BlackBerry Curve 8900


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 29.05.2009 11:56h
Punkte   (9 von 10)
Testbericht BlackBerry Curve 8900 von mobile-reviews.de
Hersteller:

RIM
Modell:

Curve 8900
Bezugsmöglichkeit:

Curve 8900

Revision: 29.05.2009

Ein BlackBerry Curve? Nun, den gab es doch bereits. Ja, richtig! Das neue Modell nennt sich daher auch BlackBerry Curve 8900 und sieht wie eine Kreuzung aus BlackBerry Bold und Curve aus. Auch wenn Smartphones mit Multimediafunktionen in Führungsetagen bisher eher unerwünscht sind, so haben die Kanadier dem Curve 8900 neben einer 3.2-Megapixel-Kamera auch noch einen integrierten GPS-Empfänger, einen Media Player für Audio und Video, die Möglichkeit zur Videoaufzeichnung sowie die Navigationssoftware BlackBerry® Maps - bei der mir vorliegenden T-Mobile-Variante auch noch Navigate mit auf den Weg gegeben. Das transmissive hochauflösende 2,44 Zoll-Farbdisplay mit 480 x 360 Pixel lädt geradezu zum mobilen Videogenuss ein. Da kommt die Tatsache, dass der Videoplayer sogar DivX 4, XviD, H.263, H.264 und WMV3 abspielen kann doch gerade recht. Sakrileg? Nein, die neuen BlackBerry gehen heutzutage problemlos als mobiler Entertainer und Hosentaschenwurlitzer durch. Damit will RIM das ehemalige Managerspielzeug auch für die breite Maße der Consumer nutzbar machen. Wie sich die kleine Multimediabrombeere im Test geschlagen hat können Sie im Anschluss nachlesen. Bevor einer fragt: ich werde sicher keine Äpfel (Apple) mit Brombeeren vergleichen! :-)

Design/Haptik/Verarbeitung

Testbericht Curve
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In einem dezenten Mix aus Chrom und Klavierlack-Schwarz kommt der BlackBerry Curve daher. RIM nutzt hierbei einen glänzenden und sehr hochwertigen Kunststoff. Dabei wird die Front von einem chromfarbenen Ring aufgehellt. Dieser besteht im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten, wie dem Nokia E71 aber leider aus Kunststoff. Trotzdem hebt sich der Curve 8900 wohltuend aus dem Einerlei schwarzer Smartphones heraus und zwar ohne dabei aufdringlich zu wirken, eben ein echter BlackBerry. Der ebenfalls aus Kunststoff bestehende Akkudeckel wirkt leider etwas billig und schliesst auch nicht optimal, er wackelt leicht. Die Eleganz des Bold teilt der Curve 8900 auf der Rückseite hier nicht mehr.

Testbericht Curve

Der BlackBerry Bold-Nutzer erkennt auf den ersten Blick, dass die QWERTZ-Tastatur sowie das Display beim 8900 Curve geschrumpft sind. Der Curve ist halt ein eher kleine Vertreter seiner Zunft. Seine Abmessungen von 109 x 60 x 13,5 mm und das Gewicht von 109 g bestätigen dann die Vermutung. 5 mm kürzer, 6 mm schmaler und fast 30 Gramm leichter, ein Bold auf Diät sozusagen. So kann man den Curve 8900 unauffällig in der Hemdtasche tragen. Das ist ab Werk auch gar nicht anders möglich, denn die schöne und praktische Gürteltasche aus Lammleder (Pitch Black) des 8800, fehlt beim neuen Curve gänzlich. Einzig ein Lederetui ohne Gürtelclip wurde ihm beigelegt.

