Endlich sind auch freie Modelle vom HTC Evo 3D auf dem deutschen Markt. Bisher gab es ja nur die Vodafone-Variante zu kaufen. Daher habe ich mir gleich das neue Modell von HTC zusenden lassen und intensiv auf Herz und Nieren getestet. Zu kämpfen hat das knapp 126 x 65 x 12 mm große Smartphone nicht nur mit seinen 170 Gramm sondern auch mit dseinem recht hohen Preis von fast 540 Euro. Die direkte Konkurrenz aus dem hause LG in Form des P920 Optimus 3D ist da schon deutlich günstiger zu haben. Technisch bietet das Evo 3D aber echte Schmankerln. Es nutzt als eines der ersten Smartphones ein 3D-Display, das ohne Brille - ähnlich wie beim Nintendo 3DS - seine Inhalte auf Wunsch auch in der 3. Dimension wiedergibt. Dafür muss man aber selber sorgen, denn von Haus aus gibt es - ganz im Gegensatz zum Optimus 3D- keine vorinstallierten 3D-Spiele oder Filme. Auch ein spezielles 3D-menü sucht man beim Evo 3D leider vergebens. Auf den ersten Blick kann der 4,3 Zoll große kapazitive S-LCD Touchscreen so nur mit seiner hohe Auflösung von 540 x 960 Pixel punkten, die bietet aber auch das HTC Sensation. Erst wenn man sich ein 3D-Spiel oder einen 3D-Film besorgt hat, kommt der Aha-Effekt und vielleicht auch der Neid der Kollegen auf :D Der 1,2 Gigahertz schnelle Dualcore-Prozessor von Qualcomm sorgt mit seinem 1 Gigabyte großen Arbeitsspeicher und dem ebenfalls 1g GB großen ROM für ordentlich Dampf unter der Haube. Der interne Speicher kann dabei mit microSD-Karten um weitere 32 Gigabyte erweitert werden. HTC liefert für den hohen Preis immerhin eine 8 GB Speicherkarte mit. Die 1,3-Megapixelkamera auf der Frontkamera ist für die in Deutschland eher ungeliebte Videotelefonie gedacht. Die rückseitig verbaute stereoskopische Kamera löst im 2D-Modus mit 5 Megapixel auf, während sie im 3D-Modus Bilder leider nur mit 2 Megapixel knipst. Videos werden aber in beiden Modi im HD-Format mit 720p aufgezeichnet. Das Videomaterial kann man auf Wunsch über den microUSB/HDMI-Ausgang bzw. per DNLA auf einem externen Flachbildschirm abspielen. Online-Nomaden sind unterwegs dank WLAN b/g/n sowie UMTS mit HSPA immer online. Wer den Anschluss zu seinem PC oder Mac sucht, findet den Kurzstreckenfunk Bluetooth 3.0 und einen USB-Anschluss vor. Der 1730 mAh starke Akku klingt auf dem Papier nach hoher Leistung, im Test hielt er meinen Liebling bei normaler Nutzung aber leider nur 1 Arbeitstag am Leben. Als Betriebssystem kommt Android 2.3.4 Gingerbread zum Einsatz, natürlich wieder mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Sense 3.0. Dank des schnellen Prozessors ist diese eine optische Augenweide! Meinen Videotest findet ihr in HD auf YouTube oder direkt im Anschluss:
Über HTC Watch kann man sowohl 2D-/ als auch 3D-Filme mieten bzw. kaufen und zwar zu einem Preis von 3 - 14 Euro, das ist kein Pappenstiel, Apple machte s da aber auch nicht besser. Die Filme kann man dann per HSPDA oder WLAN auf das Evo 3D streamen oder abspeichern. Das DRM sieht vor, das diese Medien auf bis zu 5 weiteren HTC-Modellen abgespielt werden können. Schlussendlich ist das HTC Evo 3D zu teuer und kann so nur schlecht gegen das LG Optimus 3D bestehen. Das Display ist zwar super und auch die hohe Auflösung kommt gut zur Geltung, aber die fehlende Versorgung mit 3D-Inhalten ab Werk hätte nicht sein müssen. Hier wurde von Seiten HTC zu wenig Feintuning betrieben. Der 3D-Effekt an sich kommt hingegen - wenn man den kleinen Ablesewinkel einhält - gut rüber, kann in meinen Augen aber nicht mit dem Nintendo 3DS mithalten. Im direkten Vergleich zum Optimus 3D sehe ich einen leichten Vorteil, dafür reagiert das Display des Optimus 3D weniger empfindlich auf Kopfbewegungen. So ist das Evo 3D leider nur ehrenvoller 2. Sieger!

Wir empfindet ihr die Leistung des HTC Evo 3D? Seid ihr zufrieden? Ich freue mich über eure Kommentare.

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