LG GT540 Optimus


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 24.08.2010 15:05h
Punkte   (7 von 10)

Hersteller:

LG
Modell:

Samsung
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision: 23.08.2010

Mit dem  GT540 stellt LG nun ein günstiges Einsteiger-Smartphone auf der Basis von Android 1.6 in den Farben Black, Silver, White Aqua und Pink vor. Es ist das Erste aus der  neuen Android-Serie "Optimus". Bedient wird es über einen resistiven 3 Zoll großen HVGA-Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel.  Die Kamera löst mit  3-Megapixel auf, bietet einen Autofokus aber leider keine LED zur Beleuchtung. Der Mediaplayer spielt auch DivX- und WMV-Videos ab. Der Musicplayer ist für die MP3 zuständig und weist ein interessantes Feature namens Motion Control auf. Schüttelt man sein GT540, so werden die Musikstücke neu gemixt. Eigene Kopfhörer  kann man über den 3,5-Millimeter-Port anstecken. Das GT540 erledigt Datenübertragungen per HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde und über WLAN. Der GPS Empfänger sorgt in Zusammenarbeit mit dem eingebauten, digitalen Kompass für die notwendige Orientierung in Großstädten. Wie sich das günstige Smartphone so geschlagen hat, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Design

Samsung GalaxyS
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Alle Bilder des LG GT540 Optimus.

Das LG GT540 misst 102 x 486 x 11 mm und wiegt 117 Gramm. Erstaunlicherweise also deutlich kleiner als das Samsung Galaxy S , aber dennoch kaum leichter! Beim GT540 kommt leider nur Kunststoff zum Einsatz. So macht das GT540 zwar keinen sehr wertigen Eindruck, dennoch wirkt es gut verarbeitet. Die kleine Linse der 3-Megapixel-Kamera ist zwar in das Gehäuse eingelassen und somit recht gut gegen Kratzer geschützt, Fettfingerabdrücke verirren sich trotzdem noch ab und an.

Vergleich mit Apple iPhone 4 & Motorola Flipout

Samsung GalaxyS

Das GT540 wirkt da zwar nicht sonderlich klein, ist aber dennoch kein Riese.

Technik

Im Hintergrund werkelt Android 1.6. LG hat die Oberfläche aber mit einer hauseigene Variante ersetzt. Im September soll es zudem ein offizielles Update auf Android 2.1 geben. Auf Wunsch kann man diese aber auch abschalten. Die 3-Megapixel-Kamera nutzt zwar einen Autofokus kann aber kein Fotolicht (LED) vorweisen. Dank des flotten Browsers - der wie fast alle neuen Browser auf dem WebKit basiert - surft man wie auf einem PC. Mit Adobe Flash versteht er sich hingegen nicht. Kommunikationsseitig bietet das LG GT540 den Kurzstreckenfunk Bluetooth samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth). Anbindung an einen PC oder das Internet findet man aber auch über USB WLAN.

Der resistiv ausgelegte Bildschirm bietet eine Diagonale von 7,62 cm, löst mit den üblichen 320 x 480 Pixel auf und ist ab Werk mit einer Schutzfolie ausgestattet. So reagiert er aber sehr träge. Meine Empfehlung lautet daher, die Folie direkt zu entfernen, auch auf die Gefahr hin, dass man sich so den ein oder anderen Kratzer einfängt. Das Display wird nämlich nur mit einer Kunststoffscheibe geschützt. Fettfingerabdrücke sieht man da zwar auch, man kann ihn aber leicht reinigen. Dank seiner Quad-Band-Unterstützung ist es nahezu weltweit einsetzbar. Dabei wird der Datentransfer abseits der Funknetzwerke durch HSDPA auf maximal 7,2 Mbit/Sek. beschleunigt. Alle Eingaben erfolgen über die Bildschirmtastatur. Der interne Speicher von 116 Megabyte lässt sich problemlos mit micro-SD-Speicherkarten um bis zu 32 Gigabyte erweitern.

Prozessor

Qualcomm MSM7227 mit 600 MHz

Betriebssystem Android OS 1.6
Speicher ROM: 256 MB, Interner Speicher: 116 MB
Abmessungen 102 x 486 x 11 mm, 117 Gramm
Display

3''-TFT-LCD Touchscreen (Diagonale 7,62 cm), resistiv
320 x 480 Pixel Auflösung

Netz HSDPA/WCDMA und Quadband GSM/GPRS/EDGE
Konnektivität GPS, Bluetooth® 2 mit EDR und A2DP für kabellose Stereo-Headsets
Wi-Fi®: IEEE 802.11 b/g, Micro-USB™
Multimedia 3-Megapixel-Farbkamera mit Autofokus, ohne LED

Lieferumfang

Im recht bunten Pappkarton kommt ein vollständiger Lieferumfang zum Vorschein.

