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Sony Ericsson M600i Testbericht

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am
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Hits: 30385
Sprache: german


Hersteller:
Sony Ericsson

Modell:
M600i

Preis:
M600i

Bildergalerie:
Gerätebilder
Menübilder

Links:
Java
Einstellungen Updates


Revision 1.0 vom 24.07.2006


Einleitung

Anfang Juni 2006 brachte Sony Ericsson sein erstes Smartphone auf Basis von Symbian OS 9.1 / UIQ 3.0 und damit wieder mit Touchscreen auf den Markt. Der breiten Öffentlichkeit wurde es bereits am 6. Februar 2006 vorgestellt, zur cebit 2006 war es dann schon "vorzeigefähig".

Das M600i ist die direkte Konkurrenz zum Nokia E61 bzw. der Blackberryreihe. Es soll direkt an den Erfolg der P-Serie von Sony Ericsson anknüpfen. Kurz nach Marktstart war das M600i noch mit einer Vielzahl an Bugs verseucht, ein Testbericht machte keinen Sinn. Nunmehr - nach dem ca. 3 Softwareupdate auf die Firmwareversion R4A - läuft es stabil und ist für einen Test bereit. Ob es die Erwartungen erfüllen kann, oder ob das Nokia E61 ggf. doch die bessere Wahl ist, wird sich zeigen. Den Testbericht zum E61 finden Sie hier. Auch das M600i teilt das Schicksal der neuen 3rd-Edition Series60 von Nokia: es ist zwingend neue Software notwendig, die alten Programme sind nicht weiter lauffähig. Hierdurch bedingt ist die aktuelle Auswahl an Programme eher gering. Dies wird sich spätestens mit Einführung des P990i ändern.

Design

Das Design des Sony Ericsson M600i ist in meinen Augen wirklich gut gelungen. Seine beiden Farbkombinationen "Crystal white" (Testgerät) sowie "Granite black" sehen sehr edel aus. Mit seinen Abmessungen von 107 x 57 x 15 mm bei einem Gewicht von 112 Gramm ist es - im Verhältniss zu seinem Leistungsumfang - klein und leicht. Es trägt in der Hemdtasche kaum auf und fühlt sich sehr wertig an.

M600i


Technik


Ein wirklich überzeugendes TFT-Display mit 262.144 Farben bei einer Auflösung von 240x320 Pixel, Triband-GSM (GSM 900, GSM 1800, GSM 1900) sowie UMTS, ein Medien-Player (MP3/AAC/MP4/3GP) gepaart mit 60MB Hauptspeicher sowie ein Speicherslot für Memory Stick Micro™ (M2™) sind die hervorstechenden Merkmale des M600i. Da es mit Symbian OS 9.1 / UIQ 3.0 betrieben wird, kann es - im Gegensatz zur Nokia Series60 - sowohl mit der Tastatur, als auch mit dem beigefügten Stift bedient werden: Es verfügt nämlich über einen Touchscreen. Dieser Umstand - in Verbindung mit einer fast vollständigen Tastatur - macht es zur ultimativen Nachrichtenzentrale. Da Sony Ericsson auch noch einen Viewer sowie Editor für PDF und Microsoft Office Dokumente hinzugefügt hat, kann es unterwegs durchaus als mobiles Büro ingesetzt werden.

M600i

Lieferumfang

Passend zum edlen Design des M600i wurde auch die Verpackung "aufgehübscht". Sie kommt ebenfalls in weiss daher und bietet dem Käufer

* Sony Ericsson M600i (Crystal white)
* Akku (BST-33)
* Bedienungsanleitung(en)
* Stereo-Headset
* Software-CD mit PC-Suite
* USB-Kabel (DCU-60)
* Memory Stick Micro™ (M2™) mit 64MB (ohne Adapter)
* Ladegerät (CST-75)

M600i M600i

Einen Adapter von Memory Stick Micro™ (M2™) auf Memory Stick Micro™ (Duo) sucht man leider vergebens.


Verarbeitung/Haptik

Das Gerät ist sehr gut verarbeitet, es knarzt nichts, es quietscht nichts und wackeln kann da auch nichts. Der Akkudeckel sitzt extrem stramm und es ist schon eine ziemliche Fummelei, diesen wieder herunter zu bekommen. Notwendig ist diese Tortur allerdings auch nur, wenn man seine Simkarte wechseln will. Die Speicherkarte wird an der rechten Seite (im mit M2™ bezeichneteten Slot) eingeführt. Da diese sehr klein ist und die Slotabdeckung eher unwillig, gestaltet sich die Entnahme nicht ganz einfach.

