LG Arena (KM900)

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 24.04.2009
Punkte blueblueblueblue  (8 von 10)


Testbericht LG Arena (KM900) von mobile-reviews.de
Hersteller:

LG
Modell:

Arena
Bezugsmöglichkeit:

LG Arena

Revision: 22.05.2009

Mangelndes Selbstbewusstsein kann man den Entwicklern und Designer beim koreanischen Hersteller LG sicher nicht vorwerfen. Haben sie nach eigenen Aussagen doch eine "ausgezeichnete" Benutzeroberfläche geschaffen. Die S-Class (das S steht dabei für Superior) soll eine problemlose und intuitive Bedienung ermöglichen. So wurde besonderen Wert auf bdie bunten Icons gelegt sowie die wunderschönen, fließenden Animationen gelegt. Nicht umsonst verfügt das Arena über einen dedizierten Grafikchip. So folgt das neue LG dem Trend vom "nur telefonieren können", hin zur mobilem Multimediamaschine. Das Arena kann über den 3-Zoll großen WVGA Touchscreen mit seinen 480 x 800 Pixel auch DivX-Videos, sogar in Dolby Mobile wieder geben. Musikplayer sowie FM-Radio mit RDS bieten einen erstklassigen Sound, die Bedienung gehört aber nicht seine Stärken. Immerhin kann man den Sound über den eingebauten FM-Transmitter auch an sein Autoradio oder die Stereoanlage senden und zwar völlig kostenlos. Dank UMTS mit HSDPA, surft man mit maximal 7,2 Megabit pro Sekunde. Wer keine Datenflatrate sein Eigen nennt, wird sich über das integrierte WLAN freuen. Die 5-Megapixel-Kamera kann bei Innenaufnahmen nicht sofort überzeugen, macht dieses Manko aber bei Außenaufnahmen wieder wett. Als Betriebssystem des knapp 106 x 55 x 12 mm flachen Handys kommt eine Eigenentwicklung zum Einsatz. Die Multi-Tasking-Fähigkeit erlaubt es, mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen zu lassen. Der kapazitive Touchscreen beherrscht sogar MultiTouch. Apple lässt schön grüßen. Wie sich das Schmuckstück in den fast 10 Tagen täglichen Einsatzes geschlagen hat können Sie im folgenden Testbericht nachlesen.

Design

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Mehr Bilder dieses Schmuckstücks gibt es hier. Freundlicherweise hat mir diesmal nicht nur LG, sondern auch T-Mobile je ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Meine herzlicher Dank geht daher an die beiden Pressestellen.

Mit seinen Abmessungen von 106 x 55 x 12 Millimetern ist es deutlich flacher als z. B. das Prada 2 aus eigenem Hause. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn es verfügt auch nicht über eine seitlich ausziehbare Tastatur. Im Gegensatz zu einem Nokia 5800 XM macht es aber einen schlanken Eindruck und das Gewicht von nur 105 g macht sicht in der Hemdtasche auch nicht übermäßig bemerkbar. Ok, eine Tafel Schokolade ist zwar leichter, dafür kann man damit auch keine Musik hören und darf sich nach deren Genuss zusätzlich auch noch mindestens eine Stunde sportlich betätigen, sonst fallen die 105g des Arenas demnächst gar nicht mehr ins Gewicht, wortwörtlich nicht. :-) Stichwort sportliche Betätigung, ich habe das KM900 bei einem Halbmarathons in der Rückentasche getragen, diese "Tortur" mit leicht erhöhter Luftfeuchtigkeit hat es anstandslos überstanden, dabei ist das integrierte Radio empfangstechnisch allerdings negativ aufgefallen. Zu schnell wechselt es von Stereo zu Mono.

Die Gehäuseform hat Ähnlichkeiten mit den Touchscreenmodellen von Samsung. Spötter behaupten, es sehe dem Apple iPhone sehr ähnlich. Diesen Eindruck kann ich nicht teilen. Zwar sucht man auch beim Arena Ecken und Kanten vergeblich, das gesamte Gerät besteht aber im Gegensatz zum iPhone nahezu vollständig aus Metall. Während die Vorderseite noch silbern glänzt und vom 3-Zoll großen Touchscreen mit seiner stark spiegelnden Oberfläche dominiert wird, besteht der Akkudeckel auf der Rückseite aus einer matten Aluminiumlegierung. Frauen können das Arena durchaus als Schminkspiegelersatz gebrauchen. Allerdings geht diese Tatsache bei direkter Sonneneinstrahlung zu Lasten der ansonsten recht guten Ablesbarkeit.

