Motorola Milestone

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 21.01.2010, 12:01
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Sprache: german


Testbericht Motorola Milestone (Droid) von mobile-reviews.de
Hersteller:

Motorola
Modell:

Milestone
Bezugsmöglichkeit:

Motorola Milestone

Revision: 08.01.2010

Mit dem Milestone - es wird in den USA "Droid" genannt - bringen die Amerikaer nicht nur ihr erstes Smartphone auf der Basis von Android™ auf den Markt, es ist auch gleichzeitig das erste Android-basierte Smartphone mit der neuen Betriebssystemversion 2.0. Das Motorola Milestone beeindruckt das Auge des Betrachters dabei mit einem kapazitiven 3,7-Zoll-Touchscreen und einer sehr hohen Auflösung von 480 x 854 Pixel. Dank Multi-Touch lässt es sich hervorragend bedienen. Eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus sorgt für ansprechende Fotos. Der Akku liefert 1400 mAh und sorgt so für ein gutes Durchhaltevermögen. Der integrierte GPS-Empfänger liefert der Kamera die passenden Daten für das Geotagging und dem Nutzer die korrekten Positionsdaten für die Navigation im unbekannten Terrain. Dank UMTS und HSDPA/HSUPA ist man mit dem Milestone sehr schnell im Internet unterwegs. Der Browser rendert dank der Webbrowsertechnologie "Webkit" die Webseiten ähnlich schnell wie auf dem iPhone 3G(S). Beim Milestone kommt man grundsätzlich auch ohne Google-Mail Konto aus. Motorola hat sogar eine Microsoft Exchange Lösung integriert. Selbst an eine lokale Synchronisierungsmöglichkeit über den normalen PC-Browser wurde gedacht. Wie sich das Smartphone im täglichen Alltag geschlagen hat und ob es tatsächlich ein "Meilenstein" geworden ist, erfahren Sie meinem folgenden Testbericht.

Design/Haptik/Verarbeitung

Milestone
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Mit Abmessungen von 116 x 60 x 14 mm ist es etwas kleiner als das T-Mobile Pulse (135 x 63 x 14 mm) und etwas breiter als das Samsung i7500 Galaxy (115 x 56 x 12). Beim Milestone kommt neben der virtuellen Tastatur auch eine vollwertige Variante zum Aufschieben zum Einsatz. Das macht sich auch beim Gewicht bemerkbar, denn das Milestone wiegt üppige 165 Gramm. Der schwarze, hochglänzende Kunststoff auf der Vorderseite macht auf den ersten Blick einen wertigen Eindruck. Auf den zweiten Blick bemerkt man dann, dass beim Milestone viel Metall verarbeitet wurde. So besteht der Akkudeckel aus Metall, wurde aber - wie die gesamte Rückseite - mit einer gummiartigen Beschichtung versehen. So entgleitet einem das Smartphone nicht sofort. Die Designer haben Ecken und Kanten nicht gescheut, das Milestone ist damit alles andere als ein Handschmeichler. Ein Knarzen kann man dem Gehäuse selbst unter größerem Druck nicht entlocken, auch der Akkudeckel war bei meinem Testgerät perfekt verarbeitet! Die Vorderseite wird - typisch für ein Touchscreen-basiertes Smartphone - vollständig vom 3,7-Zoll großen, kapazitiven Touchscreen eingenommen.

Die Kameraoptik auf der Rückseite ist Kratzern leider nahezu schutzlos ausgeliefert, da sie nicht versenkt eingelassen wurde. Der sehr gute Touchscreen setzt Eingaben so zügig um, wie man es noch von keinem anderen Smartphone mit Androiden her kennt. Einzig der HTC Hero kann hier noch mithalten. Das neue Betriebssystem in der Version 2.0 macht auf dem Milestone zwar einen recht spritzigen Eindruck, wirkt aber noch unfertig. Die Einhand-Bedienung klappt jedenfalls gut. Der kapazitive Touchscreen erlaubt aber prinzipbedingt keine Bedienung mit dem Fingernagel, Stylus oder mit Handschuhen. Aktuell ist das - bei etwa minus 6 Grad Außentemperatur - ungemütlich, zumal sich das Gehäuse des Milestone auch kräftig abkühlt. Handgeschriebene Notizen oder Skizzen - wie auf Modellen mit Windows Mobile - sind daher nur schlecht möglich, vielleicht auch deswegen, weil das Milestone ab Werk über keinerlei Notizfunktion verfügt.

