Nokia N81 8GB - Bose Special Edition Test


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 15.05.2008 11:15h
Punkte   (6 von 10)
Testbericht Nokia N81 8GB Bose Special Edition von mobile-reviews.de


Hersteller:
Nokia


Modell:

N81 8GB


Preis:

280 €


Bilder:
Bildergalerie
Menübilder N82
Menübilder Series60


Links:

Softwareupdate

Revision 1.0 vom 13.05.2008

Mit N81 8GB stellt Nokia den "kleinen Bruder" des Nokia N95 8GB vor. Ganz auf Musik und Spiele optimiert ist es auf eine andere Zielgruppe im N-Series Segment ausgerichtet. Dies macht sich vor allem im Preis bemerkbar, ist es doch schon für etwa 280 € in der hier getesteten 8GB Version erhältlich. Das N81 8GB ist als Dualmode (UMTS/GSM) Funker mit Quadband-Unterstützung (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) nahezu auf der ganzen Welt zu Hause. Eine automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung ermöglicht den fließenden Wechsel zwischen GSM und UMTS, das lästige Neustarten des Mobiltelefon entfällt damit. Softwareseitig wird es von Symbian 9.2 mit Featurepack 1 angetrieben und unterscheidet sich damit nicht von seinem teureren Bruder, dem N95 (8GB). Ein Testbericht erübrigt sich damit also? So dachte ich anfangs auch. Um mir den Test schmackhaft zu machen, wurde mir daher von Womworld die nicht verkäufliche N81 8GB Bose Special Edition zum Test angeboten. Dieses Angebot konnte ich unmöglich ablehnen. Wie sich diese (inoffiziell etwa 850 € teure) Kombination im Test geschlagen hat, können Sie im Anschluss nachlesen.

Das N81 8GB bietet den Augen ein Aktivmatrix-QVGA-Display mit 2,4 Zoll (6,1 cm Displaydiagonale) und kann 16,7 Millionen Farben in einer Auflösung von 320 x 240 Pixel darstellen. Die 5-Megapixel-Kamera des N95 (8GB) kann es allerdings nicht vorweisen, hier muss man sich mit einer 08/15 Kamera mit 2-Megapixel-Kamera begnügen. Im Gegensatz zum N95 (8GB) kann das N81 8GB Videoaufnahmen auch nicht in DVD-ähnlicher Qualität mit über 30 Frames/s aufnehmen, hier ist bereits bei 15 Frames/s Schluss. Auch verfügt es nicht über ein integriertes GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Dennoch hat Nokia sein N81 8GB mit der Navigationssoftware Nokia Maps ausgestattet. Eine Navigation ist dann allerdings nur in Verbindung z. B. mit dem Nokia Funk-GPS-Modul LD-3W möglich (wurde von mir auch getestet, empfangsseitig ist da kein Unterschied zum integrierten GPS des N95 und Co. erkennbar). Die Hardwareseite wurde also im Vergleich zum N95 (8GB) deutlich abgespeckt, so erklärt sich auch der verhältnismäßig günstige Preis. Erfreulicherweise bietet das N81 8GB zumindest WLAN mit Unterstützung für UPnP (Universal Plug and Play).

Für Fans umfangreicher Musik- oder Videosammlungen hat Nokia dem N81 8GB - wie der Name schon sagt - 8GB freien internen Speicher ohne weitere Erweiterungsmöglichkeit durch microSD-Speicherkarten mit auf den Weg gegeben.

Design

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Mehr Bilder gibt es hier.

Plastik wohin das Auge sieht. So ist der erste Eindruck den das N81 hinterlässt. Auch auf den zweiten Blick ändert sich da leider nichts. Aus Gewichtsgründen wurde wohl auf die Einkleidung in Metall verzichtet. Genau wie das N95 (8GB) ist auch das N81 ein Slidermodell.

Das Zentimetermaß zeigt 102 x 50 x 17,9 mm und die Briefwaage unglaubliche 140 g an. Damit ist es etwas länger und schwerer als das N95 8GB. Ein K800i aus dem Hause Sony Ericsson verbucht hier 105 x 47 x 22 mm und ein Gewicht von 115 g. Das N73 aus eigenem Hause nimmt 110 x 49 x 19 mm ein und wiegt 116 Gramm. Das veraltete N80 zeigt am Zentimetermaß 95,4 x 50x 26 mm an und 134 Gramm auf der Waage.

Die Rückseite des N81 8GB wurde ebenfalls komplett in Kunststoff gehüllt. Insgesamt ist sie eher unauffällig. Die Kameralinse ist ungeschützt.

Technik

Der Taskmanager von Epocware (Handytaskman) zeigt beim N81 8GB etwa 38 MB freien RAM an.