Haptik/Verarbeitung

Die eher stumpfe Oberfläche des KM900 verhindert unsanfte Kontakte mit dem Bodenbelag. Besitzer eines iPhone 3G können hiervon sicher ein Lied singen. Unterhalb des Displays schmeicheln sich nahezu unsichtbar drei virtuelle Tasten in das Gehäuse. Zwei dienen der Gesprächssteuerung, eine fungiert als Homescreen-Taste. Drückt man diese, so blenden sich die vier Homescreens über eine würfelartige Animation ein. Offene Anwendungen kann man durch Druck des Ein-/Ausschalters zum Vorschein bringen. Leider ist das rückseitig angebrachte "Objektiv" der 5-Megapixel-Kamera nicht vor Kratzern geschützt, zudem wurde es in Kunststoff eingefasst. Wahrscheinlich befindet sich darunter die Sende- und Empfangseinheit des Arenas. Die Verarbeitung des Gerätes ist hervorragend. Der kapazitive Touchscreen reagiert zügig auf Eingaben. Man kann ihn problemlos mit den Fingern bedienen. Auf Eingaben per Fingernägel oder Handschuhe reagiert er bauartbedingt aber nicht. Gut das der Frühling bereits Einzug gehalten hat. Wie bei LG üblich, werden Eingaben mit einer leichten Vibration und einem abschaltbaren Ton bestätigt. Mangels echter Tastatur ist man auf das virtuelle Pendant mit T9-Texterkennung oder im QWERTZ-Design angewiesen.

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Im Gegensatz zum aktuellen iPhone kann man beim Arena alle Eingaben auch bequem im Querformat erledigen. Bei Kommunikationsfreaks kommt trotzdem keine rechte Freude auf. Die virtuellen Tasten sind zwar recht groß und für Gelegenheitsschreiber ausreichend, können aber eine echte QWERTZ-Tastatur nicht ersetzen. Eingaben vervollständigt das KM900 auf Wunsch mit der Hilfe von T9 und in mehreren Sprachen. Sonderzeichen wurden dankenswerterweise in eine zweite Ebene gelegt.

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Im Gegensatz um iPhone muss man also nicht schauen, welche Mehrfachtaste man gerade ausgelöst hat.

Beschäftigen wir uns kurz mit den Bedienelementen. Da das Arena überwiegend über den Touchscreen bedient wird, hat LG alle notwendigen Schalter und Knöpfe auf die rechte Seite des Gerätes verbannt.

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Oben rechts findet man die beiden Lautstärkereglern, unten rechts den Kameraauslöser. Ende der Fahnenstange, mehr echte Drücker gibt es nicht.

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Na ja, ok, an der Oberseite findet man noch den Ein-/Ausschalter, der schon nach kurzem Druck geständig ist und über den Programmmanager alle aktiven Anwendungen verrät. Auf die kombinierte Lade-/Daten-/Kopfhörerbuchse mit LGs eigenem Standard hat LG beim Arena fast vollständig verzichtet. Frei nach dem Spruch: "Freiheit für eigene Kopfhörer" hat LG einen 3.5 mm Klinkenbuchse an der Oberseite platziert. Obwohl diese Freiheit diesmal gar nicht so ausgeschöpft werden wird, die mitgelieferten Kopfhörer mit integriertem Mikrofon sind nämlich ausgesprochen gut gelungen. Die Lade-Datenkabelbuchse mit speziellem Anschluss haben die Designer diesmal auf die linke Seite des Arenas verbannt. Dort fristet sie einsam ihr Dasein und wird durch einen Schiebemechanismus erfolgreich gegen Staub und Schmutz geschützt. Der Schacht für die microSD-Speicherkarte befindet sich unter dem Akkudeckel. Da das Arena aber über 8 Gigabyte internen Speicher verfügt wird man ihn selten zu Gesicht bekommen, vor allem deswegen, weil LG auch keine Speicherkarte mitliefert.

Größenvergleich (iPhone 3G, Nokia 5800 XM, Samsung)

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Technik

Die technischen Features des KM900 sind recht beeindruckend. Der 3-Zoll große Touchscreen mit einer WVGA-Auflösung von 480 x 800 Pixel löst extrem fein auf, die 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Digitalzoom kann hingegen nicht ganz überzeugen, 8 Gigabyte interner Speicher und ein Slot für microSD Speicherkarten sorgen für fast unbegrenzten Speicherplatz. Da darf natürlich auch ein Musicplayer auch nicht fehlen. Aber nicht nur das, auch ein FM-Radio mit RDS-Funktion hat Platz im nur 12 mm flachen Gehäuse gefunden. Der Videoplayer kann DivX Videos abspielen und sogar Dolby Mobile wird unterstützt. Sie macht sich aber in erster Linie über das Headset bemerkbar. So erzeugt das Arena ein deutlich volleres Klangbild. Wie soll das gehen? Frequenztechnisch u.a. durch einfaches Anheben der Bassfrequenzen. Als Triband-Gerät (GSM 900/GSM 1800/GSM 1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es fast überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit anderen Mobiltelefonen oder PC nimmt es über Bluetooth 2.0 und USB 2.0 auf.