Größenvergleich (BlackBerry Curve - HTC Magic - Samsung i550, i7110, S7220)

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Technik

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Funktechnisch ist der kleine Bruder des Bold als Quadband-Funker praktisch auf der ganzen Welt zuhause und nimmt dank WLAN 802.11a/b/g auch Kontakt zum heimischen Funknetzwerk auf. Über seine USB 2.0 Schnittstelle lässt er sich mit Energie und Daten füttern. Die 3,5 mm-Stereo-Kopfhörer-Anschlussbuchse ermöglicht den Anschluss eigener Kopfhörer und die vollwertige QWERTZ-Tastatur mit ihren weiß beleuchtete Tasten hilft bei der Bewältigung der täglichen Kommunikation. Im Menü navigiert man standesgemäß per Trackball. Das integrierte GPS sorgt in Zusammenarbeit mit BlackBerry® Maps bzw. T-Mobiles Navigate für die Orientierung auf unbekanntem Terrain. Die 3.2-Megapixel-Kamera mit LED taugt allerdings eher für Schnappschüsse. Das BlackBerry Betriebssystem in der Version 4.6 ermöglicht dank des neuen Prozessors im 624 Megahertz Takt flottes Arbeiten. Leider muss der Curve ohne Unterstützung für UMTS und HSDPA leben, den die bleibt dem Bild vorbehalten. Dank EDGE und der BlackBerry-Servertechnologie ist er aber trotzdem sehr fix im Internet unterwegs.

Lieferumfang

In einer kleinen schwarzen BlackBerry-Verpackung findet man das notwendigste, um seinen Curve ins Leben zu rufen.

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Neben dem BlackBerry Curve 8900 und einem recht starken 1500 mAh Li-Ion Akku findet sich auch noch ein eher nutzloses Lederetui sowie einen mäßigen Stereo-Kopfhörer mit 3.5 mm Klinkenanschluss. Die übliche CD enthält die BlackBerry Desktop Software in der Version 4.6 sowie Roxios Easy Media Creator. Diverse Anleitung, ein Ladegerät mit verschiedenen Steckdosenadapter sowie das USB Verbindungskabel komplettieren den Lieferumfang. Eine microSD-Speicherkarte gehört traditionell nicht mit zum Lieferumfang. Neben der fehlenden Gürteltasche scheint der hauseigene Sparkommissar auch an dieser Stelle den Rotstift angesetzt zu haben.

Verarbeitung/Haptik

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Die Verarbeitung ist gut bis sehr gut. Der microUSB-Anschluss sowie der 3.5 mm Kopfhöreranschluss auf der rechten Seite des Curve 8900 liegen offen und sind so Schmutz und Staub schutzlos ausgeliefert. Die im Vergleich zum Bold geringfügig geschrumpfte QWERTZ-Tastatur lässt sich auch mit etwas größeren Fingern noch recht gut bedienen. Hier spielt der BlackBerry seine Stärken voll aus. Die Drücker stehen zwar nicht so weit auseinander wie beim Bold, ermöglichen aber dennoch recht stressfreie Eingaben. Im Dunklen erleichtert die gleichmäßig weiße Tastaturausleuchtung sicheres Arbeiten, ein Sensor (oberhalb des Displays) regelt die Beleuchtung dabei automatisch. Auch beim Curve 8900 kommt wieder der "Pearl" genannte Trackball zum Einsatz. Hat man sich erst einmal an diese Art der Bedienung gewöhnt, rollt man flink und recht zielsicher durch das Menü. Die Empfindlichkeit des Trackballs kann individuell angepasst werden.

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Links neben dem Trackball befindet sich die Menütaste und die Gesprächsannahme-Taste, rechts neben dem Trackball die "Zurück"- sowie Gesprächbeenden-Taste. Für BlackBerry-Nutzer insoweit nichts Neues. Auf der Oberseite des Curve versteckt sich der Drücker zur Stummschaltung. Ein Druck und der Curve 8900 verfällt in den Standby-Schlaf. Nutzer anderer Gerätehersteller werden an dieser Stelle wahrscheinlich den Ein-/Ausschalter vermuten. Der BlackBerry Curve 8900 wird aber durch Druck der roten Hörertaste (dient auch zum Beenden von Gesprächen) ins Leben gerufen. Auf der linken Gehäuseseite befinden sich die beiden Lautstärketasten sowie der Kameraauslöser, rechtsseitig ein multifunktionell belegbarer Drücker. Alle Tasten sind leichtgängig und liefern eine gute haptische und akustische Rückkopplung. Wie beim Nokia E71 befindet sich über dem Display eine LED die eingehende Nachrichten oder den Zustand des Bluetooth signalisiert. Im Standby-Modus hat der Nutzer so zudem die Gewissheit, dass sein Curve 8900 überhaupt noch "lebt". Das mitunter nervige grüne Blinken lässt sich selbstverständlich auch abschalten.

