HTC 7 Mozart

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 25.11.2010, 17:11
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Sprache: german


Testbericht HTC 7 Mozart von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

Mozart HTC Mozart  Smartphone mit Windows Phone 7 von T Mobile im Unboxing und Test
Onlineshops:

Geizhals
Kamerabilder:

HTC


 

Revision: 25.11.2010

Mit dem 7 Mozart stellt HTC sein erstes Smartphone auf der Basis von Microsoft Windows Phone 7 vor. Optisch ähnelt es etwas dem Desire HD. Technisch ist es ähnlich opulent ausgestattet. Der 1 GHz schnelle Snapdragon-Prozessor sowie das große, kapazitive Display mit einer Diagonalen von 3,7 Zoll sorgen für gute Bedienbarkeit. Der Bildschirm löst beim Mozart mit 480 x 800 Pixel auf, das entspricht der bei Microsoft Phone 7 betriebene Smartphones Auflösung. Der Internet Explorer des HTC 7 Mozart kann keine Webseiten mit Flash anzeigen. Wie sich das neue Betriebssystem von Microsoft auf dem HTC 7 Mozart anfühlt, lesen sie am besten direkt im Anschluss nach.

Design/Haptik/Verarbeitung

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Mehr Bilder vom Smartphone gibt es hier.

Das HTC 7 Mozart misst 119 x 60 x 12 mm, bei etwa 130 Gramm ist es zwar kein Leichtgewicht, dennoch aber deutlich leichter als das HTC HD7 aus eigenem Hause. Das neue Gehäuse besteht als sogenannter "Unibody" aus einem Stück Metall. Wobei HTC die Abdeckungen für die Antenne (auf der Rückseite rund um die Kameralinse) sowie den Akku-/SIM-Einschub an der Unterseite aus technischen Gründen nur aus Kunststoff gefertigt hat. Der Übergang vom hochwertig wirkenden Metall zum billiger anmutenden Kunststoff ist - im Gegensatz zum Desire HD - aber besser gelungen und sieht zudem besser, weil beabsichtigt aus. Alle Kanten des Handys wurden abgerundet, das Display stellt dabei wie so oft den Dreh- und Angelpunkt dar. Auch das 7 Mozart liegt gut in der Hand. Eingaben erledigt man t wieder über eine virtuelle Tastatur. Anhänger echter Tasten sollten daher eher einen Blick auf das bald verfügbare Desire Z werfen. Die Verarbeitung des Smartphones ist nahezu ohne Fehl und Tadel. Die Einfassung des Bildschirms auf der rechten Seite des Gehäuses werden sehr penibel eingestellte Zeitgenossen dem Hersteller aber wohl mal wieder ankreiden. Man kann eine gratige, leicht "scharf" wirkende Kante ertasten. Selbst unter hohem Druck kann man dem 7 Mozart keinerlei Knarzgeräusche entlocken. Besitzer des LG E900 Optimus 7 können da ein ganz anderes Lied singen, da knarzt die Tastenleiste unterhalb des Displays nämlich recht unangenehm vor sich hin. Das kann dem HTC 7 Mozart nicht passieren, den es handelt sich um Sensortasten. Die Verarbeitung bekommt von mir die Note "gut".

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Die Kameraoptik auf der Rückseite ist gut gegen Kratzer geschützt und wurde tief ins Gheäuse eingelassen. Auch die sonst üblichen Fettfingerabdrücke auf der Linsenabdeckung konnte man so gut vermeiden. Das 7 Mozart genehmigt sich bei der täglichen Arbeit kaum echte Gedenksekunden, Windows Phone 7 macht einen spritzigen Eindruck.  Die vielgerühmte "Einhand-Bedienung" gelingt mit dem neuen Betriebssystem gut, die sonst vorinstallierte Benutzeroberfläche Sense hat HTC aber nicht installieren dürfen. Microsoft verbietet optische Veränderungen seines Betriebssystems. Diese Stallorder hat HTC leicht umgangen, indem man das Sense als eine eigene Anwendung anbietet. Zumindest rein optisch erinnert das HTC Hub an die gute alte Zeit auf Android bzw. Windows Mobile basierten Smartphones. Der kapazitiv reagierende Touchscreen erlaubt keine Bedienung mit dem Fingernagel oder Handschuhen, setzt dafür aber die beliebte pinch-to-zoom Geste um. Dabei werden Eingaben auf dem Touchscreen auf Wunsch von einem Ton bzw. durch ein haptisches Feedback begleitet.

