Dell Streak


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 01.10.2010 08:38h
Punkte   (8 von 10)
Testbericht Dell Streak von mobile-reviews.de
Hersteller:

Dell
Modell:

Streak
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision: 30.09.2010

Mit dem Streak stellt Dell eine Mischung aus Smartphone und Tablet vor. Dell selber nennt seine Kreation "Mobile Internet Device". Somit tritt es direkt gegen mobile Unterhaltungsgeräte wie dem Apple iPad oder dem Samsung Galaxy Tab an. Im Gegensatz zu Apple und Blackberry setzt Dell - genau wie Samung auch - auf das offene Betriebssystem Android. Auf dem Streak kommt aber leider nur die veraltete Version 1.6 zum Einsatz. Bedient wird das Monster ausschliesslich über den kapazitiv ausgelegten, 5-Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 840 Pixel.  Die Kamera löst mit 5-Megapixel auf, bietet sowohl einen Autofokus als auch eine Doppel-LED zur Beleuchtung. Eigene Kopfhörer finden über eine 3,5-Millimeter-Buche Anschluss an das Dell Streak. Unterwegs ist man sowohl über HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde als auch über WLAN online. Der gute GPS Empfänger sorgt für Orientierung. Das Streak ist in Deutschland nicht über einen Netzbetreiber erhältlich. Wie sich das nicht ganz günstige Gerät im täglichen Einsatz so gemacht hat, können Sie im folgenden Testbericht nachlesen.

Design

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Alle Bilder des Dell Streak.

Das Dell Streak ist unglaubliche 153 x 80 x 10 Millimeter groß und wiegt dabei knapp 220 Gramm, dabei besteht es äußerlich fast nur aus Kunststoff. Sowohl die Abmessungen als auch das hohe Gewicht stellen in meinen Augen die absolute Grenze dessen dar, was ich persönlich nochj als "mobile" bezeichnen würde. Rein von der Verarbeitung her macht das Streak einen wertigen Eindruck. Hier merkt man die Erfahrung, die der Hardwareherstellers schon mit anderen Produkten, wie Notebooks und Co. machen konnte. Die kleine Linse der 5-Megapixel-Kamera wurde in das Gehäuse eingelassen und ist recht gut gegen Kratzer geschützt, auch Fettfingerabdrücke verirren sich so wohl nicht mehr auf die Plastiklinse.

Dell

Das Gerät selber ist in schwarz gehalten, kann aber auch mit einer roten Rückseite bezogen werden. Das Display wird von einem Gorilla-Glas geschützt - ähnlich wie beim Apple iPhone. Es ist damit nicht komplett bruchsicher, dafür aber resistent gegenüber Kratzern und ziemlich fettfingerverträglich. Die gesamte Vorderseite glänzt in der Sonne. Über dem Display befinden sich der Hörer sowie ein Lichtsensor und die VGA-Kamera für Videotelefonie. Die seitlich neben dem Display positionierten Sensortasten leuchten erst nach dem Entsperren des Display weiß auf. Sie reagieren schon auf sanften Druck mit Vibration.

Vergleich mit Apple iPhone 4, Apple iPad, Sony Ericsson X8

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Im Vergleich zum Sony Ericsson X8 ist das Dell Streak schon ein Riese. Auch das iPhone 4 sieht da noch klein gegen aus. Gegen ein Apple iPad mutet das Streak aber wiederum fast klein an.