Alle Eingaben über den kapazitiven Touchscreen werden auf Wunsch durch einen abschaltbaren Ton bzw. durch ein taktiles Feedback über Vibration bestätigt. Will man eine Nummer wählen, so muss man die entsprechende Telefon-Applikation bemühen, die dann eine virtuelle Zehnertastatur zum Vorschein bringt. Leider gibt es keine entsprechende Hardwaretaste zum Start der Telefonfunktion.

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Die virtuelle Tastatur bietet eine recht gute Textergänzung. Die Bedienung geht trotzdem nicht ganz so flott von der Hand, wie zum Beispiel auf dem Apple iPhone oder dem HTC Hero. Im Quermodus sind die Tasten deutlich größer, so dass man sie besser treffen kann. Für gelegentliche SMS oder kürzere E-Mails reicht sie problemlos aus. Ohne echtes, taktiles Feedback erfordert es anfangs aber ein wenig Übung.

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Die vollwertige QWERTZ-Variante kommt erst dann zum Vorschein, nachdem man das Display seitlich aufgeschoben hat. Obwohl diese ein deutlich besseres Feedback liefern, hinterlassen sie aufgrund der Tatsache, dass sie auf einer Trägerfolie aufgebracht sind kein wirklich überzeugenden Eindruck. Der 5-Wege-Navikey (D-Pad) auf der rechten Seite lässt sich gut bedienen. Die Leertaste befindet sich in der Mitte der Tastatur, so wie es sich gehört. Alle Umlaute und auch viele Sonderzeichen erreicht man aber über recht kryptische Tastenkombinationen, oder indem man die betreffende Taste länger gedrückt hält (a = ä).

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Der Anschluss für das micro-USB Lade- und Datenkabel befindet sich auf der linken Gehäuseseite, der 3,5 mm Klinkenanschluss wurde dagegen an der Oberseite angebracht. Direkt daneben befindet sich der Ein- und Ausschalter der das Milestone auch aus dem Tiefschlaf erweckt. Die Musikliebhaber unter uns wird das sehr freuen, so ist kein nerviger Adapter für handelsübliche Kopfhörer notwendig. Will man seine Speicherkarte wechseln  - das Milestone kann aktuell maximal 32 GB micro-SDHC-Karten verarbeiten – so muss man zunächst den Akkudeckel entfernen. An der rechten Seite befindet sich der Laut-/Leiseregler sowie der Kameraauslöser. Unterhalb des Displays haben die Designer vier Tasten zur Steuerung des Milestone vorgesehen.

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Die Tasten ist nicht beschriftet. Die mit einem Pfeil gekennzeichnete Taste löscht Eingaben, bzw. springt einen Menüeintrag zurück während der mit einem Haus gekennzeichnete Drücker führt den Nutzer zum Homescreen. Auch an eine spezielle Taste zur Geräteübergreifenden Suche wurde gedacht. Die Designer haben aber die beiden Tasten zur Gesprächssteuerung vergessen und auch einen Trackball bzw. einen Navikey sucht man vergebens. Gespräche kann man folglich nur über die Telefonanwendung durchführen. Das ist auf die Dauer gewöhnungsbedürftig, in meinen Augen sogar recht nervig!

Größenvergleich (Apple iPhone 3G, Nokia N97, BlackBerry Curve)

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Technik/Branding

Technisch betrachtet ist das Milestone sowohl das schnellste, als auch mit eines der am besten ausgestatteten Smartphones. Der exzellente 3,7-Zoll umfassende Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixel gehört zu den farbenprächtigsten Vertretern seiner Art. Er wird von einer Glasplatte geschützt. Leider kann man ihm bei Sonnenschein nur noch schwer ablesen. Die Kamera löst zwar mit 5-Megapixel aus und kann auch Videos aufzeichnen, die Qualität der Bilder kann trotzdem nicht recht überzeugen. Neben einem Musicplayer bietet das Milestone auch einen Videoplayer. Über den Android™-Market kann man sein Milestone mit einem Internetradio aufrüsten. Ein FM-Radio hat der Hersteller nämlich vergessen. Als Quad-Band-Gerät (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA und HSUPA ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar und ermöglicht auch einen schnellen Upload. Kontakt mit der Außenwelt nimmt das Milestone über Bluetooth samt A2DP sowie USB 2.0 und WLAN auf. Die Providereinstellungen werden beim ersten Systemstart automatisch eingegeben. Man sollte sich nur über einen passenden Datentarif Gedanken machen.

