Nokia N8


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 13.10.2010 14:04h
Punkte   (8 von 10)
Testbericht Nokia N8-00 von mobile-reviews.de
Hersteller:

Nokia
Modell:

Nokia

Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision 1.0 vom 13.10.2010

Mit dem Nokia N8 präsentiert Nokia das erste Handys mit dem neuen Symbian^3 OS. Als Dualmode (UMTS/GSM) und Quadband-Mobiltelefon (GSM 850/900/1800/1900) samt EDGE & UMTS mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access mit bis zu 10,2 MBit/s) ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. Dank WLAN b/g/n surft man auch im heimischen Netzwerk oder HotSpot. Seine Bilder und Videos stellt das N8 auf einem 3,5 Zoll großen, kapazitiven AMOLED-Touchscreen mit einer Auflösung von 640 x 360 Pixel dar und zwar mit 16.7 Millionen Farben. Eine 12-Megapixel-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit Autofokus, Digitalzoom, XENON-Blitz und einer Optik von Carl Zeiss soll für gute Bildqualität sorgen. Ein A-GPS-Modul dient der Positionsbestimmung und kann in Verbindung mit der kostenlosen App "Ovi-Karten" auch als Navigationsgerät genutzt werden. Daten speichert man im 16 Gigabyte (GB) großen internen Speicher, der sich mit microSD-Speicherkarten erweitern lässt. Ob es sich beim Nokia N8 eher um eine Kamera mit Telefonfunktion handelt, oder um ein vollwertiges Smartphone, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Design

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Mehr Bilder vom Nokia N8 gibt es hier.

Bei Smartphones mit einem größeren Touchscreen wie dem Nokia N8 erscheint das Thema "Design" eher zweitrangig. Das Display diktiert da oft schon das Aussehen. Immerhin ist das N8 in den Farben Silver White, Dark grey, Green, Blue und Orange erhältlich. Wirklich lieferbar ist es aktuell aber fast nur in den Farben Silver und Dark. Dabei wirkt das knapp 114 x 59 x 13 mm dünne und etwa 135 Gramm schwere Nokia N8 keinesfalls klobig oder unansehnlich, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. Die Vorderseite glänzt dank des 3,5-Zoll großen Displays im Sonnenlicht, dabei büßt das Display kaum etwas von seiner guten Ablesbarkeit ein. Optisch wird es von einem Chromrahmen eingefasst. Das Unibody-Gehäuse besteht fast vollständig aus Metall, lediglich die beiden Antennenabdeckungen an der Ober- und Unterseite wurden aus Kunststoff gefertigt. Dort sieht man dann auch einen leichten Farbunterschied. Das Objektiv auf der Rückseite steht deutlich aus dem Gehäuse hervor, so dass das N8 nie richtig eben auf der Rückseite liegt.

Größenvergleich (iPhone 4, Sony Ericsson X8

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Das Nokia N8 ist ähnlich groß wie das Apple iPhone 4. Kein Vergleich zu einem Dell Streak :D

Lieferumfang

In der recht flachen, leuchtend-blauen Verpackung findet man einen vollständigen Lieferumfang.

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Das Micro-USB-Datenkabel CA-179 samt Nokia Micro-USB auf USB-OTG-Adapter CA-157 ermöglicht den sorgenfreien Datenaustausch mit PC oder Mac (per iSync). Das inEar Stereo-Headset WH-701 mit eingebauter Fernbedienung und Mikrofon sorgt unterwegs für Musik- und Radiogenuss. Der 1200 mAh starke und nur unter Verlust der Garantie selbst zu wechselnde Akku (BL-4D), liefert ausreichend Energie für das Multimediatalent. Natürlich gehört auch ein Reiseladegerät zum Lieferumfang. Komplettiert wird der Lieferumfang dann vom HDMI-Adapter CA-156 und einer Kurzanleitung. Die Navigation über die mitgelieferte Software namens Ovi Karten ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz völlig kostenlos möglich.

