Asus P552w

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 25.03.2009
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Testbericht Asus P552w von mobile-reviews.de

Hersteller:

ASUS

Modell:

P552w

Bezugsmöglichkeit:

ASUS P552w

Bilder:

P552w

Kamerabilder

Revision: 25.03.2009

Nicht zuletzt mit dem von mir getesteten P552w mischt auch Asus im Markt der Windows Mobile PDAs mit. Dank des 2,8 Zoll großen Touchscreen kommt Windows Mobile® 6.1 Professional zum Einsatz. So reagiert er auf Eingaben über den mitgelieferten Stylus oder der Finger. Unterstützt wird der Nutzer durch die vorinstallierte Benutzeroberfläche "Glide". Asus Antwort auf TouchFlo 3D und Co. Inhalte stellt der P552w in QVGA-Auflösung bei 320 x 240 Pixel und 65.536 Farben dar, solange die Sonne nicht zu stark scheint. Neben GSM-Triband surft es sich dank des UMTS Datenturbos HSDPA mit einer theoretischen Übertragungsrate von 3,6 Mbit/s. Die 2.0-Megapixel-Kamera taugt für Schnappschüsse in durchschnittlicher Qualität. In der mir zur Verfügung gestellten Version sorgt das Navigationsprogramm "ASUS Go" für die richtige Richtung. Dem integrierten GPS mit einem SirfStar III Chipsatz sei Dank. Wie sich der kleine Asus im Alltag geschlagen hat, soll Ihnen mein Testbericht zeigen.

Design

Warum kommen eigentlich alle Businessgeräte in einem eher trist wirkenden Anthrazit daher? So geht der kleine Asus auch optisch in der Masse der Businessgeräte unter. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das P552w zudem kaum von einem HTC Touch. Das komplette Gehäuse ist mit einem gummiartigen Material beschichtet, so wird aus dem kleinen P552w ein echter Handschmeichler. Eine Aluleiste, die den unteren Teil des Gehäuses umringt, lockert das Äußere ein wenig auf. Das Display wird durch eine Scheibe aus Kunststoff geschützt. Aus Gründen der Ergonomie wurde diese entspiegelt. Den Vorteil der besseren Ablesbarkeit bei Sonnelicht erkauft man sich allerdings mit der Tatsache, dass Farben und Schriften nicht optimal zur Geltung kommen. Aber auch die Displayoberfläche des P552w ist ruckzuck mit Fingerabdrücken übersäht. So kann man den aktuellen Haut-PH-Wert umgehend ablesen. Ein passendes Putztüchlein sollte man daher sofort ins Auge fassen.

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Weitere Bilder des Asus P552w finden Sie hier.

Vergleich (Asus P552w - LG KS20 - Diverse Handys - T-Mobile Ameo 16GB)

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Technik

Angetrieben wird das Asus P552w durch Microsofts in die Jahre gekommenes Windows Mobile® 6.1, aufgrund des Touchscreen natürlich in der "Professional" Variante. Der 2,8" Screen des Asus P552w wirkt auf den ersten Blick etwas klein, bietet dabei aber die übliche Auflösung von 320 x 240 Pixel (QVGA) bei 65.536 Farben. Die Bilddiagonale umfasst immerhin 71 mm. Die 2-Megapixel-Kamera muss ohne Autofokus und Fotolicht auskommen. Durch den vorinstallierten Internet Browser (Mobile) surft man fast wie auf dem PC gewohnt. Microsofts "Office Mobile" sorgt unterwegs für den Zugriff auf Word und Co. Kommunikationsseitig bietet das Asus P552w neben Bluetooth 2.0 samt A2DP (Stereo Audio über Bluetooth) noch USB 1.1 und Wireless LAN (802.11g). Durch seine Triband-Unterstützung ist es fast überall einsetzbar. Dabei wird der Datentransfer bei entsprechender Verfügbarkeit durch UMTS mit HSDPA beschleunigt. Eingaben erfolgen über eine sehr kleine virtuelle Zehner- sowie QWERTZ-Tastatur. Programme und Daten legt das P552w im 128 MB umfassenden RAM bzw. 256 MB ROM ab. Der interne Speicher lässt sich problemlos durch microSD-Speicherkarten (mit bis zu 16 GB) erweitern. Für ausreichend Geschwindigkeit sorgt eine Marvel Tavor CPU mit 624 MHz. Durch entsprechende Software kann sie sogar runter getaktet werden, sehr zur Freude des 1100 mAh Akku. Damit nutzt das P552w einen der schnellsten Prozessoren, auch wenn man das nicht immer merkt. Subjektiv (und laut SPMark) scheint er schneller, als der ebenfalls mit 624 MHz betriebene Intel XScale des T-Mobile Ameo 16GB zu sein.

