Nokia N95 Testbericht


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 24.11.2014 01:47h
Punkte   (9 von 10)

Hersteller:
Nokia

Modell:
Nokia N95
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N95 Support

 

Version

1.00 vom 17.01.2007 - Test des Prototypen
1.01 vom 24.04.2007 - Test des finalen N95
1.02 vom 02.05.2007 - Video zum Multimedia-Menü, Kamerafunktionen, neue Firmware

Einleitung

Mit Beginn der 16. KW 2006 liefert Nokia endlich das heißbegehrte Nokia N95 (Computer 2.0) aus. Das N95 unterstützt Dualmode (UMTS/GMS) und ist ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt Unterstützung für das in Deutschland im Ausbau befindliche EDGE. UMTS wird mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) angeboten, den T-Mobile Nutzer wird dies freuen. Es verfügt über ein QVGA-Display mit einer Auflösung von 240x320 Pixeln, eine 5-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt 20-fachem Digitalzoom und einer Optik von Carl Zeiss, es kann Videoaufnahmen in DVD-ähnlicher Qualität mit über 30 Frames/s aufnehmen und in ansprechender Qualität wieder geben. Erstmalig bei Nokia verfügt ein Mobile auch über ein integriertes GPS-Modul samt GPS Anwendung zur Positionsbestimmung und Navigation. Hier gibt es Kartenmaterial für über 100 Länder.

Damit das Ganze auch Platz findet, spendiert Nokia dem N95 160 MByte internen Speicher sowie eine Speicherweiterung per microSD-Speicherkarten. Nachdem es bereits Ende 2006 zu einem Preis von 550 € plus Steuer angekündigt wurde, belastet es den Geldbeutel nun allerdings mit satten 799 € (UVP). Ob der Computer 2.0 wirklich sein Geld Wert ist und Nokia nun die vielbeschworene "Eierlegende Wollmilchsau" geschaffen hat, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.Die silver/sand Version wurde mir freundlicherweise von womworld.com zur Verfügung gestellt.

Design

Auf den ersten Blick fällt einem das riesige Display des N95 ins Auge. Mit seiner 2.6 Zoll großen (etwa 6,6 cm) Diagonalen ist es beeindruckend groß und wird nur noch vom Display des Nokia E61(i) in den Schatten gestellt. Mit seinen Abmessungen von 99 x 52 x 21 mm und einem Gewicht von 120 g fällt es nicht gerade klein aus. Das Sony Ericsson K800i verbucht hier aber auch Abmessungen von 105 x 47 x 22 mm bei einem Gewicht von 115 gr, das N73 nimmt 110 x 49 x 19  mm ein und wiegt 116 Gramm. Das N80 zeigt 95,4 x 50x 26 mm am Zentimetermaß und 134 Gramm auf der Waage an. Das N95 ist damit kleiner als ein N73, flacher als das N80 bei einem deutlich höheren Funktions- und Leistungsumfang. Nokia liefert sein neustes Baby in zwei Farbkombinationen aus: silver/deep plum (Testgerät) und silver/sand.

N95 N95 N95

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Mehr Bilder gibt es hier.

Das markante, kantige Design fällt gleich ins Auge. Insgesamt ist es eher funktionell, denn exklusiv. Erwähnenswert ist hierbei die Tatsache, dass es sich um einen Doppelslider handelt. Eine gesonderte Tastenreihe zur Steuerung des MP3-Players kann am oberen Endes des N95 herausgezogen werden. In meinen Augen keine wirklich benötigte Funktion, da beim joggen kaum nutzbar. Erfordert sie doch zu große Aufmerksamkeit, denn die Tasten sind recht klein.

Technik

V 11.0.026
17-04-07
RM-159
Nokia N95 (01.01)

Das N95 verfügt über etwa 50 MB RAM, dafür sind dann aber nur noch etwa 21 MB für Anwendungen frei. Die interne "Festplatte" stellt etwa 160 MB bereit. Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierte Programme müssen sich diesen großen internen Speicher teilen. Da heutzutage selbst 160 MB nicht mehr ausreichen (Stichwort MP3 und Landkarten), bietet es Unterstützung für microSD Speicherkarten. Selbst 4 GB microSD Karten werden vom N95 unterstützt. Das Nokia N95 nutzt den gleichen (schnellen) Prozessor sowie Grafikbeschleuniger, wie das Nokia N93. Betrieben wird es wieder mit dem Betriebssystem Symbian OS 9 sowie der S60 3rd Edition Feature Pack 1. Die ggf. schon angeschafften Programme aus dieser Serie können also problemlos weiter genutzt werden.