Display

Das mit 480 x 360 Pixel auflösende transmissive TFT-Display mit einer 2,44 Zoll umfassenden Displaydiagonalen (6,2 Zentimeter) erfreut das Betrachterauge. Das Ergebnis der - im Vergleich zum Bold - nochmals höheren Bildschirmauflösung ist ein knackscharfes und brillantes Displays. So macht das Betrachten von Multimediainhalten spaß, da sieht das iPhone recht alt gegen aus (Ups, jetzt habe ich die Brombeere doch mit Äpfeln verglichen). Schon der Screenshot in voller Auflösung von 480 x 360 Pixel ist beeindruckend.

Testbericht BlackBerry Bold

Menü/Funktionen

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Wer erstmalig einen BlackBerry nutzt, wird ob der Vielzahl an Menüpunkten erschlagen. Nicht weniger als 36 Menüsymbole nennt der Curve 8900 sein Eigen. Die optische Gestaltung wurde dabei im Vergleich zum großen Bruder Bold nicht verändert. Die Piktogramme sind gefällig gestaltet und fast selbsterklärend. Neben einem Nachrichten-Icon für E-Mails gibt es noch eins zweites für SMS und MMS. Je E-Mail Konto erscheint dann noch ein weiteres Icon. Die PIM-Funktionen mit Adressen, Kalender, Aufgaben und Notizen nehmen ebenfalls je ein Icon in Beschlag. Musik, Videos, Klingeltöne, Bilder und Sprachnotizen fasst RIM unter einem Icon zusammen, während der Musicplayer zusätzlich mit einem eigenen Icon bedacht wurde. An eine Symbolbeschriftung, wie bei vielen Herstellern üblich, wurde auch beim BlackBerry Betriebsystem in der Version 4.6 gedacht. Natürlich kann die Reihenfolge der Menüeinträge nach eigenem Gusto verändert werden.

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Die Einstellungsmöglichkeiten des Curve 8900 sind sowohl zahlreich als auch unverständlich. Lassen sich Display und Browser noch recht einfach und verständlich konfigurieren, so hört dies bei den Sicherheitsoptionen wie beispielsweise WTLS, Firewall und Zertifikatsspeicher gleich auf. Hier sollte nur der Fachmann Einstellungen vornehmen. Ein Hoch auf die IT-Abteilung bzw. den Provider. Die Leistungsfähigkeit eines BlackBerry erfordert eben auch eine gewisse Einarbeitung. Eine gute Anlaufstelle bei Problemen sind die beiden Foren "Blackberry-forum.de" sowie "crackberry.com".

Das Thema Sicherheit wird bei RIM sehr groß geschrieben. Lassen sich doch sämtliche Daten verschlüsseln. Ebenso kann die Brombeere durch ein Gerätekennwort geschützt werden dessen mehrmalige Falscheingabe auf Wunsch sofort zur Löschung sämtlicher Daten führt. Bei der Integration mit dem BlackBerry® Enterprise Server wird sogar die AES bzw. Triple DES Verschlüsselung unterstützt. Der Curve 8900 ist zudem FIPS 140-2 geprüft und verfügt über das FIPS-Prüfsiegel. Die Unterstützung von S/MIME ist dabei optional möglich.

Aktive Standby

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Auch ein BlackBerry verfügt über eine Art von aktiven Standby. Je nach verwendetem Theme bietet dieser einen Übersicht aller anstehenden Ereignisse, Termine oder E- Mails. Der Curve von T-Mobile bietet nur zwei recht simple Themen zur Auswahl an. Die Installation eigener Skins ist aber auch möglich. Hierzu bieten einige Webseiten eine kleine (oft kostenpflichtige) Auswahl an.

Anwendungen/PIM

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Der Curve 8900 bietet eine absolut überzeugende Aufgaben- und Terminverwaltung. Der integrierte Kalender bietet alle erdenklichen Optionen.

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Da kann sich so manches Smartphone eine dicke Scheibe von abschneiden. So kann mann sich vom Curve 8900 die anstehenden Meetings in einer Tages-, Wochen- oder Monatsansicht anzeigen lassen.