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Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen beträgt etwa 25 MB. Der für zusätzlich installierte Programmen, Themen sowie Musik und Co. etwa 8 GB. Eine Speichererweiterung durch microSD-Speicherkarten bietet das N81 8GB nicht mehr an. Im Vergleich zum Festspeicher des N81 8GB ist eine Speicherkarte die bessere Alternative, da man flexibler auf den Speicherbedarf reagieren kann. Erfreulicherweise beträgt der freie RAM knapp 37 MB, die nervige Fehlermeldung eines N95 "Speicher voll" dürfte damit nicht zu erwarten sein.

Das Nokia N81 8GB nutzt laut Auskunft von Nokia einen schnelleren Prozessor als das Nokia N95, ist die Taktrate doch mit 369 MHz angegeben. Angetrieben wird es mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.2 in der Series 60 3rd Edition, Feature Pack 1. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Größenvergleich N81 8GB / Bilder der Bose Special Edition

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Lieferumfang

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Mit umfangreichem Zubehör und in der N81 8GB Bose Special Edition bombastischen Verpackung findet der geneigte Käufer:

  • Nokia N81 8GB
  • Nokia Musik-Headset HS-45 (mit Fernbedienung AD-54)
  • Nokia Datenkabel CA-101
  • Nokia Akku BP-6MT
  • Nokia Kompakt-Ladegerät AC-5E
  • Bose QuietComfort 3 Headphones samt Zubehör, zwei Akkupacks und Stromadapter *

Die mit einem * gekennzeichneten Teile weren ausschliesslich in der Bose Special Edition mitgeliefert.

Verarbeitung/Haptik

Das N81 8GB wird in Finnland hergestellt. Ein Zeichen für Qualität? Nunja, unterschiedliche Spaltmaße sind sicher nicht das Problem des N81 8GB. Ist der Slider noch eines der besser verarbeiteten Teile (auch der klappert im geöffneten Zustand merklich), so wies das Steuerkreuz (D-pad) meines Testgerätes bereits einige Ermüdungserscheinungen auf. Manche Tasten reagierten nur noch auf "besonderen Nachdruck". Zudem lässt das Steuerkreuz ein deutliches Knarzen vernehmen.

Die verbauten Drücker der großzügig dimensionierten Tastatur weisen einen angenehmen Druckpunkt auf. Auch größere Hände werden beim Erstellen von SMS oder E-Mails keine Probleme bekommen. Bbei zarten Frauenhände mit längeren Fingernägel wird hier allerdings - wie so oft - keine Freude aufkommen. Insgesamt lassen sich die Tasten gut bedienen, da sie zwar nicht wirklich weit auseinander stehen, dafür aber sehr groß geraten sind. Selbst die letzte Tastenreihe ist noch gut erreichbar. Ein Umstand, den man beim N95 bemängeln musste.

Das Display verfärbt sich auch unter Druck nicht, da Nokia seinem N81 8GB eine Displayscheibe aus Plastik gegönnt hat. Fettflecke lassen sich problemlos und rückstand- sowie kratzerfrei mit einem Mikrofasertuch entfernen. Auch der Transport des Gerätes in der Hosentasche führte nicht zu Beschädigungen am Display. Wobei ich aus Gründen der Sicherheit sowie des Werterhalts immer zu einer entsprechenden Schutzfolie raten würde.

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Der Navikey des Nokia N81 8GB ist wie etwas schwammig. Eine wirklich sichere Navigation ist damit kaum möglich. Dafür verfügt es über eine Art von sensorischer Funktion, die Nokia schlicht "Navi-Wheel" nennt. Durch kreisförmiges sliden des Daumens über den Ring des Steuerkreuzes (ähnlich wie beim iPOD) kann man z. B. durch die Bilder in der Galerie scrollen. Diese Funktion lässt sich aber auch abschalten. Das N81 8GB lässt sich mit nur einer Hand bedienen. Die einzelnen Richtungen des Navikeys können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Die Menütaste, die beiden Tasten zur Anrufsteuerung sowie die Medientaste (rechtsseitig angebracht, sie dient als Kurzwahl für alle gängigen Multimediafunktionen, z. B. Videos, Anrufe, Radio, Internet, Kamera, MP3 Player) lassen sich gut bedienen und reagieren dabei sensorartig, sprich ein sehr leichter Druck reicht zur Aktivierung aus. Wie bereits erwähnt, brauchte mein Testgerät da schon etwas mehr "Nachdruck". Die beiden Softkeys unterhalb des Displays sind ebenfalls gut bedienbar.

