Nokia N95 8GB Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 10.11.2007
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Unbenanntes Dokument

Hersteller:
Nokia

Modell:
N95 8GB

Preis:
636,00 €

Bildergalerie:
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Kamerabilder



Revision 1.0 vom 09.11.2007

Seit Mitte der 43. KW 2007 liefert Nokia endlich den Nachfolger des sehr erfolgreichen Nokia N95 , das heißbegehrte Nokia N95 8 GB in der Spiderman 3 Edition aus. Es unterstützt - wie sein Vorgängermodell - Dualmode (UMTS/GMS) und ist ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Eine automatische Frequenzband- und Modus-Umschaltung ermöglicht den Wechsel zwischen GSM und UMTS ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen.

Das neue N95 8GB verfügt über ein neues 2.8 Zoll großes QVGA-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln, eine 5-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt 20-fachem Digitalzoom und einer Optik von Carl Zeiss. Es kann Videoaufnahmen in DVD-ähnlicher Qualität mit über 30 Frames/s aufnehmen und in ansprechender Qualität über ein angeschlossenes TV wieder geben. Es verfügt über ein integriertes GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Kartenmaterial wird für über 100 Länder angeboten. Die Navigation ist allerdings kostenpflichtig.

Damit das Ganze auch Platz findet, spendiert Nokia dem N95 8GB etwa 160 MByte internen Speicher sowie 8GB Flashspeicher. An dieser Stelle kann es also mit Apples iPhone gleichziehen. Über einen Speicherweiterungsslot für microSD Karten verfügt es aber nicht mehr. Momentan ist das Gerät nur schwer zu bekommen und kostet etwa 690 €.  Ob sich der Kauf des neuen N95 8GB wirklich lohnt, soll Ihnen mein Testbericht zeigen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich so hoffentlicht schnell erkennen .

Design

Auf den ersten Blick fällt einem das neue und riesige Display des N95 8GB ins Auge. Mit seiner 2.8 Zoll großen (etwa 7,1 cm) Diagonalen ist es schon beeindruckend groß. Einen Vergleich zum Display des Apple iPhone kann es natürlich nicht stand halten, aber das ist auch kein Wunder. Mit seinen Abmessungen von 99 x 53 x 21 mm und einem Gewicht von 128 g ist es 1 mm breiter und 8 Gramm schwerer, als sein Vorgänger. Sony Ericsson's K800i verbucht hier aber auch Abmessungen von 105 x 47 x 22 mm bei einem Gewicht von 115 gr. Das N73 aus eigenem Hause nimmt 110 x 49 x 19 mm ein und wiegt 116 Gramm. Das nunmehr veraltete N80 zeigt am Zentimetermaß 95,4 x 50x 26 mm an und 134 Gramm auf der Waage. Das N95 8GB ist damit kleiner als ein N73 und flacher als das N80 bei einem deutlich höheren Funktions- und Leistungsumfang. Nokia liefert sein neustes Baby nur in der Farbkombination "Piano Black" aus.

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Mehr Bilder gibt es hier.

Das markante, kantige Design wird durch die schwarze Farbe noch unterstützt und fällt sofort ins Auge. Beim N95 8GB handelt es sich wieder um einen Doppelslider. Hierbei kann eine gesonderte Tastenreihe zur Steuerung des MP3-Players kann am oberen Endes des N95 8GB herausgezogen werden. Diese Tasten wurden komplett erneuert. In meinen Augen keine wirklich notwendige Funktion. Sie erfordert doch große Aufmerksamkeit, denn die Tasten sind immer noch recht klein. Somit beim joggen kaum nutzbar.

Technik

N95 8GB Menue

V 10.0.021
29-09-07
RM-320
Nokia N95 (02.01)

Das N95 8GB verfügt nun über etwa 90 MB freien RAM frei. Der lästige "Speicher voll" Fehler des N95 gehört somit der Vergangenheit an. Hierzu trägt auch das neue "on demand paging" mit bei, eine Art von virtuellem Speicher, ähnlich der Auslagerungsdatei von Windows XP. Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierte Programme beträgt etwa 160 MB. Da heutzutage selbst 160 MB nicht mehr ausreichen (Stichwort MP3 und Landkarten), bietet das N95 8GB - wie der Name des schon vermuten läßt - weitere 8GB Speicher. Diese Speichererweiterung ersetzt die bisherige Unterstützung für microSD Speicherkarte. Das Nokia N95 8GB nutzt den gleichen (schnellen) Prozessor sowie Grafikbeschleuniger, wie das alte Nokia N95 . Betrieben wird es diesmal mit dem Betriebssystem Symbian OS, Version 9.2, S60 3rd Edition, Feature Pack 1. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden (Ausnahmen, z.B. Lonelycatgames X-plore bestätigen die Regel). Nokia hatte ein Einsehen mit den Problemen der N95 Nutzer. Neben dem deutlich größeren RAM wurde dem N95 8GB doch ein stärker Akku (BL-6F, 1.200 mAh) spendiert.

