BlackBerry Curve 8520


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 04.11.2009 13:45h
Punkte   (7 von 10)
Testbericht BlackBerry Curve 8520 von mobile-reviews.de
Hersteller:

RIM
Modell:

Curve 8520
Bezugsmöglichkeit:

Curve 8520
Medien:

Curve 8520

Revision: 14.11.2009

Und wieder bringen die Kanadier einen BlackBerry auf den Markt, der mit den alten Traditionen "keine Kamera" bricht. Der BlackBerry Curve 8520 sieht wie eine Kreuzung aus BlackBerry Bold und Curve aus. Neber einer 2-Megapixel-Kamera sorgt ein Media Player für den mobilen Audio- und Videogenuss. Die Inhalte stellt der Curve 8520 dabei auf einem transmissiven 2,46 Zoll-Farbdisplay mit 320 x 240 Pixel dar. Der Videoplayer kann hierbei sogar MPEG4, H.263, H.264, WMV3 und bestimmte DivX-Titel abspielen. Mit dem Curve 8520 will RIM das einstige Managerspielzeug auch für die breite Maße der Consumer nutzbar machen, nicht zuletzt aufgrund des sehr günstigen Preises von aktuell knapp 210 Euro. Wie sich die kleine Multimedia-Brombeere im Test geschlagen hat können Sie im Anschluss nachlesen.

Design/Haptik/Verarbeitung

Testbericht Curve
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Das Curve besteht - schon aus Kostengründen - nur aus einem aus Kunststoff mit Klavierlack-ähnlicher Oberfläche. So hebt sich der Curve 8520 auch nicht aus dem Einerlei schwarzer Smartphones heraus. Die Rückseite des Curve ist mit einer Softtouch-Oberfläche versehen, während der Akkudeckel wieder aus glänzendem Kunststoff besteht, das wirkt leider etwas billig und sieht seltsam aus. Insgesamt ist das Smartphone aber gut verarbeitet ohne an die Eleganz des Bold heran zu kommen.

Man erkennt auf den ersten Blick, dass sowohl die QWERTZ-Tastatur als auch das Display beim Curve geschrumpft sind. Er ist halt ein eher kleiner Vertreter seiner Zunft. Seine Abmessungen von 109 x 60 x 13,9 mm und das Gewicht von 106 g ähnelt er dem 8900 Curve. So kann man den Curve 8520 unauffällig in der Hemdtasche tragen. Das ist ab Werk auch gar nicht anders möglich, denn die schöne und praktische Gürteltasche aus Lammleder (Pitch Black) des 8800 fehlt beim neuen Curve gänzlich. Selbst auf das Lederetui des 8900 Curve hat man wohl aus Kostengründen verzichtet.

Größenvergleich (BlackBerry 8520 - Samsung Omnia 2 - MDA V - LG GM750)

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Technik

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Funktechnisch ist der kleine Bruder des Bold als Quadband-Funker praktisch auf der ganzen Welt zuhause und nimmt dank WLAN 802.11a/b/g auch Kontakt zum heimischen Funknetzwerk auf. Über seine USB 2.0 Schnittstelle lässt er sich mit Energie und Daten füttern. Die 3,5 mm-Stereo-Kopfhörer-Anschlussbuchse ermöglicht den Anschluss eigener Kopfhörer. Die 2-Megapixel-Kamera ohne LED taugt allerdings eher für kleine Schnappschüsse. Das BlackBerry Betriebssystem in der Version 4.6 wirkt recht spritzig. Leider muss der Curve ohne Unterstützung für UMTS und HSDPA leben, den die bleibt dem Bild vorbehalten. Dank EDGE und der BlackBerry-Servertechnologie ist man mit ihm aber trotzdem fix im Internet unterwegs und für den Empfang von E-Mails reicht das allemal.

Lieferumfang

In einer kleinen schwarzen BlackBerry-Verpackung findet man alles notwendige um seinen Curve ins Leben zu rufen.

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Neben dem Smartphone selbst und einem recht starken 1150 mAh Li-Ion Akku findet sich auch noch ein mäßiger Stereo-Kopfhörer mit 3.5 mm Klinkenanschluss. Die CD enthält die BlackBerry Desktop Software in der Version 4.6. Diverse Anleitung, ein Ladegerät mit einem Steckdosenadapter sowie das USB Verbindungskabel komplettieren den Lieferumfang. Eine 2 GB microSD-Speicherkarte gehört diesmal ebenfalls mit zum Lieferumfang. Nach Streichung der Gürteltasche scheint der hauseigene Sparkommissar wohl seinen Rotstift verloren zu haben. Der Dank der Curve-Nutzer wird ihm ewig hinterher schleichen.

