LG P990 Optimus Speed

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 20.04.2011
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Testbericht LG P990 Optimus Speed von mobile-reviews.de
Hersteller:

LG
Modell:

LG
Onlineshops:

Geizhals
Kamerabilder:

LG


Revision: 19.04.2011

Mit dem LG Optimus Speed hat LG das erste Dualcore-Smartphone mit dem neuen Tegra-2-Chipsatz (1 GHz) von Nvidia veröffentlicht. Der neue Prozessor setzt sich bei allen Benchmarks direkt an die Spitze. Gerade bei 3D-Spielen sorgt er für deutlich mehr Geschwindigkeit und Grafikpower. Angetrieben wird das Optimus Speed von Android 2.2.2. Das 4 Zoll große Display löst mit 480 x 800 Pixel auf und kann 16 Millionen Farben darstellen. Die Fotokamera nimmt Bilder mit 8 Megapixel auf und Videos in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) Eine LED sorgt bei einsetzender Dunkelheit oder in schummerigen Gemäuern für ausreichend Licht. Über den integrierten HDMI-Ausgang kann man sich seine Videos dann auf dem heimischen Flachbildschirm ansehen. Wer mag, kann seine Medien aber auch per DNLA an sein Heimkino übertragen. Neben einem Musikplayer steht auch ein FM-Radio zur Verfügung. Den Sound gibt das Speed sowohl über den internen Lautsprecher, als auch über eine normale 3.5 mm Kopfhörerbuchse aus. Der interne Speicher von 8 Gigabyte kann mit microSD-Karten um weitere 32 Gigabyte erweitert werden. Kontakt mit der Außenwelt nimmt das LG Optimus Speed über Bluetooth 3.0, WLAN b/g/n und USB auf. Dank des integrierten GPS-Empfängers und Google Maps ist auch eine sprachgesteuerte Navigation möglich. Erfreulicherweise hat LG dem Optimus Speed auch einen leistungsstarken Akku mit 1500 mAh spendiert. Wie sich das Super-Smartphone im Test geschlagen hat, lesen Sie am besten selbst.

Design/Haptik/Verarbeitung

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Mehr Bilder vom Smartphone gibt es hier.

Das LG Optimus Speed misst 126 x 64 x 11 mm und wiegt etwa 145 Gramm. Kanten sucht man - dem Trend zufolge - bei Handys neuerdings ja vergeben und auch das Optimus Speed macht da keine Ausnahme. Der 4-Zoll große, kapazitive Touchscreen dominiert dabei natürlich die Frontseite des Optimus Speed. Unterhalb davon sitzen wieder die üblichen Tasten, die man auf Smartphones mit Android benötigt. Eine vollwertige QWERTZ-Tastatur bietet das Speed nicht. Vielschreiber sollten daher vielleicht einen Blick auf ein Smartphone mit echter Tastatur, wie dem HTC Desire Z werfen. Obwohl die virtuelle Klaviatur meiner Meinung nach ausreichend große Tasten bietet. Die Verarbeitung des Smartphones geht ebenfalls voll in Ordnung. Da aber ausschließlich Kunststoff zum Einsatz kommt, fühlt es sich nicht ganz so hochwertig an, wie beispielsweise ein Nokia E7 oder die neueren Produkte aus dem Hause HTC Immerhin wirkt es dabei aber nicht billig. Der mit einer gummiartigen Substanz beschichtete Akkudeckel verzeiht dafür aber auch Fettfinger. Zumindest auf den ersten Blick. Das Display ist sauber in das Gehäuse integriert, scharfe Kanten sind nicht ertastbar. Ein Knarzen kann man dem Optimus Speed auch nicht unter hohem Druck auf den Akkudeckel entlocken. Die Verarbeitungsqualität bekommt von mir daher die Note "sehr gut".