Größenvergleuch N95 8GB - N95

N95 8GB N95 8GB N95 8GB
N95 8GB   N95 8GB

Optisch erscheint das neue N95 größer, tatsächlich ist der Unterschied aber nur marginal. Einzig das Display ist wirklich größer geworden.

Lieferumfang

N95 8GB N95 8GB

Der Lieferumfang des Nokia N95 sieht folgendermaßen aus:

  • Nokia N95 8GB Multimedia-Computer
  • Nokia Video-Kabel CA-75U
  • Nokia Datenkabel DKE-2
  • Nokia Stereo-Headset HS-45, AD-54
  • Nokia Standard-Akku BL-6F (1.200 mAh)
  • Nokia Reise-Ladegerät AC-5E
  • Bedienungsanleitungen
  • Datenträger mit Software
  • Spiderman 3 Film (vorinstalliert)

Die Unterschiede zum Lieferumfang des N95 habe ich fett markiert.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitungsqualität des neuen Nokia N95 8GB hat sich im Vergleich zum alten N95 deutlich verbessert. In Sachen Spaltmaße gibt es nunmehr wohl keine unterschiedlichen Qualitäten. Der Slider läßt sich angenehm bedienen und gleitet leicht nach oben und unten. Das vom N95 bekannte metallische Klacken fehlt ihm allerdings gänzlich. Die Schienen des Sliders scheinen aus Kunststoff gefertigt worden zu sein. Leider kommt die Qualität des Sliders immer noch nicht nicht an Geräte der Marke Samsung heran. Auch ist der Slider des E65 aus eigenem hause besser. Gleichwohl er ein deutlicher Fortschritt zum altne N95 darstellt. Der Slider rastet in den drei Positionen (Mitte, Oben, Unten) hörbar ein. Das noch vom N95 bekannte hohe Summen des Display ist beim N95 8GB nicht mehr zu hören.

Der prüfende Blick des Slider von der Seite, läßt nun auch nicht mehr die Beleuchtung zwischen den Sliderhälften erkennen. Der Slider selber ist sehr dünn (etwa 5 mm) und besteht praktisch nur aus dem Display (im Gegensatz zum N95 nicht mehr versenkt) und ummantelnden Plastik. Das Display selber verfärbt sich auf Druck nur noch leicht, da Nokia seinem N95 8GB diesmal eine Displayscheibe aus Plastik gegönnt hat. Fettflecke lassen sich problemlos und rückstand- sowie kratzerfrei mit einem Microfasertuch entfernen. Auch der Transport des Gerätes in der Hosentasche führte nicht zu Beschädigungen am Display. Wobei ich aus Gründen der Sicherheit sowie des Werterhalts immer zu einer entsprechenden Schutzfolie raten würde.

Die Bedieneinheit des Nokia N95 8GB ist - im Vergleich zur Gesamtfläche des Sliders - klein ausgefallen. Noch kleiner, als vom N95 gewöhnt.

Das N95 8GB läßt sich fast problemlos mit nur einer Hand bedienen. Der Navikey mit seinem zentralen Bestätigungspunkt ist gut verarbeitet und läßt sich problemlos bedienen. Die einzelnen Richtungen des Navikey können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Die Menütaste sowie die Medientaste (als Kurzwahl für alle gängigen Multimediafunktionen, z. B. Videos, Anrufe, Radio, Internet, Kamera, MP3 Player) sind zwar ebenfalls recht klein, alssen sich aber noch gut bedienen. Auch die beiden Softkeys unterhalb des Display sowie die Rufannahme- und Rufbeendentaste sind gut bedienbar. Zwischen den beiden letztgenannten Drückern - unterhalb des Navikey - befindet Sie die sehr kleine Stift- (zum markieren von Eingaben) sowie C-Taste (zum löschen von Eingaben).