Samsung GalaxyS Samsung GalaxyS Samsung GalaxyS

Das mitgelieferte Stereo-Headset dient in erster Linie der Kommunikation, ist also nix für Klangfetischisten. Natürlich gehören auch ein Netzladegerät sowie ein Micro-USB-Datenkabel dazu. Eine microSD-Speicherkarte mit 2 GB hat LG ebenfalls direkt beigefügt. Der 1500 mAh Akku sorgt für ausreichend Power und die gedruckte Anleitung für den Durchblick.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des neuen LG GT540 ist ansprechend, obwohl nur Kunststoff zum Einsatz kommt. Der rückseitige Akkudeckel ist recht dünn geraten, vermittelt durch seine Struktur aber den Eindruck, er bestünde aus gebürstetem Metall.

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Die Lade-/Datenkabelbuchse im Micro-USB-Format auf der rechten Gehäuseseite wird durch eine Kunststoffabdeckung gegen Staub und geringe Mengen Feuchtigkeit geschützt. Dort findet man auch den Kameraauslöser sowie einen speziellen Drücker zum Suchen von Inhalten auf dem Gerät.

Samsung GalaxyS Samsung GalaxyS

Die 3,5 mm Buchse für handelsübliche Kopfhörer befindet sich auf der Oberseite. Echte Tasten findet man auch beim GT540 kaum. Auf der linken Seite findet man den Lautstärkeregler. Unterhalb des Displays befinden sich zwei farblich nicht weiter gekennzeichnete Drücker zur Gesprächssteuerung, der unvermeidbare Home-Button, ein Drücker, der kontextsensitive Funktionen anbietet und eine Rückschritttaste, die Eingaben löscht bzw. einen Menüpunkt zurück springt. Alle Texteingaben erledigt man über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur, deren Zeichenumfang auf mehrere Bildschirme verteilt wurde.

GT540 SGT540 S

Die recht großen Zifferntasten erleichtern die Wahl von Telefonnummern. Umlaute erreicht man, indem man den entsprechenden Buchstaben etwas länger gedrückt hält. Deutlich besser schreibt es sich hingegen im Querformat, dann sind die Tasten größer.

GT540 SGT540 S

Display

Das 3-Zoll große Display ist in geschlossenen Räumen oder bei mittlerem Lichteinfall in Mutter Natur ausreichend hell und gut ablesbar. Leider wirkt die Schrift wirkt aufgrund der geringeren Auflösung von 320 x 480 Pixel nicht so scharf wie bei neuer Smartphones, wie dem HTC Desire oder sogar dem iPhone 4. Irgendwie wirken Farben nicht so leuchtend. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist auch das Display des LG GT540 deutlich schlechter ablesbar. Im Energiesparmodus oder nach Betätigung des Schalters zur Displaysperre schaltet sich das Display komplett ab. Aufgrund seiner resistiven Technologie reagiert der Touchscreen nur auf Druck, das ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Leider unterstützt das GT540 weder Multitouch noch Pinch-to-zoom.

Inbetriebnahme

Samsung GalaxyS

Der Einbau des 1500 mAh Akkus, der SIM-Karte sowie der microSD-Speicherkarte ist einfach. Vor dem Wechsel der Speicherkarte muss man aber den Akkudeckel entfernen. Das LG GT540 wird durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalter (rechte Hörertaste) gestartet. Das Android OS 1.6 genehmigt sich dann eine kleine Startphase. Nach der erstmaligen Einrichtung macht das Gerät einen recht flinken Eindruck.

Android 1.6

LG hat das übliche Android-Erscheinungsbild mit einer eigenen, auf Wunsch abschaltbaren, Oberfläche verfeinert.