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Die Firmwareversion meines Arena lautete V10_i während das T-Mobile Gerät noch mit der V_10g ausgeliefert wurde.

Lieferumfang

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In der doch recht edlen und sehr kleinen Verpackung der mit 449 € (UVP) ausgezeichneten Multimediamaschine, findet man ein bestechend gutes Stereo-Headset für die serienmäßige 3.5 mm Klinkenbuchse, eine CD mit der LG Suite III, eine Bedienungsanleitung, ein Reiseladegerät und ein USB-Datenkabel. Eine Speicherkarte sucht man hingegen vergebens. Selbst wenn das Arena bereits 8 Gigabyte Speicher mit sich bringt, frage ich mich trotzdem, ob die Hersteller von Mobiltelefonen wohl eine Aversie gegen Speicherkarten entwickelt haben. Eine 4 GB microSD kostet doch nun wirklich nur ein paar Euro. Der Lieferumfang entspricht somit dem heutigen Standard und kann als "befriedigend" bezeichnet werden.

Display

Das 3-Zoll-TFT ist technisch betrachtet wohl kein Unbekannter, wird es doch auch in anderen Modellen von LG eingesetzt. Grafiken und Videos werden in der recht hohen WVGA-Auflösung von 480 x 800 Pixel bei 262.144 möglichen Farbkombinationen dargestellt. Der Screen ist berührungsempfindlich und reagiert auf Eingaben mit der neuen kapazitiven Technologie. Legt man das Arena auf den Tisch und eben nicht in die Hand, nimmt es Eingaben nur eher widerwillig an. Manchmal muss man dann mit der zweiten Hand den Displayrahmen berühren, dann wird die Eingabe direkt umgesetzt. Aufgrund der sehr hohen Bildschirmauflösung sind die Menüicons natürlich recht klein ausgefallen.

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Dreht man das Arena in den Quermodus, so dreht sich der Bildschirminhalt in einer würfelartigen Animation mit. Dann bekommt man alle 32 Icons auf einen Schlag zu Gesicht. der Schlag mag den einen oder anderen dann wirklich treffen. Denn die Icons fallen dann noch kleiner aus. Sehr zu ungunsten der Übersicht. Im Vertikalmodus kann man das Arena dennoch recht bequem mit einem Finger bedienen. Das Display ist sehr hell, sofern man die automatische Regelung abschaltet. Im Energiesparmodus wird das Display leicht gedimmt, zur Freude des eingebauten Akkus. Dieser hält dann nämlich deutlich länger durch. Sämtliche Icons erinnern auf den ersten Blick doch sehr an den Web 2.0 Stil des Apple iPhones. Auf den zweiten Blick entwickeln sie aber einen ganz eigenen Charme, der einigen unter uns sicher zu "klickibunt" erscheinen dürfte.

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Die T-Mobile Variante ist nicht ganz so farbenfroh gestaltet, hat aber eine deutliche "Magentafärbung" erhalten :-) Zumindest hat bietet die Firmware nun eine Funktion zum Softwareupdate over the air (OTA). Die kann das "freie" LG nicht vorweisen.

S-Class Benutzeroberfläche

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Auf den ersten Blick werden Handyfreaks bei den Animationen der S-Class Benutzeroberfläche wohl unweigerlich an das TouchFlo der Windows Mobile Handys von HTC denken. Sämtliche Übergänge werden mit würfelartigen Animationen begleitet. Uhrzeiten und Zahlen werden iPhone-ähnliche in die richtige Position gerollt. LG hat sich neben diesen "Anleihen" aber auch eigene Gedanken zu einer intuitiveren Bedienung gemacht. So kann der Wecker z. B. durch drehen der Zeiger gestellt werden, die Kameraoptionen werden über ein virtuelles Drehrad ausgewählt. Kontakte und Multimediainhalte kann man auf dem Bildschirm in einer Art Filmrolle hintereinander positionieren. Wem das nicht gefällt, der kann sie aber auch in einer rasterartigen Ansicht umordnen lassen. Zur besseren Anschauung habe ich hier mal ein Video der entsprechenden Inhalte gedreht.

