Apple iPhone 4

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 25.06.2010
Punkte bluebluebluebluebluehalf  (9 von 10)


Testbericht Apple iPhone 4 von mobile-reviews.de
Hersteller:

HTC
Modell:

Apple
Onlineshops:

Geizhals

Kamera:

Kamera

Revision: 25.06.10

Auf der WWDC am 07.06.2010 wurde der breiten Öffentlichkeit endlich das iPhone 4 (vormals iPhone HD) präsentiert. Dabei löst das IPS-Display mit der sogenannte Retina-Technologie mit 326 Pixel pro Inch auf. Die Diagonale beträgt allerdings wieder nur 3,5 Zoll, die Auflösung wurde auf 960 x 640 Pixel aufgeblasen und ist damit nur unwesentlich kleiner als beim Apple iPad. Sehr zur Freude der Entwickler, denn die für das iPad optimierten Anwendungen werden auch auf dem neuen iPhone 4 funktionieren. Anwendungen für die Vorgängermodelle sehen dann nicht "alt" aus. Bestehende Texte werden auf dem iPhone 4 neu berechnet so das fast nichts unscharf wirkt, die Grafiken werden allerdings nur auf die höhere Auflösung vergrößert. Die Kamera wurde verbessert, sie löst jetzt mit 5 Megapixel auf und bietet eine helle LED zur Beleuchtung dunkler Motive an. Wie sich das neue Wunderwerk und "Jesus-Phone" im Alltag geschlagen hat, zeigt Ihnen mein folgender Testbericht.

Design

iPhone4
(c) Apple

Beim iPhone 4 haben die Designer das alte Design quasi komplett verworfen. Irgendwie erinnert das iPhone 4 an ein zu klein geratenes iPad. Ecken oder Kanten sucht man aber auch bei diesem Design vergebens. Die Front wird immer noch von einer großen, schwarz hinterlegten Glasfläche in Beschlag genommen. Das Glas wird laut Apple chemisch gehärtet und ist somit fester, kratzfester und robuster als je zuvor. Dahinter versteckt sich das beeindruckend scharfe 3,5" IPS-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Der Blickwinkel beträgt 178 Grad und die Leuchtstärke knapp 260 Candela pro Quadratmeter. Die Pixeldichte wird nun mit 326 Pixel pro Zoll beziffert. Optisch kommt das knapp 140 Gramm leichte und etwa 116 x 59 x 10 mm dünne Smartphone in einem neuen Gehäuse daher. Mit dem iPhone 4 verabschiedet Apple sich auch von der normalen SIM, denn das neue Modell kann ausschließlich mit einer Micro-SIM betrieben werden. Die beiden Gehäuseseiten (entweder schwarz oder weiß) werden von einem Edelstahlrahmen getrennt, der auch als Antenne für die GSM/UMTS-Verbindung, das GPS, Bluetooth und WLAN fungiert. Dazu wird der Rahmen durch drei Kunststoffschlitze unterbrochen.

iPhone4
(c) Apple

Beide Gehäusehälften sind je nach Modellfarbe entsprechend eingefärbt. So sieht man sofort den Unterschied zwischen einem weißen und einem schwarzen iPhone. Der mit 1 GHz getaktete Apple A4 Prozessor wird im iPhone 4 wieder passiv gekühlt.

Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4

Mehr Bilder vom Apple iPhone 4.

Die glänzende Glasoberfläche des iPhone 4 ist genau wie beim iPhone 3GS gegenüber Fett recht unempfindlich geworden. Eine Beschichtung sorgt dafür, dass der aktuelle Haut-PH-Wert auf dem iPhone 4 nicht mehr ganz so eindrucksvoll in Szene gesetzt wird. Das funktioniert aber nicht immer. Leider spiegelt das Display auch ein wenig mehr. Ein Putztüchlein wird man also trotzdem noch oft zum Einsatz kommen lassen. Gerade Produkte von Apple dürfen doch nicht durch Fingerabdrücke oder andere Fettflecke - und seien sie noch so fein - verunstaltet werden, oder?

Auch das iPhone 4 verfügt nur über eine handvoll echter Drücker. Auf der Vorderseite sitzt der kreisrunde Taster für das Startmenü (Home-Taste). An der linken Gehäuseseite befinden sich die beiden getrennt voneinander eingebauten Tasten für die Lautstärke sowie ein Schalter zur Stummschaltung. An der Oberseite findet man wieder den Ein- und Ausschalter. Das normale Mikrofon sowie die beiden Lautsprecher befinden sich unten am Gehäuse, neben dem Apple-typischen Zubehör-Anschluss. Ein weiteres Mikrofon, welches zur Geräuschunterdrückung dient, befindet sich an der Gehäuseoberseite.