GT540 SGT540 SGT540 S

Mit Hilfe von kleinen Widgets lassen sich so zum Beispiel unterschiedliche Uhren (Digital/Analog), eine Foto-Slideshow, der Kalender oder eine Notizfunktion auf die fünf Bildschirmseiten bannen. Ein Widget installiert man, indem man den Bildschirm etwa länger berührt, ein Widget auswählt und dann per drag & drop auf den Bildschirm zieht. Für Freunde der eher mässig wahren Wettervorhersagen gibt es auch dafür eine passende Anwendung in Form einer internetbasierten Applikation. Die kleinen Helferlein wahren so den Überblick über die wichtigsten Informationen.

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Das "normale" Handymenü mit seinen einunddreißig verschiedenen Menüicons kommt erst zum Vorschein, wenn man das schwarze Icon mit den vier weißen Quadraten in der Mitte des Bildschirms aufzieht. Dann bekommt man zwei Bildschirme mit maximal sechzehn Icons in einer 4x4 Matrix zu Gesicht. Streicht man horizontal über den Touchscreen, so wechselt man auf die nächste Bildschirmseite. Auf Eingaben reagiert das LG dabei allerdings leicht zeitverzögert, gelegentlich ruckelt es zudem. Das liegt mit Sicherheit am eher trägen Touchscreen. Die eingängigen Icons repräsentieren die vielen unterschiedlichen Funktionen, wie Musicplayer, Kamera, FM-Radio.

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Ein Taschenrechner hilft beim Kopfrechnen, eine Stoppuhr, ein Timer, ein Wecker und eine Weltuhr sorgen für das richtige Zeitgefühl. Der Wecker funktioniert nur, wenn das GT540 eingeschaltet ist. Auch das GT540 hat eine Notizverwaltung in Form von Haftnotizen auf dem Homecsreen. Kalender, SMS sowie E-Mail-Funktionalität sind heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Veränderbare Tonprofile sorgen für Individualisierung. Das GT540 signalisiert Anrufe dabei sowohl durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder eben nur durch einen Rufton. Es ist also jede denkbare Kombination möglich. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind änderbar. LG bietet Fans von sozialen Netzwerken eine Vielzahl von Programmen, da gibt es die VZ-Netzwerke, eine Wikipedia-Applikation sowie ein Facebook und Twitter-Klient.

PIM/Office

Dem GT540 wurde eine breite Anzahl an Programmen mit auf den Weg gegeben. Selbst eine spezielle YouTube-Anwendung ist vorhanden. Notizen werden - ähnlich wie beim Apple iPhone - auf gelben Seiten notiert.

GT540 SGT540 S

Das LG GT540 kann dank "Office Office" zwar auch mit Office-Dokumenten und PDF umgehen. Man kann sie aber nur anzeigen und nicht bearbeiten.

Auch beim GT540 wird der Speicher für die Kontaktdatenbank dynamisch zugewiesen. So kann mann jedem Kontakt eine Menge Informationen zuordnen. Neben dem Namen, auch Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz. Auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert bzw. aus den Google-Kontakten übernommen und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Kontakte werden durch Auswahl der entsprechenden Buchstaben durchsucht. Seine Lieblingskontakte speichert man das als Favorit ab.

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Der Kalender stellt Termine übersichtlich in einer Monats- und Tagesansicht dar. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das LG GT540 nicht vor Probleme. Auf anstehende Einträge wird im Kalender-Widget durch ein kleines Symbol im Form eines Dreiecks hingewiesen, in der Monatsübersicht durch kleine, grüne Balken. Zu jedem Termin kann eine Notiz (Memo) hinterlegt werden. Auch wiederkehrende Termine stellen den Kalender des LG GT540 nicht vor Probleme. In der Tagesübersicht werden Termine durch einen grünen Balken dargestellt.

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Natürlich zeigt die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen an. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

Unterhaltung/Spiele

Der Bereich Spiele ist beim LG Optimus einfach nicht existent. Da muss man sich in den Angeboten im Android Market bedienen.

GT540 S

Im Android Market werden Anwendungen bei Veröffentlichung zunächst wohl nicht durch Google übergeprüft. Eine spezielle Meldefunktion weist Google aber auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Hier gibt es neben echten Perlen, wie zum Beispiel einem kostenlosen Programm für zeitgesteuerte Profile oder einem C64-Emulator (Frodo), auch eine Menge weniger nutzbringendere Applikationen. Der hochgelobte AppStore von Apple liefert aber auch nicht immer bessere Qualität.

