Nokia N78 Testbericht

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 15.07.2008
Punkte bluebluebluebluehalf  (7 von 10)


Testbericht Nokia N78 von www.mobile-reviews.de


Hersteller:

Nokia


Modell:

N78


Preis:

240 €


Bilder:

N78-Galerie
Kamerabilder


Links:

Softwareupdate

Revision 1.0 vom 16.07.2008
Revision 1.1 vom 13.10.2008 (Firmware, Ergänzungen)

Das N78 ist der offizielle Nachfolger des betagten N73 und kann leichte Designanleihen beim N81 nicht verleugnen. Es unterstützt wie nahezu alle N-Serie Geräte den Dualmode (UMTS/GSM) und ist ein Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Eine automatische Frequenzband-/ und Modus-Umschaltung ermöglicht den Wechsel zwischen GSM und UMTS, ohne das Mobiltelefon neu booten zu müssen. Dabei bietet N78 ein 2.4 Zoll großes QVGA-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel, eine 3.2-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus samt 20-fachem Digitalzoom und einer Optik von Carl Zeiss. Es verfügt über ein integriertes GPS-Modul samt A-GPS zur Positionsbestimmung und Navigation. Kartenmaterial wird für über 100 Länder angeboten. Die Navigation ist allerdings kostenpflichtig. Eine kostenlose Testphase ist aber möglich. Seine Daten speichert es im etwa 70 MByte (MB) großen internen Speicher sowie auf microSD-Speicherkarten. Momentan ist das Gerät ganz gut zu bekommen und kostet etwa 490 €. Ob das N78 an den Erfolg des Verkaufsschlagers N73 andocken kann, oder doch eher ein Nischenprodukt ist, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

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(Hier gibt es mehr Bilder)

Auf den ersten Blick sieht man sofort die Anleihen an das Design des N81. Das N78 kommt also praktisch als N81 in Barrenform daher. Sine Abmessungen von 113 x 49 x 15 Millimetern beim einem Gewicht von 102 Gramm macht es schlanker und leichter als das N81. Zum Vorgänger N73 sind es immerhin noch knapp 15 Gramm weniger. Die Front wird von einem schwarz glänzendem Kunststoff dominiert. Die Anordnung des Navikeys und der Softkeys unterhalb des Displays entspricht dem N81 und ziert auch zukünftige Modelle des Herstellers, wie N96 und Co. Die Tastatur ist eher filigran ausgefallen. Um das N78 herum verläuft ein bronzefarbener Rahmen. Die beiden Stereolautsprecher befinden sich an der Ober- und Unterseite des N78.

Größenvergleich (N78 - Apple iPhone - HTC Touch Diamond - Nokia E71)

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Lieferumfang

In einer typischen Nokia N-Serie-Verpackung findet man das notwendigste, um sein N78 ins Leben zu rufen.

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  • Nokia N78 inkl. Nokia microSD-Speicherkarte MU-37 (2 GByte)
  • Nokia Akku BL-6F
  • Nokia Reise-Ladegerät AC-5E
  • Nokia Musik-Headset HS-45, AD-54
  • Nokia Micro-USB-Datenkabel CA-101
  • Bedienungsanleitung
  • Kurzanleitung
  • DVD

Eine microSD-Speicherkarte gehört mit zum Lieferumfang.

Verarbeitung/Haptik

Das N78 wird in Finnland hergestellt. Ein Zeichen für Qualität? Nun ja, unterschiedliche Spaltmaße sind sicher nicht das Problem des N82. Leider, leider, leider, ist die Verarbeitung des neuen N-Serie Modells aber fernab von perfekt. Mein N78 weist z. B. einen Mangel in der Navigationseinheit auf. Die sensorähnliche Menü-Taste meines N78 reagierte nur auf deutlichen Druck.