Die Zahlentasten selber sind leicht gebogen und ohne jegliche Abstände dicht an dicht aufgereiht. Sie weisen einen gut hörbaren und relativ knackigen Druckpunkt auf. Insgesamt ist die Größe der Drücker nahezu 100% identisch mit denen des Nokia N95 /N80. Die Tasten des N95 8GB sind groß genug, so dass auch Messagefreaks problemlos SMS schreiben können.

N95

N95 N95 N95

N95 8GB

N95 N95 N95

An der linken Außenseite des N95 8GB befindet sich das Infrarotauge sowie der 3.5 mm Kopfhöreranschluss. Auch beim N95 8GB heisst es "Nieder mit dem Pop-Port™". Freiheit für seine handelsüblichen Lieblingskopfhörer. Oberhalb des Kopfhöreranschlusses (der auch das Kabel für den TV-Ausgang aufnimmt) befindet sich der linke Stereolautsprecher.

Rechts außen findet der zukünftige N95 8GB Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3-Betriebs) sowie die Kamerataste. Zudem hat Nokia eine spezielle Wiedergabetaste, für den direkten Zugriff auf die Bilder und Videos der Galeriefunktion mit verbaut. Diese war auch schon beim Nokia N73 vorhanden. Oben rechts findet man dann den rechten Stereolautsprecher. Die Tasten sind weiss beleuchtet.

N95 8GB N95 8GB
N95 8GB N95 8GB

Display

Das Display mit 2,8-Zoll-Aktivmatrix (Displaydiagonale: 7,1 cm) mit Umgebungslichtsensor und 16,7 Mio. Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln wurde neu entwickelt , ist aber nicht wirklich leuchtstärker, als beim alten N95.

N95 N95

Die höhere Auflösung des Nokia N80 und Co. vermisst man beim N95 8GB nicht. Die Größe der Icons steht in einem ausgezeichnetem Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken sehr groß und lassen sich gut ablesen. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich wird wieder mittels eines Lichtsensors automatisch angepasst. Sie läßt sich aber auch manuell anpassen. Auch das N95 8GB verfügt nicht über den schon vom Nokia N80/N73 bekannten Schlafmodus. Das Display schaltet sich also nicht komplett ab, sondern geht nur in den Standby. Hier informiert es seinen Besitzer per weissem Balken auf dunkelblauem Hintergrund über entgangene SMS oder Anrufe. Zudem wird die Uhrzeit samt Datum eingeblendet. Diesmal leider nur im Querformat (Bug oder Feature).

Schlussendlich ist das N95 8GB Display nochmals 0,2 Zoll (5 mm) größer, als beim Nokia N95 .

Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Series 60 Verhältnisse erstaunlich kurzen Gedenkzeit von etwa 15 Sekunden - ist das N95 8GB einsatzbereit. Es startet damit schneller als N95. Dies liegt am optimierten Betriebssystem. Ein Einstellungswizard für die Netzbetreibereinstellungen sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des Flash Player lite erstellt) erleichtern dem Einsteiger den Umgang mit den umfangreichen Funktionen des neuen Gerätes.

Menü/Funktionen

Nachdem man die große Menütaste des N95 8GB betätigt hat, zeigt sich die 3rd Edition der Series60 im Feature Pack 1 auf der Hauptebene mit 12 Menüpunkten.

N95 Menue

Neu hinzugekommen ist Möglichkeit, sich nun Unterordner zu erstellen. Geöffnete programme werden wieder mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet.

Auch das N95 8GBverfügt wieder über die - schon von anderen S60 betriebenen Mobiles - bekannte 4xx Matrix. Das Menü läßt sich beliebig anpassen, Menüpunkte lassen sich in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt werden, Ordner und Programme umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Die eingesetzten Icons sind neu gestaltet worden. Installierte Software findet man im Ordner "Programme".

Der Quermodus (4x3 Matrix) wird im Moment - neben der Galeriefunktion, dem Webbrowser sowie Realplayer - auch vom Medienplayer genutzt. Auch das Menü selber läßt sich durch einen "Trick" auf den Quermodus (Landscape) umstellen. Hierzu einfach den Slider kurz nach unten und wieder nach oben bewegen, so dass die MP3-Tasten sichtbar werden. Das N95 8GB "vergißt" dann immer noch, wieder in den Portraitmodus zu schalten. Wer zur üblichen 4xx Matrix zurück kehren will, muß den Slider dann einfach einmal komplett nach oben schieben. Ist das nun ein Bug, oder ein Feature?

