Aktuelle Testberichte
Testbericht Garmin nüvifone A50
Testbericht LG GT540
Testbericht Samsung Galaxy S i9000
Testbericht Motorola Flipout
Testbericht Palm Pixi Plus
Testbericht HTC Legend
Testbericht Samsung Wave S8500
Testbericht Palm Pre Plus
Testbericht Apple iPhone 4
Testbericht Sony Ericsson X10
Testbericht Sony Ericsson Vivaz pro
Testbericht HTC HD mini
Testbericht Apple iPad
Testbericht HTC Desire
Testbericht Nokia X3
News
Hauptmenü
Links
www.counter24.ch
www.themen-welt.eu

RIU Hotel

Samsung i7110

Veröffentlicht von Dirk Schuetzner am 10.08.2009, 14:08
Punkte: blue.gifblue.gifblue.gifblue.gifbluehalf.gif  (9 von 10)
Hits: 7737
Sprache: german


Testbericht Samsung i7110 von www.mobile-reviews.de
Hersteller:

Samsung
Modell:

i7110
Bezugsmöglichkeit:

i7110

Revision 1.0 vom 16.06.2009

Mit dem i7110 bringt Samsung mal wieder ein Smartphone auf Symbian-Basis auf den Markt. Dabei sorgt der 2,6-Zoll-Screen in AMOLED-Technologie für eine gestochen scharfe Abbildung von Bildern und Texten. Die 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus macht recht gute Bilder und die "Wide Dynamic Range" genannte Technologie sowie eine Doppel-LED sorgen dafür, dass die Motive nicht im Dunkeln stehen. Videos nimmt die Kamera immerhin mit 640 x 480 Pixel auf. Natürlich dürfen auch ein Video- und Musicplayer samt FM-Transmitter und Radio mit RDS-Funktion nicht fehlen. Das i7710 trägt seinen Beinamen i7110 Pilot "Multimedia Companion" also nicht umsonst. Dank des integrierten GPS und der vorinstallierten Navigationssoftware "Route 66" kann man sein Smartphone sogar als Navigationssystem nutzen. Unterwegs ist der Internetnomade dann über GPRS/EDGE bzw. UMTS mit HSDPA und WLAN online. Wie sich das i7110 geschlagen hat, können Sie im Anschluss im Testbericht nachlesen.

Design/Haptik/Verarbeitung

i7110
i7110
i7110
i7110
i7110
i7110

Ok, eine Schönheit ist das Samsung i7110 Pilot sicher nicht. Das markante, eher klobige Design harmoniert dafür aber bestens mit dem Edelstahl. Große Teile des Gehäuses, der Akkudeckel sowie die flache Tastatur sind nämlich aus Metall. Das macht sich bemerkbar, auf der einen Seite wirkt das i7110 Pilot so sehr wertig und edel, auf der anderen Seite schlägt es mit 125 Gramm Gewicht auch deutlich zu Buche. Mit Abmessungen von 118 x 52 x 13 mm entspricht es dem Durchschnitt. Auf der Frontseite fällt das 2,6-Zoll-Display ins Auge. Direkt darunter befindet sich die - in meinen Augen völlig verkorkste - Kombination aus Sondertasten und Touchpad. In der Mitte des Vier-Wege-Steuerkreuzes befindet sich ein virtuelles Mousepad. Streicht man darüber, so bewegt sich der Mauszeiger durch das Menü. Diese Funktion stört allerdings mehr, als das sie hilft. Zu unpräzise werden die Streicheleinheiten umgesetzt, immerhin kann man das Mousepad aber abschalten. Die beiden Softkeys unterm Display sind viel zu dicht an die anderen Drückern herangerückt: schon mit normal dicken Fingern muss man viel üben, um nicht andauernd danebenzuhauen.

i7110

Der große Akkudeckel aus Edelstahl glänzt schön im Sonnenlicht, wirkt sehr stabil und lässt sich einfach entfernen. Einen Linsenschutz für die Kameraoptik sucht man beim i7110 vergebens. Nur ein leicht erhöht angebrachter Ring aus Kunststoff schützt die Plastikscheibe vor Kratzer.