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Das HTC 7 Mozart bietet mehrere Tastaturmodi in unterschiedlichen Anordnungen an. Neben der üblichen Zehnertastatur im Telefonmodus gibt es auch noch ein QWERTZ-Design im Hoch- oder Querformat mit mehrfach belegten Tasten. Im Vertikalmodus sind die Tasten etwas klein geraten. Dreht man das Smartphone dann ins Querformat, wirken die Tasten deutlich größer und sind so einfacher zu treffen.

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Die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung in etwa so fix wie auf dem Apple iPhone. Die Texterkennung liefert zuverlässige Ergebnisse. Vielschreiber werden mit der Bildschirmtastatur trotzdem nicht zufrieden sein, die haptische Rückkoppelung ist - im Vergleich zu echten Tasten - traditionell eben trotz der Vibration nicht vergleichbar. Alle Tasten sind mehrfach belegt. Für SMS oder kürzere E-Mails reicht sie vollkommen aus. Umsteiger vom iPhone benötigen zunächst wenig Übung, da man die Tasten mittig treffen muss.

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Über den Micro-USB-Anschluss an der linken Seite des Mobiltelefons synchronisiert man das 7 Mozart mit dem PC und versorgt es mit Strom. Leider muss man dazu eine neue Software installieren: Microsoft Zune. Zune? Ja genau, dieser eher wenig erfolgreiche Musikplayer von Microsoft stand wohl dafür Pate. Die Öffnung für handelsübliche Kopfhörer mit 3,5 Millimeter Buchse sowie den Ein-/Ausschalter findet man der Oberseite des 7 Mozart. Die Speicherkarte kann man beim Mozart 7 und allen anderen Smartphone mit Windows Phone 7 zurzeit nicht wechseln, sie ist fest ins Gehäuse eingebaut. Der Speicher lässt sich also nicht erweitern, mit seinen 16 Gigabyte ist er aber auch nicht gerade klein ausgefallen. Die brandingfreie Variante von HTC wird übrigens nur mit 8 Gigabyte ausgeliefert. Das "Branding" beim T-Mobile Mozart stört aber nicht. Ein paar zusätzliche Anwendungen von T-Mobile, liefern sogar einen deutlichen Mehrwert. Über die im Market verfügbare - HTC exklusive App namens "Verbi.-Setup" kann man auch die Netzbetreibereinstellungen ändern und zwar vollautomatisch, je nach eingelegter SIM-Karte. Der Laut-/Leiseregler wurde direkt in das Gehäuse eingelassen und befindet sich auch der linken Gehäuseseite. Leider ist er meines Erachtens zu weit an die Unterseite gerutscht, so kann man ihn schlechter blind bedienen. Aber auch das ist eine Sache der Gewöhnung. Wer es einfacher mag, sollte sich die - ebenfalls HTC exklusive Anwendung "Aufmerks. Tel installieren. (Wer zum Teufel sorgt eigentlich für diese "Übersetzung"?). Damit kann man sein 7 Mozart z. B. automatisch verstummen lassen, wenn man es auf das Display dreht. Den Kameraauslöser sucht man beim 7 Mozart nicht vergebens, er befindet sich auf der rechten Seite. Spontane Schnappschüsse sind so überhaupt kein Problem.

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Unterhalb des Touchscreens befinden drei - zumindest für Microsoft Phone 7 - typische Tasten. Setzt man die mit dem Windows-Symbol beschriftet Sensortaste leichtem Druck aus, zeigt sich der Standby-Screen mit seinen zahlreichen Hubs, kleinen Minianwendungen. Die mit einem Pfeil gekennzeichnete Sensortaste springt einen Menüpunkt zurück und löscht Eingaben. Das Lupensymbol fungiert als Suchen-Taste. Drückt man diese, so erscheint ein Schnellsuchfeld, dessen Begriffe direkt im Internet über die Microsoft eigene Suchmaschine "Bing" ermittelt werden. Auf die beiden Tasten zur Gesprächssteuerung hat HTC wieder verzichtet. Gespräche kann man so leider nur über die virtuelle Tastatur annehmen oder beenden.

