HTC Legend

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 21.07.2010, 09:07
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Sprache: german


Testbericht HTC Legend von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

HTC
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision: 20.07.2010

Mit dem Legend stellen die Koreaner von HTC ein gutes Konkurrenzprodukt auf der Basis von Android 2.1 zum allgegenwärtigen iPhone aus Cupertino vor. Der mit 600 MHz getaktete Prozessor sorgt in Verbindung mit der neuen Version von Android für ausreichend Geschwindigkeit. Die hauseigene Benutzeroberfläche HTC Sense beeindruckt dabei durch durchdachte Einzelheiten und grafisch aufwändige Animationen. Das kapazitive 3,2-Zoll AMOLED Display mit HVGA-Auflösung schindet Eindruck. Das HTC Legend nutzt zur Bedienung neben dem Touchscreen auch eine optische Maus, so klappt die Navigation durch Menüs und Webseiten völlig problemlos. Der Browser des HTC Legend unterstützt neben Adobe Flash lite auch das bekannte Pinch-to-Zoom. Die 5-Megapixel-Kamera mit LED macht gute Bilder. Technisch lässt das Legend ein iPhone 3G(S) also ziemlich alt aussehen. Zudem glänzt das HTC Legend durch ein aufwändiges Design, schließlich wurde es aus einem Aluminiumblock gefräst. Ob das schicke Smartphone wirklich eine Legende (Legend) werden kann und den Helden (HTC Hero) beerbt, lesen Sie im folgenden Testbericht.

Design/Haptik/Verarbeitung

Legend
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Mehr Bilder vom Smartphone gibt es hier.

Das HTC Legend misst 112 x 57 x 12 mm und ist damit kleiner, als das HTC Desire. Das Gewicht von 126 Gramm mit Akku überrascht da nicht mehr, schließlich besteht das Legend fast komplett aus Aluminium. Dabei wird das Gehäuse aus einem einzigen Block Aluminium geräfst. Akkudeckel und Antenneabdeckung einmal ausgenommen. schließlich will HTC ja auch kein Antennagate, gell :D Die vier Tasten unter dem Display bestehen dabei auch aus Kunststoff. Das optische Trackpad wurde hingegen wieder aus Metall gefertigt. Insgesamt wirkt das Legend sowohl schlicht, als auch edel. Es ist definitiv eher der Wolf im Schafspelz. Alle Kanten wurden abgerundet, sSo liegt das Legend perfekt in der Hand. Auch beim HTC Legend kommt eine virtuelle Tastatur zum Einsatz. Ab Werk läuft es bereits mit dem neuen Android™ 2.1.. Die Verarbeitung des Smartphones ist ohne Fehl und Tadel! Wie beim HTC Hero hat man beim Legend auch wieder an den gewöhnungsbedürftigen "Android-Knick" im unteren Teil des Smartphones gedacht, das macht das Legend aber auch so besonders.

Legend

Die Rückseite des Legend besteht fast ausschließlich aus Aluminium. Der Akkudeckel an der Unterseite ist aus Kunststoff und lässt sich leicht entfernen, danach muss man nur noch einen Schieber umlegen und hat so Zugriff auf den Akku, sie SIM-Karte sowie die Micro-SD-Speicherkarte. Selbst unter hohem Druck kann man dem Legend keinerlei Knarzgeräusche entlocken. Die Verarbeitung bekommt daher von mir die Note "sehr gut". Die Kameraoptik auf der Rückseite ist nur bedingt gegen Kratzer geschützt, sie wurde leicht versenkt und wird von einem Ring aus gebürstetem Metall umgeben. Staubpartikeln und Fettfingerabdrücke finden so aber dennoch den Weg auf die abwischbare Kameralinse. Das Legend genehmigt sich nicht zuletzt aufgrund des mit 600 MHz getakteten Prozessors im Betrieb keinerlei Gedenksekunden und macht einen sehr spritzigen Eindruck.  