Größenvergleich (iPhone 3G - iPhone 4)

Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4

Das neue iPhone 4 wirkt schmaler als seine Vorgänger. Tatsächlich ist es etwa 25% dünner als das iPhone 3G(S).

Verarbeitung/Haptik/Bedienung

Das iPhone 4 liegt mit seinen knapp 140 Gramm recht ausgewogen in der Hand. Trotz des eckigeren Designs, stören auch beim iPhone 4 keinerlei Ecken oder Kanten den haptischen Eindruck. Die Verarbeitung ist sehr gut. Kein Knarzen, keine wackelnden Tasten, keine unterschiedlichen Spaltmaße trüben den ersten Eindruck des Betrachters. Das iPhone 4 wirkt wie aus einem Guss gefertigt.

Die runde Home-Taste, der Stummschalter sowie die beiden Lautstärkeregler sind leicht erreichbar und reagieren dabei präzise und ohne Widersprüche. Das Bedienkonzept des iPhone 4 ist so einfach wie revolutionär, allerdings nicht immer intuitiv. Funktionen löst man durch leichte Berührung der entsprechenden Icons mit dem Finger aus. Der Touchscreen reagiert kapazitiv. Eine Bedienung mit Handschuhen oder den Fingernägeln ist damit ausgeschlossen. Das Startmenü, man nennt es im Fachjargon auch "Springboard" zieht sich über mehrere Bildschirme. Startet man eine Anwendung, so zoomt sie in einer kleinen Animation in den Hintergrund. Gescrollt wird lediglich horizontal und zwar durch eine kleine Geste mit dem Finger, das sogenannte "Flicken". Die Anordnung der Programme kann man durch längeren Druck auf ein Icon verändern. Im "Wiggle"-Modus (dazu ein Icon länger gedrückt halten, bis alle Icons wackeln) kann man sie auf den unterschiedlichen Startbildschirmen bequem hin- und her schieben, berührt man das kleine "X" kann man sie einfach entfernen.

Durch simples Zusammenführen bzw. Auseinanderziehen von Daumen und Zeigefinger zoom man in ein Dokument, ein Bild oder eine Webseite hinein. Tippt man doppelt auf den Bildschirm, zoomt der Inhalt auf seine Maximalgröße. Durch den eingebauten 3-Achsen-Gyrosensor erkennt das iPhone 4, ob es im Quer- oder im Hochformat gehalten wird und dreht den Bildschirminhalt entsprechend mit. Die eingebaute virtuelle Tastatur lässt sich gut bedienen, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass der Screen wohl bis zu 11 Eingaben gleichzeitig verarbeiten kann.

iPhone4

Der Inhalt der virtuellen Tastatur passt sich den Gegebenheiten an. Im Browsermodus bietet die Tastatur zum Beispiel zusätzliche Tasten, wie zum Beispiel Domain-Endungen an. So kann man seine URLs direkt passend ergänzen.

iPhone4

Nach einem Klick auf ein rot unterstrichenes Wort zeigt das iPhone OS 4 (iOS4) einen passenden Korrekturvorschlag an. Die Erkennungsrate ist dabei deutlich hilfreicher bzw. treffsicherer als noch bei der alten Firmware 3.x.

Technik

Das iPhone 4 wird mit einem - auf einem Unix basierenden Betriebssystem - betrieben. Diesmal allerdings in der brandaktuellen Version 4. Das Auge des Betrachters fällt nach dem Auspacken direkt auf den 3,5" großen Touchscreen mit einer Auflösung von 960 x 640 Pixel bei 16.7 Mio Farben. Die neue Version unterstützt HSDPA mit bis zu 7,2 mbps. Einen externen Speicherkarteneinschub sucht man allerdings vergebens. Das iPhone 4 wird ab Werk mit 16 GB oder 32 GB Speicher ausgeliefert. Dabei wird es von einem 1 GHz starken Apple A4 Prozessor angetrieben, der auch beim iPad zum Einsatz kommt. Daneben kommt eine spezielle Grafik-Engine (PowerVR SGX) - mit Unterstützung für den Open GL ES 2.0 Standard zur Darstellung von 3D-Grafiken - zum Einsatz, flankiert von 512 MB RAM. Das iPad sowie das iPhone 3G(S) müssen da mit 256 AB auskommen.

