LG KF600 Venus Test


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 20.05.2008 12:00h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht LG KF600 von mobile-reviews.de

Hersteller:

LG

Modell:

LG KF600

Bezugsmöglichkeit:

LG KF600


Bilder:

Bildergalerie
Menübilder

Links:

Java
Datenblatt


Revision: 20.05.2008

"Groovy Baby". Dieser Ausspruch kam mir spontan in den Sinn, als ich das neue LG KF600 - mit seinen von Keith Haring inspirierten Themen - zu Gesicht bekam. Bei der neusten Schöpfung des koreanische Hersteller LG steht nämlich nicht so sehr die Technik im Vordergrund, sondern das Design und die einfache Bedienung über den knapp 1,5 Zoll großen "InteractPad™" genannten Touchscreen. Die Verarbeitung des Seriengerätes ist dabei hervorragend. Das Objektiv der 3 Megapixelkamera mit Autofokus, Makromodus sowie Digitalzoom ist diesmal zwar nicht von Schneider Kreuznach, der Qualität der Bilder tut dies aber keinen Abbruch. Multimediadateien speichert das KF600 auf microSD Speicherkarten. Das KF600 bietet Triband-SGM unterstützt jedoch kein UMTS dafür aber EDGE. Wie sich das KF600 im täglichen Einsatz schlägt, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

Schon seit dem LG Prada zeigen die Koreaner, dass sie Wert auf Design legen. Auch das KF600 ist da keine Ausnahme. In einer Kombination aus dezentem Schwarz und Silber macht es für einen Slider einen schlanken Eindruck. Nicht umsonst hat es sogar einen iF Product Design Award bekommen. Das Design ist schlicht dabei aber gefällig, verzichtet das KF600 doch auf allzu viele Tasten. Auf die Waage bringt es dabei 107 g, ist also etwa 22 g schwerer, als das LG Prada. Das Zentimetermass zeigt Abmessungen von knapp 101 x 51 x 14 mm. Ich will an dieser Stelle nicht verschweigen, dass die große Displayoberfläche des KF600 Fingerabdrücke und den aktuellen Haut-PH-Wert seines Trägers sofort und eindrucksvoll in Szene setzt. Aus diesem Grund sollte man(n) (oder Frau) auch gleich den Kauf eines Putztuchs mit einplanen. Als manischer Putzteufel ist man(n) nämlich geneigt, sein neues Spielzeug ständig zu polieren. Besitzer eines LG Prada oder der schwarzen Nokia 8800 Editionen bzw. eines alten iPOD nano wissen davon ein Lied zu singen. Kurz und knapp: so ein Schmuckstück muss glänzen. Fettflecke von unachtsamen Patschehändchen? Die Queen würde sagen: "I'm not amused." Im Gegensatz zum Plastikbomber LG Prada zeigte das KF600 im Laufe des Testzeitraumes aber keine auffälligen Kratzer. Dies liegt sicher auch daran, dass die Rückseite mit einer matten - Softtouch ähnlichen Kunststoffbeschichtung - versehen wurde. Die Vorderseite des LG KF600 wird von der großen Displayfläche dominiert, die in der der silbernen Version auch noch voll verspiegelt ist, das LG Shine lässt schön grüßen.

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Mehr Bilder des Schmuckstücks finden Sie hier.

Größenvergleich

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Technik

Die Ausstattungsliste des KF600 ist äußerst übersichtlich und glänzt sicher nicht mit einer hohen Anzahl an Features. Neben einem 2 Zoll großen Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel, über die 3 Megapixel Kamera mit Autofokus, Makromodus und Digitalzoom kann das KF600 noch den 1,5 Zoll großen "InteractPad™" genannten Touchscreen vorweisen. Komplettiert wird die Ausstattungsliste durch 40 MB internen Speicher sowie einem Slot für microSD Speicherkarten. Multimediaseitig kann das neue LG einen MP3 Player sowie ein FM Radio verbuchen. Für diejenigen, die das KF600 auch zum telefonieren nutzen wollen: es handelt sich um ein Triband-Gerät (GSM 900/GSM 1800/GSM 1900) ohne Unterstützung für den UMTS Datendienst. Kontakt mit der Außenwelt nimmt es über Bluetooth 2.0 (auch A2DP und AVRCP) sowie USB auf.