Navigation/GPS

Das GT540 ist mit einer internen GPS-Antenne ausgerüstet. In Verbindung mit Navigationsprogramm könnte man es daher auch zur Navigation nutzen. Das macht mit dem 3-Zoll-Display aber keinen wirkjlichen Sinn, zumindest unterwegs im Auto nicht. Bei direkter Sonneneinstrahlung verliert man nämlich schnell wieder die Orientierung :D Neben Google Maps kommt leider keine weitere Navigationssoftware zum Vorschein.

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Google Maps ermittelt den aktuellen Standort im ersten Schritt immer über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger. Danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird dabei direkt über das Internet auf das GT540 übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Navigation ohne Sprachausgabe ist mit der neuen Version von Google Maps (online im Market verfügbar) problemlos und relativ einfach möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Der erste Satfix dauert aber recht lange, klappt in Autos mit Wärmeschutzverglasung gar nicht und auch in Gebäuden hat man keinen Empfang. Das kann das Garmin/Asus Nüvifone deutlich besser! Natürlich hat man dem GT540 auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben YouTube, Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk Einzug gehalten.

GT540 S

Musik

GT540 S

Der Musicplayer des LG GT540 gehört zu Android 1.6 und ist optisch sehr schlicht ausgefallen. Auf dem Display werden neben der Album-Grafik zumindest der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximal mögliche Soundqualität des LG GT540 testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um seine Stärken ausspielen zu können. Die maximale Lautstärke reicht beim GT540 in gar keinem Fall aus und auch das Ausgangssignal ist viel zu schlapp, um den Einsatz des iGrado zu rechtfertigen. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem LG GT540 besser zusammen, kappt die Höhen aber etwas früh. Der Sennheiser CX300 ist genauso so wie der Creative Labs EP 630 für einen InEar eine gute Alternative. So liefert das LG GT540 zumindest ansatzweise Bässe. Leider auch hier etwas zu Lasten der Höhen.

GT540 SGT540 SGT540 S

Den Sound kann man leider nicht über Equalizer-Presets verändert werden. Grundsätzlich kann man mit dem LG GT540 seine Musik auch über A2DP und AVRCP übertragen. Über einen Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, ginge das recht gut. Leider ist der Klang dann noch mieser.

Im Test kamen Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop - neben vielen anderen - zum Einsatz. Gerade "Trance" und Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps ist bestens für den Test geeignet. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der eine sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Songs kann man nach einer Vielzahl an Kriterien sortieren. Neben einer Sortierung nach Interpreten, kann man sich auch nur die Alben anzeigen lassen. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

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Das LG GT540 bietet ein FM-Radio und mehrere Senderspeicherplätze. Zum Betrieb muss allerdings zwingend ein Headset angeschlossen werden, dann kann man den Sound auch über den internen Lautsprecher ausgeben.

GT540 SGT540 S

Der Video-Player spielt Videos im Vollbildmodus ab, auf Wunsch im Querformat und mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel. Die Videos werden aber selbstverständlich nur auf Bildschirmauflösung skaliert. Neben den üblichen MPEG4-Videos mit H.264-Codec und Windows Media kann der Player sogar Videos im DivX-Format abspielen.

Klang

Die Gesprächspartner tönten im Test gut verständlich aus dem Hörer. Die Kommunikationsleistung des LG GT540 würde ich durchaus noch mit "gut" bezeichnen. Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen Hall- und Kratzgeräusche hinzu. Obwohl das LG GT540 nur über einen einzigen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke ausreichend, um am Arbeitsplatz als mobile Jukebox zu fungieren. Leider klingt der Lautsprecher recht flach. Die maximale Lautstärke am Kopfhörerausgang ist ausreichend.

Connectivity

Die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) klappt über die LG eigene PC-Sync-Software Kies. Man kann sie hier aus dem Internet herunter laden. Sie dauert bei einer Vielzahl an Kontakten etwas länger. Die knapp 1.000 Kontakte synchronisierte das LG GT540 über USB in etwa 6 Minuten. Über Bluetooth dauerte der Vorgang deutlich länger.

Mit einem geeigneten Bluetooth-Headset (z. B. dem Motorola S9) steht dank A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut und braucht sich nicht hinter anderen Smartphones zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfängers ist ebenfalls gut. Der A-GPS Modul braucht allerdings relativ lange, bis es eine Verbindung zu den Satelliten hergestellt hat.