Der Realplayer stellt Videos natürlich auch im Vollbildmodus dar. Selbst Videos mit Auflösung von mit 640x480 Pixel werden klaglos abgespielt.

Die bisherigen Nokia typischen Funktionen der 3rd Edition sind nahezu unverändert. Alle von Nokia bekannten PIM Anwendungen (Organizer) sind wieder vorhanden. Sie entsprechen denen der anderen 3rd Edition Modelle (N80/N73 und Co).

N95 Menue N95 Menue N95 Menue

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Es handelt sich um nur leicht erweiterte Funktionen und Programme, wie sie auch schon von den bisherigen S60 Mobiles (N70) bekannt sind: Umrechner für Einheiten (Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur), eine Weltuhr, eine Notizfunktion und eine Rekorderfunktion für Sprachnotizen.

Ebenfalls mit an Bord ist das obligatorische Lifeblog. Das Nokia Lifeblog sortiert automatisch alle Fotos, Videoclips und MMS-Mitteilungen in übersichtlicher Reihenfolge, so dass diese mühelos angezeigt, durchsucht, bearbeitet und gespeichert werden können. Auch ein Programm zum Übertragen von Organizer-Daten zwischen dem Nokia N95 und anderen kompatiblen Nokia Geräten wurde nicht vergessen. Ebenso gibt es eine eingebaute Anrufmailbox für Sprache und Video.

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Galeriefunktion

N95 Menue

Die Galeriefunktion des N95 8GB wurde nicht neu überarbeitet, sie entspricht der normalen N95 Version. Hier lassen sich Bilder, Töne und Videos übersichtlich anzeigen. Leider reagiert diese bei vielen Bildern (ich hatte etwa 60 Aufnahmen auf der Speicherkarte) recht träge, so dauert es ein paar Sekunden, bis die kleinen Voransichten geladen wurden. Bilder lassen sich in Alben sortieren. Grundsätzlich werden aber immer alle Bilder und Videos gleichzeitig angezeigt.

Multimediamenü

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Das neue Multimedia-Menü erlaubt den schnellen Zugriff auf Karten, Bilder, Videos, Anrufe, Spiele und mehr. Die Reihenfolge der Ansichten läßt sich individuell einstellen.

PIM/Office

In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt läßt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird:

N95 Menue

Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sind sehr umfangreich. Er zeigt das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels einen kleinen Popup-Fenster an. Zudem bietet er die Wahl zwischen Monats- und Wochenansicht.

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Auch beim N95 8GB wurde wieder das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert werden. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich. Und damit man unterwegs auch nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente.

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Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können zwar angepasst, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch eigene Profile sind möglich. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des N95 8GBbetätigt. Natürlich darf auch der aktive Standby nicht fehlen.

Spiele

N93 Menü N93 Menü N93 Menü

Spieleseitig kann man die beiden bekannten Games Snakes und Sytem Rush Evolution installieren. Neu hinzugekommen ist die Fähigkeit, zukünftig auch sog. N-Gage Games spielen zu können. Hierzu ist auf dem N95 8GB ein spezieller Klient vorinstalliert. Zwei Demospiele (Ashpalt Street Runner 3 und FIFA 07) geben eines ersten Ausblick auf die Qualität kommender Spiele. Laut Nokia geht es ab Dezember los. Diese Spiele sind dann über eine Internetplatform käuflich zu erwerben. Qualitativ können Sie in etwa mit der Playstation 1 mithalten.

Aktive Standby

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Er zeigt eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen, Geburtstage von Termine. Wenn der MP3 Player im Hintergrund läuft, zeigt er zudem den aktuellen Song an und ermöglicht den direkten Sprung zum Player. Die jeweiligen Shortcuts können frei belegt werden. Der aktive Standby läßt sich natürlich auch ganz abschalten. Neu hinzugekommen ist eine Suchfunktion. Dazu passend gibt es einen entsprechenden Eintrag im Aktive Standby. Durch die Eingabe bestimmter Begriffe kann man dann im Internet, aber auch auf dem N95 8GB nach Bildern, Musik, etc. suchen:

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Mehr Menübilder des N95 8GB finden Sie hier.

