Nokia N73 Music Edition Testbericht


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 20.10.2014 10:04h
Punkte   (9 von 10)

Hersteller:
Nokia

Modell:
Nokia N73
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N73 Support
N73 Softwareupdate


Revisionsnummer: 1.00 vom 30.01.2007

Einleitung

"I just can't get enough". Diese Textzeile eines bekannten Depeche Mode Songs müssen die Designer und Marketingexperten bei Nokia wohl im Kopf gehabt haben, als sie beschlossen, ein weiteres Mobile aus der N-Serie in den "Music-Edition Adelsstand" zu erheben. Nun hat es auch das schon etwa länger verfügbare Nokia N73 erwischt. Die N73 Music Edition (kurz N73 ME) wurde geboren. Um auch gleich etwas "exklusives" im Portfolio zu haben, gibt es diese N73 ME auch in der limitierten "Depeche Mode" Edition. Als Depeche Mode Fan der ersten Stunde, habe ich mir gleich mal ein N73 ME Depeche Mode Edition besorgt.

Eins vorneweg, bis auf eine Handvoll Musikstücke (8 an der Zahl) im geschützten AAC Format sowie zwei pixeligen Livevideos zeigt das N73 ME Depeche Mode keinerlei weitere Anzeichen seiner Exklusivität.

Wie auch das normale N73, verfügt die Music Edition (oder Depeche Mode Edition) über eine 3.2-Megapixel-Kamera (2.048 x 1.536 Pixel) mit einer Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom, Autofokus und einem Modus für Nahaufnahmen. Videoaufnahmes werden im MPEG4 Standard mit 352x288 Pixeln bei etwa 15 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Die Musikstücke und Sounds erfreuen das Publikum dann mit einem beeindruckenden 3D-Stereo-Raumklang. Das N73 ME ist die direkte Konkurrenz zum Sony Ericsson K800i und soll Nokia weitere Martanteile in der hart umkämpften Walkmanhandy Sparte sichern. Gängige Ausstattungsmerkmale, wie Triband GSM und UMTS Unterstützung vervollständigen das Bild. Die vielen Funktionen, gepaart mit einem - ganz in schwarz gehaltenenem Design, ergeben zwar keinen neuen Verkaufsschlager, runden die Produktpalette von Nokia aber wunderbar ab. In meinem Testbericht werde ich versuchen, alle Höhen und Tiefen des Gerätes auszulooten.

Design

Auf den ersten Blick fällt einem das riesige Display des N73 ME ins Auge. Mit seiner 2.4 Zoll (etwa 6 cm) umfassenden Diagonalen ist es beeindruckend gross. Nur das bald erhältliche Nokia N95 hat ein noch größeres Display vorzuweisen.

Nokia N73

Das N73 ME selber hat Abmessungen von 110 x 49 x 19 mm bei einem Gewicht von 116 gr. Es liegt damit in Bereich des "normalen". Das K800i verbucht hier Abmessungen von 105 x 47 x 22 mm und 115 gr. Das N73 Me ist damit leicht größer und schwerer. Die Tastatureinheit ist mit einem chromfarbenem Ring abgesetzt. Das im edlen schwarz gehaltene Design macht das N73 zu einem echten.

Technik

V 3.0638.0.0.30
30.10.2006
RM-133
Nokia N73 (02)

Das N73 verfügt über etwa 40 MB RAM, dafür sind etwa 19 MB für Anwendungen frei. Die interne "Festplatte" stellt etwa 40 MB bereit. Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierte Programme müssen sich diesen relativ großen internen Speicher teilen. Da selbst 40 MB nicht mehr ausreichen, bietet das N73 Unterstützung für miniSD Speicherkarten. Laut Homepage von Nokia unterstützt es miniSD Karten bis 2 GB. Eine großzügig dimensionierte Speicherkarte mit 2 GB wird diesmal mitgeliefert.