M600i M600i

M600i M600i

Das M600i verfügt über eine Tastatur mit 20 mehrfach belegten Tasten. Jeder Drücker ist hier wippenartig mit jeweils 2 Buchstaben bzw. Funktionen belegt. Obwohl eine eher ungewöhnliche Idee, ermöglicht es größere Tasteb, als bei einer vollständigen Tastatur. Die Drücker vermiteln eine gute Rückkoppelung und sind auch ausreichend groß, stehen zudem ausreichend weit auseinander um eine Fehlbedienung zu vermeiden. Im Texteingabemodus sind alle Standardtasten verfügbar und mittels Alt und Shift kann man schnell auf die am häufigsten verwendeten Buchstaben und Sonderzeichen zugreifen. Der Tastenblock stellt sich dabei automatisch auf die Art der Nutzung ein. Im Standbyscreen wird daher sofort der Nummernblock aktiviert. Die Tastatur ist vollständig in türkis-blau ausgeleuchtet und kann damit auch bei kompletter Dunkelheit bedient werden.

M600i

Die neuartige Bedienung braucht aber schon eine gewisse Eingewöhnung. Gottseidank verfügt das M600i aber noch über eine virtuelle Tastatur, die im Screen gezeigt wird. Der User kann zudem mittels Handschriftenerkennung oder T9 seine Eingaben erledigen.

Das schon von der P-Serie bekannte Jog-dial wurde auf nur 3 Bewegungsrichtungen (hoch, runter und bestätigen) beschränkt. Neu hinzu gekommen ist nunmehr eine "Zurück" Taste direkt unter dem Jog-dial.

M600i M600i

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Drücker für E-Mails, dessen Funktion sich aber beliebig neu belegen läßt. Am besten gleich mit dem Taskmanager, da das M600i sytembedingt dazu neigt, nicht genutze Programme im Hintergund weiter laufen zu lassen. Nicht unbedingt zum Vorteil der Gesamtperformance.

Display

Das etwa 2.6 Zoll große Display des M600i ist hier natürlich der Dreh- und Angelpunkt. Von der Leuchtkraft und Ablesbarkeit her, entspricht es der schon vom K800i bekannten Version. Physikalisch größer, kommt es damit seiner Funktion als Touchscreen besser nach. Videos und Fotos werden gestochen scharf wieder gegeben. Es taugt also durchaus als mobiler Videoplayer. Das es "nur" 262 Farben darstellt, wird der Nutzer nicht auf Anhieb erkennen.


Inbetriebnahme

Nach drücken des Ein- und Ausschalters am oberen Ende des M600i richtet sich das M600i nach Auspacken aus der Box zunächst einmal minutenlang selber ein. Als man schon fast davon überzeugt ist, dass es direkt abgestürzt ist, meldet es sich mit der Sony Ericsson üblichen Bootanimation zurück. Dieser Prozess ist allerdings einmalig, bzw. nach jedem Softwareupdate notwendig. Nach Eingabe der PIN ist es dann auch schon einsatzbereit. Betreiberinstelluingen lassen sich bequem vond er Sony Ericsson Webseite herunter laden. Diese sind für das M600i z.B. hier zu finden. Die normale Bootzeit beträgt symbianüblich etwa 60 Sekunden.


Menü/Funktionen


Das M600i verfügt über eine Art von Active Standby. Hier werden die neusten Nachrichten, Kalendereinträge, Aufgaben und unbeantworte Anrufe übersichtlich dargestellt. Alle notwendigen Einstellungen (Bluetooth, Lautstärke und Co.) kann man über den emulierten rechten Softkey ändern. Hierbei ist anzumerken, dass das M600i über keinerlei "echte" Softkeys - wie z. B. bei K800i - verfügt. Diese Funktionen werden von 3 virtuellen Softkeyse auf der untersten Displayebene übernommen. Die die üblichen Funktionen, wie z. B. Anrufe - Auswählen oder Mehr anzeigen. Der Funktionsumfang der drei Softkeys paßt sich aber situationsbedingt mit an.

M600i

Die erste Menüebene des M600i präsentiert Auswahlmöglichkeiten für

Multimedia Media-Player Unterhaltung
Telefon Nachrichten Kalender
Office Kontakte Extras

Ein Beispielvideo des M600i Menü können Sie hier runter laden. (Vorsicht 8MB, XViD kodiert).

Insgesamt kann man die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Menüs als ausreichend bezeichnen. Sie hinkt der Series60 aber hinterher. Die zusätzlichen Menüinformationen öffnen sich manchmal leicht schleppend. Dies gilt auch für bestimmte Anwendungen.