i7110

Die Anordnung der Drücker unterhalb des Displays entspricht in etwa dem Samsung Soul U800b. Um den Vier-Wege-Navkey drängen sich nicht weniger als sechs Sondertasten. Neben der extremen Enge ist die Erfühlbarkeit das größte Problem. Im Blindflug lassen sich diese sechs Tasten kaum voneinander unterscheiden. Die normale Zehnertastatur wurde ebenfalls aus Edelstahl gefertigt, allerdings aus einer durchgehenden Platte. Auf den ersten Blick erinnert sie eher an die Drücker eines Motorola V3. Der knackige Druckpunkt und ein recht kurzer Tastenhub können gefallen. So kommen auch etwas größere Finger problemlos damit klar. Im Dunkeln werden die Tasten schön weiß beleuchtet.

i7110 i7110

Auch beim i7110 gehen die Designer den gängigen Weg. Auf der linken Seite, oben am Gehäuse, befinden sich die beiden Drücker zur Lautstärkeregulierung im Gespräch und während der Musikwiedergabe. Darunter befindet sich der hauseigene Anschluss - durch einen Schieber geschützte - Anschluss für das Lade-/Datenkabel bzw. den Kopfhörer. Handelsübliche USB-Stecker passen beim i7110 nicht. Freundlicherweise liefert Samsung aber das passende Anschlusskabel gleich mit. Auch einen 3.5 mm Kopfhöreranschluss sucht man vergebens. Rechts oben kann man seine micro-SDHC-Speicherkarten in das Gehäuse einführen. Auch dieser Einschub ist durch eine Abdeckung gegen Staub geschützt. Direkt darunter befindet sich die Kamera- sowie eine spezielle Nachrichten-Taste.

Größenvergleich (Samsung i7110, Samsung S7220, Samsung i550, BlackBerry Curve)

i7110
i7110
i7110
i7110
i7110
i7110

Lieferumfang

i7110 i7110

In einer recht großen Verpackung findet man neben dem üblichen Zubehör, wie Datenkabel, Stereo-InEar-Headset samt Adapter, Reise-Ladegerät und Akku auch noch ein komplettes Carkit mit Saugnapfbefestigung für die Frontscheibe und ein 12-Volt-Ladegerät für den Zigarettenanzünder im Auto. Eine Routenplanung ist über die mitgelieferte Vollversion von Route 66 in Deutschland, Österreich und der Schweiz kostenlos. Diverse Anleitungen ergänzen den umfangreichen Lieferumfang. Eine microSD-Speicherkarte samt Adapter gehört natürlich auch zum Lieferumfang auf dieser befindet sich nämlich die besagte Navigationssoftware,

Technik

Den internen Speicher müssen sich Fotos, Klingeltöne, Video-/Musikclips, Kontaktdaten, Kalendereinträge, Aufgabenlisten und E-Mail/SMS-/MMS-Mitteilungen teilen. Die interne "Festplatte" des i7110 fällt wie gewöhnlich etwas klein aus, kann aber durch microSDHC-Speicherkarten erweitert werden. Einer Aufrüstung um bis zu 16GB steht also nichts mehr im Wege. Angetrieben wird das i7110 mit dem Betriebssystem Symbian OS Version 9.3 als grafische Oberfläche kommt die Series 60 3rd Edition, Feature Pack 2 zum Einsatz. Alle bisherigen Programme aus dieser Serie können also fast problemlos weiter genutzt werden. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Diese Benutzeroberfläche wurde von Nokia lizenziert. Dabei versucht Samsung den Spagat zwischen einfacher Bedienung und maximaler Flexibilität. Gleich auf den ersten Blick erkennt man einen dritten Softkey in der Mitte. Vorher nutzte die Series 60 nur zwei Softkeys. Die Funktion des dritten Softkey hat Samsung allerdings im Kontext auf Programme begrenzt. Wer sich bereits mit der Series 60 auskennt, wird die Änderung nicht sofort wahrnehmen.

i7110

Anwendungen werden nun nicht mehr nur über die Menü-Taste gestartet, sondern können auch durch den linken Softkey ins Leben gerufen werden. Dabei wird ein Taskmanager geöffnet, der die aktuell im Hintergrund laufenden Programme durch vertikale arrangierte Icons darstellt. Eine Anwendung kann dort auf Wunsch mit Hilfe der "C"-Taste endgültig beendet werden.

