LG KF750 Secret Test

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 25.06.2008
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Testbericht LG KF750 von mobile-reviews.de

Hersteller:

LG

Modell:

LG KF750

Bezugsmöglichkeit:

LG KF750


Bilder:

LG KF750
Menübilder

Links:

LG Blog

Revision: 25.06.2008

Edel geht die Welt zugrunde. So soll es sein, denn schließlich verwendet LG beim neusten Mobiltelefon aus der Black Label Series, dem LG KF750 "Secret", Echtglas in Kombination mit Kunststoffteilen mit Lederprägung und einen Akkudeckel mit Karbonbeschichtung (hier lässt das eher unbekannte Sendo X schön grüßen). Bei der aktuellen Schöpfung des koreanische Hersteller LG steht neben dem Design aber auch die Technik sowie eine einfache Bedienung im Vordergrund. Technisch kann das KF750 Triband samt UMTS mit Unterstützung für HDSPA (bis zu 3,6 Mbit/s) vorweisen, sich mit einer 5.0 Megapixelkamera profilieren und mit einem 2,4 Zoll großen Screen - der teilweise berührungsempfindlich ist - in Szene setzen. Die Verarbeitung sowie Wertigkeit des Seriengerätes ist dabei hervorragend. Das Objektiv der 5 Megapixelkamera bietet einen Autofokus, Makromodus sowie Digitalzoom ist - im Gegensatz zum Viewty aber nicht von Schneider Kreuznach. Multimediadateien speichert das KF750 auf bis zu 8 Gigabyte große MicroSD Speicherkarten. Wie sich das KF750 im täglichen Einsatz schlägt, wird Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

LGs Designabteilung hat den Bogen raus. Stehen doch so wundervolle Modelle, wie das LG Prada, Viewty und zuletzt das KF600 auf dem Portfolio. Auch das KF750 Secret ist da keine Ausnahme. In einer Kombination aus Echtglasoberfläche, den Kunststoffteilen mit Lederprägung sowie einem Karbonbeschichtetem Akkudeckel weis es sich glänzend in Szene zu setzen und sorgt für Begehrlichkeiten. Jede(r) will es anfassen. Das Slider macht einen schlanken Eindruck. Die Waage zeigt dabei stolze 112 g. Das recht hohe Gewicht vermittelt sofort den Eindruck von Wertigkeit. Die Abmessungen von knapp 102,8 x 50,8 x 11,8 mm unterstreichen die Eleganz dieses Gerätes.

Ich will an dieser Stelle allerdings auch nicht verschweigen, dass die große Echtglasoberfläche des KF750 Fingerabdrücke nahezu magisch anzieht. Auch der aktuelle Haut-PH-Wert seines Trägers wird umgehend und eindrucksvoll in Szene gesetzt.

KF750

Ich schlage daher vor, den beigelegten Anhänger mit integriertem Putztüchlein immer mit sich zu führen. Das KF750 macht aus einem normalen Handynutzer nämlich ruckzuck einen manischen Putzteufel. Ehemalige Besitzer der schwarzen Nokia 8800 Editionen bzw. eines alten iPOD nano wissen davon ein Lied zu singen. Kurz und knapp: so ein Schmuckstück verträgt keine Fingerabdrücke. Fettflecke von unachtsamen Patschehändchen? Die Queen würde sagen: "Shocking!"

Im Gegensatz zur Konkurrenz kann man das KF750 Secret zudem als nahezu unverwüstlich bezeichnen. Die Verarbeitung und die verwendeten Materialien sind so gut, dass es selbst härtesten Belastungen Stand hält. Ein LG Mitarbeiter stellt dies in einem Video unter Beweis. Den Testzeitraum konnte das KF750 daher völlig ohne Kratzer auf der Oberfläche bzw. Rückseite überstehen. Ganz im Gegensatz zum LG Prada. Hier machen sich die hochwertigen Materialien bezahlt.

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Mehr Bilder des Schmuckstücks finden Sie hier.