Lieferumfang

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Ausgeliefert wird das KF600 in einem kleinen, edlen Karton. Unter der Außenhülle kommt dann nochmals ein - in edlem Schwarz gehaltener - Karton mit folgendem Inhalt zum Vorschein:

  • Kabelgebundenes Stereoheadset (mit Adapter für normale 3.5 mm Klinkenbuchsen)
  • USB-Datenkabel
  • Ladegerät
  • Li-Ion 3,7V, 800mAh
  • Nutzerhandbuch
  • Lederetui

Allerdings völlig unverständlich ist die Tatsache, dass dem KF600 keine microSD-Karte beiliegt.

Verarbeitung/Haptik

Es fühlt sich gut an. Glatt und wertig. Die Verarbeitung des LG KF600 ist überzeugend. Die wenigen echten Drücker an den beiden Außenseiten des LG KF600 sind gut erreichbar. Dem Gehäuse des KF600 ist ein Knarzen oder Quietschen völlig fremd. Der dünne Akkudeckel auf der Rückseite wird eingehakt und besteht aus Kunststoff.

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Dreh- und Angelpunkt des Gerätes ist der unterhalb des Hauptdisplays angebrachte 1,5-Zoll-Touchscreen. Er reagiert zügig auf Eingaben und gibt mittels einer leichter Vibration sowie eines kurzen akustischen Signals (beides abschaltbar) taktiles Feedback. Das berührungssensitive Feld zeigt abhängig von den gewählten Funktionen des KF600 nur die Optionen an, die im aktuellen Menü auch gebraucht werden. Im Standby-Modus sind sechs frei wählbare Funktionen direkt erreichbar. Auch die Auswahl- und Richtungstasten werden über das InteractPad™ angewählt. Natürlich lassen sich alle Funktionen auch weiterhin über die Eingabe der entsprechenden Ziffer auswählen.

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Auf der linken Seite des KF600 befindet sich die Lautstärkeregler sowie ein Drücker für den Schnellstart des MP3-Players. Der Drücker für die Tastensperre ist gleichzeitig auch Auslöser für die Kamera und befindet sich an der rechten Außenseite. SMS und E-Mails lassen sich mit dem KF600 relativ bequem über die grosszügig dimensionierte Zifferntastatur in Schachbrettoptik (das LG Chocolate lässt grüßen) verfassen. Leider sind die Tasten selber sehr flach, so kann man sie kaum auseinander halten. Ein "Blindflug" über die Tastatur ist nicht möglich.

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Der Federmechanismus des Sliders ist sehr leichtgängig und weist nur minimales Spiel auf. Im Vergleich zu Produkten der Firma Nokia ist dieser Slider nahezu perfekt. Aber nicht ganz so gut, wie bei Modellen der Marke Samsung.

Display

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Das Display ist guter Standart. Es stellt Texte, Grafiken und Videos mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixel bei 262.144 möglichen Farbkombinationen dar. Das Hauptdisplay selber ist nicht berührungsempfindlich und führt in Verbindung mit dem InteractPad™ so gelegentlich zu Verwirrungen. Die Menüicons an sich sind ausreichend groß gestaltet, sind schlicht aber selbsterklärend.

Bei starker Sonneneinstrahlung lässt sich das verspiegelte Display leider kaum noch ablesen. Diese Schwäche teilt es sich mit dem LG Shine. Die Helligkeit ist aber gut. Im Energiesparmodus wird das Display auf Wunsch komplett abgeschaltet, sehr zur Freude des eingebauten 800 mAh Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger als Stromquelle sein Werk verrichten. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Das eingeschaltete Display ist sehr stromhungrig.

Inbetriebnahme

Nach Betätigung des Einschaltknopfes (rote Hörertaste) erscheint das LG Symbol und eine kleine Animation. Die notwendigen providerspezifischen Einstellungen (MMS und Co) waren beim meinem Testgerät bereits aber Werk hinterlegt (und zwar nicht nur für t-mobile). Die Bootzeit des LG KF600 beträgt etwa 20 Sekunden.

Menü/Funktionen

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Über die marktüblichen Funktionen, wie Aufgabenverwaltung, Notizen, Kalender, SMS, E-Mail, Nachrichten und Co verfügt auch das stylische LG KF600. In der übliche 3x3 Matrix unterteilt wird durch simples auswählen und drücken navigiert.