Die Kameraoptik auf der Rückseite steht deutlich aus dem Gehäuse hervor und ist so Staub und Fettfingern nahezu ungeschützt ausgeliefert. Die Linsenabdeckung besteht aus Kunststoff und verschmutzt zudem recht schnell. Gerade die Fettfingerabdrücke auf der Linsenabdeckung können zu verschwommenen Bildern führen. Beim täglichen Einsatz und beim Browsen genehmigt sich der 1 GHz schnelle Dual-Core Prozessor von NVidia keinerlei Verzögerungen. LG hat auf dem Optimus Speed leider "nur" Android 2.2.2 installiert. Ein Update auf das aktuelle Android Gingerbread (2.3) ist aber bereits in Arbeit. Das Betriebssystem dafür wurde mit einer – nicht nur grafisch – schmucken Benutzeroberfläche verfeinert. Der kapazitiv reagierende Touchscreen wird von einer Scheibe aus Gorilla-Glas - einem besonders widerstandsfähigen Material - geschützt, erlaubt technisch bedingt aber keine Bedienung mit Fingernägeln oder normalen Handschuhen. Dafür beherrscht er Multi-Touch und versteht die bekannten und beliebten pinch-to-zoom Gesten. Dabei werden Eingaben auf dem Touchscreen auf Wunsch von einem Ton bzw. durch ein haptisches Feedback begleitet.

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Neben der üblichen Zehnertastatur im Telefonmodus nutzt man eine virtuelle QWERTZ-Variante im Hoch- oder noch besser im Querformat. Im Hochformat sind die Tasten sehr klein geraten und in meinen Augen nur schlecht nutzbar. Dreht man das Smartphone aber ins Querformat, so wirken die virtuellen Drücker deutlich größer und sind auch einfacher zu treffen. Eine Textergänzung gibt nützliche Vorschläge, die einzelnen Symbole, Buchstaben und Zahlen wurden auf mehrere Layouts verteilt.

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Die Bedienung geht flott von der Hand, durch das größere Display sogar noch besser als auf einem Apple iPhone oder HTC Desire. Vielschreiber werden mit der großen Bildschirmtastatur vermutlich trotzdem nicht 100% zufrieden sein. Echte Drücker sind nunmal schon aufgrund der guten haptischen Rückmeldung einfach durch nichts zu ersetzen. Für gelegentliche SMS oder kürzere E-Mails reicht sie aber dennoch aus.

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Der Micro-USB-Anschluss an der Unterseite - zwischen dem Lautsprecher und dem Mikrofon - sorgt für die Anbindung an den PC oder Mac. Er ermöglicht - in Verbindung mit dem Ladegerät - auch die Betankung mit Strom. Die 3,5 Millimeter-Buchse für den Kopfhörer befindet sich auf der Oberseite, dort findet man auch den Ein-/Ausschalter sowie einen kleinen HDMI-Ausgang zum Anschluss an eionen Flachbildschirm. Die beiden Lautstärkeregler sind auf der rechten Seite des Smartphones eingebaut. Um die Speicherkarte zu wechseln - das Optimus Speed versteht sich auch mit 32GB microSD-Karten – muss man nur den Akkudeckel entfernen. Einen Kameraauslöser wird man auch nach langer Suche nicht finden. Spontane Schnappschüsse sind daher kaum möglich, bis zum Start der Kamerasoftware vergeht so unnötig viel Zeit in der sich da Motiv bereits Lichtjahre entfernt haben kann.

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Unterhalb des Touchscreens befinden sich vier - für Android - übliche Tasten. Diesmal allerdings mit Sensorfunktion. Der mit einem Häuschen gekennzeichnete Drücker bringt den mittleren der insgesamt sieben Homescreens zum Vorschein. Der Drücker mit den zwei Quadraten löst kontextsensitive Funktionen aus. Die mit einem gebogenen Pfeil gekennzeichnete Taste springt einen Menüpunkt zurück oder löscht die letzte Eingabe. Beim Optimus Speed findet man zudem eine Suchtaste, passenderweise durch eine Lupe symbolisiert. Auf echte Tasten zur Gesprächssteuerung hat LG beim Optimus Speed verzichtet. In schöner Android-Tradition kann man Gespräche wieder einmal nur über die virtuelle Tastatur abwickeln.

Größenvergleich (iPhone 4, Sony Ericsson Arc)

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Das LG Optimus Speed ist optisch größer als das iPhone 4 und in etwa so gross, wie das Sony Ericsson Arc. Das hat aber auch ein größeres Display :D