Musik

Das N95 8GB verfügt über den vom Nokia N95 bekannten MP3 Player mit seinem 8-Band Equalizer. Sein Klang kann in Verbindung mit einem guten Headset überzeugen. Die Lautstärke ist überdurchschnittlich hoch. Schaltet man Loudness und Stereo-Raumklang hinzu, kann man das Klangbild nochmals beeinflussen. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch vorgefertigte Voreinstellungen (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch eigene) kann der Nutzer Einfluss auf das Klangbild nehmen. Durch den 3.5 mm Anschluß können auch handelsübliche Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Leider spielt das N95 8GB keine kopiergeschützten WMA Dateien ab, die beispielsweise von musicload.de herunter geladen wurden. Es kommt zu einem Zertifikatsfehler. Zudem dauert die erstmalige Initialisierung des MP3 Players (er sucht dann nach neuen Musikstücken) recht lang.

Die Titel lassen sich durch einen Grafik-Equalizer auch visualisieren. Der MP3-Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell auf Änderungswünsche und ist gerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktiven Standby gut umgesetzt. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Nokia ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks:

Audiobooks

Nokia Audiobooks für Series 60 3rd.

Der Klang des MP3-Player ist ausgewogen, und mit einem geschlossenen Kopfhörer auch im Bassbereich ausreichend vertreten. Gerade hier hilft es, die Klangeinstellung "Bass-Booster" manuell zu optimieren. Insgesamt ist der Klang des N95 8GB durchaus mit dem des Nokia N91 zu vergleichen. In meinen Augen ein vollwertiger MP3-Player Ersatz.

Auch das N95 8GB verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion. Dafür gibt es aber die webbasierte und "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Diese Funktion läßt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen.

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UPnP

Das Nokia N95 8GB unterstützt den UPnP Standard. Mittels eines WLAN-Access-Points können Sie somit ein Heimnetz erstellen und Ihre UPnP kompatiblen Geräte mit WLAN-Unterstützung einbinden. Hiermit ist es dann möglich, die Inhalte des N95 8GB auf einem anderen UPnP fähigen Gerät wieder zu geben, z.B. die selbst gedrehten Videos oder geschossenen Bilder auf einem PC oder Fernseher.

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Zudem lassen sich dann Dateien beliebig von einem Gerät zum anderen kopieren, anzeigen oder abspielen.

Zum Einrichten eines Heimnetzes innerhalb des WLANs ist es erforderlich, einen Internetzugangspunkt zu erstellen und zu konfigurieren. Anschließend müssen die anderen UPnP Geräte entsprechend konfiguriert werden. Auf dem Nokia N95 8GB werden die Einstellungen (Datei Freigaben) unter dem Menüpunkt System - Verbind. - "Eig. Geräte " vorgenommen. Wenn Sie einen kompatiblen PC an das Heimnetz anschließen möchten, muss dort die Nokia Media Server-Software installiert  werden. Nachdem alle Geräte, die an das Netz angeschlossen sind, konfiguriert wurden, können Sie Ihre Mediendateien für das Privates Netz freigeben.

Wenn Sie die Dateifreigabe nutzen, können andere UPnP kompatible Geräte im Heimnetz die frei gegebenen  Dateien anzeigen und kopieren. Ebenso ist es möglich, andere frei gegebene Dateien auf dem N95 8GB abzuspielen. So sollen sich auch auf dem PC gespeicherte MP3 bzw. Videos direkt wieder geben lassen.

Klang

Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Smartphone-Niveau (N-Serie). Sie kann meiner Meinung nach aber immer noch nicht mit alten Geräten, wie dem Nokia 6230i(i) oder aktuellen Sony Ericsson Modellen mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpfer und "blechener" wieder gegeben. Die Empfangs- und Sendeleistungen sind beim N95 8GB ebenfalls auf typischem Smartphoneniveau. Auch hier ist das Nokia 6230(i) leicht besser.