Das LG GT540 nutzt einen WebKit-Browser für die Darstellung von Webseiten. Dank HSDPA kann man in sehr angenehmer Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei genauso wieder gegeben, wie man es vom PC her kennt. Mit Flash kann der Browser hingegen nichts anfangen. Das Surfen macht auf dem 3-Zoll-Display ohne Multitouch und Pinch-to-zoom aber kaum Spaß. Eine Webseite wird dabei zunächst immer in der Gesamtübersicht geladen.

GT540 S

Im Querformat nutzt der Browser die gesamte Displaybreite aus, die Seitenabbildung wirkt dadurch übersichtlicher.

GT540 S

Das LG GT540 kann auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag bietet er beim Anschluss an den PC an. Die Übertragungsgeschwindigkeit per USB und Bluetooth ist recht schnell.

GT540 SGT540 S

Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails automatisch in unterschiedlichen Intervallen abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis realisieren, zieht dann aber auch an den Reserven des Akkus. Die E-Mail-Konten für Web.de, GMX, Freenet und Co werden mit Unterstützung eines Assistenten eingerichtet.

Kamera/Video

Samsung GalaxyS

Auch wenn die Kameraqualität bei Geräten von LG eigentlich recht gut ist, beim GT540 wurde gespart, wo es nur ging. Wunder sollte man vom knapp 4 mm kleinen Objektiv beim LG GT540 also nicht erwarten. Bilder bei völliger Dunkelheit treffen beim LG GT540 zudem "voll ins Schwarze". Erklärung dafür ist die simple Tatsache, dass LG dem GT540 keine LED zur Beleuchtung der Motive spendiert hat.

GT540 SGT540 S

Der LG GT540 nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher. Es wird also wie bei einer echten Digicam im Quermodus gehalten. Die Kameraoptionen bieten mal mehr, mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten.

GT540 SGT540 S

GT540 SGT540 S

Diverse Aufnahmemodi, Weißabgleichsmöglichkeiten, Bildqualitäten und Co sorgen für Abwechslung ohne wirklich überzeugen zu können. Einzig die Panoramafunktion macht Spaß und sorgt für schöne Panoramen:

GT540

Die Bildauflösung kann man in verschiedenen Stufen variieren. Der Start der Kamerasoftware nimmt etwa zwei Sekunden in Anspruch, das Motiv ist dann nach zwei weiteren Sekunden im Kasten. Das ist für spontane Schnappschüsse etwas zu lang.

   

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)
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Hier mal Vergleichsaufnahmen zwischen der Kamera des iPhone 4 und des LG GT540 Optimus.

iPhone 4
LG GT540
iPhone 4

Bei guten Lichtverhältnissen wirken die Bilder ansprechend und auch die Schärfe geht in Ordnung. Leider stimmen die Belichtungswerte nicht ganz und auch der Weißabgleich verursacht so seine Probleme. Außenaufnahmen weisen aber deutlich bessere Qualität auf als Innenaufnahmen. Die haben Probleme bei der Dynamik und manchmal in der Schärfe. Bilder werden zu hell belichtet und wirken dadurch etwas unscharf. Die Qualität der Bilder liegt aber durchaus auf dem Niveau anderer 3-Megapixel-Kameras vergleichbar. Videos nimmt das GT540 mit VGA-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera stehen auch im Videomodus zur Verfügung.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1500 mAh Akku ist schon fast ein Ausdauerwunder, zumindest im Bereich der Android-Smartphones. Er hält unter normalen Bedingungen (15 Minuten am Tag telefonieren, 45 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos, deaktiviertem E-Mail-Push) knapp zwei Arbeitstage durch. Intensivnutzer mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis werden ihr GT540 aber jeden Tag aufladen müssen. Nutzt man das Smartphone als Navigationshilfe, sollte man sich gleich ein Auto-Ladekabel beschaffen. Das eingeschaltet A-GPS saugt nämlich ordentlich an der Akkuausdauer.

Videotest

Fazit

Autor

Die Bedienung des Handys erlernt man dank des Android Betriebssystems sehr schnell. Da es bald ein Update auf die Version 2.1 geben wird, wird auch dieses kleine Manko beseitigt. Wer auf der Suche nach einem günstigen Handy ist und alle Vorteile eines "offenen" Betriebssystems inklusive des "Android Market" nutzen möchte, kann bedenkenlos zum beim LG GT540 Optimus greifen. Hier gibt es deutlich mehr Funktionalität als bei "normalen" Touchscreen-Handys im vergleichbaren Preissegment. Leider reagiert der Touchscreen mitunter etwas träge.

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