BlackBerry Bold (9000)


Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 18.09.2008 18:08h
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Testbericht BlackBerry Bold von www.mobile-reviews.de

Revision 1.0 vom 18.09.2008

Sehr geehrte Manager, liebe Entscheider, BWL-Studenten (bevorzugt im ersten Semester) und sonstige Poweruser, sollte Sie die IT-Abteilung Ihrer Firma (oder Universität) noch nicht darauf aufmerksam gemacht haben: es gibt ein neues Modell ihres Lieblings-Smartphonelieferanten. Ja, genau! RIM hat einen neuen BlackBerry auf den Markt gebracht, den Bold.

Auch wenn Smartphones mit allzu viel Multimediaschnickschnack in den Führungsetagen bisher eher zweitrangig waren, haben die Kanadier - als " Mutter" aller Businesshandys - dem BlackBerry Bold neben einer 2-Megapixel-Kamera auch noch einen Musik- und Videoplayer mit auf den Weg gegeben. Selbst vor einem Sync mit iTunes® macht der Bold nicht mehr halt. Schlimmer noch, der Videoplayer kann sogar DivX 4, (teilweise DivX 5/6), XviD, H.263, H.264 und WMV3 abspielen. Sakrileg! Ein BlackBerry, der problemlos als mobiler Entertainer und Hosentaschenwurlitzer durchgehen kann? Damit will RIM das ehemalige Manager-Spielzeug auch für die breite Maße der Consumer nutzbar machen.

Sollten sie nun auf den Geschmack gekommen sein und noch nach einer kleinen Argumentationshilfe gegenüber Ihrem Controller/In (und sei es nur die Ehefrau oder Freundin) suchen, so lesen Sie doch einfach weiter. Mein kleiner Testbericht wird die Vor- und Nachteile schonungslos aufdecken.

Design

Testbericht BlackBerry Bold
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(Hier gibt es mehr Bilder)

In einem dezenten Mix aus Chrom und Klavierlack-Schwarz kommt der BlackBerry Bold daher. RIM nutzt hierbei einen glänzenden und sehr hochwertigen Kunststoff. Umringt wird die Front von einem chromfarbenen Ring. Dieser besteht im Gegensatz zum Konkurrenzprodukt Nokia E71 - leider aus Kunststoff. Trotzdem hebt sich der Bold aus dem Einerlei schwarzer Smartphones wohltuend ab, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Die ebenfalls aus Kunststoff bestehende Rückseite wurde mit einer lederartigen Prägung versehen, die den Bold einen guten Grip verleiht. Das Design ist der gelungene Spagat zwischen schlichtem Business und Stil. Auf den ersten Blick beeindruckt die recht große QWERTZ-Tastatur sowie das 2,6 Zoll Display. Der Bold ist sicher kein kleines Modell, seine Abmessungen von 114 x 66 x 15 mm bei einem Gewicht von 136g ist er ähnlich groß, wie der Curve aus eigenem Hause. Der Bold lässt sich so mehr oder weniger unauffällig in der Hemdtasche tragen. Das ist ab Werk leider auch notwendig, denn die schöne und praktische Gürteltasche aus Lammleder (Pitch Black), die noch dem 8800 beilag, fehlt beim Bold gänzlich. Einzig ein Lederetui ohne Gürtelclip wurde ihm gegönnt.

Größenvergleich (BlackBerry Bold - Apple iPhone 3G)

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Technik

Testbericht BlackBerry Bold

Technisch brilliert der BlackBerry Bold mit UMTS und erstmalig auch mit HSDPA. Davon profitieren in erster Linie Internetinhalte über den eingebauten Browser. Der über MicroSD™- Karten erweiterbare interne Speicher beträgt 1 Gigabyte. Der Quadband-Funker ist über GSM praktisch auf der ganzen Welt zuhause und nimmt auch dank WLAN 802.11a/b/g auch Kontakt zum heimischen Funknetzwerk auf. Über eine USB 2.0 Schnittstelle lässt er sich sowohl mit Energie, als auch mit Daten füttern. Die 3,5 mm-Stereo-Kopfhörer-Anschlussbuchse ermöglicht den Anschluss eigener Kopfhörer und die vollwertige QWERTZ-Tastatur mit ihren weiß beleuchtete Tasten hilft bei der täglichen Kommunikation, dabei wird sie von einem Trackball unterstützt. Das integrierte GPS sorgt in Zusammenarbeit mit BlackBerry® Maps für die Orientierung auf unbekanntem Terrain. Die 2-Megapixel-Kamera mit LED taugt für Schnappschüsse. Das BlackBerry Betriebssystem in der Version 4.6 erlaubt dank des neuen Prozessors im 624 Megahertz Takt flottes Arbeiten.