Lieferumfang

N95 N95

Der Lieferumfang des Nokia N95 wird folgendermaßen aussehen:

  • Nokia N95 Multimedia-Computer
  • Nokia Video-Kabel CA-75U
  • Nokia Datenkabel DKE-2
  • Nokia Stereo-Headset HS-45, AD-43
  • Nokia Standard-Akku BL-5F
  • Nokia Reise-Ladegerät AC-5E
  • Bedienungsanleitungen
  • Datenträger mit Software
  • 512 MByte große microSD-Speicherkarte (nicht bei allen Varianten im Lieferumfang)

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitungsqualität des Nokia N95 ist gemischt. Bei den etwa 7 Geräten, die ich bereits in der Hand hatte, gibt es in Sachen Spaltmaße unterschiedliche Qualitäten. Während zwei UK-Varianten hier auf der rechten Gehäuseseite mit einem ca. 1 mm großen Spalt zwischen Tastatur und Slider zu kämpfen haben, waren die deutschen N95 nahezu perfekt verarbeitet. Der Spalt war etwa 0,2 mm groß und gleichmäßig. Hier ein Video eines schlehcter verarbeiteten N95:

Pingeligen Zeitgenossen würde ich daher den Gang in ein Servicecenter empfehlen. Wobei anzumerken ist, dass die entsprechenden Ersatzteile zum Zeitpunkt des Testberichtes noch nicht bzw. kaum verfügbar sind.

Die Qualität des Sliders kommt nicht an Geräte der Marke Samsung heran. Gleichwohl er ein deutlicher Fortschritt zum Nokia 6280/6288 darstellt. Er reagiert halbautomatisch und rastet in den drei Positionen (Mitte, Oben, Unten) hörbar ein. Beiden Varianten ist allerdings das hohe Summen des Display gemein. Es lässt sich bereits aus einem Abstand von mehreren Zentimetern hören und wirkt störend.

Betrachtet man den Slider von der Seite, kann man die Tastaturbeleuchtung zwischen den Sliderhälften erkennen. Der Slider selber ist sehr dünn (etwa 5 mm) und besteht praktisch nur aus dem Display (leicht versenkt) und ummantelnden Plastik. Das Display selber verfärbt sich vorübergehend, wenn man Druck ausübt. Dieses Verhalten teilt es mit anderen TFT Displays (z. B. von Notebooks). Die Displayoberfläche ist gut geschützt, Fettflecke lassen sich problemlos und rückstand- sowie kratzerfrei mit einem Microfasertuch entfernen. Auch der Transport des Gerätes in der Hosentasche führte nicht zu Beschädigungen am Display. Wobei ich aus Gründen der Sicherheit sowie des Werterhalts immer zu einer entsprechenden Schutzfolie raten würde. Ein Ersatzdisplay kostet etwa 40 €.

Die Bedieneinheit auf dem Nokia N95 ist - im Vergleich zur Gesamtfläche des Sliders - klein geraten. Hier hat Nokia - wie schon beim N73 - Platz verschenkt. Böse Zungen behaupten deshalb, die Fläche wäre frei, damit die Netzbetreiber dort ihre Schriftzüge aufbringen können. Vodafone hat diesen Platz dann auch gleich für ihren Schriftzug genutzt.

N95

Das N95 läßt sich problemlos mit nur einer Hand bedienen, ein Umstand, der beim N73 noch nicht wirklich möglich war. Der Navikey mit seinem zentralen Bestätigungspunkt ist gut verarbeitet und läßt sich problemlos bedienen. Die einzelnen Richtungen des Navikey können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Die Menütaste sowie die Medientaste (als Kurzwahl für alle gängigen Multimediafunktionen, z. B. Radio, Internet, Kamera, MP3 Player) ist sehr gut gelungen und angenehm groß. Auch die beiden Softkeys unterhalb des Display sowie die Rufannahme- und Rufbeendentaste sind gut bedienbar. Zwischen den beiden letztgenannten Drückern - unterhalb des Navikey - befindet Sie die sehr kleinen Stift- (zum markieren von Eingaben) sowie C-Taste (zum löschen von Eingaben).

Die Zahlentasten selber sind leicht gebogen und ohne jegliche Abstände dicht an dicht aufgereiht. Sie weisen einen gut hörbaren und relativ knackigen Druckpunkt auf. Insgesamt ist die Größe der Drücker nahezu 100% identisch mit denen des Nokia N80. Die Tasten des N95 sind groß genug, so dass auch Messagefreaks problemlos ihre SMS schreiben können.

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An der linken Außenseite des N95 befindet sich das Infrarotauge, der micro-SD Speicherkartenschacht sowie der 3.5 mm Kopfhöreranschluss. Ja, liebe Leser. Nokia hat es geschafft! Nieder mit dem Pop-Port™. Endlich ein handelsüblicher 08/15 Anschluss für seine Lieblingskopfhörer. Oberhalb des Kopfhöreranschlusses (der auch das Kabel für den TV-Ausgang aufnimmt) befindet sich der linke Stereolautsprecher.