Größenvergleich (Sendo X - Porsche P'9521 - Apple iPhone ?G)

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Technik

Die Ausstattungsliste des KF750 Secret glänzt mit aktuellen Features. Neben einem 2,4 Zoll großen und teilweise auch berührungsempfindlichen Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel und 262.00 darstellbaren Farben, knipst das Secret Bilder mit 5 Megapixel. Hierbei wird die Kamera von einem Autofokus, Makromodus und Digitalzoom unterstützt. Videos nimmt das KF750 in VGA Auflösung und bis zu 120 Bildern pro Sekunde auf. Natürlich darf auch ein Musicplayer sowie FM-Radio samt Unterstützung für A2DP und AVRCP nicht fehlen. Um seine Multimediaqualitäten auch nutzen zu können, bietet das KF750 Secret etwa 100 MB internen Speicher sowie einem Slot für MicroSD Speicherkarten, der macht auch vor den neuen bis zu 8GB großen SDHC-Versionen nicht halt. Diejenigen, die ihr KF750 auch zum telefonieren nutzen wollen werden mit dem Triband-Gerät (GSM 900/GSM 1800/GSM 1900) samt Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA weltweit kaum Probleme bei der Kontaktaufnahme haben. Für eine gute Verbindung mit heimischen PC oder anderen Mobiltelefonen sorgt der Kurzstreckenfunk Bluetooth 2.0 (A2DP und AVRCP) sowie die USB-Verbindung. Die Firmware im Testgerät hatte die Versionsnummer V 10a.

Lieferumfang

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Ausgeliefert wird das KF750 in einem edlen, überwiegend schwarzem Karton. Das kleine Sprüchlein "Style that Lasts" soll sowhl auf die zeitlose Elegnz, als auch auf die Widerstandsfähigkeit des KF 750 Secret hinweisen. Der Lieferumfang in Form:

  • kabelgebundenes in-ear Stereoheadset (mit Adapter für normale 3.5 mm Klinkenbuchsen)
  • USB-Datenkabel
  • Ladegerät
  • Anhänger mit integriertem Putztüchlein
  • Li-Ion 3,7V, 800mAh
  • Nutzerhandbuch
  • LG PC-Suite

ist zudem nochmals in schwarze Kartons verpackt. Hier lässt der Verpackungsstil des Viewty grüßen. Eine Speicherkarte gehört selbstverständlich nicht zum Lieferumfang. Eine mittlerweile übliche und ärgerliche Angewohnheit vieler Mobilfunkhersteller. Bei einem UVP von 549 € hätte man die paar Euro für eine 2 GB Speicherkarte sicher auch "verschmerzen" können.

Verarbeitung/Haptik

Es fühlt sich gut an. Es liegt nahezu perfekt in der Hand und vermittelt Wertigkeit. Die Verarbeitung des LG KF750 Secret ist absolut überzeugend. Die wenigen mechanischen Drücker auf der leicht spiegelnden Oberseite sind gut erreichbar. Dies gilt auch für die 5 Drücker an der rechten Außenseite. Ein Knarzen oder Quietschen ist dem Gehäuse des KF750 dabei auch bei höherem Druck nicht zu entlocken. Der sehr stabile Akkudeckel mit seiner Karbonbeschichtung wird über einen großzügig dimensionierten Knopf entriegelt. Zur Entnahme der Speicherkarte muss man den Akkudeckel leider entfernen. Dreh- und Angelpunkt des Gerätes ist der unterhalb des Hauptdisplays angebrachte Touchscreenbereich. Er reagiert relativ zügig auf Eingaben, sein Feedback gibt er mittels leichter Vibration sowie eines kurzen akustischen Signals (beides abschaltbar). Das berührungssensitive Feld zeigt ein virtuelles Steuerkreuz in Form von Kreisen oder Punkten. Bestätigt werden Eingaben dann allerdings über einen Hardkey. Natürlich lassen sich alle Funktionen auch weiterhin über die Eingabe der entsprechenden Ziffer auswählen.

KF750

Auf der rechten Seite des KF750 befindet sich der Lautstärkeregler, ein Drücker für die Schnellwahl zwischen den aktuell geöffneten Programmen sowie der Auslöser für die Kamera. Neu hinzugekommen ist ein Drücker, der das "Fingerpad" genannte Feature des KF750 auslöst. Damit stehen dem Benutzer 5 Funktionen (Musik, Fotos, M-Toy, Dokument, Radio) zur Verfügung., die über den berührungsempfindlichen Hauptscreen ausgelöst werden. Mitunter ist also das gesamte Display des KF750 als Touchscreen nutzbar! Der hier nutzbare Musicplayer kann vollständig über den Screen gestuert werden, verfügt aber nur über einen Bruchteil der Funktionen seines "normalen" Pendants, welchen man zusätzlich in den Tiefen des Menüs findet.