Typ Smartphone
Bedienung Touchdisplay
Prozessor Apple A4 (1 GHz Single-Core und GPU)
Arbeitsspeicher 512 MByte
Betriebssystem iOS 4
Akku Lithium-Polymer-Batterie (25 Wattstunden)
Speicherplatz 16/32 GByte Flash-Laufwerk (Samsung)
Größe 116 x 59 x 10 mm (L x B x H in mm)
Gewicht 137 Gramm
Display 3,5 Zoll, IPS-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung (960 x 640 Pixeln bei 326 ppi), Multitouch
Sensoren 3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungs- und Umgebungslichtsensor
Anschlüsse 30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhöreranschluss (3,5 mm), Integrierter Lautsprecher, Mikrofon
Kommunikation WLAN (802.11 a/b/g/n), Bluetooth 2.1 EDR & A2DP
Audio-Codecs HE-AAC (V1), AAC (16 bis 320 KBit/Sek.), Protected AAC (aus dem iTunes Store), MP3 (16 bis 320 KBit/Sek.), MP3 VBR, Audible (Formate 2, 3 und 4), Apple Lossless, AIFF und WAV
Video-Codecs H.264/MPEG-4 (720p)
Kamera 5 Megapixel mit LED und Digital-Zoom

Davon sind knapp 250 MB für den User verfügbar. Der neue Prozessor macht das iPhone 4 im Vergleich zum iPhone 3GS theoretisch um etwa 30% schneller. Davon merkt man im Echteinsatz allerdings nicht. Im Vergleich zum iPhone 3G mit iOS4 ist der Unterscheid aber gewaltig! Internetseiten werden noch schneller gerendert, das liegt in erster Linie aber an der schnelleren HSDPA-Anbindung. Die Kamera bietet nun eine Auflösung von 5 Megapixel und kann Videos in HD-Qualität mit 720p aufnehmen.

Vergleich

Vergleich: iPhone 4 - iPhone 3GS (zum vergrößern einfach anklicken)

(c) Apple

Neben Wireless Lan (im N-Standard aber mit nur 2,4 GHz) unterstützt das neue iPhone 4 Bluetooth 2.1 samt EDR für A2DP und den Anschluss von Bluetooth-Tastaturen. Andere Bluetooth-Profile sind beim iPhone 4 nicht vorhanden. So lassen sich Dateien immer noch nicht per Bluetooth übertragen. Der 3.5 mm Klinkenanschluss für Kopfhörer schließt bündig mit dem Gehäuse ab. So kann man problemlos handelsübliche Kopfhörer anschließen. Ein wichtiger Hinweis: Das Apple iPhone 4 funktioniert nur mit speziellen Micro-SIM-Karten und Aktivierung über Apple iTunes 9.2. Der entsprechende Schacht befindet sich nicht mehr an der Oberseite, sondern auf der rechten Gehäuseseite.

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Das iPhone 4 unterstützt nun - wie auch das 3GS mit der Firmware 4.0 - Multi-Tasking. Drückt man die Home-Taste zweimal, erscheint unten am Bildschirmrand der neue “App-Switcher”. Hier tauchen nicht nur die noch offenen Anwendungen, sondern auch die zuletzt verwendeten Apps auf. Ein Klick auf das Iocn holt diese Anwendung wieder in den Vordergrund. Wenn man von dort aus eine App startet und erneut zweimal auf die Home-Taste drückt, dann kann man über den App-Switcher eine zweite App auswählen. Die zuerst gestartete Anwendung läuft dabei im Hintergrund weiter. Kehrt man zu ihr zurück, wird sie einfach fortgesetzt und nicht neu gestartet. Das ist bei Spielen zum Beispiel sehr praktisch.

Damit das richtig funktioniert müssen die Programme zunächst von den Herstellern dafür aber angepass werden. Sie können dann im Hintergrund bestimmte Funktionen ausführen. So kann ein Radio weiter dudeln, während man gerade im Internet surft oder seine E-Mails liest. Scrollt man im App-Switcher nach links, so sieht man neben dem iPod auch ein Icon mit dem man den Screen verriegeln kann. Das iPad hat hierfür noch eine spezielle Taste spendiert bekommen. So wird der Bildschirminhalt nicht mehr mit dem gerät mitgedreht, sehr praktisch, wenn man im Liegen surfen will. Ein Programm beendet man im App-Switcher in dem man länger auf das Icon der App klickt und dann dann auf das Minuszeichen. So wird der belegte Speicher wird frei gegeben.

Lieferumfang

Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4
Testbericht iPhone4

In der sehr kleinen Verpackung aus recycelter Faserplatte und organischen Materialien findet man neben dem Apple iPhone 4 (16 /32) auch ein paar - recht linear klingende - Earphones mit Fernbedienung und Mikrofon zur Beschallung. Das Dock Connector-auf-USB-Kabel dient in Zusammenarbeit mit dem flachen USB Power Adapter als Ladegerät. Mehrere gedruckte Beilagen sowie eine Kurzanleitung und zwei Aufkleber vervollständigen den Lieferumfang. Apple selber bietet aber umfangreiches Zubehör an. Unter anderem in sechs Farben – Weiß, Schwarz, Blau, Grün, Orange oder Pink – verfügbare Bumper, die sich über die Kanten des iPhone 4 legen. Die Bumper weisen dabei Metalltasten für die Lautstärke und zum Ein- bzw. Ausschalten auf. So schützner die Bumper ihr Schmuckstück vor Kratzern.