Es gibt diverse vorgefertigte Profile, die nicht erweiterbar, dafür aber veränderbar sind. Das KF600 kann sowohl nur vibrieren, als auch gleichzeitig klingeln und vibrieren oder aber nur klingeln und dann vibrieren. Jede denkbare Kombination ist möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar, hierbei werden auch MP3 unterstützt.

Neben einem kleinen Webbrowser bietet das KF600 auch eine Weltzeituhr, eine Stoppuhr, Taschenrechner, Sprachaufzeichnung sowie einen Umrechner für fast alle möglichen Belange. Da darf dann auch der eingebaute Wecker (wiederkehrende Ereignisse sind möglich) nicht fehlen.

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Bilder des Funktionsumfangs

Die Kontaktdatenbank kann 1000 Einträge aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben suchen und entweder mit Namen und Nummer, oder aber mit Bild anzeigen. Es besteht zudem die Wahl zwischen SIM-Kontakten und denen im Telefon. Die vorhandenen Kontakte können dann in Gruppen eingeteilt werden. Dieser Gruppe lässt sich ein individueller Klingelton zuweisen. Bei den Kontaktfeldern sind zahlreiche Informationsdetails möglich (Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist aber nicht vorgesehen. Sie müssen im Kalender als jährliche Wiederholung eingegeben werden.

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Der Kalender bietet eine Wochen- und Monatsansicht für jeweils 100 Termine bzw. Notizen und informiert auf den ersten Blick über anstehende Termine. Wiederkehrende Termine sind möglich. Zu jedem Termin lässt sich auch eine Notiz eingeben. Überschneidungen werden nicht angemahnt. Hier vertraut das KF600 voll der Übersicht seines menschlichen Herrn und Meisters. Die Wochenübersicht stellt die Termine durch einen blauen Balken dar. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das KF600 nicht. Einzelne Tage lassen sich als Feiertage kennzeichnen und werden dann rot hinterlegt. Natürlich ist auch das LG KF600 Aufgaben zu verwalten. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt.

Mit Hilfe des eingebauten Foto-Viewer des KF600 kann man über das Touchpad in Bilder hineinzoomen und so unterschiedliche Bereiche anschauen. Hierbei hilt eine Art von Übersichtskarte bei der Orientierung. Das Kf600 ist ohne weitere zusatzsoftware in der Lage Word, Excel sowie PDF-Dokumente in unterschiedlichen Zoomstufen darzustellen.

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Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Ab Werk ist das LG KF600 sicher kein Unterhaltungsmuffel. Der MP3-Player (MP3, AAC, AAC+) klingt in Verbindung mit einem guten Headset (z. B. dem Koss Porta Pro oder dem AKG) ganz annehmbar, leider aber auch bassarm. Das mitgelieferte Headset ist qualitativ zwar keine Offenbarung, kann den Klang des KF600 aber gut wieder geben. Glücklichweise verfügt der Kopfhöreradapter über eine handelsübliche 3.5 mm Klinkenbuchse. Über die mitgelieferte Kabelfernbedienung kann man sowohl die Lautstärke anpassen, als auch Anrufe entgegennehmen. Da auch das A2DP und AVRCP Profil unterstützt wird, lässt sich der Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie dem Motorola S9 wieder geben. Unterschiedliche Klangprofile (Equalizer) wie z. B. Bass, Country, 3D ermöglichen eine individuelle Klanganpassung, wobei diese sich in Grenzen hält und keinesfalls mit guten MP3-Playern mithalten kann.

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Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Künstlern oder Alben). Mittels Wiedergabelisten (zuletzt gespielt, Genres, alle Titel, Zufällig) kann man das KF600 zur Musikbox umfunktionieren. Hat man aber mehr als zwei Handvoll an Songs auf der Speicherkarte, wird die Liste der alphabetisch sortierten Musikstücke bald sehr lang. So lassen sich bestimmte Musikstücke nur sehr schwer wieder finden.