N95 N95

Rechts außen findet der zukünftige N95 Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3-Betriebs) sowie die Kamerataste. Zudem hat Nokia eine spezielle Wiedergabetaste, für den direkten Zugriff auf die Bilder und Videos der Galeriefunktion mit verbaut. Diese war auch schon beim Nokia N73 vorhanden. Oben rechts findet man dann den rechten Stereolautsprecher. Die Tasten sind blau beleuchtet und leuchten beim Start der Kamera eine nach der anderen auf und wieder ab.

N95 N95

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Display

Das Display mit 2,6-Zoll-Aktivmatrix (Displaydiagonale: 6,6 cm) mit Umgebungslichtsensor und 16,7 Mio. Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln dürfte dem geneigten Leser in ähnlicher Form schon vom Nokia N73 bekannt sein. Das N95 Display ist allerdings nochmals farbtreuer, dafür nicht ganz so hell wie beim N73. Der Unterschied ist aber wirklich marginal.

N95

Die höhere Auflösung des Nokia N80 und Co. vermisst man beim N95 nicht. Die Größe der Icons steht in einem ausgezeichnetem Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken groß und lassen sich gut ablesen. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich wird wieder mittels eines Lichtsensors automatisch angepasst. Sie läßt sich aber auch manuell anpassen. Die finale Version des N95 verfügt nicht über den schon vom Nokia N80/N73 bekannten Schlafmodus. Das Display schaltet sich also nicht komplett ab, sondern geht nur in den Standby. Hier informiert es seinen Besitzer per weissem Balken auf dunkelblauem Hintergrund über entgangene SMS oder Anrufe. Zudem wird die Uhrzeit samt Datum eingeblendet.

Schlussendlich ist das N95 Display nur 0,2 Zoll (5 mm) größer, als beim Nokia N73 und kann 16.7 Millionen Farben darstellen.


Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Series 60 Verhältnisse üblichen Gedenkzeit von etwa 20 Sekunden - ist das N95 einsatzbereit. Es ist damit deutlich schneller einsatzbereit, als das N73. Dies liegt unter anderem am schnelleren Prozessor. Ein Einstellungswizard für die Netzbetreibereinstellungen sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des neue Flash Player lite erstellt) erleichtern dem Einsteiger den Umgang mit den umfangreichen Funktionen des neuen Gerätes.

Menü/Funktionen



Nachdem man die große Menütaste des N95 betätigt hat, zeigt sich die 3rd Edition der Series60 im Feature Pack 1 auf der Hauptebene mit etwa 12 Menüpunkten.

N95 Menue

Neu hinzugekommen ist eine Anzeige, welche Programme bzw. welche Ordner geöffnet wurden. Im obigen Bild durch den blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet.

Auch das N95 verfügt wieder über die - schon von anderen S60 betriebenen Mobiles - bekannte 3x4 Matrix. Das Menü läßt sich beliebig anpassen, Menüpunkte lassen sich in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt werden, Ordner und Programme umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Die eingesetzten Icons sind neu gestaltet worden. Installierte Software findet man im Ordner "Programme". Der Quermodus (4x3 Matrix) wird im Moment - neben der Galeriefunktion, dem Webbrowser sowie Realplayer - auch vom Medienplayer genutzt. Auch das Menü selber läßt sich durch einen "Trick" auf den Quermodus umstellen. Hierzu einfach den Slider kurz nach unten und wieder nach oben bewegen, so dass die MP3-Tasten sichtbar werden. Das N95 vergißt dann, wieder in den Hochkantmodus zu schalten. Wer zur üblichen 3x4 Matrix zurück kehren will, muß den Slider dann einfach einmal komplett nach oben schieben. Ist das nun ein Bug, oder ein Feature?

N95 N95

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Der Realplayer stellt Videos natürlich auch im Vollbildmodus dar. Selbst Videos mit der N80 üblichen Auflösung von 352x288 Pixel werden klaglos abgespielt.

Die bisherigen Nokia typischen Funktionen der 3rd Edition sind nahezu unverändert. Alle von Nokia bekannten PIM Anwendungen (Organizer) sind wieder vorhanden. Sie entsprechen denen der anderen 3rd Edition Modelle (N80/N73 und Co).

N95 Menue N95 Menue N95 Menue

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Es handelt sich um nur leicht erweiterte Funktionen und Programme, wie sie auch schon von den bisherigen S60 Mobiles (N70) bekannt sind. Aufzuführen ist der Umrechner für Einheiten (Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur), eine Weltuhr, eine Notizfunktion und eine Recorderfunktion für Sprachnotizen. Ebenfalls mit an Bord ist das obligatorische Lifeblog. Das Nokia Lifeblog sortiert automatisch alle Fotos, Videoclips und MMS-Mitteilungen in übersichtlicher Reihenfolge, so dass diese mühelos angezeigt, durchsucht, bearbeitet und gespeichert werden können. Auch ein Programm zum Übertragen von Organizer-Daten zwischen dem Nokia N95 und anderen kompatiblen Nokia Geräten wurde nicht vergessen. Neu hinzugekommen ist eine eingebaute Anrufmailbox für Sprache und Video.