Natürlich wurde auch das Milestone wieder "in seinen Rechten" beschnitten, sprich ohne sogenannte "Root"-Rechte ausgeliefert. Das hat zur Folge, dass manche Programme nicht auf alle Funktionen und der eingebaute Dateimanager nicht auf das komplette Dateiverzeichnis zugreifen können. Da geht es den Benutzer von Android-basierten Smartphones ähnlich, wie den Apple iPhone-Jüngern ohne Jailbreak. Wer unbedingt diese "Root-Rechte" benötigt, dem kann aber auch geholfen werden, sofern er noch nicht das Update auf die Version 2.0.1 eingespielt hat:

1. Update herunter laden (Vorsicht, beim Update besteht immer die theoretische Möglichkeit, sein Milestone zu schrotten)
2. Die Datei "update.zip" dann in das Stammverzeichnis der Speicherkarte des Milestone (z. B. F:\ ) kopieren, nicht entpacken!.
3. Das Milestone aus- und wieder einschalten und dabei den Einschalter (Oberseite) sowie die Kamerataste gedrückt halten!
4. Nun sollte das Recoveryimage namens update.zip auftauchen, ausgewählt wird es durch Druck auf die Kamera- und Lauter-Taste.
5. Die Auswahl mittels "Apply" bestätigen und abwarten, bis das Update durchgeführt wurde, etwaige Fehlermeldungen (Update_Binary) einfach ignorieren.

Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des knapp 450 € teuren Smartphone gehört eine 8 Gigabyte fassende microSD-Speicherkarte. Ein Stereo-Headset mit akzeptabler Klangqualität, eine Bedienungsanleitung, ein Reiseladegerät sowie ein USB-Datenkabel füllen die recht kleine, unspektakuläre Verpackung.

Display

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Das sehr helle und knackscharfe Display stellt seine Inhalte in einer sehr hohen Auflösung von 480 x 854 Pixel zur Schau. Das kann das Apple iPhone einpacken. Die etwas langweilig wirkenden, dafür aber nahezu selbsterklärenden Menüicons sind ausreichend groß ausgefallen. So kann man das Milestone bequem mit nur einer Hand (bevorzugt dem Daumen) bedienen. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Dreht man sein Milestone in den Quermodus, so dreht sich der Bildschirminhalt gleich mit. Mein Dank geht an den integrierten Lagesensor.

Menü/Bedienung

Die Menüoberfläche macht zunächst den Eindruck, als wenn man das SpringBoard eines Apple iPhones mit dem TouchFlo eines Smartphones von HTC gekreuzt hat. Mit Android™ beabsichtigt die Open Handset Alliance, hier federführend Google - bei der Bedienung der Smartphones einen anderen Weg zu beschreiten. Motorola hat die Bedienung nahezu eins zu ein von Google übernommen.

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Beim Milestone bilden vier unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme die Basis. Diese Startbildschirme kann man horizontal von links nach rechts durchscrollen und mit sogenannten "Widgets" aufwerten. Dabei stehen neben einer Analoguhr und der Suchfunktion unter anderem auch noch eine Foto-Slideshow (Bildrahmen), ein Kalender, ein Musicplayer zur Auswahl. Über den Android Market kann man sein Milestone auch mit einer sogenannten "Flip Clock" mit integrierter Wettervorhersage ausstatten.

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Das Player-Widget zeigt bei Nutzung immer den aktuellen Titel an und erlaubt das Starten und Stoppen der Songs. Zusätzliche Widgets kann man sich auch über den Android™-Market installieren. Dort findet man zum Beispiel ein recht hilfreiches Battery-Widget. So hat man die verbleibende Kapazität des Akkus prozentgenau im Blick. Neben diesen aktiven Widgets kann man sich auf den vier Startbildschirmen auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakten, Webseiten, (Google) Kalender anlegen. Ein Widget oder Ordner fügt man hinzu, indem man den Homescreen etwas länger gedrückt hält, dann bietet das Milestone die Auswahl zwischen "Verknüpfung", "Widgets", "Ordner" und "Hintergrund". Verknüpfungen zu häufig genutzten Kontakten, Playlisten, Lesezeichen und sogar zu einzelnen Ordnern seines Google-Mail Kontos sind kein Problem, auch installierte Anwendungen und Spielen kann man so erreichen. Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, loslassen und fertig.