Unterhaltung/Spiele/Anwendungen

Im Bereich Multimedia

M600i

ist beim M600i zunächst einmal der neue Webbrowser zu finden. Hier wurde seitens Sony Ericsson gleich Opera 8.6 eingebaut. Der Webbrowser ist problemlos in der Lage - eine guten Datenflatrate vorausgesetzt - jegliche Webseiten darzustellen. Sollte sich eine Seite nicht "normal" oder Vollbild darstellen lassen, so kann hier erstmalig in die Queransicht gewechselt werden. Da der Screen dann breiter als hoch ist, kommen diverse Webseite besser zur Geltung.

Mittels des Application Webshops kann man direkt vom M600i aus neue Anwendungen oder Spiele kaufen, herunter laden und installieren. Der RSS-Feeder bringt auf Wunsch neue Nachrichten auf das Mobile. Über die schon von anderen Sony Ericsson Modellen bekannte Funktion "Play Now" werden sogenannte "Premium Inhalte" zum download angeboten. Die Bildergalerie ist hier ebenfalls verfügbar, genauso wie eine fast unbegrenzt lange Tonaufzeichnung. Alle wichtigen Funktionen werden dann mittels des virtuellen rechten Softkeys und der Option "Mehr" ausgelöst. So zum Beispiel das Löschen von Aufnahmen, Bilder oder ähnliches.



M600i

Der Optionspunkt Media-Player führt uns zunächst zum Videoplayer. Aufzeichnen kann er mangels Kamera natürlich nicht. 3GP oder MP4 Videos mit einer Auflösung von 320x240 Pixeln spielt er dabei problemlos im Vollbildmodus ab.

Der Musikplayer bietet eine Sortierfunktion nach Alben, Titel oder Interpreten an und spielt Wiedergabelisten ab. Hierbei werden auf Wunsch nähere Informationen zu den einzelnen Tracks, wie z. B. Dateityp, Dateigröße, Interpret und Speicherort angezeigt. Das M600i hat einen eingebauten Equalizer mit Voreinstellungen für Mega-Bass, Loudness, Höhen, Normal, Rock, Party, Pop, Dance, Jazz, Klassik und Sprache. Eigene Voreinstellungen sind aber nicht möglich. Dateien lassen sich zufällig, wiederholend oder in einer bestimmten Abfolge abspielen. Klanglich liegt das M600i im oberen Mittelfeld und muss sich - geeignete Kopfhörer vorausgesetzt - nicht hinter anderen mobile Vertreter verstecken. Aufgrund des Mega-Bass Features ist es sogar dem K800i aus eigenem Hause überlegen.

Der Menüpunkt Unterhaltung

M600i

bietet Zugang zu den vorinstallierten Demospielen Quadra Pop und Golf sowie MusicDJ.

M600i M600i

Mit dem DJ kann man auch auf dem M600i selber ein paar nette Melodien als Klingelton komponieren. Unter den weiteren Hilfsmitteln befinden sich

M600i

noch ein Umrechner (Entfernung, Volumen, Gewichte, Temperaturen, Geschwindigkeiten, Flächen, Währungen), ein Rechner, eine Stoppuhr, Uhrzeit sowie ein Timer.

Office/PIM

Eine Vielzahl an bereits vorinstallierten Anwendungen unterstützt den M600i Besitzer bei seiner täglichen Arbeit. Mittels des Quick Office öffnet und editiert man bequem kleinere Microsoft Word, Excel und Powerpoint Dokumente. Der eingebaute PDF+ Viewer ermöglicht die Darstellung von Dateien des Typs PDF. Der eingebaute E-Mail Klient unterstützt sowohl IMAP als auch POP3 Konten, er bietet zudem Unterstützung für push E-Mail Dienste an. Es gibt hierbei eine Vielzahl von Einrichtungssoptionen. Das Einrichten von E-Mail Adressen geht dabei schnell und leicht von der Hand. E-Mails lassen sich zudem automatisch per Zeitvorgaben (jede Minute bis hin zu bestimmten Uhrzeiten) herunter laden.

Zur Kontaktdatenbank gibt es zu berichten, dass die eingebaute Suchfunktion leider sehr beschränkt ist. Man kannn nicht nach jeder Feldinformationen suchen. Die Kontakte selber können nach Nachname, Vorname; Vorname, Nachname; Firma, Nachname oder Firma, Vorname sortiert werden. Die Kontaktdatenbank kann auf Speicherkarte gesichert werden. Es können eine Vielzahl an Informationen zu den jeweiligen Kontakten gespeichert werden. Hier bleiben mit Sicherheit keine Wünsche offen. Die Kontakte lassen sich zudem verschiedenen Gruppen zuordnen. Eine 1:1 Abbildung der heimischen Outlook Datenbank ist somit möglich.