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Die verbauten Drücker in der Navieinheit, sprich Softkeys Der Navikey des Nokia N82 ist nicht mehr so schwammig wie beim N81 und verfügt auch über die - abschaltbare - sensorische Funktion. Die einzelnen Richtungen des Navikeys können frei mit Funktionen belegt (z. B. Navikey hoch = Nachrichten) werden. Die Menütaste, die "C"-Taste zum löschen von Eingaben, beiden Tasten zur Anrufsteuerung sowie Softkeys sind haptisch nicht spürbar und sollen auf leichten Druck reagieren. Die Medientaste unterhalb des rechten Softkeys fungiert als Kurzwahl für alle gängigen Multimediafunktionen, z. B. Videos, Anrufe, Radio, Internet, Kamera, MP3 Player) ist leicht erhaben und lässt sich ganz gut bedienen.

Die Tasten an sich sind sehr dünn. Beim N78 wurden jeweils drei Tasten in einer schmalen, zusammenhängende Kunststoffleiste zusammengefaßt. NAch kurzer Zeit der Eingewöhnung kann amn erstaunl-ich schnell tippen. Ein knackiger, nahezu perfekter Druckpunkt mit kurzem Tastenhub unterstützt größere Finger bei der Erstellung von Nachrichten. Diese werden damit aber kaum einen Rekord beim Erstellen von SMS aufstellen können. Auch bei zarten Frauenhände mit längeren Fingernägel wird hier keine echte Freude aufkommen.

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An der linken Außenseite des N78 befinden sich der Einschub für die microSD-Speicherkarte sowie der micro-USB-Anschluss. Handelsübliche Mini-USB Stecker passen damit nicht mehr in das N78. Freundlicherweise liefert Nokia aber das passende Anschlusskabel gleich mit. Auch beim N82 heißt es "nieder mit dem Pop-Port™", Freiheit für handelsüblichen Lieblingskopfhörer. An der Oberseite des N78 befindet sich der 3.5 mm Kopfhöreranschlusses ohne physikalischen Schieber zur Tastensperre. Rechts außen findet der N78 Besitzer die beiden Zoomtasten (diese dienen auch der Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der Musikwiedergabe) sowie die Kamerataste. Die spezielle Wiedergabetaste für den direkten Zugriff auf die Bilder und Videos der Galeriefunktion ist ja auf die Frontseite gewechselt.

Technik

Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 70 MB. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht (Stichwort Navigation; die Landkarten verbraten für ganz Europa fast 1.5 GB), bietet das N78 eine Speichererweiterung durch microSD-Speicherkarten. Hierbei lassen sich auch die neuen SDHC-Versionen nutzen. Eine Aufrüstung um 4, 8 oder zukünftig 16GB steht also nichts mehr im Wege. Im Vergleich zum Festspeicher des N95 8GB ist eine Speicherkarte die bessere Alternative, da man flexibler auf den Speicherbedarf reagieren kann. Das Nokia N78 nutzt den gleichen 369 MhZ schnellen Prozesso, wie das Nokia N95. Angetrieben wird es mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.2 in der Series 60 3rd Edition, Feature Pack 2. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

User Interface

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Das Feature Pack 2 ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Funktionen der 3. Edition der Series 60. Mit dem Feature Pack 2 des N78 versucht Nokia das Spagat zwischen einfacher Bedienung und maximaler Flexibilität. Gleichzeitig werden die optische Unterschiede sowie Kernfunktionen zwischen der Series 40 und Series 60 angeglichen. Auf den ersten Blick erkennt man einen dritten Softkey in der Mitte. Vorher nutzte die Series 60 nur zwei Softkeys. Die Funktion des dritten Softkey hat Nokia allerdings im Kontext auf Programme begrenzt. Wer sich bereits mit der Series 60 auskennt, wird die Änderung nicht sofort wahrnehmen.