Technische Details zum Dell Streak, Apple iPad, Samsung Galaxy Tab, BlackBerry Playbook

Blackberry Playbook Samsung Galaxy Tab Apple iPad (3G) Dell Streak
Display/Auflösung 7 Zoll, 1024 x 600 Pixel 7 Zoll, 1024 x 600 Pixel 9,7 Zoll, 1024 x 768 Pixel 5 Zoll, 480 x 840 Pixel
Prozessor ARM Cortex A9 Dual-Core mit 1 Gigahertz Taktfrequenz ARM Cortex A8 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Apple A4 mit 1 Gigahertz Taktfrequenz Qualcomm QSD8250 Snapdragon mit 1 Gigahertz Taktfrequenz
Grafik unbekannt PowerVR SGX 540 PowerVR SGX 535
Arbeitsspeicher 1 Gigabyte 512 Megabyte 256 Megabyte 512 Megabyte
integrierter Speicher 16 GB / 32 GB 16 GB / 32 GB 16 GB / 32 GB / 64 GB 16 GB
Speicher erweiterbar microSD-Karten microSD-Karten nein microSD-Karten
Funkunterstützung WLAN b,g,n / Bluetooth 2.0 EDR / GPS GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / HSUPA / WLAN b,g,n / Bluetooh 3.0 / GPS GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / WLAN b,g,n / Bluetooth 2.0 EDR / GPS GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / WLAN b,g / Bluetooth 2.0 EDR / GPS
Kamera 3 MP / 5 MP 1,3 MP / 3 MP nein VGA / 5 MP
Betriebssystem Blackberry Tablet OS Android 2.2 iOS 3.2.2 Android 1.6
Multimedia-Unterstützung Flash Player 10.1 / HTML 5 Flash Player 10.1 / HTML 5 HTML 5 HTML 5
Anschlüsse microUSB / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker / microHDMI 30-Pin-Connector / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker 30-Pin-Connector / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker 30-Pin-Connector / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
Maße 193 x 130 x 10 Millimeter,
400 Gramm
190 x 120x 12 Millimeter,
380 Gramm
242 x 190 x 14 Millimeter,
730 Gramm
153 x 80 x 10 Millimeter,
220 Gramm

Technik

Streak

Als Betriebsystem kommt das optisch und technisch leicht angestaubte Android 1.6 zum Einsatz. Dell hat die Benutzeroberfläche auch nur leicht verändert. Die 5-Megapixel-Kamera bietet sowohl einen Autofokus als auch ein ausreichend helles Fotolicht (Doppel-LED). Dank des recht flotten Browsers und des riesigen Bildschirms - der wie bei fast alle neuen Browser auf WebKit basiert - surft man wie auf einem PC. Mit Adobe Flash versteht sich das Dell aber nicht , da bedarf es einer aktuelleren Version von Android. Kommunikationsseitig bietet das Streak neben dem Kurzstreckenfunk Bluetooth 2.1 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) auch noch einen USB 2.0 Anschluss. Unterwegs surft man über UMTS mit HSDPA und WLAN b/g. Dank seiner Quad-Band-Unterstützung ist es nahezu weltweit einsetzbar. Alle Eingaben erledigt man über eine sehr große Bildschirmtastatur.

Der kapazitiv ausgelegte Bildschirm bietet eine Diagonale von 5 Zoll (13 cm), löst mit 480 x 800 Pixel auf und unterstützt Multitouch. Die Bildschirmauflösung liegt mit 186 dpi deutlich unter der des iPhone 4 (330 dpi), auch das Samsung Galaxy S bietet (dank des kleineren Displays) eine höhere Pixeldichte. Das macht sich im täglichen Betrieb aber nicht wirklich bemerkbar. Der interne Speicher von knapp 512 Megabyte lässt sich problemlos mit micro-SD-Speicherkarten um bis zu 32 Gigabyte erweitern. Dell legt ab Werk eine 16 GB Speicherkarte mit dabei.

Lieferumfang

In der schwarz-grünen, hübsch designten Verpackung hat wieder eine Menge Zubehör Platz gefunden.