Das Arena bietet vier unterschiedliche Homescreens, deren Hintergrund und Funktionen sich nicht nur farblich unterscheiden. Während der erste Bildschirm Zugriff auf die für den Nutzer wichtigsten Funktionen und Programme geben soll, er ist nämlich frei konfigurierbar, beherbergt Nummer Zwei die von vielen geliebten Widgets, ohne die man heutzutage wohl nicht mehr leben kann. Einfach das Icon mit der gewünschten Anwendung per drag & drop auf den Bildschirm ziehen, berühren und schwups geht es los. Dabei kann man mehrere Widgets auf den Screen ziehen und an jeder beliebigen Stelle ablegen. Das wird dann aber schnell unübersichtlich. Neben einer Kalenderübersicht ohne nähere Termindetails, steht noch eine Fernsteuerung für das integrierte Radio, eine Übersicht der aktuellen Nachrichten, eine Notizfunktion, ein Wecker, eine Uhr und dergleichen mehr zur Auswahl. Alle Widgets bieten nicht den vollen Funktionsumfang ihrer Pendants im Hauptmenü. So kann ich über das Kalenderwidget nur sehen das ich einen Termin habe, aber nicht welcher Art.

Der dritte Homescreen dient der Verwaltung der Lieblingskontakte. Hier kann ich mir meine oft genutzten Ansprechpartner übersichtlich in der bereits erwähnten Filmrolle (Reels) anordnen und mit Bildern versehen. Der letzte Homescreen in der Reihe erweiterte diese Funktion auf die Lieblingsmusikstücke (komplette Alben sind nicht möglich) sowie Bilder und Videos. Ein Klick auf die Bilder und sie werden wie auf einer Perlenschnur aufgereiht. Ich kann sie mir dann zwar im Quermodus anzeigen, nicht aber vergrößern oder verkleinern, das geht wiederum nur über die Galeriefunktion im Hauptmenü. Die S-Class Oberfläche stellt damit sicher einen Schritt in die richtige Richtung dar und gut kopiert ist immer besser als schlecht selbst entwickelt. Ein wenig mehr "Funktion" wäre allerdings nicht schlecht. Warum muss ich über die Widgets erst das entsprechende Programm starten? Welches Nutzen bringen sie mir dann?! Optisch ist die S-Class jedenfalls eine echte S-Klasse. Meine Note lautet daher "gut".

Menü/Funktionen

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Die Icons im Hauptmenü sind in vier verschiedene Bereiche (Kommunikation, Multimedia, Anwendungen, Einstellungen) aufgeteilt. Durch simples drücken eines Menüpunktes wechselt das LG Arena zielsicher zum gewünschten Punkt. Von den acht Icons je Reihe werden aber nur vier gleichzeitig angzeeigt. die andere Hälfte erreicht man durch scrollen nach links oder rechts. Diese Icons sind ausreichend groß und meist selbsterklärend. So erhält man schnell Zugriff auf Funktionen, wie Anruferverwaltung, Telefonbuch, Musicplayer, Kamera, Mediengalerie und Co.

PIM

Natürlich bietet auch eine Multimediamaschine wie das KM900 einen rudimentären Personal Information Manager, kurz PIM. So lassen sich Kontakte, Termine, Aufgaben und Notizen recht passabel verwalten. Ergänzt wirde sie durch einen Taschenrechner, Umrechner, Weltzeituhr, Stoppuhr und eine nur vom Speicherplatz limitierte Sprachaufzeichnung ergänzen die Ausstattung.

Das Arena bietet vier veränderbare Profile, zudem lassen sich auch eigene Varianten erstellen. Das KM900 signalisiert Anrufe auf Wunsch sowohl durch Vibration, als auch durch gleichzeitiges Klingeln und Vibrieren oder aber eben nur durch einen frei wählbaren Klingelton. Die Systemsounds (Benachrichtigungstöne, Wecker und Co.) sind ebenfalls änderbar. Zeitlich eingrenzbar sind die Profile allerdings nicht. Versäumt man also die rechtzeitige Stummschaltung, so klingelt das Arena auch während wichtiger Besprechungen rücksichtslos vor sich hin.

Der integrierte Wecker kann 11 verschiedene oder wiederkehrende Ereignisse samt Notiz speichern. Warum wollte ich nochmal um 5:00 Uhr geweckt werden? Wirklich hübsch anzusehen ist die Tatsache, dass man den Wecker durch drehen der Zeiger stellen kann.