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Termine werden durch kleine Punkte bzw. Balken markiert und können auch in Serie oder als ganztägige Ereignisse erstellt werden. In der übersichtlichen Tagesplanungsansicht werden alle anfallenden Termine in chronologischer Reihenfolge darstellt.

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Aufgaben werden auf Wunsch im Kalender zwar angezeigt, neue Aufgaben können von dort aber nicht erstellt werden. Dafür können auch Aufgaben als Serie wiederholt werden. In den Kontakten hinterlegte Geburtstage werden automatisch in den Kalender übernommen. Wer an den PIM-Funktionen des BlackBerry Curve etwas auszusetzen hat, dem ist wohl nur noch mit einem Netbook zu helfen.

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Kontakte lassen sich nach Vor-, Nach- oder Firmennamen sortieren und in mehrere Kategorien, wie z. B. "Privat" oder "geschäftlich" einteilen. Ein Eintrag kann hierbei eine Unmenge an Informationen, mehrere Telefonnummern, Post-, Email- und Webadressen enthalten. Selbst persönliche Anruferbilder und Klingeltöne lassen sich zuweisen.

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Natürlich darf auch der BlackBerry Messenger, mit dem sich Textnachrichten mit anderen Nutzern des Dienstes austauschen lassen, nicht fehlen. Ein Taschenrechner, der die Grundrechenarten samt Prozentrechnung beherrscht, eine Notizfunktion, ein Wecker der auch dann funktioniert, wenn der Curve 8900 ausgeschaltet ist,

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sowie eine Sprachaufzeichnung runden den Funktionsumfang des Curve 8900 ab.

Unterhaltung/Spiele

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BlackBerry hauseigener Musicplayer klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Headset schon sehr gut. Gleichwohl die Basswiedergabe durch die Kopfhörer noch nicht wirklich überzeugend wirkt. Coverarts stellt der Musicplayer beim Curve 8900 in der Mitte dar. Direkt darunter befinden sich die Tasten zur Songsteuerung. Über den mitgelieferten 3,5 mm Klinkenanschluss kann man auch höherwertige Pendants anschließen. Um die maximale Soundqualität testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den überaus günstigen EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Da streicht das Ausgangssignal des Curve 8900 aber die Segel zu früh außerdem sehen die recht großen Wandler des iGrado in Verbindung mit einem Anzug auch eher komisch aus. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Curve 8900 hingegen fast optimal zusammen, kappt aber die Höhen zu früh. Nutzt man eine der zahlreichen Equalizer-Einstellungen, so kann man dieses Manko aber ganz gut ausgleichen.

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Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar eine gute Alternative und klingt schon deutlich besser, als die mitgelieferten Kopfhörer. Wer unbedingt einen anderen InEar einsetzen will, sollte sich aber dennoch den Creative Labs EP 630 ins Ohr stöpseln. Dann gibt es sogar mit einer Brombeere ordentlich was auf die Ohren. Gerade der Bassbereich wird dann noch mal verstärkt. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimale Alternative zum mitgelieferten Stereo-Headset dar.

Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden folgende Alben - neben vielen anderen - zum Test genutzt.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

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Seine Musiksammlung sortiert der Curve 8900 nach unterschiedlichen Kriterien (z. B. Alben oder Interpreten). Eigene Wiedergabelisten (Lieder aus bestimmten Alben, Genres oder Künstlern) funktionieren die Brombeere schnell zum Hosentaschen-Wurlitzer um. Songs werden auf Wunsch auch in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Hat man aber mehr als zwei Handvoll Songs abgespeichert, wird die Liste der Musikstücke sehr lang. Erfreulicherweise lassen sich die Musikstücke durch die integrierte Suchfunktion leicht wiederfinden. Synchronisiert wird über den mitgelieferten Roxio Media Manager bzw. BlackBerry Media Sync und iTunes 7.

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Der Videoplayer des Curve kann die meisten DivX/XviD/MP4 kodierten Videos abspielen. Auch Videos mit höherer Auflösung als 480 x 360 werden abgespielt. Qualitativ sehen die Videos aufgrund des etwas kleineren Displays und der höheren Auflösung noch ein Stück besser aus als auf einem iPhone oder Bold. Flash-Videos, wie sie bei Youtube genutzt werden, kann der Curve 8900 leider nicht abspielen.

