Asus Transformer Prime

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 21.02.2012, 09:02
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Das weltweit erste Tablet mit dem neuen Nvidia Tegra3-Chipsatz kommt in Form des Transformer Prime TF201 von Asus. Ein 1,3 Gigahertz schneller  Quadcore-Prozessor sorgt für ordentlich Dampf. Technisch lässt er sich ohne Probleme bis etwa 1,6 GHz übertakten. Dazu benötigt man allerdings die sogenannten "Root"-Rechte. Laut Hersteller ist das Asus Transformer Prime knapp fünfmal schneller als sein Vorgänger. Das knapp 8 Millimeter dünne Aluminium-Gehäuse ist recht leicht, es wiegt nämlich nur 586 Gramm. Während meines Tests hat  sich die Oberfläche allerdings auch als ziemlich empfindlich herausgestellt, was kleine Kratzer betrifft. Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sorgt für eine gute Aufnahmequalität.  Das Transformer Prime ist zum Beispiel bei getgoods.de für knapp 600 Euro erhältlich.

Design/Haptik/Verarbeitung

Das Transformer Prime ist 26,3 x 18 x 0,8 cm groß und wiegt trotz der hochwertigen Materialien nur 585 g. Zum Einsatz kommt nämlich überwiegend Aluminium mit all seinen Vor- und Nachteilen. Es verleiht ihm einen hochwertigen und auf den ersten Blick auch robusten Eindruck. Ein Knarzen oder ähnliche unschöne Geräusche kann man dem Prime nicht entlocken. Leider ist die Aluminiumoberfläche ziemlich kratzempfindlich. Zudem sind die Kanten des Tablets etwas scharfkantig geraten.Auch der Docking-Mechanismus wurde nochmals überarbeitet. Das Scharnier ist allerdings etwas schwergängig, mit nur einer Hand kann man sein Prime nicht öffnen. Die mitgelieferte Tastatur mit ihrem integrierten Akku ist ebenfalls sehr hochwertig ausgefallen und hat das Niveau gängiger Netbooks bzw. Laptops.  USB-Port und Speicherkartenslots sind ab Werk bereits Kunststoffplatzhaltern bzw. Abdeckungen gesichert.  Gerade das Entfernen der Gummistopfen am Dock gestaltet sich sehr fummelig.

Technik

Technisch betrachtet bietet das Prime eine Menge. Neben dem
NVIDIA Tegra 3 Quadcore Prozessor mit 1.4 GHz, kann vor allem das 10,1 Zoll große  Super IPS+ Display mit kratzfestem Gorilla Glas punkten. Als Betriebssystem kommt ab Werk erst einmal nur Android 3.2 zum Einsatz. dank eines Onlineupdates kann man aber sofort auf  Android 4.0 updaten.

Lieferumfang/Unboxing



Zum Lieferumfang gehören neben dem Asus EeePad Transformer Prime, noch ein vollwertiges Dock mit Tastatur, ein integrierter Akku sowie Netzteil und Datenkabel. Ein HDMI-Kabel sucht man allerdings vergebens.

Display

Das 10,1-Zoll große Display löst mit mit 1280 x 800 Pixel auf sehr hoch auf. Daher werden Texte, Grafiken und Videos sehr scharf abgebildet. Die Displayhelligkeit des IPS+ Panels kann manuell oder automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse angepasst werden.  Gerade im IPS+ Modus ist es sehr hell und auch draußen, bei Sonnenschein,  noch gut ablesbar. Schwarz wird auch schwarz dargestellt, die Farben kommen kräftig und naturgetreu rüber. Der Touchscreen selbst funktioniert hervorragend; reagiert schnell und präzise auf Eingaben. Nicht zuletzt dank 10-Finger-Multitoucheingaben.  Sobald man das Tablet dreht, sorgt der eingebaute Lagesensor dafür, das sich die Anzeige ohne jegliche Verzögerung ebenfalls um 90 Grad mitdreht. Das Display weist allerdings eine starke Spiegelung auf und bildet Fingerabdrücke genauso gut ab, wie der kriminaltechnische Ermittlungsdienst. :D Asus legt daher gleich ein Display-Reinigungstücher mit bei. Er besteht aus Frottee und "saugt" die Fettfingerabdrücke förmlich vom Display.

Menü/Bedienung



Auf dem Asus Transformer Prime läuft Android in der Version 4.0. Die Bedienung ähnelt dem Vorgänger Honeycomb. Da Bilder oder Videos mehr sagen, als tausend Worte verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf meinen Videotest:

Anwendungen/MARKET

Die Anzahl der vorinstallierten Programme ist bei "Androiden" eigentlich recht übersichtlich. Das macht auch Asus keine Ausnahme.  Neben den üblichen PIM-Anwendungen, wie E-Mail, Kalender und Kontaktverwaltung gibt es auch einen  Taschenrechner sowie eine Uhr mit Weckfunktion. Selbst Microsoft Office Dokumente können angezeigt und editiert werden.