Display

Was soll man zur Qualität des neuen iPhone 4-Displays sagen? Die Darstellung bei einer Auflösung von 960 x 640 Pixel sucht ihresgleichen. Damit ist die Auflösung deutlich höher, als beim iPhone 3G und immerhin fast 80% so hoch wie beim iPad. Die Pixeldichte fällt mit 326 Pixel pro Inch sehr hoch aus. Zudem beträgt der Kontrast 800:1. Da muss sich auch das ansonsten gute Display des HTC Desire geschlagen geben. Der Bildschirminhalt lässt sich aus nahezu jedem beliebigen Winkel ablesen, bei direkter Sonneneinstrahlung spiegelt es allerdings etwas. Die neue Benutzeroberfläche kann dank Multi-Touch per Gesten mit mehreren Fingern steuern. Das neue Display nennt sich Retina (Netzhaut) weil es in einem Sichtabstand von etwa 30 Zentimetern die Auflösung der menschlichen Netzhaut erreichen soll.

Menü/Anwendungen

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Nach einer kurzen Bootphase zeigt sich das neue iPhone 4 gleich von seiner Schokoladenseite. Im Startmenü findet man zahlreiche bunte und eingängige Icons auf einem variablen Hintergrund. Im Vergleich zur alten Version 3.x von iOS wurde die Zahl der Icons auf dem Bildschirm aber - dank der Unterstützung für Ordner - reduziert. Unter iOS 4 kann man seine Apps nun auch in Ordnern zusammenfassen. Auf diese Weise kann man bis zu 2160 Apps auf dem iPhone verwalten. Hierzu zieht man ein Icon einfach auf ein anderes, die Firmware 4.0 erstellt dann einen Ordner, dessen Name man problemlos ändern kann. Mehr als zwölf Icons sind pro Ordner allerdings nicht möglich. Die Ordernamen dürfen sich aber gleichen.

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Die Icons ermöglichen unter anderem den Zugriff auf den Kalender, die Bildergalerie samt Videos, YouTube, Karten (GPS-Navigation oder Celltower-Triangulation) sowie einer Aktienübersicht. Der Zugriff auf den iTunes-Store sowie App-Store sowie die bereits bekannte Notizfunktion vervollständigen den - im Lieferzustand - recht eingeschränkten Funktionsumfang.

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Die YouTube-Anwendung ermöglicht allen Video-Community-Enthusiasten den Zugriff auf die gelegentlich recht obskuren Onlinevideos. Am unteren Rand des Menüs findet man vier Icons für die Hauptfunktionen des iPhone 4: Telefon, E-Mail, Internet (Safari), iPod. Eine Aufgabenverwaltung bietet auch das neue iPhone 4 nicht. In der Kontaktsammlung kann man natürlich nach Namen suchen. Wer mag, kann seine Einträge nach Vor- oder Nachnamen oder Nach- und Vornamen sortieren und mit Google oder einem Exchange-Server abgleichen. Gleicht man das iPhone 4 mit Microsoft Exchange ab, kann dann sogar nach Kontakten in der GAL-Liste (Global Address List) seines Unternehmens suchen. Danke Copy & Paste kann man nun anwendungsübergreifend Informationen ausschneiden oder kopieren. Die entsprechende Funktion wird durch Doppeltipp auf den Eintrag ausgelöst und ist sehr flexibel. Verfasst man eine SMS, so zeigt das iPhone 4 nun dank der neuen Firmware auch die bereits verbrauchten Buchstaben an, Apple (Steve Jobs) wir danken dir für dieses, offensichtlich kompliziert zu programmierende Feature ;-) Hat es doch einige Firmwareversionen gebraucht, bis es endlich da ist. Leerzeichen werden allerdings "mit Verspätung" abgerechnet. Erst nachdem man einen normales Zeichen eingegeben hat, wird die Restzeichenanzeige angepasst.

Funktionen
(c) Apple

Wer mit dem recht beschränkten Funktionsumfang seines iPhone 4 nicht zufrieden ist, findet im AppStore mehr oder weniger nützlichen Anwendungen. Aufgrund der höheren Displayauflösung sollen die Entwickler an das iPhone 4 angepasste Versionen entwickeln. Anwendungen für die Vorgängermodelle sehen aber trotzdem nicht "alt" aus. Bestehende Texte werden auf dem iPhone 4 neu berechnet, Grafiken allerdings nur auf die neue Auflösung aufgepumpt.