Lieferumfang

Im schwarz gehaltenen und leicht "extravaganten" N-Serie Karton findet der N73 Käufer:

  • Nokia N73
  • Nokia Musik-Headset HS-28
  • Nokia Fernsteuerung AD-41
  • Nokia Reiseladegerät AC-4
  • Nokia Ladeadapter CA-44
  • Nokia Batterie BP-6M (Li-Ion, 1100mAh)
  • Nokia Connectivity Cable CA-53
  • 2 GB miniSD-Speicherkarte
  • CD-ROM (inkl. PC Suite)
  • Bedienungsanleitung, Kurzanleitung und Anleitung zur Nutzung von Zusatz-Anwendungen


Verarbeitung/Haptik

Auf den ersten Blick wirkt das ganz in schwarz gehaltene N73 Music Edition sehr trendy und wertig. Auf den zweiten Blick muss sich Nokia aber diesmal wieder ein paar Kritiken gefallen lassen. Bei meinem Testgerät war der Joystick nicht gerade eingebaut, sondern leicht schief.

Nach einigen Stunden Einsatz hatte ich ihn zudem schon verloren. Eine Ersatzteilbestellung stellte sich als nicht sonderlich einfach heraus. Nach etwa 1 Wochen hatte ich dann aber Ersatz.

Sorry Nokia, aber das darf nicht passieren. Insgesamt sind die Tasten des N73 sehr klein ausgefallen, fast zu klein. Selbst eine zierliche Frauenhand wird nicht viel Spaß beim "extrem SMS'en" haben. Gut, die meisten Kontakte werden wahrscheinlich eh aus Outlook gesynct, somit sind dann manuelle Eingaben von Ziffern wohl eher selten notwendig. Für den Nachrichtenfreak ist das N73 ME aber sicher nicht die richtige Wahl.

Der Joystick - sofern er denn dann wirklich fest eingebaut ist - reagiert präzise, ist auf der Oberseite aber leider nicht beschichtet. Er besteht aus einem eher glattem Kunststoff, so dass man schneller abrutschen kann. Kleiner Tipp (ohne Übernahme einer Garantie): einen Klecks Heisskleber auf die Oberseite soll die Benutzung deutlich vereinfachen.

Die beiden Drücker links und rechts neben dem Joystick (zwei Softkeys sowie die Rufannahme- und Rufbeenden Taste) sind ausreichend gross dimensioniert. Die Menütaste, die Stifttaste (zum markieren und kopieren kleinerer Texte), die Musikplayertaste (als Kurzwahl für den neuen Musikplayerr) und die Löschtaste (C) umrahmen die kleine Tastatur. Diese hat in etwa die Größe einer SD Karte. Die Tasten selber sind ohne Abstände dicht an dicht aufgereiht. Sie weisen einen leicht schwammigen Druckpunkt auf. Die Position der Stift- und der C-Taste hätte man besser vertauschen sollen.

Nokia N73

An der linken Aussenseite befindet sich das Infrarotauge des N73 MEsowie die Halterung für eine Trageschlaufe. An der rechten Aussenseite findet der N73 ME Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der MP3 Wiedergabe) sowie die Kamerataste. Zudem eine spezielle Wiedergabetaste zum direkten Zugriff auf die Bilder und Videos der Galeriefunktion.

 

Die Tastatur ist bläulich beleuchtet. Insgesamt kann die Verarbeitung des N73 noch als gut bezeichnet werden. Da die Cover auch beim N73 Me nur geclipt sind, ist allerdings damit zu rechnen, dass sich Staub unter dem Cover sammeln wird. Der Akkudeckel samt integrierter Kameraabdeckung neigt etwas zum knarzen. Das N93 ist z. B. deutlich besser verarbeitet, auch das K800i kann hier glänzen.


Display


Das Display mit 2,4-Zoll-Aktivmatrix (Displaydiagonale: 6 cm) bei 262.144 Farben und einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln dürfte dem geneigten Leser in ähnlicher Form schon vom Nokia N71 bekannt sein. Es hat sich im Vergleich zum N73 nicht verändert.