Android™ wurde für eine "Einhand-Bedienung" ausgelegt und das klappt auch beim Legend sehr gut. Der kapazitiv ausgelegte Touchscreen erlaubt zwar keine Bedienung mit dem Fingernagel oder Stylus, unterstützt dafür aber Pinch-to-Zoom nutzen. Multi-Touch Eingaben setzt es hingegen nicht um. Der Touchscreen reagiert auf Berührung mit einem wählbaren Ton bzw. durch ein haptisches Feedback in Form einer Vibration.

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Das HTC Legend bietet die virtuelle Tastatur in unterschiedlichen Designs und Anordnungen an. Neben der üblichen Zehnertastatur im Telefonmodus gibt es auch noch ein QWERTZ-Design mit mehrfach belegten Tasten. Im Vertikalmodus sind die Tasten aber etwas klein geraten. Dreht man sein Legend hingegen ins Querformat, werden die Tasten deutlich größer und sind einfacher zu treffen.

Legend

Die Bedienung geht dann mindestens genauso flott von der Hand wie auf dem Apple iPhone. Die Texterkennung T9 liefert zudem zuverlässigere Ergebnisse, als beim iPhone. Vielschreiber werden mit der Bildschirmtastatur trotzdem nicht glücklich werden, fehlt es dohc an der haptischen Rückkoppelung echter Tasten. Für SMS oder ein paar E-Mails am Tag reicht sie aber vollkommen aus. Umsteiger vom iPhone benötigen zunächst wenig Übung, da man die Tasten ziemlich mittig treffen muss.

Legend

Auch das HTC Legend nutzt den zum Standard erhobenen Micro-USB-Anschluss, diesmal wurde er direkt an der Unterseite des Mobiltelefons platziert. Hierüber wird das Legend aber nur mit dem PC synchronisiert bzw. geladen. Auf der Gehäuseoberseite befindet sich ein 3,5mm-Klinkenanschluss, so kann man sein Legend gleichzeitig laden, während man im Hintergrund das FM-Radio bzw. den MP3-Player dudeln lässt. Will man die Speicherkarte wechseln - das Legend versteht sich auch mit den neuen 32 GB Micro-SDHC-Karten – so muss man leider erst den Akkudeckel entfernen. Der Laut-/Leiseregler befindet sich auf der linken Gehäuseseite. Einen Kameraauslöser sucht man beim Legend wieder vergebens. So sind Schnappschüsse also kaum möglich.

Legend

Unterhalb des Touchscreens haben die Designer von HTC wieder die vier - für Android-Smartphones typischen - Tasten sowie ein optisches Trackpad, wie es auch beim HTC Desire Verwendung findet vorgesehen. Drückt man die mit einem Häuschen gekennzeichnete Taste, so erscheint der Standby-Screen. Die mit "MENU" beschriftete Taste ist nahezu selbst erklärend und öffnet beim Legend die Programm-Übersicht, sprich das Programm-Menü in Listenform. Der mit einem Pfeil gekennzeichnete Drücker löscht Eingaben, bzw. springt eine Menüebene zurück. Direkt neben dem Pfeil findet man eine spezielle Suchen-Taste. Drückt man sie, so erscheint ein Schnellsuchfeld. Die dort eingegebenen Begriffe werden direkt im Gerät bzw. im Internet gesucht. Auf spezielle Tasten zur Gesprächssteuerung hat HTC auch hier wieder verzichtet. Anrufe kann man also leider wieder einmal nur über die virtuelle Tastatur steuern.

Größenvergleich (iPhone 4, Samsung Wave)

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Das HTC Legend wirkt optisch nicht größer als das Apple iPhone 4.

Technik

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Technisch hat das Legend eine ganze Menge auf dem Kasten, ohne aber die Superlativen des HTC Desire bzw. Samsung Galaxy S zu teilen. Der 3,2-Zoll-Bildschirm verwendet die AMOLED-Technologie. Bei diesen Aktiv-Matrix-Displays ist der Kontrast höher und sie sind günstiger in der Fertigung und entlasten dabei auch noch den 1300 mAh starken Akku. Die physikalische Auflösung des von Samsung hergestellten Displays beträgt 320 x 480 Pixel (HVGA). Mit seinen knapp 65.00 möglichen Farbkombinationen gehört das Display nicht zu den farbenprächtigsten Vertretern seiner Art. Dennoch werden Farben farbtreu dargestellt.