Slidertypisch kommt die Tastatur erst nach dem öffnen des Displays zum Vorschein. Dann allerdings lassen sich SMS und E-Mails relativ bequem über die großzügig dimensionierte Zifferntastatur verfassen. Leider sind die Tasten selber flach, so kann man sie haptisch kaum auseinander halten. Blindbedienung ausgeschlossen.

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Der Federmechanismus des Slider erweist sich im Test als sehr leichtgängig und ohne jegliches seitliches Spiel. Im Vergleich zu Produkten der Firma Nokia ist dieser Slider absolut perfekt und braucht sich auch nicht hinter Modellen der Konkurrenz von Samsung (SGH-U900 Soul) zu verstecken.

Display

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Das Display ist in geschlossenen Räumen bzw. bei geringem Lichteinfall absolut überzeugend. Es stellt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 262.144 möglichen Farbkombinationen dar. Das Hauptdisplay selber ist teilweise berührungsempfindlich und führt in Verbindung mit der "Neon Touch" genannten Navigation zu einer nicht immer problemlosen Steuerung. Ist man doch oft geneigt, die groß gestalteten Menüicons direkt berühren zu wollen. Das funktioniert aber eben nur im Modus "Fingerpad". Auch die Umgewöhnung zwischen virtuellen Richtungs- und physikalischer Bestätigungstaste fällt gerade am Anfang nicht leicht.

Bei starker Sonneneinstrahlung lässt sich das leicht spiegelnde Display kaum noch ablesen. Diese Schwäche teilt es sich mit verschiedenen anderen Mobiltelefonen. Die Helligkeit ist dabei gut. Im Energiesparmodus wird das Display auf Wunsch komplett abgeschaltet, sehr zur Freude des eingebauten 800 mAh Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger als Stromquelle sein Werk verrichten, denn das eingeschaltete Display ist sehr stromhungrig. Fotos und DivX-Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden.

Inbetriebnahme

Nach Betätigung des Einschaltknopfes (rote Hörertaste) erscheint das LG Symbol und eine kleine Animation. Dieser Vorgang dauert etwa 20 Sekunden. Die notwendigen providerspezifischen Einstellungen (MMS und Co) waren beim meinem Testgerät bereits aber Werk hinterlegt (und zwar nicht nur für t-mobile).

Menü/Funktionen

KF750

Das Menü kann neben der übliche 4x3 Matrix auch in einer Rasteransicht dargestellt werden. Neu hinzugekommen ist ein vom Apple iPhone bekannter "Cover Flow" Effekt. Die Icons werden dabei von links nach rechts eingeblendet. Die einzelnen Funktionen werden dabei durch drücken der mechanischen Bestätigungstaste ausgewählt. Navigiert wird mit der "Neon Touch" genannten Navigation über vier virtuelle Richtungstasten sowie zwei Softkeys. Natürlich verfügt auch auch das stylische LG KF750 Secret über die normalen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail und Co. Neben Sprachnotizen können sogar Anrufe aufgezeichnet werden.

Es gibt vier vorgefertigte Profile, die zwar nicht erweiterbar, dafür aber änderbar sind. Zusätzlich kann man drei eigene Profile anlegen. Das KF750 kann sowohl nur vibrieren, als auch gleichzeitig klingeln und vibrieren oder aber nur klingeln und dann vibrieren. Jede denkbare Kombination ist möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar, hierbei werden auch MP3 unterstützt.

Neben einem vollwertigen Webbrowser bietet das KF750 auch eine Weltzeituhr, eine Stoppuhr, Taschenrechner, Sprachaufzeichnung sowie einen Umrechner für fast alle möglichen Belange. Da darf dann auch der eingebaute Wecker (wiederkehrende Ereignisse sind möglich) nicht fehlen. Um seine Multimediaprojekte auch gebührend in Szene setzen zu können, hat LG seinem Multimediaflagschiff einen Musikeditor sowie einen Film- und Videoeditor spendiert. Hiermit lassen sich Diashows erstellen, Songs schneiden sowie Filme mit Effekten versehen.