N81 N81 N81

Links- und rechtsseitig befinden sich die beiden Stereolautsprecher des N81 8GB. Die Unterseite ziert nur der micro-USB-Anschluss. Handelsübliche Mini-USB Stecker passen damit nicht mehr in das N81 8GB. Freundlicherweise liefert Nokia aber das passende Anschlusskabel gleich mit. Auch beim N81 8GB heißt es "nieder mit dem Pop-Port™", Freiheit für handelsüblichen Lieblingskopfhörer. An der Oberseite des N81 8GB befindet sich der 3.5 mm Kopfhöreranschlusses sowie ein physikalischer Drücker zur Tastensperre.

Rechts außen findet der N81 8GB Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3-Betriebs) sowie die Kamerataste. Eine spezielle Wiedergabetaste für den direkten Zugriff auf die Bilder und Videos der Galeriefunktion - wie vom N95 8GB bekannt- gehtr dem N81 8GB gänzlich ab. Hier wurde der "Standard" der neuen N-Serie unterbrochen.

Display

Das Display mit 2,4-Zoll-Aktivmatrix (Displaydiagonale: 6,1 cm) mit Umgebungslichtsensor und 16,7 Mio. Farben verfügt über eine Auflösung von 240x320 Pixel. Im Vergleich zum Display des N95 8GB ist es in der Diagonalen 1 cm kleiner. Die Auflösung wirkt sowohl schärfer als auch heller als beim Nokia N95.

Die höhere Auflösung des Nokia N80 und Co. vermisst man beim N81 8GB nicht. Die Größe der Icons steht in einem guten Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken gut ablesbar. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich wird wieder mittels eines Lichtsensors automatisch angepasst. Sie lässt sich aber auch manuell anpassen. Auch das N81 8GB verfügt über den schon vom Nokia N80/N73 bekannten Schlafmodus. Das Display schaltet sich also komplett ab.

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Hier informiert es seinen Besitzer per weißem Balken auf dunkelblauem Hintergrund über entgangene SMS oder Anrufe. Gott sei Dank nicht mehr im Querformat (wie beim N95 8GB), sondern im Portraitmodus. Zusätzlich blinkt das Steuerkreuz.

Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Serie 60 Verhältnisse sehr kurzen Gedenkzeit von etwa 15 Sekunden - ist das N81 8GB einsatzbereit. Ein Einstellungswizard für die Netzbetreibereinstellungen sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des Flash Player lite erstellt) erleichtern Einsteigern den Umgang mit den umfangreichen Funktionen des neuen Gerätes.

Menü/Funktionen

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Nachdem man die Menütaste des N81 8GB betätigt hat, präsentiert sich die 3rd Edition der Series 60 im Feature Pack 1 auf der Hauptebene mit 12 Menüpunkten (4x3 Icons). Hier kann der Nutzer fast schalten und walten, wie er will. Unterordner lassen sich erstellen, Menüpunkte in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man im Ordner "Programme". Geöffnete Programme werden mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet.

Der Quermodus wird in der Galeriefunktion, Webbrowser, Realplayer und Medienplayer genutzt. Das Menü selber lässt sich allerdings nicht so ohne weiteres im Quermodus (Landscape, 3x4 Icons) betrachten. Hierzu muss man auf dem N81 8GB schon eine Software, wie z. B. RotateMe, installieren.

Bei den mitgelieferten Anwendungen handelt es sich um alte Bekannte mit nur leicht erweiterten Funktionen, wie sie auch schon von den älteren S60 Mobiltelefonen (N70) bekannt sind. Ein Umrechner für Einheiten (Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur), eine Weltuhr, eine Notizfunktion und eine Rekorderfunktion für Sprachnotizen helfen bei der täglichen Aufgabenbewältigung. Auch die neue Nokia Mobile Search (lokale Suche & Internet-Suche) genannte Suchfunktion ist beim N81 8GB wieder mit an Board. Hiermit lassen sich die Inhalte des N81 sowie direkt im Internet durchsuchen. Selbst eine Funktion zum Vorlesen von SMS (Text-to-Speech) hat Nokia nicht vergessen.

Ebenfalls mit an Bord ist das obligatorische Lifeblog. Das Nokia Lifeblog sortiert automatisch alle Fotos, Videoclips und MMS-Mitteilungen in eine übersichtliche Reihenfolge, so dass diese mühelos angezeigt, durchsucht, bearbeitet und gespeichert werden können. Auch ein Programm zum Übertragen von Organizer-Daten zwischen dem Nokia N81 8GB und anderen kompatiblen Nokia Geräten wurde nicht vergessen.

In der Galeriefunktion des N81 8GB lassen sich Bilder, Töne und Videos anzeigen. Gerade hier ist die sensorische Funktion (Navi-Wheel) des Steuerkreuzes sehr hilfreich. Leider reagiert diese bei sehr vielen Bildern (ich hatte etwa 60 Aufnahmen auf der Speicherkarte) recht träge. So kann es ein paar Sekunden dauern, bis die kleinen Voransichten geladen wurden. Die Bilder lassen sich in Alben sortieren. Grundsätzlich werden aber immer alle Bilder und Videos gleichzeitig angezeigt.