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Für Spielernaturen ist neben der obligatorischen Partie Breakout, auch noch Sudoku, Texas Hold'em Poker, Word Mole sowie Klondike vorgesehen. Praktischerweise lässt sich der BlackBerry mit (überwiegend kostenpflichtiger) Drittanbietersoftware in Form von Anwendungen und Spielen erweitern. Unter „Anwendungen“ finden sich Programme zum Betrachten und Bearbeiten von Word- sowie Excel-Dokumenten und zum reinen Betrachten von Powerpoint-Präsentationen wieder. PDFs können hingegen nur aus E-Mails heraus geöffnet werden.

Klang im Gespräch

Die Sprachwiedergabe im Gespräch empfinde ich als sehr angenehm. Selbst in etwas lauteren Umgebungen, wie Kinderspielplätzen, Bahnhöfen und Co. oder sogar auf Baustellen oder in Discotheken reicht die maximale Lautstärke für eine problemlose Verständigung aus. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch kein Problem, selbst bei höchster Lautstärke scheppert der integrierte Lautsprecher nicht. Die vorinstallierten Klingeltöne sind zwar eher langweilig, lassen sich aber durch eigene MP3 ersetzen.

Connectivity/Internet/E-Mail

Der BlackBerry Curve bietet von Hause aus Quadband (GSM 850/900/1800/1900-Netze) sowie eine Unterstützung für GPRS/EDGE. Wer es etwas schneller mag, kann auch über WLAN surfen. So reicht aber selbst die GPRS/EDGE Verbindung für annähernd schnelles surfen aus. Warum ist der BlackBerry in diesem Fall besser als andere Geräte? Nun ganz einfach, die Firma RIM nutzt eine spezielle Art der Komprimierung auf allen BlackBerry. Daten werden also vor Auslieferung direkt in das passende Format konvertiert, ähnlich wie beim Opera Browser.

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Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP), HTML Seiten werden auf Wunsch so angezeigt, wie man sie vom Desktop her kennt. Aufgerufene Seiten speichert der Browser in einer Verlaufsübersicht. Webseiten lassen sich nach bestimmten Begriffen durchsuchen und der Browser bietet zudem eine Miniübersicht der jeweiligen Webseite. Ähnlich, wie es der Browser von Nokias neueren Smartphones auch kann. Selbst RSS-Feeds sind kein Problem. So bekommt man schnell und einfach eine Übersicht der aktuellen Neuerungen. Die jeweilige Aktualisierungsintervall kann der Curve 8900 Nutzer selbst bestimmen. Im Vergleich zum iPhone gewinnt der eingebaute Browser zwar keinen Blumentopf, kann aber durchaus mit Modellen der Konkurrenz mithalten. Wer mit ihm gar nicht klar kommt, kann problemlos den Opera Mini Browser aufspielen.

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Stichwort "E-Mails". Dafür waren BlackBerry schon immer bekannt. E-Mails werden grundsätzlich in Echtzeit (per Push) empfangen. Zu diesem Zweck erstellt man (zumindest bei meinem T-Mobile Testgerät) über eine spezielle Webseite ein Konto und ist dann bereit zum Echtzeit-Empfang von E-Mails. Natürlich lassen sich auch bestehende Postfächer anderer Anbieter mit einbinden. Für Geschäftskunden dient hierzu aber der BlackBerry Enterprise Server. E-Mails aus anderen Postfächern werden hier gesammelt und in Echtzeit an den BlackBerry übertragen. Der Eingang von Nachrichten wird dann durch rotes Blinken der LED über dem Display signalisiert. Technisch gesehen handelt es sich beim E-Mail Klienten des BlackBerry um eine IMAP Lösung. Der E-Mail Server wird sozusagen nur ferngesteuert. Eine bessere und schnellere Lösung gibt es in meinen Augen nicht. Neuerdings werden E-Mails auch im HTML Format dargestellt. Normale POP oder IMAP Konten unterstützt der Curve 8900 ab Werk nicht, dazu nutzt man dann die kostenlose Software "LogicMail" oder eben den Google-Mail Klienten.