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Die Galeriefunktion des N95 wurde noch mal überarbeitet und bietet nun mehrere Modi zur Darstellung der Bilder, Töne und Videos. Leider reagiert diese bei vielen Bildern (ich hatte etwa 60 Aufnahmen auf der Speicherkarte) recht träge, so dauert es ein paar Sekunden, bis die kleinen Voransichten geladen wurden. Bilder lassen sich in Alben sortieren. Grundsätzlich werden aber immer alle Bilder und Videos gleichzeitig angezeigt.

Das Multimedia-Menü erlaubt den schnellen Zugriff auf bestimmte Programme. Es läßt sich optisch personalisieren, die Art und Reihenfolge der Programme läßt sich individuell einstellen.

In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt läßt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird.

Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sind sehr umfangreich. Er zeigt das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels einen kleinen Popup-Fenster an. Zudem bietet er die Wahl zwischen Monats- und Wochenansicht.

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Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können zwar angepasst, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch eigene Profile sind möglich. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des N95 betätigt. Natürlich darf auch der aktive Standby nicht fehlen.

Aktive Standby

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Er zeigt eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen, Geburtstage von Termine. Eine Terminübersicht zeigt er allerdings nicht. Wenn der MP3 Player im Hintergrund läuft, zeigt er zudem den aktuellen Song an und ermöglicht den direkten Sprung zum Player. Die jeweiligen Shortcuts können frei belegt werden. Der aktive Standby läßt sich natürlich auch ganz abschalten.

Menübilder des N95 finden Sie hier.


Unterhaltung/Spiele/Anwendungen



Das N95 verfügt über den vom Nokia N91 bekannten MP3 Player mit seinem 8-Band Equalizer. Sein Klang kann in Verbindung mit einem guten Headset überzeugen. Die Lautstärke ist überdurchschnittlich hoch. Schaltet man Loudness und Stereo-Raumklang hinzu, kann man das Klangbild nochmals beeinflussen. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch vorgefertigte Klangprofile (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch eigene) kann der Nutzer Einfluss auf das Klangbild nehmen. Durch den 3.5 mm Anschluß können auch handelsübliche Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Leider spielt das N95 keine WMA Dateien ab, die beispielsweise von musicload.de herunter geladen wurden. Es kommt zu einem Zertifikatsfehler.

N95 Menue

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Die Titel lassen sich durch eine Art von Grafik-Equalizer auch visualisieren. Der MP3-Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell auf Änderungswünsche und ist gerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktiven Standby gut umgesetzt. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter.

Der Klang des MP3-Player ist ausgewogen, und mit einem geschlossenen Kopfhörer auch im Bassbereich ausreichend vertreten. Gerade hier hilft es, die Klangeinstellung "Bass-Booster" manuell zu optimieren. Insgesamt ist der Klang des N95 mit dem des Nokia N91 zu vergleichen. In meinen Augen ein vollwertiger MP3-Player Ersatz.

Auch das N95 verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion. Dafür gibt es aber die webbasierte und "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Diese Funktion läßt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen.

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Office

Auch beim N95 wurde wieder das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert werden. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich. Und damit man unterwegs auch nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente.

N93 Menü N93 Menü

UPnP

Das Nokia N95 unterstützt den UPnP Standard. Mittels eines WLAN-Access-Points können Sie somit ein Heimnetz erstellen und Ihre UPnP kompatiblen Geräte mit WLAN-Unterstützung einbinden. Hiermit ist es dann möglich, die Inhalte des N95 auf einem anderen UPnP fähigen Gerät wieder zu geben, z.B. die selbst gedrehten Videos oder geschossenen Bilder auf einem PC oder Fernseher.

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Zudem lassen sich dann Dateien beliebig von einem Gerät zum anderen kopieren, anzeigen oder abspielen.

Zum Einrichten eines Heimnetzes innerhalb des WLANs ist es erforderlich, einen Internetzugangspunkt zu erstellen und zu konfigurieren. Anschließend müssen die anderen UPnP Geräte entsprechend konfiguriert werden. Auf dem Nokia N95 werden die Einstellungen (Datei Freigaben) unter dem Menüpunkt "Heimnetz" vorgenommen. Wenn Sie einen kompatiblen PC an das Heimnetz anschließen möchten, muss dort die Nokia Media Server-Software installiert  werden. Nachdem alle Geräte, die an das Netz angeschlossen sind, konfiguriert wurden, können Sie Ihre Mediendateien für das Privates Netz freigeben.

