Garmin Forerunner 305

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 25.08.2009
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Testbericht Garmin Forerunner 305 von mobile-reviews.de
Hersteller:

Garmin
Bezugsmöglichkeit:

Garmin

Revision 1.0 vom 25.08.2009

Im Laufe der letzten Monate habe ich während der Vorbereitung auf diverse Marathons und sonstige Wettbewerbe mal die sogenannten GPS-Logger für Sportarten, wie Laufen, Skifahren und Walking getestet. Frei nach dem Motto: "Nur die harten kommen in den Garten", habe ich versucht Schwächen und Stärken in einem kleinen Test zusammen zu fassen. Bei den eingebauten GPS-Chipsätzen gibt es - was die Empfindlichkeit betrifft- allerdings Qualitätsunterschiede. Setzen spezialisierte Trainingscomputer, wie der Garmin Forerunner 305 oder der Forerunner 405 den renommierten und bewährten SirfIII-Chipsatz ein, so verbauen Handyhersteller in der Regel andere, günstigere Modelle. Oft sind diese Lösungen weniger zuverlässig und liefern manchmal zwiespältige, weil abweichende Ergebnisse.

Forerunner 305 Forerunner 305

Garmin Forerunner 305

Der Forerunner 305 von Garmin ist ein nicht ganz kleiner, dafür aber vollständig ausgestatteter Fitnesstrainer fürs Handgelenk. Der eingebaute GPS-Empfänger mit SirfIII-Chipsatz liefert in der Regel und bei besserem Wetter sehr genaue Daten. Wer aber bitte braucht so was? Der Forerunner wird in der Regel von ambitionierten Ausdauersportlern, die ihre Trainingsstrecken zuverlässig vermessen wollen genutzt. So kann man neben seinem Lauftempo auch den Puls (über den mitgelieferten Brustgurt) und somit seinen Trainingsfortschritt protokollieren.

Forerunner 305 Forerunner 305
(c) Garmin
(c) Garmin

Wenn Sie allerdings eher ein Freund flacher Uhren sind, dann werden Ihnen die Abmessungen Forerunner 305 beim ersten Mal gigantisch vorkommen. Knapp 5 Zentimeter breit und 7 Zentimeter hoch ist er. Aber dafür haben Sie einen kompletten GPS-Trainingscomputer am Handgelenk, der nicht einmal 80 Gramm wiegt. Die sehr einfache und intuitive Bedienung ermöglicht Ihnen, auch ohne Lektüre des Handbuchs, die wichtigsten Funktionen des Forerunner schnell zu erlernen. Über die komfortabel - auch mit dünnen Handschuhen - zu bedienenden Knöpfe an den beiden Seite können Sie mühelos durch die Menüs navigieren. Nach dem Einschalten sucht sich der GPS-Empfänger des Forerunners 305 zunächst die passenden Satelliten. Die Dauer bis zum Empfang hängt dabei wesentlich vom Ort und der Wetterlage ab. Im Idealfall dauert das nur wenige Sekunden. Nach einem Ortswechsel aber durchaus auch mal 5-10 Minuten. Wer also einen Wettkampf an einem anderen Ort bestreiten will, sollte nicht nur sich, sondern auch seinen kleinen Trainingsgehilfen ordentlich warmlaufen

Forerunner 305

Zum Lieferumfang gehören ein paar Anleitungen, der Forerunner 305, der Brustgurt (aus Stoff) der als Herzfrequenzmesser dient, ein zweites, weiteres Armband (im Winter nutzt man halt dickere Kleidung) sowie eine Dockingstation, ein USB-Ladegreät und -kabel.

In Verbindung mit dem Brustgurt erfasst der Forerunner neben der Zeit und Geschwindigkeit natürlich auch den aktuellen sowie durchschnittlichen Pace, die Strecke, den Kurs, die Höhe und den Puls. Der Kalorienverbrauch ist allerdings nur als netter Gag zu sehen und dürfte fernab der Realität liegen. Die Daten werden in verschiedenen Darstellungen auf dem sehr gut ablesbaren, großzügigen LCD-Display mit seinen 160 x 100 Pixel) angezeigt. Für eine spätere Analyse oder als Vorgabe für künftige Trainingseinheiten zeichnet der Forerunner 205 alle Läufe und Trainingseinheiten auch auf. Wer während des Trainings von roten Ampeln aufgehalten wird, wird die Auto-Pause-Funktion zu schätzen wissen. Bei Stillstand stoppt sie nämlich sämtliche Messungen. Der Kartenmodus - eine Darstellung von Wegpunkten (bis zu 100), dient dabei eher zur Navigation. Die aktuelle Geschwindigkeit kann je nach Wetterlage aber abweichen, so genau misst der GPS-Empfänger dann doch nicht. Wer ein wirklich genaues Ergebnis haben will, dem sei der optional erhältliche, allerdings knapp 100 € teure Garmin Laufsensor ans Herz gelegt. Fans des Radsports werden sich über den Trittfrequenz-Sensor von Garmin freuen.

Wer oft allein laufen will oder muss, der wird sich vielleicht über den eingebauten, virtuellen Trainingspartner freuen. Nach Einstellung von Puls, Sportart, Tempo, Zeit- oder Streckenvorgabe begleitet Sie der "gute Geist" auf alle Ihren Runden durch die Botanik. Eine Statusanzeige auf dem Display gibt dabei Aufschluss über den Abstand zum Geist-Partner, ein akustisches Signal informiert Sie zudem über Abweichungen. So kann man sogar den Trainingsfortschritt erkennen.

Natürlich kann man mit dem Forerunner 305 alle absolvierten Einheiten, Tracks und Routen auch an den PC übertragen. Im Gegensatz zum 405-Modell erfolgt das aber nur mit einem USB-Kabel und dem GARMIN Training Center. Mit dieser kostenlosen Software kann man sich auf Wunsch auch Trainingspläne erstellen - für verschiedene Tage mit Vorgaben für Streckenlänge, Pace oder Geschwindigkeit. Auch Intervall-Trainings (ich liebe sie) mit den Belastungs- und Pausenzeiten sind programmierbar. Ganz Faule laden sich dann einfach die passenden (Marathon)Trainingspläne aus dem Internet Pläne in den Forerunner. Das Programm SportTracks ist Freeware und liefert die gleichen sowie einige neue Funktionen,

Fazit

Autor

Für seinen Leistungsumfang ist der Forerunner 305 doch eher klein und leicht. Aufgrund seiner Bauweise ist er wirklich einfach zu bedienen und so auf die Bedürfnisse von Läufern, Radfahrern und anderen Ausdauersportlern zugeschnitten. Der Forerunner stellt einen idealen Trainingspartner für ambitionierte Läufer, die ihre Strecken zuverlässig vermessen und das Tempo kontrollieren wollen, dar. So kann man auch in völlig fremden Gegenden trainieren und erhält trotzdem GPS-genaue Trainingsdaten.





  

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