Lieferumfang

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In den vielen Fächern des Kartons der kleinen, weiß-blauen Schachtel kommt ein nahezu vollständiger Lieferumfang zum Vorschein. Neben dem Asus P552w soll ein Li-Ion Polymer Akku mit 1100 mAh für genügend Ausdauer sorgen, während das mitgelieferte Stereo-Headset in erster Linie der Kommunikation dient. Ein Netzladegerät, ein USB-Datenkabel und mehrere Kurzanleitung sowie Garantiekarten und CD-ROMs mit Bedienungsanleitung und Zusatzsoftware vervollständigen das Paket. Eine Speicherkarte (2GB) gehört beim Asus P552w auch zum Lieferumfang, nicht zuletzt, weil Asus darauf das Navigationsprogramm "Asus Go" vorinstalliert hat.

Verarbeitung/Haptik

Das Asus P552w fühlt sich gut an und liegt fast perfekt in der Hand. Vom ersten Augenblick an vermittelt es einen wertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist überzeugend. Ein Knarzen oder Quietschen ist dem Gehäuse des Asus P552w selbst bei hohem Druck auf den Akkudeckel nicht zu entlocken. Das Gerät ist mit 110 g Gewicht und Abmessungen von 102 x 61 x 15 weder sonderlich schwer, noch gross. Durch seine eher zierlichen Abmessungen verschwindet es fast komplett in der Männerhand und ist so auch für weibliche Interessenten mit kleineren Händen gut geeignet.

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Der Asus P552w präsentiert auf der Vorderseite einen gut zu bedienenden 5-Wege-Navikey, mit dessen Umrandung man durch Druck in die jeweilige Richtung durch die Menüs navigiert. Durch Druck auf den zentralen Drücker bestätigt man dann die Auswahl. Links neben dem Navikey findet der Nutzer noch eine Taste, die den sogenannten "AnyTime Launcher" aufruft. Der Launcher ist Teil einer von Asus entwickelten Benutzeroberfläche namens "Glide" und soll das reichlich altbacken wirkenden Windows Mobile kaschieren, ähnlich wie beim "Touch Flo" von HTC. Dazu dann später mehr. Der von anderen Windows Mobile Geräten bekannte Homekey (für den Startbildschirm) fehlt beim P552w, dafür gibt es aber eine zusätzliche OK-Taste zur Bestätigung von Eingaben. An der linken oberen Gehäuseseite befinden sich neben dem Anschluss für eine externe GPS-Antenne zwei Tasten zur Regelung der Lautstärke in Gesprächen sowie der Musikausgabe. Eine extra Kamerataste hat Asus dem P552w auf der rechten Gehäuseseite spendiert. An der oberen rechten Seite ist zudem ein Schieber zur Tasten- und Displaysperre angebracht.