Größenvergleich (LG E900 Optimus 7, HTC Desire, HTC HD2, HTC Wildfire)

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Das HTC 7 Mozart entspricht optisch in etwa dem HTC Desire HD, ist aber kleiner als das HTC HD2. Das LG E900 Optimus ist ein kleines Stück länger.

Technik

  HTC 7 Mozart LG E900 Optimus 7 HTC 7
Display/Auflösung 3,7 Zoll, Super-LCD,4800 x 800 Pixel 3,8 Zoll, transflective TFT, 480 x 800 Pixel 4,3 Zoll, Super-LCD, 480 x 800 Pixel
Prozessor Qualcomm Snapdragon QSD8250 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Qualcomm Snapdragon QSD8650 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Qualcomm Snapdragon QSD8250 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz
Grafik unbekannt unbekannt unbekannt
Arbeitsspeicher 576 Megabyte 576 Megabyte 576 Megabyte
integrierter Speicher 8/16 GB 16 GB 16 GB
Speicher erweiterbar microSD-Karten microSD-Karten microSD-Karten
Funkunterstützung WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1 EDR / GPS WLAN b,g / Bluetooth 2.1 EDR / GPS WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1 EDR / GPS
Kamera 8 MP 5 MP 5 MP
Betriebssystem Microsoft Phone 7 Microsoft Phone 7 Microsoft Phone 7
Multimedia-Unterstützung MP4, WMV MP4, WMV MP4, WMV
Anschlüsse microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
Maße 119 x 60 x 12 mm, 130 Gramm 125 x 60 x 12 mm, 157 Gramm 122 x 68 x 11 mm, 162 Gramm

Technisch ist das 7 Mozart gar nicht so schlecht aufgestellt. Der 3,7-Zoll-Touchscreen löst mit 480 x 800 Pixel auf und kann etwa 16 Millionen Farbkombinationen darstellen. Die Farben kommen recht angenehm und naturgetreu rüber. Der kapazitiv reagierende Bildschirm versteht sich auf pinch-to-zoom Gesten. Das Kameraobjektiv bringt knapp 8-Megapixel auf den Chip und später auf Wunsch auch auf Papier. HTC hat die Kamera auf der Rückseite mit einem Autofokus und einem XENON-Blitz ausgestattet. Videos nimmt die Kamera mit maximal 1280 x 780 Pixel (720p) auf. Neben einem Musikplayer mit hervorragendem Equalizer und Klang (Mozart? Da war doch was mit einem Komponisten?) bietet das 7 Mozart natürlich auch einen Videoplayer und ein FM-Radio. Dank Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den Datendienst HSDPA ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. Eine LED gibt Auskunft über eingehende SMS, Nachrichten, verpasste Anrufe und den Ladezustand.

Kontakt mit der Außenwelt nimmt das HTC 7 Mozart über Bluetooth (2.1) samt A2DP/AVRCP als auch über WLAN b/g/n und USB (2.0) auf. Beim 7 Mozart verwendet HTC die erste Snapdragon-Generation von Qualcomm. Der QSD8250 genannte Prozessor wird im 65-Nanometer-Verfahren gefertigt. Die 1 Gigahertz schnelle CPU kann auf 576 Megabyte Arbeitspeicher zurückgreifen.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang des etwa 520 € (Internet) teuren Smartphones gehören ein leidlich überzeugendes Stereo-Headset, diverse Kurzanleitungen, ein flaches Reiseladegerät und ein USB-Datenkabel. Mein Gerät von t-mobile hat bis auf die Voreinstellungen für SMS/MMS/Internet, diversen zusätzlichen Anwendungen sowie einer Einschaltanimation keinerlei Branding vorzuweisen.

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Das alles findet in einer kleinen Verpackung Platz, die sich optisch kaum von der des HTC Desire unterscheidet.

Display

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Das helle und kontraststarke Display löst mit 480 x 800 Pixel auf. So gibt es Texte, Grafiken und Videos knackscharf wieder. Im direkten Vergleich zum HTC Desire mit einem Super-LCD sieht man eigentlich keinen Unterschied was die Darstellung von Farben betrifft. Das trifft aber nicht für das Desire mit AMOLED zu. Dann wirken die Farben auf dem 7 Mozart nicht ganz so intensiv, da ist aber sicher Geschmackssache. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Dank des integrierten Lagesensors dreht sich der Bildschirminhalt immer mit. Bei direkter Sonneneinstrahlung büßt das Display seine ansonsten gute Ablesbarkeit ziemlich ein.