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Das mitgelieferte inEar Stereo-Headset ist sowohl für den Musikgenuss als auch zur Kommunikation geeignet. Das Streak wird mit einem Ladegeräten und zwei Steckdosenadaptern sowie einem passenden Daten-/Anschlusskabel mit 30pin-Anschluss ausgeliefert. Dank der 3,5-Klinkenbuchse finden aber auch eigene Kopfhörer Anschluss an das Streak. Eine MicroSD-Speicherkarte mit 16 Gigabyte gehört ebenso zum Lieferumfang wie der 1530 mAh Akku.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung des Streak ist sehr gut, obwohl es nur aus Kunststoff zu bestehen scheint. Der rückseitige Akkudeckel ist recht dünn geraten, dafür aber aus Metall. Leider kann er nur etwas mühselig entfernt werden. Die gesamte Rückseite ist mit einer gummiartigen Beschichtung versehen, so liegt das Smartphone ausgezeichnet in der Hand.

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Die Lade-/Datenkabel-Anschluss mit seinem 30pin-Format befindet sich an der Unterseite (bzw. wenn man es senkrecht hält an der linken Außenseite) und ist nicht gegen Staub oder Feuchtigkeit geschützt. Auf der rechten Gehäuseseite findet man den Lautstärkeregler sowie einen Kameraauslöser und den Ein- und Ausschalter.

Unterhalb des Displays befinden sich vier drei farblich nicht weiter gekennzeichnete Sensortasten. Der Home-Button auf der linken Seite startet das Startmenü. Direkt daneben befindet sich eine Taste, mit der man kontextsensitive Funktionen auslösen kann. Die Rückschritttaste auf der rechten Seite löscht Eingaben oder springt einen Menüpunkt zurück. Alle Texteingaben erfolgen über die sehr großzügig gestaltete virtuelle QWERTZ-Tastatur, deren Zeichenumfang auf zwei Bildschirme aufgeteilt wurde.

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Die großen Zifferntasten bei der virtuellen Zehnertastatur erleichtern die Wahl von Telefonnummern.

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Sie sind so groß, dass auch älteren Menschen oder Personen mit Sehschwäche die Ziffern auf jeden Fall treffen werden. In der QWERTZ-Variante erreicht man die Umlaute nur, indem man den entsprechenden Buchstaben länger gedrückt hält. Im Querformat werden die Tasten deutlich größer dargestellt und sind so besser zu treffen.

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Display

Das Display weist eine Diagonale von unglaublichen 5-Zoll (13 cm) auf, setzte alle Eingaben ohne zu murren und nahezu verzögerungsfrei um. Auf Eingaben reagiert es kapazitiv und kann damit nicht mit Handschuhen bedient werden. In geschlossenen Räumen oder bei mittlerem Lichteinfall ist es fast aus jedem Blickwinkel gut ablesbar, ohne so ganz die Qualität des Displays eines iPhone 4 bzw. Apple iPads zu erreichen. Die Schrift wirkt trotz der relativ geringen 186 dpi gut lesbar. Smartphones vom Schlage eines HTC Desire oder Samsung Galaxy S sind da noch einen Tick besser. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display schon schlechter ablesbar. Im Auto stellt das aber kaum ein Problem dar. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab. Aufgrund seiner kapazitiven Technologie reagiert der Touchscreen auf elektrische Spannungen und unterstützt Multitouch. Pinch-to-zoom wird leider nicht in allen Anwendungen angeboten, immerhin kann man es im Browser nutzen. Das liegt dann leider am veralteten Android 1.6.

Inbetriebnahme

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Der Einbau des 1530 mAh starken Akkus, der SIM-Karte sowie der 16 Gigabyte großen microSD-Speicherkarte gestaltet sich recht einfach. Zum Wechseln der Speicherkarte muss man allerdings immer zuerst den Akkudeckel entfernen. Das wäre nicht weiter schlimm, würde sich das Streak dann nicht auch automatisch abschalten. Durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalter wird das Streak gestartet und genehmigt sich dann eine längere Startphase. Nach der erstmaligen Einrichtung macht das Gerät einen sehr flinken Eindruck und kann mit den anderen Smartphones mit 1 GHz Prozessoren problemlos mithalten.

Android 1.6

Dell hat das Android-Betriebssystem unter einer recht hübschen Benutzeroberfläche versteckt.