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Auf der linken Oberseite befindet sich der Ein- und Ausschalter, der das Asus P552w auch aus dem Schlafmodus weckt. Die micro-USB Lade-/Kopfhörerbuchse ohne Abdeckung befindet sich an der Unterseite des Mobiltelefons. Wer gleichzeitig Musikhören und sein P552w laden will ist aufgeschmissen, Kopfhörer und Ladekabel teilen sich nämlich einen Anschluss. Eine dauerhafte Musikberieselung wird somit vom Akku vordiktiert. Einen 3.5 mm Klinkenanschluss sucht man beim Asus vergebens. Abhilfe verspricht da nur ein Adapter aus dem Zubehörhandel, die Ext.mini-USB Adapter von HTC passen nicht!

Alle Texteingaben erfolgen über eine sehr kleine virtuelle QWERTZ-Tastatur mit mehreren Ebenen. Im Telefonmodus erscheint die üblichen Zehnertastatur.

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Display

Das Display wirkt in geschlossenen Räumen bzw. bei mittlerem Lichteinfall absolut überzeugend. Grafiken und Texte werden mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bei 65.536 Farben dargestellt. Leider wirkt aber die Darstellung beim meinem Testgerät leicht verwaschen. Ursache hierfür scheint die sehr starre und entspiegelte Displayabdeckung aus Kunststoff zu sein. Das Bild wirkt so, als wenn immer ein leichter Fettfilm auf dem Display liegen würde, was aber nicht der Fall ist. Vielleicht handelt es sich nur um eine Verunreinigungen im Kunststoff. Bei starker Sonneneinstrahlung lässt sich das matt beschichtete Display aber trotzdem deutlich schlechter ablesen, die maximale Displayhelligkeit ist dem deutlich stärkeren Sonnenlicht unterlegen. Sie ist im normalen Betrieb aber immer ausreichend. Im Energiesparmodus schaltet sich das Display komplett ab, sehr zur Freude des eingebauten 1100 mAh Akkus. Dieser kann so nämlich deutlich länger seine Arbeit als Stromquelle verrichten. Insgesamt reagiert der Touchscreen sehr direkt, deutlich direkter als andere Konkurrenzprodukte. Alle Eingaben werden sehr direkt umgesetzt, manchmal allerdings mit einer kleinen Gedenksekunde, die aber eher durch die Firmware V5.12 verursacht wird.

Inbetriebnahme

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Der Einbau des Akkus gestaltet sich einfach, sofern man den Akkudeckel abbekommen hat, den der sitzt recht stramm. Das Einlegen der SIM sowie Speicherkarte ist im Vergleich die fummeligere Angelegenheit. Die Steckplatz für die microSD befindet sich in einem Schacht unterhalb der SIM. Zum Wechseln muss man immer zuerst den Akku entfernen. Das Asus P552w wird dann durch leichten Druck auf den Ein-/Ausschalters gestartet. Nun legt der Windows Mobile 6.1 User erst einmal eine kleine Zwangspause ein. Wie sein großer Bruder Windows XP dauert der Bootvorgang etwas länger. Hier unterscheiden sich Symbian und Windows Mobile nicht wirklich.

Homescreen (Glide)

Das Asus P552w kommt mit einer ähnlich stylischen Benutzeroberfläche daher wie z. B. Modelle von HTC. Asus nennt seine Kreation "Glide". Durch Gesten bekommt man so schnell Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Alles hübsch verpackt und in schöne Animationen gehüllt. Selbst zwei unterschiedliche Startbildschirme gehören mit zum Programm. Asus unterscheidet hier zwischen Home und Business. Der normale Standardbildschirm verändert mit der Tageszeit auch das Hintergrundbild, geht also sozusagen virtuell mit in den Feierabendmodus über.

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Die Wetterdaten werden optisch eindrucksvoll in Szene gesetzt. So werden sowohl Sonnenschein als auch Regenwolken durch schöne Bilder dargestellt. Die notwendigen Klimadaten erhält das Asus P552w aus dem Internet. Des Weiteren erhält man im Homescreen auch Zugriff auf den Audioplayer, SMS/MMS und E-Mails sowie Kalenderdaten. Googles Websuche wurde mit einem eigenen Eintrag auf den Startbildschirm gewürdigt.