Lieferumfang

In einer typischen BlackBerry-Verpackung findet man das notwendigste, um seinen Bold ins Leben zu rufen.

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  • BlackBerry Bold
  • 1500 mAh LiIon Akku
  • Lederetui
  • Stereo In-Ear-Kopfhörer (3.5 mm Klinkenanschluss)
  • CD mit BlackBerry Desktop Software (Version 4.6)
  • Roxios Easy Media Creator
  • Anleitung
  • Ladegerät samt Adapter
  • USB Verbindungskabel

Eine microSD-Speicherkarte gehört traditionell nicht mit zum Lieferumfang. Neben der fehlenden Gürteltasche scheint das hauseigene Controlling auch an dieser Stelle den Rotstift angesetzt zu haben. Zukünftige Besitzer sollten den Kauf einer passenden Speicherkarte gleich mit in Erwägung ziehen.

Verarbeitung/Haptik

Die Verarbeitung ist gut bis sehr gut. Der MiniUSB- Anschluss sowie der 3.5 mm Kopfhöreranschluss auf der linken Seite des Bold liegen offen und sind so Schmutz und Staub schutzlos ausgesetzt. Die im Vergleich zum Curve und dem 8800 nur geringfügig geänderte QWERTZ-Tastatur lässt sich auch mit etwas größeren Fingern gut bedienen. Hier spielt der BlackBerry seine Stärken voll aus. Die Drücker stehen ausreichend weit auseinander und ermöglichen entspanntes tippen. Im Dunklen erleichtert die gleichmäßig weiße Tastaturausleuchtung sicheres Arbeiten, ein Sensor (oberhalb des Displays) regelt die die Beleuchtung automatisch. Auch beim Bold kommt wieder der Trackball zum Einsatz. Hat man sich erst einmal an diese Art der Bedienung gewöhnt, lässt es sich flink durch das Menü rollen. Hierbei kann man die Empfindlichkeit des Trackballs individuell anpassen, ab Werk stehen beide Achsen auf einen Wert von 70. Aus Gründen der Ergonomie würde ich den Wert auf 80 erhöhen. Links neben dem Trackball befindet sich die Menütaste und die Gesprächsannahme-Taste, rechts neben dem Trackball die "Zurück"- sowie Gesprächbeenden-Taste. Für BlackBerry-Nutzer insoweit nichts neues.

Auf der Oberseite des Bold versteckt sich der Drücker zur Stummschaltung des Smartphones. Ein Druck und der Bold verfällt in den Standby-Schlaf. Nutzer anderer Gerätehersteller werden an dieser Stelle wahrscheinlich den Ein-/Ausschalter vermuten. Der BlackBerry Bold wird aber mit der roten Hörertaste (dient auch zum Beenden von Gesprächen) ins Leben gerufen. Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich die beiden Lautstärketasten sowie ein multifunktionell belegbarer Drücker. Auch die rechte Gehäusseite bietet so etwas. Alle Tasten sind leichtgängig und liefern eine gute haptische und akustische Rückkopplung. Wie beim Nokia E71 befindet sich über dem Display eine LED die eingehende Nachrichten oder den Zustand des Bluetooth signalisiert. Im Standby-Modus hat der Nutzer so zudem die Gewissheit, dass sein Bold überhaupt noch "lebt". Das mitunter nervige grüne Blinken lässt sich selbstverständlich auch abschalten. Man(n) will in einem Meeting ja nicht unnötig auffallen, oder?

Display

Testbericht BlackBerry Bold

Ein mit 480 x 320 Pixel auflösendes TFT-Display mit einer 2,6 Zoll umfassenden Displaydiagonalen samt kratzfester Mineralglasbeschichtung erfreut das Betrachterauge. Hierbei wurde die 1/2 VGA Auflösung des Apple iPhone auf 2,6 Zoll komprimiert. Ergebnis ist ein knackscharfes und brillantes Displays. So macht das Betrachten von Multimediainhalten spaß.

