General Mobile G777 Test


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 23.04.2008 15:48h
Punkte   (8 von 10)
Testbericht General Mobile G777 von www.mobile-reviews.de
Hersteller Modell Bezugsmöglichkeit Bilder
General Mobile G777 HSWCOM

General Mobile G777
Menübilder
Kamerabilder

Revision 1.0 vom 23.04.2008

G777

Wirklich innovative Produkte sind im Mobiltelefonsektor momentan eher Mangelware. Die großen Hersteller greifen da lieber zu bewährtem. Das G777 aus dem bisher unbekannten Hause von General Mobile stellt für mich daher eine willkommene Alternative dar. Es bietet als erstes Mobiltelefon nicht nur einen TV-Ausgang, nein, es bietet auch die Möglichkeit, Videos oder Menüs über die mitgelieferte Videobrille darzustellen. Eine in meinen Augen echte Innovation und das ist wörtlich gemeint. Neben diesem trendigen Gadget kommt das G777 noch mit "den üblichen" Funktionen daher. Dualband GSM mit GPRS sorgen für einen guten Empfang, ein 2,4 Zoll TFT mit QVGA Auflösung für den rechten Durchblick und die 3,0 Megapixel Kamera mit Digitalzoom und LED-Licht für die Speicherung von Eindrücken. Akkustisch setzt sich das G777 mit einem Musik-Player in Szene. Was das schwarz glänzende G777 sonst noch so an Features mit bringt, soll Ihnen mein kleiner Testbericht zeigen. Laut Auskunft des deutschen Exklusivvertriebs (HSWCOM) handelt es sich bei meinem Testgerät noch um ein (weit fortgeschrittenes) Vorseriengerät. Der Veröffentlichungstermin wurde auf das 2. Quartal 2008 verschoben.

Design

G777 G777 G777
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Schwarz glänzend und im Riegelformat kommt das General Mobile G777 daher. Mit seinen Abmessungen von 110 x 51 x 14 mm bei einem Gewicht von nur 95 g kann man es durchaus in die Kategorie "leicht und dünn" einordnen. Aufgrund der abgerundeten Kanten und Tasten ist es ein Handschmeichler par excellence. Dazu passend wird mit dem G777 eine so genannte Videobrille ausgeliefert.

Größenvergleich (Apple iPhone, Motorola V3i, Nokia N80, Nokia N73)

G777 G777 G777

Technik

G777

Das G777 von General Mobile funkt als Dualband GSM Handy mit 900 bzw. 1800 MHz und bietet dabei Unterstützung für GPRS. Von UMTS kann der G777 Nutzer leider nur träumen. Die Videobrille verfügt über zwei eingebaute Displays, die das eingehende TV-Signal darstellen. Wer mit aufgesetzter Videobrille auf Geschäftsreise unterwegs ist, sollte sich nicht wundern, wenn er mit einem freundlichen "Willkommen in unserem Hotel, Mr. Bond" begrüßt wird. An die Aufmerksamkeit, die man durch diese Brille auf sich zieht, muss man(n) sich zunächst einmal gewöhnen. Interessierte oder spötische Nachfragen sollte man dann besser durch eine praktischen Vorführung beantworten. Aber Vorsicht, es kann gut sein, dass die Testperson das G777 mit Videobrille dann nicht mehr zurückgeben will. Das 2,4 Zoll Display des G777 kann 262.000 Farben darstellen und liefert eine QVGA-Auflösung von 240 x 320 Pixel. Im Westen also nichts neues.

Der interne Speicher für Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen sowie zusätzlich installierten Programmen beträgt etwa 64 MB. Da heutzutage selbst das nicht mehr ausreicht, nutzt das G777 eine Speichererweiterung durch microSD-Speicherkarten. Hierbei lassen sich auch die neuen SDHC-Versionen einsetzen. Eine Aufrüstung um 2, 4 oder 8 GB steht also nichts mehr im Wege. Die Speicherkarte kann man leider nur wechseln, indem man den Akku herausnimmt. Im Vergleich zu Mobiltelefonen mit Festspeicher wie z. B. dem N95 oder N81 8GB ist eine Speicherkarte die bessere Alternative, da man flexibler auf den Speicherbedarf reagieren kann. Wie das Nokia N95 verfügt auch das General Mobile über einen integrierten Bewegungssensor. Genutzt wird er für bestimmte Spiele, zur Steuerung von Hintergrundbildern sowie im Musik-Player. Eine ebenso witzige, wie nützliche Funktion.