Verarbeitung/Haptik

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Die Verarbeitung ist gut bis sehr gut. Der microUSB-Anschluss sowie der 3.5 mm Kopfhöreranschluss auf der linken Seite des Curve 8520 liegen offen und sind so Schmutz und Staub schutzlos ausgeliefert. Die im Vergleich zum Bold deutlich geschrumpfte QWERTZ-Tastatur lässt sich mit etwas größeren Fingern nur noch schwierig bedienen. Die Drücker stehen nicht so weit auseinander wie beim Bold, ermöglichen etwas zarteren Fingern aber recht stressfreie Eingaben. Im Dunklen erleichtert die gleichmäßig weiße Tastaturausleuchtung den Umgang mit den 35 - teils mehrfach belegten - Tasten. Beim Curve 8520 hat RIM auf einen Trackball verzichtet. Hier navigiert man über ein Sensorpad, das ist anfangs etwas ungewöhnlich, funktioniert nach kurzer Eingewöhnung aber recht gut.

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Links neben dem Sensorpad befindet sich die Menütaste und die Gesprächsannahme-Taste, rechts die "Zurück"- sowie Gesprächsbeenden-Taste. Für BlackBerry-Nutzer insoweit nichts Neues. Auf der Oberseite des Curve 8520 verstecken sich diesmal drei gut gegen Feuchtigkeit geschützte Steuerelemente für den eingebauten Musicplayer. Hiermit kann man die Musikwiedergabe beim Curve ohne umständliche Menü-Hangelei steuern. Der BlackBerry Curve 8520 wird durch Druck der roten Hörertaste (dient auch zum Beenden von Gesprächen) ins Leben gerufen. Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich die beiden Lautstärketasten sowie der Kameraauslöser. Auf der linken Seite findet man noch eine frei belegbare Taste. Wie beim Nokia E71 befindet sich über dem Display eine LED die eingehende Nachrichten oder den Zustand des Bluetooth signalisiert. Im Standby-Modus hat der Nutzer so zudem die Gewissheit, dass sein Curve 8520 überhaupt noch "lebt". Das mitunter nervige grüne Blinken lässt sich selbstverständlich auch abschalten.

Display

Das transmissive TFT-Display mit einer 2,46 Zoll umfassenden Displaydiagonalen löst diesmal nur mit 320 x 240 Pixel auf, erfreut das Betrachterauge aber trotzdem einem knackscharfen und brillanten Bild. So macht das Betrachten von Multimediainhalten immer noch viel Spaß.

Menü/Funktionen

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Wer noch nie einen BlackBerry in der Handy hatte, wird von der Vielzahl an Menüicons erschlagen. Nicht weniger als 33 Menüsymbole nennt der Curve 8520 sein Eigen. Die optische Gestaltung wurde dabei im Vergleich zum großen Bruder Bold nicht verändert. Die Piktogramme sind gefällig gestaltet und fast selbsterklärend. Neben einem Nachrichten-Icon für E-Mails gibt es noch ein zweites für SMS und MMS. Je E-Mail Konto erscheint dann noch ein weiteres Icon. Die PIM-Funktionalität mit Adressen, Kalender, Aufgaben und Notizen nehmen ebenfalls je ein Icon in Beschlag. Musik, Videos, Klingeltöne, Bilder und Sprachnotizen fasst das Betriebssystem in einem Icon zusammen. Der Musicplayer wurde mit einem eigenen Icon bedacht wurde. Natürlich hat man auch an eine Symbolbeschriftung gedacht. Ebenso natürlich kann man die Reihenfolge der Menüeinträge nach eigenem Gusto verändern.

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Die Einstellungsmöglichkeiten des Curve 8520 sind sowohl zahlreich als auch unverständlich. Lassen sich Display und Browser noch recht einfach und verständlich konfigurieren, so hört dies bei den Sicherheitsoptionen wie beispielsweise WTLS, Firewall und Zertifikatsspeicher gleich auf. Hier sollte nur der Fachmann Einstellungen vornehmen. Ein Hoch auf die IT-Abteilung bzw. den Provider. Die Leistungsfähigkeit eines BlackBerry erfordert eben auch eine gewisse Einarbeitung. Eine gute Anlaufstelle bei Problemen sind die beiden Foren "Blackberry-forum.de" sowie "crackberry.com".