Der Kalender entspricht der Lösung in den bisherigen UIQ 2.x Geräten von Sony Ericsson (P900, P910) und bietet sowohl die Tages- als auch die Monatsansicht.


Klang

Der Klang des Medien-Player im M600i ist über den internen Lautsprecher wirklich gut. Alle Klänge kommen klar und ohne klirren rüber. Qualitativ liegt der Lautsprecher auf dem Niveau anderer Modelle aus gleichem Hause, z. B. K800i. Die Lautsprecheröffnung befindet sich beim M600i auf der Rückseite, unter der kleinen türkisfarbenenen Öffnung.

M600i

Gesprächstechnisch ist die Verständigung mit seinem Gegenüber überhaupt kein Problem. Der Partner wird klar und deutlich verstanden, die Gegenseite empfindet dies ebenso. Der Empfang liegt über dem üblichem Smartphoneniveau und steht dem K800i zum Beispiel in nichts nach. Auch das M600i ist im E+ Netz mal wieder etwas schwächer.


Konnektivität


Das M600i verfügt über eine Vielzahl von Kontaktmöglichkeiten zur Außenwelt. Leider aber über kein WLAN. Sowohl über USB, als auch über Infrarot ist eine Verbindung zum PC möglich. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, sein M600i mittels des beigefügten Datenkabels an den PC zu binden. Bluetooth PAN erlaubt es Ihnen, auf dem M600i über einen angeschloßenen PC dessen Internetverbindung zu nutzen. So kann man ggf. den Mangel von WLAN umgehen. Das Bluetooth Modul ermöglicht mehrere Verbindungen gleichzeitig, A2DP wird ebenfalls unterstützt.

Das M600i wird zudem als Wechseldatenträger erkannt. Nach Installation der aktuellen PC-Suite kann auch auf den Gerätespeicher zugegriffen werden. Die PC-Suite ermöglicht zudem eine Konvertierung der Dateien, überspielt MP3 direkt auf das M600i und ermöglicht den Sync mit dem K600i. Iim Verbindungsmenü kann man - wie schon beim K800i - einstellen, ob das M600i per USB geladen werden soll oder nicht.


Themen

Auch das Sony Ericsson M600i unterstützt wieder Themen. Diese werden hier als Displayprofile bezeichnet. Ab Werk sind diesmal 4 Themen vorinstalliert (Default, Ambient, Tranquil und Vibrant). Die Themen Black und White lassen sich über die Webseite von Sony Ericsson herunter laden. Neue Themen von Drittanbietern gibt es hingegen kaum. Auf meiner Webseite www.mobile-reviews.de sind auch für das M600i ein paar von mir erstellte Themen verfügbar.


Akkulaufzeit

Die vom Hersteller angegebene Gesprächszeit von maximal 7.5 Stunden und 340 Stunden im Standby erreicht das M600i (im GSM Netz) problemlos. Wenn man den Empfang manuell auf das GSM Netz begrenzt, sind sehr gute Akkulaufzeiten (- für ein Smartphone - ) zu erreichen. Im UMTS Netz geht der Akku deutlich schneller ion die Knie.

Fazit

Tja, was soll man sagen? Das M600i ist im Moment eines der kleinsten und leistungsfähigsten Smartphones auf dem Markt. Sein Bedienungskonzept - eine Mischung auf Tastatur und Touchscreen - ist für den "Nokianer" sicher zunächst gewöhnungsbedürftig. Geht dann aber gut von der Hand. Die gute Handschriftenerkennung in Verbindung mit der virtuellen Tastatur ermöglicht eine schnelle Eingabe von kleineren Texten.

Für die mobile Kommunikation ist das M600i bestens gerüstet, die Sprach- und Empfangsqualitäten sind für ein Smartphone nahezu unerreicht gut. Das fehlende WLAN ist für den ein oder anderen sicher ein Problem, mittels des Bluetooth gestützten PAN kann man dieses Manko aber zumindest ein wenig ausgleichen. Die nicht vorhandene Kamera wird sicher den potientiellen Nutzer nicht stören, eher im Gegenteil. Ich möchte sagen, dass das M600i eine gute Alternative zum Nokia E61 bzw. zu den Blackberrys darstellt. Das aktuelle Softwareupdate auf die Firmware R4A ist allerdings Pflicht ;-)

Sie sind der der CounterBesucher.


  

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