Für einen reibungslosen Austausch mit der Außenwelt hat RIM seiner neusten Schöpfung wieder Bluetooth samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und AVRCP (Audio Video Remote Control) mit auf den Weg gegeben. Der Curve 8900 unterstützt auch das nicht unwichtige Bluetooth SAP. So kann die Brombeere über die Kfz-Freisprechanlage auf die SIM-Kontakte des Telefons zugreifen. Leider fordert der Curve 8900 nach Beendigung der Verbindung immer zur PIN-Eingabe auf. Die Synchronisation der Kontakt- sowie Kalenderdaten, Aufgaben und Notizen klappt dank der BlackBerry Desktop Software reibungslos. Es werden nahezu alle gängigen Programme (Lotus, MS Outlook (Express), Novell GroupWise) unterstützt. Die USB-Verbindung erfolgt in Highspeed und ist rasend schnell. Es besteht also eigentlich keinen Grund zur Nutzung eines externen Kartenschreibers.

GPS

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Der Curve 8900 fungiert dank des integrierten GPS-Empfängers und der Softwarelösung BlackBerry Maps als grundlegende Navigationshilfe. Hierbei werden Straßenkarten über GPRS oder HSPDA auf den BlackBerry übertragen. So lassen sich Routen bequem online planen und anzeigen. Die aktuelle Position wird dabei immer auf der Karte aktualisiert. Der Sattelitenfix geht sehr schnell, das riecht nach A-GPS. Wer mag, kann sich auch T-Mobiles Navigationslösung "Navigate" runter laden und diese dank des beigefügten Coupons sechs Monate kostenlos testen.

Kamera

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Die integrierte 3.2-Megapixel-Kamera mit Digitalzoom ermöglicht eine maximale Bildauflösung von 2048 x 1536 Pixel. Diverse Farbeeffekte sowie Einstellungsmöglichkeiten (Qualität, Weißabgleich) bieten Raum zum Spielen. Der Autofokus funktioniert recht gut. Insgesamt sind die Bilder der Kamera bei schlechtem Licht etwas zu dunkel. Auch wirken sie etwas milchig und leicht körnig. Für gelegentliche Schnappschüsse ist die Qualität aber dennoch ausreichend.

Videos zeichnet die Kamera bis maximal 480 x 320 Pixel auf.

Videoeindrücke

Akkulaufzeit

BlackBerry sind in der Regel für ihre gute Ausdauer bekannt. Und auch der Curve 8900 mit seinen guten Multimediafähigkeiten macht da eine Ausnahme. Durch eine intelligente Stromspartechnologie (sensorgesteuerte Hintergrundbeleuchtung) und dank der 1500 mAh starken Batterie kann man selbst bei häufiger Nutzung von WLAN und GPS einen Arbeitstag überbrücken. Allerdings sei angemerkt, dass Quasselstrippen nach knapp sechs Stunden eine passende Stromversorgung zur Hand haben sollten. Selbst im E-Mail-Push und bei täglicher, einstündiger Nutzung des Musicplayers hält der Akku locker 2 Arbeitstage ohne Nachschub aus der Steckdose. Diese Laufzeit müssen andere Smartphones dem Curve 8900 erst einmal nachmachen. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit 10 Tagen im Standby-Modus sowie mit 4 Stunden Gesprächszeit an.

Fazit

Autor

Der BlackBerry Curve 8900 ist eines der besten Business-Smartphones. Die unübertroffen gute E-Mail- und Push-Funktion und das große Display mit einer Auflösung von 480 x 360 Pixel gehen einher mit seinen guten Multimediaeigenschaften in Form des Music- und Videoplayers mit Unterstützung für XviD und DivX. Die Kamera des Curve 8900 macht zwar nur mittelmäßige Bilder, aber für Schnappschüsse sollte das ausreichen. Die etwas überfrachtet wirkende Menüoberfläche mit ihren 28 Icons und die teils kryptischen Einstellungsoptionen überfordern zwar so manchen, dafür ruckelt das Betriebssystem dank des mit 624 Megahertz getakteten Prozessors überhaupt nicht. Kaufmännisch betrachtet hat der Curve 8900 unterm Strich das bisher beste Preis- / Leistungsverhältniss. Für knapp 275 € (Stand 29.05.09) wird viel Kommunikationstalent und Sicherheit geboten. Wer also unbedingt einen Blackberry nutzen will und wem der Bold zu groß und teuer ist, wird mit dem Curve 8900 seine wahre Freude haben.

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