöglichkeiten wie Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht optimiert werden. Für Urlaubsbilder steht eine Serienaufnahmefunktion und ein Selbstauslöser zur Verfügung. Eine Programmautomatik hilft bei Nachtaufnahmen und der Farbton des Bildes kann über die Einstellungen, wie z. B. Normal, Sepia, Schwarzweiß Kräftig oder Negativ verändert werden.

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Das Sucherbild wird dabei in voller Displaygröße dargestellt. Die dann erstellen Bilder können als Hintergrund oder Kontaktbild genutzt werden. Besonders gelungene Aufnahmen kann man sogar per Kurzstreckenfunk, SMS oder E-Mail versenden. Eine spezielle Kamerataste löst die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 2 Sekunden. Ja, wenn da nicht der viel zu lange Tastenhub des Kamerabuttons wäre. So muss man den Auslöser mit spitzen Fingern tief ins Gehäuse drücken. Dabei kann die Aufnahme leicht verwackeln.

Die Qualität der Bilder kann bei guter Beleuchtung durchaus überzeugen, kommt aber gegen die aktuellen 8-Megapixler von Sony Ericsson und LG nicht mehr an.

Pixon
Pixon

Bilder Kamera (20 MB)

Videos nimmt das N96 in VGA Auflösung mit maximal 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde völlig ruckelfrei auf. Auch hier stehen eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Der Aufnahmeton kann abgeschaltet werden, zudem läßt sich die Qualität der Aufnahme in drei Schritten (Hoch, Normal, Niedrig) auswählen. Dem Hobbyfilmer stehen auch Motivprogramme zur Seite, ebenso verschiedene Arten des Weissabgleichs (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht). Der Farbton kann zwischen den Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig gewählt werden. Die Aufnahmen lassen sich dann auch auf dem Real-Player des N96 abspielen. Die Videos werden mit einer hohen Bitrate aufgenommen. Ergo werden pro Minute Video etwa 20 Megabyte Speicher verbraten. Bei 16 GB internem Speicher ist das natürlich kein Problem.

Nokia Maps 2.0

Über das integrierte GPS lässt sich das Nokia N96 auch als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann über Nokia Maps 2.0 online (also per WLAN oder UMTS) heruntergeladen. Günstiger und schneller lädt man die Straßenkarten aber über die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de). Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung.

Testbericht Nokia N96
(durch Anklicken starten Sie die Animation)

Der erste Satfix ohne A-GPS dauert etwas länger. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Ein Umstand, der aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Lange Tunnel sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert gerade mit A-GPS sehr schnell und zuverlässig. Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto oder auch Gehen). Für denjenigen unter Ihnen, der eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch zu nehmen pflegt, ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programmen, wie Route 66 sicher nicht unbedingt notwendig ist.

Die Nokia Maps Software lässt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels).

Die Routenplanung selber ist nach Ablauf der 3-monatigen Testphase kostenpflichtig, hierzu hat Nokia entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich) entwickelt. Eine kostenlose - 3 Tage gültige - Testlizenz ermöglicht schon mal eine Schnuppernavigation. Die 7 Tage-Lizenz wird für 6,49 Euro, die 30-Tage-Lizenz für 7,99 Euro angeboten. Eine Jahreslizenz gibt’s für 59,99 Euro und wer sich richtig lange an Nokia binden will, kann eine 3-Jahres-Lizenz für 69,99 Euro erwerben.

Internet

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Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen N-Serie Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig. Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser recht schnell ist. Die Darstellung von Frames und Popups ist kein Problem. Selbst Flashvideos lassen sich direkt im Browser betrachten. So hat man direkten Zugriff auf Inhalte von YouTube und Co. Insgesamt ist er ein recht anständiger Desktop-Browserersatz, kommt aber nicht ganz gegen Opera Mobile 9.5 an. Surfen im Internet ist aber nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Eingaben von längeren URL über die Zehnertastatur sind halt nicht wirklich flott möglich. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 125%). Ein Popup-Fenster bietet die am meisten gebräuchlichen Funktionen an. Einen deutlich schneller agierender Browserersatz stellt z.B. der Teashark dar.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich kaum Schwächen. Das N96 verzeichnet gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Die Sprachqualität darf ebenfalls als gut bezeichnet werden. Die gelegentlichen Gesprächsaussetzer stören kaum, die Gesprächspartner sind klar und deutlich verständlich.

Das N96 verbindet sich wieder mittels Datenkabel (Micro-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N96 auch nicht mehr offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden kann. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 5 Sekunden vom PC auf die Speicherkarte transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 80 MB) brauchte knapp 2 Minuten für den Transfer. Über das USB-Datenkabel kann man das N96 allerdings nicht laden. Bluetooth Funkverbindungen werden nach Spezifikation 2.0 unterstützt. Hierbei stehen neben A2DP und AVRCP noch die die Profile BIP-ImagePush, DUN-GW, FT-Server, HandsFree-AG (1.0), Headset-AG, OBEX, OPP-Client und OPP-Server zur Verfügung. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute, die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt hier etwa 100 Kb/s.

Mit dem DVB-H-Empfänger ist ein mobiler Fernsehempfang möglich. Dieser Standard hat sich in Deutschland aber bisher nicht durchgesetzt, die entsprechenden Frequenzen wurden daher neu vergeben. In Österreich ist das aber z. B. kein Problem. Die fehlende DVB-H Verbreitung ist mit Sicherheit ein Grund, warum das N96 in Deutschland kein Verkaufsschlager werden will. Das Nokia N96 unterstützt aber den UPnP Standard. Mittels eines WLAN-Access-Points können Sie somit ein Heimnetz erstellen und Ihre UPnP-kompatiblen Geräte mit WLAN-Unterstützung einbinden. Hiermit ist es dann möglich, die Inhalte des N96 auf einem anderen UPnP fähigen Gerät wieder zu geben, z.B. die selbst gedrehten Videos oder geschossenen Bilder auf einem PC oder Fernseher. Zudem lassen sich dann Dateien beliebig von einem Gerät zum anderen kopieren, anzeigen oder abspielen.

Akkulaufzeit

Da beim N96 immer noch der eher schwache BL-5F Akku des N95 mit 950 mAh verwendet wird, hat sich die Akkulaufzeit - im Vergleich zum N95 - effektiv nicht verändert. Im stressigen Messe- bzw. Büroalltag kann man so maximal 1 Arbeitstag überbrücken und auch nur dann, wenn man die Stromfresser, wie GPS oder WLAN tunlichst nicht nutzt. Wer sein N96 aber intensiver nutzt (sprich WLAN und GPS, Display) wird es wohl zweimal am Tag laden müssen. Nutzt man hingegen nur den Musicplayer (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 9 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 5 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man sich etwa 2 Tage Ruhe vor der Steckdose. Nokia gibt für das N96 im UMTS-Netz eine Sprechzeit von bis zu 180 Minuten, im GSM-Netz von bis zu 230 Minuten an. Diese Zeiten lassen sich nicht erreichen. Auch die von Nokia publizierten Standby-Zeiten (UMTS: bis zu 200 Std., GSM bis zu 230 Std.) sind wenig praxisnah.

Fazit

Autor

Tja, was soll ich zu einem aktuell knapp 480 Euro teuren Smartphone sagen, dessen Hauptunterscheidungsmerkaml zum deutlich günstigeren N95 8 GB "DVB-H" lautet