Wenn Sie die Dateifreigabe nutzen, können andere UPnP kompatible Geräte im Heimnetz die frei gegebenen  Dateien anzeigen und kopieren. Ebenso ist es möglich, andere frei gegebene Dateien auf dem N95 abzuspielen. So sollen sich auch auf dem PC gespeicherte MP3 bzw. Videos direkt auf dem N95 wieder geben lassen.

Klang

Die Wiedergabequalitäten im Gespräch liegen auf typischem Smartphone-Niveau (ala N80/N73) können meiner Meinung nach aber immer noch nicht mit einem Nokia 6230i(i) mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpfer und "blechener" wieder gegeben. Die Empfangs- und Sendeleistungen sind ebenfalls auf typischem Smartphoneniveau. Auch hier ist das Nokia 6230(i) leicht besser. Das 6230i(i) übertraff bisher allerdings fast alle neueren Modelle der N-Serie.

Die Klangeigenschaften des eingebauten Lautsprechers sind im Radiomodus bzw. als MP3- Player-Ersatz völlig ausreichend. Das N95 kann zudem Klingeltöne in 3D wieder geben. Hierzu bietet es diverse Einstellungsmöglichkeiten. Z. B. läßt sich die Schallkurve ändern (Kreis, Vorbeiflug, ZickZack, Schlaufe, Zufall) und die Schallkurvengeschwindigkeit variieren (langsam bis schnell). Zudem kann ein Echo hinzugeschaltet werden, hier stehen die Programme Wohnzimmer, Höhle, Bahnhof, Wald, Rohr, Unter Wasser zur Auswahl. Diese Klangeinstellungen haben tatsächlich Einfluß auf die Art und Weise, wie das menschliche Ohr den Klingelton wahrnimmt. Technisch möglich ist die durch die eingebauten Stereo Lautsprecher (links und rechts am Gerät) sowie eine ausgeklügelte Software.

N95 Menue N95 Menue

Insgesamt sehr beeindruckend.


Konnektivität

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS Unterstützung leistet es sich keine Schwächen. Auch die Internet-Telefonie (Voice-over-IP) Fähigkeit ist beim N95 direkt ab Werk vorhanden. Das N95 hat gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das eingebaute WLAN 802.11b/g unterstützt WEP und WPA/WPA2 im Infrastructure sowie Adhoc Modus. Die Empfangsqualität und -empfindlichkeit ist zwar noch gut, allerdings schlechter als bei der E-Serie (E61i).

Das N95 verbindet sich mittels Datenkabel (mini-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Nokia nutzt also nicht mehr den alten Pop-Port™-Anschluss; das N95 lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Stöpselt man es an das Datenkabel und an den PC hat man die Optionen "Media Player, PC Suite, Datentransfer und Fotodrucker". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N95 allerdings Offline und man kann telefonisch nicht weiter erreicht werden.

Über die Option Fotodrucker können die Aufnahmen des N95 dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Auch ein Upload an einen Internet Bilderdienst (Flickr und Co) ist möglich. Über das USB Datenkabel kann das N95 allerdings nicht geladen werden. Eine eigene Dockingstation hat es auch nicht. Das N95 unterstützt Bluetooth Funkverbindungen nach  Spezifikation 2.0. A2DP wird hier unterstützt. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur werden unterstützt. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt nun auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt.

Das N95 bietet natürlich auch WLAN (802.11b/g) und UPnP (Universal Plug and Play) sowie Funkverbindungen nach Bluetooth Spezifikation 2.0. Die 3,5-mm-Klinkenbuchse dient zum Anschluss sowohl eines Standard-Kopfhörers, als auch für den TV-Ausgang zum Fernseher. Hierbei fungiert das N95 dann als Bild- bzw. Videobetrachter (PAL/NTSC). Bilder und Videos werden auf die Auflösung des Fernsehers hochgezoomt. Menüs werden 1:1 angezeigt.

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Leider war es mir aus welchen Gründen auch immer nicht möglich, dass N95 per WPA in mein Heimnetzwerk zu integrieren. Das N95 und mein Netgear-Router hatten dann Kommunikationsprobleme ("WLAN nicht gefunden"), obwohl das Netz sichtbar für das N95 sichtbar war und auch der PSK richtig eingegeben wurde. Dieses Problem tritt wohl auch bei der Fritzbox von AVM auf. Eine Anbindung mittels des unsicherem WEP Standards war kein Problem. Geräte der E-Serie verursachen hier keinerlei Probleme! Ich würde daher von einem Bug im N95 ausgehen.