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Anwendungen werden nun nicht mehr ausschließlich über die Menü-Taste gestartet, sondern können auch durch den linken Softkey ins Leben gerufen werden. Dabei wird ein Taskmanager geöffnet, der die aktuell im Hintergrund laufenden Programme durch vertikale arrangierte Icons darstellt. Eine Anwendung kann dort auf Wunsch mit Hilfe der "C"-Taste endgültig beendet werden. Ausnahmen (bei einigen Mobiltelefonen lässt sich der Musicplayer nicht endgültig beenden) bestätigen hierbei die Regel.

Einstellungen/Profile

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Im Einstellungsmenü kann man die vorinstallierten Themen abändern. Eigene Signal- oder Klingeltöne sind ebenso möglich, wie Hintergrundbilder. Die Sprache der Texteingabe sowie des Menüs kann hier verändert werden. Auch die Belegung der Softkeys wird hier geändert. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, kann hier Hand anlegen. Die Funktion Laufwerk ermöglicht über WLAN, EDGE oder UMTS den Fernzugriff auf Daten ihres PC.

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Die Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können angepasst und zeitlich befristet werden. Ist der Zeitraum abgelaufen, so schaltet das Profil wieder auf die vorher genutzte Version um. Eigene Profile können ebenfalls erstellt werden. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Klingel- und Benachrichtigungssiganle, Vibration, etc. Themen lassen sich allerdings nicht an Profile koppeln.

Active Standby

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Der Active Standy genannte Bildschirm zeigt in der Series 60 3rd Edition grundsätzlich eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht aller anstehenden Termine mehrerer Tage zeigt er allerdings nicht. Läuft der MP3 Player im Hintergrund, wird der Titel des aktuellen Songs eingeblendet und ermöglicht so den direkten Wechsel zum Musicplayer. Die Programmshortcuts können frei belegt werden. Das Feature Pack 2 des N78 ist nun auch in der Lage, die Icons horizontal anzuordnen. Dabei zeigt die rechte Seite des Screens dann Informationen an, die sich auf die ausgewählte Anwendung beziehen. Am unteren Bildschirmrand werden auf Wunsch RSS/Atom feeds angezeigt.

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Bilder können sowohl als Hintergrund, als auch als Slide-Show genutzt werden. Hierbei lässt sich der Wechselinterval zwischen 1 Minute und 1 Tag einstellen. Des Weiteren nutzt Nokia nun auch spezielle Audio-Themes.

Menü

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Wechselt man in die Untermenüs bzw. zwischen den Menüpunkten so wird im Feature Pack 2 des N78 nun eine Menüanimation angezeigt. Die Menüanimationen können auf Wunsch auch abgeschaltet werden. Mit der aktuellen Version des Theme Studios von Nokia, dem Carbide.ui Theme Edition 3.2.1.0 ist es nicht möglich, diese selbst zu erstellen. Auch die Menüicons selber können animiert werden. Die dabei zur Verfügung stehenden Effekte variieren von Modell zu Modell.

Nachdem man die Menütaste (oder aber eben den linken Softkey) betätigt hat, präsentiert sich das N78 auf der Hauptebene mit 11 Menüpunkten (4x3 Icons). Hier kann der Nutzer fast schalten und walten, wie er will. Unterordner lassen sich erstellen, Menüpunkte in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man in Ordnern, wie z. B. "Programme-Persönlich". Geöffnete Programme werden mit einem blauen, kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet. Das Menü lässt sich als Raster, in V-Form oder Hufeisen oder per Listen darstellen.

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In der V-Form ändert sich nur das Icon in der Mitte während im Hufeisenmodus die Icons im Kreis angeordnet werden. Unterpunkte werden dabei bereits als Voransicht dargestellt, ein Wechsel ist aber nur durch Auwahl des entsprechenden Oberbegriffes möglich. Beide Modi machen aber nur dann Sinn, wenn - wie beim N78 - auch ein entsprechender Joystick, sprich Naviwheel zur Verfügung steht.