Verarbeitung/Haptik

Mit einer hohen Verarbeitungsqualität kann Nokia schon seit Jahren nicht mehr auftrumpfen, sieht man mal von der hochpreisigen 88XX-Serie ab. Erfreulichweise ist der Kelch der schlechten Verarbeitung aber am Nokia N8 vorüber gegangen. Stark unterschiedliche Spaltmaße sind nicht erkennbar, das Nokia N8 fühlt sich - nicht zuletzt wegen des Metalls - wertig an und liegt satt in der Hand. Ein Knarzen kann man dem Gehäuse nicht entlocken. Die Carl Zeiss-Optik wurde beim N8 leicht in den "Objektivbuckel" eingelassen. Fettfingerabdrücke kommen aber trotzdem noch auf die Objektivabdeckung, ab Werk wird sie von einer Folie geschützt, die man tunlichst vor der Inbetriebnahme entfernt, sonst gibt es verwaschene Fotos :D Wer also keine verwaschen wirkenden Bilder mag, sollte immer einen prüfenden Blick auf die Objektivabdeckung werden.

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Unterhalb des Displays findet der Nokia N8 Nutzer lediglich die Taste zum Menüstart. Die 3,5 mm Kopfhörerbuchse, der durch eine Abdeckung geschützte mini-HDMI-Anschluss und der Ein-/Auschalter wurden an der Oberseite des Gerätes angebracht.

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Während meines Tests war diese allerdings schon nach kurzer Zeit nicht mehr dazu zu überreden, sich komplett und ohne Rand mit dem Gehäuse zu vereinen.

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Die rechte Seite des N8 zieren zwei Zoomtasten, die auch als Lautstärkeregler während der Gespräche sowie der Musikwiedergabe dienen. Direkt daneben ist ein Schieber, mit dem man das Display, leider aber auch den Lautstärkeregler sperrt. Der letzte Drücker in der Reihe löst die Kamerafunktion aus. Auf der linken Seite befinden sich Einschübe für die  SIM-Karte sowie der microUSB-Anschluss, der nicht gegen Staub geschützt ist. Hier kann man neben dem USB-OTG-Adapter auch ein Ladegerät anschließen. An der Unterseite hat Nokia aber zusätzlich einen speziellen Anschluss für Ladegräte vorgesehen. Während meines Tests lies sich der Akku des N8 nicht zuverlässig mit meinem microUSB-Ladekabel befüllen. Schreiben kann man auf dem Nokia N8 nur mit Hilfe der virtuellen QWERTZ-Tastatur.

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Über die recht großen Tastaten lassen sich Texte in akzeptabler Geschwindigkeit verfassen. Die 42 virtuellen Drücker, aufgeteilt in vier Reihen mit bis zu elf Tasten sind groß genug um recht bequem tippen zu können. Einen Druckpunkt oder Tastenhub und damit eine haptische Rückkoppelung spürt man freilich nicht. Zusätzliche Sonderzeichen und die Ziffern erreicht man über eine Umschalt-Taste (1*). Im Hochformat sind die Tasten deutlich kleiner und somit schlechter zu treffen.

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Leider hat sich die "doppelte Bestätigung" noch aus der 5th Edition in das aktuelle Symbian^3 verirrt. Will heißen, das man - nachdem man zum Beispiel eine Webadresse eingegeben hat - immer noch auf das grüne Häkchen klicken muss. Die Eingabe selber muss man dann noch mittels der Option "öffnen" bestätigen. Eine zeitraubende und unnötige Bestätigung der Bestätigung.

Technik

  Nokia N8 Samsung Galaxy S HTC Desire
Display/Auflösung 3,5 Zoll, AMOLED, 640 x 360 Pixel 4 Zoll, S-AMOLED, 640 x 360 Pixel 3,7 Zoll, Super LCD, 800 x 480 Pixel
Prozessor ARM 1136JF-S mit 680 Megahertz Taktfrequenz Samsung-Intrinsity S5PC110 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Qualcomm Snapdragon QSD8250 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz
Grafik Broadcom BCM2727 unbekannt unbekannt
Arbeitsspeicher 256 Megabyte 512 Megabyte 576 Megabyte
integrierter Speicher 16 GB 8 GB / 16 GB ./.
Speicher erweiterbar

microSD-Karten
microSD-Karten microSD-Karten
Funkunterstützung WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1 EDR / GPS WLAN b,g,n / Bluetooth 3.0 EDR / GPS WLAN b,g / Bluetooth 2.1 EDR / GPS
Kamera 12 MP 5 MP 5 MP
Betriebssystem Symbian-Version 3 Android 2.1 Android 2.2
Multimedia-Unterstützung Flash Player 10.1 / HTML 5 Flash Player / HTML 5 Flash Player 10.1 / HTML 5
Anschlüsse microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker / microHDMI microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
Maße 114 x 59 x 13 mm, 135 Gramm 123 x 64 x 10 mm, 120 Gramm 119 x 60 x 12 mm, 135 Gramm

Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt 16 Gigabyte. Eine Aufrüstung um bis zu 32 GB per micro-SDHC-Karten ist aber kein Problem. Der freie RAM nach dem Start beträgt knapp 133 MB. Angetrieben wird das N8 vom neuen Betriebssystem Symbian-Version 3 und einem Prozessor mit 680 Megahertz. Programme für die 5th Edition S60 funktionieren aber.

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Hält man die Menütaste unter dem Display länger gedrückt, so öffnet sich der Taskmanager mit dessen Hilfe man noch offene Anwendungen bequem beenden kann. Das führt zu deutlich mehr freien Speicher und damit auch zu einem flüssigerem Verhalten des N8.

Display

Das 3,5-Zoll-Display ist eine Neuentwicklung und stellt seine Inhalte mit einer Auflösung von 360 x 640 Pixel bei 16.7 Millionen möglichen Farben dar. Der Screen ist berührungsempfindlich und reagiert kapazitiv auf Eingaben, genau wie das iPhone. Eingaben werden sehr direkt umgesetzt, mit Handschuhen oder einem normalen Stift (wie beim N97) kann er aber nicht bedient werden. Gerade im Quermodus ist das dank der neuen Benutzeroberfläche aber auch gar nicht mehr notwendig. Insgesamt wirkt das Display leuchtstark und farbenfroh, kann aber nicht ganz gegen das Retina-Display des iPhone 4 mithalten. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung können die Inhalte noch ganz gut abgelesen werden. Auch der maximale Betrachtungswinkel lässt eigentlich keine Wünsche offen. Die recht geringe Auflösung macht sich im täglichen Betrieb nicht wirklich bemerkbar, da braucht es keine Retina-Technologie.

Einstellungen/Profile

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Im Einstellungsmenü kann man das vorinstallierte Thema abändern. Eigene Signal- oder Klingeltöne sind genauso einfach einstellbar, wie eigene Hintergrundbilder. Selbst die Sprache der Texteingabehilfe sowie der Menüs kann hier verändert werden. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, findet hier die passende Tuningschraube. Die sechs vorgefertigten Profile (Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager, Offline) können individualisiert werden, selbst eigene Kreationen lassen sich kinderleicht einrichten. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Also Klingel- und Benachrichtigungssignale, Vibration und Co. Profileinstellungen sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. Beim Nokia N8 kann man die Profile nicht zeitlich begrenzen, so dass das Handy z. B. in Besprechungen nicht mehr klingelt. Durch den eingebauten Lagesensor kann das N8 auf Wunsch per Drehung auf die Displayseite den Klingelton verstummen lassen.

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Symbian^3 stellt umfangreiche Anrufprotokolle zur Verfügung. Eingehende und ausgehende Gespräche, verpasste Anrufe werden dabei protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehalten werden, kann man selber einstellen. Jeder Eintrag umfasst Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Active Standby

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Der "Active Standy" genannte Bildschirm wurde beim N8 auf insgesamt drei Bildschirmseiten erweitert. Neben einer Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine, diversen Verknüpfungen zu Programmen und diversen anderen Widgets, wird auch der Titel des aktuellen Songs eingeblendet und ermöglicht so den direkten Wechsel zum Musikplayer. Das funktioniert natürlich auch im Querformat ganz hervorragend.

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Die Programmshortcuts können frei belegt werden. Symbian^3 bietet die Möglichkeit, sich auf dem Startbildschirm Verknüpfungen zu seinen vier Lieblingskontakten zu erstellen. So ist man in der Lage, sehr schnell eine bestimmte Person anzurufen bzw. eine SMS zu senden. Weitere Widgets sind ebenfalls kein Problem, so dass man den Startbildschirm fast beliebig personalisieren kann. Dazu muss man den entsprechenden Eintrag einfach länger gedrückt halten.