Einmal gekaufte Anwendungen und Spiele sind immer wieder kostenlos installierbar. Natürlich kann man seine Neuerwerbungen dann auch wieder vom iPhone 4 entfernen. Die Anwendungen und Spiele in HD-Qualität sind etwas teurer, lohnen sich aber in jedem Fall.

Für Leute, die in mehreren Sprachen korrespondieren, bietet das iPhone 4 Unterstützung für mehrere Sprachen. Tastatur und Wörterbuch sowie Texterkennung werden in Englisch (USA), Englisch (Großbritannien), Französisch (Frankreich), Französisch (Kanada), Deutsch, Japanisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch (Portugal), Portugiesisch (Brasilien), Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Koreanisch (kein Wörterbuch), Chinesisch (vereinfacht), Chinesisch (traditionell), Russisch und Polnisch angeboten. Das iPhone 4 bietet zudem Hilfen, um Menschen mit Seh- und Hörbeeinträchtigung den Umgang mit ihrem neuen Schmuckstück zu erleichtern. Hierzu zählt die VoiceOver Sprachausgabe, eine Zoomfunktion, eine "Weiß-auf-Schwarz" Darstellungsmöglichkeit und einige mehr.

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Über das Einstellungsmenü hat man Zugriff auf alle Systemoptionen. Eine umfangreiche Kindersicherung erlaubt die Sperrung des iTunes- und AppStores und weiterer, zentraler Funktionen des Betriebssystems. So kann man sein Mobiltelefon auch mal unbesorgt aus der Hand geben, denn die Schlange der Bewunderer in den Cafes ist mitunter recht lang :D

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Viele Anwendungen auf dem iPhone 4 (so z. B. YouTube, Wetter oder Google Maps) sind auf eine funktionsfähige Internetverbindung angewiesen. Sei es nun über den Datenturbo HSDPA oder über das schneller WLAN.

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Die Notizfunktion beinhaltet eine Neuerung, nun werden auch Weblinks anklickbar korrigiert. Das iPhone 4 speichert Notizen auf einem gelben Erinnerungszettel und synchronisiert sie auf Wunsch über iTunes bzw. E-Mail mit dem PC bzw. Mac. Eine vernünftige Aufgabenverwaltung hat aber auch das iPhone 4 nicht zu bieten. Hier ist man auf die umfangreichen und kostenpflichtigen Angebote aus dem hauseigenen AppStore angewiesen.

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Der integrierte Kalender stellt Einträge im Horizontalmodus in einer Tages-, Wochen- und Monatsansicht dar. Alle Termine werden hierbei mit einem Punkt auf Wunsch auch farblich gekennzeichnet und per Sofortvorschau zur Ansicht gebracht.

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Eine Übersicht aller bestehenden Termine in Form einer Tagesagenda ist ebenfalls möglich. Das Kalender-Icon im Startmenü stellt hierbei immer das aktuelle Tagesdatum samt Wochentag dar. Die Synchronisation erfolgt über iTunes und MS Outlook bzw. Google oder dem hauseigene Dienst "MobileMe". Natürlich kann das iPhone 4 auch mehrere Kalender verwalten.

Spiele

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Auch mit dem iPhone 4 nimmt Apple Nintendo und Sony ins Visier. Durch den 3G-Grafikchip taugt es nämlich problemlos als Spielkonsole. Allerdings sind für das iPhone 4 optimierte Spiele (HD) oft teurer als die iPhone-Versionen. Im Vergleich zu den Preisen für Versionen für das Nintendo DSi oder der Sony PSP ist das aber immer noch ein Schnäppchen. So gelingt es Apple mit dem iPhone 4 sehr gut, auch die Spielernaturen unter uns an das Touch-Display zu fesseln. Natürlich kann das Gerät mit einer echten Konsole nicht mithalten, dafür benötigt das Gerät aber auch keine aktive Kühlung und die Auflösung von 960 x 640 Pixel ist für eine mobile Spielkonsole beachtlich. Anisotrope Filterung und Anti-Aliasing darf man auf dem iPhone 4 aber nicht erwarten.

Musik

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Natürlich bietet auch das iPhone 4 einen integrierten Video/Musikplayer, kurz "iPod" genannt. Der iPod-Part klingt in Verbindung mit einem vernünftigen Headset sehr linear. Auf dem Display werden neben dem "Album Art" auch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Im Quermodus muss man seine Alben bzw. Songs über das berühmt berüchtigte Coverflow auswählen.

Um die bestmögliche Soundqualität testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

CX300 CX300 CX300 CX300

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke reicht beim iPhone 4 in meinen Ohren dafür gut aus, das Ausgangssignal ist linear und der Klang kommt über den iGrado so richtig gut zur Geltung. Leider ist er auch sehr groß.