Multimedia Menü

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Eingesetzt wird es in der N-Serie bereits seit dem Nokia N95. Dazu verfügen diese Mobiltelefone mittlerweile über eine spezielle Taste. Drückt man diese beim N78, so taucht ein kreisförmiges Menü mit sechs Unterpunkten auf. Das Musikmenü verschafft einen Überblick über die aufgespielten Songs oder startet ein beliebiges Lied oder Podcast. Das Spielemenü bietet die gleichen Funktionen, wie die N-Gage Anwendung. Die Galerie ruft ein Album mit Bildern auf, oder zeigt das zuletzt geschossenen Bild. Im Kontaktmenü kann man einzelne Kontakte hinterlegen, die dann über eine Art Kurzwahl aufgerufen werden können. Im Bereich Internet kann man seine Lieblingswebseiten hinterlegen. Im Kartenmenü dann beliebte Navigationspunkte aus Nokia Maps 2.0.

Anwendungen

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Die Anwendung Fotos ersetzt die altbekannte Galeriefunktion und fasst neben Bildern auch Videos zusammen. Der Menüpunkt Aufnahmen zeigt dabei die mit der eingebauten Kamera aufgenommenen Bilder an. Die Nummer spiegelt dabei die Gesamtzahl der Aufnahmen wieder. Die Bilder können sowohl nach Monaten, als auch nach Tags gefiltert werden. Im Bereich Downloads findet man dann die herunter geladenen Bilder wieder. Der Voicerecorder war bisher nur in der Lage, Sparachnotizen bis zu einer Minute aufzuzeichnen. Mit dem Feature Pack 2 des N78 kann man nun Aufnahmen bis zu einer Dauer von 1 Stunde tätigen. Abgespeichert werden diese wahlweise im internen Speicher oder eben auf der Speicherkarte.

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Eine systemübergreifende Suchfunktion hilft dabei, den Überblick zu behalten. Hierbei wird neben einer Onlinesuchfunktion (wie z. B. yahoo.de) auch eine Onboardsuche genutzt. Auf dem Mobiltelefon kann man so nach Musik, Bilder oder Videos, Kontakten, Kalendereinträgen, Nachrichten, E-Mails, Webseiten, Notizen und mehr suchen. Nach Eingabe des ersten Buchstabes des zu suchenden Begriffs zeigt die Suchfunktion sofort die in Frage kommenden Treffer an. Symbian Mobiltelefone von Samsung nutzen zwar eine ähnliche Funktion, diese ist aber längst nicht so komfortabel.

Das Videocenter ist ind er Lage sowohl die Videos, als auch Videostreams oder Podcasts, z. B. von YouTube anzuzeigen. Ab Werk werden die Videos vom RealPlayer abgespielt. Der RealPlayer unterstützt dabei Playlisten (mp3/mp4) im M3U Format. Videos und Audio in den Formaten WMA, RealAudio Voice, RealAudio7, RealAudio8, MP3, AAC, Real Audio, WAV, Nokia Ring Tones, AMR, AMR-WB, AMR-NB, AU, MIDI, H.263, JPEG, JPEG2000, EXIF 2.2, GIF 87/89, PNG, BMP (W-BMP), MBM, MPEG-4, eAAC+ können abgespielt werden.

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Das QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Officedateien lassen sich so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Adobe PDF zeigt als gesonderte Anwendung dann PDF's an. Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Ein Konverter hilft bei der Umrechnung zwischen diversen Formaten, wie Währungen, Maßeinheiten. Im Menüpunkt Laden! findet man dann mehr oder weniger nützliche, teils kostenlose, teils kostenpflichtige Anwendungen. Eine Kurwahlfunktion ermöglicht über die Zifferntastatur eine Schnellwahl bestimmter Kontakte. Anwendungen kann man dann auch über die integrierte Sprachsteuerung starten, ein spezielles Traning ist dafür nicht möglich. Ein Dateimanager erlaubt einfaches kopieren, verschieben und löschen von Dateien. Der Gerätemanager die SyncML Synchronisation. Mittels der Anwendung Datentranfer kann man zwischen zwei Nokia übertragen. Ein kleines Einführungsprogramm unterstützt den Neuling bei seinen ersten Schritten.