Das Thema Sicherheit wird bei RIM sehr groß geschrieben. Lassen sich doch sämtliche Daten verschlüsseln. Ebenso kann die Brombeere durch ein Gerätekennwort geschützt werden dessen mehrmalige Falscheingabe auf Wunsch sofort zur Löschung sämtlicher Daten führt. Bei der Integration mit dem BlackBerry® Enterprise Server wird sogar die AES bzw. Triple DES Verschlüsselung unterstützt. Der Curve 8520 ist zudem FIPS 140-2 geprüft und verfügt über das FIPS-Prüfsiegel. Die Unterstützung von S/MIME ist dabei optional möglich.

Aktive Standby

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Auch ein BlackBerry verfügt über eine Art von aktiven Standby. Je nach verwendetem Thema bietet er eine Übersicht aller anstehenden Ereignisse, Termine oder E- Mails. Der Curve von T-Mobile bietet nur ein simples Thema zur Auswahl an. Die Installation eigener Skins ist aber auch möglich. Hierzu bieten einige Webseiten eine kleine (oft kostenpflichtige) Auswahl an.

Anwendungen/PIM

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Der Curve 8520 bietet eine absolut überzeugende Aufgaben- und Terminverwaltung. Der integrierte Kalender bietet alle erdenklichen Optionen.

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Da kann sich so manches Smartphone eine dicke Scheibe von abschneiden. So kann man sich vom Curve 8520 die anstehenden Meetings in einer Tagesagenda oder eben in einer Wochen- und Monatsansicht anzeigen lassen.

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Termine werden durch kleine Punkte bzw. Balken markiert und können auch in Serie oder als ganztägige Ereignisse erstellt werden. In der übersichtlichen Tagesplanungsansicht werden alle anfallenden Termine in chronologischer Reihenfolge darstellt.

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Die Aufgaben werden auf Wunsch im Kalender angezeigt, man kann von dort aber keine neuen erstellen. In den Kontakten hinterlegte Geburtstage werden automatisch in den Kalender übernommen. Wer an den PIM-Funktionen des BlackBerry Curve etwas auszusetzen hat, dem ist wohl nur noch mit einem Netbook zu helfen.

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Kontakte lassen sich nach Vor-, Nach- oder Firmennamen sortieren und in mehrere Kategorien, wie z. B. "Privat" oder "geschäftlich" einsortieren. Ein Eintrag kann hierbei eine Unmenge an Informationen, wie mehrere Telefonnummern, Post-, E-Mail- und Webadressen enthalten. Selbst persönliche Anruferbilder und Klingeltöne lassen sich zuweisen.

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Natürlich fehlt auch der BlackBerry Messenger, mit dem sich Textnachrichten mit anderen Nutzern des Dienstes austauschen lassen nicht. Mehrere nützliche Hilfsmittel, wie ein Taschenrechner, der die Grundrechenarten samt Prozentrechnung beherrscht, eine Notizfunktion, ein Wecker der auch dann funktioniert, wenn der Curve 8520 ausgeschaltet ist sowie eine Sprachaufzeichnung runden den Funktionsumfang des Curve 8520 ab.

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Unterhaltung/Spiele

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BlackBerry hauseigener Musicplayer klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Headset nicht wirklich überzeugend. Zudem wird die Basswiedergabe durch die Kopfhörer limitiert. Coverarts stellt der Musicplayer beim Curve 8520 in der Mitte dar. Direkt darunter befinden sich die Tasten zur Songsteuerung. Über den mitgelieferten 3,5 mm Klinkenanschluss kann man auch höherwertige Modelle anschließen.

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Um die maximale Soundqualität des Curve 8520 testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des Curve reicht nicht ganz aus, um die großen Wandler des iGrado in Schwingungen zu versetzen. Der iGrado kann daher getrost zuhause bleiben. Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Curve 8520 deutlich besser zusammen und bringt den Klang recht gut rüber. Der Sennheiser CX300 und der Creative Labs EP 630 sind für In-Ear Lösungen ebenfalls eine gute Alternative. Für einen Kopfhörer, der bei Amazon knapp 18 € kostet, bietet der Creative Labs EP 630 ein unglaubliches Preis- Leistungsverhältnis und stellt damit in meinen Ohren die optimale Alternative zum mitgelieferten Stereo-Headset dar.