Die höhere Auflösung des Nokia N80 und CO. vermißt man beim N73 ME nicht. Die Größe der Icons steht in einem ausgezeichnetem Verhältnis zur Größe des Displays. Icons und Schriftarten wirken groß und lassen sich gut ablesen. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Die Helligkeit an sich wird wieder mittels eines Lichtsensors automatisch angepaßt. Sie läßt sich aber zusätzlich manuell anpassen. Das N73 Music Edition verfügt über den schon vom Nokia N80 bekannten Schlafmodus. Nach einer vom Nutzer vorgegebenen Zeit (1 Minute bis 30 Minuten) schaltet sich das Display komplett ab. Mittels einer blaue Leuchtdiode teilt das Nokia dann mit, dass es noch "am Leben" ist. Solange sich das Display nur im Standby befindet, informiert es seinen Besitzer über entgangene SMS oder Anrufe. Zudem wird die Uhrzeit samt Datum eingeblendet (weißer Balken auf dunkelblauem Hintergund).Was die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung betrifft, hat mir das Display des N93 persönlich besser gefallen.


Inbetriebnahme

Nach Einschalten - und der für Series60 Verhältnisse üblichen Gedenkzeit von etwa 40-50 Sekunden - ist das N73 ME einsatzbereit. Sowohl das N93 als auch das K800i sind hier deutlich schneller einsatzbereit. Ein Einstellungswizard für die Netzbetreibereinstellungen sowie eine kurze Einführung zu jedem wichtigen Punkt (mittels des neue Flash Player lite erstellt) erleichtern den Umgang mit den umfangreichen Funktionen des neuen Gerätes.

Menü/Funktionen

Nachdem man die Menütaste des N73 gefunden hat (links neben den Zifferntasten 1 und 4), zeigt die 3rd Edition der Series60 auf der Hauptebene 13 Menüpunkten.

Auch das N73 ME verfügt wieder über die - schon von anderen S60 betriebenen Mobiles - bekannte 3x4 Matrix. Das Menü läßt sich beliebig anpassen, Menüpunkte lassen sich in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt werden, Ordner und Programme umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Die eingesetzten Icons sind neu gestaltet worden. Installierte Software findet man im Ordner "Programme". Der Quermodus (4x3 Matrix) wird im Moment - neben der Galeriefunktion, nur noch vom Realplayer genutzt. Das Menü selber läßt sich nicht auf Quermodus umstellen.

Der Realplayer stellt Videos natürlich auch im Vollbildmodus dar. Selbst Videos mit der N80 üblichen Auflösung von 352x288 Pixel werden klaglos abgespielt.

Die bisherigen Nokia typischen Funktionen der 3rd Edition sind nahezu unverändert. Alle von Nokia bekannten PIM Anwendungen (Organizer) sind wieder vorhanden. Sie entsprechen denen der anderen 3rd Edition Modelle (N80/N73 und Co).

N95 Menue N95 Menue N95 Menue N95 Menue N95 Menue

Es handelt sich um nur leicht erweiterte Funktionen und Programme, wie sie auch schon von den bisherigen S60 Mobiles (N70) bekannt sind. Aufzuführen ist der Umrechner für Einheiten (Fläche, Energie, Länge, Masse, Leistung, Druck, Temperatur), eine Weltuhr, eine Notizfunktion und eine Recorderfunktion für Sprachnotizen. Ebenfalls mit an Bord ist das obligatorische Lifeblog. Das Nokia Lifeblog sortiert automatisch alle Fotos, Videoclips und MMS-Mitteilungen in übersichtlicher Reihenfolge, so dass diese mühelos angezeigt, durchsucht, bearbeitet und gespeichert werden können.

Die Galeriefunktion des N73 ME wurde nicht überarbeitet. Bei vielen Bildern (ich hatte etwa 60 Aufnahmen auf der Speicherkarte) dauert es ein paar Sekunden, bis die kleinen Voransichten geladen wurden.

In den Kontakten lassen sich z. B. Daten für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt läßt sich ein Mini-Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird.

Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalender sind sehr umfangreich. Er zeigt das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels einen kleinen Popup-Fenster an. Zudem bietet er die Wahl zwischen Monats- und Wochenansicht.

N95 Menue N95 Menue N95 Menue N95 Menue

Fotos oder Bilder können als Hintergrund genutzt werden. Die Profile können zwar angepaßt, aber S60 typisch immer noch nicht Zeit gesteuert werden. Auch zwei eigene Profile sind möglich. Auch der aktive Standby ist wieder mit dabei. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter an der Oberseite des N73 ME betätigt.

Auch das N73 verfügt über ein echtes Radio, leider ohne RDS Funktion. Dafür gibt es aber die webbasierte und "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Diese Funktion läßt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen.

Menübilder des N73 finden Sie hier. Ein Video des Nokia N73 Menü habe ich hier zur Verfügung gestellt.

Aktive Standby

N95 Menue

Er zeigt eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen, Geburtstage von Termine. Eine Terminübersicht zeigt er allerdings nicht. Wenn der MP3 Player im Hintergrund betrieben wird, zeigt er zudem den aktuellen Song an und ermöglicht den direkten Sprung zum Player. Die jeweiligen Shortcuts können frei belegt werden. Der aktive Standby läßt sich natürlich auch ganz abschalten.


Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Das N73 Music Edition verfügt über einen neuen MP3 Player. Mit seinen Klangreglern (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch eigene) kann er in Verbindung mit einem guten Headset überzeugen. Die Lautstärke ist durch die Option "Loudness" überdurchschnittlich hoch, voruasgesetzt man verwendet nicht die mitgelieferten inear Kopfhörer, sondern eine paar "normale" (z.B. AKG oder Koss Porta Pro). Schaltet man den Stereo-Raumklang hinzu, kann man das Klangbild nochmal beeinflußen. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch den alten Pop-Port Anschluß können handelsübliche 3.5mm Walkmankopfhörer aber nur über den mitgelieferten Adapter genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Musiktracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflußt werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Der neue Musikplayer unterstützt zudem Album-Grafiken.

N95 Menue N93 Menü N93 Menü N93 Menü N93 Menü N93 Menü N93 Menü

[Das abgebildete Depeche Mode gehört NICHT zum Lieferumfang, kann aber auf meiner Seite runter geladen werden].

Die Titel lassen sich durch eine Art von Grafikequalizer auch in zwei verschiedenen Ansichten visualisieren. Alternativ stellt das N73 ME an dieser Stelle die Album-Grafik in Vollbild dar. Der MP3 Player ist natürlich multitaskingfähig, reagiert schnell auf Änderungswünsche und ist gerade in Verbindung mit der Steuerung über den aktiven Standby gut umgesetz,. Als Hörbuchplayerersatz ist er allerdings nur bedingt tauglich. Wenn der Player beendet wird, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter.

Der Klang des MP3 Player ist ausgewogen, und mit einem geschlossenem Kopfhörer auch im Bassbereich ausreichend vertreten. Gerade hier hilft es, die Klangeinstellung "Bass-Booster" manuell zu optimieren. Insgesamt ist der Klang etwas besser, als beim N80 oder dem normalen N73. Die Music Edition ist in meinen Augen jedenfalls ein vollwertiger MP3-Player Ersatz.


Office

Auch beim N73 wurde das altbekannte Quickoffice (Word, Excel, und Powerpoint Viewer) vorinstalliert. Hiermit lassen sich die genannten Dokumente allerdings nur ansehen, editieren ist nur mit der Vollversion möglich. Und damit man unterwegs auch nicht an Langeweile stirbt, gibt es zudem noch den Adobe Acrobat Reader LE (1.5) für PDF Dokumente.