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Dies ist ein Screenshot der die volle Auflösung von 480 x 320 Pixel widerspiegelt.

Menü/Funktionen

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Wer erstmalig einen BlackBerry sein eigen nennt, wird ob der Vielzahl an Menüpunkten erschlagen. Nicht weniger als 28 Menüsymbole nennt der Bold sein eigen. Die optische Gestaltung wurde dabei komplett geändert. Die neuen Piktogramme sind wesentlich gefälliger gestaltet und fast selbsterklärend. Neben einem Nachrichten-Icon für E-Mail gibt es noch eins zweites für SMS und MMS. Je eingerichteten E-Mail Konto erscheint dann noch ein weiteres Icon. Die PIM-Funktionen mit Adressen, Kalender, Aufgaben und Notizen nehmen ebenfalls je ein Icon in Beschlag. Musik, Videos, Klingeltöne, Bilder und Sprachnotizen fasst RIM unter einem Icon zusammen, während der Musicplayer zusätzlich mit einem eignen Icon gesegnet wurde. An eine Symbolbeschriftung, wie bei vielen Herstellern üblich, wurde diesmal beim neuen BlackBerry Betriebsystem in der Version 4.6 gedacht. Natürlich kann die Reihenfolge der Menüeinträge nach eigenem Gusto verändert werden. Die Einstellungsmöglichkeiten des Bold sind sowohl zahlreich, als für den Laien auch unverständlich. Lassen sich Display und Browser noch recht einfach und verständlich konfigurieren, so hört dies bei den Sicherheitsoptionen wie beispielsweise WTLS, Firewall und Zertifikatsspeicher gleich auf. Hier sollte nur der Fachmann Einstellungen vornehmen. Ein Hoch auf die IT-Abteilung ihres Hauses. Die Leistungsfähigkeit eines BlackBerry erfordert eben auch eine gewisse Einarbeitung. Eine gute Anlaufstelle bei Problemen sind die beiden Foren "Blackberry-forum.de" sowie "crackberry.com".

Das Thema Sicherheit wird bei RIM sehr groß geschrieben. Lassen sich doch sämtliche Daten im Bold sowie auf der Speicherkarte verschlüsseln. Ebenso kann das Gerät durch ein Gerätekennwort geschützt werden. Dessen mehrmalige Falscheingabe auf Wunsch zur Löschung sämtlicher Daten führen kann. Bei der Integration mit BlackBerry® Enterprise Server wird sogar die AES bzw. Triple DES Verschlüsselung unterstützt. Der Bold ist zudem FIPS 140-2 geprüft und verfügt über das FIPS-Prüfsiegel. Die Unterstützung von S/MIME ist dabei optional möglich.

Aktive Standby

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Auch ein BlackBerry verfügt über eine Art von aktiven Standby. Je nach verwendetem Skin bietet dieser einen Überblick über aktuelle Ereignisse, Termine oder eingegangene Mails. Leider sind die passenden Skins für den Bold noch nicht verfügbar bzw. frei geschaltet. Der Bold von T-Mobile bietet zwei Themen zur Auswahl an. Die Installation eigener Skins ist aber auch möglich. Hierzu bieten einige Webseiten eine kleine (kostenpflichtige) Auswahl an.

Anwendungen/Spiele

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Der Bold bietet eine vollständige, umfangreiche und überzeugende Aufgaben und Terminverwaltung. Der integrierte Kalender bietet alle erdenklichen Möglichkeiten. Da kann sich so manches Smartphone eine Scheibe von abschneiden. Die gestresste Führungskraft (oder Student) kann sich dabei vom Bold die anstehenden Meetings in einer Tages-, Wochen- oder Monatsansicht anzeigen lassen. Ebenso bietet der Bold eine bequeme Tagesplanungsansicht. Termine werden durch kleine Punkte bzw. Balken markiert und sind auch in Serie und als ganztägige Ereignisse festlegbar. In der Tagesplanungsansicht werden dabei alle anfallenden Termine in chronologischer Reihenfolge darstellt. Aufgaben werden auf Wunsch im Kalender zwar angezeigt, neue Aufgaben können von dort aber nicht erstellt werden. Dafür können Aufgaben als Serie wiederholt werden. In den Kontakten hinterlegte Geburtstage werden automatisch in den Kalender übernommen. Wer an den PIM-Funktionen des BlackBerry Bold etwas auszusetzen hat, dem ist wohl nur noch mit einem Netbook zu helfen.