Der kleine Koss Porta Pro spielt mit dem iPhone 4 auch sehr gut zusammen, kappt zugunsten der Bassbetonung die Höhen aber recht früh. Der Sennheiser CX300 ist genauso so wie der Creative Labs EP 630 als InEar eine gute Alternative. So liefert das iPhone 4 einen recht guten Bass, auch wenn das noch leicht zu Lasten der Höhen geht. Das kann man aber problemlos durch die zahlreichen Equalizer-Presets ausgleichen.

Grundsätzlich kann man über das Apple iPhone 4 seine Musik auch über A2DP anhören. Ein guter Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel der Motorola S9, reicht dazu schon aus. Die Titelwahltasten am Bluetooth-Kopfhörer (Play– und Pause-Drücker) werden aber nicht unterstützt. Aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop kamen - neben vielen anderen - folgende Alben während des Test zu Einsatz:.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
(Mos Def & Massive Attack - I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Ebenso wie der Song "Damn Those Eyes" von Kane, der einen sehr gute Dynamik aufweist. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden. Zur Sortierung der Songs dienen Reiter für Interpreten, Alben, Komponisten oder Genres. Durch die Multitasking-Unterstützung kann man den iPod im Hintergrund weiter laufen lassen und nebenher noch andere Aufgaben erledigen. Wer es abwechslungsreicher mag, spielt seine Songs in zufälliger Reihenfolge ab. Ohrwürmer kann man über die Wiederholfunktion in einer Endlosschleife genießen.

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Die mit iTunes synchronisierten Songs kann man nach Genres, Titel, Alben, Interpreten und dergleichen mehr sortieren. Mit der Firmware 4.0 kann man sich sogar direkt auf dem iPhone Playlisten erstellen.

Connectivity/Internet/E-Mail

Das iPhone 4 wird ausschließlich über iTunes synchronisiert. Hierbei werden die auf einem PC/Mac gespeicherten Kontakte (Adressen, Telefonnummern) auf Wunsch automatisch auf das iPhone 4 übertragen. Ebenso anstehende Termine, Browser-Bookmarks, Notizen sowie Songs, Fotos, Anwendungen und Videos. Gerade mit dem iPhone 4 mit HSDPA Unterstützung (nunmehr maximal 7.2 Mbps) ist man unterwegs recht schnell im Internet unterwegs. Da zeigt der eingebaute Safari-Browser was er wirklich zu Leisten vermag, wobei ich die iCab genannte Alternative aus dem AppStore bevorzuge. Das iPhone 4 3G ist dank des schnelleren Prozessors sowie der guten HSDPA-Anbindung in der Praxis etwa 10% schneller als das 3GS.

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Webseiten werden im Browser wie vom Desktop bekannt entweder vertikal oder horizontal angezeigt und zwar in atemberaubender Geschwindigkeit. Leider unterstützt auch das iPhone 4 kein Flash. Verbindungen zu einmal erkannten Netzwerken werden auf Wunsch automatisch aufgebaut. So kann man problemlos einen HotSpot nutzen und während einer Tasse Kaffee bei Starbucks (oder einem anderen Cafe mit WLAN) seine E-Mails sichten.

iPhone4

Der E-Mail Klient unterstützt POP und IMAP sowie Push-Emails. Das iPhone 4 kann dabei E-Mails in unterschiedlichen Intervallen automatisch abholen. Eine VPN Verbindung ist über Cisco IPSec und WPA2 Enterprise möglich. Über den MobileMe genannten, kostenpflichtigen Dienst von Apple oder über einen Microsoft Exchange Dienst bzw. Google ist das iPhone 4 in der Lage, E-Mails, Kalenderdaten und Kontakte immer und überall auf dem aktuellen Stand zu halten. Änderungen werden dann auf beiden Seiten synchron gehalten.

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Neben seinem eigenen Provider kann das iPhone 4 auch Webmailer, wie z. B. Yahoo, Gmail oder AOL abfragen. Hierbei werden E-Mails mit Überschrift, Absender und kurzem Anriss präsentiert. Sollte eine E-Mail dann von Belang sein, einfach antippen, lesen und beantworten. Schneller und besser geht es kaum. Neuerdings müssen E-Mails auch nicht mehr einzeln gelöscht werden. Einfach die betreffenden (Spam)Mails markieren und dann in einem Rutsch in den virtuellen Orkus befördern.

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Wer darauf angewiesen ist, kann seine E-Mails auch in einer HTML-Ansicht inklusive Anhänge betrachten. Anlagen (Office, iWork- und Microsoft PowerPoint-Dateien) öffnen sich schnell, können aber nicht verändert werden. Größere Anlagen über 10 MB brauchen hingegen mehr Zeit, können aber dann auch in anderen Anwendungen importiert werden.