In das eigentliche Glide-Menü, Anytime Launcher genannt, gelangt man über den Drücker links neben dem 5-Wege-Navikey. Eine kreisende Menüdarstellung bietet dann Zugriff auf den Browser, die Multimediaprogramme, aber auch häufig benötigte Programme und Kontakte.

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Die Glide-Menüsteuerung reagiert aber manchmal leicht widerspenstig, zudem ruckeln die Animationen hier und da vor sich hin. Da können TouchFlo 3D von HTC sowie die Panels vom Sony Ericsson Xperia X1 besser überzeugen. Obwohl sie anfangs mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten. Jenseits von Glide und Co findet der Nutzer auch beim P552w wieder die gewöhnliche Windows-Mobile-Oberfläche, so dass dann der beiliegende Stift häufiger zum Einsatz kommt. Wäre ja auch Schade drum, nicht wahr? Zusätzlich zu "Glide" kommt beim P552w auch noch eine zuschaltbare Gestensteuerung hinzu. Sie bedarf aber einiger Übung und ist längst nicht so komfortabel, wie mit Multitouch auf dem Apple iPhone. Hat man aber erst einmal den Bogen raus, klappt das ganz gut. Ich empfehle vorab aber dringend das Studium der entsprechenden Kurzanleitung.

Menü/Funktionen

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Als waschechter Windows Mobile PDA bietet das Asus P552w die üblichen Anwendungen wie Wecker, Rechner und natürlich Aufgaben- und Notizenverwaltung. Eine Sprachaufzeichnung gehört hingegen nicht zum Funktionsumfang, dafür aber eine Sprachsteuerungsfunktion. Das sehr nützliche "OneNoteMobile" ermöglicht Notizen mit Grafiken und Audiokommentaren, so wird aus dem schnöden Einkaufszettel schnell ein multimediales Kunstwerk. Ein vollwertiger E-Mail Klient samt funktionsfähiger Unterstützung für POP und IMAP4 verarbeitet E-Mails inklusive Dateianhang. E-Mail Push lässt sich über einen speziellen Serverdienst auf MS Exchange Basis oder Anwendungen wie z. B. "emoze" realisieren, zieht dann aber ordentlich an den Reserven des Akkus.

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Neben einem vollwertigen Webbrowser (Internet Browser Mobile) hat Asus noch eine Menge zusätzlicher Software vorinstalliert. Das Bildanzeigeprogramm "EziPhoto" zeigt auf einem Kalender das Aufnahmedatum der Fotos. Diese lassen sich dann in Alben zusammenfassen. Innerhalb der Alben scrollt man per Fingerstreich von Foto zu Foto. Der Musikplayer "EziMusic", wird ähnlich Apples CoverFlow ebenfalls durch Gesten bedient. Er soll wohl den recht altbacken wirkenden Windows Media Player ersetzen. Leider klappt das nicht immer. Gerade wenn man viele Alben auf der Speicherkarte hat, gestaltet sich die Auswahl im Coverflow des EziMusic-Players quälend langsam. Ein Anruffilter sorgt auf Wunsch für dauerhafte Stille, sofern man vergessen hat, seine Kontakte auf ein Whitelist zu setzen. Alle anderen Anrufer werden dann ignoriert. Das P552w bietet fünf anpassbare Profile an. Hier kann man seine eigenen Klingel- und Signaltöne auswählen. Eine automatische Umschaltung zwischen den Profilen "Normal" und "Versammlung" ist möglich, sofern man im Kalender einen entsprechenden Tageseintrag definiert hat. Die eingedeutschten Begriffe sind dabei doch oft etwas seltsam gewählt ("Versammlung"? Damit ist doch wohl eher die "Besprechung" gemeint).