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Kontakte lassen sich nach Vor-, Nach- oder Firmennamen sortieren und in mehrere Kategorien, wie z. B. "Privat" oder "geschäftlich" einteilen. Ein Eintrag kann hierbei eine Unmenge an Informationen, mehrere Telefonnummern, Post-, Email- und Webadressen enthalten. Selbst persönliche Anruferbilder und Klingeltöne lassen sich zuweisen.

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Natürlich darf auch der BlackBerry Messenger, mit dem sich Textnachrichten mit anderen Nutzern des Dienstes austauschen lassen, nicht fehlen. Ein Taschenrechner, der die Grundrechenarten samt Prozentrechnung beherrscht, eine Notizfunktion und ein Wecker runden den Funktionsumfang des Bold ab.

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Für die Spielernatur unter uns ist neben der obligatorischen Partie Breakout, auch noch Sudoku, Texas Hold'em Poker, Word Mole sowie Klondike vorgesehen. Praktischerweise lässt sich der BlackBerry mit (überwiegend kostenpflichtiger) Drittanbietersoftware erweitern. Unter „Anwendungen“ finden sich Programme zum Betrachten und Bearbeiten von Word- sowie Excel-Dokumenten und zum reinen Betrachten von Powerpoint-Präsentationen wieder. PDFs können hingegen nur aus E-Mails heraus geöffnet werden.

Unterhaltung

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Der BlackBerry eigene Musicplayer klingt in Verbindung mit dem mitgelieferten Headset schon sehr gut. Gleichwohl die Basswiedergabe durch die In-Ear Kopfhörer noch nicht wirklich überzeugend ist. Setzt man qualitativ höherwertige Pendants aus dem High-End Bereich ein, wird die Klangqualität noch spürbar verbessert, ohne aber im Bassbereich wirklich überzeugend zu können. Über die mitgelieferte Kabelfernbedienung kann man Anrufe entgegen nehmen. Da auch das A2DP und AVRCP Profil zum Pflichtenheft gehörte, lässt sich der Sound über Stereo-Bluetooth Kopfhörer, wie dem Motorola S9, wiedergeben.

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Seine Musiksammlung sortiert der Bold nach unterschiedlichen Kriterien (z. B. Alben oder Interpreten). Eigene Wiedergabelisten (Lieder aus bestimmten Alben, Genres oder Künstlern) funktionieren den Bold zum Hosentaschen-Wurlitzer um. Songs werden auf Wunsch auch in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Hat man aber mehr als zwei Handvoll Songs abgespeichert, wird die Liste der Musikstücke sehr lang. Erfreulicherweise lassen sich bestimmte Songs durch die integrierte Suchfunktion leicht wiederfinden. Musik kann im Hintergrund weiter laufen, so dass man nebenher auch andere Aufgaben mit dem Bold erledigen kann. Synchronisiert wird über den mitgelieferten Roxio Media Manager bzw. BlackBerry Media Sync und iTunes 7. Der Musicplayer blendet dann auch die passenden Albumgrafiken ein.

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Der Medienplayer des Bold kann die meisten DivX/XviD/MP4 kodierten Videos abspielen. Videos mit höherer Auflösung als 480 x 320 werden aber oft asynchron wiedergegeben. Qualitativ sehen die Videos aufgrund der kleineres Displays noch ein Stück besser aus, als auf einem iPhone. Flash-Videos, wie sie bei Youtube genutzt werden, werden dagegen nicht unterstützt. Der passende Player fehlt einfach und lässt sich auch nicht nachrüsten.

Um die Klangqualität testen zu können, kamen folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Einsatz. Der Song von Mos Def wurde mit starker Bassbetonung abgemischt und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Die MP3 sind mit mindestens 192 kbit/s kodiert.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Der Sound des Gerätes ist insgesamt gut. Obwohl der Bold nur über einen Lautsprecher verfügt, ist die maximale Lautstärke ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht auf einer Baustelle liegt) als Beschallungsmöglichkeit zu dienen. Selbst die maximale Lautstärke über den Kopfhörerausgang kann in meinen Ohren absolut überzeugen.