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Drückt man die Menütaste in der Mitte der rechten Seite, so kommt der mittlere Startbildschirm zum Vorschein. Die obere Leiste beinhaltet eine menge Informationen und ist nicht nur optisches Zierwerk.

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Man kann dort sowohl die Funkverbindung steuern, als auch die eingehenden Statusmeldungen über E-Mails/SMS aufrufen.

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Doch zuvor noch einige Infos zu den vier Startbildschirmen, die man problemlos erweitern kann. Dazu berührt man einfach das Providersymbol, in diesem Fall "T-Mobile.de"

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Wer mag, kann seine Startbildschirme mit zahlreichen Widgets, wie man sie auch von anderen Handys mit Android her kennt, erweitern. So stehen unterschiedliche Uhrdesigns (Digital/Analog), eine Kalenderübersicht, der MP3-Player und dergleichen mehr zur Auswahl.

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Ein Widget installiert man, indem man den Bildschirm etwa länger berührt, es auswählt und dann per drag & drop auf den Bildschirm zieht.

Die für Android so typische Programmübersicht mit ihren alphabetisch sortierten Programmsymbolen kommt erst zum Vorschein, wenn man das Icon mit dem nach unten zeigenden Pfeil auf der linken Seite berührt.

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Im ersten Schritt zeigt das Menü dann allerdings nur sie sechs wichtigsten Funktionen, Browser, Telefon, Kontakte, E-Mail, Market und Google Mail an. Erst wenn man das zweiten Pfeilsymbol berührt, klappt das vollständige Menü auf. Hier befinden sich die vorinstallierten Anwendungen, sortiert in alphabetischer Reihenfolge. Das kann durchaus unübersichtlich wirken.

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Neben einem enorm großen Taschenrechner, der beim Berechnen diverser mathematischer Probleme hilft, findet man noch einen Wecker, der allerdings nur dann weckt, wenn man sein Streak auch eingeschaltet hat.

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Ein Kalender, SMS sowie E-Mail-Funktionalität sind heutzutage eine Selbstverständlichkeit. So was bietet natürlich auch das Dell Streak. Beim schreiben einer SMS werden die noch zur Verfügugn stehenden Zeichen allerdings nicht angezeigt. Dafür verfügt das Streak über eine sprecherunabhängige Sprachwahl. Das Handy signalisiert Anrufe durch Vibration, durch Klingeln und Vibration oder eben nur durch einen Rufton. Selbst an eine Notizfunktion, die sich mit Outlook synchronisiert hat man bei Dell gedacht.

PIM/Office

Das Streak ist softwareseitig recht üppig ausgestattet. Neben der obligatorischen YouTube-Anwendung, kommt es auch mit Office-Dateien (Excel, PDF, PowerPoint, Word) zurecht. Hierzu nutzt man die App Quickoffice. Damit kann man solcherlei Werk aber nur anzeigen und nicht bearbeiten.

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Der Speicher für Kontakte wird auch beim Dell Streak dynamisch zugewiesen. So kann man fast beliebig viele Kontakte und Informationsdetails abspeichern. Zudem kann man sie problemlos mit Outlook oder Google synchronisieren. Selbst eine Aufteilung in Gruppen ist möglich.

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Neben dem Namen, finden auch die Mobiltelefonnummer, der Nickname, die Website, die E-Mail-Adresse, eine normale Adresse sowie eine Menge anderer persönlicher Daten Einzug in die Datenbank. Auf Wunsch wird auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert bzw. aus den Google-Kontakten übernommen und bei einem Anruf als "Vollbild" angezeigt. Wer da bisweilen den Überblick verliert, kann die eingebaute Suchfunktion nutzen. Hier reicht schon die Eingabe weniger Buchstaben.