Menü/Bedienung/"HTC Hub"

Mit Windows Phone 7™ will die Microsoft einen Weg beschreiten, wie man ein Smartphone deutlich einfacher bedienen kann. Nun, wenn ich mir Windows Mobile dagegen ansehe, dann ist das eigentlich auch kein Problem. Das eine gute Benutzeroberfläche viel Sinn macht, zeigen nämlich Apple mit iOS und HTC mit Android und Sense. Die Menüoberfläche des 7 Mozart nutzt nun sogenannten "Hubs", die wie kleine quadratische Kacheln aussehen.

Sie ermöglichen in Echtzeit Zugriff auf Informationen und Inhalte. Dabei werden die Kacheln sogar hübsch animiert. Im Fall der Kontaktverwaltung - werden die hinterlegten Bilder der Kontake sogar in zufälliger Reihenfolge auf der entsprechenden Kachel angezeigt, So hat man eine Übersicht über E-Mails, Bilder, Spiele, Musikstücke und dergleichen mehr. Windows Phone 7 wirkt gleich viel moderner. Die von HTC entwickelte Benutzeroberfläche "Sense" findet man nicht mehr. Microsoft gestattet derlei optische Änderungen nicht, wenn man mal von der Schriftfarbe sowie der Farbe der Kacheln absieht.

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Wer HTC Sense vermisst, sollte direkt einen Blick auf die vorinstallierte Anwendung HTC Hub werfen. Dort bilden wieder mehrere Bildschirme eine Schaltzentrale. Man erhält damit Zugriff auf die HTC eigenen Applikationen sowie auf eine sehr hübsch animierte Wettervorhersage. Sense kann sie hingegen nicht ersetzen.

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Das eigentliche Hauptmenü versteckt sich hinter einem kleinen Pfeilsymbol auf der rechten Seite der Kacheln (Hubs). Berührt man es, so öffnet sich eine Listenansicht. Das Hauptmenü listet dann alle installierten Anwendungen und Spiele in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer allerdings - wie ich - im Laufe der Zeit viele Programme installiert, dem geht durch diese Listenansicht schnell die Übersicht verloren. Will man wieder zurück zu den Hubs, so berührt man einfach den kleinen Pfeil auf der linken Seite.

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Microsoft will zukünftig direkt für die Updates sorgen. Wenn ein Update zur Verfügung steht, wird es auf ALLE Geräte, egal ob Netzbetreiber oder "freie" Version per OTA (Over The Air) auf die Smartphones gepusht. Zum aktuellen Zeitpunkt werden allerdings noch keinen OTA Updates ausgeliefert, da Microsoft nicht möchte, dass die Nutzer bei einem fehlgeschlagenen Update das Smartphone lahmlegen. Momentan werden die Updates also ausschließlich über Zune installiert. Die Netzbetreiber haben allerdings weiterhin die Möglichkeit, Updates für ihr Modell bis zum Abschluss der internen Prüfung zu verhindern. Ob das allerdings in der Praxis erfolgt, ist aufgrund des kaum vorhandenen Brandings unwahrscheinlich.

Multitasking steht bei Windows Phone 7 in der aktuellen Betriebssystemversion leider noch nicht zur Verfügung. Einige Programm, wie beispielsweise das FM-Radio oder der Musikplayer laufen zwar im Hintergrund, mit allen anderen Programmen klappt das allerdings noch nicht. Auch ein systemweites Copy & Paste gibt es momentan noch nicht. Spötter meinen, da hat Microsoft sich wohl das falsche Vorbild (Apple) genommen. Ein Update hat Microsoft aber bereits zu Anfang 2011 in Aussicht gestellt. Ebenfalls nervig - zumindest in meinen Augen - ist die direkte Bindung an die PC-Software Zune. So funktioniert weder der USB-Massenspeichermodus, noch kann man Zugriff auf das Dateisystem bekommen. Auch das kommt einem seltsam bekannt vor (Apple). Auf Wunsch kann man sein Windows Phone im Falle des Verlustes über Zune direkt auf einer Karte anzeigen, den Dieb anrufen, das Smartphone gleich sperren und sogar löschen. Wer also alle Funktionen nutzen möchte, benötigt einen Windows Live-Account, über den auch der Kauf von Spielen/Anwendungen/Musik und anderen Inhalten abgerechnet wird. Die Synchronisation mit dem Handy erfolgt dann sowohl über ein USB-Kabel, als auch über Wlan erfolgen. Die Installation größerer Dateien klappt unterwegs hingegen nur über den PC oder über ein WLAN.