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Das eigentliche Hauptmenü erreicht man erst über ein breites Icon an der Unterseite des Screens. Das Hauptmenü listet dabei alle installierten Anwendungen und Spiele in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer im Laufe der Zeit viele Programme installiert hat, verliert durch diese Listenansicht schnell die Übersicht. Ähnliche Erfahrung machen aber auch die Nutzer eines Apple iPhone mit seinen zahlreichen Startbildschirmen (SpringBoards). So sind die vier Startbildschirme beim Milestone eine gute Alternative zum Menü.

Anwendungen

Die Zahl der Programmen beim Milestone ist sehr übersichtlich, das liegt in erster Linie aber an der "System-Philosophie" von Android, wenn man sie so nennen mag. Frei nach dem Motto: "Wir liefern das Grundgerüst, das schmückende Beiwerk (die Programme) liefern dann freie Programmier". Die vorinstallierten Anwendungen reichen trotzdem aus, um den täglichen Bedarf abzudecken.

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Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, einer umfangreichen Kontaktverwaltung und einem Kalender findet man zum Beispiel auch einen Taschenrechner und eine Uhr mit Weckfunktion. Auch an eine Navigationssoftware (MotoNav von NNG, keine Vollversion) sowie an eine Software zur Synchronisierung mit Microsoft Exchange Servern wurde gedacht.

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Natürlich hat man dem Milestone auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben YouTube, Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk den Weg ins Milestone gefunden.

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Weitere sinnvolle Programme muss man sich dann im Android™-Market zusammen suchen. Hier gibt es neben echten Perlen, wie zum Beispiel einem kostenlosen Programm für zeitgesteuerte Profile sowie einem C64-Emulator, auch eine Menge sinnfreier Programme.

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Aber Apples AppStore macht es da auch nicht besser. Im Market werden Anwendungen vorab grundsätzlich nicht übergeprüft, dies bleibt dem Nutzer überlassen. Eine spezielle Meldefunktion weist Google dann auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Apple braucht hierfür immer noch mehrere Tage! Aber zurück zum Milestone. Auf Anrufe reagiert es sowohl durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder aber eben nur mit dem Klingelton. Die Systemsounds sind zwar änderbar, allerdings nicht wirklich intuitiv.

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Auf Wunsch wird ein Bild dem Kontakte zugeordnet und bei einem Anruf angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe des entsprechenden Buchstabens suchen.

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Wer es übersichtlicher mag, kann seine in Gruppen einteilen. In die Kontaktfelder kann man nahezu unzählige Informationsdetails, wie zum Beispiel Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, Anruferbild und vieles mehr eingeben. Zudem kann man noch zusätzliche Felder manuell hinzufügen. So sind zum Beispiel auch Notizen zu einem Kontakt möglich. Im Telefonbuch findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Auch an ein spezielles Feld für Geburtstage wurde gedacht, dieser wird dann in der Terminübersicht im Kalender angezeigt. In den Kontaktdetails findet man dann auch ein Aktivitätsprotokoll, dort erhält man alle mit dem jeweiligen Kontakt geführten Kommunikationen auf einen Blick

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Der Kalender zeigt die Termine in einer Wochen- und Monatsansicht aber auch in Form einer Tagesagenda an. So ist man auf einen Blick über anstehende Termine im Bilde. Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, für den gibt es eine Wiederholungsfunktion. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht angemahnt. In der Wochen- und Monatsübersicht wird die Termindauer durch entsprechend lange grüne Balken dargestellt. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Milestone nicht. Auch mit Java kann es ab Werk nichts anfangen. Dafür hat Motorola aber eine sehr intuitive Gestensteuerung vorgesehen.

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Diese Gesten kann man frei definieren, so kann man durch Malen eines Notensymbols zum Beispiel den Musicplayer starten.

Unterhaltung

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Der Musicplayer des Milestone entspricht leider nur dem Standard, den Google bei Android vorgesehen hat. Oben stellt er - sofern vorhanden - das Coverart dar, direkt darunter befinden sich die drei Tasten mit der man Zugriff auf die Shuffle oder Loop-Funktion hat. Am unteren Bildschirmrand sind ebenfalls drei virtuelle Drücker zur Liedwiedergabe und Pausenfunktion vorgesehen. Der Sound klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset aber sehr flach und bassarm, der Lautsprecher gibt den Klang dafür nahezu verzehrungsfrei und recht laut wieder! Dank der 3,5 mm Klinkenbuchse kann man aber problemlos höherwertige Kopfhörer anschließen. So wird die Klangqualität deutlich verbessert und kann auch mit MP3-Playern aus dem Mittelklassesegment mithalten.