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Das Feature Pack 2 des N78 bietet einen Alarm, der nach Eingabe von Datum und Uhrzeit direkt startbereit ist. Auch wiederkehrende Alarme sind möglich. Hierbei kann man allerdings nur nach Wochentagen bzw. Wochenende unterscheiden. Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit aich eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt in Kopfrechnung ungeübte.

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Die Series 60 stellt umfangreiche Anrufprotokolle zur Verfügung. Eingehende und ausgehende Gespräche, verpasste Anrufe werden dabei protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehaklten werden, kann man selber einstellen. Ab Werk werden diese Daten 30 Tage gespeichert. Jeder Eintrag umfaßt Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Hinterlegt man seine Gesprächskosten, so kann das Nokia N78 diese sogar mit anzeigen. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Kontakte/PIM

In den Kontakten lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich im Feature Pack 2 des N78 nun auch ein bildschirmfüllendes Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Vorbei ist die Zeit der schlecht erkennbaren Miniaturbilder. Sollte man mit dem Bezeichnungen der Felder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich.

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Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden.

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Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail in einem Kontrakt hinterlegt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer hinterlegen. Diese Nummer wird dann automatisch angewählt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch eine eigene Rufmelodie pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem.

Neu hinzugekommen ist eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Sollten Namen in englischer Sprache vorliegen, so erkennt dies die Software automatisch. Unbekannt Namen oder Begriffe können dem Mobiltelefon beigebracht werden. Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist sowohl auf Speicherkarte als auch (gefährlicherweise) im internen Speicher des Mobiltelefons speicherbar. Um seine Daten aber möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit der PC Suite synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook oder anderen Anwendungen. Kontakte lassen sich aber auch durchaus zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man dann das integrierte Bluetooth. Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht.

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In der Monatsansicht stellt er Ereignisse über ein kleines Dreieck in der unteren rechten Ecke des Tages dar. Gleitet man mit dem Cursor über so ein Ereignis, zeigt er das aktuelle Tagesgeschehen auf einen Blick mittels eines kleinen Popup-Fensters an. Das Feature Pack 2 des N78 bietet bestimmte Kategorien an. Besprechungen, Aufgaben, Geburtstage und Notizen. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. kennzeichnet man ein Ereignis als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seiner Termine und Aufgaben zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon.

Mitteilungen

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In nur einem Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Ein kontextsensitives Menü unterstützt den User dabei. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier zwischen den drei Stufen Klein, Normal, Gross gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 unterstützt.

Die Felder “Betreff”, “Cc”, “Bcc” können auf Wunsch auch ausgeblendet werden. Zusätzlich bietet der E-Mail-Klient im Feature Pack 2 des N78 nun auch die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden. Bis zu zwei Eingangsboxen kann das System selber automatisch auf eingehende E-Mails überprüfen. Manuelle Einstellungen durch den User sind ebenfalls möglich. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Push Mail wird vom Feature Pack 2 des N78 allerdings nur per IMAP IDLE unterstützt. Vielschreiber können sich Vorlagen erstellen. Nokia liefert für SMS zehn mehr oder weniger sinnvolle Textbausteine mit. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der fehlenden QWERTZ-Tastatur keine echte Freude. So dauert die Einrichtung eines neues Postfachs mehrere Minuten. Unterstützt wird der Nutzer hierbei durch einen eingebauten E-Mail-Wizard, der die Einstellungen der gängigen Freemail-Anbieter kennt und der Nutzer die Angaben für SMTP und POP3 oder IMAP nicht mehr eintippen muss.