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Die Kontaktdatenbank kann maximal 1000 Einträge aufnehmen. Neben den üblichen Informationen, wie Name und Vornahme, können auch Notizen zu einem Kontakt hinterlegt werden. Auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als Vollbild angezeigt.

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Alle Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben durchsuchen. Hier kann man zwischen SIM-Kontakten, Telefon-Kontakten bzw. den Microsoft Exchange-Kontakten wählen. Die vorhandenen Einträge können dann in Gruppen eingeteilt werden, gerade bei vielen Kontakten erhält man so einen besseren Überblick. Kontaktfeldern kann man mit zahlreichen Informationsdetails füllen (unterschiedliche Rufnummer, E-Mail, Anruferbild, Rufton, diverse Adressen, etc.). Selbst an zwei Felder für Geburtstage und Jahrestage wurde gedacht. Diese werden dann sogar auf Wunsch im Kalender angezeigt! Natürlich kann ich meinen Lieblingskontakten auch spezielle Klingeltöne zuweisen.

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Der integrierte Kalender speichert bis zu 500 Termine und bietet neben einer Tages- auch noch eine Wochen- und Monatsansicht. Die gerade aktuellen Termine hat man auf einem Blick im Auge. Hierzu wird am unteren Bildschirmrand ein kleines Feld eingeblendet. Selbst wiederkehrende Termine mit einer kleinen Notiz sind möglich. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe aber nicht angemahnt. Hier nimmt einem auch das Arena nicht die Arbeit ab. In der Wochenübersicht werden die Termine durch einen grünen Balken visualisiert. Einzelne Tage lassen sich als Feiertage kennzeichnen und werden dann entsprechend farblich markiert. Natürlich kann man mit dem KM900 auch Aufgaben verwalten. Im Gegensatz zu den Terminen werden diese aber nicht im Kalender angezeigt. Zudem kann das Arena nicht mehr als 150 Aufgaben sowie 100 Notizen verwalten. Insgesamt ein wenig knapp dimensioniert.

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Die verbrauchten Zeichen einer SMS werden nur dann angezeigt, wenn man kurz vor der 160-Zeichen-Grenze angekommen ist, das mag für den ein oder anderen zunächst irritierend sein.

Music/Unterhaltung/Spiele

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Ab Werk hat das KM900 drei recht nett animierte Spiele installiert. Neben dem obligatorischen Roulette, gibt es noch eine Art Geschicklichkeitsspiel in Form eines Tischtennisschlägers sowie ein Würfelspiel. Allen drei werden über den integrierten Lagesensor gesteuert und sind durchaus Zeit totzuschlagen.

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Der Musicplayer gibt optisch viel her, scheitert dann aber an der Bedienung. Je nach Ausrichtung wird das Coverart an einer anderen Position dargestellt, darunter befinden sich Buttons für die Playersteuerung sowie Repeat- und Shufflefunktion.

Arena

Der Player klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Stereo-Headset wirklich überzeugend, kann allerdings nicht ganz mit dem Nokia 5800 XM mithalten. Hinter dem Apple iPhone braucht er sich jedenfalls nicht zu verstecken. mäßig. Da dem Headset des Arenass ein 3.5 mm Klinkenbuchse mit eingebautem Mikrofon zur Verfügung steht, kann man sowohl telefonieren als auch die Musik genießen. Wer das recht ausgewogene Headset trotzdem nicht mag (so wie ich), der kann auch höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich anschließen. Nutzt man bessere Kopfhörer, so wird die Klangqualität deutlich angehoben.

Um die maximale Soundqualität des Arenas testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt. Die von LG entwickelten weißen Kopfhörer sehen sowohl gut aus, sind für Gespräche geeignet und bieten schon fast einen optimalen Soundgenuss.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Erstaunlicherweise reicht die maximale Lautstärke des Arenas diesmal problemlos aus, um die recht großen Wandler des iGrado in ausreichende Schwingungen zu versetzen. Da das Ausgangssignal des Arenas im Bassbereich aber recht früh abfällt, ist der iGrado nicht der richtige Partner.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem KM900 schon deutlich besser zusammen, kappt aber die Höhen zu früh. Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar zwar eine gute Alternative, aber auch hier wird der Bassbereich in meinen Ohren noch nicht ausreichend betont. Gerade in dieser Disziplin kann der Creative Labs EP 630 eher überzeugen. Endlich liefert auch das KM900 Bässe. Zwar geht das zu Lasten der Höhen und die Mitten werden etwas in die Breite gezogen, aber das kann man durch das passende Equalizer-Preset ausgleichen. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren den optimalen Ersatz für das mitgelieferte Stereo-Headset dar. Grundsätzlich unterstützt das Arena auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Bei den unzähligen Equalizerpresets (Bobcat Mobile, Dolby Mobile, Acoustic, Bass Boost, Classic, Klar, Comfort, Dance, Tief, Electronic, Hip-Hop, Jazz, Latin, Live, Klavier, Pop, Bypass, R&B, Rock, Höhen, Xtra Bass, Vocal) dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Eigen Varianten alssen sich leider nicht anlegen. Insgesamt ist der Klng des Arenas nicht so direkt und bassstark wie beim Klassenprimus Nokia 5800 XM.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Songs kann man nach verschiedenen Kriterien sortieren (z. B. Interpreten, Alben, Genres).