PIM/Office

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Natürlich werden Businessgeräte, wie das Asus P552w auch mit den passenden Office-Anwendungen (Excel Mobile, Word Mobile, Powerpoint Mobile) ausgestattet. Excel- und Word-Dateien können sowohl angezeigt, als auch verändert werden. Powerpoint- sowie PDF-Dateien kann man dagegen nur lesen. Allzu umfangreiche und aufwendig animierte Präsentationen sollte man allerdings trotz des recht schnellen Prozessors vermeiden. Die Änderungen in Mobile Word bzw. Excel sind klein aber fein. So beherrschen sie nun auch Hervorhebungen wie beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift. Insgesamt wurden die Funktionen des mobilen Officepaketes in Windows Mobile 6.1 optisch an Vista angelehnt.

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Der Speicher für die Kontaktdatenbank wird dynamisch verwaltet und kann daher eine Vielzahl von Einträgen aufnehmen. Hierbei wird auf Wunsch auch ein Bild des Kontaktes abgespeichert und bei einem Anruf als "Vollbild" (ist aber relativ) angezeigt. Kontakte lassen sich durch Eingabe der entsprechenden Buchstabens suchen und nach einer Vielzahl von Kriterien sortieren und filtern. In den einzelnen Kontakten kann man nahezu alle möglichen Informationsdetails eintragen (Name, Mobiltelefon, Privatnummer, Büronummer, Fax, E-Mail, Rufton sowie eine persönliche Notiz). Ein Feld für Geburtstage ist aber nicht vorgesehen.

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Der Kalender stellt Termine übersichtlich in einer Jahres-, Wochen-, Monats- sowie Tagesansicht dar. Auf anstehende Einträge wird aber nur durch ein kleines Symbol hingewiesen. Eine Kurzübersicht in Form eines kleinen Popup gibt es nicht. Das kann Symbian 9x besser. Zu jedem Termin lässt sich eine Notiz eingeben. Auch wiederkehrende Termine stellen das P552w nicht vor Probleme. In der Wochen- und Tagesübersicht werden Termine durch einen Balken dargestellt. Neu ist die Tatsache, dass man über die Anwendung "Remote-Kalender" auch Zugriff auf "Internetkalender", wie z. B. von Google bekommen kann. So kann man seinen Kalender direkt online abgleichen. Mit Hilfe eines speziellen Programms kann das P552w Termine auch auf die unterschiedlichen Ortszeiten umrechnen.

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Und natürlich kann das P552w auch Aufgaben verwalten, auch hier kann ich diese mit Notizen ergänzen. Im Gegensatz zu den Terminen werden sie aber nicht im Kalender angezeigt. Natürlich kann die SMS-Anwendung die Anzahl der bereits verbrauchten Zeichen einer SMS anzeigen. Vielschreiber können auch mehrere davon verketten.

Unterhaltung/Spiele

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Der Bereich Unterhaltung und Spiele ist traditionsgemäß eher unterbesetzt. Neben dem langweiligen Geschicklichkeitsspiel namens „Bubble Breaker“ gibt es noch das von Windows bekannte Kartenspiel "Solitair". Erwähnenswert ist die Tatsache, dass der Asus P552w auch Java-Anwendungen und Spiele unterstützt. Auf dem freien Markt gibt es aber eine riesige Menge an Spielen und Programmen, sowohl als Free- und Shareware, als auch als Vollpreisvariante. Gute Anlaufstellen für derartige Software sind z. B. die Seiten von pocketland.de oder handango.de. Einen Bewegungssesnor nennt das P552w allerdings nicht sein Eigen.

Navigation/GPS

Das Asus P552w ist mit einer GPS Funktion ausgestattet. Als eines der wenigen Modelle verfügt es über den renommierten, schnellen, aber auch recht stromhungrigen SiRF Star III Chipsatz. In Verbindung mit dem vorinstallierten Programm "Asus Go" kann das P552w sehr gut zur Navigation genutzt werden. Sollte der Empfang einmal nicht ausreichen (z. B. im Kfz), so kann man über einen Anschluss auch eine externe GPS-Antenne nutzen. Vorbildlich!