Den fehlenden USB-Anschluss habe ich bei meinem Test nicht vermisst, das hängt aber natürlich auch stark vom Einsatzgebiet des Geräts ab. Das Camera Connection Kit wird vom iPhone 4 nicht unterstützt. USB-Tastaturen sowie Speichermedien finden darüber also zunächst keinen Anschluss mehr. Der SAR-Wert beträgt 1,17 W/kg am Kopf (SAR head) und 0,43 W/kg am Körper (SAR body).

Klang/Gesprächsqualität/Empfangsleistung

Das Apple iPhone suggeriert unten am Gehäuse Lautsprecher, verfügt tatsächlich aber nur über einen. Die maximale Lautstärke ist dennoch ausreichend, um am Arbeitsplatz (sofern dieser nicht gerade auf einer Baustelle liegt) als MP3-Player-Ersatz herzuhalten. Zumindest spricht die Klangqualität nicht dagegen und der Lautsprecher übersteuert auch nicht. In Verbindung mit einem kleinen, externen Lautsprecher kann man sich sogar eine kleine Musikstation bauen. Die Gesprächsqualität des iPhone 4 ist wieder nur Mittelmaß und entspricht dem iPhone 3GS. Die Gesprächspartner werden diesmal zwar laut genug, das Gesamtbild ist aber eher dumpfer Natur. Gespräche über die eingebaute Freisprecheinrichtung sind akustisch ein Problem. Leider befindet sich die GSM-Antenne unten links im Rahmen. Linkshänder überdecken diese so immer mit der Hand, die Empfangsleistung nimmt ab und das iPhone 4 bucht sich ins EDGE-Netz ein. So geht die maximal mögliche Datentransferrate natürlich rapide in den Keller. Auf die Empfangsleistug beim telefonieren hat das aber in meinem Test keinen Einfluss gehabt! Die "Balkenanzeige" ist beim iPhone 4 allerdings "unruhiger", es wechselt öfter zwischen UMTS und GSM hin und her. Die Probleme mit dem Empfang konnte ich nicht nachvollziehen. Mein 3G und das iPhone 4 haben in etwa die gleiche Sende- und Empfangsleistung.

Navigation/Kompass/Sprachsteuerung

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Die von Google angebotene Onlinelösung reicht zwar für eine simple Fußgängernavigation in einer unbekannten Stadt, eine echte Navigation ist aber mangels Sprachausgabe kaum möglich. So muss der Blick des Hilfesuchenden dauernd aus dem Display ruhen. Hat das iPhone 4 den aktuellen Standort über die Celltower-Triangulation bzw. das integrierte WLAN ermittelt, so aktualisiert sich die aktuelle Position schlussendlich noch mal sehr präzise per GPS. Dies funktioniert auch in der Bewegung. Das Kartenmaterial wird dabei direkt aus dem Internet übertragen.

iPhone4iPhone4iPhone4

Der Satellitenfix ist recht schnell erledigt. Durch Eingabe eines Start- und Zielpunktes wird eine Route berechnet und auf dem iPhone die vom 3GS bekannte Kompassfunktion. Dank des eingebauten Magnetometers zeigt die Kompassnadel immer in Richtung Norden. Dabei spielt es keine Rolle, wie man mit das iPhone hält. Nachdem Google Maps die aktuelle Position ermittelt hat, kann man sogar die Karte in Richtung Norden ausrichten lassen. Auch die Sprachsteuerung ist in der neuen Firmware wieder mit dabei, dazu muss man die Home-Taste unterhalb des Bildschirms gedrückt halten.

Sprache
(c) Apple

Das iPhone 4 reagiert dann auf ihre Stimme, sofern die richtigen Kommandos eingegeben werden. Auf Wunsch wählt das iPhone 4 dann einen Kontakt aus dem Adressbuch an ("ruf") oder sogar eine komplett neue Nummer ("wähl"). Die Spracherkennung funktioniert recht gut. Sie reagiert sogar auf ein "Wie spät ist es?". Übersteigen die Hintergrundgeräusche einen gewissen Pegel, versteht das Smartphone hingegen nur noch Bahnhof. Eine zwar recht hilfreiche, aber auch verzichtbare Unterstützung. Ich zumindest spreche recht ungern mit toten Gegenständen :-) Für Läufer mag die Tatsache interessant sein, dass man über die Sprachsteuerung auch den iPod fernsteuern kann. Die passenden Befehle lauten z. B. "Halt", "wiedergeben", "Pause", "Spiel". Eine recht vollständige Liste der Befehle findet man hier ((c) Bojan Rauch)).