Um die maximale Soundqualität des Milestone testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von Motorola entwickelten Kopfhörer sind in meinen Ohren eher für Gespräche geeignet. Einen optimalen Soundgenuss ermöglichen sie nicht

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Milestone reicht aus, um die großen Wandler des iGrado in Schwingungen zu versetzen. Der iGrado könnte daher gut mit dem Milestone genutzt werden, ist aber recht auffällig und eher unhandlich.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Milestone besser zusammen und bringt den Klang recht gut rüber. Der Sennheiser CX300 ist für einen In-Ear ebenfalls eine gute Alternative, verstärkt den Bassbereich in meinen Ohren aber noch nicht optimal. Das kann der Creative Labs EP 630 etwas besser. So liefert das Milestone spürbar mehr Bass. Leider geht das dann leicht zu Lasten der Höhen, während die Mitten etwas in die Breite gezogen werden. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 aber dennoch ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimale Alternative zum mitgelieferten Stereo-Headset dar.

Grundsätzlich kann man mit dem Milestone den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Aufgrund des damit einhergehenden, höheren Stromverbrauchs und mit Blick auf den Akku ist das aber nicht wirklich ratsam. Unterschiedliche Equalizer-Presets bietet der Musicplayer beim Milestone leider nicht an. Insgesamt klingt das Milestone zwar noch recht gut, kann aber nicht ansatzweise mit dem Nokia 5800 XM oder BeatDJ mithalten.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 wurden über iTunes beschafft bzw. eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" kodiert.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
The Corrs
(Talk on Corners)
OST Elizabethtown
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Einen großen Funktionsumfang kann der Musikplayer im Milestone nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Titel sortieren.

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Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen (Shuffle) oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen. Über Wiedergabelisten (Playlists) verwandelt man das Milestone zu einer recht passablen Musikbox. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Ein echtes FM-Radio liefert das Milestone leider nicht. Im Android™-Market gibt es in Form der Internetradio-Programme (z. B. DroidLive) aber passenden Ersatz, zumindest wenn man über eine Daten-Flatrate verfügt.

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Videos machen auf dem 3,7-Zoll-Display richtig Spaß. Für Spielernaturen liefert der Market eine Vielzahl von Spielen, teilweise als Test- oder Lite-Versionen. Bilder sieht man sich auf dem Milestone wahlweise in einer Coverflow-Optik im Querformat oder im unspektakuläreren Hochformat an.

Klang

Obwohl das Milestone nur über einen verbauten Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers noch ausreichend, um am Arbeitsplatz ein mittelgroßes Büro als MP3-Player zu beschallen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch unproblematisch. Während eines normalen Gesprächs werden die Stimmen klar und deutlich übertragen, hierzu kann man eine Funktion namens CrystalTalk hinzuschalten. Ein Hintergrundrauschen ist nicht wahrnehmbar. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind eher dezent. Wer sie nicht mag, kann zumindest die werksseitigen Klingeltöne durch eigene MP3 ersetzen. Die Signaltöne lassen sich ab Werk nicht sonderlich weit personalisieren.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Das Milestone kann dank Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900-Netze) fast weltweit eingesetzt werden. Die Unterstützung für UMTS samt HSDPA, HSUPA und WLAN sorg unterwegs für einen schnellen Internetzugang. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt.

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Von der Geschwindigkeit her steht der Browser dem iPhone 3G nur leicht nach. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn beide basieren auf der gleichen Webengine namens Webkit. Gegen den Browser des 3GS kommt er aber trotzdem nicht ganz ran, der Unterscheid ist aber in der OPraxis kaum spürbar. Da sich das Milestone über Multi-Touch steuern lässt, kann man den Browserinhalt über die bekannten Gesten verkleinern oder vergrößern. Zudem dreht er sich automatisch mit dem Milestone mit. Standards, wie eine Lesezeichenverwaltung beherrscht auch der Browser des Milestone.