N93 Menü N93 Menü


Klang

Die Wiedergabequalitäten im Gespräch können auch beim Nokia N73 ME nicht mit einem Nokia 6230i(i) mithalten. Aus welchen Gründen auch immer, der Gesprächspartner wird etwas dumpfer und "blechener" wieder gegeben. Die Empfangs- und Sendeleistungen sind auf typischem Smartphoneniveau. Auch hier ist das Nokia 6230(i) besser. Es übertrifft hier allerdings fast alle neueren Modelle der N-Serie.

Die Klangeigenschaften des eingebauten Lautsprecher sind im Radiomodus bzw. als MP3 Playerersatz völlig ausreichend. Bei höheren Tönen neigen sie aber leichter zum übersteuern (eine Art von "Klieren").

Das N73 kann zudem Klingeltöne in 3D wieder geben. Hierzu bietet es diverse Einstellungmöglichkeiten. Z. B. läßt sich die Schallkurve ändern (Kreis, Vorbeiflug, ZickZack, Schlaufe, Zufall) und die Schallkurvengeschwindigkeit variieren (langsam bis schnell). Zudem kann ein Echo hinzugeschaltet werden, hier stehen die Programme Wohnzimmer, Höhle, Bahnhof, Wald, Rohr, Unter Wasser zur Auswahl. Diese Klangeinstellungen haben tatsächlich Einfluß auf die Art und Weise, wie das menschliche Ohr den Klingeton wahr nimmt. Technisch möglich ist die durch die eingebauten Stereo Lautsprecher (oben und unten am Gerät) sowie eine ausgeklügelte Software.

Nokia N73 Menue Nokia N73 Menue

Insgesamt sehr beeindruckend.


Konnektivität


Das N73 ME bietet das obligatorische Datenkabel mit USB 2.0-Schnittstelle für USB-Verbindungen (max. 12 MBit/s) über den Pop-Port™-Anschluss; das mobile Gerät lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop.

Stöpselt man das N73 an das Datenkabel und an den PC hat man die Optionen "Media Player, PC Suite, Datentransfer und PictBridge". Im Datentransfer/Media Player Modus geht das N73 ME dann allerdings Offline und man kann für die Dauer der Datenübertragung telefonisch nicht mehr erreicht werden.

Über die Option PictBridge können die Aufnahmen des N73 ME dann direkt ausgedruckt werden, vorausgesetzt der Drucker ist PictBridge fähig. Über das Datenkabel kann das N73 ME nicht geladen werden. Eine eigene Dockingstation hat es auch nicht. Das N73 Music Edition unterstützt Bluetooth Funkverbindungen nach Spezifikation 2.0. A2DP fehlt aber auch hier. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur werden unterstützt. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt nun auch eine Syncronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt.

Internet

Die neue S60 Browser basiert auf Safari's WebCore und wird auch auf dem N73 ME genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zomm in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig.

Im Gebrauch zeigt sich, dass der neue Browser viel schneller ist als Nokias vorhergehende Bemühungen, kommt somit viel näher an die Browser von Opera und Netfront heran. Um nochmals mehr Speed zu erreichen, ist auch Operas Webbrowser in der "Mobile" Version anzuraten. Insgesamt werden sowohl Java, als auch PHP unterstütze Seiten fast fehlerfrei angezeigt. Leider nicht immer im vom PC gewohnten Design.

Nokia N93 Nokia N93 Nokia N93

Kamera/Video

Der Schwerpunkt beim Nokia N73 ist die Kamera, keine Frage. Nicht kleckern, sonder klotzen ist hier bei Nokia die Devise. Die schon vom Nokia N90 bekannte Marketingmasche wurde auch beim Nachfolger N73 genutzt. Eine Carl Zeiss Tessar™ Optik samt 20-fachen Digitalzoom, Autofokus und Modus für Nahaufnahmen sind beste Voraussetzungen für einwandfreie Bilder, die auch die 08/15 Digicam von Aldi ersetzen sollten. Im Bereich Videoaufnahmen ermöglicht das N73 Videos mit maximal CIF Auflösung (352x288 Pixel) bei 15 Bildern pro Sekunde. Videos in VGA sind nicht möglich, auch nicht mit der für Videotelefonie gedachten VGA Frontkamera auf die ich nicht weiter eingehen werde.