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Über Wiedergabelisten kann man das Arena zwar zu einem recht passablen Hosentaschenwurlitzer umfunktionieren, rein von der Bedienung her will man das oft aber gar nicht mehr. Durch die Multitaskingunterstützung kann man seine Songs auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen. Selbst die Wiederholung eines oder aller Songs ist möglich. Sollte man längere MP3 im Einsatz haben (z. B. Hörbücher) wird man mit der Vorspulfunktion des Arenas wirklich graue Haare bekommen. Sie ist einfach zu langsam. Es ist mir unerklärlich, warum man immer nur läppische 5 Sekunden vorspulen kann und zwar nur mit den virtuellen Buttons. Die dargestellte Scrollleiste ist reiner Selbstzweck. So gestaltet sich die Wiederaufnahme einer Radioaufzeichnung von knapp 2 Stunden zu einer echten Geduldsprobe. Da der Player beim Beenden auch die zuletzt abgespielte Position vergisst, sollte man sich mit dem Arena nur kurze Songs anhören. Aufgrund der unübersichtlichen Bedienung bekommt das Arena in diesem Bereich nur ein "befriedigend".

Arena

Das integrierte Radio wartet mit einem virtuellen Tuningrad auf und speichert fünfzig Radiosender. Wer es mag, kann es im Hintergrund weiter dudeln lassen. Der Klang des Radios geht jedenfalls voll in Ordnung, auch die maximale Lautstärke gibt keinen Anlass zur Klage. Leider wurde der Empfang bei meinem Testgerät oft durch Knacken und Rauschen gestört und zwar auch bei den starken Lokalsendern "1Live" und "Radio AM". Durch die RDS-Unterstützung kann man sogar Senderinformationen abrufen. Das Kopfhörerkabel dient dabei immer als Antenne, ohne Kabel kein Radio.

Beim Arena kann man seine Musiksammlung sogar über den integrierten FM-Transmitter ausgegeben. Will man die Musikwiedergabe auch im Auto bzw. auf der heimischen Stereoanlage genießen, so stellt man auf seinem Autoradio (oder daheim) einfach eine möglichst freie Radiofrequenz zwischen 88,2 und 107.8 MHz ein, schon tönt das KM900 aus den heimischen Boxen. Ein leichtes Grundrauschen sowie dumpfer Gesamtklang bleibt dabei allerdings nicht aus. Auch die Bassverstärkung wird dann abgeschaltet. Je stärker ein Radiosender auf der gewählten Frequenz aktiv ist, desto schlechter ist das Übertragungssignal des FM-Transmitters. Leider kommt die Übertragungsentfernung auch bei optimalen Verhältnissen kaum über 1,5 Meter hinaus. Die Songdetails wie z. B. Titel und Interpret werden dann ebenfalls mit übertragen.

Der Media Player dürfte LG-Fans nicht unbekannt sein und ist "guter Standard". Dabei werden die abgespeicherten Videos auch im Vollbildmodus dargestellt, auf Wunsch sogar im Querformat. Das macht auf dem 3-Zoll-Display schon Spaß. Denn das Arena kann Videos mit einer Größe von 480 x 800 Pixel abspielen, sofern man sie vorher ins MP4-Format konvertiert hat. Die Wiedergabe von DivX-Videos erfordert ebenfalls eine Umkonvertierung, denn mit dem weit verbreitetten Standard "XViD" kann da Arena nix anfangen. Über den integrierten TV-Ausgang kann man die Videos sogar auf dem heimischen Fernseher betrachten.

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Im Galeriemodus werden die Bilder im Querformat in der vom iPhone bekannten Coverflow-Oktik dargestellt. Die neusten Bilder liegen dann immer über den anderen. Durch flicken nach links und rechts kann ich ein Bild auswählen und dann durch spreizen von Daumen und Zeigefinger vergrößern.