Musik

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Zur musikalischen Berieselung stehen unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung. Neben dem bekannten multitaskingfähigen Musicplayer (mit einem 8-Band-Equalizer) stehen noch ein Podcastplayer und ein Radio zur Auswahl. Beim N78 wird der Sound sogar über einen FM-Transmitter ausgegeben. Will man die Musikwiedergabe auch im Auto bzw. auf der heimischen Stereoanlage genießen, so stellt man auf seinem Autoradio (oder daheim) einfach eine möglichst freie Radiofrequenz zwischen 88,2 und 107.8 MHz ein, schon klingt das Nokia N78 aus den heimischen Boxen. Ein leichtes Grundrauschen sowie dumpfer Gesamtklang bleibt dabei allerdings nicht aus. Je stärker ein Radiosender auf der gewählten Frequenz aktiv ist, desto schlechter ist das Übertragungssignal des FM-Transmitters. Songdetails (z. B. Titel und Bandname) werden dann ebenfalls mit übertragen.

Der Klang des Musicplayer klingt in Verbindung mit einem hochwertigen Headset nur dann passabel, wenn man den Klang über den eingebauten Equalizer manuell anpasst! Die Voreinstellungen (Standard, Bass-Booster, Klassik, Jazz, Pop, Rock oder aber auch Eigene) sind absolut unpassend. Die Lautstärke ist dabei hoch. Man kann man das Klangbild nochmals beeinflussen, indem man Loudness und Stereo-Raumklang einschaltet. Selbst die Balance zwischen rechten und linken Kanal kann eingestellt werden. Durch den 2.5-mm-Anschluss können ab Werk aber keine handelsüblichen Walkmankopfhörer genutzt werden. Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Die erstmalige Initialisierung (es sucht dann nach neuen Musikstücken) dauert etwa länger. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist der Musicplayer allerdings nur bedingt tauglich. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Zudem gibt es nunmehr von Nokia ein spezielles Programm zum Hören von sog. Audiobooks. Technisch ist der Musicplayer in der Lage die Formate AAC, AAC+, eAAC, eAAC+, MP3, MP4, M4A, WMA, Mobile XMF, SP-MIDI, AMR (NB-AMR), MIDI (Poly 64), RealAudio 7,8,10, True tones (WB-AMR), WAV, MP3 auch mit variabler Bitrate bis 320 kb/s abzuspielen. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen.

Grafisch macht der Player nicht viel her, unterstützt aber die Darstellung von Album Arts. Drei visuelle Effekte peppen die Monotonie etwas auf, reduzieren aber bei eingeschalteten Display auch die maximale Akkulaufzeit. Auf dem Display wird neben dem Album Art noch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Unter diesen Informationen findet man dann die nahezu selbsterklärenden Steuerelemente. Das Feature Pack 2 des N78 ermöglicht auch ein extrem schnelles vorspulen innerhalb eines Tracks..

Podcasts werden nun ebenfalls über den Musicplayer abgespielt. Es ist ebenso möglich, diese über die entsprechende Einzelanwendung abzurufen. Dabei wird Nokia’s Podcast Katalog aufgerufen, mit dessen Hilfe man nach Podcasts suchen kann. Diese werden dann online synchronisiert. Hier kann man dazu die passenden Einstellungen vornehmen. So ist es z. B. möglich, seine Podcasts nur im heimischen Funknetz auf den aktuellen Stand zu bringen, da spart Zeit und Geld.

Ein echtes Radio allerdings ohne RDS Funktion beamt Musik aus dem Äther auf das Nokia N78. RDS steht allerdings nicht zur Verfügung. Dafür gibt es die webbasierte, "Visual Radio" getaufte Funktion zum Abruf aktueller Informationen zum jeweiligen Radioprogramm. Sie lässt sich leider nur über GPRS/UMTS nutzen. Insgesamt lassen sich 50 Radiostationen speichern. Eine automatische Sendersuche ist selbstverständlich auch möglich. Wer die Frequenz seines Lieblingssenders im Kopf hat, kann diese auch direkt manuell eingeben. Ohne Kopfhörer/Headset gibt das Radio allerdings keinen Laut von sich. Der Klang kann dann aber auch über den eingebauten Lautsprecher ausgegeben werden.