Technik/Ausstattung

Technisch ist das LG Optimus Speed ein echtes Sahnestück. Der 4-Zoll große, kapazitive Touchscreen löst mit 480 x 800 Pixel auf und kann 16 Millionen Farbkombinationen darstellen. Er versteht sich auf Pinch-to-zoom Gesten und unterstützt Eingaben per Multi-Touch. Die Kamera löst mit 8-Megapixel auf und bietet neben einem Autofokus diverse Einstellungsmöglichkeiten nebst LED zur Beleuchtung nahestehender Objekte. Videos nimmt die Kamera in Full-HD, also mit 1920 x 1024 Pixel auf! Diese kann sie zudem per HDMI oder DNLA auch an einen Flachbildschirm beamen. Der eingebaute Videoplayer unterstützt XViD/DivX und verwandelt das Speed so in eine mobile Multimedia-Station. Auch an ein FM-Radio wurde gedacht. Dank Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den Datendienst HSPA ist es fast überall auf der Welt einsetzbar. Eine Benachrichtigungs-LED wie das Sony Ericsson Arc - die Auskunft über eingehende SMS, Nachrichten und verpasste Anrufe gibt - hat das Optimus Speed leider nicht vorzuweisen.

Wer darauf angewiesen ist, kann sein Optimus Speed über Bluetooth (2.0) und WLAN b/g/n bzw. USB mit seinem PC oder Mac verbinden. Das Optimus Speed wurde durch LG "in seinen Rechten" beschnitten und wird ohne sogenannte "Root"-Rechte ausgeliefert. Das hat zur Folge, dass manche Programme nicht auf alle Funktionen und ein Dateimanager nicht auf das komplette Dateiverzeichnis zugreifen kann. Da geht es den Benutzer von Android-basierten Smartphones ähnlich, wie den iPhone-Jüngern ohne Jailbreak. Wer solche Rechte braucht, sollte sich einfach OneClickRoot auf dem PC installieren.

Nokia N8 Samsung Galaxy S HTC Desire HD LG P990 Optimus Speed
Display/Auflösung 3,5 Zoll, AMOLED, 640 x 360 Pixel 4 Zoll, S-AMOLED, 800 x 480 Pixel 4,3 Zoll, Super LCD, 800 x 480 Pixel 4 Zoll, SLCD, 800 x 480 Pixel
Prozessor ARM 1136JF-S mit 680 Megahertz Taktfrequenz Samsung-Intrinsity S5PC110 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Qualcomm Snapdragon QSD8255 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Nvidia Tegra 2 (Dual Core) mit 1 Gigahertz Taktfrequenz
Grafik unbekannt PowerVR SGX540 Adreno-205 genannten GPU GeForce ULP
Arbeitsspeicher 256 Megabyte 512 Megabyte 768 Megabyte 512 Megabyte
integrierter Speicher 16 GB 8 GB / 16 GB ./. 8 GB
Speicher erweiterbar microSD-Karten microSD-Karten microSD-Karten microSD-Karten
Funkunterstützung WLAN b,g,n / Bluetooth 3.0 EDR / GPS WLAN b,g,n / Bluetooth 3.0 EDR / GPS WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1 EDR / GPS WLAN b,g,n / Bluetooth 3.0 EDR / GPS
Kamera 12 MP 5 MP 8 MP 8 MP
Betriebssystem Symbian-Version 3 Android 2.1 Android 2.2 Android 2.2
Multimedia-Unterstützung Flash Player 10.1 / HTML 5 Flash Player / HTML 5 Flash Player / HTML 5 Flash Player / HTML 5
Anschlüsse microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker / microHDMI microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
Maße 114 x 59 x 13 mm, 135 Gramm 123 x 64 x 10 mm, 120 Gramm 123 x 68 x 12 mm, 164 Gramm 126 x 64 x 11 mm, 145 Gramm

Bei den neuen Smartphones ist Geschwindigkeit ja mittlerweile Trumpf. Nicht nur, wegen den immer aufwändiger gestalteten Spielen, sondern auch wegen den recht gut gemachten Flash-Spielchen im Internet. Hier kann das LG P990 seine Stärke, den DualCore-Prozessor voll ins Spiel bringen. Bei nahezu allen Benchmarks liefert er Rekordwerte. Wer mir nicht glaubt, mag beigefügte Benchmarkergebnisse von Quadrant, Linpack oder dem grafisch sehr beeindruckenden GLBenchmark 2.03 zu Rate ziehen.

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Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des etwa 450 € (Internet) teuren Smartphones gehören weder eine microSD-Speicherkarte noch ein HDMI-Kabel. Das wenig überzeugende Stereo-Headset, der Akku mit 1500 mAh sowie zwei gedruckte Benutzerhandbücher und ein Reiseladegerät mit abnehmbarem USB-Datenkabel können darüber nicht hinwegtrösten. Das macht Sony Ericsson beim Arc deutlich besser.