Die Klangeigenschaften des eingebauten Lautsprechers sind im Radiomodus bzw. als MP3-Player-Ersatz völlig ausreichend. Das N95 kann Klingeltöne und Musik in 3D wieder geben. Hierzu bietet es diverse Einstellungsmöglichkeiten. Z. B. läßt sich die Schallkurve ändern (Kreis, Vorbeiflug, ZickZack, Schlaufe, Zufall) und die Schallkurvengeschwindigkeit variieren (langsam bis schnell). Zudem kann ein Echo hinzugeschaltet werden, hier stehen die Programme Wohnzimmer, Höhle, Bahnhof, Wald, Rohr, Unter Wasser zur Auswahl. Diese Klangeinstellungen haben tatsächlich Einfluß auf die Art und Weise, wie das menschliche Ohr den Klingelton wahrnimmt. Technisch möglich ist die durch die eingebauten Stereo Lautsprecher (links und rechts am Gerät) sowie eine ausgeklügelte Software.

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Insgesamt sehr beeindruckend.

Konnektivität

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS Unterstützung leistet es sich keine Schwächen. Auch Internet-Telefonie (Voice-over-IP) ist mit dem N95 8GB möglich. Ein passender Klient (Gizmo) kann über die Laden! Funktion aus dem Internet direkt auf das N95 8GB installiert werden. Das N95 8GB hat gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das eingebaute WLAN 802.11b/g unterstützt WEP und WPA/WPA2 im Infrastructure sowie Adhoc Modus. Die Empfangsqualität und -empfindlichkeit ist sehr gut.

Das neue N95 8GB verbindet sich wieder mittels Datenkabel (mini-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Nokia nutzt also nicht mehr den alten Pop-Port™-Anschluss. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Verbindet man sein neues Schmuckstück mit dem PC hat man die Optionen "Media Player, PC Suite, Datentransfer und Fotodrucker". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N95 nichtmehr Offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden.

Über die Option Fotodrucker können die Aufnahmen des N95 8GB dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Auch ein Upload an einen Internet Bilderdienst (Flickr und Co) ist möglich. Über das USB Datenkabel kann auch das N95 8GB nicht geladen werden. Das Nokia N95 8GB unterstützt Bluetooth Funkverbindungen nach  Spezifikation 2.0. A2DP wird unterstützt. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschliessen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt nun auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt.

Das N95 8GB bietet wieder WLAN (802.11b/g) und UPnP (Universal Plug and Play) sowie Funkverbindungen nach Bluetooth Spezifikation 2.0. Die 3,5-mm-Klinkenbuchse dient zum Anschluss sowohl eines Standard-Kopfhörers, als auch für den TV-Ausgang zum Fernseher. Hierbei fungiert das Nokia dann als Bild- bzw. Videobetrachter (PAL/NTSC). Bilder und Videos werden in maximal 640x480 Pixel auf die Auflösung des Fernsehers hochgezoomt. Menüs werden 1:1 angezeigt.

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Internet

Der S60 Browser basiert auf Safari's WebCore und wird auch auf anderen aktuellen N-Serie Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser sehr schnell ist. Der N95 Browser ist in der Lage, Frames sowie PHP darzustellen. Auch Popups sind kein Problem. Insgesamt ist er ein vollwertiger Browerersatz. Immer unter der Voraussetzung, dass der User auch über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Den Eingaben von längeren URL über die normale Tastatur sind halt nicht immer flot zu erledigen. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit läßt sich beim N95 8GB Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 150%).

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Ein Popup-Fenster bietet die am meisten gebräuchlichen Funktionen an. Aufgrund des großen Speicher des N95 8GB läßt es sich nunmehr wirklich problemlos udn absturzfrei auf dem N95 surfen.

GPS (Karten)

Nokias N95 bietet wieder ein integriertes - A-GPS unterstützendes - GPS-System samt passender Kartenanwendung mit Karten für über 100 Länder an. Hiermit läßt sich das N95 8GB als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann online (also per WLAN oder UMTS) herunter geladen. Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung. Hierbei biete die "Karten" genannte Anwendung grundlegende Funktionen.

Das N95 8GB verfügt nicht über einen Sirf-III Chipsatz. Wird das GPS aber in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme (mein N95 8GB wurde neben dem Lenkrad befestigt und lieferte überwiegend zuverlässige Werte). Tunnel und Dächer sind wenig überraschend ebenfalls ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" funktioniert zuverlässig.

Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (Schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto). Für den Gelegenheitsnavigierer ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programme ala TomTom und Route66 sicher nicht unbedingt notwendig ist.

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Das N95 8GB läßt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z.B. Hotels).

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Die Routenplanung selber ist kostenpflichtig, hierzu gibt es entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich).