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Bei "Asus Go" handelt es sich im Gegensatz zu Google Maps um ein waschechtes Navigationsprogramm. In den größeren Städten, wie z.B. Berlin gibt es die Gebäude sogar in 3D zu bewundern. In unserem eher ländlichen Münster (der OB möge meine Häme entschuldigen) muss man mit der normalen 2D-Ansicht Vorlieb nehmen. Das Kartenmaterial für Deutschland, Österreich und der Schweiz ist bereits auf der 2 GB microSD vorinstalliert.

Rein technisch unterscheidet sich "Asus Go" nicth von anderen Navigationsgeräten. Im Hauptmenu sucht man sich die entsprechende Adresse aus den bereits abgespeicherten Favoriten raus, bzw. gibt eine neue ein. Wer mag, kann auch einen POI (Point of Interest) aufrufen oder eines der zuletzt eingegeben Ziele. Bei der Eingabe gibt man zuerst das Land, dann die Stadt bzw. Postleitzahl und schlussendlich die Straße und falls bekannt die Haus-Nummer ein. Danach kann man gleich mit der Navigation beginnen.

Die Anweisungen der weiblichen bzw. männlichen Stimme sind klar verständlich und erfolgen gerade vor Abzweigungen und Abfahrten rechtzeitig genug. Ist die Planung abgeschlossen , kann man eine Simulation auswählen, bei der die Strecke dann virtuell abgefahren wird. "Asus Go" ist in meinen Augen eine nützliche, wenngleich auch nicht die beste Navigationssoftware.

Musik

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Der Musicplayer des P552w macht optisch einiges her und ist dabei leicht an den iPOD des Apple iPhone angelehnt. Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Alben wählt man dann über eine CoverFlow-Optik aus. Um die maximale Soundqualität des Smartphones testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

iGrado PortaPro CX300 EP630

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des P552w reicht nicht aus, um die großen Wandler des iGrado in vernünftige Schwingungen zu versetzen.

Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar schon eine gute Alternative, dessen Bassbereich deutlich stärker rüber kommt, als bei den serienmäßigen Quäkern. Leider werden die Bässe zu stark komprimiert und die Höhen zu früh gekappt, so dass man die CX300 wieder in die Schublade legt. Da kann der Creative Labs EP 630 zwar schon eher überzeugen. Aber auch hier werden die Höhen etwas zu früh abgeschnitten. In meinen Ohren klingt der Koss Porta Pro deutlich harmonischer. Allen Dreien ist die Tatsache gemein, das man sie ohne den passenden Adapter nicht einsetzen kann. Grundsätzlich unterstützt das P552w aber auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Die Soundqualität des mitgelieferten Headsets ist wie so oft nicht der Rede wert.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Einen Mehrband-Equalizer hat der Musicplayer leider nicht vorzuweisen. Die maximale Lautstärke über den Kopfhörerausgang kann aber Wunsch begrenzt werden. Nicht dass sie sonderlich hoch wäre um so eine Option zu rechtfertigen. Ohrenärzte denken darüber wahrscheinlich anders. Durch den fehlenden 3.5-mm-Anschluss können ab Werk keine handelsüblichen Walkmankopfhörer genutzt werden.

Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Die erstmalige Initialisierung (die Erstellung der Musikbibliothek) dauert etwa länger. Als Hörbuchplayer-Ersatz ist der Musicplayer allerdings nur bedingt tauglich. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen.