Multimediamenü

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Das neue Multimedia-Menü lässt sich durch den Druck der entsprechenden Taste aktivieren. Es erlaubt den schnellen Zugriff auf Karten, Bilder, Videos, Anrufe, Spiele und mehr. Die Reihenfolge der Ansichten lässt sich individuell einstellen.

PIM/Office

In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird.

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Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sind sehr umfangreich. Er zeigt das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fenster an. Zudem bietet er die Wahl zwischen Monats- und Wochenansicht. Auch beim N81 8GB wurde wieder das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich.

Damit man unterwegs nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente. Flash (lite) Animationen kann das N81 8GB ebenfalls anzeigen. Seit ein paar Tagen gibt es auf der Webseite von Adobe zudem den Flash Lite 3.0 Player. Werksseitig verfügt das N81 8GB "nur" über die Version 2.0. Ab Werk lassen sich Videos von YouTube also nicht anzeigen. Seit kurzem gibt es hierzu aber eine spezielle Anwendung, "emTube" genannt. Zudem ist damit zu rechnen, dass dieses Feature durch ein Softwareupdate nachgereicht wird. So ist es mittlerweile auch auf dem N95 8GB möglich, Flashvideos von YouTube und Co abzuspielen.

Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können zwar angepasst, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch eigene Profile sind möglich. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des N81 8GB betätigt.

Spiele

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Neu hinzugekommen ist die Fähigkeit, auch sog. N-Gage Games spielen zu können. Auf dem N81 8GB ist dazu ein spezieller Klient vorinstalliert. Drei Demospiele (Space Impact Light, Asphalt Street Runner 3 und FIFA 07) geben einen ersten Ausblick auf die Qualität kommender Spiele. Diese können über eine spezielle Internetplattform käuflich erworben werden. Qualitativ können Sie in etwa mit der Playstation 1 mithalten. Beim Spielen im Querformat bietet das N81 noch zwei spezielle Tasten, die links und rechts neben dem Lautsprecher sitzen und bei Bedarf dezent leuchten. Sämtliche Spiele lassen sich zunäöchst in einer Testversion herunterladen und ausprobieren.

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Der freie Softwaremarkt stellt zudem eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Programmen und Spielen für den solventen Käufer zur Verfügung.

Aktive Standby

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Er zeigt eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht zeigt er allerdings nicht. Wenn der MP3 Player im Hintergrund läuft, wird zudem der aktuelle Song angezeigt und ermöglicht dann den direkten Sprung zum Player. Die jeweiligen Shortcuts können frei belegt werden. Der aktive Standby lässt sich natürlich auch ganz abschalten.

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Hinzugekommen ist eine Suchfunktion. Dazu passend gibt es einen entsprechenden Eintrag im Aktive Standby. Durch die Eingabe bestimmter Begriffe kann man dann im Internet, aber auch auf dem N81 8GB nach Bildern, Musik, etc. suchen.

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Das N81 8GB verfügt über den bekannten MP3 Player mit einem 5-Band-Equalizer. Sein Klang kann in Verbindung mit einem guten Headset - insbesondere mit dem mitgeliefertem Bose QuitComfort 3 absolut überzeugen. Die Lautstärke ist überdurchschnittlich hoch. Schaltet man Loudness und Stereo-Raumklang hinzu, kann man das Klangbild nochmals beeinflussen. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch vorgefertigte Voreinstellungen (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch Eigene) kann der Nutzer Einfluss auf das Klangbild nehmen. Durch den 3.5-mm-Anschluss können auch handelsübliche Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Leider spielt das N81 8GB keine WMA-Dateien ab, die beispielsweise von musicload.de herunter geladen wurden. Es kommt zu einem Zertifikatsfehler. Zudem dauert die erstmalige Initialisierung des MP3 Players (er sucht dann nach neuen Musikstücken) etwa lange.

Die Titel lassen sich auch visualisieren (Album-Grafik, Kreise, Oszilloskop, Spektrum). Der MP3-Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell auf Änderungswünsche und ist gerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktive Standby gut umgesetzt. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Nokia ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks.

Der Klang des MP3-Players ist soweit ausgewogen mit Tendenz zur Bassbetonung. In meinen Ohren ist das N81 8GB sowohl klanglich, als auch technisch ein vollwertiger MP3-Player Ersatz. Um die Bedienung des MP3.Players zu verinfachen, hat Nokia dafür vier spezielle Tasten vorgesehen. Damit kann man den Musik-Player aus allen Anwendungen heraus bedienen.

