Motorola Razr


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 24.11.2011 09:20h
Punkte   (8 von 10)
Das Motorola Razr polarisiert sehr stark, soviel ist klar. Viele finden das neue Design einfach nur geil, andere halten es für ein ziemlich hässlichen Klotz. Dabei stört der sehr breite schwarze Rahmen auf der Vorderseite wohl am meisten. Mein Testgerät stammt von sparhandy.de, dafür herzlichen Dank. Dort kann man übrigens auch 5 Motorola Razr gewinnen! Mit seinen 127 Gramm ist es im Verhältnis zu seinen Abmessungen von 130,7 x 68,9 mm sehr leicht. Das mag am rückseitig verbauten Kevlar-Faser liegen. Mit seinen 7,1 mm ist es eines der flachsten Smartphones der Welt. Angetrieben wird es übrigens standesgemäß von Android 2.3.5. Im Inneren des Boliden werkelt ein 1,2 Gigahertz schneller Dual-Core-Prozessor, der kann auf etwa 1 Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen. Der 4,3 Zoll große Super-AMOLED-Touchscreen auf der Vorderseite hat meiner Meinung nach bei weiß0en Flächen einen leichten Grauschleier, gibt Farben aber insgesamt sehr kräftig und leuchtend wieder. Die PenTile-Matrix ist aus nächster Nähe gut sichtbar, hat mich aber nicht so gestört, wie der Grauschleier. Immerhin löst das Display mit 540 x 960 Pixel auf. Das Samsung Galaxy Note sowie das Galaxy Nexus haben allerdings eine deutlich höhere Auflösung. Das Displays wurde dafür aber wieder mit einem kratzfesten Gorilla-Glas von Corning®-geschützt. Das Edelstahl-Gehäuse mit seinen KEVLAR®-Fasern ist dank einer wasser- und schmutzabweisende Beschichtung vor Feuchtigkeit geschützt und soll so auch bei Outdoor-Einsätzen mithalten können. Kein Vergleich zu meinem recht empfindlichen iPhone 4S. Man sollte das neue Razr aber auf keinen Fall auf eine Stufe mit dem Motorola Defy (+) stellen, einen Ausflug in die Badewanne übersteht es nämlich nicht! Meine Eindrücke im Videotest gibt es direkt im Anschluss oder in HD auf YouTube:



Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite hat einen guten Autofokus vorzuweisen während die LED knapp 2 Meter weit leuchtet. Insgesamt sind die Bilder ein wenig zu hell geraten, der automatische Weißabgleich ist daran nicht ganz unschuldig. Gott sei Dank kann man nahezu jede Einstellung auch manuell vornehmen. Videos nimmt die Kamera in 1080p auf, wer mag kann da sogar digital näher an das Objekt seiner Begierde zoomen.


(Anklicken)
(Webspace zur Verfügung gestellt von 4phones.de)

Entgegen meinen bisherigen Infos wird das Razr nur mit Unterstützung für HSPDA und WLAN b/g/n ausgeliefert. LTE (Long Term Evolution) gehört nicht zu seinen Fähigkeiten. Der interne Speicher von 16 Gigabyte (aufgeteilt in zwei Bänke a 8 GB) kann über handelsübliche microSD-Karten um weiter 32 GB erweitert werden.  Der passende Einschub befindet sich auf der rechten Gehäuseseite, dort findet man auch den Einschub für die micro-SIM. Normale SIMS passen nicht! Bilder vom Motorola Razr gibt es nach dem Klick

Der nicht wechselbare Akku leistet 1780 mAh und ermöglicht eine Sprechzeit von knapp 9 Stunden im GSM-Netz. Bei täglicher Nutzung von knapp 60 Minuten hält der Akku bequem 1 1/2 bis 2 Arbeitstage. Wer sein Display allerdings dauernd zum Aufleuchten bringt, den straft der leistungsstarke Akku bereits nach etwa 8 Stunden ab. Er will dann unbedingt Kontakt mit einer Steckdose aufnehmen.

Der MP3-Player kann zwar mit diversen Equalizer-Presets aufwarten und tönt mehr als laut genug, leider ist der Klang trotzdem ziemlich dünn. Egal, ob man dabei hochwertige inear (z.B. mein ibeat von Dr. Dre) oder geschlossene Kopfhörer nutzt. Der Videoplayer versteht sich problemlos mit DivX und XViD sowie MP4, sogar in Full-HD Auflösung. Kalender, Aufgabenverwaltung und die anderen PIM sind guter Android-Standard. Geburtstage kann man allerdings nicht in den Kalender übernehmen, es sei denn, man nutzt Facebook. Mit den gängigen sozialen Netzwerken versteht sich natürlich auch das neue Razr gut.



Insgesamt hat Motorola mit dem Razr einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das Display ist vielleicht kein Aushängeschild, die Akkuleistung ist dafür recht ordentlich. Das geringe Gewicht macht sich positiv bemerkbar. Das Design ist Geschmackssache. Als Alternative würde ich das HTC Sensation XE oder - wenn es etwas mehr sein darf - auch das HTC Sensation XL vorschlagen. Der Klassenprimus Samsung Galaxy S2 braucht also erst mal keine Sorgen zu haben :D


  

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