Leider benötigt das GPS des N95 8GB ohne A-GPS bis zum ersten Satellitenfix teilweise über 10 Minuten. Nutzt man das kostenverursachende (durch die Übertragung einer geringer Menge an Daten über GPRS/UMTS/EDGE) A-GPS kommt der Satfix schon nach wenigen Sekunden zustande, Nachdem das N95 8GB sich dann die aktuellen Satellitenpositionen herunter geladen hat, klappt die Navigation dank A-GPS gut. Eine testweise genutzte GPS-Maus mit Sirf-III Chipsatz war aber oft deutlich schneller.

Kamera/Video

Einer der herausragenden Eigen schaften des Nokia N95 8GB ist sicher die Kamera. Nicht kleckern, sonder klotzen ist hier bei Nokia die Devise. Die schon vom Nokia N73/N93 bekannte Marketingmasche wurde auch beim N95 8GB genutzt. Eine Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom und Autofokus sind beste Voraussetzungen für einwandfreie Bilder, die auch die 08/15 Digicam von Aldi ersetzen soll. Im Bereich Videoaufnahmen ermöglicht das N95 8GB Videoaufnahme in nahezu DVD-Qualität mit maximal VGA Auflösung (640x480 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde. Die für Videotelefonie gedachte Frontkamera liefert eine Auflösung von 352 x 288 Pixeln (CIF).

N95 N95

N95 N95

Das N95 8GB bietet dem Hobbypaparazzi Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität (von 0.3 Megapixel für MMS bis hin zur maximalen Qualität von 5 MP für Ausdrucke). Es läßt dem Fotografen die Wahl, ob die Bilder gleich in ein Album eingefügt werden sollen und/oder gleich nach dem Schuss angezeigt werden. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 20-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden. Diverse Motivprogramme (Auto, Benutzerdefiniert, Nahaufnahmen, Portait, Landschaft, Sport, Nacht) erleichtern die Arbeit des Fotografen, indem sie die Kamera automatisch den Bedürfnissen anpassen. Ein Selbstauslöser mit Timer zwischen 0, 2, 10 und 20 Sekunden sowie ein Sequenzmodus für mehrere Bilder in "schneller" Folge runden das gelungene Bild ab. Schnell ist hierbei relativ. Eine gute DSLR Kamera bringt natürlich deutlich mehr. Es stehen mehrere Kameratöne (nicht komplett abschaltbar) zur Auswahl. Der Kameraton läßt sich aber austricksen, indem man die Warntöne abschaltet.

Gibt man dem Bild dann noch einen Namen (hierbei bietet das N95 die Wahl zwischen aktuellem Datum und einem freien Text) und zeigt dem N95 8GB so, wo es seine Bilder speichern soll (interner Speicher oder Speicherkarte) kann es losgehen.

Die Kamera an sich wird wie eine normale Digicam bedient. Hierzu wird sie - wie beim Sony Ericsson K800i auch - im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 2-3 Sekunden. Ein Blitz (LED) kann auch hinzugeschaltet werden. Im Blitzmodus hat man dann die Wahl zwischen Automatisch, Ein, Rote-Augen-Reduktion und Aus. Der Blitz kommt aber längst nicht an die Qualität der XENON Version des K800i heran.

Da die N95 8GB Kamera bei starkem Sonnenlicht zum übersteuern neigt, läßt sich die Helligkeit durch Auswahl des Belichtungswertes (-2,0 bis +2,0) sowie durch Auswahl der Lichtempfindlichkeit (ISO) beeinflussen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen Automatisch, Niedrig, Mittel und Hoch zu wählen. Auch ein Weißabgleich steht dem Hobbypaparazzi zur Verfügung. Die Qual der Wahl hat er dann zwischen den Optionen Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht. Auch hiermit läßt sich der - nicht immer treffsicheren Automatik - manuell unter die Arme greifen.

Abschließend wird noch der Farbton des Bildes gewählt: Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig - die letzte Option betont nochmals die Farben eines Bildes - und fertig ist der Schnappschuss in sehr guter Qualität.

Die Qualität der Bilder ist in meinen Augen besser als bei allen bisherigen Modellen von Nokia. Einen Qualitätsunterschied der Aufnahmen zum Sony Ericsson K800i kann man auf den ersten Blick allerdings nicht erkennen. Beide Kameras dürften in etwa gleichwertig sein. Allerdings sind die Aufnahmen des N95 natürlich hochauflösender und lassen sich damit größer ausdrucken.