Einstellungen/Profile

Im Einstellungsmenü kann man die vorinstallierten Themen abändern. Auch eigene Signal- oder Klingeltöne sind möglich, wer mag, kann sogar das Hintergrundbild abändern. In den Tiefen der Einstellungsoptionen findet man auch die Möglichkeit, die Sprache der Texteingabe sowie der Menüs anzupassen. Auch die Belegung der Softkeys wird hier geändert. Wem das Display zu hell ist oder zu lange leuchtet, kann hier Hand anlegen. Die verschiedenen Profile (z. B. Allgemein, Lautlos, Besprechung, Draußen, Pager. Offline) können entweder individuell angepasst oder komplett neu erstellt werden. Die Profile sowie ein paar zusätzliche Funktionen lassen sich leicht erreichen, indem man kurz den Ein- und Ausschalter betätigt. In den Profilen werden alle Einstellungen verwaltet, die etwas mit "Audio" zu tun haben. Klingel- und Benachrichtigungssignale, Vibration, etc. Themen lassen sich allerdings nicht an Profile koppeln.

Active Standby

i7110i7110

Der Active Standy genannte Bildschirm zeigt beim i7110 grundsätzlich eine Kurzübersicht der aktuell anstehenden Aufgaben, Notizen und Termine. Eine Terminübersicht aller anstehenden Termine mehrerer Tage zeigt er nicht. Läuft der Musicplayer im Hintergrund, wird der Titel des aktuellen Songs eingeblendet und ermöglicht so den direkten Wechsel zum Musicplayer. Die Programmshortcuts können frei belegt werden. Das Feature Pack 2 des i7110 ist auch in der Lage, die Icons horizontal anzuordnen. Dabei zeigt die rechte Seite des Screens dann Informationen an, die sich auf die ausgewählte Anwendung beziehen.

Menü

i7110

Nachdem man die Menütaste (oder aber eben den linken Softkey) betätigt hat, präsentiert sich das i7110 auf der Hauptebene mit 12 Menüpunkten (4x3 Icons). Hier kann der Nutzer fast schalten und walten, wie er will. Unterordner lassen sich erstellen, Menüpunkte in Ordner verschieben, neue Ordner können angelegt und umbenannt werden. Man kann zwischen einer Listen- und Gitteranordnung wechseln. Installierte Software findet man im Ordner "Programme". Geöffnete Programme werden mit einem kreisförmigen Pfeil gekennzeichnet.

Anwendungen

i7110i7110i7110

Wie bei Symbian-Geräten üblich wird eine Vielzahl an Programmen gleich mitgeliefert. Neben dem bekannten Umrechner für unterschiedliche Maßeinheiten, hat auch ein Voicerecorder in das Samsung i7110 Einzug gefunden. Dieser kann Aufnahmen bis zu einer Dauer von 1 Stunde aufzeichnen. Abgespeichert werden sie wahlweise im internen Speicher oder eben auf der Speicherkarte. Videos spielt der RealPlayer in den Formaten WMA, RealAudio Voice, RealAudio7, RealAudio8, MP3, AAC, Real Audio, WAV, Samsung Ring Tones, AMR, AMR-WB, AMR-NB, AU, MIDI, H.263, JPEG, JPEG2000, EXIF 2.2, GIF 87/89, PNG, BMP (W-BMP), MBM, MPEG-4, eAAC+ ab.

i7110i7110i7110

Das vorinstallierte QuickOffice wird leider nicht in der Vollversion angeboten. Officedateien lassen sich so nicht editieren, sondern nur anzeigen. Wer mehr will, muss sich die passende Vollversion kaufen. Die Anwendung "Adobe PDF" zeigt dann das beliebte portable Dateiformat an. Mit der Anwendung ZIP können Archive entpackt werden. Eine Kurwahlfunktion ermöglicht über die Zifferntastatur eine Schnellwahl bestimmter Kontakte. Ein Dateimanager erlaubt den Umgang mit den vorhandenen Dateien. Ein Gerätemanager kümmert sich u.a. um die Synchronisation mittels SyncML. Der Alarm, der nach Eingabe von Datum und Uhrzeit direkt startbereit ist ermöglicht auch wiederkehrende Ereignisse. Hierbei kann man allerdings nur nach Wochentagen bzw. Wochenende unterscheiden.