Klang/Gesprächsqualität/Empfangsleistung

Obwohl das Arena nur über einen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke des Musicplayers durchaus ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Auch die Klangqualität spricht da nicht gegen. In Verbindung mit einem kleinen externen Lautsprecher hat man so ein kleine Musikstation mit Radio. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch ebenfalls kein Problem. Die Verständigung zwischen den Gesprächspartner wird als nahezu "glasklar" empfunden, deutlich besser als beim Nokia 5800 XM. Sie reicht schon fast an die Qualität eines Motorolas heran. Die zahlreichen Klingel- und Signaltöne sind Geschmackssache. Insgesamt bewerte ich den Gesprächsklang des Gerätes mit "gut".

Connectivity

Das Arena verfügt zwar über einen vollwertigen Webbrowser und theoretisch kann man dank UMTS mit HSDPA auch in angenehmer Geschwindigkeit surfen. Leider werden Webseiten aber deutlich langsamer aufgebaut, als beim Klassenprimus iPhone. Immerhin surft man auf dem Arena auch wie vom PC gewohnt. Einen Textlink zu treffen, ist aufgrund der zu kleinen Gesamtansicht selbst auf dem großen Bildschirm reine Glückssache. Ohne eine Vergrößerung der Webseite mittels des Finger-Spreizens (MultiTouch sei Dank) kommt man also nicht sehr weit. Im Gegensatz zu Behauptungen in diversen anderen Testberichten ist der Browser des Arenas durchaus in der Lage, Webseiten mit Flash-Elementen darzustellen. Wer es nicht glaubt, sollte mit seinem Arena mal diese Webseite ansurfen.

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Bei YouTube und Co wird man aber aufgrund des übertragenen Browserstrings auf die Mobile-Variante umgeleitet. das liegt aber NICHT an der fehlenden Flash-Fähigkeit.

Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. Für eine große Anzahl an E-Mails bzw. Anhänge (nicht mehr als 1 MB) ist das KM900 aber nicht geeignet. E-Mails mit mehr als 1 Megabyte werden nicht einmal herunter geladen. Eine Hilfe beim Einrichten von Postfächern erhält man nicht. Die Zugangsdaten muss man "von Hand" eingeben. Erfreulicherweise unterstützt das Arena aber ab Werk bereits Microsoft-Exchange. Auch HTML-Mails stellt das KM900 dar. Realisiert wird das dann über den integrierten Picsel-Viewer, der auch für die Wiedergabe von Officedokumenten zuständig ist. HTML-Links kann man dann allerdings - warum auch immer - nicht folgen. Zum Surfen und E-Mailen ist das Arena somit nur sehr bedingt nutzbar. Mit eingelegter Speicherkarte wird das Arena als Massenspeichergerät erkannt. Drei Megabyte Daten wandern vom PC zum KM900 knapp 3 Sekunden. Wer mag, kann seine Kontakte, Musiken, Grafiken und Dateien auch über die LG Suite III synchronisieren. Das ist meiner Meinung nach aber etwas umständlich.

Kamera/Video

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In letzter Zeit wird bei Mobiles oft mit Markennamen geworben. Nokia wirbt mit "Carl Zeiss", Sony mit seiner "Cybershot Technologie". LG greift beim Arena wieder auf ein Objektiv der Firma "Schneider Kreuznach" zurück. Allzu hohe Erwartungen an die Qualität der Bilder sollte man aber nicht haben, denn gerade bei Innenaufnahmen fehlt die Lichtstärke größerer Objektive. Die Kamera des Arenas erreicht mit ihren 5-Megapixeln aber durchaus die Qualität der entsprechenden Konkurrenzmodelle.

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Beim KM900 nutzt der Fotograf wieder das komplette 3-Zoll-Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus gehalten.

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Die Kameraoptionen bietet aber keine Motivprogramme, dafür kann man die Bildauflösung zwischen 2560 x 1920 (5 Megapixel), 2048 x 1536 Pixel (3 MP), 1600 x 1200 Pixel (2 MP), 1280 x 960 Pixel (1 MP), 640 x 480 Pixel, 320 x 240 Pixel, MMS und einer Größe für Kontaktbilder variieren.