Klang

Die Sprachqualität ist eher mäßig, Gesprächspartner klingen sehr dumpf. Im Hintergrund ist zudem ein leichtes Rauschen zu vernehmen. Nutzt man die Freisprechfunktion, kommen auch noch Hallgeräusche hinzu, frei nach dem Witz "Wie heißt der Bürgermeister von (W)esel?!" Auch in etwas lauteren Umgebungen ist aber noch eine relativ problemlose Kommunikation möglich.

Connectivity

Wenig überraschend, schließlich handelt es sich um einen PDA mit Windows 6.1, klappt die Synchronisation mit Outlook (Telefonbuch, Aufgaben, Kalendereinträge und Notizen) per ActiveSync (Windows XP) oder dem Windows Mobile Center (Windows Vista) einwandfrei. Die knapp 1.000 Testkontakte synchronisierte das Asus P552w über USB 1.1 in knapp 5 Minuten. Hier macht sie das verwendete USB 1.1 nachteilig bemerkbar. Der Datenabgleich mit einem Microsoft Exchange-Server klappt zuverlässig und dank HSDPA auch zügig.

Über ein geeignetes Bluetoothheadset (z. B. dem Motorola S9) steht dank A2DP (Advanced Audio Distribution) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) einem kabelfreien Musikgenuss nichts im Wege. Der GSM/UMTS Empfang des Triband-Gerätes ist gut. Auch das integrierte WLAN funktioniert in unserem Altbau noch gut.

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Beim Asus P552w kommt der etwas betagte und altbacken wirkende "Internet Explorer Mobile" zum Einsatz. Auf den Opera Mobile Browser 9.5 muss man leider verzichten. Dank HSDPA (sofern vom Netanbieter angeboten) kann man in akzeptabeler Geschwindigkeit surfen. Webseiten werden dabei halbwegs 1:1 wieder gegeben. Richtig Spaß macht mir das Surfen auf dem etwas flauen 2,8-Zoll Display aber nicht. Da bin ich vom Apple iPhone her zu sehr verwöhnt. Immerhin bietet der Browser verschiedene Zoomstufen sowie eine Übersichtskarte der besuchten Webseite.

Das P552w fungiert auf Wunsch als Wechselspeicher, den entsprechenden Eintrag bietet er im Unterpunkt "Einstellungen-Verbindungen-USB-Einstellung". Dateien werden dann aufgrund der USB 1.1 Schnittstelle aber eher langsam übertragen. Natürlich kann man dafür auch den Kurzstreckenfunk Bluetooth nutzen.

Der E-Mail Klient unterstützt POP3 und IMAP4. E-Mails werden unterschiedlichen Intervallen, von 5 Minuten bis einmal täglich automatisch abgeholt. Push-E-Mail wird ebenfalls unterstützt. Der SAR-Wert ("Spezifische Absorptionsrate") beträgt 0,977 W/kg und ist damit zwar sehr hoch, unterschreitet aber den von der Europäischen Union festgelegte Grenzwert für Handys von 2 Watt pro Kilogramm (2 W/kg) deutlich. Der SAR-Wert gibt dabei an, wie viel Sendeleistung der Körper in Watt pro Kilogramm beim mobilen Telefonieren aufnimmt.

Kamera/Video

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Asus hat beim P552w eine 2.0-Megapixel-Kamera verbaut. Wunder sollte man also keine erwarten. Da die Linse nur ein paar Millimeter groß ist, sollte schon mehr als ausreichend Licht zur Verfügung stehen. Dann macht die Kamera auch halbwegs gute Bilder. Eine LED zur Beleuchtung sowie ein Autofokus wurden ihr nicht mit auf den Weg gegeben.

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Das Asus P552w nutzt das komplette Display als Sucher. Wie bei einer echten Digicam wird es dann im Quermodus (240 x 320 Pixel) gehalten. Die Kameraoptionen enthalten verschiedene, mal mehr mal weniger nützliche Einstellungsmöglichkeiten. Unterschiedliche Szenenprogramme, wie Auto, Nacht oder Sport sollen für die notwendige Schärfe sorgen während verschiedene Weißabgleiche (Auto, Sonnig, Bewölkt, Glühlicht, Neonbeleuchtung) Rot- oder Blaustiche verhindern sollen. Effekte, wie Schwarz/Weiß, Sepia und Negativ nehmen auf Wunsch Einfluss auf Aussehen der Bilder.