Das verbaute Kameraobjektiv bringt 5-Megapixel auf den Chip. Die Kamera bietet neben einem selektiven Autofokus auch eine recht leuchtstarke LED. Videos nimmt die Kamera mit maximal 640 x 480 Pixel auf. Neben einem MP3-Player bietet der Legend natürlich auch einen Videoplayer und sogar ein FM-Radio samt RDS-Funktion. Dank Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900) mit Unterstützung für den UMTS Datendienst HSDPA ist es nahezu überall auf der Welt einsetzbar. Kontakt mit der Außenwelt nimmt das HTC Legend sowohl über Bluetooth (2.1) samt A2DP als auch über WLAN und USB auf.

Natürlich wurde auch der Legend wieder "in seinen Rechten" beschnitten, sprich ohne sogenannte "Root"-Rechte ausgeliefert. Das hat zur Folge, dass manche Programme nicht auf alle Funktionen und Dateimanager nicht auf das komplette Dateiverzeichnis zugreifen können. Da geht es den Benutzer von Android-basierten Smartphones ähnlich, wie den Apple iPhone-Jüngern ohne Jailbreak. Mit diversen Tricks kann man diese Sperre aber umgehen.

Lieferumfang

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Zum Lieferumfang des mit knapp 370 € (Internet) teuren Smartphones gehören neben einer 2 GB großen microSD-Speicherkarte auch ein wenig überzeugendes Stereo-Headset, eine Bedienungsanleitung, ein Reiseladegerät mit abnehmbaren Steckdosen-Adapter und ein USB-Datenkabel.

Display

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Das sehr helle und kontraststarke Display löst mit 320 x 480 Pixel auf. Fotos und Videos können auf dem Display sowohl im Hoch- als auch im Querformat betrachtet werden. Dank des integrierten Lagesensors dreht sich der Bildschirminhalt automatisch mit. Bei direkter Sonneneinstrahlung büßt das Display seine ansonsten gute Ablesbarkeit aber nahezu vollständig ein, ein Nachteil aller Displays mit OLED-Technologie. Über dem Display und hinter dem Hörerabdeckgitter, befindet sich eine kleine, grün blinkende Status-LED. Sie informiert über verpasste SMS, E-Mails und AnrufeMP4

Menü/Bedienung/"Sense"

Mit Android™ will die Open Handset Alliance - hier federführend Google - einen angeblich intuitiveren Weg gefunden haben, wie man ein Smartphone bedienen kann. Das eine gute Benutzeroberfläche viel Sinn macht, zeigen nicht zuletzt Apple, LG udn Samsung. Die Menüoberfläche des Legend nennt sich "Sense" und ähnelt auf den ersten Blick dem TouchFlo der Windows Mobile Smartphones des Herstellers. Beim Legend hat natürlich eine aktuelle Sense-Version Einzug gehalten. Nach einem Druck auf die Home-Taste oder über die bekannte "Pinch"-Geste - erscheint nun eine "Leap" genannte Übersicht aller Startbildschirme.

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Dabei werden die Homescreens in Miniatur angezeigt, aber leider nicht in Echtzeit aktualisiert. Tippt man den jeweiligen Screen an, so gelangt man zur gewünschten Umgebung.

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Bei HTC Sense bilden - neben dem Entsperr-Bildschirm - sieben unterschiedlich konfigurierbare Bildschirme die Schaltzentrale. Sowas nennt man neudeutsch "Home-Screens". Wer mag, kann sie mit vielen nützlichen "Widgets" aufrüsten.

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Hierbei handelt es sich sowohl um kleine Helfer in Form eines Kalenders und Co, als auch um simple Verknüpfungen zu den vorinstallierten Programmen.