Kamera/Video

Immer wieder werben die Hersteller bei Ihren Kamerahandys mit den Namen renommierter Kamerahersteller. LG strapaziert "Schneider Kreuznach". Sony Ericsson "Cybershot" Apple greift beim iPhone 4 auf kein Markenobjektiv zurück, Die Kamera ist auch nicht der Dreh- und Angelpunkt des Gerätes. Hhohe Erwartungen an die Qualität der Bilder sollte man nicht haben, denn gerade bei Innenaufnahmen fehlt die Lichtempfindlichkeit, die größere Objektive ihr Eigen nennen. Die Kamera macht mit 5-Megapixel durchaus ordentliche Aufnahmen. Die Einstellungsmöglichkeiten sind allerdings sehr übersichtlich. Das iPhone nutzt einen BSI-Sensor, die Kamera löst mit 2592 x 1944 Pixel auf. Die Belichtung des Fotos wird - wie bei fast allen Kameras - von der Ausleuchtung in der Suchermitte abhängig gemacht. Sehr helle Bereich, wie z.B. weiße Wolken am Himmel werden dann stärker belichtet, schattige Bereiche verschwinden im Dunkeln. Die LED des iPhone 4 kann Objekte in dunklen Räumen bis zu einer Entfernung von knapp einem Meter ausleuchten. Neben einem Autofokus sowie Geotagging per GPS gibt es keinerlei Schnickschnack.

(Für Bilder in höherer Auflösung einfach anklicken)

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Dieses Referenzbild habe ich mit einer Samsung NV24-HD geschossen:

Samsung_NV24HD

Die Bildschärfe des iPhone 4 lässt ein wenig zu Wünschen offen, in Räumen wirken die Aufnahmen deutlich körniger. Ingesamt sind die Farben zwar recht schön, die Bilder wirken aber etwas rotstichig. Die Qualität der 5-Megapixel-Kamera ist gerade bei Außenaufnahmen dennoch gut.

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Videos nimmt das iPhone 4 in HD-Auflösung mit maximal 720p bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch hier steht eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein selektiver Autofokus sorgt dafür, dass die Aufnahme scharf gestellt wird.

FaceTime

Apple's Sicht von Video-Telefonie nennt sich FaceTime und funktioniert nur zwischen zwei iPhone 4-Nutzern und auch dann nur über WLAN. Dazu wählt man einfach den entsprechenden Kontakt aus dem Telefonbuch aus und startet die Anwendung. Die Gegenseite muss dann nur noch akzeptieren. Die Frontkamera überträgt die Videos in VGA-Qualität ohne große Verzögerung. Nach dem Start wird vom iPhone 4 eine (immer kostenpflichtige) Auslands-SMS an eine Rufnummer im UK gesendet, damit wird wohl die Verbindung initialisiert.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des iPhone 4 kann voll überzeugen. Mit einer Akkuladung können Quasselstrippen knapp 6 Stunden ohne Unterbrechung telefonieren. Surft man über WLAN, so hält der Akku knapp 9 Stunden durch. Im Standby wird die Verbindung auch nicht mehr getrennt. Nutzt man UMTS so surft man immerhin noch knapp 5 1/2 Stunden. Im Standby verspricht Apple eine Laufzeit von knapp 300 Stunden. Der Stromverbrauch ist bei Inaktivität tatsächlich kaum messbar. So hält es mit einer Ladung problemlos eine Woche durch. Der Akku ist beim iPhone 4 wieder fest eingebaut und liefert 1420 mAh. Im Gegensatz zu den üblichen Smartphones ist es also nicht möglich, unterwegs einen Ersatzakku einzustecken. Bei der langen Laufzeit ist das aber auch kein Problem. Ich hoffe nur, dass der Akku des iPhone 4 zuverlässiger ist, als sein Vorgänger beim 3G(S)!

Videotest

Fazit

Autor
Die Frage, die sich alle stellen ist: Braucht man wirklich ein iPhone 4 oder reicht das deutlich günstigere iPhone 3GS? Auf der Habenseite stehen das neue Display mit seiner hohen Auflösung von 960 x 640 Pixel sowie die Ausdauer des iPhone 4. Sie ist im Vergleich zum 3GS einfach besser. Die einfache und intuitive Bedienung ist dank der Firmware 4.0 auch auf dem 3GS möglich. Das alte 3G scheint mit dem neuen iOS4 aber überfordert zu sein, zumindest wenn man das Multi-Tasking aktiviert. Dank der höheren Auflösung und des A4-Prozessors machen die vielen Apps und Spiele auf dem iPhone 4 einfach mehr Spaß. So wird es einem nie langweilig. Wer auf einen Jailbreak angewiesen ist, muss zunächst allerdings mit dem 3GS Vorlieb nehmen. Allen anderen würde ich direkt zum Kauf des iPhone 4 raten, wenn man denn überhaupt eines bekommen kann :D

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