Neben einem echten Radio steht auch ein Internet Radio, wahlweise über WLAN oder UMTS zur Verfügung. Ein Katalog hilft hierbei bei der Suche nach der passenden Radiostation. Die Klangqualität ist je nach Verbindung und gewählter Station sehr gut, verursacht aber auch eine enorme Datenmenge. Bei 128 kb/s und täglich 8-stündiger Nutzung kommen sio am Monatsende schnell 7 Gigabyte zusammen. Mit dem Feature Pack 2 des N78 kann man Internetradio auch über die integrierten Lautsprecher hören.

Kamera

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Der CMOS-Sensor bietet neben einer Auflösung von 3.2 Megapixeln (2048 x 1536 Pixel) einen 20-fachen Digitalzoom. Selbst an einen Autofokus und Makrofunktion hat Nokia gedacht. Das eingebaute LED-Blitzlicht kann automatisch hinzugeschaltet werden. Objekte werden dabei bis zu einer Entfernung von etwa 1 Meter ausgeleuchtet, in dunklen Umgebungen führt dies allerdings trotzdem zu Bildrauschen.

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Aufnahmen bei Tageslicht können über den Weißabgleich mit Einstellungsmöglichkeiten, wie Automatisch, Sonnig, Glühlampe und Neonlicht optimiert werden. Für Urlaubsbilder steht eine Serienaufnahmefunktion und ein Selbstauslöser zur Verfügung. Eine Programmautomatik hilft bei Nachtaufnahmen und der Farbton des Bildes kann über die Einstellungen, wie z. B. Normal, Sepia, Schwarzweiß oder Negativ verändert werden. Das Sucherbild wird dabei in voller Displaygröße dargestellt. Die dann erstellen Bilder können als Hintergrund oder Kontaktbild genutzt werden. Besonders gelungene Aufnahmen kann man sogar per Kurzstreckenfunk, SMS oder E-Mail versenden. Eine spezielle Kamerataste löst die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert nicht mal eine 1 Sekunde. Ein Bild kann dann mit passenden Tags und sogar Geodaten versehen werden. Die Qualität der Bilder kann bei guter Beleuchtung durchaus überzeugen, kommt gegen die aktuellen 5-Megapixler von Sony Ericsson aber nicht mehr an. Ein leichter Rotstich in den Bildern deuten nicht gerade auf eine fehlerfreie Kamerafirmware hin.

 

Nokia Maps 2.0

Über das integrierte GPS lässt sich das Nokia N78 auch als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann über Nokia Maps 2.0 online (also per WLAN oder UMTS) heruntergeladen. Günstiger und schneller lädt man die Straßenkarten aber über die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de). Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D Modus zur Verfügung.

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Der erste Satfix ohne A-GPS dauert etwas länger. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Ein Umstand, der aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Lange Tunnel sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert gerade mit A-GPS sehr schnell und zuverlässig. Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto oder auch Gehen). Für denjenigen unter Ihnen, der eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch zu nehmen pflegt, ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. So dass der Einsatz von etablierten Programmen, wie Route 66 sicher nicht unbedingt notwendig ist.

Die Nokia Maps Software lässt sich durch den Download von kostenpflichtigen Städteführern auch als eine Art von Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels).

Die Routenplanung selber ist nach Ablauf der 3-monatigen Testphase kostenpflichtig, hierzu hat Nokia entsprechende Angebote (täglich, monatlich, jährlich) entwickelt. Eine kostenlose - 3 Tage gültige - Testlizenz ermöglicht schon mal eine Schnuppernavigation. Die 7 Tage-Lizenz wird für 6,49 Euro, die 30-Tage-Lizenz für 7,99 Euro angeboten. Eine Jahreslizenz gibt’s für 59,99 Euro und wer sich richtig lange an Nokia binden will, kann eine 3-Jahres-Lizenz für 69,99 Euro erwerben.