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Neben einer hübsch animierten Wettervorhersage stehen mehrere Zeitmesser zum Beispiel in Form einer Analoguhr bzw. Digitaluhr zur Auswahl. Hinzu kommen ein Kalender, ein Twitter-Klient sowie der Musicplayer. Das Musicplayer-Widget zeigt dabei immer den aktuellen Titel sowie das Cover-Art an, kann in zwei unterschiedlichen Designs genutzt werden und erlaubt so die Steuerung der Songs. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Widgets ist recht groß und kann im Android™-Market noch erweitert werden. Dort findet man zum Beispiel das recht hilfreiche Battery-Widget, das einem die verbleibende Akkulaufzeit in Prozent anzeigt.

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Neben den aktiven Widgets kann man sich auch passive Verknüpfungen, z. B. zu den Kontakten, zum Browser oder den installierten Programmen erstellen. Wie das funktioniert? Einfach das entsprechende Icon oder Widget per drag & drop auf einen beliebigen Startbildschirm ziehen, loslassen und fertig. Auch Verknüpfungen zu Playlisten und Lesezeichen kann man sich so einrichten. HTC nutz auch beim Legend die kontaktbezogene Informationsaufbereitung. Damit muss der User nicht mehr zwischen Messaging und Telefon hin und her wechseln. Die entsprechende Kontaktkarte wurde um ein multifunktionales Register erweitert. So kann man direkt aus den Kontakten heraus Nachrichten senden. Andersherum werden empfangene Nachrichten wie in einem Chat dem entsprechenden Kontakt zugeordnet.

Das eigentliche Hauptmenü versteckt sich hinter einem kleinen Pfeilsymbol auf der unteren linken Seite. Man kann es durch einen simplen Fingerstreich von unten nach oben "aufziehen". Das Hauptmenü listet dann alle installierten Anwendungen und Spiele in alphabetischer Reihenfolge auf. Wer allerdings - wie ich - im Laufe der Zeit viele Programme installiert, dem geht durch diese Listenansicht schnell die Übersicht verloren. Ähnliche Erfahrung macht man aber auch mit den zahlreichen Bildschirmen auf dem Apple iPhone. Die sieben Homescreens gefallen deutlich besser, als die von Google präferierte Listenansicht.

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Ähnlich wie bei den mit Symbian betriebenen Mobiltelefonen von Nokia kann man auch auf dem HTC Legend verschiedene "Themen" nutzen. Bei HTC nennt man sie aber "Szenen". Neben Arbeit, Spielen, Reisen und Sozial gibt es auch noch die HTC-Variante. Auch eigene Kreationen und Hintergründe sind kein Problem. Wechselt man in eine andere Szene, so ändern sich die installierten Widgets sowie Hintergrundbilder. Das ist zwar sehr hübsch anzusehen, aber in meinen Augen auch nutzlos. Die Live-Hintergrundbilder des HTC Desire, also Hintergründe die in Echtzeit animiert werden, fehlen beim Legend.

Anwendungen

Die Anzahl vorinstallierter Programme ist bei Smartphones mit dem Betriebssystem Android von Haus aus eher übersichtlich. Sie reichen aber mehr als aus, um den täglichen Bedarf abzudecken. Neben E-Mail-Klient, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen Taschenrechner, eine Uhr mit Weckfunktion und sogar einen Twitter-Klienten namens "Piep". Selbst Microsoft Office Dokumente kann man über das QuickOffice sich auf dem Legend anzeigen lassen.

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Soziale Netzwerke wie Flickr, Twitter und Facebook werden über den sogenannten "Friend-Stream" integriert. Es gibt aber auch für jees netzwerke eine gesonderte Anwendungen. Auch an das hinreichend bekannte Spiel "Teeter" wurde wieder gedacht.

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Wer sein Legend als Tischwecker nutzt, startet einfach den speziellen "Schreibtisch"-Modus. Dabei wird eine leicht abgedimmte Uhr angezeigt. Die Systemsounds sind zwar änderbar, allerdings nicht wirklich intuitiv. Man muss hierzu auf der Speicherkarte nämlich vorher bestimmte Verzeichnisse anlegen.