Menü/User Interface

Mit dem N8 will Nokia die Bedienung weiter vereinfachen und dabei trotzdem ein Höchstmass an bieten. Gleichzeitig wird die optische Anmutung sowie die Kernfunktionalität der alten 5th Edition der Series 60 beibehalten. Wer sich bereits mit der Series 60 des Nokia N97 oder Nokia 5800 XM auskennt, wird keine großartigen Veränderungen wahrnehmen. Die Veränderungen stecken im Detail.

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Nachdem man Menütaste unter dem Display betätigt hat, präsentiert das N8 auf der Hauptebene 12 Menüpunkte (4x3 Icons). Im Hauptmenü kann der Nutzer schalten und walten wie er will. Man kann Unterordner erstellen oder aber Menüpunkte in Ordner verschieben. Umbenennen kann man nur selbst erstellten Ordner. Wer will, wechselt von einer Listenansicht zur Gitteranordnung. Installierte Software findet man standardmäßig im Ordner "Programme". Bereits geöffnete Programme werden mit einem grünen Kreis gekennzeichnet. Die Uhrzeit, GPS-Status und Bluetooth-Funktion kann man durch Berühren der oberen Menüleiste verändern. Mit Symbian ^3 wurde die Navigation in den Menüs und Untermenüs vereinheitlicht. So muss man Einträge nun nicht mehr zweimal anklicken. Die Bedienung per Finger ist deutlich besser möglich.

Anwendungen

Soziale Netzwerke verknüpft Nokia auf dem N8 in einem Widget. So erhält man Zugriff auf Facebook und Twitter.

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Mehr als 15 Programme hat Nokia direkt vorinstalliert. Eine Sprachaufzeichnung kann Aufnahmen in guter Qualität mit einer Dauer von maximal einer Stunde erfassen. So kann das N8 auch als Diktiergerät zweckentfremdet werden. Abgespeichert werden die Aufnahmen im internen Speicher.

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Eine Alarmfunktion weckt zuverlässig nach Eingabe von Datum und Uhrzeit. Dabei sind natürlich auch wiederkehrende Alarme möglich. Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit auch eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt bei einfachen, mathematischen Problemen.

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Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Über den Ovi Store findet man nützliche, teilweise sogar kostenlose Programme und Spiele. Die Foto- und Videoanwendung trennt Bildern und Videos. Die Bilder können sowohl nach Datum, als auch nach Titel und Größe gefiltert werden. QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Office-Dokumente kann man so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Adobe PDF zeigt dann die PDF an. Ein Dateimanager erlaubt das Kopieren, Verschieben und Löschen von Dateien. Sogar an einen kleinen Fotoeditor sowie an ein Programm zum editieren von Videos direkt auf dem N8 wurde gedacht.

Kontakte/PIM

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In den Kontakten lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren.

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Einem Kontakt lässt sich beim N8 auch ein kleines Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Sollte man mit den Bezeichnungen der Felder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich.

Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden. Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail zu einem Kontakt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer festlegen. Diese Nummer wird dann automatisch genutzt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch ein eigener Rufton pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem. Natürlich bietet auch das N8 eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Sollten Namen in englischer Sprache vorliegen, so erkennt dies die Software automatisch. Unbekannt Namen oder Begriffe können dem Mobiltelefon beigebracht werden. Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist nur im internen Speicher des Mobiltelefons möglich. Um seine Daten aber möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit der Ovi Suite synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook oder anderen Anwendungen. Kontakte lassen sich aber auch durchaus zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man dann das integrierte Bluetooth. Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht. Am besten kann man den Kalender im Quermodus nutzen.

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Anstehende Ereignisse werden in der Monatsansicht durch ein kleines blaues Dreieck in der unteren rechten Ecke des jeweiligen Tages signalisiert. Einträge können in Besprechungen, Aufgaben, Geburtstage und Notizen kategorisiert werden. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. Kennzeichnet man ein Ereignis als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seine Termine und Aufgaben zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon. Geburtstage überträgt die Kontaktverwaltung aber nicht direkt in den Kalender.

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Mitteilungen

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In nur einem Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Ein kontextsensitives Menü unterstützt den User dabei. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier zwischen den drei Stufen Klein, Normal, Groß gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 sowie Microsoft Exchange unterstützt.

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Der E-Mail-Klient des N8 bietet die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der virtuellen QWERTZ-Tastatur überhaupt kein Problem. So dauert die Einrichtung eines neuen Postfachs nur wenige Minuten. Wer den hauseigenen Dienst Ovi Mail nutzt, ist noch schneller fertig. Unterstützt wird der Nutzer hierbei durch einen Assistenten, der die Einstellungen der gängigen Freemail-Anbieter kennt.