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Auch das N81 8GB verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion. Dafür gibt es aber die webbasierte, "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Sie lässt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen.

UPnP

Das Nokia N81 8GB unterstützt den UPnP Standard. Mittels eines WLAN-Access-Points können Sie somit ein Heimnetz erstellen und Ihre UPnP kompatiblen Geräte mit WLAN-Unterstützung einbinden. Hiermit ist es dann möglich, die Inhalte des N81 8GB auf einem anderen UPnP fähigen Gerät wieder zu geben.

N95 Menue N95 Menue N95 Menue

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Zudem lassen sich dann Dateien beliebig von einem Gerät zum anderen kopieren, anzeigen oder abspielen.

Zum Einrichten eines Heimnetzes innerhalb des WLANs ist es erforderlich, einen Internetzugangspunkt zu erstellen und zu konfigurieren. Anschließend müssen die anderen UPnP Geräte entsprechend konfiguriert werden. Auf dem Nokia N81 8GB werden die Einstellungen (Datei Freigaben) unter dem Menüpunkt System - Verbind. - "Eig. Geräte " vorgenommen. Wenn Sie einen kompatiblen PC an das Heimnetz anschließen möchten, muss dort die Nokia Media Server-Software installiert werden. Nachdem alle Geräte, die an das Netz angeschlossen sind, konfiguriert wurden, können Sie Ihre Mediendateien für das Private Netz frei geben.

Wenn Sie die Dateifreigabe nutzen, können andere UPnP kompatible Geräte im Heimnetz die frei gegebenen Dateien anzeigen und kopieren. Ebenso ist es möglich, andere frei gegebene Dateien auf dem N81 8GB abzuspielen. So sollen sich auch auf dem PC gespeicherte MP3 bzw. Videos direkt wieder geben lassen.

Klang des Gerätes

Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Smartphone-Niveau (N-Serie). Sie kann meiner Meinung nach aber immer noch nicht mit alten Geräten, wie dem Nokia 6230i(i) oder aktuellen Sony Ericsson Modellen mithalten. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpfer und durch die externen Lautsprecher "blechern" wieder gegeben. Der Klang ist kräftig, so dass die Kommunikation auch in lauteren Umgebungen (Baustellen, Disco) noch klappt.

Die Klangeigenschaften der beiden angebrachten Lautsprecher sind im Radiomodus bzw. als MP3-Player-Ersatz gut. Der Klang ist zwar sehr höhenbetont und "blechern", die maximale Lautstärke dafür aber enorm hoch.

Klang der Bose QuietComfort 3

Bose

Die Firma Bose, bekannt für ihre schon fast legendären Lautsprecher, lies es sich nicht nehmen bei der Special Edition des N81 adäquate Kopfhörer in Form der Bose QuietComfort 3 beizusteuern. Natürlich lässt sich dieses Meisterstück auch ganz hervorragend mit anderen Musikquellen betreiben. Ich habe ihn mit meinem Apple iPhone sowie aktuellen Modellen der N-Serie sowie dem 5610 XpressMusic von Nokia getestet.

Design/Verarbeitung Bose

Bose

Der Bose QuietComfort 3 wird über ein durchschnittlich dickes Kabel, welches sich problemlos entfernen lässt, da es auf beiden Seiten über einen genormten 3.5 mm Klinkenadapter verfügt, an die Audioquelle angeschlossen. So treten im täglichen Einsatz keinerlei Kabelgeräusche auf. Sämtliche Steckverbindungen sind ohne Fehl und Tadel. Natürlich ist der 3.5 mm Anschluss vergoldet. Der Bügel des Bose QuietComfort 3 besteht aus Metall und ist zusätzlich gepolstert. Einklappbar, wie z. B. der Koss Porta Pro oder Modelle der Firma AKG ist er nicht, daher liefert Bose auch eine entsprechendes Transportetui mit. Hierin lässt sich dann auch der Ersatzakku des Kopfhörers zusammen mit seinem Ladegerät verstauen. Ein platzsparender Transport ist so etwas schwieriger.

Die Verarbeitungsqualität des Bose QuietComfort 3 ist überragend. Auch nach mehrwöchigen, intensiven Einsatz hat der Bügel nichts von seiner Spannkraft verloren.

Die beiden Schallwandler sind sehr markant. Träger eines Bose QuietComfort 3 erkennt man so schon vom weiten. Hier wird vom Träger ein gerüttelt Maß an Selbstbewusstsein erwartet. So hatte ich während meines Tests öfter den Eindruck, mit "Mork vom Ork" verwechselt zu werden. Zumindest wenn ich die Blicke der Passanten richtig gedeutet habe ("Nanu Nanu"). Im Zeitalter der in-ear Generation ist ein Bose QuietComfort 3 wohl doch ein seltener Anblick.