i7110i7110i7110

Die eingebaute Uhr zeigt neben der aktuellen Uhrzeit auch eine Weltzeit. Der Taschenrechner unterstützt in Kopfrechnung ungeübte. Das i7110 stellt umfangreiche Anrufprotokolle zur Verfügung. Eingehende und ausgehende Gespräche, verpasste Anrufe werden dabei protokolliert. Die Dauer, für die diese Daten zur Verfügung gehalten werden, kann man selber einstellen. Ab Werk werden diese Daten 30 Tage gespeichert. Jeder Eintrag umfasst Informationen zum Typ (Sprachanruf oder Datenverbindung), Dauer, Datum, Uhrzeit und genutzte Telefonnummer. Hier stehen umfangreiche Filterfunktionen (z. B. nach Datenverbindungen, Eingehende Anrufe) zur Verfügung. Hinterlegt man seine Gesprächskosten, so kann das Samsung i7110 diese sogar mit anzeigen. Auf Wunsch wird während eines Gespräches die Gesprächsdauer angezeigt.

Kontakte/PIM

i7110i7110

In den Kontakten lassen sich nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegen. Es stehen Felder für Vornamen, Nachnamen, Firma, Position, Mobiltelefon, Telefon, Videoanruf, Fax, Pager Internet-Telefon und E-Mail hinterlegen. Zudem lassen sich ergänzende Informationen, wie Titel, Namenszusatz, Aliasnamen, Push-to-Talk, SIP, Web-Adresse, Geburtstag und eine Notiz hinterlegen. Es sind auch mehrere Telefonnummern zu einem Kontakt möglich. Kontakte lassen sich nach Nachname; Vorname oder Nachname; gekürzter Vorname sowie nach Vorname; Nachname sortieren. Einem Kontakt lässt sich beim i7110 auch ein nahezu bildschirmfüllendes Foto zuordnen, welches dann bei einem eingehenden Anruf angezeigt wird. Vorbei ist die Zeit der schlecht erkennbaren Miniaturbilder. Sollte man mit den Bezeichnungen der Felder nicht klar kommen, so kann man sie auch umbenennen. Zu jedem Kontakt ist zudem eine kurze Textnotiz möglich. Auf Wunsch können bestimmte Kontakte einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden. An diese kann man dann z. B. SMS senden. Sollte man mehr als eine Telefonnummer oder E-Mail in einem Kontakt hinterlegt haben, so kann man eine davon als Standardrufnummer hinterlegen. Diese Nummer wird dann automatisch angewählt, sobald man den Kontakt auswählt. Zur besseren Übersicht wird das hinterlegte Bild - sofern vorhanden - als Miniportrait neben dem Kontakt angezeigt. Auch eine eigene Rufmelodie pro Kontakt oder Gruppe ist kein Problem.

Eine Sicherheitskopie der Kontaktliste ist sowohl auf Speicherkarte als auch (gefährlicherweise) im internen Speicher des Mobiltelefons möglich. Um seine Daten möglichst sicher abzulegen, sollte man sein Mobiltelefon mit dem PC Studio synchronisieren. Dann klappt auch die Kommunikation mit Microsoft Outlook. Kontakte lassen sich aber auch zwischen zwei Mobiltelefonen austauschen, hierzu nutzt man das integrierte Bluetooth. Die Einstellungs- und Verwaltungsfunktionen des eingebauten Kalenders sind sehr umfangreich. Zudem bietet er die Wahl zwischen Tages-, Monats- und Wochenansicht.

i7110i7110i7110i7110

In der Tagesansicht werden die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. In der Monatsansicht zeigt der Kalender die anstehenden Ereignisse durch ein kleines Dreieck in der unteren rechten Ecke des Tages an. Gleitet man mit dem Cursor über den Tag, zeigt er das aktuelle Tagesgeschehen mittels eines kleinen Popup-Fensters an. Das i7110 sortiert alle Einträge auf Wunsch in bestimmte Kategorien (Besprechungen, Aufgaben, Geburtstage und Notizen) ein. Jedes Ereignis kann mit einem Erinnerungston versehen werden. Kennzeichnet man ein Ereignis als "Privat" so wird es nicht mit dem PC synchronisiert. Am einfachsten verwaltet man seiner Termine und Aufgaben zu Hause am PC und synchronisiert diese dann mit seinem Mobiltelefon. Das klappt online auch mit dem Kalender von Google.