Internet

Die neue S60 Browser basiert auf Safari's WebCore und wird auch auf dem N73 genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

Im Gebrauch zeigt sich, dass der neue Browser viel schneller ist als Nokias vorhergehende Bemühungen. Er kommt somit viel näher an die Browser von Opera und Netfront heran. Der N95 Browser ist in der Lage, Frames sowie PHP darzustellen. Auch Popups sind kein Problem. Insgesamt ist er ein vollwertiger Browerersatz. Immer unter der Voraussetzung, dass der User auch über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Den Eingaben von längeren URL über die normale Tastatur sind halt nicht immer flot zu erledigen. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit läßt sich beim N95 Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 150%).

Nokia N93 Nokia N93 Nokia N93

N95 Menue N95 Menue

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Neu hinzugekommen ist ein Popup-Fenster welches die am meisten gebräuchlichen Funktionen anbietet. Leider stürzte das N95 reproduzierbar ab, wenn man den Verbindungsaufbau zum Netzwerk über die Option "Abbruch" abbricht. Das N95 stürzt bei bestimmte PHP Webseiten ebenfalls ab, wenn man bei abgeschalteten Bilder nachladen will. Grafik- und damit speicherintensive Webseiten nicht gerade die Stärke des N)5 Browser. Die Fehlermeldungen (Systemfehler, keine Optionen, Speicher voll) häufen sich dann, bis hin zum Absturz des Browser aufgrund der fehlerhaften Speicherverwaltung. Insgesamt ist hier noch viel zu tun von Seiten Nokias. Die Stabilität und damit auch Nutzbarkeit des Browser in der E-Serie erreicht das N95 nicht.

GPS/Karten

Nokias N95 bietet erstmalig ein integriertes GPS-System samt passender Karten-Anwendung mit Karten für über 100 Länder. Hiermit läßt sich das N95 als Onboard Navigationslösung nutzen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man sich die entsprechenden Karten vorab ONLINE (also per WLAN oder UMTS) und herunter geladen hat. Danach steht einem sowohl eine Navigation in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung. Diese Navigation erfüllt grundlegende Funktionen, ist manchmal aber etwa launisch. Mehrere Versuche ergaben erst dann einen Routenvorschlag, als ich das Fortbewegungsmittel von Auto auf Fußgänger abgeändert habe. Dieser Bereich ist also ebenfalls noch eine kleine Baustelle.

Das N95 verfügt angeblich über einen Sirf-III Chipsatz. Wird das GPS aber in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme (mein N95 wurde neben dem Lenkrad befestigt und lieferte überwiegend zuverlässige Werte). Tunnel und Dächer sind wenig überraschend ebenfalls ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" funktioniert zuverlässig.

Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (Schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto). Für den Gelegenheitsnavigierer ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programme ala TomTom und Route66 sicher nicht unbedingt notwendig ist. Anzumerken ist an dieser Stelle auch, dass diese Programme momentan noch nicht mit dem integrierten GPS Empfänger des N95 kommunizieren. Mit einer externen GPS-Maus ist es hingegen kein Problem. An der Anpassung der bestehenden Programme auf das Nokia N95 wird aber bereits gearbeitet.

N95 Menue N95 Menue N95 Menue

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Das N95 läßt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten undTransportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z.B. Hotels.

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Im GPS Betrieb wird das N95 warm, zudem steigt der Stromverbrauch stark an. Mehr als 3 Stunden am Stück sind mit vollem Akku nicht möglich. Die Routenplanung selber ist kostenpflichtig, hierzu gibt es entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich).

Leider benötigt das GPS des N95 bis zum ersten Satellitenfix bis zu 5 Minuten (teilweise klappt es auch gar nicht). So wird es von Nokia allerdings auch im entsprechenden FAQ publiziert. Eine testweise genutzte GPS-Maus mit Sirf-III Chipsatz war da oft deutlich schneller. Man sollte also diese zusätzliche Zeit vorab mit einplanen. Es scheint sinnvoll zu sein, dass N95 bei eingeschaltetem GPS einmal die Woche für etwa 30 Minuten an einem Ort mit gutem GPS Empfang zu legen, damit es seinen sog. (SAT)-Almanach aktualisieren kann. Hiedurch soll sich der Sat-Fix verkürzen.

Kamera/Video

Einer der Schwerpunkte des Nokia N95 ist sicher die Kamera. Nicht kleckern, sonder klotzen ist hier bei Nokia die Devise. Die schon vom Nokia N73/N93 bekannte Marketingmasche wurde auch beim N95 genutzt. Eine Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom und Autofokus sind beste Voraussetzungen für einwandfreie Bilder, die auch die 08/15 Digicam von Aldi ersetzen soll. Im Bereich Videoaufnahmen ermöglicht das N95 Videoaufnahme in nahezu DVD-Qualität mit maximal VGA Auflösung (640x480 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde. Die für Videotelefonie gedachte Frontkamera liefert eine Auflösung von 352 x 288 Pixeln (CIF).