Lieferumfang (geplant, bei meinem Vorseriengerät fehlte noch das gedruckte Handbuch)

G777 G777 G777
  • General Mobile G777
  • Videobrille inkl. Zubehör (Ladegerät, Anschlusskabel, Akku, Headset)
  • Li-ion Batterie 800 mAh
  • Tischladegerät für den zweiten Akku
  • Stereokopfhörer mit 2.5 mm Klinkenstecker
  • Netzteil 110/230 V AC
  • USB-Datenkabel
  • Handbuch

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des G777 ist sehr gut. Kein Knarzen, Quietschen oder ähnlich unanständige Geräusche lassen sich dem Gehäuse des G777 entlocken. Der Akkudeckel sitzt ebenfalls stramm. An dieser Stelle gibt es keinen Grund zur Klage. Auch das mitgelieferte Zubehör ist gut verarbeitet. Die Videobrille macht einen stabilen, wenngleich auch nicht wirklich hochwertigen Eindruck.

G777 G777

Die Tasten des G777 sind ebenfalls leicht gewölbt, ausreichend groß und dick, stehen dafür aber sehr nahe beieinander. Die verbauten Drücker weisen einen angenehmen Druckpunkt auf. Die Tastenanordnung ist mit ihrer 3x4 Matrix allerdings stark gewöhnungsbedürftig. So kommt zunächst beim Verfassen von Nachrichten keine rechte Freude auf. Gewohnheitsmäßig sucht man die Ziffer 0 sowie die Tasten für Sonderzeichen doch eher im unteren Bereich einer Handytastatur. Die Drücker selber sind leicht bläulich beleuchtet. Die rückseitig angebrachte Kameralinse für die 3,0-MP-Optik bietet dem Objektiv keinerlei Schutz. Der hochglänzende Kunststoff spiegelt unsachgemäßem Gebrauch sehr schnell wieder, sprich die Kratzerempfindlichkeit ist hoch.

Das Display verfärbt sich selbst unter Druck nicht, hierbei dient eine Displayscheibe aus Plastik als Schutz. Fettflecke lassen sich problemlos und rückstand- sowie kratzerfrei mit einem Mikrofasertuch entfernen. das ist auch gut so, denn durch die glänzende Oberfläche zieht es diese nahezu magisch an. Beim Transport des Gerätes in der Hosentasche würde ich aus Gründen der Sicherheit sowie des Werterhalts immer zu einer entsprechenden Schutztasche raten.

Die Steuereinheit des G777 besteht aus insgesamt 4 Tasten sowie einem Navipad. Die beiden Softkeys liegen links und rechts unterhalb des Displays. Direkt darunter ist die Rufannahme- sowie Rufbeendentaste angeordnet. Das zentral angebrachte Navipad kann in vier Richtungen bewegt werden, Eingaben werden dabei mit einem gesonderten Drükcer in der Mitte des Navipad bestätigt.

An der linken Außenseite des G777 befindet sich die beiden Drücker für die Lautstärkeregulierung im Gespräch und während des MP3-Betriebs sowie der Anschluss für den speziellen Kopfhörer mit seiner 2.5 mm Klinkenbuchse. Handelsübliche Kopfhörer passen nicht an das G777 und General Mobile liefert leider auch keinen passenden Adapter mit. Die rechte Seite schmückt nur die Kamerataste. Das USB-Datenkabel kann an der Unterseite des G777 angeschlossen werden.

Display/Videobrille

G777

Das Display mit 2,4-Zoll-Aktivmatrix kann 262.000 Farben darstellen und verfügt über eine Auflösung von 240 x 320 Pixel. Im Vergleich zum Display des N95 wirkt die Auflösung "schärfer" und farbenfroher. In meinen Augen hat General Mobile ein gutes Display ausgewählt. Icons und Schriftarten wirken gut ablesbar. Das Display selber ist hierbei sehr hell beleuchtet. Das Display schaltet sich also komplett ab, eine farblich individuell anpassbare LED gibt dann Auskunft über den aktuellen Zustand.

Brillenträger können ihre Sehhilfe mittels eines speziellen Nasenpolsters auch unter der Videobrille tragen. Und das ist auch gut so, denn fehlsichtige Personen werden ohne optische Korrektur keinen Spaß an den Bildern der Videobrille haben. Ebenso wenig wie Personen mit Problemen beim räumlichen Sehen. Die Werbung von General Mobile verspricht hier Bilder "wie auf einem 50 Zoll-Bildschirm aus ca. 3 Meter Entfernung". Alle Testpersonen waren aber der Meinung, dass es sich dabei um "Bilder auf einem 19-Zoll Bildschirm aus ca. 5 Meter Entfernung" handelte. Gleichwohl der Effekt wirklich beeindruckend ist.