Mitteilungen

i7110i7110i7110

i7110

In nur einem allerdings kontextsensitiven Menüpunkt werden sowohl die üblichen SMS als auch MMS als auch E-Mail erstellt. Die maximale Schriftgröße, mit der Nachrichten angezeigt werden, kann hier in drei Stufen (Klein, Normal, Groß) gewählt werden. Nutzt man E-Mails, so wird neben POP3 auch IMAP4 unterstützt. Über die mitgelieferte Vollversion von RoadSync sind sogar Pushmails kein Problem.

Die Felder “Betreff”, “Cc”, “Bcc” können auf Wunsch auch ausgeblendet werden. Zusätzlich bietet der E-Mail-Klient des i7110 die Möglichkeit, Anhänge (selbst solche, die von Symbian eigentlich nicht geöffnet werden können) zu versenden. Bis zu zwei Eingangsboxen kann das System selber automatisch auf eingehende E-Mails überprüfen. Manuelle Einstellungen durch den User sind ebenfalls möglich. Dabei kann man die maximale Größe der darzustellenden Dateianhänge vorgeben. Auf Wunsch kann man auch nur die Kopfzeilen herunter laden. Vielschreiber können sich Vorlagen erstellen. Samsung liefert für SMS zehn mehr oder weniger sinnvolle Textbausteine mit. Der Eingangsordner stellt auch Nachrichten dar, die vom Mobiltelefon empfangen wurden, wie z. B. per Bluetooth übersandte Dokumente oder Dateien. E-Mail Konten einzurichten ist aufgrund der fehlenden QWERTZ-Tastatur keine echte Freude. So dauert die Einrichtung eines neues Postfachs mehrere Minuten.

Unterhaltung/Spiele

i7110i7110i7110i7110

Auf dem i7170 hat Samsung zwei recht gute Spiele installiert. Fans des runden Leders werden sich an "FIFA 08" erfreuen während die Rennfreaks mehr an "Asphalt 4 Elite Racing" Gefallen finden werden.

Musik

i7110i7110i7110

Der Musicplayer des i7110 entspricht mehr oder weniger der Lösung anderer Smartphones vonm Betriebssystemlieferanten Nokia. Grafisch liefert er eher Hausmannskost und unterstützt nur die Darstellung von recht kleinen Album Arts. Mehrere visuelle Effekte peppen die Darstellung etwas auf. Auf dem Display werden neben dem Album Art noch der Trackname sowie der Interpret angezeigt. Um die maximale Soundqualität des Smartphones testen zu können, habe ich neben meinem Referenzkopfhörer, dem iGrado von Grado, auch noch den weit verbreiteten und überaus günstigen Koss Porta Pro, einen Sennheiser CX300 sowie den EP 630 von Creative Labs eingesetzt.

iGrado PortaPro CX300 EP630

iGrado von Grado
(C) Grado

Koss Porta Pro
(C) Koss
Sennheiser CX300
(C) Sennheiser
Creative Labs EP630
(C) Creative Labs

Der iGrado fordert bekanntlich ein sehr hohes Eingangssignal um in Wallung zum kommen. Die maximale Lautstärke des i7110 reicht zwar aus, um auch die ziemlich großen Wandler des iGrado in ausreichende Schwingungen zu versetzen. Das Ausgangssignal ist aber nicht so gut, dass es den Einsatz der recht klobigen iGrado rechtfertigen würde.

Der Sennheiser CX300 ist für einen InEar ebenfalls eine gute Alternative, dessen Bassbereich nochmal deutlich stärker rüber kommt. Der Klang wird beim i7110 dann aber stark komprimiert und die Höhen zu früh gekappt, so dass man die CX300 schnell wieder in die Schublade legt. Das gilt auch für den Creative Labs EP 630. Der Koss Porta Pro spielt mit dem Samsung deutlich harmonischer zusammen. Die Mitten werden dann zwar immer noch leicht komprimiert, der Bassbereich sowie die Höhen werden aber akustisch noch recht gut wieder gegeben. Grundsätzlich unterstützt das Samsung-Handy auch A2DP und AVRCP. Somit kann man den Sound über Stereo-Bluetooth-Kopfhörer, wie zum Beispiel dem Motorola S9 ausgeben. Das mitgelieferte Headset ist mal wieder nicht der Rede wert.