Anwendungen

Die Anzahl der vorinstallierten Programme ist bei der T-Mobile Variante des 7 Mozart recht hoch. So reichen die vorinstallierten Anwendungen problemlos aus, um den täglichen Bedarf abzudecken. Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen Taschenrechner, eine Uhr mit Weckfunktion und sogar einen Twitter-Klienten.

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Natürlich kann man mit einem Produkt aus dem Hause Microsoft auch die entsprechenden Office Dokumente auf dem 7 Mozart anzeigen.

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Im hauseigene Market kann man zurzeit etwa 2000 Anwendungen und Spiele herunter laden, dazu gehört auch einen Art Taschenlampenfunktion. Leider ist die Qualität der Programme ziemlich durchwachsen, Spiele kosten im Schnitt etwa 5-6 Euro.

Navigation/GPS

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Das 7 Mozart ist mit einem internen (A)GPS-Empfänger ausgestattet. In Verbindung mit dem vorinstallierten Kartendiesnt von Bing lässt sich mit dem 7 Mozart auch navigieren. Bing ermittelt den aktuellen Standort über den GPS-Empfänger. Danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird dabei direkt über das Internet auf das 7 Mozart übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Navigation ohne Sprachausgabe ist problemlos und relativ einfach möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Der erste Satfix geht sehr schnell, klappt aber nicht in Gebäuden.

PIM

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In der Kontaktverwaltung werden die Einträge alphabetisch sortiert. Jedem Kontakt kann man ein individuelles Bild zuordnen. Kontaktdetails, wie Festnetz und Mobilnummer, E-Mail und mehr können zu jedem Kontakt hinterlegt werden. Im Telefonbuch findet man das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Spezielle Felder für Geburtstage und Jahrestage sind zwar vorgesehen, werden aber nicht im Kalender angezeigt.

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Der Kalender wurde von Microsoft optisch sehr schlicht gehalten und bietet neben der üblichen Tagesagenda auch eine Monatsansicht. So behält man auf einen Blick die Übersicht über seine Termine. Im Querformat wirkt diese Übersicht noch besser. Eine Wochenansicht sucht man aber vergebens. Insgesamt wirkt der Kalender noch ein wenig rudimentär, kein Vergleich zu einem BlackBerry.

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Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, der wird die Wiederholungsfunktion zu schätzen wissen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht berücksichtigt. In der Monatsübersicht wird die Dauer eines Termins durch einen entsprechend langen Balken dargestellt. Wer seinen Kalender online über Google pflegt, kann auf dem HTC 7 Mozart leider nur einen verwalten.

Multimedia

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Der MP3-Player des 7 Mozart ist optisch schlicht, dafür aber gut bedienbar. Zunächst bekommt der Windows Phone 7 Nutzer erst einmal eine Gesamtübersicht zu Gesicht. Dort kann man seine Wunschfunktion auswählen. Zur Auswal steht dabei nicht nur der Musikplayer, sondern auch der Marketplace zum Kauf von Alben, das FM-Radio, Videos und Podcasts.

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Der Player selber stellt neben dem "Album Art" stellt der Player natürlich auch noch den Tracknamen sowie den Interpret und die nächsten Songs im Album dar. Drei virtuelle Tasten steuern den Player. Im Querformat kann man dank einer CoverFlow-Ansicht durch die Alben blättern. Durch die nahtlose Verknüpfung mit weiteren Onlinediensten kann man sich auch das passende Youtube-Video zum aktuellen Lied anzeigen lassen oder es gleich bei Amazon online erwerben. Musik kann dann per Wlan/DLNA auf anderen Geräten abgespielt werden.