Der Kalender stellt Aufgaben und Termine sehr übersichtlich in einer Monats-, Tages und Wochenansicht dar. Zu jedem Termin lässt sich natürlich auch eine Notiz hinterlegen. Auch wiederkehrende Termine stellen den Kalender des Streak nicht vor unlösbaren Problemen. Auf anstehende Einträge wird man in der Tages- und Wochenübersicht durch grüne Balken hingewiesen. Optisch betrachtet gehört der Kalender allerdings nicht zu den schönsten Vertretern seiner Art udn erinnert eher an die Lösung von RIM auf den BlackBerrys.

Unterhaltung/Spiele

Spiele gehören nicht zum Repertoire des Dell Streak. Da ist man auf die Angebote im Android Market angewiesen.

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Anwendungen im Android Market werden bei Veröffentlichung nicht mehr durch Google übergeprüft. Eine spezielle Meldefunktion weist Google später aber auf sogenannte "Malware" hin. Das hat den Vorteil, dass eine Anwendung innerhalb von 6-8 Stunden im Market verfügbar ist. Auch die Kontrolle bei Apple versagt da aber bisweilen. Im Market gibt es neben echten Perlen (ein Programm um zeitgesteuerte Profile zu ermöglichen oder sogar ein C64-Emulator (Frodo)), auch eine Menge weniger nutzbringendere Applikationen. Der hochgelobte AppStore von Apple liefert aber auch nicht immer die bessere Qualität. Das das Streak eine "normale" Auflsung von 480 x 800 Pixeln nutzt, gibt es auch kaum Probleme mit der Kompatibilität.

Navigation/GPS

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Das Streak ist mit einer internen GPS-Antenne sowie einem A-GPS-Chipsatz ausgerüstet. In Verbindung mit einem Navigationsprogramm könnte man es daher wunderbar zur Navigation nutzen. Das macht auf dem 5-Zoll-Display und der - als kostenpflichtiges Zubehör verfügbaren - Pkw-Halterung eine Menge Spaß und funktioniert in der Praxis sehr gut. Auf der Straße verliert man bei direkter Sonneneinstrahlung auf dem Display trotzdem noch öfter die Orientierung :D Leider hat man dem Dell Streak nur Google Maps mit an die Hand gegeben.

Google Maps ermittelt den aktuellen Standort im ersten Schritt über eine Celltower-Triangulation und im zweiten Schritt dann über den GPS-Empfänger. Danach aktualisiert sich die Position auch während der Bewegung. Das Kartenmaterial wird dabei direkt über das Internet auf das Streak übertragen. Wer keinen günstigen Datentarif sein Eigen nennt sollte daher aufpassen. Eine Navigation ohne Sprachausgabe ist mit der neuen Version von Google Maps (online im Market verfügbar) problemlos und relativ einfach möglich. Das verursacht neben dem reinen Datentransfer keine weiteren Kosten. Der erste Satfix geht sehr schnell und klappt auch in Gebäuden. Autos mit Wärmeschutzverglasung dämpfen aber den Empfang erheblich. Google Maps warnt nicht ausdrücklich vor Staus. Die zusätzlich verfügbare Ebene "Verkehr" zeigt aber die aktuelle Verkehrslage. Google Maps bietet zudem keine automatischen Alternativrouten an. Diese kann man aber manuell anfordern. Die Neuberechnung kann dann aber länger dauern. Natürlich hat man dem Streak auch das volle Softwareangebot von Google mit auf den Weg gegeben. Neben Google-Mail & Google-Maps (mit Latitude) hat auch noch Google Talk Einzug gehalten.