Folgende Alben aus den Bereichen Klassik, Electronic, Pop wurden - neben vielen anderen - zum Test genutzt. Im Bereich "Trance" mit seinen elektronischen Sounds und Filtersweeps kam Armin van Buurens wöchentlicher Podcast "A State of Trance" zum Einsatz. Der Song "I against I" von Mos Def aus dem Soundtrack zu "Blade 2" hat eine starke Bassbetonung und ist daher für einen Test in meinen Ohren gut geeignet. Sämtliche MP3 sind eigenhändig mit mindestens 256 kbit unter Zuhilfenahme der Software "LAME" codiert worden.

Sarah Brightman
(Symphony)
Assemblage23
(Storm)

OST Blade2
- I Against I)

The Corrs
(Talk on Corners)
iGrado
iGrado
iGrado
iGrado

Die zahlreichen Voreinstellungen (Bass, Klassik, Jazz, Pop, Rock, 3D) sind auch anpassbar, somit dürfte wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die maximale Lautstärke ist der Musikwiedergabe ist hoch. Wer allerdings handelsübliche Walkmankopfhörer mit 3.5-mm-Klinkenstecker nutzen will, ist auf den mitgelieferten Adapter angewiesen.

i7110i7110i7110

Die Abspielreihenfolge der Tracks kann zufällig oder per Dauerwiederholung, eines oder aller Musikstücke beeinflusst werden. Auch das Abspielen von Wiedergabelisten ist möglich. Die erstmalige Initialisierung (es sucht dann nach neuen Musikstücken) dauert etwa länger.

i7110i7110i7110

Als Hörbuchplayer ist der Musicplayer allerdings nur bedingt tauglich. Beendet man die Wiedergabe, merkt er sich die letzte abgespielte Position nicht. Man kann den Player hierzu aber in den Pausemodus versetzen, dann spielt er nach Wiederaufnahme ab dieser Stelle weiter. Technisch ist der Musicplayer in der Lage die Formate AAC, AAC+, eAAC, eAAC+, MP3, MP4, M4A, WMA, Mobile XMF, SP-MIDI, AMR (NB-AMR), MIDI (Poly 64), RealAudio 7,8,10, True tones (WB-AMR), WAV, MP3 auch mit variabler Bitrate bis 320 kb/s abzuspielen. Nutzt man zur Synchronisation den Windows Media Player 11 so lassen sich auch geschützte DRM übertragen.

i7110

Dank des FM-Transmitters lässt sich Musik und sogar die Sprachausgabe des Navigationsprogramms drahtlos an die Stereo-Anlage oder das Autoradio übertragen. Hier stehen die Frequenzen von 88.10 bis 107.90 MHz zur Verfügung. Die Qualität der Übertragung geht dabei noch in Ordnung. Die maximale Reichweite die man mit dem Transmitter erzielen kann liegt bei etwa 1-2 Metern. Das integrierte RDS-Radio, liefert Informationen zur gerade laufen Sendung. Bis zu fünfzig Stationen finden Platz im Speicher, selbst Aufnahmen des laufenden Programms sind möglich.

Kamera

i7110

Der CMOS-Sensor bietet neben einer maximalen Auflösung von 5-Megapixel (2560 x 1920 Pixel) noch einen, in meinen Augen eher nutzlosen Digitalzoom. Selbst an einen Autofokus, eine Makrofunktion und einen abschaltbaren Bildstabilisator hat Samsung gedacht. Der Dual-LED-Blitz kann überzeugen, beleuchtet er doch noch Objekte bis zu einer Entfernung von etwa 2 Meter. Danach verschwinden die Motive aber im Bildrauschen. Ein längerer Druck auf die seitliche Kamerataste aktiviert den Auslöser. Der Start der Kamera dauert knapp 3 Sekunden, der Autofokus benötigt bis zur Scharfstellung knapp weitere 1,5 Sekunden. Für echte Schnappschüsse ist das deutlich zu langsam, zumal ein Bild erst nach knapp 4 Sekunden auf der Speicherkarte gelandet ist. Das Sucherbild wird dabei in voller Displaygröße dargestellt.

i7110i7110i7110

Aufnahmen bei Tageslicht können über den Weißabgleich mit Einstellungsmöglichkeiten wie Automatisch, Sonnig, Wolkig, Weißlicht und Neonlicht optimiert werden. Für Urlaubsbilder steht eine Serienaufnahmefunktion und ein Selbstauslöser zur Verfügung. Eine Programmautomatik hilft bei Nachtaufnahmen und der Farbton des Bildes kann über die Einstellungen, wie z. B. Normal, Sepia, Schwarzweiß Kräftig oder Negativ verändert werden.

i7110i7110i7110

i7110i7110i7110

Mehrere Szenemodi sorgen für die richtige Belichtungszeit und sonstigen Einstellungen. Wer mag, kann diese aber manuell anpassen. Insgesamt ist die Qualität der Bilder sehr von den örtlichen Lichtverhältnissen abhängig.