Music/Unterhaltung

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Der Musicplayer gibt optisch eine Menge her und lässt sich sehr einfach bedienen. Je nach Ausrichtung befinden sich Buttons für die Player-Steuerung sowie Repeat- und Shufflefunktion unterhalb oder neben dem Coverart.

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Der Klang in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset kann wirklich überzeugen. Da das N8 über eine 3.5 mm Klinkenbuchse verfügt, kann man problemlos eigene Kopfhörer anschließen. Mit etwas höherwertigen Pendants wird die Klangqualität nochmals angehoben. Damit setzt sich das N8 zwar nicht an die Spitze, denn das Nokia 5800 XM sowie das Samsung Beat DJ klingen besser, aber für ein Smartphone reicht der Klang mehr als aus.

Um die optimale Soundqualität testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Erfreulicherweise reicht die maximale Lautstärke des N8 problemlos aus, um auch die großen Wandler des iGrado in Schwingungen zu versetzen. Der Klang ist auf dem iGrado ein echter Genuss, der Bassbereich wird aber schwächer abgebildet.

Der faltbare Koss Porta Pro spielt ebenfalls mit dem N8 gut zusammen. Während er den Bassbereich gut zur Geltung kommen lässt, kappt er die Höhen recht früh. Der Sennheiser CX300 sowie der Creative Labs Ep630 ist für InEars gute Alternativen. Grundsätzlich unterstützt das N8 auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben.

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Die Equalizer-Presets dürften für jeden Geschmack ausreichend sein, eigene Varianten kann man leider nicht erstellen.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Seine Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Interpreten, Alben, Genres).

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Durch die Multitaskingunterstützung von Symbian kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich. Sollte man längere Musikstücke im Einsatz haben (z. B. Hörbücher) wird man die Vorspulfunktion des N8 lieben. Sie ist sehr schnell und einfach zu bedienen. Die entsprechende Scrollleiste ist dafür optimal geeignet. Die Wiederaufnahme einer zuvor unterbrochenen Radioaufzeichnung oder eines Hörbuches ist damit nur eine Sache von ein paar Sekunden. Beim Beenden vergisst der Player aber die zuletzt abgespielte Position, daher sollte man ihn auch nur pausieren.

Das integrierte FM-Radio speichert zahlreiche Radiosender. Wer mag, kann es auch im Hintergrund weiter laufen lassen. Der Klang des Radios ist soweit gut, auch die maximale Lautstärke gibt keinen Anlass zur Klage. Das Kopfhörerkabel dient dabei immer als Antenne, ohne Kabel kein Radioempfang.

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Der Videoplayer ist sehr gut gelungen. Natürlich werden die Videos auch im Vollbildmodus dargestellt, auf Wunsch sogar im Querformat. Das macht auf dem 3,5 -Zoll-Display eine Menge Spaß. Das N8 kann Videos mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel - zumindest über den HDMI-Ausgang - abspielen. Neben MP4 ist auch die Wiedergabe von XViD und DivX und sogar Flash-Filmen möglich. Auch WMV-Videos kann er teilweise verarbeiten, bei MKV und VOB-Dateien scheitert der ansonsten gute Videoplayer dann aber.

Dank des "UKW-Senders" (FM-Transmitter) lässt sich Musik und sogar die Sprachausgabe bei den Navigationsprogrammen wie, z. B. Nokia Maps drahtlos an die Stereo-Anlage oder das Autoradio übertragen. Hier stehen die Frequenzen von 88.10 bis 107.90 MHz zur Verfügung. Die Qualität der Übertragung geht dabei noch in Ordnung. Die maximale Reichweite die man mit dem Transmitter erzielen kann liegt bei etwa 1-2 Metern.

Klang/Gesprächsqualität

Die maximale Lautstärke des Musicplayers ist mehr ausreichend, damit das Nokia N8 auch am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player herhalten kann. Auch die Klangqualität des Lautsprechers spricht nicht dagegen. In Verbindung mit einem kleinen externen Lautsprecher kann man sich sogar eine kleine Musikstation mit Radiofunktion basteln.

Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch kein Problem. Die Wiedergabequalität im Gespräch liegt auf typischem Nokia Smartphone-Niveau, leichte Hallgeräusche und ein Kratzen stören den ansonsten guten Gesamteindruck. Subjektiv wird man vom Gesprächspartner etwas zu dumpf und leicht blechern wahrgenommen.

Kamera/Video

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In Deutschland ist ein Handy mit einer 12-Megapixel-Kamera immer noch recht selten anzutreffen. Neben dem  Sony Ericsson Satio und Samsung Pixon 12 kenn ich keine weiteren Exemplare. Das Nokia N8 bietet zur Beleuchtung nahestehender Motive in Dunkelheit einen Xenon-Blitz samt orangenem Fokuslicht. Damit ist es dem Autofokus auch in dunklen Räumen möglich, das Objekt (der Begierde?) zu fokussieren. Der Blitz reicht etwa drei Meter weit und kann auch einen kleinen Raum erleuchten.

Kamera

Kameravergleich
Apple iPhone 4 - Nokia N8 - Samsung NV24HD

Leider erscheinen die Fotos nicht immer so scharf, wie man es von so einem Objektiv mit Autofokus vielleicht erwarten könnte. gerade im Vergleich zum Apple iPhone 4 hätte ich mir persönlich mehr versprochen. Einen selektiven Autofokus sucht man beim N8 vergebens. Farben werden dafür sehr realistisch abgebildet und nicht überbetont. Dunklere Bildbereiche werden dunkler wieder gegeben, als sie in der Realität sind. Helle Flächen hingegen leider etwas überstrahlt. Insgesamt gehen einige Details verloren, da nützt einem auch nicht die theoretisch möglichen 12 Megapixel. Die Bilder belegen recht wenig Speicherplatz, das liegt wohl an der starken Komprimierung seitens Nokia.

Videos werden mit 1280 x 720 Pixel bei etwa 25 Bildern pro Sekunde und mit Stereoton aufgenommen, schnelle Bewegungen verträgt die Software aber nicht, da der Autofokus nicht dauernd aktiv ist.

Die Einstellungsmöglichkeiten der Kamerasoftware sind vielfältig. Neben den üblichen Frikeleien am ISO-Wert, der Belichtung oder der Schärfe hat auch eine recht hilfreiche Gesichtserkennung Einzug ins N8 gefunden. Die Kamera startet in etwa 3 Sekunden und nach weiteren 3 Sekunden ist das Bild auch schon im Speicher gelandet. Insgesamt kann die Qualität der Kamera nicht so ganz überzeugen und rechtfertig - allein betrachtet - noch nicht den Kauf eines Nokia N8.

Ovi Maps

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Über das integrierte GPS lässt sich das Nokia N8 auch als Onboard Navigationslösung nutzen. Neue Karten werden dann über Ovi Maps online (also per WLAN oder UMTS) oder offline über den Map-Loader (gratis unter www.nokia.de) herunter geladen. Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch in 3D zur Verfügung.

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Der erste Satfix mit A-GPS dauert etwas länger. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Ein Umstand, der aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Lange Tunnel sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS.

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Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert gerade mit A-GPS sehr schnell und zuverlässig. Die gewählte Route kann zunächst auch im Simulationsmodus "abgefahren" werden. Es sind verschiedene Eingaben möglich (schnellste Route, etc.) sowie die Art des Fortbewegungsmittel (z. B. Auto oder auch Gehen). Für diejenigen unter uns, die eher gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch nehmen, ist Ovi Maps in meinen Augen völlig ausreichend. Ovi Maps lässt sich auch als eine Art Fremdenführer nutzen. Auf Wunsch führt es einen zu allerlei verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten (Bahnhöfe, Flughäfen, oder z. B. Hotels).

Internet

Der Browser basiert immer noch auf Safaris Webcore und ist nicht unbedingt das Vorzeigefeature des N8. Immerhin unterstützt er Adobe® Flash® ™ ab Werk. Eine 'minimap' Funktion erlaubt es, die komplette Webseite auf einen Blick zu betrachten und dann dank Pinch-to-zom in einzelne Bereiche einzutauchen. Gerade beim Browser macht sich die Touchbedienung bezahlt. Insgesamt lässt sich der Browser auf dem N8 - dank kapazitiven Display und Multitouch deutlich besser bedienen, als bei seinen Vorgängern.