Warum benötigt ein Kopfhörer eigentlich Akkus, werden Sie sich beim lesen meines letzten Absatzes sicher gefragt haben. Nun ganz einfach, die Bose QuietComfort 3 verfügen über ein so genanntes "Acoustic Noise Cancelling" System. Hierbei nehmen zwei Mikrofone die Außengeräusche auf und erzeugen ein ähnlich strukturiertes Schallsignal. Da Schallwellen sich bekanntlich gegenseitig aufheben können (einmal vereinfacht dargestellt) wird so eine nahezu perfekte Geräuschdämmung erreicht. Setzt man den Bose einmal auf und schaltet ihn an, so verschwinden die meist gleichförmig (monoton) wirkenden Umgebungsgeräusche im Nichts. Gerade in den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Bus und Bahn, aber auch im Flugzeug kommt man so in den ungestörten Genuss seiner Lieblingsmusik ohne den Gehörgang des Sitznachbar übermäßig mit Nebengeräuschen strapazieren zu müssen.

Klang Bose

Der Bose QuietComfort 3 liefert ein fast überzeugendes Klangbild mit klaren Höhen, stimmigen Mitten und gerade im Bassbereich extreme Reserven. Seine Stärke ist sicher nicht eine neutrale und präzise Wiedergabe, sondern seine Bassbetonung, die gerade beim Einsatz mit bassschwachen Audioquellen wie dem Apple iPhone hervorragend rüber kommt. An meiner Stereoanlage angeschlossen musste der Bose QuietComfort 3 dann gegen meinen Sennheiser HD600 antreten. Dieser konnte aber aufgrund seines wärmeren und präziseren Klanges den Sieg dann aber für sich entscheiden. Leider, leider verkleinert der Bose die "Bühne" der Musik aber sehr stark. So werden Livekonzerte akustisch eher zu einem Clubauftritt. Die Wiedergabe zentriert sich so sehr stark "in der Mitte des Kopfes", Instrumente lassen sich gehörtechnisch nicht mehr eindeutig positionieren und so klingt der Bose leicht "komprimiert".

Im täglichen Einsatz mit iPhone, iPod und Co. muss man gerade im Bassbereich mit dem Bose QuietComfort 3 keinerlei Abstriche machen. Auf diesem Gebiet machten bisher alle von mir getesteten Kopfhörer oder in-ear Modelle schlapp. Das iPhone erzeugt leider einen sehr schwachen Bass. Diese Schwäche teilen aktuelle N-Serie Modelle wie das N81 8GB von Nokia nicht. Kopfhörer wie der Bose decken schlechtes Ausgangsmaterial gnadenlos auf. Fehlcodierte Stellen (Artefakte) in einer Musikdatei ( MP3, AAC und Co.) lassen sich sofort heraushören. Wer also in den vollen Genuss der Leistungsfähigkeit seines Bose QuietComfort 3 kommen will, sollte seine MP3 mit mindestens 256 kbit/s konvertieren und KEIN iPhone nutzen. Der Bose QuietComfort 3 ist geradezu dafür prädestiniert zu zeigen (hören), wie "armselig" der Klang bzw. Equalizer des iPhone wirklich ist. iPOD und iPhone sind in meinen Ohren klanglich sicher keine Referenz, da verlasse ich mich lieber auf meinen eSTAR Laboratories Monolith MX-7010.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden zum Test genutzt. Der Song von Mos Def hat einen extremem Bass und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Um die Audioqualität besser testen zu können, kamen neben dem Nokia N81 8GB noch folgende Klangquellen (mit Adapter)zum Einsatz:

Nokia 5610
Apple iPhone
Nokia N95
Creative
Zen Touch
Monolith MX 7010
iGrado iGrado iGrado
iGrado
iGrado

Gerade bei ruhigen Songs von Sara Brightman oder den Corrs kann der Bose QuietComfort 3 seine Spielfreude voll zur Geltung bringen. Aber auch im Bereich Industrial kommt er aufgrund des starken Bass gut rüber.

Selbst wenn man die Lautstärke auf ein hohes Maß erhöht, können sich die Sitznachbar in geschlossenen Räumen kaum beklagen. Der Einsatz in Bussen und Bahnen braucht daher nicht lang überlegt sein.

Lieferumfang Bose

N81

In der üblichen Blisterverpackung befindet sich der Bose QuietComfort 3 samt Zuleitungskabel mit 3.5 mm Klinkenstecker, zahlreiche Stromadapter für nahezu alle möglichen Stromquellen, ein Adapter auf unterschiedliche Klinkensteckerabmessungen, ein zusätzlicher Akku sowie das passende Ladegerät. In Verbindung mit einem passenden Mikrofonadapter (z. B. den MPA von Shure) kann man mit der Kombination Bose QuietComfort 3/iPhone auch wunderbar mit anderen Mobiltelefonen telefonieren. Das Anschlusskabel des Bose QuietComfort 3 ist dabei ausreichend lang. An das Nokia N81 8GB findet der Bose über das Nokia Musik-Headset HS-45 (mit Fernbedienung AD-54) Anschluss.