Die Bilder werden von der Kamerasoftware teilweise falsch belichtet, zudem wird die Farbe Rot oft in "Orange" wieder gegeben. Die Qualität der Bilder kann bei guter Beleuchtung eher überzeugen, kommt aber gegen die aktuellen Modelle von Sony Ericsson und LG nicht an. Eine "Wide Dynamic Range (WDR)" genannte Technologie kann manuell ausgewählt werden, die Bilder werden dann bei Gegenlicht leicht besser, ohne aber auch damit wirklich überzeugen zu können. Aber wie soll ein so kleines Objektiv auch für genügend Lichtverwertung sorgen?

i7110i7110i7110

Die erstellten Bilder können als Hintergrund oder Kontaktbild genutzt werden. Besonders gelungene Aufnahmen kann man sogar per Kurzstreckenfunk, SMS oder E-Mail versenden.

Pixon

Bilder Kamera (36 MB)

Videos nimmt das i7110 in VGA Auflösung mit maximal 640 x 480 Pixel bei etwa 30 Bildern pro Sekunde auf. Auch hier stehen eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Den Aufnahmeton kann man abschalten, zudem lässt sich die Qualität der Aufnahme in mehreren Schritten auswählen. Die Aufnahmen lassen sich dann auch auf dem Realplayer des i7110 abspielen.

Navigation

Über das integrierte GPS lässt sich das Samsung i7110 auch als Onboard Navigationslösung nutzen. Die Strassenkarten befinden sich - wie das Navigationsprogramm - auf der mitgelieferten Speicherkarte. Die Navigation steht sowohl in 2D, als auch im 3D-Modus zur Verfügung.

i7110i7110i7110

Ein Kompass gibt die Richtung an, in die man sich bewegt. Die akustischen Navigationsanweisungen werden auf Wunsch über den FM-Transmitter an das Autoradio weiterleiten, damit kann man die Stimme nicht mehr überhören. Während der Fahrt und lauten Nebengeräuischen können auch die recht kräftigen Stereo-Lautsprecher des Handys nicht immer mithalten.Ändert man seine Route so dann erfolgt auch eine entsprechende Neuberechnung. Das dauert nur ein paar Sekunden.

i7110i7110i7110

i7110i7110

Der erste Satfix ohne A-GPS dauert knapp 1 Minute, mit aktiviertem A-GPS nur 10 Sekunden. Wird das GPS-Modul in KFZ mit Wärmeschutzverglasung eingesetzt, reduziert sich der Empfang praktisch auf 0. Ein Umstand, der aber auch für viele andere Navigationssysteme gilt. Bei Normalverglasung gibt es hier keine Probleme. Lange Tunnel sind wenig überraschend ebenfalls oft ein KO-Kriterium für das eingebaute GPS. Die Navigation und Orientierung in "freier Wildbahn" hingegen funktioniert sehr schnell und zuverlässig. Das mitgelieferte Carkit sorgt für eine optimale Anbindung an das Kfz. Für denjenigen unter Ihnen, die nur gelegentlich eine Navigationshilfe in Anspruch nehmen, ist der eingebaute Routenplaner in meinen Augen ausreichend. Leider ist das Display des i7110 für Vielfahrer etwas zu klein. Die Ablesbarkeit schwindet bei direkter Sonneneinstrahlung fast vollständig.