Klang im Gespräch

Die Sprachwiedergabe im Gespräch klingt sehr angenehm. Selbst in etwas lauteren Umgebungen, wie Kinderspielplätzen, Bahnhöfen und Co. sowie auf Baustellen oder in Discotheken reicht die maximale Lautstärke für eine problemlose Verständigung aus. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind kein Problem, selbst bei höchster Lautstärke scheppert der integrierte Lautsprecher nicht. Die vorinstallierten Klingeltöne sind zwar eher langweilig, lassen sich aber durch eigene MP3 ersetzen.

Connectivity/Internet/E-Mail

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Der BlackBerry Bold bietet von Hause aus Quadband (GSM 850/900/1800/1900-Netze) sowie eine Unterstützung für UMTS samt HSDPA. Auch einen integrierten WLAN-Empfänger kann der Bold vorweisen. Sollte UMTS nicht zur Verfügung stehen, so reicht aber selbst eine GPRS/EDGE Verbindung für annähernd schnelles surfen aus. Warum ist der BlackBerry in diesem Fall besser als andere Geräte? Nun ganz einfach, die Firma RIM nutzt eine spezielle Art der Komprimierung auf allen BlackBerrys. Daten werden also vor Auslieferung direkt in das passende Format konvertiert, ähnlich wie bei Operas Mini Browser. So reicht selbst eine eher langsame GPRS Verbindung noch aus.

Der integrierte Browser unterstützt dabei alle gängigen Standards (HTML, XHTML, WAP), HTML Seiten werden auf Wunsch so angezeigt, wie man sie vom Desktop her kennt. Aufgerufene Seiten speichert der Browser in einer Verlaufsübersicht. Webseiten lassen sich nach bestimmten Begriffen durchsuchen und der Browser bietet zudem eine Miniübersicht der jeweiligen Webseite. Ähnlich, wie es der Browser von Nokias neuen Smartphones auch kann. Selbst RSS-Feeds sind kein Problem. So bekommt man schnell und einfach eine Übersicht der aktuellen Neuerungen. Die jeweilige Aktualisierungsintervall kann der Bold Nutzer selbst bestimmen.

Im Vergleich zum iPhone gewinnt der eingebaute Browser zwar keinen Blumentopf, kann aber durchaus mit Modellen der Konkurrenz mithalten. Wer mit ihm gar nicht klar kommt, kann problemlos den Opera Mini Browser aufspielen. Stichwort "E-Mails". Dafür waren BlackBerrys schon immer bekannt. E-Mails werden grundsätzlich in Echtzeit (per Push) empfangen. Zu diesem Zweck erstellt man (zumindest bei meinem T-Mobile Testgerät) über eine spezielle Webseite ein Konto und ist dann bereit zum Echtzeit-Empfang von E-Mails. Natürlich lassen sich auch bestehende Postfächer anderer Anbieter mit einbinden. Für Geschäftskunden dient hierzu der BlackBerry Enterprise Server. E-Mails aus anderen Postfächern werden hier gesammelt und dann ich Echtzeit an den BlackBerry übertragen. Der Eingang von Nachrichten wird dann durch rotes Blinken der LED über dem Display signalisiert. Technisch gesehen handelt es sich beim E-Mail Klienten des BlackBerry um eine IMAP Lösung. Der E-Mail Server wird sozusagen nur ferngesteuert. Eine bessere und schnellere Lösung gibt es in meinen Augen nicht. Neuerdings werden E-Mails auch im HTML Format dargestellt. Normale POP oder IMAP Konten unterstützt der Bold aber nicht. Ohne zugebuchte BlackBerry-Option bleibt also nur noch der Webmailer.

Für einen reibungslosen Austausch mit der Außenwelt hat RIM seiner neusten Schöpfung wieder Bluetooth samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) und AVRCP (Audio Video Remote Control) mit auf den Weg gegeben. Der Bold ist das erste Modell, was das nicht unwichtige Bluetooth SAP unterstützt. So kann die Brombeere über die Kfz-Freisprechanlage auf die SIM-Kontakte des Telefons zugreifen. Leider fordert der Bold nach Beendigung der Verbindung immer zur PIN-Eingabe auf. Die Synchronisation der Kontakt- sowie Kalenderdaten, Aufgaben und Notizen mittels der BlackBerry Desktop Software klapp reibungslos. Nahezu alle gängigen Programme (Lotus, MS Outlook (Express), Novell GroupWise) werden unterstützt. Die USB-Verbindung erfolgt in Highspeed und ist rasend schnell. Es besteht also keinen Grund dafür, seine Speicherkarte über einen externen Kartenschreiber zu füllen.