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Das Milestone empfängt Pushmails über Google Mail oder wahlweise über ein Microsoft Exchange Postfach. Eingehende E-Mails werden in der oberen Benachrichtigungsleiste angezeigt. Wer die E-Mail-Dienste anderer Anbietern nutzt, dem bleibt auch das manuelle Einsammeln über IMAP oder POP. Immerhin kann man das Intervall auf 5 Minuten reduzieren.

Milestone

Eine lokale Synchronisierung am PC ist über die vorinstallierte MotoPhone Portal-Software über den heimischen Webbrowser möglich. Für die Freunde "ungepflegter" Kommunikation übernimmt "Google Talk" die Rolle des Instant Messengers. Ohne den passenden Datentarif kann das aber auch teuer werden.

Kamera/Video

Milestone

Die Kamera bietet eine Auflösung von 5- Megapixel und verzichtet auch nicht auf umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Die Kamera wird dabei im Quermodus genutzt, das große Display dient dabei als Sucher.

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Neben einem Landschaftsmodus und verschiedenen Blitzeinstellungen bietet die Kamerasoftware auch noch diverse Farbeffekte (Schwarzweiß, Sepia, Negativ, Solarisation) und Möglichkeiten zum Weißabgleich (Glühlampen, Tageslicht, Fluorezierend, Bewölkt) an.

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Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung oder in völliger Dunkelheit werden dank der LED aufgewertet. Solche Bilder weisen dann aber trotzdem leichte Farbverfälschungen in Form eines Rotstichs, Artefakte und eine deutliche Randunschärfe auf. Die Qualität der Bilder ist eher mäßig. Bei ausreichend Licht macht die Kamera bessere Bilder.

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Die Aufnahmen der Automatik können in der 5-Megapixel-Klasse aber insgesamt nur eher leidlich überzeugen. Die Bilder wirken manchmal leicht milchig und unscharf. Geknipste Bilder kann man auch als MMS oder E-Mail verschicken. Der Start der Kamera nimmt knapp 2 Sekunden in Anspruch, nach 1 Sekunde ist das Bild dafür schon im Kasten. Dank des GPS-Empfängers werden die Bilder auf Wunsch mit Geoinformationsdaten versehene, das nennt sich Geotagging.

Akkulaufzeit

Milestone

Der Akku leistet laut Datenblatt 1400 mAh, in der Reihe der Androiden setzt sich das Milestone damit zwar nicht ganz an die Spitze. Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku aber sehr bequem einen Arbeitstag durch! Schaltet man UMTS ab, verlängert sich die Akkulaufzeit auf knapp 14 Stunden. Ein dauerhaft eingeschaltetes GPS/WLAN hat auf die Akkulaufzeit keinen Einfluss, zumindest dann nicht, wenn sich das Milestone im Standby-Modus befindet. Als Internetradio (im Market verfügbar) macht das Milestone bei konstanter 3G-Verbindung und abgeschaltetem Display nach knapp 8 Stunden schlapp. Surft man per WLAN, so reicht es für immerhin 6 Stunden Onlinevergnügen. Intensivnutzer mit Telefonitis werden ihr Schmuckstück also trotzdem täglich laden. Normalnutzer wird das Milestone knapp 2 Arbeitstage begleiten, bevor der Akku dann nachgeladen werden will. Das ist für ein Smartphone auf der Basis von Android schon gut.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Der große 3,7-Zoll umfassende kapazitive Touchscreen mit seiner hohen Auflösung sieht sehr gut aus. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur ist gut, die echte Tastatur leider nicht der Weisheit letzter Schluss, dafür wirkt sie zu schwammig. Sie wird Vielschreibern nicht gerecht, für gelegentliche SMS oder E-Mails ist sie aber völlig ausreichend. Dank des Android™ Market hat man Zugriff auf eine nahezu unerschöpfliche Zahl an Spielen und Programmen. Das eingebaute GPS kann neben Geotagging auch als Navigationshilfe eingesetzt werden. Die Qualität der 5-Megapixel-Kamera reicht zwar für Schnappschüsse aus, für Urlaubsbilder taugt sie definitiv nicht. Die Akkulaufzeit, die Verarbeitungsgeschwindigkeit und die gute Anmutung machen aus dem Milestone aber trotzdem einen Meilenstein im Bereich der Smartphones auf Basis von Android. Das anstehende Firmwareupdate wird sicher noch ein paar Ungereimtheiten nachbessern.

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