HTC Rhyme

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 06.12.2011, 09:12
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Mit dem HTC Rhyme präsentiert der taiwanesische Hersteller ein weiteres Smartphone auf der Basis von Android 2.3.5 samt hauseigener Benutzeroberfläche HTC Sense  3.5. Das knapp 400 Euro teure Gerät kann mit einem umfangreichen Lieferumfang überzeugen.  Das knapp  3,7 Zoll große Display in SLCD Technologie löst mit 480 x 800 Pixel auf und bietet eine Pixeldichte von 252 ppi. Da das Display recht klein ausgefallen ist, übertrifft es so natürlich auch das Samsung Galaxy S2. Trotzdem ist diese Auflösung nicht mehr wirklich zeitgemäß. Die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite kann auf eine kleines LED-Fotolicht zurückgreifen. Meinen ausführlichen Videotest gibt es direkt im Anschluss oder in HD auf YouTube:
Das Display des knapp 119 x 61 x 11 Millimetern kleinen HTC Rhyme ist tadellos und spiegelt nur leicht. Es kann bei direkter Sonneneinstrahlung aber trotzdem noch abgelesen werden. Die SLCD-Technologie sorgt für gute Kontraste und saubere Farben.  Das Gehäuse besteht aus einem Mix aus Kunststoff und Aluminium und  hat drei Farbtöne. Mein Testmodell war ein eine Art braun gehüllt. Eher unsexy. Dafür ist die andere Farbvariante deutlich hübscher anzusehen:



Der kleine Akkudeckel lässt sich problemlos entfernen und gewährt einen Blick auf den nicht wechselbaren, dafür aber rund 1600 mAh starken Akku, die mitgelieferte 8 GB große microSD-Speicherkarte sowie die SIM.  Befeuert wird das Rhyme übrigens von einem 1 GHz schnellen Single-Core Prozessor aus dem Hause Qualcomm. In der Praxis merkt man keine nennenswerten Ruckler. Android 2.3.5 sowie HTC Sense 3.5 laufen flüssig, nur beim surfen ruckelt der Browser manchmal etwas.


 
(Anklicken)
(Webspace zur Verfügung gestellt von 4phones.de)

Bei wenig Licht steht dem Hobbyfotografen ein kleines LED-Fotolicht zur Seite, knapp einen Meter weit reicht das Licht. Mit der mitgelieferten App kann man  es sogar als Taschenlampe nutzen. Die Kamerasoftware wurde dank HTC Sense 3.5 etwas aufgepeppt. Diverse  Einstellungsmöglichkeiten erlauben Qualitätsanpassungen und ermöglichen die manuelle Optimierung. Die Bilder sind recht kontrastreich und auch die Innenaufnahmen können überzeugen. Leider hat die Kamera ein leichtes Problem, bei der Abbildung von Rottönen. Das kann man ganz gut auf dem Foto mit dem Stromverteiler erkennen. Ich echt ist der nämlich nicht orange :D Videos nimmt das HTC Rhyme in HD-Qualität (720) mit Stereo-Ton auf. Unterwegs kann man dank  des GPS.Empfängers in Kombination mit Google Maps bzw. der App "Navigation" auch navigieren. HSPA und WLAN b/g/n sorgen dann auch für den Anschluss an das Internet, Twitter, Facebook und Co. E-Mails kann man über den integrierten POP/IMAP Klienten erstellen, während man seine Google Mails mit einem anderen App verwalten muss.  Der integrierte MP3-Player bietet - trotz des recht musikalischen Namens des HTC "Rhyme" - kein Beats Audio Profil. Dafür findet man neben eine SRS-Verschlimmbesserung wenigstens die üblichen Equalizer-Presets wieder.
 

(Mehr Bilder nach dem Klick)

Die eigentlich zum Lieferumfang gehörenden Kopfhörer waren bei meinem Testexemplar verschwunden. Mit meinen eigenen Modellen von Philips (SHL8800) kann der MP3-Player ein recht sauberes Klangbild erzeugen. Er kommt aber nicht mit dem Sensation XL/EE mit. Auch hier ist ihm das Apple iPhone 4 oder gute MP3-Player wie Beispielweise der Cowon J3 oder der Estarlab Monolith haushoch überlegen. Der Videoplayer spielte im Test sowohl MP4, als auch DivX und XViD in HD-Auflösung ab. Der 1600 mAh starke Akku hält - wie bei fast allen Modellen von HTC - maximal 6 Stunden im Videobetrieb bzw. Dauereinsatz durch. Nutzt man das Rhyme täglich nur etwa  60 Minuten (MP3, Video, Gespräche)  dann kommt man auf etwa 1 1/2 Arbeitstage. Die Gesprächsqualität ist guter Durchschnitt. Zum Lieferumfang des HTC Rhyme gehört eine Dockingstation, mit der man das Smartphone per eingebauten Bluetooth-Lautsprecher zur mobilen Jukebox umfunktioniert werden kann.  Legt man das Rhyme in die Station, aktivieren sich nämlich automatisch der Dockingmodus sowie Bluetooth. Über den eingebauten Lautsprecher kann man dann seine Musik in fast ohrenbetäubender Lautstärke abspielen. Leider übersteuert der Lautsprecher ab etwa 80% seiner maximalen Lautstärke. Das funktioniert allerdings nur, wenn man das Rhyme dabei auch gleichzeitig lädt. Der "Charm" genannte Würfel leuchtet bei Benachrichtigungen und Anrufen auf. So muss Mann (Frau)  das Smartphoine nicht erst extra aus der Tasche ziehen um prüfen zu können, ob jemand anruft. müssen. Angeschlossen wird der Anhänger über die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse.
 
Fazit

Mit dem HTC Rhyme erhält man ein durchschnittliches, dafür aber mit hochwertigen Zubehör ausgestattetes Smartphone.  Der 1 GHz schnelle Prozessor kommt noch recht gut mit HTC Sense 3.5 klar, langsamer sollte er aber nicht sein. Der 3,7 Zoll große Touchscreen reagierte präzise und konnte durch hohe Detailschärfe sowie Kontrast beeindrucken. Die Kamera macht - abgesehen vom "Rotstich" bei guten Lichtverhältnissen auch gute Bilder.


 



  

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