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Die Bildauflösung kann in mehreren Stufen zwischen 2 Megapixel (1600 x 1200 Pixel) und QVGA (320 x 240 Pixel) variiert werden. Die Qualität der Bilder lässt sich auf Normal, Fein und Superfein einstellen. Dank des fehlenden Autofokus dauert die Speicherung eines Bildes nur knapp 1 Sekunde. Der Start der Kamera nimmt dabei ebenfalls knapp eine Sekunde in Anspruch.

Bei ungünstiger Beleuchtung tendieren weiße Flächen zwar zu einem Blaustich und dunklere Bereiche schnell zur Artefaktbildung, insgesamt ist die Qualität der Bilder aber gutes Mittelmaß. Natürlich sind die Bilder detailärmer als bei den aktuellen Megapixel-Boliden. Zum Ausdruck taugend sie daher kaum. Videos nimmt das Asus P552w mit 15 Bildern pro Sekunde bei maximal 320 x 240 Pixel auf. Die maximale Aufnahmedauer wird nur durch die eingesetzte Speicherkarte begrenzt.

Pixon
Pixon

Als Codec kommt sowohl MP4, als auch 3GP zum tragen. Auch hier stehen die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zur Verfügung. Eine Minute Video verbrät in der höchsten Auflösung unglaubliche 9 MB! Geo-Tagging wird leider nicht unterstützt.

Akkulaufzeit

Der mitgelieferte 1100 mAh Akku ist nicht wirklich ausdauernd. Bei normaler Nutzung (kurz telefonieren, 90 Minuten Musik, ein paar Fotos und Videos sowie E-Mail-Push) macht er nach knapp 12 Stunden schlapp. Nach etwa 2 1/2 Stunden Dauertelefonat im UMTS-Netz bzw. 3 Stunden im GSM-Netz gehen ihm dann die Lichter aus. Bei dauerhafter Nutzung von A2DP hält er knapp 5 Stunden. Intensivnutzer mit aktiviertem E-Mail-Push, Bluetooth und mittlerer Telefonitis werden ihr P552w nach etwa 10 Stunden laden müssen. Im normalen Standby (GSM) Modus und ohne daran rumzuspielen kommt man auf eine Laufzeit von etwa 9 Tagen. Die Akkuanzeige ist nicht sonderlich zuverlässig, nach einem Reboot zeigte das P552w statt drei plötzlich nur noch einen Akkubalken an. Klickt man das Akkusymbol an, so öffnet sich ein Fenster mit einer Prozentanzeige.

Fazit

AutorSowohl optisch, als auch von der Bedienung her soll das Asus P552w eine Alternative zur Touch-Serie von HTC darstellen. Die "Glide" genannte Oberfläche und die Gestenbedienung können dabei aber nicht überzeugen. Irgendwie wirkt sie zu "hölzern", zu oft hakt und ruckelt es. Die Resultate der integrierten 2.0 Megapixel-Kamera gehen in ihrer Leistungsklasse in Ordnung. Für gelegentliche Schnappschüsse reicht sie jedenfalls aus. Die Multimediafunktionen liegen auf typischem Windows Mobile-Niveau. Wer bequem längere Texte verfassen will, wird mit den sehr kleinen virtuellen Tasten keine Freude haben. Der Lieferumfang des P552 geht hingegen voll in Ordnung, mehr ist kaum möglich. Wer ein ähnliches Gerät sucht, sollte sich vielleicht den HTC Touch 3G ansehen. Dann muss man sich allerdings selber um eine passende Onboard-Navigation kümmern.

Renoir





  

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