Navigation/GPS

Das Legend ist mit einer internen GPS-Antenne ausgestattet. In Verbindung mit einem passenden Navigationsprogramm (z. B. CoPilot 8) kann man es also auch zur Navigation nutzen. Das macht mit dem 3,2-Zoll-Display durchaus Sinn, bei direkter Sonneneinstrahlung verliert man auch hier die Orientierung :D Neben Google Maps kommt leider keine weitere Navigationssoftware zum Vorschein.

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Google Maps ermittelt den aktuellen Standort zunächst über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger, danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird direkt aus dem Internet auf das Legend übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Art von Fußgängernavigation in Form einer Online-Stadtkarte ist problemlos und relativ genau möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Auch der Satfix dauert nur ein paar Sekunden und klappt teilweise sogar in Gebäuden. Natürlich hat man dem Legend auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben YouTube, Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk den Weg ins Legend gefunden.

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Im Market werden Anwendungen vorab grundsätzlich nicht durch Google übergeprüft, dies bleibt dann dem Nutzer überlassen. Eine spezielle Meldefunktion weist Google auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Hier gibt es neben echten Perlen, wie zum Beispiel einem kostenlosen Programm für zeitgesteuerte Profile, auch eine Menge weniger nutzbringender Applikationen. Der hochgelobte AppStore von Apple bietet aber auch nicht unbedingt bessere Anwendungen.

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Die Kontaktverwaltung wurde wieder in die Sense-Oberfläche integriert. Die Einträge werden dabei alphabetisch sortiert. Jedem Kontakt kann man ein individuelles Bild zuordnen oder sie eben in Gruppen zusammen fassen. Seine Lieblingskontakte finden in den Favoriten Platz. Kontaktdetails kann der User dann nachträglich hinzufügen. Dazu gehören auch Verknüpfungen zu den beliebten Sozialen Netzwerken, wie Facebook oder dem Bilderdienst Flickr. Zusätzlich kann man Informationsdetails wie Festnetz und Mobilnummer, E-Mail, ein Anruferbild und mehr hinterlegen. Im Telefonbuch findet man auch das Telefonprotokoll, in dem eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet werden. Spezielle Felder für Geburtstage und Jahrestage sind zwar vorgesehen, werden dann aber nicht im Kalender angezeigt. Kontakte sucht man durch Eingabe der entsprechenden Buchstaben. Die Suche kann auch auf die SIM-Kontakte begrenzt werden.

Der Kalender wurde von HTC optisch aufgepeppt und bietet neben der üblichen Tagesagenda auch eine Monatsansicht und informiert so auf einen Blick über anstehende Termine. Selbst eine Übersicht aller Termine wird angeboten.

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Wer regelmäßig den gleichen Termin wahrnehmen muss, der kann die Wiederholungsfunktion nutzen. Terminüberschneidungen werden bei der Eingabe nicht berücksichtigt. In der Monatsübersicht wird die Dauer eines Termins durch einen grünen, in der Tagesansicht durch einen gelben Balken abgebildet. Wer einen Online-Kalender bei Google pflegt, kann auf dem Legend auch mehrere davon gleichzeitig verwalten. Über eine Sprachwahl oder gar Sprachsteuerung verfügt das Smartphone aber nicht. Auch mit Java kann es ab Werk nichts anfangen, im Android™-Market gibt es aber einen passenden Interpreter namens JAVA/J2ME Runner.

Musik

Legend

Der MP3-Player des Legend ist optisch schlicht ausgefallen, dafür aber eionfach bedienbar. Neben dem "Album Art" zeigt der Player natürlich auch noch den Tracknamen sowie den Interpreten. Am unteren Bildschirmrand steuert man über drei virtuelle Tasten den Player. Um die bestmögliche Soundqualität des Legend testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim Legend in meinen Ohren leider nicht ganz aus, zudem fällt das Ausgangssignal gerade im Bassbereich zu früh ab. Der Player des Legend beschneidet dabei die Höhen. Der iGrado kann mit so einem Ausgangssignal nicht wirklich seine Stärken ausspielen.