N95 N95

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Das N95 bietet dem Hobbypaparazzi Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität (von 0.3 Megapixel für MMS bis hin zur maximalen Qualität von 5 MP für Ausdrucke). Es läßt dem Fotografen die Wahl, ob die Bilder gleich in ein Album eingefügt werden sollen und/oder gleich nach dem Schuss angezeigt werden. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 20-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden. Diverse Motivprogramme (Auto, Benutzerdefiniert, Nahaufnahmen, Portait, Landschaft, Sport, Nacht) erleichtern die Arbeit des Fotografen, indem sie die Kamera automatisch den Bedürfnissen anpassen. Ein Selbstauslöser mit Timer zwischen 0, 2, 10 und 20 Sekunden sowie ein Sequenzmodus für mehrere Bilder in "schneller" Folge runden das gelungene Bild ab. Schnell ist hierbei relativ. Eine gute DSLR Kamera bringt natürlich deutlich mehr. Es stehen mehrere Kameratöne (nicht komplett abschaltbar) zur Auswahl. Der Kameraton läßt sich aber austricksen, indem man als Profil "Lautlos" wählt.

Gebt dem Kind (Bild) dann noch einen Namen (hierbei bietet das N95 die Wahl zwischen aktuellem Datum und einem freien Text) und zeigt dem N95, wo es seine Bilder speichern soll (interner Speicher oder Speicherkarte) und es kann losgehen.

Die Kamera an sich wird wie eine normale Digicam bedient. Hierzu wird sie - wie beim Sony Ericsson K800i auch - im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 2-3 Sekunden. Ein Blitz (LED) kann auch hinzugeschaltet werden. Im Blitzmodus hat man dann die Wahl zwischen Automatisch, Ein, Rote-Augen-Reduktion und Aus. Der Blitz kommt aber längst nicht an die Qualität der XENON Version des K800i heran.

Da die N95 Kamera bei starkem Sonnenlicht schnell zum übersteuern neigt, läßt sich die Helligkeit durch Auswahl des Belichtungswertes (-2,0 bis +2,0) sowie durch Auswahl der Lichtempfindlichkeit (ISO) beeinflussen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen Automatisch, Niedrig, Mittel und Hoch zu wählen. Auch ein Weißabgleich steht dem Hobbypaparazzi zur Verfügung. Die Qual der Wahl hat er dann zwischen den Optionen Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht. Auch hiermit läßt sich der - nicht immer treffsicheren Automatik - manuell unter die Arme greifen.

Abschließend wird noch der Farbton des Bildes gewählt: Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig - die letzte Option betont nochmals die Farben eines Bildes - und fertig ist der Schnappschuss in sehr guter Qualität.

Die Qualität der Bilder ist in meinen Augen besser als bei allen bisherigen Modellen von Nokia. Einen Qualitätsunterschied der Aufnahmen zum Sony Ericsson K800i kann man auf den ersten Blick allerdings nicht erkennen. Beide Kameras dürften in etwa gleichwertig sein. Allerdings sind die Aufnahmen des N95 natürlich hochauflösender und lassen sich damit größer ausdrucken.

Bilder, die mit der 5-Megapixel-Kamera des N95 gemacht wurden, finden Sie hier. Dort sind auch ein paar Bilder, die mit einer Sony F707 Digitalkamera mit 5-MP Auflösung gemacht wurden.

Sony F 707

F707

Nokia N95

F707

Bilder der N95 Kamera in voller Auflösung zum download finden Sie hier (etwa 35 MB). Vergleichsbilder einer 5-MP Sony F707 Digitalkamera zum download finden Sie hier (etwa 15 MB Daten). Meine Vergleichsbilder zwischen einer Olympus E330 und dem Nokia N95 (leider auf 1024x768 reduziert, beide mit Automatik) finden Sie hier. An den Tags erkennt man dann ob Nokia oder Olympus. Nach 2 Stunden Fotosession (Kamera im Dauereinsatz bzw. im Standby) war der Akku des N95 dann aber auch fast am Ende.

Videos nimmt das N95 in VGA Auflösung mit maximal 640x480 Pixeln auf. Auch hier stehen eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein Videostabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen, der Aufnahmeton kann abgeschaltet werden, zudem läßt sich die Qualität der Aufnahme in drei Schritten (Hoch, Normal, Niedrig) beinflussen. Dem Hobbyfilmer stehen auch hier wieder Motivprogramme (Auto, Nacht) zur Verfügung, ebenso der Weissabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht) und die Wahl des Farbtons zwischen den Optionen Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig. Die Aufnahmen lassen sich auch nicht auf dem Realplayer des N95 abspielen. Die Videos werden mit einer hohen Bitrate aufgenommen. Ergo werden pro Minute Video etwa 20 Megabyte Speicher verbraten. Der engagierte und videobegeisterte Nutzer wird um den Kauf einer 2 GB Karte wohl nicht herum kommen (auch 4 GB microSD werden unterstützt).