Um die bestmögliche Soundqualität des 7 Mozart testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

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iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim 7 Mozart in meinen Ohren durchaus aus, das Ausgangssignal fällt zwar ohne Klangoptimierung im Bassbereich recht früh ab, und auch die Höhen werden etwas beschnitten, dennoch ist es für den iGrado geeignet.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem 7 Mozart auch sehr gut zusammen, kappt zugunsten der Bassbetonung die Höhen aber ebenfalls etwas zu früh. Die beiden InEars Sennheiser CX300 und Creative Labs EP 630 sind eine gute Alternative zum mitgelieferten Kopfhörer von HTC.

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In Verbindung mit den softwareseitigen Klangoptimierung mit Dolby Mobile bzw. der SRS-Optimierung und den zahlreichen Klang-Presets, die aber nur bei angeschlossenem Kopfhörern funktionieren, liefert das 7 Mozart eine klasse Sound.

Grundsätzlich könnte man über das HTC 7 Mozart seine Music auch über A2DP und AVRCP anhören. Ein guter Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel das Motorola S9, macht zwar Sinn geht aber stark zu Lasten der Akkulaufzeit. Insgesamt betrachtet klingt das 7 Mozart durchaus so gut und bassstark wie ein Nokia 5800 XM oder BeatDJ. Daher würde ich der Soundabteilung die Note "Gut" bis "Sehr gut" erteilen. Das gilt allerdings nicht, wenn man den Sound über den internen Lautsprecher des 7 Mozart abspielt. Der ist - man könnte schon fast traditionell sagen - bei HTC eher schlecht. Der Klang ist zu dünn.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

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iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die begrenzte Multitasking-Unterstützung kann man zumindest den MP3-Player und das FM-Radio auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

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Das 7 Mozart bietet ein UKW-Radio, angeblich mit RDS. So stehen bei ausreichend Empfang zahlreiche Sender zur Verfügung, die man auch abspeichern kann. Zum Betrieb muss aber zwingend das Headset angeschlossen werden. Das Radio wirkt sehr puristisch. Es stellt eigentlich nur das Frequenzband dar. Den passenden Sender wählt man dann manuell aus, indem man mit dem Finger den Punkt auf dem Band verschiebt. Ein automatischer Sendersuchlauf fehlt nämlich. RDS-Informationen wurden im Test gar nicht eingeblendet.

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Videos und Bilder spielt das 7 Mozart im Querformat ab. Das macht auf dem recht großen Display schon Spaß, sofern einem nicht gerade die Sonne ins Display leuchtet. Videos sollte man aber besser mit dem Kopfhörer genießen. Das schont nicht nur die Nerven des Sitznachbarn, sondern sorgt dank Dolby Mobile auch für guten Sound.

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Leider müssen alle Videos zunächst über Zune auf das Mozart übertragen werden. zudem versteht der Videoplayer sich nur Videos im MP4- und WMV-Kontainer.

Klang

Das 7 Mozart liefert - wie bereits erwähnt - einen mäßig klingenden Lautsprecher. So ist der Klang keinesfalls ausreichend, um seinen Arbeitsplatz vernünftig mit Musik zu versorgen, zumindest nicht ohne externen Lautsprecher. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch aber kein Problem. Während eines Gesprächs werden die Stimmen etwas blechern wieder gegeben, das wurde von mir aber nicht als störend empfunden. Ein Hintergrundrauschen ist zwar wahrnehmbar, beeinflusst die Qualität der Gesprächsübertragung aber nur wenig.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Der 7 Mozart wird mit Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900-Netze) und Unterstützung für UMTS samt HSDPA, HSUPA und WLAN ausgeliefert. Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und kann HTML Seiten so anzeigen, wie man sie vom Desktop her kennt. Flash-Animation und Videos im HTML5-Format werden nicht abgespielt.

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Von der Geschwindigkeit her kann der Browser des 7 Mozart in etwa mit dem iPhone mithalten. Da auch Multi-Touch zum Einsatz kommt, kann man die Webseiten mit Hilfe der bekannten Spreiz-Gesten vergrößern oder eben verkleinern. Im Querformat macht das etwas mehr Laune.