Man kann die Videobrille über das mitgelieferte Adapterkabel auch mit jeder anderen Videoquelle verbinden. Voraussetzung hierfür ist nur, dass die Bilder via Cinch ausgegeben werden. Ich habe daher mal meinen C64-Joystick (mit eingebautem C64) an die Brille angeschlossen. Der Effekt war verblüffend, konnte ich doch unterwegs, quasi mobil meine alten C64-Spiele zocken. Bei längerer Nutzung kann sich allerdings ein Schwindelgefühl breit machen. Gleichzeitig kann man das Handy auch an jedes andere Ausgabegerät koppeln, es verfügt nämlich über einen TV-Ausgang.

Inbetriebnahme

Nach dem Einschalten und einer sehr kurzen Gedenkzeit von etwa 15 Sekunden ist das G777 einsatzbereit. Es bietet leider keinen Einrichtungswizard oder sonstige Hilfe bei der Erstinstallation. Die Einstellungen für MMS und Co. müssen daher manuell erfolgen.

Menü/Funktionen

Das Menü erinnert stark an die etwas verspielten japanischen bzw. chinesischen Mobiltelefone und ist in 9 Hauptpunkte aufgeteilt.

G777 G777 G777
Organizer
Business-Zone
Einstellungen
G777 G777 G777
Telefonbuch
Mitteilungen
Services
G777 G777 G777
Fun & Games
Medien
Extras

Im Organizerteil des G777 versteckt sich der Kalender (die üblichen Funktionen), ein Alarm, die Aufgabenliste, das Anrufprotokoll, eine Weltuhr und diverse andere nützliche Programme. Das G777 ist in der Lage, sich zu vordefinierten Zeiten automatisch ein- bzw auszuschalten. Der Business-Zone genannte Menüpunkt beinhaltet eine automatische Hilfsfunktion für das G777, einen Blacklistfilter für eingehende SMS oder Anrufe, eine Diebstahlsicherung sowie eine Mis SMS genannte SMS Funktion. Mit der eingebauten Diebstahlsicherung kann man das G777 beauftragen, unbemerkt eine SMS an seinen ursprünglichen Besitzer zu schicken. Und zwar immer dann, wenn jemand eine neue SIM-Karte einsetzt. Mit der "Mis SMS" getauften Anwendung kann man alle Nachrichten in einem eigenen, per Kennwort geschützten Ordner, verschieben. Neugierige Zeitgenossen haben so keine Chance mehr. Schlussendlich ermöglicht der Blacklistfilter nervige Zeitgenossen (Freunde, Freundinnen oder Vorgesetzte) einmalig, zeitlich begrenzt oder dauerhaft von einer Kontaktaufnahme auszuschließen.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind sowohl pfiffig, als auch sehr umfangreich ausgefallen. Beispielsweise lässt sich die Farbe der Status-LED zwischen mehreren verschiedenen Farben (Rot, Grün, Blau, Orange, Pink, Hellblau) wählen. Natürlich unterstützt das G777 auch Profile (Allgemein, Indoor, Outdoor, Meeting, Headset oder Bluetooth). Sämtliche Profile können individuell angepasst werden, sogar unterschiedliche Status-LED-Farben sind hier möglich. Die bei Mobiltelefonen üblichen Funktionen, wie SMS, MMS (Versand von Bildern, Audios oder Videos) oder ein E-Mail und Chat-Funktion fehlen auch beim General Mobile G777 nicht. Selbst eine integrierte Freisprechfunktion, eine Anrufaufnahme-Funktion sowie die Einspielmöglichkeit von Hintergrundsounds, die während eines Telefonats abgespielt werden können, fehlt nicht. Eine hilfreiche Anwendung wenn man(n) - aus welchen Gründen auch immer - so tun muss, als würde man noch am Flughafen stehen oder in der Bahn sitzen.