Der MP3-Player kann im Hintergrund weiter laufen, so dass man nebenher auch andere Aufgaben mit dem KF600 erledigen kann. Songs werden auf Wunsch in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Auch die Wiederholung eines oder aller Songs ist vorgesehen. Als Hörbuch-Player taugt er allerdings nicht, denn eine abgebrochene Wiedergabe, wird nicht an gleicher Stelle fortgesetzt.

Das eingebaute Radio zeigt den gewählten Radiosender dank des fehlenden RDS nur mit seiner Frequenz an. Zwölf davon kann man in einer Liste abspeichern. Das Radio lässt sich nicht in den Hintergrund verbannen. Auch hier ist das Klangbild klar.

Der Videoplayer ist guter Standard und kann Videos auch im Vollbildmodus anzeigen, hierbei wird auf Wunsch das Querformat genutzt.

Spielsüchtigen bietet das KF600 zwei nette, aber belanglosen Spiele, nämlich die Mini Game World sowie Thomsons und Touch.

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Klang

Der Klang des Gerätes ist sehr gut. Obwohl das KF600 nur über einen an der Rückseite angebrachten Lautsprecher verfügt, ist der Klang ausreichend um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind kein Problem. Die Akustik zwischen den Gesprächspartner ist klar und deutlich. Die vorinstallierten Klingeltöne sind gefällig wenngleich auch etwas eintönig. Das Klangbild während eines Gespräches ist sehr klar. Leider ist die maximale Lautstärke des KF600 nicht wirklich ausreichend, um in lauten Umgebungen eine problemlose Kommunikation zu ermöglichen. Auch die ist die maximale Lautstärke des MP3-Players über den Kopfhörerausgang wird als zu gering empfunden.

Connectivity

Das KF600 verfügt über einen vollwertigen Webbrowser. Dank EDGE (sofern vom Netanbieter angeboten) kann man auch in angenehmer Geschwindigkeit auf dem KF600 surfen. Webseiten werden aber nicht wirklich 1:1 wieder gegeben. Richtig Spaß macht das Surfen auf einem 2-Zoll Display sowieso nicht. Das KF600 kann als Wechselspeicher fungieren, den entsprechenden Eintrag findet man im tief verschachtelten Menü. Die Übertragung von Dateien per Bluetooth ist relativ schnell, deutlich schneller geht es aber über USB bzw. über einen separaten Kartenleser. Natürlich bietet das KF600 auch Bluetooth und unterstützt sogar A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile).

Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. Für E-Mails mit größeren Anhänge (nicht mehr als 300 KB) ist das KF600 nicht geeignet. In den selbst kreier- und anpassbaren Ordnern der einzelnen Postfächer werden immer nur vier E-Mails mit Absender und Eingangsdatum versehen dargestellt. Das KF600 kann dabei E-Mails in Intervallen von 1, 3 und 6 Stunden automatisch abholen. Push-E-Mail wird nicht unterstützt.

Kamera/Video

In letzter Zeit wird bei Mobiles oft mit Markennamen geworben. Nokia mit der Carl Zeiss Technologie, Sony mit Cybershot Funktionalität. Die hohen Erwartungen, die dann an die Qualität der Bilder geknüpft werden, können aber meist nicht erfüllt werden. Bedenkt man die Tatsache, dass die Linsen der Mobiles oft nur ein paar Millimeter groß sind, ist dies allerdings auch kein Wunder. LG hat bei seinem KF600 diesmal kein Objektiv von Schneider-Kreuznach eingebaut, eine LED zur Beleuchtung nahestehender Objekte wurde aber nicht vergessen. Diese leuchtet auf Wunsch auch im Dauerzustand und kann somit als Tachenlampenersatz fungieren.

Das KF600 nutzt das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus (320 x 240 Pixel) gehalten. Die Kameraoptionen bietet verschiedene Motivprogramme (Automatisch, Portrait, Landschaft, Nacht, Sport).

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Die Bildauflösung kann zwischen 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600 x 1200 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP), 640 x 480 Pixel, 320 x 240 Pixel variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich zwischen Normal, Fein und Superfein regeln.

Bei Aufnahme bis etwa 1,5 Meter Entfernung reicht die LED zur Belichtung im Dunkeln noch aus. Danach verschwindet das Motiv im Nirvana der Bildartefakte. Natürlich bietet die Kamera des KF600 einen Selbstauslöser (3/5/10 Sekunden Verzögerung) und zudem noch zwei Messmethoden für den Autofokus. Der Autofokus reagiert relativ zügig (etwa 2 Sekunden bei Speicherung auf micro-SD), lässt sich auf Wunsch aber auch abschalten.