Musik

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Den Musicplayer des Streak würde ich optisch als sehr gelungen bezeichnen. Da merkt man das Android 1.6 gar nicht mehr. Hat man den Play-Button in der unteren Bildschirmhälfte gedrückt, zeigt der Player neben der Album-Grafik auch den Tracknamen sowie der Interpret und das Album an. Der vorherige sowie der nachfolgende Track haben auch auf dem großen Display Platz gefunden. Um die maximal mögliche Soundqualität des Streak testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen älteren Sennheiser CX300 sowie meinen Creative Labs EP 630 eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado benötigt ein sehr hohes Eingangssignal um seine Stärken ausspielen zu können. Die maximale Lautstärke des Streak reicht problemlos aus. Leider ist die Qualität des Ausgangssignals zu schlecht, insgesamt wäre der iGrado mit dem Dell Streak komplett unterfordert. An dieser Stelle kann der kleine Koss Porta Pro auftrumpfen. Von Hause aus ist das Streak mit wenig Bass gesegnet. Der Koss Porta Pro kappt zwar die Höhen etwas zu früh, verstärkt dafür aber den Bassbereich. Das klingt wirklich gut, denn das Dell Streak liefert sowieso eine Menge Höhen. Der Sennheiser CX300 und der Creative Labs EP 630 sind gute Alternativen zum mitgelieferten inEar. Der klingt nämlich nicht so ganz überzeugend.

Den Sound kann man leider nicht weiter über Equalizer-Presets verändern. Grundsätzlich kann man mit dem Streak Musik auch über A2DP und AVRCP übertragen. Bluetooth 2.0 samt EDR sei Dank. Über einen Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, geht das auch recht gut. Leider wird der Klang dadurch aber nicht besser und die Funkübertragung zwackt dem Akku zusätzliche Kapazität ab.

Im Test kamen Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop - neben vielen anderen - zum Einsatz. Gerade "Trance" und Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps ist bestens für den Test geeignet. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der eine sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Songs kann man nach unterschiedlichen Kriterien sortieren.

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Neben einer Sortierung nach Interpreten, kann man sich auch nur Alben oder Genres anzeigen lassen. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man seine Musik auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab oder nutzt die Wiederholfunktion. Das Streak bietet leider kein FM-Radio.

Der Video-Player spielt Videos im Vollbildmodus ab. Videos scheinen aber nur in einer maximalen Auflösung von 800 x 480 Pixel abgespielt zu werden. Als Format muss zwingend MPEG4-Videos mit H.264-Codec oder Windows Media genutzt werden. Mit XViD oder DivX kann der Player nämlich leider nichts anfangen. Dafür gibt es im Android Market aber eine Lösung namens Rockplayer. Aber auch dann ruckeln die Videos ab und an.

Klang

Die Gesprächspartner klangen im Test zwar leicht dumpf, aber dennoch gut verständlich aus dem Hörer. Die Kommunikationsleistung des Streak würde ich mit "gut" bezeichnen. Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen wie üblich geringe Hallgeräusche hinzu. Obwohl das Streak nur über einen einzigen, auf der Rückseite verbauten Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke mehr als ausreichend, um sein Büro mit Musik zu versorgen. Die maximale Lautstärke am Kopfhörerausgang ist fast ohrenbetäubend.

Connectivity

Die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) klappt über die Dell eigene PC-Sync-Software. Mit einem geeigneten Bluetooth-Headset (z. B. dem Motorola S9) steht dank A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Quadband-Gerätes ist gut und braucht sich nicht hinter anderen Smartphones mit Android zu verstecken. Die Empfangsqualität des WLAN-Empfängers ist ebenfalls gut. Der A-GPS Modul ist guter Standard.

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Das Streak nutzt einen WebKit-Browser für die Darstellung von Webseiten. Dank HSDPA bzw. WLAN surft man in angenehmer Geschwindigkeit. Webseiten werden dabei genauso wieder gegeben, wie man es vom PC her kennt. Mit Flash kann der Browser hingegen nichts anfangen. Das Surfen macht auf dem 5-Zoll-Display samt Multitouch und Pinch-to-zoom enormen Spaß. Da kann kein anders Smartphone mithalten. Dafür wurde das Dell Streak gebaut Der Browser nutzt die gesamte Displaybreite aus, die Seitenabbildung wirkt dadurch übersichtlicher, man muss weniger horizontal scrollen.

Das Streak kann zwar auch ohne Treiber als Wechselspeicher genutzt werden, den entsprechenden Eintrag bietet das Handy beim Anschluss an den PC an, die Übertragungsgeschwindigkeit per USB ist aber eher langsam.