Display

Das gute, farb- und kontraststarke SLCD-Display löst mit den üblichen 480 x 800 Pixel auf. Texte, Grafiken und Videos sind sehr gut ablesbar. Im direkten Vergleich zum HTC Desire HD sieht man kaum einen Unterschied. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden, dem integrierten Lagesensor sei dank. Bei direkter Sonneneinstrahlung büßt das Display seine Ablesbarkeit ziemlich ein, dafür spiegelt es zu stark.

Menü/Bedienung

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Beim LG Optimus Speed bilden insgesamt sieben unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme die Schaltzentrale. Wer mag, kann sie mit vielen nützlichen "Widgets" aufrüsten. Hierbei handelt es sich sowohl um kleine Helfer in Form von Kalendern und Playern, als auch um simple Verknüpfungen zu vorinstallierten Programmen, Kontakten und Ordnern.

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Zur Auswahl stehen dabei analoge und digitale Zeitmesser, eine Kalenderübersicht oder der Musicplayer, der den gerade aktuellen Titel anzeigt und die Steuerung der Songs erlaubt. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Widgets ist recht groß und kann über den Android™-Market noch erweitert werden. Selbst eine wunderschön animierte Wettervorhersage, die ihre Daten aus dem Internet empfängt, steht zur Auswahl. Neben den aktiven Widgets kann man auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakten, zum Browser oder den installierten Programmen erstellen. Dazu muss man nur das entsprechende Icon oder Widget per drag & drop auf einen beliebigen Startbildschirm ziehen, loslassen und fertig. Auch Verknüpfungen zu Playlisten und Lesezeichen kann man sich so einrichten.

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Das eigentliche Hauptmenü erreicht man durch Druck auf das mit vier Quadraten versehene Icon. Dann kommt erst einmal die übliche Listenansicht zum Vorschein. Wer allerdings viele Programme installiert, dem geht dabei schnell die Übersicht verloren. Daher bietet das Menü des Optimus Speed auch eine Sortierung in einer alphabetiscen Liste oder in einer horizontal scrollbaren Ansicht, ähnlich wie beim Apple iPhone. Seit Android 2.1 gehören auch animierte Live-Hintergrundbilder zum Repertoire. Das sind Hintergründe, die in Echtzeit animiert werden. So kann man sich eine kleine Galaxie auf sein Optimus Speed holen oder aber einen Gartenteich oder andere ausgefallene Variationen.

Anwendungen

Normalerweise werden Smartphones mit Android ab Werk eher spärlich mit nützlichen Apps ausgestattet. Das macht Google wohl deshalb, damit auch Drittanbieter noch ordentlich verdienen können. Die vorinstallierten Anwendungen auf dem Optimus Speed reichen dennoch aus, um den täglichen Einsatzbedarf komplett abzudecken. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen Taschenrechner, eine Uhr mit Weckfunktion und sogar eine Notizverwaltung.

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Auch an eine Art "Automodus" wurde gedacht. Darin hat man Zugriff auf den Musikplayer, die Navigationsanwendung, das Telefon sowie die Kontakte und zwar über deutlich größere Icons als im normalen Menü. Eine Sprachaufzeichnung sowie eine Sprachsuchfunktion vervollständigen den Funktionsumfang. Selbst Microsoft Office Dokumente kann man sich auf dem Optimus Speed anzeigen, leider aber nicht editieren. Dazu nutzt man das vorinstallierte "Polaris Office".

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Weitere Programme kann man sich im Market herunter laden.

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Im Market werden Anwendungen vorab grundsätzlich nicht durch Google übergeprüft, dies bleibt dann dem Nutzer überlassen. Eine spezielle Meldefunktion weist Google auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Mittlerweile gibt es auch Alternativen zum offiziellen Android™-Market, erwähnenswert ist da zum Beispiel das App Center. LG selber bietet einen speziellen App-Advisor an, mit dem auch Neuvorstellungen präsentiert werden. Smartphones mit Tegra 2 Chipsatz können zudem auf eine spezielle Anwendung namens "Tegra Zone" zurückgreifen. Dort werden Spiele, die an den neuen Nvidia-Chipsatz angepasst wurden vorgestellt.

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Fans sozialer Netzwerke werden sich über die passende Twitter-, Facebook- sowie YouTube-App freuen. Hiermit kann man fröhlich vor sich hin zwitschern oder Videos ansehen. Fans traditioneller Funktionen, wie Kalender und Kontaktverwaltung sollten nun aufmerksam weiterlesen.