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Bilder des Funktionsumfangs

Die Kontaktdatenbank kann 1000 Einträge aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen und entweder mit Namen und Nummer, oder aber mit Bild anzeigen. Es besteht zudem die Wahl zwischen SIM-Kontakten und denen im Telefon. Die vorhandenen Kontakte können dann in Gruppen eingeteilt werden. Dieser Gruppe lässt sich ein individueller Klingelton zuweisen. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche Informationsdetails möglich (Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist aber nicht vorgesehen. Sie müssen im Kalender als jährliche Wiederholung eingegeben werden und knabbern so direkt an den nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Speicherplatz für Notizen oder Terminen.

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Der Kalender bietet eine Wochen- und Monatsansicht und kann jeweils nur 100 Termine bzw. Notizen verwalten. Anstehende Einträge werden nur durch ein kleines Symbol mit der passenden Zahl dargestellt. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Wiederkehrende Termine sind aber möglich. Zu jedem Termin lässt sich auch eine Notiz eingeben. Überschneidungen werden nicht angemahnt. Hier vertraut das KF750 wohl voll auf die Planungsübersicht seines menschlichen Herrn und Meisters. In der Wochenübersicht werden Termine durch einen roten Balken dargestellt. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das KF750 nicht. Einzelne Tage lassen sich als Feiertage kennzeichnen und werden dann rot hinterlegt. Natürlich kann das LG KF750 auch Aufgaben verwalten, LG bietet Platz für 100. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Natürlich zeigt das KF750 auch die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen in einer SMS an und kann für die Vielschreiber unter uns auch mehrere davon verketten.

Mit Hilfe des eingebauten Foto-Viewer des KF750 kann man über das Touchpad in Bilder oder Dokumente hineinzoomen und so unterschiedliche Bereiche anschauen. Der integrierte Lagesensor sorgt beim Drehen des Handys automatisch für den Wechsel vom Quer- ins Hochformat. Eine Art von Übersichtskarte hilft zudem bei der Orientierung innerhalb von Dokumenten oder Bildern. Das KF750 ist ohne weitere Zusatzsoftware in der Lage Word, Excel sowie PDF-Dokumente in unterschiedlichen Zoomstufen darzustellen.

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Insgesamt reagiert das KF750 bei eingelegter Speicherkarte allerdings eher träge auf Eingaben seines Besitzers. Gerade diejenigen unter uns, die eine 8GB MicroSD ihr eigen nennen, müssen sich auf etwas längere Wartezeiten im Sekundenbereich einrichten. So dauert das Indizieren aller Musikstücke, Bilder und Dokumente auf meiner Speicherkarte (es waren etwa 500 Musikstücke, 60 Bilder und Videos) immer mehrere Sekunden.

Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Das LG KF750 Secret ist ein Alleinunterhalter par excellence. Der Musicplayer (MP3, AAC, AAC+) klingt in Verbindung mit dem mitgelieferte in-ear Headset schon sehr gut, setzt man dann noch qualitativ höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich ein, kann den Klang des KF750 mit jedem üblichen MP3-Player mithalten. Glücklichweise verfügt der Kopfhöreradapter mit integriertem Mikrofon nämlich über eine handelsübliche 3.5 mm Klinkenbuchse. Über die mitgelieferte Kabelfernbedienung kann man sowohl die Lautstärke anpassen, als auch Anrufe entgegen nehmen. Da auch das A2DP und AVRCP Profil unterstützt wird, lässt sich der Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie dem Motorola S9 wieder geben. Unterschiedliche Klangprofile (Equalizer) wie z. B. 3D-Surround, Höhen, Deep Bass & treble, Club, Pop, Rock ermöglichen eine individuelle Klanganpassung, wobei sich die Auswirkung dieser Softwarepresets eher in Grenzen hält.

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Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Künstlern oder Alben). Mittels Wiedergabelisten (zuletzt gespielt, Genres, alle Titel, Zufällig) kann man das KF750 zur Musikbox umfunktionieren. Hat man aber mehr als zwei Handvoll an Songs auf der Speicherkarte, wird die Liste der alphabetisch sortierten Musikstücke unübersichtlich lang. So lassen sich bestimmte Musikstücke nur schwer wieder finden.