Das N73 ME eröffnet dem Hobbypaparazzi Einstellungsmöglichkeiten bei der Bildqualität (von 0.3 Megapixel für MMS bis hin zur maximalen Qualität von 3 MP für Ausdrucke). Es läßt dem Fotografen die Wahl, ob die Bilder gleich in ein Album eingefügt werden sollen und/oder gleich nach dem Schuss angezeigt werden. Mangels optischem Zoom kann nur ein digitaler 20-fach Zoom dauerhaft hinzugeschaltet werden.

Diverse Motivprogramme (Auto, Benutzerdefiniert, Nahmaufnahmen, Portait, Landschaft, Sport, Nacht, Portrait bei Nacht) erleichtern die Arbeit indem sie die Kamera automatisch den Bedürfnissen anpassen. Im Gegensatz zum Nokia N93 bleibt auch beim Programm "Nahaufnahmen" der Autofocus eingeschaltet. Ein Selbstauslöser mit Timer zwischen 0, 2, 10 und 20 Sekunden sowie ein Sequenzmodus für mehrere Bilder in "schneller" Folge runden das gelungene Bild ab. Schnell ist hierbei relativ. Eine gute DSLR Kamera bringt natürlich deutlich mehr.

Es stehen 4 Kameratöne (nicht komplett abschaltbar) zur Auswahl. Der Kameraton läßt sich abschalten, wenn als Profil "Lautlos" gewählt wurde, bzw. die Warntöne abschaltet.

Man gebe dem Bild dann noch einen Namen (Datum oder Text) und zeige dem N73 ME, wo es seine Bilder speichern soll (interner Speicher oder Speicherkarte) und es kann los gehen.

Die Kamera an sich wird wie eine normale Digicam bedient. Hierzu wird sie - wie beim Sony Ericsson K800i auch - im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann den Autofokus und die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 1,5 - 2 Sekunden. Ein Blitz (LED) kann auch hinzugeschaltet werden. Hier hat man dann die Wahl zwischen Automatisch, Ein, Rote-Augen-Reduktion und Aus. Der Blitz kommt aber längst icht an die Qualität der XENON Version des K800i heran.

Da die N73 ME Kamera bei starkem Sonnenlicht schnell zum übersteuern neigt, läßt sich die Helligkeit durch Auswahl des Belichtungswertes (-2,0 bis +2,0) sowie durch Auswahl der Lichtempfindlichkeit (ISO) beeinflußen. Hier hat man die Möglichkeit zwischen Automatisch, Niedrig, Mittel und Hoch zu wählen. Auch ein Weißabgleich steht dem Hobbypaparazzi zur Verfügung. Die Qual der Wahl hat er dann zwischen den Optionen Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht. Auch hiermit läßt sich der - wirklich guten Automatik - unter die Arme greifen. Abschliessend wird noch der Farbton des Bildes gewählt: Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig - die letzte Option betont nochmals die Farben eines Bildes - und fertig ist der 1000 € Schnappschuss in sehr guter Qualität. Die Kamera ist besser als beim N93. Einen Qualitätsunterschied der Aufnahmen zum Sony Ericsson K800i kann ich nicht erkennen. Beide Kameras dürften in etwa gleichwertig sein.

Beispielbilder N73 (756x567 Pixel)
Beispielbilder N73 (2048x1536) zum Download (RAR Archiv)
Vergleichsbilder N93 (2048x1536) zum Download (RAR Archiv)

Videos nimmt das N73 - im Gegensatz zum N93 - "nur" in CIF Auflösung mit maximal 352x288 Pixeln auf. Auch hier stehen eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Trotzdem eine deutlich höhere Auflösung, als beim N70 oder K800i.