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Die Einträge in der Kontaktverwaltung werden alphabetisch sortiert. Jedem Kontakt kann man ein individuelles Bild zuordnen, welches dann bei einem Anruf auf dem Bildschirm angezeigt wird. Kontakte können auf Wunsch in frei definierbare Gruppen eingeordnet werden, so behält man auch bei einer Vielzahl an Kontakten den Überblick. Seine Lieblinge speichert man dann einfach als Favorit ab. Zu den Kontakten kann man zahlreiche Informationsdetails wie Festnetz- und Mobilnummer, E-Mail, Adressen und mehr hinterlegen. Im Telefonbuch findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Spezielle Felder für Geburtstage und Jahrestage sind zwar vorgesehen, werden dann aber nicht im Kalender angezeigt.

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Der Kalender entspricht dem Android-Standard. Er zeigt neben einer Tagesagenda auch eine Monats- und Tagesansicht. Die Übersicht verliert man so also auf keinen Fall. Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, der wird die Wiederholungsfunktion zu schätzen wissen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht berücksichtigt. In der Monatsübersicht wird die Dauer eines Termins durch einen entsprechend langen grünen Balken dargestellt. Dreht man sein Smartphone ins Querformat, dann dreht sich auch der Bildschirminhalt, folglich natürlich auch der Kalender mit.

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Das Optimus Speed ist dank Android (und damit auch Google) natürlich in der Lage mehrere Kalender gleichzeitig mit Google zu synchronisieren. Über eine Sprachwahl oder Sprachsteuerung verfügt das Smartphone nicht, immerhin stehen eine Suchfunktion und die Navigation über Spracheingaben zur Verfügung. Auch mit Java kann es ab Werk nichts anfangen, im Android™-Market gibt es aber einen passenden Interpreter namens JAVA/J2ME Runner.

Navigation/GPS

Das Optimus Speed ist mit einem internen (A)GPS-Empfänger ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm kann man das Handy auch als Navigationshilfe nutzen.

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Google Maps ermittelt den aktuellen Standort im ersten Schritt über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger. Danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird dabei direkt über das Internet auf das Optimus Speed übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Navigation ohne Sprachausgabe ist mit der neuen Version von Google Maps (online im Market verfügbar) problemlos und relativ einfach möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Google Maps warnt nicht ausdrücklich vor Staus. Die zusätzlich verfügbare Ebene "Verkehr" zeigt aber die aktuelle Verkehrslage. Google Maps bietet zudem keine automatischen Alternativrouten an. Diese kann man aber manuell anfordern. Die Neuberechnung kann dann aber länger dauern. Natürlich hat man dem Optimus Speed auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk Einzug gehalten. Google Navigation nutzt dabei zum Beispiel das Kartenmaterial von Navteq. Die Places getaufte App zeigt interessante Angebote in der näheren Umgebung an.

Musik

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Der Musicplayer des Optimus Speed ist optisch zwar recht schlicht, dafür kann man ihn aber einfach bedienen. Wie so oft werden auf den recht großen Display neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximal mögliche Soundqualität des Optimus Speed testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen alten Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs aus der Schublade gekramt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein recht hohes Eingangssignal um seine großen Wandler in ausreichend Schwingungen zu versetzen. Die maximale Lautstärke reicht beim LG P990 dafür nicht ganz aus, das Ausgangssignal ist zudem in meinen Ohren nicht gut genug, so dass der iGrado nicht unbedingt ein guter Partner ist. Der kleinere Koss Porta Pro spielt mit dem Optimus Speed da schon besser zusammen, kappt die Höhen aber etwas früh. Sennheiser CX300 und Creative Labs EP 630 sind für InEar eine gute Alternative zum mitgelieferten Headset. So liefert das Optimus Speed ausreichend Bässe. Leider etwas zu Lasten der Höhen.