Internet

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Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen N-Serie Geräten genutzt. Die 'minimap' getaufte Funktion erlaubt es, eine volle Seite auf einen Blick zu sehen und mittels Zoom in einzelne Bereiche einzutauchen. Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig. Im Gebrauch zeigt sich, dass der Browser recht schnell ist. Die Darstellung von Frames und Popups ist kein Problem. Insgesamt ist er ein recht anständiger Browserersatz, kommt aber nicht gegen den Opera Mobile Browser 9.5 an. Surfen im Internet ist aber nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Denn Eingaben von längeren URL über die handyübliche Tastatur sind halt nicht wirklich flott möglich. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim 6650 Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 125%). Ein Popup-Fenster bietet die am meisten gebräuchlichen Funktionen an.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich kaum Schwächen. Das N78 verzeichnet gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Die Sprachqualität darf ebenfalls als gut bezeichnet werden. Die gelegentlichen Gesprächsaussetzer stören kaum, die Gesprächspartner sind klar und deutlich verständlich.

Das N78 verbindet sich wieder mittels Datenkabel (Micro-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Nokia nutzt also nicht mehr den alten Pop-Port™-Anschluss. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Im Datentransfer/Media Player Modus geht das 6650 auch nicht mehr offline, so kann man telefonisch weiter erreicht werden. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 15 Sekunden vom PC auf die Speicherkarte transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 60 MB) brauchte 2 Minuten für den Transfer. Über das USB-Datenkabel kann das N78 allerdings nicht geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen werden nach Spezifikation 2.0 unterstützt. Hierbei stehen neben A2DP und AVRCP noch die die Profile BIP-ImagePush, DUN-GW, FT-Server, HandsFree-AG (1.0), Headset-AG, OBEX, OPP-Client und OPP-Server zur Verfügung. Sowohl BT fähige Drucker, als auch eine BT fähige externe Tastatur lassen sich anschließen. Auch SIM-Access ist wieder mit dabei (externer SIM-Modus genannt). Mittels der neuen PC-Suite klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert 1:35 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Nutzt man Bluetooth als Übertragungsweg, verlängert sich die Übertragungszeit um etwa 1 Minute, die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt hier etwa 100 Kb/s.

Akkulaufzeit

Dem N78-Nutzer bietet der 1200 mAh starke Akku knapp sechs Tage Erreichbarkeit. Nutzt man aber die integrierten Stromfresser, wie GPS, WLAN, Internetradio und Co dauerhaft, so wird man mit einer Akkuladung nicht einmal das Ende des Tages erreichen. Normalnutzer (60 Minuten MP3 am Tag, gelegentliche E-Mails, etwa 15 Minuten Telefonate) können mit einer Laufzeit von knapp 3 Tagen rechnen.

Fazit

Autor

Das integrierte A-GPS ist im Vergleich zum N73 eine konsequente Weiterentwicklung und unterstützt neben Autofahrern in der neuen Version von Nokia Maps 2.0 auch Fußgänger und Radnutzer. Qualitativ ist die Kamera im Vergleich zum N73 keine wirkliche Verbesserung. Das war aber von vornherein klar, nutzen beide doch 3.2 Megapixel. HSDPA, WLAN und der integrierte FM-Transmitter unterstützen bei der täglichen "Arbeit" mit dem N78. Der Musikplayer kann mit seiner durchwachsenen Soundqualität allerdings nicht recht überzeugen, die sehr trendige Tastatur ist im Vergleich zum N73 eher ein Rückschritt. Das N78 leistet sich zudem leichte Mängel in der Verarbeitung. Für die knapp 240 € wird zwar viel Kommunikationstalent geboten. In meinen Augen ist das N78 zwar ein relativ guter, wenn gleich auch nicht "würdiger" Nachfolger des N73.





  

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