An Aufnahmemodi steht eine Serienaufnahme (ein bis sechs Bilder in schneller Folge geschossenen) zur Verfügung. Unterschiedlichen Lichtverhältnissen begegnet die Kamera mit speziellen Einstellungsmöglichkeiten (Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Bewölkt, Fluoreszierend). Die Bilder lassen sich über Filter verfremden (Normal, Schwarzweiß, Negativ, Sepia). Dabei sind alle Menüs transparent gestaltet. Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann bis auf das 4-fache erhöht werden. Alternativ steht dem Fotografen ein Makromodus zur Seite. Der Kameraton ist nicht abschaltbar, dafür stehen drei Variationen zur Auswahl.

Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. der Himmel werden dann zu stark belichtet. Während die anderen Teile des Bildes dann zu dunkel abgebildet werden. Der Makromodus ist gut. Ohne zugeschalteten Autofokus sind auch schnelle Schnappschüsse kein Problem. Wer eine nicht ganz so ruhige Hand sein eigen nennt, kann einen Bildstabilisator zuschalten. Auch eine Gesichtserkennung bietet die Kamera des KF600 an. Insgesamt ist die Qualität der Bilder sehr ordentlich. Bei schlechter Beleuchtung tendiert sie allerdings zu einem Rotstich und in dunkleren Bereichen schnell zur Artefaktbildung. Ein Tribut an das recht kleine Objektiv.

Videos nimmt das KF600 mit bis zu 15 Bildern pro Sekunde mit maximal 320 x 240 Pixel auf.

 

Kameravideo

Themen

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Die Themen wurden mit Grafiken von Keith Haring versehen und sehen wirklich gut aus. Leider ist der Meister 1990 verstorben und kann seine Werke auf diesem schmucken Mobiltelefon nicht mehr selbst begutachten. Für die Puristen unter uns wird auch eine schlichte, komplett in Schwarz bzw. Weiß gehaltene Version angeboten. Alle Themen sind dabei animiert (am schönsten ist das "Aquarium") und füllen sogar den Bereich des InteractPad™ aus.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 800 mAh Akku schreit bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, 60 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos und Videos) erst nach etwa 4 Tagen nach Strom. "Schuld" daran ist der Energiesparmodus, der das Display auf Wunsch komplett abschaltet. Hat man es intensiv im Einsatz, will es allerdings etwa alle 2-3 Tage an die Steckdose. Im normalen Stand-by ohne groß daran rumzuspielen kommt man auf eine respektable Laufzeit von etwa 6 Tagen. Bei dauerhaft eingeschaltetem Display ist allerdings schon nach etwa 4 Stunden Schluss mit Lustig.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Rein ausstattungsseitig betrachtet ist das LG KF600 sicher keine Offenbarung. 3 Megapixel mit Autofokus und Makromodus ermöglichen zwar recht gute Bilder, locken im Zeitalter der 5 Megapixler aber keine Katze hinterm Ofen hervor. Wobei auch diese Pixelboliden nicht immer ein Garant für gute Bilder sind. Die Telefonfunktionaliltät ist ohne Fehl und Tadel. Dabei bietet das KF600 eine rudimentäre PDA Funktionalität und der MP3-Player liefert einen annehmbaren Klang mit unterschiedlichen Klangprofilen und Unterstützung für Stereo-Bluetooth-Headsets. Die Gesprächs- und Empfangsqualität des KF600 liegt auf gutem Niveau. Die Bedienung über den "InteractPad™" genannten Touchscreen geht nach kurzer Eingewöhnung ganz gut, kann einen guten Joystick aber nicht ersetzen. Man ist oft geneigt, auch das Hauptdisplay als Touchscreen nutzen zu wollen.

Preislich muss der Käufer etwa 200 € einplanen. Für seinen Leistungsumfang ist das KF600 durchaus ein "Schnäppchen". Wer also mehr auf Design wert legt und auf umfangreiche PDA-Funktionalitäten verzichten kann, sollte mal einen Blick auf das KF600 werfen.





  

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