Der Musicplayer kann im Hintergrund weiter laufen, so dass man nebenher auch andere Aufgaben mit dem KF750 erledigen kann. Songs werden auf Wunsch in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Auch die Wiederholung eines oder aller Songs ist vorgesehen. Als Hörbuch-Player taugt das KF750 Secret allerdings nicht, denn eine abgebrochene Wiedergabe wird nicht an gleicher Stelle fortgesetzt.

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Das eingebaute Radio zeigt den gewählten Radiosender aufgrund der Abwesenheit von RDS nur mit der Frequenz an. Erfreulicherweise kann man mehr als zwei Handvoll davon abspeichern. Das Radio lässt sich nicht im Hintergrund betreiben. Auch hier ist der Klang recht überzeugend.

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Der Videoplayer, wenn man ihn so nennen mag, ist nur über den Menüpunkt "Eigene Dateien - Meine Videos" erreichbar, ein eigenes Icons mag LG ihm nicht spendieren. Der Funktionsumfang kann getrost als "guter Standard" bezeichnet werden. Sogar DivX codierte Videos kann er im Vollbildmodus anzeigen. Mit XViD hat er allerdings seine Probleme. Dreht man sein Schmuckstück ins Quer- bzw. Hochformat, so dreht sich der Bildschirminhalt mit, das iPhone lässt schön grüßen. Neben DivX kann der Player noch MP4 und 3GP anzeigen.

Spielfreudigen Naturen bietet das KF750 ein M-Toys genannten Spielpaket mit überwiegend Sportspielen, also quasi die Olympischen Spielen des KF750. Auch hier kommt der integrierte Lagesensor zum Einsatz. Beim Dart-Spiel, wird der Pfeil beispielweise durch Drehen und Vorwärtsbewegen des Handys auf die Scheibe geworfen. Gezielt wird durch kippeln des KF750 nach recht oder links. Weiterhin gibt es noch ein Hammerweitwurf, ein Angelspiel und viele mehr. Auch das übliche, hier eher kitschig anmutende Golfspiel darf nicht fehlen.

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Klang

Der Klang des Gerätes ist insgesamt sehr gut. Obwohl das KF750 nur über einen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind kein Problem, bei höchster Lautstärke scheppert der integrierte Lautsprecher allerdings ordentlich. Die Akustik zwischen Gesprächspartner ist klar und deutlich. Hierzu gibt es im Menüpunkt " Anrufeinstellungen" den Punkt "Sprachqualität". Diese Option sollte man einschalten. Die vorinstallierten Klingeltöne sind gefällig, wenn gleich auch etwas eintönig. Leider ist die maximale Lautstärke des KF750 nicht wirklich ausreichend, um in lauten Umgebungen eine problemlose Kommunikation zu ermöglichen. Die maximale Lautstärke des Musikcplayers über den Kopfhörerausgang ist zudem eher gering.

Connectivity

KF750

Das KF750 verfügt über einen vollwertigen Webbrowser. Dank HSDPA (sofern vom Netanbieter angeboten) kann man auch in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei aber nicht ganz 1:1 wieder gegeben. Richtig Spaß macht Surfen auf einem 2,4-Zoll Display aber sowieso nicht. Gleichwohl bietet der Browser verschiedene Zoomstufen sowie eine Übersichtskarte der besuchten Webseite. Das KF750 fungiert auf Wunsch als Wechselspeicher, den entsprechenden Eintrag findet man im tief verschachtelten Menü. Die Übertragung von Dateien per Bluetooth ist relativ schnell, deutlich schneller geht es aber über USB bzw. über einen separaten Kartenleser. Natürlich bietet das KF750 auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth und unterstützt sogar A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile).

Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. Für E-Mails mit größeren Anhänge (nicht mehr als 300 KB) ist das KF750 allerdings nicht geeignet. In den einzelnen Postfächer lassen sic eigene Ordner anlegen, grundsätzlich werden immer nur vier E-Mails mit Absender und Eingangsdatum versehen dargestellt. Das KF750 kann dabei E-Mails in Intervallen von 1, 3 und 6 Stunden automatisch abholen. Push-E-Mail wird nicht unterstützt. Auch eine integrierte Blacklist für unerwünschte Anrufe(r) darf nicht fehlen.