Der kleine Koss Porta Pro ist hingegen weniger anspruchsvoll und spielt mit dem Legend deutlich besser zusammen, kappt zugunsten der Bassbetonung die Höhen aber ebenfalls recht früh. Sennheiser CX300 und Creative Labs EP 630 sind für InEars gute Alternativen zum mäßigen Stereo-Kopfhörer aus dem Hause HTC. So liefert sogar das Legend sogar ein wenig Bass, auch wenn das noch leicht zu Lasten der Höhen geht. Mangels diverser Equalizer-Presets kann man dieses Manko auch nicht ausgleichen.

Grundsätzlich kann man seine Music auch über A2DP und AVRCP abspielen. Ein guter Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel der Motorola S9, sorgt dann für ausreichend Klangqualität. Leider geht das stark zu Lasten der mobilen Stromquelle. Insgesamt betrachtet klingt das Legend nicht annähernd so klar und bassstark wie ein Nokia 5800 XM, Samsung Wave oder BeatDJ. Mehr als die Note "Befriedigend" sitzt da so nicht drin.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

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Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

Legend

Das Legend bietet ein FM-Radio. Bei ausreichend Empfang stehen so zahlreiche Sender zur Verfügung, die man auch abspeichern kann. Dank RDS zeigt das Radio den aktuellen Sendernamen an. Zum Betrieb muss aber zwingend das Headset angeschlossen werden.

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Videos und Bilder stellt das Legend auch im Querformat dar. Dann sogar in einer "Cover-Flow"-ähnlichen Optik. Das macht auf dem 3,2-Zoll-Display schon Spaß, sofern einem nicht gerade die Sonne ins Display leuchtet. Leider kann das Legend wohl nichts mit Filmen im MP4-Kontainer anfangen, die mit 720 x 480 Pixel kodiert wurden.

Klang

Das Legend bietet auf der Rückseite einen mäßig klingenden Lautsprecher. So ist zwar die maximale Lautstärke, aber keinesfalls der Klang ausreichend, um seinen Arbeitsplatz vernünftig mit Musik zu versorgen. Man soltte in jedem Fall einen externen Lautsprecher anschließen. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch ein Problem. Es zischt und rauscht aus dem Freisprecher, das es einem graust. Über den Hörer sind Gesprächs dann aber einwandfrei möglich. Die Stimmen werden zwar leicht blechern wieder gegeben, das wurde von mir aber nicht als störend empfunden. Ein Hintergrundrauschen ist nicht wahrnehmbar, die Qualität der Gesprächsübertragung ist damit "gut".

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Der Legend wird mit Quad-Band (GSM 850/900/1800/1900-Netze) und Unterstützung für UMTS samt HSDPA, HSUPA und WLAN ausgeliefert. An der Empfangsqualität gibt es beim HTC Legend nichts zu rütteln. Auch in weniger gut versorgten Regionen zeigt die Anzeige fast immer vollen Empfang an. Nicht nur das, man kann es auch hören. Ein Antennagate - wie beim iPhone 4 - wird man beim Legend nicht erleben. "Eat this Apple!".

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Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP) und stellt Webseiten so dar, wie man sie vom Desktop-PC her kennt. Es werden aber nur Flash (lite)-Animation wieder gegeben. Web-TV Fans, werden also mit dem Legend nicht glücklich werden.

Legend

Von der Geschwindigkeit her kann der Browser des Legend locker mit dem des iPhone mithalten. Kein Wunder, denn die die Technologie dahinter ist gleich. Da auch hier Pinch-to-zoom zum Einsatz kommt, kann man die Webseiten mit Hilfe der bekannten Spreiz-Gesten vergrößern oder eben verkleinern. Surft man auf die Desktop-Version von YouTube - hierzu gibt es eine eigene Anwendung - so kann man sich auch an den zahllosen Online-Videos erfreuen. Natürlich dreht sich der Browserinhalt automatisch mit dem Legend mit.