Bilder, die mit der 5-Megapixel-Kamera des N95 gemacht wurden, finden Sie hier. Meine Vergleichsbilder zwischen einer Olympus E330 und dem Nokia N95 (leider auf 1024x768 reduziert, beide mit Automatik) finden Sie hier. An den Tags erkennt man dann ob Nokia oder Olympus.

Videos nimmt das N95 8GB in VGA Auflösung mit maximal 640x480 Pixeln auf. Auch hier steht eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein Videostabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen, der Aufnahmeton kann abgeschaltet werden, zudem läßt sich die Qualität der Aufnahme in drei Schritten (Hoch, Normal, Niedrig) beinflussen. Dem Hobbyfilmer stehen auch hier wieder Motivprogramme (Auto, Nacht) zur Verfügung, ebenso der Weissabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht) und die Wahl des Farbtons zwischen den Optionen Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig. Die Aufnahmen lassen sich auch auf dem Realplayer des N95 8GB abspielen. Die Videos werden mit einer hohen Bitrate aufgenommen. Ergo werden pro Minute Video etwa 20 Megabyte Speicher verbraten. Bei 8 GB internem Speicher ist das natürlich kein Problem.

Akkulaufzeit

Da beim N95 8GB nunmehr ein großer, kräftiger Akku mit 1200 mAh verwendet wird, hat sich die Akkulaufzeit - im Vergleich zum N95 - effektiv um etwa 50% gesteigert. Selbst im tressigen Messeeinsatz können so nun fast 2 Arbeitstage überbrückt werden, ohne dass das N95 8GB um Strom aus Steckdose bettelt. Diese deutliche Verbesserung ist auch auf Optimierungen im Betriebssyastem zurückzuführen. Wer sein N95 8GB aber sehr intensiv nutzt (sprich WLAN und GPS, Display) wird es trotzdem auch weiter täglich laden müssen.

Nutzt man nur den MP3 Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 9 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 5 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man sich etwa 3 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 5-6 Tage. Die o.a. Zahlen gelten ausschließlich im GSM Modus. Im UMTS Netz reduzieren sich die Akkulaufzeiten nochmals. Nokia gibt für das N95 im UMTS-Netz eine Sprechzeit von bis zu 190 Minuten, im GSM-Netz von bis zu 390 Minuten an. Diese Zeiten lassen sich nicht erreichen. Auch die von Nokia publizierten Standby-Zeiten (UMTS: bis zu 233 Std., GSM bis zu 228 Std.) sind wenig praktikabel.

Testberichtvideos

N95 8GB  N95 8GB  N95 8GB

Fazit

Die vom N95 bekannten 3rd Edition Funktionen wurden beim N95 im Feature Pack 1 nur geringfügig geändert. Die Displaygröße im Verhältnis zur Displayauflösung ist in meinen Augen nun wirklich hervorragend. Gleichwohl lassen sich bei näherem Hinsehen einzelne Pixel erkennen. Die Leuchtstärke des N95 8GB ist im Vergleich zum alten N95 in etwa gleich geblieben. Einzig die größere Displayfläche ist auf Anhbieb erkennbar. Die Icons sowie Texte sind schön groß und insgesamt ist das neue Display wirlich optimal ablesbar. Das eingebaute WLAN ist ausreichend schnell und empfangsstark.

Das N95 8GB kränkelt nicht mehr an den nervigen Bugs des N95, speziell der größere RAM ist ein deutlicher Vorteil. Das integrierte GPS liefert dem Freizeitfahrer ausreichende Hilfestellungen und gibt dem Weltenbummler eine gute Navigationshilfe an die Hand. Der Gelegenheitsnavigierer kommt damit gut also klar. Der typische Geschäftsmann und Vielfahrer wird aber wohl nicht auf seine Navigationslösung ala TomTom Go verzichten wollen. Hier ist keine Änderung gegenüber dem normalen N95 zu erkennen.

Im Bereich Multimedia und Video hat das N95 8GB mit 5-Megapixel-Kamera - keine wirklich neuen oder aufregenden Besonderheiten zu bieten. Die Qualität der Videoaufnahmen ist für ein Mobiltelefon immer noch extrem gut, Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde schafft kaum ein anderes Gerät. Die Qualität der Bilder ist überzeugend, da können nur das K800i oder das LG KG920 bzw. Sharp 903 mithalten.



  

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