Ein Video des G777 Menüs gibt es hier:

Unterhaltung/Spiele

Unterhaltungstechnisch haben die Entwickler dem G777 ein Spiel namens Helicopter (hier muss man einen Hubschrauber um Hindernisse herum navigieren) sowie zwei Anwednungen, die vom eingebauten Bewegungssensor gebrauch machen, mit auf den Weg gegeben. Bei der "Würfel" genannten Anwendung kann man 1-5 virtuelle Würfel durch schütteln des G777 in Bewegung setzen. Kniffel oder andere Würfelspiele kommen so ohne die echten Kunststoffexemplare aus. In "Music DJ" kann man durch drücken bestimmter Tasten und durch rythmisches schütteln des G777 Musikstücke erzeugen. Selbst die animierten Hintergrundbilder kann der geneigte Nutzer per Schüttelbewegung des G777 ändern. Natürlich lässt sich diese Funktion auch abschalten. Der gesundheitsbewusste G777 Nutzer oder vielmehr die Nutzerin können sich an Anwendungen wie einem BMI (Körper-Massen-Index) bzw. Menstruationsrechner erfreuen.

Wer einmal dem Bewegungssensor in Aktion erleben will, sollte sich nachfolgendes Video anschauen.

Audio/Video

Der Musikplayer unterstützt neben den obligatorischem MP3-Format noch Midi, AAC, AAC+ und WMA. Der Video-Player unterstützt MPEG4 und 3GP. Die etwas rudimentäre Unterstützung von Playlisten will ich an dieser Stelle nicht verschweigen. Klanglich (aufgrund der eher bescheidenen Stereo-Kopfhörer in Verbindung mit der Tatsache, dass sich nur A2DP fähige Bluetooth-Headsets anschließen lassen) kommt das G777 eher mäßig rüber. Da kann auch der integrierte Equalizer nichts dran ändern, zumal er bei Nutzung eines Bluetoothheadsets nicht mehr aktiv ist. Die maximale Lautstärke des G777 ist allerdings ohrenbetäubend, wenngleich die internen Lautsprecher (unterhalb des Kameraring) keinen echten Stereoeindruck vermitteln können. Natürlich kann man auch im Musik-Player vom eingebauten Bewegungssensor gebrauch gemacht werden: ein leichtes schütteln nach links oder rechts lässt das G777 von Song zu Song springen. Videos werden durch drehen des G777 im Vollbildmodus wieder gegeben, durch die mitgelieferte Videobrille aber eben auch "direkt vor Augen geführt".

Ich habe hier mal ein Video vom Musik-Player erstellt:

Klang

Die Wiedergabequalität im Gespräch ist gut. Sie kann meiner Meinung nach durchaus mit der Konkurrenz mithalten, ohne sie zu übertreffen. Subjektiv wird der Gesprächspartner etwas dumpf und durch die externen Lautsprecher bei höherer Lautstärke auch "blechern" wieder gegeben. Der Klang ist kräftig genug, um auch in etwas lauteren Umgebungen noch eine Kommunikation zu ermöglichen. In sehr lauten Umgebungen (Baustellen, Disco) wird das G777 aber passen müssen. Die Klangeigenschaften der beiden Lautsprecher sind im MP3-Player-Modus soweit befriedigend. Der Klang ist zwar sehr höhenbetont und "blechern", die maximale Lautstärke in geschlossenen Räumen aber mehr als ausreichend. Bei maximaler Lautstärke übersteuern die beiden Lautsprecher und selbst bei minimaler Lautstärke ist der Musik-Player (in ruhigen Umgebungen) noch ziemlich laut.

Connectivity

Als Dualband-Mobiltelefon (GSM 900/1800-Netze) ohne UMTS Unterstützung leistet sich keine Schwächen. Das G777 hat gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz und verbindet sich mittels Datenkabel (USB) mit der PC USB 2.0-Schnittstelle. Es lässt sich auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Über das USB-Datenkabel kann das G777 auch geladen werden. Bluetooth Funkverbindungen nach Spezifikation 2.0 sowie A2DP und AVCRP werden unterstützt. Eine 2,5-mm-Klinkenbuchse dient zum Anschluss eines speziellen Kopfhörers.