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Wer Microsoft Exchange nutzt kann die teilweise kostenlosen Server-Dienste auch auf seinem Legend weiter in Anspruch nehmen. Wer mag kann seine E-Mails sowohl manuell, als auch automatisch in fest vorgegeben Zeiträumen über IMAP oder POP einsammeln. Anhänger von Microsoft Outlook werden dank HTC Sync auf dem PC Anschluss an die heimische Kontaktdatenbank bzw. den Kalender finden. Der Sync mit Google klappt sehr gut. Freunde "ungepflegter" Kommunikation nutzen "Google Talk" als Instant Messenger. Durch die Bildschirmtastatur ist der Legend aber nicht unbedingt für die schnelle Kommunikation gerüstet.

Kamera/Video

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Die Kamera des HTC Legend macht Bilder mit einer Auflösung von 5-Megapixel. Im Vergleich zu anderen Smartphones mit Android von HTC bietet sie eine Menge Einstellungsmöglichkeiten.

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Der selektive Autofokus findet immer einen Punkt zum scharf stellen. Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für Kontrast, Schärfe und die Helligkeit sorgen für den notwendigen Durchblick. Zahlreiche Effekte, wie Graustufen, Sepia, Negativ, Solarisieren und Posterisieren peppen etwas langweiligere Bilder auf. Dank des integrierten GPS-Empfängers kann man seine Kreationen auch mit den notwendigen Positionsdaten versehen.

Die Qualität der Fotos ist dabei sehr ordentlich, zumindest dann, wenn ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung steht. Dann werden Motive farbtreu abgelichtet.

       

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Die Fotoqualität fällt bei schlechtem Wetter und in Innenräumen deutlich ab, dann lässt die Bildschärfe zu wünschen übrig, die Bilder wirken "milchig". Eine positive Überraschung ist die eingebaute LED. Leider überstrahlt sie naheliegenden Motive ein wenig. Die eingebaute LED reicht aus, um Motive in einem Abstand von knapp 1,5 Metern zu beleuchten. Mit dem Programm Footprints läßt sich später die Entstehungsreihenfolge sowie die Position der Bilder nachvollziehen. Für Schnappschüsse eignet sich das Legend nur bedingt, es fehlt eine eigene Taste für den Kameraauslöser. Die Kamera selber ist nach knapp 2 Sekunden einsatzbereit.

Akkulaufzeit

Im normalen Betrieb (20 Minuten telefonieren, eine handvoll Push-Mails, 90 Minuten MP3, ein paar Fotos) hält der Akku mit seinen 1300 mAh knapp zwei Tage. Schaltet man das UMTS ab, verlängert sich die Akkulaufzeit bei selber Nutzung auf etwa 2 1/2 Tage. Ein dauerhaft aktivierter WLAN-Empfänger hat auf die Akkulaufzeit keinen Einfluss, solange sich das Legend im Standby-Modus aufhält. Nutzt man das Legend als Radio, dann ist der Akku bei abgeschaltetem Display nach knapp 7 Stunden Am Ende seiner Leistungsfähigkeit angekommen. Intensivnutzer mit ausgeprägter Telefonitis werden ihr Schmuckstück auf jeden Fall einmal am Tag mit Strom betanken müssen.

Videotest

Fazit

Autor
Die Benutzeroberfläche "Sense" ermöglicht schon nach kurzer Eingewöhnung eine sichere und flotte Bedienung. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur wird Vielschreiber nicht umwerfen, für kürzere SMS oder E-Mails reicht sie aber aus. Über den Android™ Market hat man Zugriff auf eine riesige Zahl an Spielen und Programmen. Das eingebaute GPS kann neben Geotagging auch als Navigationslösung herhalten. Die Qualität der 5-Megapixel-Kamera reicht für gute Schnappschüsse aus. Das Display ist zwar kontraststark und farbtreu, hat aber arge Problem bei direkter Sonneneinstrahlung. Im Vergleich zum iPhone ist das Legend aber die bessere Alternative. Es ist ein würdiger Nachfolger des Hero und nicht zuletzt wegen seiner tollen Verarbeitung auch preislich eine Empfehlung!

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