Tragekomfort Bose

Der Bose QuietComfort 3 liegt sehr eng am Kopf, sprich an den Ohren an. Löblicherweise verhindert der Bügel hierbei kein Anlehnen des Kopfes an Kopfstützen oder ähnliches. Beim Sport (Langlauf, Radfahren) stört der Bose QuietComfort 3 - trotz den festen Sitzes - nicht. Es sind keinerlei Kabelgeräusche zu hören und die Außenwelt wird wunderbar abgeschirmt, ein ermüdungsfreies Hören über mehrere Stunden ist bei sportlicher Betätigung aber aufgrund des doch hohen Gewichts von 159 g nicht möglich. In Bus & Bahn sowie im Flugzeug kann man aber problemlos mehrere Stunden überbrücken, zumal ein Akkusatz etwa 20 Stunden durchhält.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS Unterstützung leistet es sich keine Schwächen. Auch Internet-Telefonie (Voice-over-IP) ist mit dem N81 8GB möglich. Ein passender Klient (Gizmo) kann über die "Laden!" genannte Funktion aus dem Internet direkt auf das N81 8GB installiert werden.

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Das N81 8GB hat gut bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Das eingebaute WLAN 802.11b/g unterstützt WEP und WPA/WPA2 im Infrastruktur sowie Adhoc Modus. Die Empfangsqualität und -empfindlichkeit ist ebenfalls sehr gut.

Das neue N81 8GB verbindet sich wieder mittels Datenkabel (micro-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Nokia nutzt also nicht mehr den alten Pop-Port™-Anschluss. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Verbindet man sein neues Schmuckstück mit dem PC, hat man die Optionen "Media Player, PC Suite, Datentransfer und Photodrucker". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N81 8GB auch nicht mehr offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 15 Sekunden vom PC in den Hauptspeicher des N81 8GB transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 60 MB) brauchte 2 Minuten für den Transfer.

Über die Option Photodrucker können die Aufnahmen des N81 8GB dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Auch ein Upload an einen Internet Bilderdienst (Flickr und Co) ist möglich. Über das USB-Datenkabel kann das N81 8GB allerdings nicht geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen nach Spezifikation 2.0 sowie A2DP wird unterstützt. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute.

Die 3,5-mm-Klinkenbuchse dient zum Anschluss eines Standard-Kopfhörers.

Internet

Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen N-Serie Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig. Neu ist die Möglichkeit, mit dem N81 direkt online Musik in Nokias Musikshop einkaufen zu können:

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Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser sehr schnell ist. Natürlich ist der N81 8GB Browser in der Lage, Frames sowie PHP anzuzeigen. Auch Popups sind kein Problem. Insgesamt ist er ein vollwertiger Browserersatz. Immer unter der Voraussetzung, dass der User auch über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Denn Eingaben von längeren URL über die normale Tastatur sind halt nicht immer flott zu erledigen. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim N81 8GB Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 150%).

Ein Popup-Fenster bietet die am meisten gebräuchlichen Funktionen an. Aufgrund des großen Speichers des N81 8GB lässt es sich nunmehr wirklich problemlos und absturzfrei surfen.

GPS (Karten)

Über ein im Zubehörhandel käufliches externes GPS Modul (z. B. das Nokia Funk-GPS-Modul LD-3W) lässt sich das N81 8GB als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann über Nokia Maps online (also per WLAN oder UMTS) heruntergeladen. Günstiger und schneller lädt man die Straßenkarten aber über die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de). Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung.

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Das von mir getestete Nokia Funk-GPS-Modul LD-3W verfügt wohl nicht über einen Sirf-III Chipsatz, der erste Satfix dauert daher etwas länger. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Eine Tatsache, die aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Tunnel und Dächer sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" funktioniert zuverlässig.

Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto). Für denjenigen unter Ihnen, der eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch zu nehmen pflegt, ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programmen, wie Route66 sicher nicht unbedingt notwendig ist.

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Die Nokia Maps Software des N81 8GB lässt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels).

Die Routenplanung selber ist kostenpflichtig, hierzu hat Nokia entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich) entwickelt. Eine kostenlose - 3 Tage gültige - Testlizenz ermöglicht schon mal eine Schnuppernavigation. Die 7 Tage-Lizenz wird für 6,49 Euro, die 30-Tage-Lizenz für 7,99 Euro angeboten. Eine Jahreslizenz gibt’s für 59,99 Euro und wer sich richtig lange an Nokia binden will, kann eine 3-Jahres-Lizenz für 69,99 Euro erwerben.