Kamera/Video

Im Kameramodus wird das G777 wie eine normale Digicam bedient und im Querformat gehalten. Eine spezielle Kamerataste löst dann die Speicherung des Bildes aus. Dieser Vorgang dauert etwa 2-3 Sekunden. Eine LED-Leuchte kann auch hinzugeschaltet werden und erhellt Motive bis zu einem Abstand von etwa 1 Meter. Die Kameraeigenschaft des General Mobile G777 ist im Vergleich zum Sony Ericsson K850i oder Nokia N82 sicher nicht sonderlich beeindruckend. Ein Makromodus kann durch eine speziellen Schieber am Kameraring hinzugeschaltet werden. Videoaufnahmen ermöglicht das G777 mit einer maximalen Auflösung von 352 x 288 Pixeln (CIF). Das G777 bietet dem Hobbypaparazzi verschiedene Einstellungsmöglichkeiten sowie Effekte. Der Weißabgleich kann auf Automatisch, Tageslicht, Kunstlicht, Fluorezensz, Wolke und Weißglut eingestellt werden. Der Farbton des Bildes wird zwischen den Optionen Normal, Graustufen, Sepia, Sepia Blau, Sepia Grün, Negativ, Negativ Grau, Tafel, Whiteboard und vielen anderen ausgewählt. Die Qualität der Bilder ist in meinen Augen schlechter als bei vergleichbaren Modellen von Nokia und Co. Bilder zeigen in der Mitte oft einen Rotstich, insbesondere Videoaufnahmen. Den Qualitätsunterschied zu Aufnahmen aktueller Sony Ericsson bzw. Nokia-Modelle der N-Serie sieht man auf den ersten Blick. In Räumen mit wenig Beleuchtung bilden sich schnell Artefakte, dafür kann der Makromodus in meinen Augen überzeugen.

Menübilder der Kamera

 

Kamerabilder

Die eingebaute Kamera lässt sich via USB auch als Webcam für den PC nutzen. Videos nimmt das G777 in CIF mit 352 x 288 Pixel auf, ein Demovideo folgt im Anschluss:

Akkulaufzeit

Akkulaufzeit? General Mobile selber gibt da eine maximale Stand-by-Zeit von bis zu 180 Stunden sowie eine maximale Gesprächszeit von bis zu 220 Minuten an und liefert daher gleich einen Ersatzakku samt externen Lademöglichkeit mit. Glücklicherweise wird die Videobrille nicht vom Telefonakku gespeist, diese verfügt über eine eigene Stromversorgung, sprich Akku. Dieser ist einem Nokia BL-5C wie aus dem Gesicht geschnitten. Beide Geräte lassen sich zudem über USB aufladen. Im täglichen Einsatz (1 Stunde MP3, ca 20 Minuten telefonieren) kommt man daher auf etwa 2 Tage. Der Li-Ion Akku mit seinen 800 mAh ist dem vollmundig versprochenen Multimediaeinsatz der Werbefachleute von General Mobile leider nicht gewachsen. Eine Eigenschaft, die es sich mit der Konkurrenz aus dem Hause Nokia (Nokia N95) teilt.

Autor

Hinsichtlich der Bedienung sowie des wirklich durchdachten Funktionsumfangs gibt es nichts zu bemängeln. Selbst die Untermenüs sind im Gegensatz zu Modellen der Firma Samsung noch intuitiv. In puncto Design gehen die Meinungen sicherlich auseinander. Schlichtes Schwarz und dazu noch hochglänzend ist nicht jedermanns Geschmack. Die Verarbeitung ist hingegen ohne Fehl und Tadel. Alle Materialien sind hochwertig und dabei äußerst solide verarbeitet. Die Kamera des G777 ist bestenfalls durchschnittlich, der Musik-Player kann nicht wirklich überzeugen und die Tatsache, dass man keine eigenen Kopfhörer anschließen kann, würde ich als faux pass bezeichnen. Glücklicherweise unterstützt das G777 das Stereo Bluetooth Profil A2DP, wenngleich sich (zumindest bei meinem Vorseriengerät) der Equalizer dann nicht mehr bemerkbar machte. Die zusätzlichen Programme wie Blacklist und die zuschaltbaren Hintergrundgeräusche sind eine nette Idee. Gerade in Verbindung mit dem integrierten Bewegungssensor macht die Würfelsimulation des G777 wirklich Spaß.

Die Handyfunktionen sind gut umgesetzt, das G777 kann mit guter Empfangs- und Klangqualität punkten. Die Videobrille ist ein echtes Schmankerl, keine Frage. Für ein "mobiles Kino" ist die Akkulaufzeit des G777 allerdings deutlich zu gering. Ein zweiter Akku ist da zwar ganz nett, aber sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Mit 800 mAh sollte man heutzutage eben kein Multimediahandy mehr veröffentlichen. Innovation ist nicht immer ein Garant für ein gelungenes Produkt. Für etwa 400 € bekommt man nämlich auch schon besser ausgestattete Mobiltelefone, allerdings ohne Videobrille.





  

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