Grundsätzlich kann man auf dem BlackBerry den Sound auch über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9, ausgeben. Aufgrund des damit einhergehenden erhöhten Stromverbrauchs ist das aber nicht wirklich sinnvoll, zudem wird der Klang nicht besser. Wer es etwas individueller mag, dem seien die zahlreichen Equalizer-Presets ans Herz gelegt. Insgesamt klingt der Curve recht passabel, kann aber nicht mit dem Nokia 5800 XM oder BeatDJ mithalten.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 wurden gekauft bzw. eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" kodiert.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)
The Corrs
(Talk on Corners)
OST Elizabethtown
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Einen großen Funktionsumfang kann der Musikplayer im Pulse nicht vorweisen. Immerhin kann man seine Songs nach verschiedenen Kriterien, wie z. B. Interpreten, Alben, Titel sortieren. Wer es abwechslungsreicher mag, kann seine Songs in zufälliger Reihenfolge abspielen (Shuffle) oder aber eben in einer Schleife vor sich hindudeln lassen.

Der Videoplayer des Curve kann die meisten DivX/XviD/MP4 kodierten Videos abspielen. Auch Videos mit höherer Auflösung als 320 x 240 werden abgespielt. Qualitativ sehen die Videos gut aus. Flash-Videos, wie sie bei YouTube genutzt werden, kann der Curve 8520 leider nicht abspielen.

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Für Spielernaturen ist neben der obligatorischen Partie BrickBreaker auch noch Sudoku, Texas Hold'em King 2, Word Mole sowie Klondike vorgesehen. Praktischerweise lässt sich der BlackBerry mit (überwiegend kostenpflichtiger) Drittanbietersoftware in Form von Anwendungen und Spielen erweitern. Unter „Anwendungen“ finden sich Programme zum Betrachten und Bearbeiten von Word- sowie Excel-Dokumenten und zum reinen Betrachten von Powerpoint-Präsentationen wieder. PDFs können hingegen nur aus E-Mails heraus geöffnet werden.

Klang im Gespräch

Die Sprachwiedergabe im Gespräch empfinde ich als sehr angenehm. Selbst in etwas lauteren Umgebungen, wie Kinderspielplätzen, Bahnhöfen und Co. oder sogar auf Baustellen oder in Discotheken reicht die maximale Lautstärke für eine problemlose Verständigung aus. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch kein Problem, selbst bei höchster Lautstärke scheppert der integrierte Lautsprecher nicht. Die vorinstallierten Klingeltöne sind zwar eher langweilig, lassen sich aber durch eigene MP3 ersetzen.

Connectivity/Internet/E-Mail

Der BlackBerry Curve bietet von Hause aus Quadband (GSM 850/900/1800/1900-Netze) sowie eine Unterstützung für GPRS/EDGE. Wer es etwas schneller mag, kann auch über WLAN surfen. So reicht aber selbst die GPRS/EDGE Verbindung für annähernd schnelles surfen aus. Warum ist der BlackBerry in diesem Fall besser als andere Geräte? Nun ganz einfach, die Firma RIM nutzt eine spezielle Art der Komprimierung auf allen BlackBerry. Daten werden also vor Auslieferung direkt in das passende Format konvertiert, ähnlich wie beim Opera Browser.

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Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP). HTML Seiten werden auf Wunsch so angezeigt, wie man sie vom PC her kennt. Aufgerufene Seiten speichert der Browser in einer Verlaufsübersicht. Webseiten lassen sich nach bestimmten Begriffen durchsuchen und der Browser bietet zudem eine Miniübersicht der jeweiligen Webseite. Selbst RSS-Feeds sind kein Problem. So bekommt man schnell und einfach eine Übersicht der aktuellen Neuerungen einer Webseite. Die jeweilige Aktualisierungsintervall kann der Curve 8520 Nutzer selbst bestimmen. Im Vergleich zum iPhone gewinnt der eingebaute Browser natürlich keinen Blumentopf, kann aber durchaus mit Modellen der Konkurrenz mithalten. Wer mit ihm gar nicht klar kommt, den möchte ich auf die Installation des Opera Mini Browser hinweisen.

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Stichwort "E-Mails". Dafür waren BlackBerry schon immer bekannt. E-Mails werden grundsätzlich in Echtzeit (per Push) empfangen. Zu diesem Zweck erstellt man (zumindest bei meinem T-Mobile Testgerät) über eine spezielle Webseite ein Konto und ist dann bereit zum Echtzeit-Empfang von E-Mails. Natürlich lassen sich auch bestehende Postfächer anderer Anbieter mit einbinden. Für Geschäftskunden dient hierzu der BlackBerry Enterprise Server. E-Mails aus anderen Postfächern werden hier gesammelt und in Echtzeit an den BlackBerry übertragen. Der Eingang von Nachrichten wird dann durch rotes Blinken der LED über dem Display signalisiert. Technisch gesehen handelt es sich beim E-Mail Klienten des BlackBerry um eine IMAP Lösung. Der E-Mail Server wird sozusagen nur ferngesteuert. Eine bessere und schnellere Lösung gibt es in meinen Augen nicht. Neuerdings werden E-Mails auch im HTML Format dargestellt. Normale POP oder IMAP-Konten unterstützt der Curve 8520 ab Werk nicht, dazu nutzt man dann die kostenlose Software "LogicMail" oder eben den Google-Mail Klienten.