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Surft man auf die mobile Version von YouTube - hierzu gibt es eine eigene Anwendung - so kann man sich auch an den zahllosen Online-Videos erfreuen. Natürlich dreht sich der Browserinhalt automatisch mit dem 7 Mozart mit.

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Wer einen Microsoft Exchange Server nutzt kann die teils kostenlosen Dienste auch auf seinem 7 Mozart weiter in Anspruch nehmen. Wer mag kann seine E-Mails sowohl manuell als auch automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen über IMAP oder POP einsammeln.

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Anhänger von Microsoft Outlook werden nur dann Anschluss finden, wenn sie den entsprechenden Web-Dienst nutzen. Ein manueller Abgleich mit Outlook auf dem heimischen PC ist nicht vorgesehen. Microsoft setzt den Einsatz sogenannter Cloud-Dienste, wie Google, Microsoft Live oder dergleichen mehr voraus. Der Sync mit Google klappt dann sehr gut.

Kamera/Video

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Die Kamera des HTC 7 Mozart macht Bilder mit einer Auflösung von 8-Megapixel. Ein XENON-Blitz sorgt dafür, dass Bilder bis zu einem Abstand von etwa 2 Meter ausgeleuchtet werden. Im Vergleich zu anderen Smartphones von HTC bietet die Kamerasoftware recht wenige Einstellungsmöglichkeiten. Der Autofokus versagt bei Objekten, die näher als etwa 10-15 Zentimeter vor die Linse geraten. Sofern er richtig fokusiert, benötigt er für seine Aufgabenerledigung zwei Sekunden. Schnappschüsse ade. Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für den Kontrast-, Schärfe- und Helligkeit sorgen für den notwendigen Durchblick während Effekte die mitunter lahmen Motive etwas aufpeppen können.

Die Qualität der HD-Kamera liefert befriedigende bis gute Ergebnisse, sofern die Beleuchtung stimmt. An die Qualität des Samsung Pixon oder Nokia N8 kommt sie bei weitem nicht heran. Die Bilddynamik lässt etwas zu wünschen übrig, bei strahlendem Sonnenschein werden dunklere Bildbereiche etwas zu dunkel abgebildet. Farben werden in der Grundeinstellung aber gut abgebildet. Videos nimmt das 7 Mozart mit 720p (1280x720 Pixel) auf. Die Bildwiederholungsrate ist voll in Ordnung, ein Ruckeln ist nicht zu bemerken. Die Fotoqualität fällt bei schlechtem Wetter nochmals ab, dann lässt die Bildschärfe zu wünschen übrig. In Innenräumen oder bei Nacht ist sie extrem mässig.

Akkulaufzeit

Im normalen Betrieb (30 Minuten telefonieren, eine handvoll Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit seinen 1300 mAh etwa zwei Arbeitstage. Nutz man sein Smartphone als Radio oder Hosentaschenwurlitzer macht der Akku bei abgeschaltetem Display nach knapp 7 Stunden schlapp. Intensivnutzer mit ausgeprägter Telefonitis werden ihr Schmuckstück aber dennoch täglich Tag aufladen müssen.

Videotest

Fazit

Autor
Microsoft setzt die technischen Mindestvorgaben für Smartphones (1 GHz Prozessor, 8 GB Speicher) mit Windows Phone 7, so kann der Hersteller nur noch an Details feilen. Mit dem Mozart begeben sich HTC und Microsoft auf den richtigen Weg. Windows Phone 7 wirkt ziemlich ausgereift, hakt aber noch an ein paar Ecken (Übersetzung, fehlendes Copy & Paste, Multitasking). Für ein Erstlingswerk aber kein schlechter Wurf. Vorbei die Zeit, der winzigen Scrollleisten. Die Bedienung geht gut, die Zeit der Eingewöhnung ist recht kurz. Das Softwareangebot ist noch ziemlich übersichtlich, aber aller Anfang ist bekanntlich schwer. Leider versteht sich der Videoplayer nicht mit DivX und XviD, lediglich MP4 und WMV sind ihm geläufig. Der Sound des Musikplayers ist ohne Fehl und Tadel, da macht es seinem Namen alle Ehre. Ob die knapp 440 Euro gut angelegt sind, kann man sich nur selbst im direkten Vergleich mit einem Android-Smartphone wie dem HTC Desire beantworten. Ich sehe da deutliches Potential für Microsoft.

 

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