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Natürlich unterstützt das N8 auch RSS. Im Gebrauch zeigt sich aber, dass der Browser nicht der schnellste seiner Art ist.

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Auf die Inhalte von YouTube hat man beim N8 leider nur über den Webbrowser Zugriff. Insgesamt kommt der Browser nicht gegen Opera Mobile 9.5 oder Apple iPhone an. Surfen im Internet ist auch auf dem N8 nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate verfügt. Die Eingabe von längeren URL ist über die virtuelle QWERTZ-Tastatur gut möglich. Wer den Browser nicht mag, der sollte zum Opera Mobile Browser im Ovi Store greifen, dann allerdings ohne Flash-Unterstützung.

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Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich akustisch und empfangstechnisch kaum Schwächen. Das N8 verzeichnet - je nach Aufenthaltsort - gute bis sehr gute Empfangs- und Sendeleistungen. Das Display wird bei Annäherung an das Gesicht komplett abgeschaltet, so werden Fehleingaben vermieden.

Das N8 verbindet sich über ein Datenkabel (Micro-USB) mit der USB-Schnittstelle. Es lässt sich dann auch als Speichermedium nutzen und unterstützt Drag & Drop. Über "USB on the Go" kann man Daten zum Beispiel auch von einem USB-Stick (FAT32 maxiaml 4 Gigabyte Partition) direkt auf das Handy kopieren. Beim Datentransfer geht das N8 nicht offline, so ist man telefonisch weiter erreichbar. Eine 5-MB-Datei war nach knapp 5 Sekunden vom PC in den Speicher transferiert. Ein durchschnittliches MP3-Album (12 Tracks, 80 MB) benötigte etwa 50 Sekunden mehr. Über das micro-USB-Datenkabel kann das N8 alternativ auch geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen werden nach Spezifikation 3.0 unterstützt. Dann wird sogar der Songname auf dem Autoradio ausgegeben.

Über den eingebauten HDMI-Ausgang kann man selbst HD-Videos vom Handy direkt auf dem heimischen Fernseher ausgeben, dazu nutzt man den mitgelieferten Adapter von Nokia. weiterleiten kann. Den Sound kann das N8 über einen FM-Transmitter an passende Gegenstellen, wie Autoradio oder Stereoanlage übertragen. Die PC-Software Ovi Suite installiert sich, sobald man das N8 mit seinem PC verbindet. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert knapp 1 1/2 Minuten.

Akkulaufzeit

Der Akku des N8 liefert nur 1200 mAh. Trotzdem kann man damit einen arbeitsreichen Bürotag problemlos überbrücken ohne zwischenzeitlich nach einer Steckdose suchen zu müssen. Wer sein N8 also intensiver nutzt (sprich WLAN, GPS, E-Mail-Push) wird es täglich laden müssen. Nutzt man hingegen nur den Musicplayer (Display aus), kommt man auf eine respektable Nutzungszeit von etwa 7 Stunden. Bei eher moderater Nutzung verschafft man sich und dem Akku eine Verschnaufpause von etwa 2 Tagen.

Videotest

Fazit

Autor

Das Nokia N8 lässt sich dank Symbian^3 flüssiger und weniger schwerfällig bedienen, als bei Geräten mit der 5th Edition S60 (N97 und Co). Da hat Nokia deutlich nachgebessert. Gerade als mobiler Videoplayer, den man dank HDMI auch an den Fernseher hängen kann, ist das N8 eine gute "Bespaßungsanlage". Der ausgereifte Musikplayer kann klanglich überzeugen. Auch der Einsatz als Navigationsgerät (dank Ovi Maps) liegt dem Nokia N8 im Blut. Der Browser bietet zwar Pinch-to-zoom, ist aber recht langsam und eher schwerfällig, aber Nokia verspricht da Abhilfe durch ein Softwareupdate. Die Kameraqualität kann trotz der 12 Megapixel nicht so recht überzeugen, die Aufnahmequalität ist insgesamt eher durchwachsen und kann sich nicht richtig vom Apple iPhone 4 absetzen. Der Preis von knapp 480 Euro ist für die gebotene Leistung etwas zu hoch. Für 430 Euro würde ich zuschlagen. Nokia macht deutliche Fortschritte und kann mit dem N8 der Konkurrenz durchaus wieder Paroli bieten.

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