Für einen reibungslosen Austausch mit der Außenwelt hat RIM seiner neusten Schöpfung wieder Bluetooth samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und AVRCP (Audio Video Remote Control) mit auf den Weg gegeben. Der Curve 8520 unterstützt auch das nicht unwichtige Bluetooth SAP. So kann die Brombeere über die Kfz-Freisprechanlage auf die SIM-Kontakte des Telefons zugreifen. Leider fordert der Curve 8520 nach Beendigung der Verbindung immer zur PIN-Eingabe auf. Die Synchronisation der Kontakt- sowie Kalenderdaten, Aufgaben und Notizen klappt dank der BlackBerry Desktop Software reibungslos. Es werden nahezu alle gängigen Programme (Lotus, MS Outlook (Express), Novell GroupWise) unterstützt. Die USB-Verbindung erfolgt in Highspeed und ist rasend schnell. Es besteht also eigentlich keinen Grund zur Nutzung eines externen Kartenschreibers.

Navigation

Mit dem Curve 8520 kann man nur ohne einen integrierten GPS-Empfänger "navigieren". Dazu dient die Softwarelösung BlackBerry Maps. Hierbei werden Straßenkarten über GPRS oder EDGE auf den BlackBerry übertragen. So lassen sich Routen bequem online planen und anzeigen.

Kamera

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Die integrierte 2-Megapixel-Kamera mit Digitalzoom ermöglicht eine maximale Bildauflösung von 1600 x 1200 Pixel. Diverse Farbeeffekte sowie Einstellungsmöglichkeiten (Qualität, Weißabgleich) bieten Raum zum Spielen. Ohne Autofokus sind Nahaufnahmen kaum möglich. Insgesamt sind die Bilder der Kamera bei schlechtem Licht zu dunkel und mit 2 Megapixel auch recht detailarm. So wirken sie immer etwas milchig und leicht körnig. Für gelegentliche Schnappschüsse ist die Qualität aber dennoch ausreichend. Videos zeichnet die Kamera nur mit maximal 320 x 240 Pixel auf.

Akkulaufzeit

BlackBerry sind in der Regel für ihre gute Ausdauer bekannt. Und auch der Curve 8520 mit seinen guten Multimediafähigkeiten macht da keine Ausnahme. Dank des 1150 mAh starken Akkus kann man selbst bei häufiger Nutzung von WLAN bequem einen Arbeitstag überbrücken. Allerdings sei angemerkt, dass Quasselstrippen nach knapp 4 Stunden eine passende Stromversorgung zur Hand haben sollten. Im E-Mail-Push und bei täglicher einstündiger Nutzung des Musicplayers hält der Akku locker 2 Arbeitstage ohne Nachschub aus der Steckdose. Diese Laufzeit müssen andere Smartphones dem Curve 8520 erst einmal nachmachen. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit 17 Tagen im Standby-Modus sowie mit 4,5 Stunden Gesprächszeit an.

Videotestbericht

 

Fazit

Autor

Der BlackBerry Curve 8520 ist eines der günstigsten Business-Smartphones. Die unübertroffen gute E-Mail- und Push-Funktion und das kleine, aber feine Display gehen einher mit guten Multimediaeigenschaften. Die Kamera des Curve 8520 macht zwar nur mittelprächtige Bilder, für Schnappschüsse sollte das aber ausreichen. Die etwas überfrachtet wirkende Menüoberfläche mit ihren zahlreichen Icons und die teils kryptischen Einstellungsoptionen überfordern zunächst, dafür ruckelt das Betriebssystem nicht. Kaufmännisch betrachtet hat der Curve 8520 unterm Strich ein hervorragendes Preis-/ Leistungsverhältnis. Für knapp 210 € (Stand 04.11.09) bietet der Curve 8520 eine gute Verarbeitung, viele Kommunikationsmöglichkeiten und eine gehörige Portion "Sicherheit". Wer also unbedingt einen Blackberry nutzen will und wem der Bold zu groß und teuer ist, wird mit dem Curve 8520 viel Freude haben.

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