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Den Klang kann man über zahlreiche Equalizer-Presets wie Rock, Höhen, XtraBass und mehr anpassen. Leider klingt es dann etwas dumpfer. Klanglich kann sich das P990 nicht mit Produkten dem 5800 XM aus dem Hause Nokia oder dem Samsung Beat DJ messen. Grundsätzlich kann man mit dem Optimus Speed seine Musik auch über A2DP und AVRCP übertragen. Über einen Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, klingt das aber auch nicht viel besser, wenn gleich nicht ganz so basslastig.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)

SITD:
(Rot)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
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Songs kann man nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren. Neben einer Sortierung nach Interpreten, kann man sich auch nur die Alben anzeigen lassen. Dreht man sein Speed in das Querformat, werden die vorhandenen Albengrafiken in einer Cover-Flow-Ansicht abgebildet.

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Durch die Multitasking-Unterstützung kann man die Musik auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

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Das Optimus Speed bietet ein FM-Radio mit mehreren Senderspeicherplätzen. Zum Betrieb muss allerdings zwingend ein Headset angeschlossen werden, dann kann man den Sound auch über den internen Lautsprecher ausgeben, allerdings viel zu leise. Über die App Smartshare kann man seine Medien dann auch per DNLA an die heimischen Multimediaanlage oder den entsprechend ausgerüsteten Flachbildschirm ausgeben.

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Der Video-Player spielt die abgespeicherten Videos im Vollbildmodus ab, auf Wunsch im Querformat und mit einer maximalen Auflösung von 720p. Die Videos werden allerdings auf die Bildschirmauflösung herunter skaliert. Neben den üblichen MPEG4-Videos mit H.264-Codec und Windows Media Video (WMV) kann der Player auch DivX/Xvid abspielen. Die Videos können dann auch per HDMI auf einen Flachbildschirm ausgegeben werden, sogar mit 1080p. Allerdings nur dann, wenn man für das passende HDMI-Kabel sorgt. Sony Ericsson legt seinem Arc gleich eines mit dabei. LG leider nicht!

Klang

Das Optimus Speed verfügt einen akzeptabel klingenden Lautsprecher, der dem Sound aber insgesamt zu leise wiedergibt. So ist er nicht ausreichend, um das Büro mit Musik zu versorgen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung werden akustisch von minimalen Hallgeräuschen begleitet. Während eines Gesprächs werden die Stimmen etwas blechern wieder gegeben, das wurde von mir aber nicht als störend empfunden. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind eher dezent. Wer sie nicht mag, kann zumindest die werksseitigen Klingeltöne durch eigene MP3 ersetzen, wenn er sie in bestimmte Ordner auf die microSD kopiert.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Der Optimus Speed funkt über Quadband / UMTS und nutzt zur Datenübertragung HSDA und WLAN b/g/n. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt. Flash-Animationen werden ebenfalls abgespielt. Er also aufwändige Flashanimationen oder Spiele liebt, gelegentlich mal Videos ansehen will, der wird mit dem LG Optimus Speed geholfen :D

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Von der Geschwindigkeit her kann der Browser des Optimus Speed problemlos mit allen anderen Browser mitziehen. Ja er erscheint mir zudem schneller, als beim iPhone 4. Da das Optimus Speed sich sowohl mit Multi-Touch als auch mit den bekannten Spreiz-Gesten versteht, ist die Navigation innerhalb von Webseiten kein Problem. Natürlich dreht sich der Browserinhalt automatisch mit dem Optimus Speed mit.

Android bietet zur Kommunikation per E-Mail zwei verschiedene Clients an. Einen für Google Mail und eine normale Mail App für die übrigen Konten. Meldet man sich auf dem Smartphone mit seinem Google-Konto an (das ist schon länger keine Voraussetzung für die Nutzung mehr), wird das dazugehörige Mailkonto automatisch in Google Mail synchronisiert.

Weitere Google-Konten muss man aber manuell über "Konten und Synchronisierung" hinzufügen. Google hat seinen eigenen Mail-Client natürlich perfekt auf die Zusammenarbeit mit seinem Online-Mail-Dienst abgestimmt. So kann man seine Googlemail-Nachrichten mit sogenannten Labels (Schlüsselwörtern) versehen, sie danach entsprechend sortieren und als Favorit oder als Spam einordnen. Dabei fast eien spezielle Thread-Funktion Mails auf Wunsch auch zusammen. Neue Meldungen gelangen ohne merkliche Verzögerung per Push (bzw. IMAP Idle) auf das LG Optimus Speed. Das LG signalisiert eingehende Nachrichten per Vibration oder Ton und optisch in der Statusleiste. Andere Exchange-, IMAP- doer POP-Konten richtet man hingegen im Standard-Client namens "E-Mail" ein. Dabei ähnelt leider nur die Optik dem übersichtlicheren Google Mail. Funktionen wie Labels und Threads fehlen komplett. Zudem kann man - abgesehen vom Eingangsordner - keine anderen Ordner abonnieren. Auch kann man seine E-Mails nicht durchsuchen. Ältere E-Mails muss man zudem mnauell nachladen. Zu allem Übel geht selbst das nur in kleinen 25-Schritten. Der Online-Sync mit Google klappt daher deutlich besser.