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Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt neben POP auch IMAP. Auch Microsoft Exchange Server stellen das Dell Streak nicht vor Probleme. Dazu nutzt man die mitgelieferte App. Wer über keinen Push-Dienst verfügt kann seine E-Mails automatisch in unterschiedlichen Intervallen abholen lassen. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis realisieren, zieht dann aber auch an den Reserven des Akkus. Hätte Dell direkt Android 2.1 installiert, käme man ohne die - recht teure, weil kostenpflichtige - Krücke aus.

Kamera/Video

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Bilder bei völliger Dunkelheit sind beim Streak möglich, dazu verfügt es über zwei kleine LED zur Beleuchtung der Motive. Das Streak nutzt im Kameramodus das komplette Display als Sucher, das sieht schon imposant aus. Es wird also wie bei einer echten Digicam im Quermodus gehalten.

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Die Kameraautomatik bietet neben einer Beleuchtungsautomatik auch eine manuelle Auswahl für Tag, Nacht, Büro, Bewölkt. Daneben kann man die Bildauflösung zwischen 2048 x 1536, 1600 x 1200, 1024 x 768, 640 x 480 Pixel variieren.

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Das Auslösergeräusch ist abschaltbar. Dank Geotagging kann man seine Bilder auch mit den entsprechenden Postionsdaten versehen.

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Der Start der Kamerasoftware nimmt knapp zwei Sekunden in Anspruch, das Motiv ist dann nach einer weiteren Sekunde im Kasten. So sind spontane Schnappschüsse kein Problem. Videos nimmt das Dell Streak mit maximal 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde auf.

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)
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Leider stimmen die Belichtungswerte bei schlechtem Schlicht nicht ganz und auch der Weißabgleich verursacht so seine Probleme. Bilder werden zu dunkel belichtet und wirken dadurch düster. Innenaufnahmen gelingen in der Regel ganz gut, die Doppel-LED ist aber etwas schwach auf der Brust. Die Qualität der Bilder liegt damit nicht ganz auf dem Niveau anderer 5-Megapixel-Kameras.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1530 mAh Akku kann unter normalen Bedingungen (15 Minuten am Tag telefonieren, 45 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos, deaktiviertem E-Mail-Push) knapp 1 1/2 Arbeitstage durchhalten. Intensivnutzer mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis werden ihr Streak auf jeden Tag täglich laden müssen. Nutzt man das Smartphone als Navigationshilfe, sollte man sich direkt ein Auto-Ladekabel sowie die entsprechende Halterung anschaffen. Der A-GPS Empfänger zeiht nämlich ganz schön am Akku.

Videotest

Fazit

Autor

Aufgrund seiner Größe wird man es unweigerlich mit den Mobile Internet Devices anderer Hersteller, namentlich dem Samsung Galaxy Tab oder sogar dem Apple iPad vergleichen wollen. Das Streak ist aber eher ein zu groß geratenes Smartphone, ähnlich wie damals das Toshiba TG01. Dell wiederum sieht es nicht als Smartphone. So gesehen, ist es weder Fisch noch Fleisch. Zum telefonieren ist es einfach viel zu groß. Videos ansehen, im Internet surfen oder im Pkw als "Bespaßungsanlage" für die Kinder herhalten. Das sind alles Stärken des Dell Streak. Auch als Navigationsgerät (die passende Navigationssoftware vorausgesetzt) kann man das Dell Streak gut einsetzen. Wäre es direkt mit Android 2.1 ausgeliefert worden, hätte Dell sich selbst und seinen Kunden allerdings einen großen Gefallen getan. So unterstützt der Browser zwar Pinch-to-zoom, andere Anwendungen wie Google Maps müssen aber ohne auskommen. Der Preis von knapp 600 Euro geht für die gebotene Leistung auch nicht ganz in Ordnung. Konkurrenz bekommt es schon bald in Form des HTC Desire HD / Desire Z.

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