Kamera/Video

Die Kamera des Nokia N81 8GB ist sicher nicht das herausragende Merkmal. Eine 08/15 Optik samt 20-fachen Digitalzoom ist nämlich nicht die beste Voraussetzungen für Bilder, die auch eine 08/15 Digicam von Aldi ersetzen könnte. Im Bereich Videoaufnahmen ermöglicht das N81 8GB Videoaufnahme VGA Auflösung (640x480 Pixel) bei 15 Bildern pro Sekunde.

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Das N81 8GB bietet dem Hobbypaparazzi einige Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität und lässt dem Fotografen die Wahl, ob die Bilder gleich in ein Album eingefügt werden sollen und/oder gleich nach dem Schuss angezeigt werden. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 20-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden. Diverse Motivprogramme erleichtern die Arbeit des Fotografen, indem sie die Kamera automatisch den Bedürfnissen anpassen. Die Kamera an sich wird wie eine normale Digicam bedient. Hierzu wird sie - wie beim Sony Ericsson K850i auch - im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 1 Sekunde. Ein Kameralicht (kein echter Xenon, sondern eine LED) kann auch hinzugeschaltet werden. Es erhellt Motive in einem Abstand von max. 1 Meter.

Die Qualität der Bilder ist in meinen Augen schlechter als bei allen bisherigen Modellen von Nokia. Einen Qualitätsunterschied zu Aufnahmen aktueller Kameras von Sony Ericsson, Samsung, LG und Co. aber auch aus eigenem Hause kann man auf den ersten Blick deutlich erkennen.

Akkulaufzeit

Mit dem 1050 mAh starken Akku lässt sich ein eintätiger Messeeinsatz mit vielen Telefonaten überbrücken. Bei nicht ganz so intensiver Nutzung hält der Stromspeicher etwa 3 Arbeitstage. Bei Dauernavigation (eingeschaltetem Display und Sprachausgabe) oder dem Einsatz des WLAN bettelt der Akku allerdings bereits nach etwa 3-4 Stunden um Hilfe (wobei das GPS Modul natürlich extern mit Strom versorgt wird) aus der Steckdose.

Nutzt man nur den MP3-Player (Display möglichst wenig an), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 10 Stunden (bei Nutzung von A2DP ist aber schon nach etwa 5 Stunden Feierabend). Bei sehr moderater Nutzung verschafft man sich etwa 3-4 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Stand-by bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 6 Tage. Rund vier Stunden Sprechzeit im GSM-Netz und etwa 2,5 Stunden im UMTS-Netz sind möglich.

Fazit

Autor
Die bereits hinreichend bekannten 3rd Edition Funktionen wurden beim N81 8GB im Feature Pack 1 1:1 übernommen. Die Displaygröße im Verhältnis zur Displayauflösung ist in meinen Augen gut. Auch bei näherem Hinsehen lassen sich einzelne Pixel nicht erkennen. Die Leuchtstärke des N81 8GB ist im Vergleich zum alten N95 deutlich besser. Im Bereich Multimedia und Video bietet das N81 8GB mit 2-Megapixel-Kamera ohne Xenon-Blitz sicher keine "state-of-the-art" Funktionalität. Die Qualität der Bilder der Kamera ist wenig überzeugend. Da können aktuelle Mobiltelefone der Drei und mehr Megapixel-Klasse nur müde lächeln. Navigation ist leider nur mit einem zusätzlichen GPS Modul möglich. Der Gelegenheitsnavigierer kommt damit gut klar. Insgesamt ist das Ausstattungspaket des N81 8GB sicher gut, seine musikalischen Fähigkeiten lassen sich sehen, der Einsatz als mobile Spielkonsole ist durch die zusätzlichen Spieletasten durchaus vorstellbar, nur leider sind die bisher speziell für die N-Gage Platform entwickelten Spiele keinen Kauf wert. Von daher will der Einsatz des doch sehr speziellen N81 8GB gut überlegt sein.
Wer ein Kamerahandy mit WLAN sucht und auf die überragende Erweiterungsmöglichkeit von Symbian angewiesen ist, sollte zum N95 (8GB) greifen. Wer nur ein gutes Kamerahandy sucht und auf WLAN und Symbian keinen Wert legt, dem würde ich zu einen zweiten Blick auf Modelle wie Sony Ericssons K800i/K810i/K850i oder Samsung G600 bzw. LGs Viewty raten. Wer einen echten optischen Zoom braucht, kommt im Moment nicht um das Nokia N93(i) bzw. Samsung G800 herum. Die entsprechenden Tests der Geräte finden Sie hier auf meiner Seite. In der N-Serie hat das N81 8GB aber ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.




  

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