Apple neues iPad 3

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 28.03.2012
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Nun ist es wieder soweit. Apple bringt einen Nachfolger des Apple iPad 2 raus und die ganze Welt steht Kopf. Zumindest anfangs. Im Sprachgebrauch als iPad 3 bekannt, nennt Apple seine neue Schöpfung der Einfachheit halber lieber "das neue iPad". Aber so neu ist der Nachfolger leider nicht, wie wir im nachfolgenden Test sehen werden.Äußerlich unterscheidet es sich nämlich nur marginal. Aufgrund der zum Einsatz kommenden Technik ist es 0,6 Millimeter dicker als sein Vorgänger. Leider ist es auch 50 Gramm schwerer, das merkt man im täglichen Einsatz zumindest am Anfang, wenn man bereits ein iPad sein Eigen nennen durfte. Der nennenswerteste Unterschied zum iPad 2 ist aber das neue Display, schliesslich bietet es die vierfache Auflösung. Während der Vorgänger an dieser Stelle immerhin mit 1024  x 768 Pixel auftrumpfte, kommt das iPad 3 mit 2048 x 1536 Pixel daher. Apple nennt das Retina-Display. Die Displaydiagonale hat sich nicht geändert, sie beträgt immer noch 9,7 Zoll. Durch die höhere Auflösung werden Inhalte, speziell Texte (Webseiten, PDF, eBooks) aber viel schärfer dargestellt. Beim Vorgänger wiesen Buchstaben noch eine leichte Unschärfe auf. Auch die Farben werden nun satter dargestellt als vorher. Laut Hersteller soll die Farbsättigung  angeblich um 44 Prozent gesteigert worden sein.



Im Inneren des neuen iPad verrichtet nun ein neuer Dual-Core-Prozessor (A5x) mit 1 Gigahertz je kern seinen Dienst. Darin integriert wurde eine Quad-Core-GPU. Der Prozessor ist insgesamt nicht schneller, kann aber nun auf 1 Gigabyte RAM zurückgreifen. Dadurch werden Anwendungen und Webseiten etwas schneller geladen. Der neue Grafikchip hingegen ist im PaDaWa-Benchmark etwa 1/3 schneller. So richtig zur Geltung kommt diese Leistungsfähigkeit aber nur mir speziell für das neue iPad angepassten Anwendungen und Spielen. Die noch für den Vorgänger entwickelten Spiele und Anwendungen können auf dem neuen iPad sogar Probleme bereiten. Dank der hohen Auflösung spielt das neue iPad Filme nun auch in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) ab,  während man diese auf dem iPad 2 nur in HD (1280 x 720 Pixel) geniessen kann. Apple hat dem neuen iPad auch einen stärkeren Akku spendiert. Dabei wurde die Kapazität rechnerisch um etwa 70 Prozent erhöht. Auf die Akkulaufzeit im Vergleich zum iPad 2 hat das keine Auswirkungen.  Die Ladezeit des Akkus beträgt nun aber etwa 8 Stunden, eine Aufladung an handelsüblichen USB-Ports von Computern ist nicht möglich.

 

Die bisher eher mäßige Kameraqualität hat Apple verbessert. Die neue iSight-Kamera auf der Rückseite löst nun mit 5 Megapixel auf und nimmt Videos in Full-HD auf. Die Kameraqualität ist aber immer noch nicht mit der des iPhone 4 vergleichbar. Eine HDR-Funktion (High Dynamic Range) fehlt zum Beispiel komplett.


iPad 2


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neues iPad 3:


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Und auch auf den Sprachassistenten Siri wurde beim neuen iPad verzichtet. Stattdessen zeigt die virtuelle Tastatur ein Mikrofon an, mit dessen Hilfe man Wörter einsprechen kann, die dann gleich als Text übersetzt werden. Das funktioniert allerdings auch nur in Verbindung mit einem Server von Apple, ders eine Daten über eine bestehende Internetverbindung sendet.  Ohne diese lässt sich die Spracherkennung nicht nutzen.Wie immer bietet Apple das neue iPad mit WiFi und mit WiFi / LTE an. Wie bereits berichtet, funkt LTE in Deutschland aber auf ganz anderen Frequenzen. So schaltet das neue iPad hierzulande auf das 3G-Netz, dann immerhin mit bis zu 42 Megabit pro Sekunde zurück.

Fazit:



Das neue Display stellt das Maximum des möglichen dar. Wer auf seinem alten iPad viel liest, wird den Qualitätsunterschied schnell merken. Auch die Grafikqualität bei den optimierten Spielen hat zugelegt. Ob das allerdings einen Wechsel vom iPad 2 rechtfertigt? Ich würde eher sagen: nein! Die Kameraqualität ist immer noch eher mäßig und LTE nur ein Werbegag. Wer unbedingt wechseln will, sollte zur WiFi-Variante und einem MiFi-Router wie dem Huawei E5 greifen. Dann allerdings mit mindestens 32 Gigabyte Speicher, denn die Anwendungen und Spiele nehmen  heutzutage oft  über 1 GB Speicher in Anspruch. Ohne LTE gibt es dann allerdings auch kein integriertes GPS-Modul. Wer noch kein iPad sein Eigen nennt, der sollte hingegen direkt zum neuen iPad greifen, der Aufpreis von etwa 80 Euro lohnt sich!




 


  

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