Ein Videostabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen, der Aufnahmeton kann abgeschaltet werden, zudem läßt sich die Qualität der Aufnahme in drei Schritten (Hoch, Normal, Niedrig) beinflussen. Dem Hobbyfilmer stehen auch hier wieder Motivprogramme (Auto, Nacht) zur Verfügung, ebenso der Weissabgleich (Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht) und die Wahl des Farbtons zwischen den Optionen Normal, Sepia, Schwarzweiß, Negativ und Kräftig. Natürlich sind die Videoaufnahmen des N93 deutlich besser. Sie lassen sich auch nicht auf dem Realplayer des N73 ME abspielen, dafür dürfte der verbaute OMAP Prozessor mit seinen 206 MHz zu langsam sein.

Themen

Das N73 ME verfügt über fünf themenbezogene Motive für die Benutzeroberfläche (Nokia, Glass, Lights, Stave, Waveform). Es lassen sich zudem alle 3rd Edition kompatiblen Themen aufspielen. Im Internet findet man davon mittlerweile genug (www.zedge.no, www.symbianthemes.com und Co.).

N73 Themes
Themen für S60


Kompatible Software

Hier mal ein paar Websites/Programme, die bereits auf die 3rd Edition und Symbian 9.1 umgestellte Software anbieten.

Mobile2day mobilreview Symbian9 my-symbian


Akkulaufzeit


Da beim N73 ein großer BP-6M (Li-Ion, 1100mAh) verwendet wird, sind die Akkulaufzeiten im Verhältnis zu seinen Fähigkeiten sehr gut. Sie liegen auf oberem Niveau. Da das N73 über kein WLAN verfügt, kann der Akku aber auch nicht so schnell in die Knie gezwungen werden. Quasselstrippen oder Personen, die ihre Finger nicht vom N73 lassen können werden den Akku trotzdem schnell (nach einem Arbeitstag) in die Knie gezwungen haben. Nutzt man nur den MP3 Player, kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 12-14 Stunden. Bei moderater Nutzung verschafft man sich etwa 3-4 Tage Ruhe vor der Steckdose und im Standby bei guter Netzabdeckung geht es auch mal 5 Tage. Die o.a. Zahlen gelten ausschliesslich im GSM Modus. Im UMTS Netz reduzieren sich die Akkulaufzeiten nochmals.

Zubehör

Nokia Zubehör

Fazit

Die bekannten 3rd Edition Funktionen wurden auch beim N73 Music Edition eins zu eins übernommen. Die Displaygröße im Verhältnis zur Displayauflösung ist in meinen Augen optimal gewählt. Die Icons sowie Texte sind schön groß und insgesamt ist das Display wirlich optimal ablesbar. Ein Quermodus - wie beim E60 - hätte dem N73 ebenfalls gut zu Gesicht gestanden, zumal diese Funktion ja auch von der Galerie genutzt wird. Diese ist übrigens deutlich schneller, als noch zu Zeiten des N70.

Im Bereich Video hat das N73 keine wirklich neuen oder aufregenden Besonderheiten zu bieten. Die Qualität der Videoaufnahmen ist für den Mobilesektor - obwohl nur CIF Auflösung - gut. Videos mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde schafft kaum ein anderes Gerät. DIe Qualität der Bilder suchgt im Moment ihresgleichen, da können nur das K800i oder das LG KG920 mithalten. Im Kamerabereich kommt der Autofocus durchaus an die Qualität des Sony Ericsson K800i heran. Der neue Musikplayer des N73 ME ist wirklich super gelungen. Er stellt im Vergleich zum N73 zwar keinen Quantensprung dar, verfügt aber über sehr sinnvolle Erweiterungen.Wer also ein gutes Kamerahandy sucht und auf die überragende Erweiterungsmöglichkeit von Symbian angewiesen ist, kann bedenkenlos zum N73 greifen. Wer ein gutes Walkmanhandy sucht, sollte dann zur Music Edition greifen. Die mitgelieferte 2 GB Speicherkarte sowie der neue Musikplayer sind afür prädestiniert. Alle andren greifen halt zum Sony Ericsson K800i, dessen Test finden Sie hier.

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