Musik/Video

Der MP3-Player wird über die üblichen virtuelle Tasten gesteuert. "Album Arts", Tracknamen sowie Interpretensorgen für eine ansprechende und übersichtliche Darstellung. Um die Soundqualität testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, einem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus gühttp://www.mobile-reviews.de/admin.php?op=EditStory&sid=378nstigen Koss Porta Pro, einen EP 630 von Creative Labs sowie den Philips SHL8800 eingesetzt.
CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Philips SHL8800
(C) Philips
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs


Der iGrado erfordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke ist beim Prime dafür hoch genug. Auch der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem Transformer Prime sehr gut zusammen. Die Höhen werden aber früh gekappt, immerhin fördert er die Bassausgabe. Wer InEars mag, für den ist der Creative Labs EP 630 eine gute Alternativen. Den besten Klang habe ich mit meinem Philips SHL8800 erhalten. Dank des Equalizers mit seinen zahlreichen Presets  klingt das Prime hervorragend. Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zum Einsatz:

Sarah Brightman
(Symphony)

VNV Nation:
Automatic

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado iGrado iGrado iGrado


Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den MP3-Player auch im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

Der Video-Player spielt Videos auf Wunsch im Querformat und mit einer maximalen Auflösung von etwa 1080p ab. Neben den üblichen MPEG4-Videos mit H.264-Codec kann der Player sogar manche DivX/Xvid abspielen und diese über HDMI auch auf einen Flachbildschirm ausgeben.

Connectivity (Internet/E-Mail/GPS)

Dank USB-Port, MicroSD-Slot und SD-Slot stehem dem Käufer alle Erweiterungsmöglichkeiten offen.  Neben dem  USB-Stick, versteht sich das Prime auch mit SD- und MicroSD-Karten. Selbst externe-Festplatten erkennt das Prime. Auch externe Tastaturden oder Mäuse sind kein Problem.  Leider gibt es nur einen USB-Port am Dock. So muss man sich immer entscheiden, ob man Tastaturen, USB-Speicher oder gar ein USB-Gamepad nuten will. Der 3.5 mm-Kopfhörer-Ausgang ermöglicht den Anschluss beliebiger Kopfhörern. Ein Micro-HDMI-Port ist ebenso vorhanden, leider fehlt das passende Kabel. Wer mal schnell eine Runde Zocken will kann sein Prime so direkt ab den heimischen Flachbildschirm anschließen, sein USB-Gamepad einstöpseln und dank Spielen wie Riptide oder Shadowgun Konsolenfeeling aufkommen lassen.

Unterwegs ist man über WLAN b/g/n online und dank des integrierten GPS-Empfängers immer orientiert. Eine Variante mit UMTS liefert Asus leider nicht. GPS-Empfang in Gebäuden ist allerdings "dank" des Alugehäuses kaum möglich und auch der WLAN-Empfang leidet ein wenig. Per Bluetooth kann man Dateien aber problemlos transferieren.

Kamera/Video

Fotos mit einem Tablet? Wenn es sein muss erledigt das Transfomer Prime auch das mit Bravour. Die 8 Megapixel-Kamera macht einen guten Eindruck, der CMOS-Sensors und die große Blendenöffnung erlauben auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch ansprechende Bilder. Dann allerdings mit einem recht deutlichen Rotstich. Videos zeichnet sie in 1080p (Full HD) auf.

Akkulaufzeit

Die Tegra 3 Quad-Core-CPU sowie 1 Gigabyte RAM machen aus dem Prime ein sehr schnelles Tablet. Die flüssige Bedienung, surfen und auch die tägliche Nutzung sind fast ohne jegliche Unterbrechung möglich. Spiele, wie Shadowgun THD oder Riptide, beides spezielle Tegra 3-Variante mit höher aufgelösten Texturen, dynamischer Beleuchtung und schönen Partikeleffekten laufen ohne messbare Ruckler. Das Prime bietet dabei drei Leistungsmodi; neben einem Energiesparmodus, gibt es noch ein eher ausgewogenes Profil sowie die volle Leistung im Normalmodus.  Dann werkeln nämlich alle vier CPU-Kerne mit  1,3 GHz. So hält das Prime etwa 8 Stunden und mit angeschlossenem Dock und dank des - zusätzlich integrierten Akkus - etwa 14 Stunden durch.

Fazit






Das Asus Transformer Prime ist bisher das mit Abstand beste Tablet auf der Basis von Android. Der Tegra 3 Chipsatz zeigt, in welche Richtung die Entwicklung geht. Performance wohin man sieht. Asus hat sich mit der hochwertigen Verpackung des Tablets leider eine Bärendienst erwiesen. Aluminium sieht halt nicht nur gut aus, sondern schirmt manchmal auch zu stark ab.  Zum Preis von etwa 600 Euro bekommt man ein vollwertiges Netbook, gute Akkuleistungen und als Zubrot noch einen mehr als brauchbare Kamera. Da muss Apple mit seinem iPad3 nun aber kräftig nachlegen :D



  

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