Internet

i7110 I7710

Der S60 Browser basiert auf Safaris Webcore und wird auch auf anderen Symbian-Geräten genutzt. Beim Klick auf eine freie Stelle erscheint eine schwebende Hilfeleiste, die z. B. das Neuladen der Seite oder eine komplette Seitenübersicht anbietet. Der Schwenk ins Querformat erfolgt nur dann automatisch, wenn zuvor der Lagesensor aktiviert wurde. Eine Unterstützung für RSS wird ebenfalls angeboten ist aber noch ausbaufähig. Die Darstellung von Layern und Popups ist allerdings ein Problem. Flash (Lite) kann man hingegen direkt im Browser betrachten. Insgesamt ist er ein recht anständiger Desktop-Browserersatz, kommt aber nicht gegen Opera Mobile 9.5 an. Surfen im Internet ist aber nur dann sinnvoll, wenn man über eine Datenflatrate und ein wenig Zeit verfügt. Eingaben von längeren URL über die Zehnertastatur sind halt nicht wirklich flott möglich. Die Schriftgröße und damit die Übersichtlichkeit lässt sich beim Browser wie gewohnt mittels * und # Taste stufenweise ändern (50% bis 125%). Das kleine 2,6-Zoll-Display des i7110 ist zum Websurfen kaum geeignet. Für Gelegenheits-Surfer reicht das Samsung i7110 aber aus. Der "Teashark" ist zum Beispiel deutlich schneller agierender Browser.

Connectivity

Als Quadband-Mobiltelefon für GSM 850/900/1800/1900-Netze mit UMTS/HSDPA Unterstützung leistet es sich kaum Schwächen. Das i7110 verzeichnet gute Empfangs- und Sendeleistungen im D1 und O² Netz. Die Sprachqualität würde ich mit "Befriedigend" bewerten. Die Gespräche werden etwas dumpf wieder gegeben, der Gesprächspartner klingt leicht blechern. Das i7110 verbindet sich wieder mittels Datenkabel (Micro-USB) zur PC USB 2.0-Schnittstelle. Es lässt sich dann auch als Speicherstick nutzen und unterstützt Drag & Drop. Bluetooth Funkverbindungen werden nach Spezifikation 2.0 unterstützt. Dank SAP klappt die Kommunikation mit der KFZ Freisprechanlage, A2DP und FTP werden ebenfalls unterstützt. Mittels des PC Studio klappt auch eine Synchronisation über BT. Die O² Homezone wird einwandfrei angezeigt. Die Synchronisation von etwa 500 Kontakten dauert knapp 1:30 Minuten. Hierbei werden auch Termine und Aufgaben bzw. Notizen mit abgeglichen. Ein vorhandener Home Media Server kann dank DLNA integriert werden. Dann sind drahtlose Streams von und zum PC und anderen DLNA-kompatiblen Geräten möglich.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit im täglichen Büroalltag kann man durchaus als ausreichend bezeichnen. Wobei das i7110 bei vielen Usern einen eher ungewöhnlich hohen Stromverbrauch an den Tag legt. Gerade nach der Nutzung der Navigationssoftware oder des WLAN leert sich der Akku mystischerweise in ein paar Stunden. Bei meinem Testgerät trat dieses Problem aber nicht reproduzierbar auf. Wer sein i7110 intensiv nutzt (sprich WLAN und GPS, Display) wird es auch täglich laden müssen. Bei eher moderater Nutzung (10-20 Minuten telefonieren, 30 Minuten Musik am Tag) verschafft man sich etwa 2-3 Tage Ruhe vor der Steckdose. Ach ja, nach knapp 5 Stunden Dauernavigation ging der 1200mAh Kraftzelle der Saft aus.

Videotestbericht

Fazit

Autor

Das sehr kontraststarke 2,6-Zoll kleine AMOLED ist eine Augenweide. Die 5-Megapixel-Kamera macht bei guter Beleuchtung annehmbare Fotos. Dank der recht flachen, wenig griffigen und folienartigen Metall-Tastatur ist das i7110 zum aktiven E-Mailen oder SMSen allerdings weniger gut geeignet. Die Anordnung der Steuerelemente um den Vier-Wege-Steuerkreuzes herum ist gelinde gesagt eine Katastrophe. Das Design ist gewöhnungsbedürftig, die Verarbeitung aber über jeden Zweifel erhaben. Die Gesprächsqualität ging während meiner Tests im T-Mobile-Netz in Ordnung, ohne glänzen zu können. Das könne andere Mobiltelefone von Samsung besser. Wer nicht viel Geld für ein Handy ausgeben will (aktuell knapp 250 €) und gelegentlich mit dem Handy navigieren will, ist mit dem i7110 gut beraten.

Testlogo

 



  

Weiterleiten | Zurück zur Übersicht | Kommentar schreiben ]