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Die Qualität der Bilder lässt sich auf Superfein, Fein und Normal einstellen. Die Lichtempfindlichkeit der Kamera kann zwar bis auf 800 ISO hochgeschraubt werden, muss aber bei Innenaufnahmen trotzdem als "bescheiden" bezeichnet werden. Immerhin ist die LED in der Lage, Objekte bis etwa 2 Meter Entfernung aus dem Dunkeln zu holen, sofern man den Bildstabilisator abschaltet. Bei Aufnahmen mit schlechtem Umgebungslicht löst sich das Motiv hingegen schnell in Artefakte auf. Bilder wirken "körnig".

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Natürlich hat die Kamera des Arena auch einen Selbstauslöser (3/5/10 Sekunden Verzögerung). Der Autofokus reagiert sehr schnell, aber teilweise etwas ungenau. Für Nahaufnahmen kann man einen Makromodus hinzuschalten. Für schnelle Schnappschüsse taugt die Kamera nicht, denn der Start dauert gut und gerne 2 Sekunden.

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An Aufnahmemodi steht neben einem Nachtmodus noch eine Serienaufnahme zur Auswahl. Farbeffekte, wie Schwarzweiß, Negativ und Sepia peppen langweilige Bilder auf und unterschiedliche Programme für den Weißabgleich helfen überwiegend bei Aufnahmen in Innenräumen. Wer mag, kann seine Bilder mit einigen witzigen Rahmen aufhübschen. Um die Auswahl zu vereinfachen, sind alle Menüs transparent gestaltet. Der Digitalzoom (in meinen Augen eine nutzlose Sache) kann bis auf das 8-fache erhöht werden. Der Kameraton ist nicht abschaltbar, dafür stehen mehrere Variationen zur Auswahl.

Insgesamt weisen weiße Flächen einen kleinen Rotstich auf. Dafür werden Farben insgesamt nahezu hundertprozentig Farbtreue wieder gegeben. Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. der Himmel werden dann zu stark belichtet.

Pixon
Pixon

Bilder Kamera (28 MB)

Während die anderen Teile des Bildes dann zu dunkel abgebildet werden. Insgesamt kann die Qualität der Bilder der 5-Megapixel-Kamera zumindest bei Außenaufnahmen voll überzeugen. An die Super-Megapixler aus dem Hause Sony Ericsson oder an das Renoir aus eigenem Hause kommt sie allerdings nicht heran. Videos nimmt das Arena mit einer maximalen Auflösung von 720 x 480 Pixel und mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Besser geht es eigentlich nicht. Immerhin verbrät die Kamera so schnell man knapp 16 MB pro Minuten Film. Insgesamt würde ich die Kameraleistung durchaus noch mit einem "gut" bewerten.

Akkulaufzeit

Die Akkuleistung des Arenas geht unter Berücksichtigung des sehr leuchtstarken und recht großen Displays in Ordnung. Da macht das Apple iPhone deutlich schneller schlapp. Der mitgelieferte 1000 mAh Akku ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluss, kann bei normaler Nutzung (10 Minuten telefonieren, ein paar SMS und E-Mails, 90 Minuten MP3 am Tag, ein paar Fotos Videos) aber knapp 2 Tagen durchhalten. Quasselstrippen werden dem Akku des Arenass nach knapp 3 1/2 Stunden Dauertelefonat im GSM-Netz und etwa 4 Stunden im UMTS-Netz die Lichter ausblasen. Intensivnutzer mit Hang zum Masochismus (Stichwort Internetnutzung auf dem KM900) werden den Akku ihres Schmuckstücks täglich betanken müssen.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Die Entwickler des Arenas haben den Focus auf eine möglichst intuitive und dabei optisch eindrucksvolle Bedienung gelegt. Das ist ihnen in weiten Teilen auch gelungen. Die Bedienung über den kapazitiven 3-Zoll-Touchscreen geht flott von der Hand. Die Animationen sind zwar schön anzusehen, langweilen aber nach einiger Zeit. Der klanglich überzeugende Musicplayer krankt an der eher umständlichen Bedienung und wirkt grafisch zu "überladen". Freude kommt nur dann auf, wenn man keine längeren MP3 (z. B. Konzertmitschnitte oder Hörbücher) anhören will. Bewegte Bilder werden allerdings kristallklar wieder gegeben. Die PIM-Funktionen des Arenas sind zwar ausreichend, LG-typisch aber sicher kein Aushängeschild, dafür kann der Poweruser zu wenig Daten verwalten. Mobiles Internet ist trotz der HSDPA-Unterstützung auch keine Stärke des KM900, der integrierte Browser reagiert dafür einfach zu träge. Insgesamt überwiegen aber die Vorteile, so dass das Arena sicher eine gute Alternative zum iPhone darstellt.

Renoir





  

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