Beispielvideo 1
Beispielvideo 2

Themen

Das N95 verfügt über vier themenbezogene Motive für die Benutzeroberfläche (Nokia, Nseries1, Nseries2, Nseries3). Es lassen sich zudem alle 3rd Edition kompatiblen Themen aufspielen. Im Internet findet man davon mittlerweile genug (www.zedge.no, www.symbianthemes.com und Co.).

N95 Themes
Themen für S60

Akkulaufzeit

Da beim N95 nicht der große Akku des N73 verwendet wird (BP-6M, Li-Ion, 1100mAh) sondern "nur" der BL-5F (Li-Ion, 950 mAh) sind die Akkulaufzeiten eher mäßig. Das N73 beispielsweise hält hier deutlich länger durch. Es verfügt aber auch weder über WLAN, noch über GPS. Im Vergleich zum Nokia E61(i) will das N95 allerdings deutlich häufiger an eine Stromquelle angeschlossen werden.

Wer sein N95 nutzt (sprich WLAN und GPS, Display) wird es auch täglich laden müssen, ggf. sogar mehrmals täglich. Da beißt die Maus keinen Faden dran ab. WLAN oder GPS im Dauerbetrieb erfordern bereits nach etwa 3 Stunden eine Neuladung des Akku.

Nutzt man nur den MP3 Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 6 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 3 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man sich etwa 2 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 3-4 Tage. Die o.a. Zahlen gelten ausschließlich im GSM Modus. Im UMTS Netz reduzieren sich die Akkulaufzeiten nochmals. Nokia gibt für das N95 im UMTS-Netz eine Sprechzeit von bis zu 190 Minuten, im GSM-Netz von bis zu 390 Minuten an. Diese Zeiten lassen sich nicht erreichen. Auch die von Nokia publizierten Standby-Zeiten (UMTS: bis zu 233 Std., GSM bis zu 228 Std.) sind wenig praktikabel.

Fazit

Die bekannten 3rd Edition Funktionen wurden beim N95 im Feature Pack 1 nur geringfügig erweitert. Die Displaygröße im Verhältnis zur Displayauflösung ist in meinen Augen optimal gewählt. Die Icons sowie Texte sind schön groß und insgesamt ist das Display wirlich optimal ablesbar. Das eingebaute WLAN ist ausreichend schnell, wenn auch nicht ganz so empfangsstark, wie bei der E-Serie.

Leider kränkelt das N95 immer noch an einigen nervigen Bugs, die sich vor allen Dingen im Bereich der Konnektivität, sprich Internetnutzung und WLAN bemerkbar machen. Das leidige Speicherverwaltungsproblem hat auch das N95 erwischt. Nutzer der N80 oder E70 werden noch ein Lied davon singen können. Hier muss Nokia dringend nachbessern.

Das integrierte GPS liefert dem Freizeitfahrer ausreichende Hilfestellungen und gibt dem Weltenbummler eine gute Navigationshilfe an die Hand. Der Gelegenheitsnavigierer kommt damit gut also klar. Der typische Geschäftsmann und Vielfahrer wird aber wohl nicht auf seine Navigationslösung ala TomTom Go verzichten wollen.

Im Bereich Multimedia und Video hat das N95 - neben seiner 5-Megapixel-Kamera - keine wirklich neuen oder aufregenden Besonderheiten zu bieten. Die Qualität der Videoaufnahmen ist für ein Mobile extrem gut, Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde schafft kaum ein anderes Gerät. Dieses Feature ist aber auch nicht neu, denn das N93(i) kann das auch.

Die Qualität der Bilder sucht ihresgleichen, da können nur das K800i oder das LG KG920 bzw. Sharp 903 mithalten. Der Autofokus kommt durchaus an die Qualität des Sony Ericsson K800i heran. Wer also ein gutes Kamerahandy mit WLAN sucht und auf die überragende Erweiterungsmöglichkeit von Symbian angewiesen ist, kann bedenkenlos zum N95 greifen.

Wer auf eine zuverlässige Navigationslösung angewiesen ist, sollte sich dafür aber besser eine Speziallösung anschaffen. Der Hobbyfahrer und Freizeitaktivist wird mit dem eingebauten GPS aber zurecht kommen.

Eine gute Mischung zwischen Funktionalität und Akkulaufzeit - ohne auf eine gute Kamera verzeichten zu müssen - bitet z.B. das Nokia e61i aus eigenem Hause.

Wer nur ein gutes Kamerahandy sucht und auf WLAN keinen Wert legt, kann durchaus zum Sony Ericsson K800i oder N73 greifen. Wer ein echte



  

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