Kamera/Video

In letzter Zeit wird bei den Kameras der Mobiltelefone oft mit Markennamen um sich geworfen. Nokia hat seine Carl Zeiss Reihe, Sony wirbt mit der Cybershot Funktionalität und LG eben mit Schneider-Kreuznach. Die hohen Erwartungen, die dann an die Qualität der Bilder geknüpft werden, können aber meist nicht erfüllt werden. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linsen der Mobiles oft nur ein paar Millimeter groß sind, ist dies allerdings auch kein Wunder. LG hat bei seinem KF750 diesmal kein namhaftes Objektiv verbaut, die LED zur Beleuchtung nahestehender Objekte wurde aber nicht vergessen. Auf Wunsch kann sie sogar im Dauerzustand leuchten und so als Tachenlampenersatz fungieren.

Das KF750 nutzt das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus (320 x 240 Pixel) gehalten. Die Kameraoptionen bietet verschiedene mal mehr mal weniger nützliche Motivprogramme (Auto, Portrait, Landschaft, Nacht, Strand, Sport, Party).

KF600 KF600

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Die Bildauflösung kann zwischen 2592 x 1944 (5MP), 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600 x 1200 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP), 640 x 480 Pixel, 320 x 240 Pixel sowie eine Größe für Kontakte variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich zwischen Normal, Fein und Superfein regeln.

Bei Aufnahme bis etwa 1,5 Meter Entfernung reicht die LED zur Belichtung im Dunkeln noch so gerade aus. Danach verschwindet das Motiv im Rausch der Bildartefakte. Da nutzt es einem auch nicht, wenn man zwischen 100 und 800 ISO wählen kann. Natürlich bietet die Kamera des KF750 einen Selbstauslöser (3/5/10 Sekunden Verzögerung) und zudem noch zwei Messmethoden für den Autofokus. Der Autofokus reagiert relativ zügig (etwa 2 Sekunden bei Speicherung auf micro-SD), lässt sich auf Wunsch aber auch abschalten. Der Start der Kamera nimmt ebenfalls zwei Sekunden in Anspruch. Echte Schnappschüsse sind so kaum möglich.

An Aufnahmemodi steht eine Serienaufnahme (ein bis sechs Bilder in schneller Folge geschossenen) zur Verfügung. Unterschiedlichen Weißabgleiche sind ebenfalls möglich, hierzu bietet die Kamera speziellen Einstellungsmöglichkeiten (Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Schattig, Leuchtstoffröhre). Die Bilder lassen sich über Filter verfremden (Normal, Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Blau, Relief, Skizze, Lila, Bläulich, Ränder, Poster). Die Einstellung Schwarzweiß gibt es in diesem Menüpunkt komischerweise doppelt. Dabei sind alle Menüs transparent gestaltet. Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann bis auf das 10-fache erhöht werden. Alternativ steht dem Fotografen ein Makromodus zur Seite. Der Kameraton ist nicht abschaltbar, dafür stehen drei Variationen zur Auswahl. LG hat dem KF750 eine Art von Gesichtserkennungsmodus "Fokus Modus" spendiert, die Auswirkungen (bessere Ausleuchtung und Scharfstellung) sind aber nur begrenzt sichtbar. Geschossene Fotos lassen sich auf vielfältige Art und Wiese versenden, löschen oder sogar als Displayhintergrund nutzen.

Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. der Himmel werden dann zu stark belichtet. Während die anderen Teile des Bildes dann zu dunkel abgebildet werden. Der Makromodus ist gut. Ohne zugeschalteten Autofokus sind auch schnelle Schnappschüsse kein Problem. Wer eine nicht ganz so ruhige Hand sein eigen nennt, kann einen Bildstabilisator zuschalten. Insgesamt ist die Qualität der Bilder sehr ordentlich. Bei ungünstiger Beleuchtung tendiert sie allerdings zu einem Rotstich und in dunkleren Bereichen schnell zur Artefaktbildung. Ein Tribut an das recht kleine Objektiv. Leider ist die Qualität der Bilder nicht mit anderen Handykameras aus dem 5 Megapixelsegment vergleichbar. Da ist man von der Konkurrenz aus eigenem Hause (LG Viewty), als auch von anderen Hersteller besseres gewohnt.