GPS

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Der Bold bietet dank des integrierten GPS-Empfängers und der Softwarelösung BlackBerry Maps eine grundlegende Navigationshilfe. Hierbei werden Straßenkarten über GPRS oder HSPDA auf den BlackBerry übertragen. So lassen sich Routen bequem online planen und anzeigen. Die aktuelle Position wird dabei immer auf der Karte aktualisiert. Der Sattelitenfix geht sehr schnell, das riecht nach A-GPS. Wer mag, kann sich auch T-Mobiles Navigationslösung "Navigate" runter laden und diese sogar dank des beigefügten Coupons sechs Monate kostenlos nutzen.

Kamera

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Die integrierte 2-Megapixel-Kamera mit ihrem Digitalzoom ermöglicht eine maximale Bildauflösung von 1600 x 1200 Pixel. Ein Autofokus wird nicht angeboten. Insgesamt sind die Bilder der Kamera bei wenig Licht etwas zu dunkel. Diverse Farbeeffekte sowie Einstellungsmöglichkeiten bei der Qualität und Weißabgleich des Bildes lassen den Nutzer Einfluss auf die Bilder nehmen.

 

Die Qualität der Bilder ist soweit noch gut. Sie leistet sich aber leichte Farbschwächen sowie eine gewisse Tendenz zur Randunschärfe.

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Videos können ebenfalls aufgezeichnet werden und zwar bis maximal 480 x 320 Pixel. Ein echtes Novum für den ehemaligen Kommunikationsspezialisten!

Bold
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Videoeindrücke

Akkulaufzeit

BlackBerrys sind u.a. auch für ihre lange Ausdauer bekannt. Macht der Bold aufgrund seiner erweiterten Multimediafähigkeiten da eine Ausnahme? Nein. Durch seine intelligente Stromspartechnologie (sensorgesteuerte Hintergrundbeleuchtung) und dem 1500 mAh Akku ist selbst bei häufigerer Nutzung von WLAN, UMTS und GPS ein Messetag überbrückbar. Allerdings sei angemerkt, dass man im UMTS-Netz schon nach knapp drei Stunden Gesprächszeit eine passende Stromversorgung zur Hand haben sollte. Selbst im E-Mail-Push und bei täglicher, einstündiger Nutzung des Musicplayers hält der Akku locker 2 Arbeitstage ohne Nachschub aus der Steckdose. Diese Laufzeit müssen andere Smartphones dem Bold rst einmal nachmachen. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit 10 Tagen im Standby-Modus sowie mit 4 Stunden Gesprächszeit an.

Fazit

Autor

Der BlackBerry Bold ist in jedem Fall eines der besten Business-Smartphones. Erstmals bietet ein BlackBerry sowohl GPS und WLAN, als auch HSDPA. Dazu kommt die unübertroffen gute E-Mail- und Push-Funktion. Die neu überarbeitete Firmware läuft stabil und schnell, erfordert aber noch Anpassungen der Drittanbietersoftware. Das große Display mit seiner hohen Auflösung von 480 x 320 Pixel, der 1 Gigabyte fassende interne Speicher und die guten Multimediaeigenschaften in Form des Music- und Videoplayers mit Unterstützung für XviD und DivX können zudem punkten. Dagegen macht die Kamera des Bold eher mäßige Bilder.

Die etwas überfrachtete Menüoberfläche mit ihren 28 Icons und die teils kryptischen Einstellungsoptionen überfordert so manchen, dafür ruckelt das Betriebssystem dank des mit 624 Megahertz getakteten Prozessor überhaupt nicht. Kaufmännisch betrachtet ist der Bold unterm Strich das bisher beste Smartphone. Für die knapp 460 € wird viel Kommunikationstalent und Sicherheit geboten. Wer mit der Tatsache leben kann, dass ein Bold die Buchung der passenden BlackBerry-Option nach sich zieht, kann bedenkenlos zugreifen. Allen anderen würde ich vor dem Kauf raten, sich in den diversen Foren zum Thema schlau zu machen oder ggf. den Kauf des ebenfalls guten Nokia E71 in Betracht zu ziehen.





  

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