Wer einen Microsoft Exchange Server nutzt, kann diesen - im Internet auch kostenlos verfübaren Dienst - erst einmal nicht auf seinem Optimus Speed weiter in Anspruch nehmen. Es fehlt schlicht an der passenden Software. Wer mag kann seine E-Mails aber manuell oder automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen (mindestens alle 5 Minuten) über IMAP oder POP einsammeln. Anhänger von Microsoft Outlook werden nur mit zusätzlicher Software auf dem PC bzw. Mac Anschluss an die heimische Kontaktdatenbank/Kalender finden. Freunde schneller Kommunikationswege nutzen "Google Talk" als Instant Messenger. Durch die Bildschirmtastatur ist der Optimus Speed zwar nicht unbedingt für eine umfangreiche Kommunikation geeignet, die Tasten reichen aber für kürzere "Wortwechsel" aus.

Kamera/Video

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Die Kamera des LG Optimus Speed knipst Bilder mit einer Auflösung von 8-Megapixel. Auch ein LED-Blitz hat man dem Optimus Speed gegönnt. Er reicht knapp 2 Meter weit und kann sehr kleine Räume erhellen. Trotzdem sind Aufnahmen in Dunkelheit oder bei einsetzender Dämmerung nur mit Qualitätsverlusten möglich. Die Kamerasoftware bietet einige Einstellungsmöglichkeiten und sogar eine Gesichtserkennungssoftware.

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Der Autofokus sorgt für die notwendige Schärfe. Auslösemechanismus und Speichervorgang gehen Hand in Hand und zwar recht fix. Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für den Weißabgleich und die ISO sorgen für den notwendigen Durchblick während man mit einer handvoll Farbeffekte die Bilder etwas aufpeppen kann. Geotagging ist dank des GPS-Empfängers kein Problem.

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Die Kamera liefert recht gute aber zu helle Ergebnisse. Der Weißabgleich funktioniert erstaunlich gut, nur bei schlechter Ausleuchtung werden die Bilder etwas unscharf und pixelig.

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Mit einem Samsung Pixon oder Nokia N8 kann sie trotzdem nicht mithalten. Die Bilddynamik lässt insgesamt etwas zu wünschen übrig, Bilder werden leicht flau und zu hell abgelichtet. Für Schnappschüsse oder Veröffentlichungen im Internet reicht die Kameraqualität jedenfalls aus. Videos nimmt das Optimus Speed mit FullHD-Auflösung auf.

Akkulaufzeit

Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, eine handvoll Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit seinen 1500 mAh einen Arbeitstag. Schaltet man den UMTS-Empfang sowie E-Mail-Push verlängert sich die Akkulaufzeit bei selber Nutzung auf etwa 1 1/2 Tage. Ein aktivierter aber ungenutzter WLAN-Empfänger hat auf die Akkulaufzeit kaum einen Einfluss, sofern sich das Optimus Speed im Standby-Modus befindet. Nutzt man sein Smartphone als Radio oder MP3-Player, macht der Akku bei abgeschaltetem Display nach knapp 7 Stunden schlapp. Kommunikativere Nutzer(innen) mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis werden den Akku mindestens einmal am Tag mit Saft aus der Steckdose versorgen müssen.

Videotest

Fazit

Autor

Das Optimus Speed ist ein sehr schnelles Smartphone. Es kann sowohl das solides Arbeitstier als auch als imobier Videplayer oder MP3-Player genutzt werden. Dank des eingebauten GPS-Empfängers kann man das Optimus Speed auch prima als Navigationshilfe nutzen. Android bietet Zugriff auf eine schier unerschöpfliche Zahl von Anwendungen und Spielen. Für knapp 450 Euro bekommt man zudem noch eine recht gute 8-Megapxiel-Kamera obendrauf. Verarbeitung und Haptik geben keinen Anlass zur Klage. Meine Empfehlung!

Top Preis/Leistung Flop Akku
Top Verarbeitung Flop Kamera
Top Prozessor