KF750

Videos nimmt das KF750 - ähnlich wie das Viewty aus eigenem Hause - mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde bei 640 x 480 Pixel auf. Neben dieser Slowmotion gibt es noch die normale Videofunktion, ebenfalls in VGA sowie ein "schnelles" Video, hier wird die Ablaufgeschwindigkeit deutlich erhöht. Neben dem VGA Modus kann das KF750 auch noch Videos in 176 x 144 bzw. 320 x 240 Pixel sowie einem 16:9 Modus aufnehmen. 1 Minute Video nimmt in höchster Auflösung beeindruckende 15 MB in Beschlag!

Kameravideo Außen (VGA) Kameravideo Innen (VGA)
Kameravideo Innen (VGA, schnelles Video) Kameravideo Innen (VGA, 120 fps)

Themen

KF750

Die beiden Themen sind schlicht und ergreifend. Für Puristen gibt eines komplett in Schwarz sowie eine farbige Version. Basta!. Um den Bildschirmhintergrund ein wenig abwechslungsreicher gestalten zu können, beherrscht das KF750 Secret auch Hintergründe im Flash-Format. In den Tiefen des Menüs verstecken sich nämlich auch wieder Animationen von Keith Haring.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 800 mAh Akku pfeift bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, 60 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos und Videos) schon nach etwa 2 Tagen aus dem letzten Loch. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass die Akkuanzeige ungenau ist. Hat man den "letzten Balken" auf der ungenauen Anzeige erreicht, so schaltet sich das KF750 schon nach wenigen Signalhinweisen ab. Nutzt man sein Schmuckstück intensiv, will es auch jeden Tag geladen werden. Hierbei ist eine maximale Gesprächszeit von knapp 4 Stunden im GSM-Modus möglich. Nutzt man UMTS so reduziert sich diese Laufzeit erfahrungsgemäß auf die Hälfte. Im normalen Stand-by (GSM) Modus und ohne daran rumzuspielen kommt man auf eine respektable - wenn auch praxisferne - Laufzeit von etwa 9 Tagen. Bei dauerhaft eingeschaltetem Display ist allerdings schon nach etwa 5 Stunden Schluss mit Lustig.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Die Telefonfunktionalität des KF750 ist ohne Fehl und Tadel. Auch die ansatzweise feststellbare PDA Funktionalität geht in Ordnung, gleichwohl 100 Termine und Co recht wenig ist. Die Gesprächs- und Empfangsqualität des KF750 liegt auf hohem Niveau. Die Bedienung über die Mischung aus Touchscreen und mechanischen Tasten geht nach kurzer Eingewöhnung ganz gut, kann einen guten Joystick aber nicht ersetzen. Man ist oft geneigt, auch das Hauptdisplay als Touchscreen nutzen zu wollen. Witzigerweise ist ja auch gerade dies im Modus "Fingerpad" vorgesehen. Die M-Toys genannte Spiele in Verbindung mit dem Lagesensor sorgen für kurzweilige Unterhaltung, ebenso wie der Musicplayer sowie das integrierte FM-Radio. Die Mögliochkeit, auch DivX Videos abspielen zu können ist ein nettes Gimmick. Interessanter ist da dann die Tatsache, dass das KF750 Videos in VGA Auflösung aufnimmt.

Preislich muss der Käufer etwa 380 € einplanen. Für seinen Leistungsumfang ist das KF750 also zwar kein "Schnäppchen", Arbeitstiere aus dem Windows Mobile bzw. Symbian-Sektor sind für diesen Preis aber ebenfalls kaum verfügbar. Das Design, die Wertigkeit und Robustheit in Kombination mit den verwandten Materialien ist wirklich überzeugend, da braucht man kein Nokia 8800. Wer also mehr auf Design wert legt und nicht auf eine umfangreiche PDA-Funktionalität, sollte einen Blick auf das KF750 riskieren. Oder eben auf Modelle der (asiatischen) Konkurrenz, wie z. B. dem Samsung SGH-U900 Soul.





  

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